Die Diagnose Parkinson ist oft mit vielen Fragen und Unsicherheiten verbunden. Neben der medizinischen Behandlung spielen auch Beschäftigungsmöglichkeiten eine wichtige Rolle, um die Lebensqualität der Betroffenen zu erhalten und zu verbessern. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über verschiedene Beschäftigungsangebote und Hilfsmittel, die Parkinson-Patienten dabei unterstützen können, ihren Alltag aktiv und selbstbestimmt zu gestalten.
Was ist Parkinson?
Die Parkinson-Krankheit ist eine degenerative neurologische Erkrankung, die vor allem das motorische System betrifft. Sie ist durch den Verlust von Dopamin produzierenden Neuronen in der Substantia nigra des Gehirns gekennzeichnet. Dies führt zu den charakteristischen Symptomen wie Tremor (Zittern), Bradykinesie (verlangsamte Bewegungen), Muskelsteifheit und Gleichgewichtsproblemen. Die genaue Ursache der Parkinson-Krankheit ist noch nicht vollständig geklärt, jedoch wird eine Kombination aus genetischen und Umweltfaktoren vermutet.
Die Krankheit verläuft chronisch und fortschreitend, was bedeutet, dass die Symptome im Laufe der Zeit schlimmer werden. Trotz intensiver Forschung gibt es derzeit keine Heilung, aber verschiedene Behandlungsansätze können die Symptome lindern und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern. Dazu gehören Medikamente, chirurgische Eingriffe und eine Vielzahl von therapeutischen Maßnahmen, zu denen auch gezielte Übungen gehören.
Warum sind Beschäftigungsmöglichkeiten wichtig?
Beschäftigungsangebote helfen den Betroffenen, den Tag zu strukturieren und sich möglichst lange zeitlich zu orientieren. Sie bieten Raum für gegenseitigen Austausch mit Angehörigen und Freunden und sind eine Möglichkeit zur Kommunikation. Beschäftigungsangebote, die dem Betroffenen Freude bereiten, unterstützen einen positiven Umgang mit der Krankheit und fördern das Selbstvertrauen.
Körperliche Aktivität und Sport
Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Bewegung in vielerlei Hinsicht positiv auf die Symptome und die Entwicklung der Parkinson-Erkrankung auswirkt. Es ist nachgewiesen, dass regelmäßiges körperliches Training bei Parkinson-Patienten die Lebenserwartung deutlich verlängert. Sport hilft, die Einschränkungen von Beweglichkeit, Gleichgewicht und Körperhaltung bei Parkinson entgegenzuwirken. Auch Schlafstörungen, Depressionen und Verstopfung können durch sportliche Betätigung gebessert werden. Aktuelle Forschungsergebnisse deuten außerdem darauf hin, dass Nervenzellen im Gehirn möglicherweise durch regelmäßigen Sport geschützt werden.
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Geeignete Sportarten und Übungen
Ein ideales Trainingsprogramm enthält Ausdauer-, Kraft-, Gleichgewichts- und Dehnungsübungen und sollte über die Woche verteilt mindestens drei Stunden umfassen. Wählen Sie Aktivitäten aus, die Sie auch tatsächlich schaffen können. Es macht keinen Sinn, ein ausgefeiltes, auf jedes einzelne Symptom ausgerichtetes Sportprogramm zu planen, das sich dann als zu anspruchsvoll oder eintönig herausstellt. Es kann daher Sinn ergeben, die Übungen regelmäßig zu wechseln oder zu verändern.
- Ausdauertraining: Mindestens dreimal in der Woche ein leichtes Ausdauertraining durchführen.
- Krafttraining: Kraftübungen stärken die Muskulatur und tragen dazu bei, die Körperhaltung zu verbessern und die Gelenkstabilität zu erhöhen. Übungen wie Kniebeugen, Hanteltraining oder das Arbeiten mit Widerstandsbändern sind besonders effektiv.
- Gleichgewichts- und Koordinationstraining: Gleichgewichtsstörungen sind ein häufiges Problem bei Parkinson-Patienten und können zu Stürzen führen. Gleichgewichtsübungen wie das Stehen auf einem Bein, das Gehen auf unebenem Untergrund oder spezielle Balancetrainings können das Gleichgewicht und die Koordination verbessern.
