Secale Cornutum und seine Anwendung bei Migräne, insbesondere bei Kindern

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende, starke Kopfschmerzen gekennzeichnet ist, oft begleitet von Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit. Migräne kann die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Obwohl Migräne in jedem Alter auftreten kann, sind auch Kinder und Jugendliche betroffen. Die Behandlung von Migräne bei Kindern erfordert besondere Sorgfalt, da nicht alle Medikamente für diese Altersgruppe geeignet sind. Homöopathische Arzneimittel wie Secale cornutum können eine sanfte und wirksame Alternative oder Ergänzung zur konventionellen Behandlung darstellen.

Was ist Secale Cornutum?

Secale cornutum, auch bekannt als Mutterkorn, ist ein Pilz, der auf Roggen und anderen Getreidesorten wächst. Im Mittelalter verursachte der Verzehr von mit Mutterkorn befallenem Getreide schwere Vergiftungen, die als Antoniusfeuer bekannt waren. Heute wird Secale cornutum in der Homöopathie in potenzierter Form verwendet, um verschiedene Beschwerden zu behandeln.

Die Geschichte des Mutterkorns

Im Mittelalter erlitten Menschen schwere Vergiftungen durch den ahnungslosen Verzehr von Getreide, insbesondere Roggen, das mit Mutterkorn befallen war. Diese Vergiftungen, bekannt als Antoniusfeuer, führten zu qualvollen Leiden und Tod. Heutzutage ist die Gefahr durch moderne Anbaumethoden und Getreidereinigungstechniken gebannt.

Inhaltsstoffe und Wirkungsweise

Das Mutterkorn enthält eine Vielzahl von Alkaloiden, pflanzlichen Inhaltsstoffen, die oft giftig sind. Diese Alkaloide wirken auf die Muskulatur der Blutgefäße und der Gebärmutter. In der Homöopathie wird Secale cornutum zur Behandlung von Durchblutungsstörungen und anderen Beschwerden eingesetzt.

Anwendungsgebiete von Secale Cornutum in der Homöopathie

In der Homöopathie wird Secale cornutum bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt, darunter:

Lesen Sie auch: Vergleichende Analyse: Migräne vs. Epilepsie

  • Migräne und Kopfschmerzen: Insbesondere bei Kopfschmerzen, die von Durchblutungsstörungen begleitet sind.
  • Durchblutungsstörungen: Kalte Hände und Füße, Kribbeln und Taubheitsgefühl in den Extremitäten.
  • Menstruationsbeschwerden: Unregelmäßige, starke und schmerzhafte Menstruation, brennende Schmerzen in der Gebärmutter.
  • Geburtsbeschwerden: Wehenschwäche, Nachwehen.
  • Hämorrhagien: Blutungen aus verschiedenen Organen.

Secale Cornutum bei Migräne

Secale cornutum kann bei Migräne helfen, insbesondere wenn die Kopfschmerzen von Durchblutungsstörungen begleitet sind. Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Es kann die Schmerzen lindern und auch die Begleitbeschwerden reduzieren. Die Wirkung von Secale cornutum beruht auf seiner Fähigkeit, die Blutgefäße zu beeinflussen. Es kann sowohl gefäßerweiternd als auch gefäßverengend wirken, je nach Bedarf des Körpers.

Spezifische Symptome, die auf Secale Cornutum hinweisen

Bestimmte Symptome können darauf hindeuten, dass Secale cornutum das geeignete homöopathische Mittel ist:

  • Kopfschmerzen, die sich durch Kälte bessern.
  • Gefühl von großer Hitze im ganzen Körper, obwohl Kälte als angenehm empfunden wird.
  • Blutungen mit dünnem, stinkendem, wässrigem, schwarzem Blut.
  • Krämpfe und neurologische Probleme wie Kribbeln, Zuckungen und Taubheitsgefühl.
  • Reizbarkeit und Unruhe.

Secale Cornutum für Kinder

Grundsätzlich können Secale Cornutum D 30 Globuli auch bei Kindern angewendet werden. Die Dosierung sollte jedoch entsprechend dem Alter und dem Körpergewicht angepasst werden. Es ist wichtig, vor der Anwendung von Secale cornutum bei Kindern einen Arzt oder Homöopathen zu konsultieren.

Dosierung und Anwendung bei Kindern

Für Säuglinge (bis 12 Monate) wird in der Regel 1 Kügelchen gegeben, für Babys ab dem zweiten bis zum dritten Jahr 2 Globuli. Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt.

