Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems, die bei jedem Betroffenen anders verlaufen kann. Bei jungen Erwachsenen in Deutschland ist sie die zweithäufigste Nervenerkrankung. Die MS wird durch eine Entzündung im Nervensystem hervorgerufen, die dazu führt, dass Nerveninformationen nicht mehr richtig weitergeleitet werden können. Verursacht wird sie meist aus ungeklärten Gründen, jedoch ist belegt, dass bei einer MS ein Teil des körperlichen Immunsystems falsch programmiert ist und gegen das eigene zentrale Nervensystem arbeitet. MS wird weder vererbt, noch kann man sich anstecken oder stirbt an dieser Krankheit. In Deutschland tritt diese Krankheit vermehrt bei Frauen auf, wobei die Zahl der weiblich Erkrankten ungefähr doppelt so hoch ist wie die der Männer.
Die Erkrankung kann mit zahlreichen Symptomen wie Muskelschwäche, Spastiken und Fatigue (chronische Müdigkeit) einhergehen. Eine Begleiterscheinung der MS, mit der fast alle Betroffenen zu kämpfen haben, ist die chronische Müdigkeit oder Fatigue, die gegen Abend oder bei Wärme stärker werden kann. Bis zu 6 Stunden oder mehr am Tag kann dieser Antriebs- oder Energiemangel die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit einschränken, so dass oft nur der Sessel oder das Sofa als Rückzugsort bleiben. Die Fatigue beeinträchtigt oft auch die Arbeitsfähigkeit und behindert die sozialen Kontakte.
Menschen mit MS haben besondere Anforderungen an Sitzmöbel, da sie sowohl Komfort als auch ergonomische Unterstützung benötigen. Sie verbringen oft viel Zeit im Sitzen, was bei einer ungeeigneten Sitzgelegenheit zu zusätzlichen Beschwerden führen kann. Daher ist die Wahl des richtigen Sessels essenziell. Ob Sie einen Pflegesessel kaufen oder einen Pflegesessel anfertigen lassen möchten, es ist wichtig, auf ergonomische Funktionen, individuelle Anpassungsmöglichkeiten und eine hochwertige Verarbeitung zu achten.
Die Herausforderungen beim Sitzen mit MS
Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen besteht oft nicht die Möglichkeit, laufend ihre Körperhaltung zu ändern oder verschiedene Sitzgelegenheiten zu nutzen. Dies unterstreicht die Bedeutung eines gut gewählten Sessels, der den individuellen Bedürfnissen entspricht.
Fatigue und ihre Auswirkungen
Woher kommt diese Müdigkeit? Die Ursachen der Fatigue sind noch nicht eindeutig geklärt. Doch man geht heute von mehreren Einflussgrößen aus, die zu dieser schnellen Ermüdbarkeit beitragen:
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- Entzündungsstellen im Gehirn (Läsionen). Hier können Gehirnregionen betroffen sein, die für die Wachheit zuständig sind, aber auch Regionen mit Nervenzellengruppen, die Botenstoffe produzieren, die für Antrieb und Motivation wichtig sind. Zusätzlich beeinflussen die Entzündungen generell die Informationsverarbeitung im Gehirn und tragen so zum Erleben der Fatigue bei.
- Zytokine. Auch außerhalb des Zentralnervensystems kommt es zu Entzündungen, bei denen sogenannte Zytokine entstehen. Diese stören die Produktion von Botenstoffen, die für Antrieb und Motivation wichtig sind.
- Kompensatorische Aktivierung von Gehirnnetzwerken. Das Gehirn besteht aus Netzwerken, die für bestimmte Funktionen zuständig sind. Wenn durch Entzündungsstellen (Läsionen) bestimmte Funktionen behindert werden, verlagert das Gehirn diese in andere, eigentlich nicht zuständige Netzwerke, die die Behinderung kompensieren. Dies führt zu einer Überaktivierung, die langfristig an der Fatigue beteiligt sein könnte.
