Sehnerventzündung durch Nasennebenhöhlenentzündung: Ursachen, Symptome und Behandlung

Die kalte Jahreszeit bringt nicht nur frostige Temperaturen mit sich, sondern auch häufig Erkältungen. Eine Erkältung ist in erster Linie eine Virusinfektion, die sich auf die Atemwege konzentriert und typischerweise mit Halsschmerzen und Schnupfen beginnt. Zu den typischen Symptomen gehören Husten, Schnupfen und ein allgemeines Unwohlsein. Doch eine Erkältung kann sich dann in den oberen Atemwegen ausbreiten und auch die Schleimhäute in den Nasennebenhöhlen betreffen. Viele Menschen bemerken während oder nach einer Erkältung plötzliche Augenbeschwerden oder leichte Veränderungen in ihrer Sehleistung. Eine Erkältung kann ebenfalls Einfluss auf die Sehleistung haben und so indirekt die Augen beeinträchtigen. Dieser Artikel beleuchtet die Zusammenhänge zwischen Nasennebenhöhlenentzündungen (Sinusitis) und Sehnerventzündungen, ihre Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten.

Nasennebenhöhlenentzündung: Ein Überblick

Jeder siebte Erwachsene leidet einmal jährlich an einer Nasennebenhöhlen-Entzündung. Laut Bundesverband der HNO-Ärzte leidet in Deutschland jeder siebte Erwachsene mindestens einmal im Jahr an einer Nasennebenhöhlen-Entzündung, medizinisch Sinusitis genannt. „Anders als Schnupfen ist die Nebenhöhlen-Entzündung ein typisches Erwachsenen-Problem, allein deswegen, weil die Nebenhöhlen erst im Alter von acht, neun Jahren vollständig ausgebildet sind“, erklärt Jürgen Strutz, Direktor der Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde in Regensburg.

Die Nasennebenhöhlen, darunter die Kieferhöhlen, Siebbeinzellen, Stirnhöhlen und Keilbeinhöhlen, sind luftgefüllte Hohlräume im Schädel, die mit der Nasenhöhle verbunden sind. Sie verstärken den Geruchssinn, verbessern den Klang der Stimme und reinigen die Nase von Fremdstoffen. Bei einer Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) dringen Schnupfenviren ein, Schleim bildet sich in den Höhlen und kann durch die angeschwollenen Ausführungsgänge nicht mehr abfließen. Die Hohlkammern sind mit Schleimhaut und feinen Flimmerhärchen ausgekleidet und mit der Nasenhöhle durch schmale Ausführungsgänge verbunden.

Ursachen und Risikofaktoren

Es ist eines der häufigsten Probleme in der Erkältungssaison: Die meisten Menschen haben einfach Schnupfen, die Nase läuft und sie brauchen ein Taschentuch nach dem anderen. Bei manchen aber treten zusätzliche Symptome auf: Ein unangenehmer Druck hinter der Stirn und im Dreieck zwischen Nasenwurzel und Wangenknochen quält sie, der sich schmerzhaft verstärkt, wenn sie sich bücken. Der Infekt hat die Nebenhöhlen erreicht. Die Schleimhaut von Kiefer-, Siebbein- und Stirnhöhle sind entzündet und mit Sekret gefüllt, das nicht mehr abfließen kann. Die Ursache einer Nasennebenhöhlenentzündung: Der normale Abtransport des Schleims ist behindert. Winzige Flimmerhärchen (Zilien) transportieren zwar den Schleim bis zu den Ausgangstoren (Ostien) in den Nasengang ­- dieser ist aber aus verschiedenen Gründen verengt, zum Beispiel durch Polypen oder allergische Schwellung. So entsteht ein Stau in der Höhle. Die Flimmerhärchen in den Nebenhöhlen werden geschädigt.