- Gehtraining: Spezifisches Gehtraining kann helfen, das typische schleppende Gangbild von Parkinson-Patienten zu verbessern. Übungen wie das bewusste Heben der Füße beim Gehen, das Nutzen von visuellen oder auditiven Hilfsmitteln und das Gehen in verschiedenen Geschwindigkeiten oder Mustern sind dabei besonders hilfreich.
- Atemübungen: Da Parkinson auch die Atemmuskulatur beeinträchtigen kann, sind Atemübungen wichtig. Tiefes Ein- und Ausatmen, Atemgymnastik und der Einsatz von Atemtrainern können die Lungenkapazität verbessern und die Atemmuskulatur stärken.
- Tai Chi und Yoga: Tai Chi und Yoga sind sanfte Übungsformen, die Beweglichkeit, Gleichgewicht und Koordination fördern. Sie kombinieren körperliche Übungen mit Meditation und Atemkontrolle, was auch zur Stressbewältigung und Entspannung beitragen kann.
- Nordic Walking: Optimal für Menschen mit Haltungsproblemen, da es die rhythmische Bewegung und die Aufrichtung fördert, die gerade bei Morbus Parkinson sehr wichtig sind. Außerdem ist die Technik schnell erlernbar, kann praktisch vor der Haustür ausgeübt und zusammen mit Anfängern und Fortgeschrittenen trainiert werden.
- Tanztherapie: Kann helfen, die Bewegungsfreiheit zu erhöhen und gleichzeitig die Freude an der Bewegung zu fördern.
- Aquatherapie: Das Wasser bietet einen widerstandsarmen, sicheren Raum für Bewegung, der die Gelenke schont und das Risiko von Verletzungen minimiert.
Motivation und Sicherheit
Wählen Sie den Sport aus, der Ihnen Spaß macht - so bleiben Sie auch langfristig aktiv. Denken Sie daran, dass Musik in vielerlei Hinsicht hilfreich bei der Umsetzung des Trainingsprogrammes sein kann. Die Lieblingsmusik steigert die Motivation, und der vorgegebene Rhythmus erleichtert es, die Bewegungen gut zu koordinieren. Einige Aktivitäten lassen sich besser in einer Gruppe umsetzen und machen so auch mehr Spaß. Achten Sie auch immer auf ein sicheres Training. Durch die Anwesenheit von Trainer:innen ist eine korrekte Ausführung der Übungen gewährleistet.
Leiden Sie unter Wirkschwankungen - also einer ungleichmäßigen Wirkung der Parkinson-Medikamente? Dann sollten Sie das Training in den „ON-Phasen“ planen, wenn die Wirkung der Medikamente am besten ist. Manchmal kann es auch sinnvoll sein, vor einer größeren Aktivität eine Bedarfsmedikation einzunehmen.
Übungen für Zuhause
Es gibt zahlreiche Übungen, die Parkinson-Patienten bequem zu Hause durchführen können. Diese Übungen sind in verschiedene Kategorien unterteilt:
- In Rückenlage:
- Beide Beine anwinkeln und mit geschlossenen Knien abwechselnd links und rechts zum Boden absenken.
- Arme und Beine lang ausstrecken, linke Fußspitze hochziehen und gleichzeitig die Ferse vom Körper wegschieben, dann das gleiche mit dem rechten Bein.
- Wie vorherige Übung, mit linkem Bein beginnen, jetzt aber gleichzeitig den rechten Arm weit vom Kopf wegschieben (wie beim Räkeln), dann das gleiche mit dem rechten Bein und dem linken Arm.
- Die gestreckten Beine leicht grätschen. Arme nach Oben zur Zimmerdecke strecken, die Hände falten und mit gestreckten Armen abwechselnd rechts und links auf den Boden legen.
- In Seitlage:
- Auf die Seite legen, oberen Arm vor dem Körper aufstützen, den anderen Arm unter den Kopf. Unteres Bein anbeugen und mit dem oberen, gestreckten Bein vor- und zurückschwingen. Dann auf die andere Seite legen, unteres Bein anbeugen und das obere Bein vor- und zurückschwingen.
