Sehnerventzündung durch Lichtblitze: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Die Sehnerventzündung, auch Optikusneuritis oder Neuritis nervi optici genannt, kann zu einer einseitigen, abrupten Verschlechterung des Sehvermögens führen. Ursächlich können verschiedene Erkrankungen sein, etwa Multiple Sklerose (MS). Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Sehnerventzündung, von den Ursachen und Symptomen bis hin zu Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten.

Was ist eine Sehnerventzündung?

Bei der Optikusneuritis handelt es sich um eine Entzündung des Sehnervs (Nervus opticus), welcher die Verbindung zwischen der Netzhaut des Auges und den visuellen Zentren im Gehirn bildet. Der Sehnerv leitet visuelle Informationen, die von der Netzhaut des Auges erfasst werden, zum Gehirn weiter, wodurch das Sehen ermöglicht wird. Bei der Sehnerventzündung wird die Schutzhülle des Nervus opticus geschädigt.

Die Sehnerventzündung äußert sich als akute, ausgeprägte Sehbeeinträchtigung ohne strukturelle Auffälligkeiten im Rahmen der ärztlichen Augenuntersuchung. Je nach Lokalisation des Entzündungsprozesses unterscheiden Fachleute zwischen:

  • Papillitis: Entzündung direkt beim Austritt des Sehnervs aus dem Augapfel an der sogenannten Papille.
  • Retrobulbärneuritis: Entzündung hinter dem Augenapfel, also im hinteren Abschnitt des Sehnervs.

Weiterhin wird zwischen der häufiger auftretenden typischen und der selteneren atypischen Optikusneuritis unterschieden. Die Ursachen können variieren, jedoch handelt es sich bei der typischen Form in 30 Prozent der Fälle um das erste Symptom der Multiplen Sklerose.

Symptome einer Sehnerventzündung

Die Symptome einer typischen Sehnerventzündung sind vielfältig und können erheblichen Einfluss auf den Alltag der Betroffenen haben:

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  • Meist einseitige Symptomatik
  • Sehverlust, der plötzlicher Verlust oder schrittweise in Erscheinung treten kann
  • Reduzierte Sehschärfe
  • Dumpfe und/oder pochende Schmerzen hinter dem Augapfel, insbesondere bei Augenbewegungen und oftmals begleitet von Druckgefühl
  • Eingeschränktes Farbsehen, bei dem Farben blasser erscheinen oder nicht mehr klar unterschieden werden können
  • Eingeschränktes Gesichtsfeld, mittig des Sichtfeldes entsteht ein „blinder Fleck“ (Zentralskotom)
  • Wahrnehmen von Lichtphänomen (z. B. Lichtblitze)

Initialphase: Die Sehstörungen beginnen häufig mit Schmerzen in der Augenregion, die betont bei Augenbewegungen auftreten und wenige Tage bis Wochen andauern. Visusminderung: Nach den initialen Schmerzen folgt die Visusminderung (Sehverschlechterung), die meist einseitig ist. Diese Sehverschlechterung entwickelt sich über Tage und erreicht ihren Tiefpunkt innerhalb von ein bis zwei Wochen.

Ursachen einer Sehnerventzündung

Die Ursachen einer Sehnerventzündung sind vielfältig und können sowohl auf autoimmunologische Reaktionen als auch auf verschiedene zugrunde liegende Erkrankungen zurückgeführt werden.

Ursachen für eine typische Sehnerventzündung:

  • Multiple Sklerose (MS): Die Optikusneuritis kann das erste Anzeichen dieser Erkrankung sein. Bei vielen Betroffenen, die eine Optikusneuritis entwickeln, wird später eine Multiple Sklerose diagnostiziert. Etwa 50 % der Patienten mit einer typischen Optikusneuritis entwickeln innerhalb von 15 Jahren eine Multiple Sklerose (MS).
  • Idiopathisch: Bei einer idiopathischen Sehnerventzündung ist die genaue Ursache unklar. Es wird jedoch angenommen, dass eine vorübergehende Fehlfunktion des Immunsystems beteiligt ist.

Ursachen für eine atypische Sehnerventzündung:

  • Andere Autoimmunerkrankungen wie Lupus erythematodes, Sarkoidose
  • Neuromyelitis optica (Devic-Syndrom)
  • Bakterielle Infektionen wie Borreliose, Tuberkulose oder Syphilis
  • Medikamente (z. B. Tamoxifen gegen Brustkrebs)
  • Giftstoffe (z. B. Blei, Alkohol, Nikotin)
  • Ein Tumor, der auf den Sehnerv drückt oder in dessen Nähe wächst, kann Symptome verursachen, die einer Optikusneuritis ähneln
  • Virale oder bakterielle Infektionen
  • Bei Kindern kann sich eine Optikusneuritis in zeitlichem Zusammenhang zu einem vorausgegangenen Virusinfekt zeigen.