Es gibt also vermutlich sehr handfeste Faktoren, die die Entstehung der Fatigue bei MS verursachen. Wie Du vielleicht selbst schon erfahren fast, wird aber diese Müdigkeit und Erschöpfung von anderen häufig nicht als Folge der Erkrankung gesehen und verstanden. Vielleicht hilft es, an der einen oder anderen Stelle einmal auf diese möglichen Ursachen hinzuweisen.
Sechs Anregungen
Der erste Schritt zum Umgang mit der Fatigue ist es, sie zu akzeptieren. Dies bedeutet aber nicht, zu resignieren. Es bedeutet nur, Dich selbst nicht an dem zu messen, was für andere ohne Fatigue selbstverständlich möglich ist, sondern für Dich realistische Ziele zu setzen. Es gibt auch einige Möglichkeiten, wie man der Fatigue begegnen kann:
- Überlastungen und Stress vermeiden - für viele Betroffene sind dies Trigger für Fatigue
- Ruhepausen einlegen - wenn die Energie fehlt, konsequent eine Auszeit nehmen
- Ausdauersportarten - Aktivitäten wie Nordic Walking, Radfahren, Schwimmen oder Laufen erhöhen die körperliche Belastbarkeit
- Rehabilitationsmaßnahmen - körperliches Training im Verbund mit einer Schulung zum besseren Einsatz der eigenen Energie und zum Einsatz von Hilfsmitteln
- Senkung der Körpertemperatur und die Vermeidung von Hitze bei Wärmeempfindlichkeit - z.B. durch Kühlwesten, Stirnbänder oder Nackentücher, durch kalte Bäder, Klimaanlagen in Haus oder Auto
- Viel trinken, täglich 2 bis 3 Liter (am besten Mineralwasser) - denn Flüssigkeitsmangel kann die Fatigue verstärken; bei Problemen mit Herz oder Nieren sollte die Trinkmenge mit der Ärztin oder dem Arzt abgestimmt werden
Medikamentöse Therapien speziell für die Fatigue gibt es nicht.
Anforderungen an einen geeigneten Sessel
Ein herkömmlicher Sessel aus dem Möbelhandel kann die besonderen Anforderungen von Menschen mit MS oft nicht erfüllen. Daher sollte man bei der Auswahl eines Pflegesessels mehrere Aspekte berücksichtigen.
Ergonomie und Komfort
- Elektrische Verstellbarkeit: Ein elektrisch verstellbarer Pflegesessel ermöglicht eine komfortable Sitzposition und erleichtert das Aufstehen. Die Kippfunktion sowie Rückenlehne oder Fußbank lassen sich durch Motoren separat per Handbedienung steuern. So können sie den Pflegesessel perfekt Ihrem persönlichen Bedarf an Unterstützung und Komfort anpassen. Ein Herausgleiten aus dem Sessel wird durch eine geschickt kombinierte Kippbewegung verhindert.
- Polsterung: Ein guter Pflegesessel sollte eine weiche, aber stützende Polsterung besitzen.
- Stabilität und Seitenhalt: Die Rückenlehne wird idealerweise in Schalenform aufgebaut (wie bei Auto-Sport-Sitzen), um besonderen Seitenhalt zu gewährleisten. Dies sorgt dafür, dass die Person stabil und gestützt in dem Sessel sitzen kann und nicht zur Seite wegrutscht. Fitform bietet beispielsweise unterschiedliche Sitzflächen an.
Funktionalität und Anpassbarkeit
- Individuelle Anpassung: Wer auf orthopädische Hilfsmittel angewiesen ist, muss oftmals auf Serienprodukte zurückgreifen. Bis zu einem gewissen Grad der Behinderung mag das sinnvoll sein. Doch körperliche Beschwerden orientieren sich nicht an standardisierten Möbeln oder Rollstühlen. Eine Maßanfertigung, die Ihren persönlichen Bedürfnissen gerecht wird, ist umso wichtiger, je gravierender das Handicap. Der Fitform Pflegesessel unterstützt Sie in Ihrer motorischen Unabhängigkeit und garantiert Ihnen ein Höchstmaß an Flexibilität.