Menschen mit engen Ausführungsgängen zwischen Nebenhöhlen und Nasenhöhle haben das größte Risiko, dass die Entzündung immer wiederkehrt, lange dauert oder chronisch wird. Von einer chronischen Sinusitis sprechen Mediziner, wenn akute Entzündungen viermal und öfter im Jahr auftreten oder länger als drei Monate dauern.

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Weitere Risikofaktoren sind:

  • Anatomische Gründe
  • Allergische Schwellung
  • Polypen
  • Asthma

Symptome einer Nasennebenhöhlenentzündung

Typische Symptome einer Sinusitis sind:

  • Druckgefühl im Gesichtsbereich, besonders Stirn und Wangen
  • Schmerzen, die sich beim Bücken verstärken
  • Verstopfte Nase
  • Eitriges Nasensekret
  • Kopfschmerzen
  • Fieber (in manchen Fällen)

Wie eine Nasennebenhöhlenentzündung die Augen beeinträchtigen kann

Die anatomische Nähe zwischen den Nasennebenhöhlen und den Augen macht eine Ausbreitung von Entzündungsprozessen durchaus möglich. Die Entzündung kann sich über verschiedene anatomische Wege ausbreiten - sei es durch direkten Kontakt über die Knochenwände oder über das Gefäß- und Lymphsystem. Die Stirn- und Kieferhöhlen befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Augenhöhlen, wobei nur dünne Knochenwände diese Bereiche voneinander trennen. Medizinisch betrachtet handelt es sich dabei um ein anerkanntes Phänomen, das in der Fachliteratur als orbitale Komplikation einer Nasennebenhöhlenentzündung beschrieben wird.

Wenn sich der Schleim in den Hohlräumen zwischen Nase, Kiefer und Augen festsetzt, droht eine chronische Entzündung. Durch die Nähe zu Gehirn und Orbita kommt es vor, daß sie dorthin übergreifen. Eine Sinusitis kann sich etwa von der Stirnhöhle ins Gehirn ausbreiten. Auch bei orbitalen Komplikationen ist die Stirnhöhle eine Überleitungsstelle. Bei Kindern entstehen Entzündungen der Orbita relativ häufig aus einer Sinusitis der Siebbeinzellen, da diese im Gegensatz zu den anderen Nebenhöhlen bei Geburt schon ausgeprägt sind.

Mechanismen der Augenbeteiligung

  1. Druck auf die Augenpartie: Eine der häufigsten Ursachen für Augensymptome bei Erkältungen ist eine Verstopfung der Nasennebenhöhlen. Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung oder -verstopfung kann die Ansammlung von Schleim Druck auf die umliegenden Strukturen, einschließlich der Stirn- und Wangenpartie, ausüben. Dieser Druck kann Kopfschmerzen und ein Schweregefühl um die Augen herum hervorrufen.
  2. Trockene Augen: Während einer Erkältung kann es leicht zu trockenen Augen kommen, jedoch meist nicht durch die Erkältung direkt. Faktoren wie vermehrte Mundatmung bei verstopfter Nase, trockene Innenraumluft in der Winterzeit oder unzureichende Flüssigkeitsaufnahme tragen dazu bei, dass die Augen weniger gut befeuchtet werden. Ohne ausreichende Tränen kann es zu Trockenheit, Brennen und einem leichten Fremdkörpergefühl kommen.
  3. Lichtempfindlichkeit: Eine Erkältung aktiviert das Immunsystem, das verstärkt Entzündungsstoffe ausschüttet. Diese allgemeine Entzündungsreaktion kann dazu führen, dass die Augen lichtempfindlicher werden. Diese Lichtempfindlichkeit, auch als Photophobie bezeichnet, kann während einer Erkältung zunehmen, da die gereizten Augen stärker auf Helligkeit und grelles Licht reagieren.
  4. Bindehautentzündung (Konjunktivitis): Bestimmte virale Infektionen, die eine Erkältung verursachen, wie beispielsweise Adenoviren, können auch zu einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) führen. Diese virale Konjunktivitis verursacht Symptome wie Rötung, Juckreiz, verstärkte Tränenbildung und ein Fremdkörpergefühl im Auge. Die Bindehautentzündung kann die Sehleistung beeinträchtigen, da die Oberfläche des Auges gereizt ist und das Sehen oft verschwommen wirkt.