- Gleiche Position wie in vorheriger Übung einnehmen und abwechselnd rechtes und linkes Bein anbeugen und wieder ausstrecken. Dann auf die andere Seite legen und die Übung wiederholen.
- In der Seitenlage Arme und Beine ausstrecken und jetzt die obere Schulter nach hinten zurückdrehen und wieder hoch drehen. Das Becken bleibt in Seitenlage. Dann auf die andere Seite legen und die Übung wiederholen.
- Gleiche Position wie in vorheriger Übung einnehmen, beide Beine bleiben aber gestreckt aufeinander liegen. Jetzt das Becken nach vorne drehen und wieder in Seitenlage hochdrehen. Seite wechseln und Übung wiederholen.
- Im Sitzen:
- Auf den vorderen Teil des Stuhles setzen, Hände auf die Oberschenkel legen und dann den gestreckten Oberkörper nach vorne neigen und wieder zurück.
- Gleiche Position wie in vorheriger Übung einnehmen und abwechselnd den Oberkörper nach rechts und nach links bewegen.
- Oberkörper nach rechts bewegen und gleichzeitig das linke Knie anheben. Dann Oberkörper nach links bewegen und gleichzeitig das rechte Knie anheben.
- Wie in vorheriger Übung die Knie abwechselnd anheben. Aber die Arme schwingen gegenläufig mit (wie beim Wandern): linker Arm und rechtes Knie hoch und umgekehrt.
- Stellen Sie das linke und das rechte Bein etwas weiter nach rechts. Arme vor dem Körper nebeneinander ausstrecken und nun mit beiden Armen erst nach links und dann nach rechts schwingen. Danach Beinposition ändern: Linkes und rechtes Bein jetzt etwas weiter nach links stellen. Beide Arme schwingen nun wieder nach rechts und nach links.
- Mit geradem Rücken an die Stuhllehne anlehnen, den rechten Fuß auf die Stuhlkante setzen und das Bein mit den Armen umfassen. Den Rücken betont strechen. Dann das gleiche mit dem linken Bein.
- Mit geradem Rücken an die Stuhllehne anlehnen. Mit der rechten Hand an der Sitzfläche festhalten. Mit dem linken Arm fassen Sie weit über den Kopf zum rechten Ohr und ziehen den Kopf sanft nach links. Dann Kopf wieder aufrichten. Und nun umgekehrt mit rechtem Arm über den Kopf greifen und Kopf sanft nach rechts ziehen.
- Die Hände wieder auf de Oberschenkel, den Kopf langsam nach rechts drehen und jetzt mehrmals nicken. Und dann das gleiche zur linken Seite.
- Im Stehen:
- Bei diesen Übungen müssen Sie sich an einer festen Griffstange, z. B. an einer Sprossenwand, festhalten. Ersatzweise an der Türklinke oder einem anderen festen Griff festhalten. Achtung: Tür vorher verschließen, damit die Tür sich während der Übungen nicht versehendlich öffnet.
- Seitlich zur Tür hinstellen. Mit rechter Hand an Türklinke/Griff festhalten. Auf den linken Bein stehen bleiben und rechtes Bein vor- und zurückschwingen. Dann umdrehen, mit linker Hand festhalten. Und das rechte Bein vor- und zurückschwingen.
- Nun kommt zur Übung 1 eine Armbewegung hinzu. Wenn das rechte Bein nach vorne schwingt, schwingt der linke freie Arm auch nach Vorne. Arm und Bein gleichzeitig vor- und zurückschwingen.
- Drehen Sie sich jetzt zur anderen Seite und halten Sie mit der linken Hand die Türklinke fest. Auf dem rechten Bein stehen bleiben und linkes Bein vor- und zurückschwingen. Danach die Armbewegungen hinzunehmen: linkes Bein und rechter Arm schwingen gleichzeitig vor und zurück.
- Mit dem Gesicht zur Tür hinstellen. Die Füße stehen mindestens hüftbreit auseinander. Mit beiden Händen die Türklinke festhalten. Becken nach hinten strecken.