- Mobilität: Einige Pflegesessel verfügen über Rollen, um den Transport innerhalb der Wohnung zu erleichtern. Wer aktiv sein, im Sessel arbeiten oder lesen möchte, kann mithilfe eines variabel einsetzbaren Arbeits- und Beistelltisches sowie einer passenden Leselampe die optimalen Voraussetzungen schaffen. Besteht der Wunsch nach zusätzlicher Mobilität, kann der Pflegesessel dank des Mobility-Kit-Rollensystems mit geringem Kraftaufwand im Raum bewegt werden.
- Zusätzliche Optionen: Sitz- und Armlehnhöhe, Kopfstütze und Sitztiefe können individuell angepasst werden. Zudem kann - je nach Körpermaßen und Art der Erkrankung - aus einer großen Auswahl an Kopf- und Nackenkissen, verschiedenen Sitzbreiten sowie einem umfangreichen Sortiment an Sitzflächen ausgewählt werden. Elektrisch aufblasbare Lendenstützen, Heizelemente in Rückenlehne und Sitzfläche sowie Schalenrückenlehnen mit besserem Seitenhalt erweitern den Funktionsumfang des Pflegesessels zusätzlich. Wer unter Gelenkversteifungen oder motorischen Problemen in Hüfte oder Knien leidet, findet in den optional integrierbaren Arthrodese-Sitzen eine ergonomisch korrekte Unterstützung der unteren Extremitäten. Ebenso sind Kyphose-Rückenlehnen für Patienten mit Rundrücken oder eine Antidekubitussitzfläche mit IntelliGel Sitzkissen verfügbar. RCPM Sitzsysteme (Rotary Continuous Passive Motion) stimulieren Rücken und Bandscheiben durch sanfte Drehbewegungen. Schmerzen im Bereich der oberen Extremitäten werden durch spezielle Hemiplegie-Armlehnen reduziert. Personen, die mit Rückenschmerzen zu kämpfen haben, profitieren von einer deutlichen Reduktion ihrer Beschwerden. Auch ein Anschwellen von Unterschenkeln und Füßen durch längeres Sitzen wird minimiert. Das umfangreiche Angebot an Zubehör und zusätzlichen Optionen bietet hilfreiche und schmerzlindernde Unterstützung für eine Vielzahl orthopädischer Erkrankungen. Die Extras des Pflegesessels sind einfach zu bedienen und gegen unsachgemäße Benutzung geschützt.
Maßanfertigung vs. Standardmodell
Während es durchaus hochwertige Standardmodelle gibt, sind maßgefertigte Pflegesessel oft die bessere Wahl, da sie optimal auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt werden können.
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Weitere Hilfsmittel für ein barrierefreies Wohnen
Der Teufel steckt manchmal im Detail - das gilt auch für das barrierefreie Wohnen. So solltest Du Dich in Deinem Zuhause nicht nur frei fortbewegen können. Auch mit der richtigen Einrichtung bewahrst Du Dir ein Stück Freiheit. Ob in Küche, Bad oder Schlafzimmer: Es gibt eine Vielzahl spezieller Möbel, die auf die Bedürfnisse von Menschen mit Einschränkungen angepasst sind.