Sehnerventzündung: Untersuchungen und Diagnose

Um die Diagnose "Sehnerventzündung" stellen zu können, befragt der Arzt den Patienten zunächst ausführlich zur Krankheitsgeschichte (Anamnese). Dabei stellt er unter anderem folgende Fragen:

  • Wann hat sich Ihr Sehen verschlechtert?
  • Bereiten Ihnen Augenbewegungen Schmerzen?
  • Ist das Sehen auf einer Seite schlechter als auf der anderen?
  • Waren Sie in der letzten Zeit erkältet oder hatten Sie Fieber?
  • Hatte ein Familienmitglied von Ihnen bereits ähnliche Symptome?
  • Leiden Sie an einer Grunderkrankung (z.B. Multipler Sklerose, Lupus erythematodes)?
  • Ist in Ihrer Familie ein Fall von Multipler Sklerose bekannt?
  • Ist Ihnen schwindelig oder haben Sie Schwächen Ihrer Muskulatur bemerkt?
  • Rauchen Sie, trinken Sie Alkohol oder nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein?
  • Sind die Beschwerden bei Wärme stärker (zum Beispiel,wenn Sie ein Bad nehmen, in der Sauna sitzen oder Sport machen)?
  • Nehmen Sie Lichtblitze wahr?

Anschließend folgen verschiedene Augenuntersuchungen:

  • Bestimmung der Sehschärfe: Mithilfe einer in bestimmten Abstand angebrachten Buchstaben- oder Zahlentafel wird die Sehschärfe bestimmt. Sie ist bei einer Sehnerventzündung gemindert. Die Niedrigkontrast-Sehschärfe ist in der akuten Phase stark beeinträchtigt und erholt sich langsamer als der Visus und das Gesichtsfeld.
  • Test der Pupillenreaktion: Danach leuchtet der Arzt abwechselnd mit einer kleinen Lampe in die Augen und beobachtet die Reaktion der Pupillen. Normalerweise verengen sich beide Pupille gleich stark, egal, auf welches Auge der Arzt den Lichtkegel richtet. Bei einer Retrobulbärneuritis liegt jedoch oft ein sogenannter relativer afferenter Pupillendefekt (RAPD) vor. Das bedeutet, dass der Sehnerv des betroffenen Auges die eingehenden Lichtsignale nicht so gut ins Gehirn leitet wie der andere Sehnerv. In der Folge verengen sich beide Pupillen weniger, wenn der Arzt das Licht auf das erkrankte Auge richtet, und stärker, wenn er ins gesunde Auge leuchtet.
  • Prüfung der Augenbeweglichkeit: Außerdem überprüft der Arzt die Beweglichkeit der Augen. Dazu sollen Sie etwa seinem Finger oder einem Stift ausschließlich mit dem Blick folgen (nicht mit dem ganzen Kopf) und angeben, ob die Augenbewegungen Sie schmerzen oder Sie Doppelbilder sehen.
  • Bestimmung des Gesichtsfeldes: Als nächstes wird das Gesichtsfeld getestet. Das ist der Bereich der Umwelt, den die Augen sehen können, ohne dass Sie Ihren Kopf bewegen. Das Gesichtsfeld kann grob mit den Fingern des Untersuchers überprüft werden. Dabei bewegt der Arzt seinen Finger in verschiedene Richtungen vor Ihrem Augen, und Sie müssen Sie Bescheid sagen, sobald Sie den Finger in Ihrem Gesichtsfeld sehen beziehungsweise nicht mehr sehen. Mit einem sogenannten Perimeter kann die Gesichtsfeldüberprüfung genauer durchgeführt werden. Dabei blinken verschiedene Lichtpunkte auf, die Sie in Ihrem Gesichtsfeld erkennen sollen. Bei einer Sehnerventzündung liegt häufig eine Einschränkung des Gesichtsfeldes im zentralen Bereich vor (Zentralskotom).
  • Untersuchung des Augenhintergrundes: Anschließend spiegelt der Arzt den Augenhintergrund (Funduskopie oder Fundoskopie). Dafür leuchtet er mit einem Augenspiegel (Ophthalmoskop) in Ihre Augen. So kann er die Netzhaut beurteilen. Er achtet dabei unter anderem auf Veränderungen der Blutgefäße und jener Stelle, an der der Sehnerv das Auge verlässt (Papille). Bei einer Retrobulbärneuritis ist die Funduskopie normalerweise unauffällig. Nur in etwa 30 Prozent der Fälle ist die Papille verändert. Dagegen ist bei einer Papillitis die Papille typischerweise gerötet und geschwollen.
  • Prüfung der Farbwahrnehmung: Auch Ihre Farbwahrnehmung wird getestet. Bei einer typischen Neuritis nervi optici ist vor allem die Farbsättigung für Rot abgeschwächt.
  • Test der Sehnervleitung: Mithilfe von visuell evozierten Potenzialen (VEP) kann die Leitungsgeschwindigkeit des Sehnervs überprüft werden. Bei dieser Messmethode werden Elektroden am Kopf angebracht. Nach der Reizung des Sehnervs durch das Zeigen von Bildern, wird über die Elektroden gemessen, welche Signale wie schnell über den Sehnerv im Gehirn ankommen. Bei einer Entzündung des Sehnervs sind die Messwerte häufig verändert.