Bewegungstherapie-Videos
Die Parkinson-Übungsvideos wurden gemeinsam mit führenden Expertinnen und Experten der Paracelsus Elena Klinik Kassel entwickelt. Sie zeigen leicht umsetzbare Übungen für den Alltag - von aktivierenden Sitzübungen über stabilisierende Balance- und Kraftübungen bis hin zu praktischen Tipps für mehr Selbstständigkeit.
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Weitere Beschäftigungsangebote
Neben körperlicher Aktivität gibt es viele weitere Beschäftigungsangebote, die Parkinson-Patienten nutzen können, um ihren Alltag aktiv und abwechslungsreich zu gestalten:
- Musik: Gemeinsames Musizieren, Singen und Musik hören verbindet Menschen und bringt sie in soziale Kontakte und Interaktion. Musik kann Traurigkeit vertreiben, die Stimmung verbessern und weckt Erinnerungen. Musik lenkt ab und lindert körperliche Beschwerden. Der Rhythmus von Musik, z. B. durch Tanz und Bewegung, verbessert den Bewegungsfluss, fördert gemeinsame Aktivitäten und Lebensfreude.
- Malen: Fördert die Feinmotorik, Farben tuen der Seele gut und ein selbst gemaltes Bild kann das Selbstvertrauen stärken.
- Schreiben: Das Schreiben von Kurzgeschichten, Gedichten und Prosa macht vielen Menschen große Freude und hilft, die Krankheit besser zu verarbeiten. Als angenehmer Nebeneffekt wird durch das Schreiben auch die Handmuskulatur trainiert.
- Übungen mit Sprichwörtern: Viele Menschen sind mit Sprichwörtern groß geworden, ja oft sogar früher durch sie erzogen worden. Viele Betroffene können sich durch sie noch gut an Ereignisse und Erlebnisse aus ihrer Kindheit erinnern. Nutzt man Sprichwörter von früher, spüren Menschen eine große Freude, wenn sie diese richtig vervollständigen können. macht vielen Menschen Freude und fördert die Konzentration, das Denkvermögen und den Erhalt des Wortschatzes.
- Entspannungstechniken: Parkinson belastet durch die ständige Muskelanspannung und das Zittern den Körper und die Seele. Bewusste Entspannung ist wesentlich, mit ihrer Hilfe Phasen der Ruhe und Entlastung in den Alltag einzubauen. Die sog. ermöglicht den eigenen Anspannungszustand zu reflektieren und damit einen besseren Zugang zum eignen Körper zu finden. Über einen Sensor werden die Betroffenen mit dem Biofeedbackgerät verbunden, beispielsweise an den Fingern, denn der Hautwiderstand ist ein guter Indikator für emotionale Spannungszustände. Bei erhöhter Anspannung wird der Hautwiderstand niedriger, bei zunehmender Entspannung erhöht er sich. Selbstverständlich sind auch andere Entspannungs- und Meditationstechniken geeignet, wie z. B. die progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen.
Nützliche Hilfsmittel für den Alltag
Die Parkinsonerkrankung kann verschiedene Lebensbereiche einschränken. Wie stark diese Einschränkungen sind, hängt von der Ausprägung der Symptome und der Parkinsonform ab. Eine individuelle Behandlung ist aus diesem Grund essenziell, um die Lebensqualität zu steigern. Die richtigen Parkinson-Hilfsmitteln können einen Teil dazu beitragen, den Alltag für Betroffene zu erleichtern.
- Besteck mit speziellem Griff: Das Besteck Flexy-Grip mit extra dickem Griff eignet sich ideal als Rheuma-Besteck oder Arthrose-Besteck. Auch für Personen mit Demenz, eingeschränkter Handbeweglichkeit, Parkinson oder Schlaganfall-Patienten ist das Besteck-Set eine Hilfe beim selbstständigen Essen. Das Vorderteil von Löffel und Gabel kann bis zu einem Winkel von 90°C nach links oder rechts gebogen werden. So fällt es bei Einschränkungen in der Armführung leichter, die Besteckteile zum Mund zu führen. Je nach Erkrankung können die Flexy-Grip Bestecke einmalig eingestellt werden. Der rutschfeste Lamellen-Griff bietet sicheren Halt in der Hand. Bei eingeschränkter Handbeweglichkeit ist der extra dicke Griff besonders angenehm, da die Hand nicht so weit geschlossen werden muss, wie bei üblichem Besteck.