Anpassung der Wohnungseinrichtung
Welche Wohnungseinrichtung kann Dir Dein Leben mit MS erleichtern? Eine berechtigte Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt. Je nachdem, ob Dein Sehvermögen eingeschränkt ist oder Du unter Gehstörungen leidest, unterscheiden sich die Bedürfnisse. Gerade Rollstuhlfahrer haben besondere Anforderungen. Ist der Tisch zu niedrig, ist es unmöglich daran zu sitzen. Ist das Waschbecken zu hoch, wird Körperpflege zur Herausforderung. Fällt es Dir schwer, Dich hinzulegen und wieder aufzustehen? Dafür gibt es spezielle Aufsteh-, Sitz- und Pflegebetten. Deren Liegefläche lässt sich in eine Sitz- und Aufstehposition verstellen, damit Du Dich selbstständige hinlegen und wieder aufrichten kannst.
Kleiderschrank und Garderobe
Ob Garderobe oder Kleiderschrank - bei Einschränkungen der Beweglichkeit kann es schwer sein, an Jacken und andere Kleidung zu gelangen. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, dies zu vereinfachen. Du könntest Deinen Kleiderschrank in einen begehbaren oder befahrbaren Schrank umbauen oder dadurch ersetzen lassen. So hast Du genug Raum, Dich zu bewegen. Zusätzlich ist es möglich, Deinen Schrank mit ausklappbaren Kleiderstangen auszustatten und die Höhe der Kleiderstange zu verändern. Möglicherweise eignet sich für Dich auch eine höhenverstellbare Garderobenstange, die Du per Fernbedienung steuern kannst.
Küche und Bad
Falls Du auf einen Rollstuhl angewiesen bist, sollten sowohl Waschbecken als auch Spülbecken unterfahrbar sein. Achte darauf, dass sich die Schränke im Bad in greifbarer Höhe befinden. Optimalerweise stattest Du Deine Küche mit unterfahrbaren Arbeitsplatten aus. Mit elektronisch herunterfahrbaren Küchenschränken oder absenkbaren Schubladen kannst Du eigenständig kochen. Darüber hinaus gibt es Unterschränke, die sich komplett herausziehen lassen. So gelangst Du auch an tiefergelegene Gegenstände. Dein Küchen- und Schreibtisch sollten hoch genug sein, damit Dein Rollstuhl darunter passt.
Anpassungen bei Sehbeeinträchtigungen
Schränkt die MS Dein Sehvermögen ein, gibt es ebenfalls hilfreiche Anpassungen. Zum Beispiel können Zwischenbretter eines Regals oder Schrankfächer mit Kennzeichnungen in Braille-Schrift markiert werden. Du musst Dich nicht komplett neu einrichten: Es ist möglich, bereits vorhandene Schränke mit einem speziellen Schubladeneinsatz umzurüsten. Die Vorderfront bleibt und der Einsatz wird einfach in den Schrank geschoben.
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Weitere Sesseltypen und ihre Eignung
Menschen mit einer chronischen Erkrankung verbringen oft (notwendigerweise) viel Zeit im Sitzen. Sitzt man nicht gut, können dadurch andere Beschwerden entstehen. Das ist natürlich sehr frustrierend. Ein Sessel mit der richtigen Unterstützung kann viele Beschwerden verhindern. Doch welcher Sesseltyp ist am besten geeignet? Wie unterscheidet sich ein Aufstehsessel von einem Ruhesessel? Passt ein Relaxsessel oder ein Pflegesessel am besten zu Ihnen? Oder profitieren Sie mehr von einem Rehasessel, Therapiesessel oder Funktionssessel? Dies hängt von Ihrer persönlichen Situation ab.
Relaxsessel
Menschen mit leichten körperlichen Einschränkungen, zum Beispiel leichten Rückenproblemen, kommen in der Regel mit einem komfortablen Relaxsessel, der ganz auf die persönlichen Körpermaße abgestimmt ist, gut zurecht. Stellen Sie sicher, dass der Sessel über ausreichende Verstellmöglichkeiten verfügt. Damit kann neben einer neutralen Sitzposition auch eine Relax- und Ruheposition eingenommen werden, eventuell kombiniert mit einer Aufstehfunktion. Auch wichtig: Überlegen Sie in der Orientierungsphase, ob Sie spezielles Zubehör benötigen. Denken Sie an eine Sitzheizung, einen Akku (kein Kabel im Raum), ein passendes Kissen, eine verlängerte Beinstütze oder einen Drehteller anstelle von einfachen Füßen.