Sehnerventzündung: Weiterführende Diagnostik

Wenn der Arzt ermittelt hat, ob es sich um eine typische oder atypische Sehnerventzündung handelt, werden weitere Untersuchungen durchgeführt. Mit deren Hilfe will man die Ursache der Neuritis nervi optici herauszufinden.

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Bei einer erstmals aufgetretenen typischen Sehnerventzündung entwickelt der Patient im Verlauf der nächsten fünf Jahre in etwa 30 Prozent der Fälle eine Multiple Sklerose (MS). Um sie zu diagnostizieren, werden eine Kernspintomografie (Magnetresonanztomografie, MRT) des Kopfes und der Wirbelsäule gemacht. Außerdem ist eine Liquorpunktion notwendig: Dabei wird über eine dünnen Hohlnadel eine Probe der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) aus der Lendenwirbelsäule entnommen und auf Entzündungszeichen hin untersucht, die für eine MS sprechen können.

Bei einer atypischen Sehnerventzündung können andere Krankheiten ursächlich sein. Deshalb wird häufig Blut abgenommen, um es auf verschiedene Krankheitserreger oder Antikörper hin zu untersuchen.

Sehnerventzündung: Abgrenzung zu anderen Krankheiten

Der Arzt muss auch untersuchen, ob nicht eine andere Erkrankung vorliegt, die ähnliche Symptome wie eine Sehnerventzündung hervorrufen. Zu diesen Differenzialdiagnosen zählt unter anderem die Stauungspapille. Sie entsteht, wenn der Hirndruck ansteigt und verursacht ähnliche Krankheitszeichen, schränkt in der Regel aber das Sehen nicht im gleichen Maße ein wie eine Optikusneuritis.

Auch Vergiftungen etwa mit Alkohol kann sich wie eine Sehnerventzündung darstellen.

Lichtblitze im Auge als Symptom

Blinkende Lichter im Auge gehören zu den Symptomen eines Gehirntumors, können aber auch ein Symptom vieler verschiedener Krankheiten sein. Die Haupthirnregion, die die Sehfähigkeit beeinflusst, sind Tumoren, die sich im Hinterhauptslappen entwickeln oder diesen betreffen. Zu den Sehproblemen zählen blinkende Lichter im Auge, Doppeltsehen, verschwommenes Sehen oder Sehverlust. Auch bei Sehstörungen aufgrund eines Hirntumors oder als Nebenwirkung der Behandlung muss ein Augenarzt in die Behandlung einbezogen werden.

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Die Netzhaut ist ein dünnes, lichtempfindliches Gewebe, das die Rückseite des inneren Teils des Auges bedeckt . Es überträgt elektrische Signale über den Sehnerv an das Gehirn. Obwohl es viele Gründe dafür gibt, dass Lichtblitze im Auge auftreten, ist die häufigste Ursache Druck oder Krafteinwirkung auf die Netzhaut. Diese Lichtblitze treten im hinteren Teil des Auges auf, wo sich die Netzhaut befindet.

Migräne ist ein neurologisches Problem und kann viele Symptome verursachen. Migräne tritt als starker, wiederkehrender Kopfschmerz auf, der mehrere Stunden bis mehrere Tage anhält und oft zu Sehstörungen führt. Lichtblitze gehen häufig mit Migräne einher und treten meist in peripheren Gesichtsfeldern auf. Es können Lichtblitze auftreten, ohne dass es zu Kopfschmerzen kommt. Dies kommt besonders häufig bei Augenmigräne vor.

Behandlungsmöglichkeiten der Sehnerventzündung

Die geeignete Therapie ist abhängig von der Ursache und dem Schweregrad der Sehnerventzündung.