Orbitale Komplikationen einer Sinusitis

Bei den orbitalen Komplikationen unterscheidet man verschiedene Stadien.

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  • Stadium I: Entzündliches Lidödem mit Schwellung von Ober- und/oder Unterlid.
  • Stadium II: Periorbitale Osteitis mit Ödem und Schmerzen.
  • Stadium III und IV: Subperiostaler und Orbitaabszess mit eingeschränkter Beweglichkeit des Augapfels und Visusverlust, starke Schmerzen.
  • Stadium V: Septische Thrombose des Sinus cavernosus, die sich durch venöse Verbindungen auf das noch gesunde Auge ausbreiten und zur Erblindung führen kann.

Sehnerventzündung (Optikusneuritis)

Die Optikusneuritis ist eine entzündliche Erkrankung des Sehnervs, die vor allem junge Erwachsene betrifft. Die Optikusneuritis (ICD-10 H46) ist eine entzündliche Erkrankung des Sehnervs, die insbesondere junge Erwachsene betrifft. Ursachen, klinische Präsentation und Therapiemaßnahmen sind heterogen.

Eine Sehnerventzündung kann im Rahmen von Autoimmun- und Systemerkrankungen, Infektionen oder Vergiftungen auftreten. Bei 75 % der Sehnerventzündungen bleibt die Ursache jedoch ungeklärt, mit Ausnahme der Retrobulbärneuritis: Sie ist in 30 % Frühsymptom der Multiplen Sklerose; hauptsächlich sind Frauen betroffen, vor allem zwischen 20 und 45 Jahren.

Eine Optikusneuritis äußert sich in der Regel durch subakut auftretende Augenschmerzen, Visusverlust, verminderter Farbwahrnehmung und einem reduzierten Sichtfeld. Die Optikusneuritis ist die häufigste Sehnervenerkrankung im jungen Erwachsenenalter [1]. Die Inzidenz der typischen Optikusneuritis wird in mitteleuropäischen Ländern mit etwa 5 pro 100.000/Jahr angegeben. Das Durchschnittsalter liegt bei 36 Jahren, unter 18 und über 50 Jahren ist die Erkrankung selten. Mehr als 70% der Betroffenen sind Frauen [1-3]. In der nördlichen Hemisphäre ist die Inzidenz im Frühjahr am höchsten und im frühen Winter am niedrigsten [4]. Das hängt möglicherweise mit der zu dieser Jahreszeit nachlassenden Ausschüttung des protektiv wirkenden Hormons Melatonin zusammen [5].

Ursachen der Optikusneuritis

Die Ursachen einer Optikusneuritis sind vielfältig und unterscheiden sich nach der Form der Sehnervenentzündung.

  • Typische Optikusneuritis: In den westlichen Ländern ist Multiple Sklerose die häufigste Ursache für eine Optikusneuritis (typische Form). Bis zu 70% der MS-PatientInnen erleiden im Krankheitsverlauf mindestens eine Sehnervenentzündung; in etwa einem Drittel der Fälle tritt diese als Erstmanifestation auf [8]. Die zweite typische Sehnervenentzündung ist die idiopathische Optikusneuritis, bei der trotz gründlicher Evaluation keine Ursache gefunden werden kann. Dies sollte allerdings nur eine vorläufige Diagnose sein [8].