Aufstehsessel
Wenn die Muskelkraft nachlässt, kann das Aufstehen aus einem „einfachen“ Sessel viel schwieriger werden. Körperliche Einschränkungen können auch die reibungslose Bewegung, Kraft und Stabilität beeinträchtigen. Ein Aufstehsessel bietet eine Lösung. Leichtes Aufstehen ist angenehm und kann die Sturzgefahr begrenzen. Aufstehsessel gibt es viele, aber die Unterschiede sind groß. Die Funktionsweise der Aufstehfunktion ist wichtig. Entscheiden Sie sich für einen Sessel, der komplett angehoben und nach hinten schwenkbar ist. Dadurch bleiben die Füße auf dem Boden.
Pflegesessel, Funktionssessel, Therapiesessel oder Rehasessel
Einige Krankheiten und körperliche Einschränkungen führen zu ernsthaften Sitzproblemen und chronischer Müdigkeit. Dies erfordert spezifische Unterstützung und Lösungen. Diese Sesseltypen werden unter verschiedenen Bezeichnungen angeboten: Pflegesessel, Funktionssessel, Therapiesessel oder Rehasessel. Sie sind für Menschen mit Rheuma, Arthrose, einer Muskelerkrankung, Fibromyalgie oder Multipler Sklerose bestimmt. Welcher Name auch immer verwendet wird, besonders wichtig ist, dass der Sessel (einschließlich spezifischer Sitzlösungen) zentimetergenau verstellbar ist. Gut zu prüfen ist auch, ob der Hersteller über bestimmte Qualitätszertifikate, zum Beispiel das AGR-Gütesiegel, verfügt.
VELA-Stühle als Alternative zum Rollstuhl
Menschen mit Multipler Sklerose können unterschiedliche Einschränkungen haben, je nachdem, wie sich die Erkrankung auswirkt. In den meisten Fällen geht MS mit zahlreichen Herausforderungen im Alltag einher - daheim und am Arbeitsplatz. Ein VELA-Stuhl kann einige dieser Unannehmlichkeiten lindern. Darunter Gleichgewichtsstörungen, Müdigkeit, Gehschwächen und Kraftlosigkeit.
Vorteile von VELA-Stühlen
VELA-Stühle unterstützen Sie mit:
- Mobilität im Sitzen
- Mehr Sicherheit
- Einfacher Bedienung
- Bequemlichkeit und Halt
Funktionen und Anpassungsmöglichkeiten
Ein Mangel an Mobilität bedeutet oft, sich auf andere verlassen zu müssen. Unsere Alternative zur Gehhilfe oder zum Rollstuhl stellt eine Möglichkeit zur Selbsthilfe dar, damit Sie wieder mehr Aufgaben alleine bewältigen können. Dazu gehören etwa leichtgängige Rollen, mit denen Sie sich im Sitzen durch den Raum schieben oder „gehen“ können. Eine elektrische Höhenverstellung ermöglicht es, die Sitzhöhe auf Knopfdruck anzupassen. So erreichen Sie selbst niedrige Schubladen genauso wie die höchsten Schrankfächer. Die Bedienung ist simpel. Bewegen Sie sich bequem fort und vermeiden Sie dank des komfortablen Sitzes Schmerzen.