  • Bei einer Plasmapherese werden die schädlichen Bestandteile aus dem Blutplasma entfernt, wie zum Beispiel Antikörper oder Immunkomplexe, welche für verschiedene Erkrankungen verantwortlich sind.
  • Falls die Entzündung des Sehnervs aufgrund einer bakteriellen Infektion auftritt, wird diese mit Antibiotika behandelt.
  • Bei Sehnerventzündungen, die im Rahmen einer Multiplen Sklerose auftreten, muss auch diese Grunderkrankung therapiert werden.
  • Wenn die Sehnervenentzündung im Rahmen einer Multiplen Sklerose auftritt oder der Sehverlust stark ausgeprägt ist, sollten in der Akutsituation Kortikosteroide eingesetzt werden. Diese verkürzen nachweislich die Zeit bis zur Erholung der Sehfähigkeit, jedoch ohne Einfluss auf das funktionelle Endergebnis und auf das Auftreten einer Multiplen Sklerose.
  • Auch Kinder und Jugendliche können medikamentös behandelt werden. Dies muss jedoch im Hinblick auf Nebenwirkungen gut abgewogen werden, da die Spontanheilungsrate höher ist.

Da Lichtblitze ein Symptom sind, hängen die Behandlungsmethoden von der zugrunde liegenden Erkrankung ab. Bei einer Netzhautablösung kann eine Netzhaut-Wiederanbringung durchgeführt werden. Da ein Netzhautriss zu einer Netzhautablösung führen kann, einer schwerwiegenden Augenerkrankung, die manchmal zu einem dauerhaften Sehverlust führen kann, ist eine dringende Behandlung erforderlich, bevor es zu einem Sehverlust kommt. Bei kleinen Netzhautrissen oder Netzhautlöchern kann auch eine Kryotherapie oder Laserbehandlung durchgeführt werden. Wenn Narben aufgrund einer diabetischen Retinopathie festgestellt werden, kann die Behandlung die Verwendung eines Lasers zur Behandlung neuer Blutgefäße, eine Augenoperation zur Entfernung von Narben oder Augeninjektionen zur Verhinderung der Bildung neuer Blutgefäße umfassen. Liegt eine altersbedingte Makuladegeneration zugrunde, wird diese meist mit medikamentösen Injektionen behandelt.

Verlauf und Prognose der Sehnerventzündung

Bei der typischen Sehnerventzündung erholt sich das Sehvermögen meist innerhalb weniger Wochen, spätestens nach zwölf Monaten erlangen circa 95 Prozent der Betroffenen wieder ein normales Sehvermögen. Allerdings kann eine dauerhafte Beeinträchtigung bestehen bleiben, vor allem im Bereich der Farb- und Kontrastwahrnehmung. Eine regelmäßige Kontrolluntersuchung bei einemeiner Augenarztärztin ist daher ratsam.

Die Wahrscheinlichkeit, innerhalb von zehn Jahren erneut an einer Sehnerventzündung zu erkranken, liegt bei circa 35 Prozent. Dabei kann sowohl das ursprüngliche Auge als auch das andere Auge betroffen sein. Hat sich bei den Betroffenen eine Multiple Sklerose manifestiert, ist die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Sehnerventzündung höher - sie liegt bei 48 Prozent.

Bei der atypischen Form der Sehnerventzündung kann die Prognose in Bezug zur Wiederherstellung des Sehvermögens ungünstiger ausfallen. Dies trifft besonders zu, wenn die Erkrankung Neuromyelitis optica vorliegt.

Erholungsphase: In 95 % der Fälle verbessert sich die Sehschärfe nach dem Tiefpunkt. Zusammenfassend haben die meisten Patienten mit Neuritis nervi optici eine gute Prognose mit vollständiger oder nahezu vollständiger Wiederherstellung der Sehschärfe.

Etwa 95 % der Patient*innen erlangen mit der Zeit wieder ein fast normales Sehvermögen. In seltenen Fällen kommt es zu dauerhaften Einschränkungen des Sehvermögens. Das Sehvermögen kehrt fast immer nach ein paar Tagen oder Wochen zurück. In manchen Fällen dauert es allerdings Monate, bevor alle Symptome verschwunden sind.

Innerhalb von 5 Jahren kommt es bei insgesamt 30 % der Patient*innen zu einem Rückfall. Dieser kann am zuerst betroffenen, aber auch am anderen Auge auftreten. Zwischen der Sehnervenentzündung und dem späteren Entstehen der Multiplen Sklerose können viele Jahre liegen. 10 Jahre nach dem ersten Auftreten einer Sehnervenentzündung liegt die Wahrscheinlichkeit, an MS zu erkranken, bei etwa 40 %.40 Jahre nach einer Sehnervenentzündung beträgt die Wahrscheinlichkeit für MS bereits etwa 60 %. Bei Kindern ist die Prognose besser als bei Erwachsenen.

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