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  • Atypische Optikusneuritis: Atypische Optikusneurititiden treten auf [10,11]:

    • als Manifestation einer Autoimmunerkrankung, zum Beispiel bei Neuromyelitis-optica-Spektrum-Störungen (NMOSD), Myelin-Oligodendrozyten-Glykoprotein-Antikörper-assoziierter Erkrankung (MOGAD), Chronisch rezidivierender Immunoptikusneuropathie (Chronic relapsing inflammatory optic neuropathy [CRION]), Sarkoidose, Systemischem Lupus erythematodes (SLE)
    • infektiös/parainfektiös, unter anderem bei Lyme-Borreliose, Syphilis, Neuroretinitis, Akuter disseminierter Enzephalomyelitis (ADEM), Meningitis, Tuberkulose, Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV), lokaler Ausbreitung einer Sinusitis, Retinitis und Uveitis
    • postinfektiös bzw. postvakzinal
    • seltene Ursachen: Diabetes, perniziöse Anämie, Arteriitis temporalis, Insektenstiche, Traumata, Tumormetastasen im Sehnerv, Strahlentherapie im Schädelbasisbereich, Noxen wie Blei, Thallium, Methanol, Nikotin und Arsen, Arzneimittel, insbesondere Ethambutol und Tamoxifen

Weiterleitung von Entzündungen im Auge oder in den Nasennebenhöhlen wie Uveitis oder Sinusitis.

Symptome der Optikusneuritis

Typische Anzeichen sind ein akut auftretender Visusverlust und Augenschmerzen. Eine Optikusneuritis äußert sich in der Regel durch subakut auftretende Augenschmerzen, Visusverlust, verminderter Farbwahrnehmung und einem reduzierten Sichtfeld.

  • Verschwommenes Sehen: Wer unter einer Sehnerventzündung leidet, bemerkt häufig eine rasche Verschlechterung des Sehvermögens innerhalb von Stunden bis Tagen. Dabei erscheint das Sichtfeld unscharf und verschwommen, wie durch einen Nebel. Konturen können nicht mehr klar abgegrenzt werden.
  • Farbverlust beim Sehen: Ein Symptom, das bei der Sehnerventzündung sehr häufig vorkommt, ist der plötzliche Farbverlust beim Sehen. Typisch ist eine Rotentsättigung: Auf dem betroffenen Auge erscheinen Rottöne deutlich blasser als auf dem Gegenauge. Aber auch andere Farben können anders als üblich erscheinen.
  • Gesichtsfeldverluste: Im Rahmen von Sehnerventzündungen können unterschiedliche Gesichtsfeldausfälle entstehen. Ist die Mitte des Gesichtsfeldes und damit die Stelle des schärfsten Sehens betroffen, kommt es auf diesem Auge zu deutlichem Verlust der Sehschärfe. Ein solcher Ausfall wird als Zentralskotom bezeichnet. Die Ausfälle können aber auch peripher im Gesichtsfeld liegen, oder das ganze Gesichtsfeld diffus betreffen. Die daraus resultierenden Einschränkungen hängen stark von der Größe und der Ausprägung des Skotoms ab.
  • Schmerzen besonders bei Augenbewegungen: Viele Betroffene klagen über leichte Augenschmerzen , die sich bei Augenbewegungen verstärken. Eine Auslenkung der Augen wird deshalb oft vermieden.
  • Blendungsempfindlichkeit: Bei einem Teil der Betroffenen mit Sehnerventzündung sind die Augen vermehrt licht- und blendungsempfindlich. Insbesondere bei hellem Licht, zum Beispiel durch die Sonne, treten die Beschwerden auf und erschweren das Sehen erheblich.
  • Kontrastverlust: Kontraste können bei einer Sehnerventzündung nur undeutlich wahrgenommen werden. Die Unterschiede zwischen hellen und dunklen Bereichen sind nur noch schlecht zu erkennen. Manche Patienten klagen auch über plötzliche Lichterscheinungen, wie Flimmern oder Blitze.