- Nasenbecher: Dieser Nasenbecher aus Porzellan mit 2 Henkeln ist eine tolle Trinkhilfe für Personen mit Schluckstörungen. Er eignet sich ideal zum selbstständigen Trinken. Durch seinen Nasenausschnitt ermöglicht der Becher eine gerade Kopfhaltung. Der Kopf muss nicht nach hinten überstreckt werden - dies führt oft zum Verschlucken, wenn Flüssigkeit in die Luftröhre gelangt. Die beiden extra großen Henkel sind gut greifbar. Sie sind so geformt, dass sie mit bis zu vier Fingern gegriffen werden können. Der Mund kann entweder am flachen Rand angesetzt und der Ausschnitt für die Nase genutzt werden. Bei umgekehrter Anwendung (Mund wird am Ausschnitt angesetzt), hat der Nutzer ein hohes Gefühl von Sicherheit, dass keine Getränke an den Mundwinkeln auslaufen können. Der Ausschnitt umschließt den Mund bis über die Mundwinkel sicher. Dies ist für Personen mit verringerter Sensibilität im Mund- und Lippenbereich sehr hilfreich. Diese Trinkhilfe bietet weiterhin allen Personen eine Hilfe, die z.B. durch Parkinson, einen Schlaganfall, Multiple Sklerose, Tumorerkrankungen, ALS, Demenz oder altersbedingt an Schluckbeschwerden leiden, oder Bewegungseinschränkungen im Hals- und Nackenbereich haben.
- Anti-Zitter-Tasse: Innovative „Anti-Zitter-Tasse“ mit drehbarem Griff - eine Trinkhilfe für Personen mit Arthritis, Tremor/Parkinson und eingeschränkter Hand(gelenk)beweglichkeit. Ganz nach den individuellen Bedürfnissen lässt sich der große Bechergriff in jedem Winkel halten, der für die jeweilige Person bequem ist. Die Schwerkraft hält den Parkinson-Becher stets aufrecht, so dass das Getränk nicht verschüttet wird. Das Handgelenk muss beim Trinken nicht gedreht werden. Ein Anheben von Ellenbogen oder Schulter ist ebenfalls nicht notwendig. Da der Kopf durch die besondere Form des Bechers beim Trinken gerade gehalten werden kann, eignet sich der Trinkbecher Roto auch für Personen mit Schluckbeschwerden/Dysphagie.
- Trinkaufsatz: Praktischer Trinkaufsatz für Menschen mit Handicap, Senioren, Kinder oder Camping. Damit verwandelt sich jedes Trinkgefäß in einen auslaufsicheren Becher! Die Aufsätze geben eine große Sicherheit, dass nichts verschüttet werden kann. Dadurch wird auch ausreichendes Trinken bei Senioren gefördert. Für Personen mit schwachen Händen, Bewegungseinschränkungen oder Tremor stellt die Getränkeabdeckung eine tolle Hilfe dar. Auch für Pflegende ist es eine Entlastung, dass weniger Getränke verschüttet werden. Praktisch: Die Trinkaufsätze lassen sich auch auf dem Lieblingsbecher benutzen.
- Good Grips Besteck: Das rutschfeste Besteck Good Grips von Oxo eignet sich ideal als Hilfsmittel beim Essen. Der extra breite Vollgummi-Griff liegt besonders sicher und angenehm in der Hand. Der Vorteil des dicken Griffes: Die Hand muss nicht so weit geschlossen werden, wie bei herkömmlichem Besteck. Dies ist sehr hilfreich bei eingeschränkter Handmotorik oder -beweglichkeit. Löffel und Gabel haben jeweils biegsame Vorderteile. Sie können so nach links oder rechts gebogen werden, dass es bei Einschränkungen in der Armführung leichter fällt, die Besteckteile zum Mund zu führen. Je nach Erkrankung können die Good Grips Bestecke einmalig eingestellt werden.