Wichtige Hinweise zur Anwendung bei Kindern

  • Vor der Anwendung von Secale cornutum bei Kindern sollte immer ein Arzt oder Homöopath konsultiert werden.
  • Die Dosierung sollte dem Alter und dem Körpergewicht des Kindes angepasst werden.
  • Bei länger anhaltenden oder unklaren Beschwerden muss ein Arzt aufgesucht werden.

Die Homöopathische Behandlung

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren.

Lesen Sie auch: Neurologische Expertise bei Migräne

Das Ähnlichkeitsprinzip

Das Ähnlichkeitsprinzip ist ein grundlegendes Konzept der Homöopathie. Es besagt, dass eine Substanz, die bei einem gesunden Menschen bestimmte Symptome hervorruft, in potenzierter Form verwendet werden kann, um ähnliche Symptome bei einem kranken Menschen zu behandeln.

Potenzierung

Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert.

Erstverschlimmerung

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet.

Dauer der Behandlung

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann.

Worauf Sie beim Kauf von Secale Cornutum achten sollten

Wir legen größten Wert auf die Qualität und Reinheit unserer Secale Cornutum D 30 Globuli. Die Herstellung erfolgt nach den strengen Richtlinien des Homöopathischen Arzneibuches (HAB). Wir verwenden ausschließlich hochwertige Ausgangsstoffe und garantieren eine sorgfältige Verarbeitung.

Lesen Sie auch: Migräne als Risikofaktor für Demenz?

Qualität und Reinheit

Achten Sie beim Kauf von Secale cornutum auf die Qualität und Reinheit des Produkts. Wählen Sie Produkte von renommierten Herstellern, die die strengen Richtlinien des Homöopathischen Arzneibuches (HAB) einhalten.

Darreichungsform

Secale cornutum ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich, darunter Globuli, Tabletten und Tropfen. Globuli sind besonders bei Kindern beliebt, da sie leicht zu dosieren und einzunehmen sind.

Wichtige Hinweise und Warnungen

  • Die auf Globuli.de zur Verfügung gestellten Informationen sowie Kommentare und Diskussionsbeiträge können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer eigenständigen Auswahl und Anwendung oder Absetzung von Arzneimitteln, sonstigen Gesundheitsprodukten oder Behandlungsmethoden verwendet werden.
  • Viele Symptome und Beschwerden können bei verschiedenen Erkrankungen auftreten. Für eine sichere Diagnose und Behandlung muss immer ein Arzt aufgesucht werden.
  • Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie vor der Einnahme von Secale Cornutum D 30 Globuli unbedingt Ihren Arzt oder Homöopathen konsultieren.
  • In der Regel sind Secale Cornutum D 30 Globuli gut verträglich. In seltenen Fällen kann es zu einer vorübergehenden Erstverschlimmerung der Beschwerden kommen.
  • Bewahren Sie Secale Cornutum D 30 Globuli trocken, kühl und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt auf.

Alternativen und Ergänzungen zur Behandlung von Migräne

Neben Secale cornutum gibt es noch weitere homöopathische Mittel, die bei Migräne eingesetzt werden können. Dazu gehören unter anderem:

  • Gelsemium: Bei dumpfen, schweren Kopfschmerzen, vor allem im Hinterkopfbereich und nervösen Störungen.
  • Belladonna: Bei drückenden, klopfenden Kopfschmerzen mit Schwindel.
  • Iris versicolor: Bei Stirnkopfschmerz mit Übelkeit, migräneartige Kofschmerzen.
  • Nux vomica: Bei Kopfschmerz und Schwindel.
  • Spigelia: Bei periodisch auftretenden, migräneähnlichen Beschwerden mit halbseitiger Lokalisation hinter Stirnhöhlen und Schläfen.

Konventionelle Behandlung von Migräne

Neben der Homöopathie gibt es auch konventionelle Medikamente zur Behandlung von Migräne. Dazu gehören Schmerzmittel, Triptane und Betablocker. Die Wahl der geeigneten Behandlung sollte immer in Absprache mit einem Arzt erfolgen.

Weitere unterstützende Maßnahmen

Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung können auch andere Maßnahmen helfen, Migräneanfälle zu reduzieren. Dazu gehören:

  • Regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus.
  • Ausreichend Bewegung und Entspannung.
  • Vermeidung von Stress.
  • Gesunde Ernährung.
  • Führen eines Migränetagebuchs, um Auslöser zu identifizieren.

tags: #secale #quarz #migrane #bei #kindern