Diagnose einer Sehnerventzündung

Schmerzen beim Druck auf den Augapfel und die vom Patienten berichteten Sehstörungen geben dem Augenarzt den Hinweis auf eine Sehnervenentzündung. Zusätzlich testet der Arzt den Augenbewegungsschmerz und prüft die Sehschärfe. Bei der Spiegelung des Augenhintergrunds sieht er im Falle einer Papillitis eine geschwollene und stark durchblutete Papille, der Papillenrand ist unscharf. Eine Sehnerventzündung führt im betroffenen Auge zu einer Störung der Pupillenreaktion. Normalerweise verengen sich beide Pupillen gleichmäßig, unabhängig davon, auf welches Auge Licht fällt. Durch eine Sehnerventzündung fällt die Verengung unterschiedlich stark aus. Beim Swinging-Flashlight-Test prüft der Augenarzt diese Reaktion, indem er dem Patienten in einem verdunkelten Raum nacheinander in beide Augen leuchtet.

Zur weiteren Abklärung der Ursachen wird oft auch ein MRT durchgeführt und es werden der Hausarzt, Neurologen oder andere Fachärzte eingebunden.

Behandlung von Augenbeschwerden im Zusammenhang mit Erkältung und Sinusitis

In den meisten Fällen klingen Augensymptome im Zusammenhang mit einer Erkältung von selbst ab, sobald die Infektion abgeklungen ist.

Selbsthilfemaßnahmen

  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Eine gute Flüssigkeitszufuhr ist wichtig für den gesamten Körper und unterstützt die Regeneration von der Erkältung.
  • Dampfinhalation: Eine Dampfinhalation mit heißem Wasser oder ätherischen Ölen wie Eukalyptus oder Pfefferminze kann die Nasennebenhöhlen befreien und so das Druckgefühl um die Augenpartie lindern.
  • Kompressen: Warme Kompressen auf die Augenpartie können die Durchblutung fördern und Drucksymptome mildern. Kalte Kompressen hingegen wirken beruhigend und sind hilfreich bei gereizten und lichtempfindlichen Augen.
  • Feuchtigkeitsspendende Augentropfen: Feuchtigkeitsspendende Augentropfen, sogenannte künstliche Tränen, können die Augenoberfläche befeuchten und so Symptome wie Trockenheit und Brennen lindern. Empfehlenswert sind konservierungsmittelfreie Tropfen, um die empfindliche Augenoberfläche nicht zusätzlich zu reizen.
  • Bildschirmzeit reduzieren: Da die Augen während einer Erkältung oft empfindlicher sind, ist es hilfreich, Bildschirmzeiten zu reduzieren und regelmäßig Pausen einzulegen.

Medizinische Behandlung

Eine akute Entzündung heilt innerhalb von sieben bis zehn Tagen von allein aus, kann aber auch acht Wochen festsitzen. Kommen Schmerzen und Fieber hinzu, kann ein Breitband-Antibiotikum wie Amoxicillin oder Cephalosporin helfen“, sagt Jürgen Strutz. HNO-Ärzte empfehlen daneben auch oft schleimlösende Medikamente und raten den Patienten, beim Liegen den Kopf hoch zu lagern.

Bei orbitalen Komplikationen in frühen Stadien reicht meist ein Antibiotikum i.v. aus, Mittel der Wahl ist ein Cephalosporin. In fortgeschrittenen Stadien ist meist eine operative Sanierung der Nebenhöhlen indiziert. Breitet sich die Sinusitis ins Gehirn aus, ist meist eine Meningitis die Folge.

Behandlung der Optikusneuritis

Eine intravenöse und orale Kortison-Stoßtherapie (mit hohen Dosen) beschleunigt das Abklingen der Entzündung, hat aber keinen Einfluss auf das endgültige Sehvermögen. Liegt der Sehnervenentzündung eine bakterielle oder virale Infektion zugrunde, wird diese zusätzlich mit Antibiotika bzw. Virostatika therapiert.

Vorbeugung

Zur Vorbeugung sinusbedingter Augenkomplikationen empfiehlt sich ein ganzheitlicher, gesundheitsbewusster Lebensstil.

  • Regelmäßige Nasenspülungen
  • Vermeidung von Reizstoffen wie Rauch und Allergenen
  • Ausreichende Luftfeuchtigkeit in Innenräumen
  • Stärkung des Immunsystems durch gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf

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