Sicherheit und Komfort
Sicherheit in der eigenen Wohnung ist im Leben mit MS das A und O. Plötzliche Müdigkeit, Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen stehen an der Tagesordnung. Darum bieten unsere Stühle mit einer stabilen Zentralbremse den notwendigen Halt in jeder Position. Lässt Ihre Balance nach, können Sie sich so leichter vom Bett auf den Stuhl oder auf das Sofa bewegen. Armlehnen bieten zusätzlichen Halt beim Aufstehen, Hinsetzen, Umziehen oder in der Bewegung. Passen Sie Höhe und Neigung von Sitz und Rückenlehne auf Knopfdruck an. So finden Sie garantiert eine bequeme und ergonomische Haltung. Darüber hinaus ist es möglich, Sitze und Rückenlehnen mit verschiedenen Arten von Schaumstoff auszustatten, um Schmerzen beim Sitzen vorzubeugen. Haben Sie Probleme mit dem Gleichgewicht beim Sitzen oder werden Sie schnell müde? Eine extra-hohe Rückenlehne und integrierte Seitenstützen bieten Ihnen die nötige Unterstützung. Auch eine Kopfstütze ist möglich, um den Nacken zusätzlich zu entspannen.
Kissen zur Unterstützung und Druckentlastung
Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung, die das zentrale Nervensystem beeinträchtigt und den Informationsfluss innerhalb des Gehirns sowie zwischen Gehirn und Körper stört. Für Menschen mit MS sind die Kontrolle von Druckpunkten und die Beibehaltung einer korrekten Körperhaltung entscheidend, um Beschwerden zu lindern und sekundäre Komplikationen wie Druckgeschwüre zu verhindern. Speziell für MS-Patienten entwickelte Kissen verteilen das Gewicht gleichmäßig und reduzieren den Druck auf empfindliche Bereiche. Dies beugt nicht nur Hautschäden vor, sondern fördert auch eine bessere Körperhaltung, die Muskelermüdung lindert und die allgemeine Stabilität verbessert.
Arten von Kissen für MS-Patienten
- Memory Foam-Kissen: Diese Kissen passen sich der Körperform an und bieten individuelle Unterstützung und Druckentlastung.
- Steißbein-Aussparungskissen: Steißbeinkissen mit Aussparungen entlasten das Steißbein und sind ideal für MS-Patienten, die unter Beschwerden durch langes Sitzen leiden. Das Design mit Aussparungen reduziert die Belastung der unteren Wirbelsäule und fördert eine bessere Haltung, was Schmerzen lindert und die Sitztoleranz verbessert. Diese Kissen sind besonders nützlich für Menschen, die von zu Hause aus arbeiten oder viel Zeit im Sitzen verbringen.
- Ergonomische Kissen: Ergonomische Kissen unterstützen die natürliche Körperform, helfen bei der Ausrichtung der Wirbelsäule und reduzieren die Muskelbelastung und unterstützen so Menschen mit Haltungsproblemen. MS-Patienten mit Muskelschwäche können Lordosenstützkissen helfen, eine korrekte Haltung zu bewahren und die Rückenmuskulatur zu entlasten.
Auswahl des richtigen Kissens
- Mobilitätsniveau: Personen mit eingeschränkter Mobilität können von hochdichten Druckentlastungskissen profitieren, um Wunden vorzubeugen, während Personen mit weniger schwerwiegenden Mobilitätsproblemen möglicherweise leichte, tragbare Optionen bevorzugen.
- Komfortbedürfnisse: Je nach Schweregrad der Beschwerden können unterschiedliche Materialien und Designs besser geeignet sein.
- Tägliche Aktivitäten: Überlegen Sie, wie das Kissen im Tagesverlauf genutzt wird. Ein Kissen, das langes Sitzen unterstützt, kann sich von einem Kissen für kurze Aktivitätsphasen unterscheiden.
Die Einbeziehung von Kissen in eine umfassendere Strategie zur Symptombehandlung kann den Komfort für MS-Patienten erheblich steigern. Diese Kissen wirken am besten in Kombination mit anderen Behandlungen wie Physiotherapie, Medikamenten und Lebensstiländerungen. Durch die Integration ergonomischer und druckentlastender Kissen in den Alltag können MS-Patienten eine spürbare Verbesserung von Komfort und Funktionalität erfahren.