- Besteck Loop mit Handschlaufe: Das Besteck Loop mit Handschlaufe sorgt für Sicherheit beim Essen. Dank der größenverstellbaren Schlaufe kann der Löffel nicht aus der Hand fallen - dies ist vor allem für Parkinson-Patienten mit starkem Tremor oder für Schlaganfall-Patienten hilfreich, deren Handkontrolle eingeschränkt ist. Neben der Handschlaufe verfügt das Besteck über weitere tolle Hilfsfunktionen: Das Vorderteil kann nach links oder rechts gebogen werden. Dadurch verkürzt sich der Weg vom Teller zum Mund. Arm und Hand müssen weniger gedreht werden. Der weiche, angenehme Griff ist extra dick, so dass er bequem und sicher in der Hand oder Faust gehalten werden kann. Zusätzlich ist er rutschfest und sorgt so fürs sicheren Halt. Mit dem separat erhältlichen Beschwerungs-Set können kleine Gewichte in den Innenteil des Löffels gegeben werden. So lässt sich ganz genau anpassen, wie schwer er sein soll. Dies ist besonders von Vorteil bei starkem Tremor, denn das Gewicht kann hier entgegenwirken und das Zittern verringern.
- Anti-Freezing-Stock: Hilft plötzliche Bewegungsstopps zu überwinden.
- Langer Schuhlöffel: Mit einem langen Schuhlöffel lassen sich Slipper meist bequem anziehen.
- Verstellbare Badmöbel: Zum Waschen und Zähneputzen, Rasieren und bei der Gesichtspflege steht man normalerweise vor dem Waschbecken. Diese Tätigkeiten können vielen Menschen im Sitzen evtl. leichter fallen. Dafür muss die Höhe des Waschbeckens und des Spiegels höhenverstellbar sein.
- Wasserfeste Sitzmöbel/Duschhocker: Duschen oder baden sollten wegen der verstärkten Schweiß- und Fettabsonderungen der Haut möglichst täglich vorgenommen werden.
Weitere Tipps für den Alltag
- Bewusstes Hinsetzen und Aufstehen: Betroffene sollten auf den Stuhl zugehen und sich bewusst umdrehen, bis die Kniekehlen die Sitzkante berühren. Den Oberkörper dann nach vorn neigen, die Knie beugen und hinsetzen. Beim Aufstehen zuerst bewusst den Oberkörper beugen, mit Schwung nach vorne und diesen Schwung zum Aufstehen nutzen.
- Angemessene Kleidung: Da Betroffene leicht schwitzen, neigen sie dazu, sich nicht warm genug anzuziehen. Deshalb sollten sie genau auf das Wetter achten und immer eine Jacke und einen Schal bzw.
- Sicherheit im Wohnraum: Bodenwellen und Türschwellen können zum Hindernis werden und Stürze verursachen. Im Treppenhaus helfen farbige Markierungen an den Vorderkanten der einzelnen Stufen bei der Orientierung.
Professionelle Unterstützung
Neben den genannten Beschäftigungsangeboten und Hilfsmitteln ist es wichtig, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Dazu gehören:
- Physiotherapie: Spielt eine entscheidende Rolle bei der Behandlung von Parkinson-Patienten. Spezialisierte Physiotherapeuten bieten individuelle Therapiepläne an, die auf die Bedürfnisse jedes Patienten zugeschnitten sind. Die Übungen zielen darauf ab, die Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten, die Muskelkraft zu steigern und die Haltung zu verbessern.
- Ergotherapie: Hilft Parkinson-Patienten, ihre Selbstständigkeit im Alltag zu bewahren. Ergotherapeuten bieten gezielte Übungen an, die darauf abzielen, die Feinmotorik und die Hand-Augen-Koordination zu verbessern.
- Logopädie: Ist für viele Parkinson-Patienten von großer Bedeutung, da die Krankheit oft zu Sprach- und Schluckstörungen führt. Logopäden arbeiten mit den Patienten an Übungen, die die Artikulation, Stimme und Schluckfunktion verbessern.
- Gruppentherapien und soziale Aktivitäten: Spielen eine wichtige Rolle im Leben von Parkinson-Patienten. Es gibt Selbsthilfegruppen und Gemeinschaftsprogramme, die regelmäßige Treffen und Aktivitäten anbieten. Diese Gruppen bieten nicht nur körperliche Übungen, sondern auch emotionale Unterstützung und soziale Interaktion, die für das Wohlbefinden der Patienten entscheidend sind.
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