Informationen der Alzheimer Gesellschaft Städteregion Aachen e.V. – Standort Simmerath

Die Alzheimer Gesellschaft Städteregion Aachen e.V. engagiert sich vielfältig für Menschen mit Demenzerkrankungen und deren Angehörige. Durch die Entwicklung verschiedener Ideen zur Unterstützung von Betroffenen hat sich ein Netzwerk aus Beratungsangeboten, Selbsthilfegruppen und Wohngemeinschaften gebildet. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf regionalen Angeboten, die Betroffenen und ihren Familien in der Städteregion Aachen und speziell in Simmerath zur Verfügung stehen.

Regionale Angebote der Alzheimer Gesellschaft

Die Alzheimer Gesellschaft Städteregion Aachen e.V. bietet eine breite Palette an regionalen Angeboten, um Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zu unterstützen. Diese Angebote umfassen Beratung durch Fachleute und Angehörige sowie Selbsthilfegruppen, die sich in Form regelmäßiger Gesprächskreise oder gemeinsamer Aktivitäten treffen.

Beratung für Betroffene und Angehörige

Ein wichtiger Bestandteil der Unterstützung ist die Beratung, die sowohl von Fachleuten als auch von erfahrenen Angehörigen angeboten wird. Diese Beratungen können städteregionsweit persönlich, telefonisch und per Videochat stattfinden. Aktive Mitglieder der Alzheimer Gesellschaft stehen mit ihrer Selbsthilfe- und Fachexpertise zur Verfügung. Terminvermittlungen erfolgen über die Rufnummer 02402 - 99 76 085. Die Geschäftsstelle in Stolberg ist zu folgenden Zeiten erreichbar:

  • Mo: 09:00-12:00 Uhr und 14:00-16:30 Uhr
  • Di: 09:00-12:00 Uhr
  • Mi: 09:00-12:00 Uhr
  • Do: 09:00-12:00 Uhr

Selbsthilfegruppen und Gesprächskreise

Selbsthilfegruppen bieten Betroffenen und Angehörigen die Möglichkeit, sich in einem geschützten Rahmen auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen. Diese Gruppen treffen sich in Form regelmäßiger Gesprächskreise oder unternehmen gemeinsame Aktivitäten. Ein solcher Gesprächskreis ist ein Treffen, an dem die Teilnehmenden aktiv zuhören und sich über bestimmte Themen austauschen. In Selbsthilfegruppen treffen sich Menschen, die ein ähnliches Problem oder Thema haben.

Gesprächskreise sind speziell für versorgende Angehörige und weitere Bezugspersonen von Menschen mit Demenz konzipiert. In der Gruppe geht es um die Auseinandersetzung mit der veränderten Lebenssituation. Die Mitglieder unterstützen sich gegenseitig im Umgang mit der Erkrankung.

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Selbsthilfe-Gesprächskreis für Angehörige in Simmerath

Ein spezifisches Angebot ist der Selbsthilfe-Gesprächskreis für Angehörige in Simmerath (Gruppennummer: 53). Dieser Gesprächskreis dient dem solidarischen Erfahrungs- und Informationsaustausch zu Themen wie Demenz, Umgang und Kommunikation. Ab Dezember 2022 wechselte der Gesprächskreis den Wochentag und trifft sich zukünftig vormittags statt abends. Aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung findet die Beratung digital im Rahmen einer „Zoom-Konferenz“ statt. Bei erstmaligem Interesse wird um vorherige Abstimmung mit den Ansprechpartner*innen gebeten.

Weitere Standorte und Angebote

Die Alzheimer Gesellschaft Städteregion Aachen e.V. ist an verschiedenen Standorten aktiv und bietet unterschiedliche Formate der Unterstützung an. Dazu gehören:

  • Pfarrheim St. Albert-Steiner-Str.
  • Stadtteilbüro Mitten in Kohlscheid, Weststr.
  • Hauptstr.
  • Pfarrheim Imgenbroich, Schulstr.
  • Rathausstr.
  • Altes Rathaus, Kaiserstr.
  • Josefstr.
  • Begegnungszentrum im Haus Hörn: Hier werden Selbsthilfekurse wie "Hilfe - meine Eltern sind beratungsresistent", "Demenz" und "Fluchen hilft nicht, Reden schon" angeboten. Eine Vermittlung weiterer Angebote ist möglich.
  • Hochstr.: Auch hier wird eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Demenzerkrankten angeboten. Der Gesprächskreis findet digital oder vor Ort statt.
  • Pfarrheim St. St. Dechant-Deckers-Str.: Hier findet monatlich ein Stammtisch für versorgende Angehörige statt, bei dem der Austausch in angenehmer Atmosphäre im Vordergrund steht.

Engagierte Persönlichkeiten der Alzheimer Gesellschaft

Die Alzheimer Gesellschaft Städteregion Aachen e.V. lebt vom Engagement ihrer Mitglieder und Unterstützer. Viele von ihnen bringen ihre persönlichen und beruflichen Erfahrungen ein, um die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern.

Ursula Kreutz-Kullmann

Ursula Kreutz-Kullmann ist Dipl. Sozialpädagogin und hat unter Anderem 3 Jahre im Demenz-Servicezentrum Regio Aachen/Eifel gearbeitet. Von 2012 bis 2020 hat sie hauptberuflich bei der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Aachen-Land e.V. in Projektarbeit verschiedene Schwerpunkte umgesetzt, immer in Kontakt mit den Themen Älter werden und Versorgungsstrukturen. Seit 2021 arbeitet sie bei der Stadt Herzogenrath im Koordinationsbüro Rund ums Alter, u.a. in der Quartiersarbeit in Merkstein. Sie betont, wie wichtig es ist, das Verständnis für die Erlebenswelt von Menschen mit Demenz zu vermehren.

Evelyn Keiling

Evelyn Keiling ist 1953 in Aachen geboren und engagiert sich ehrenamtlich in der Alzheimer Gesellschaft.

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Klaus Tiede

Klaus Tiede hat im Jahre 1974 sein Staatsexamen als Krankenpfleger abgelegt und war danach in verschiedenen deutschen Krankenhäusern tätig, um Erfahrungen zu sammeln. 1984 legte er die Prüfung zum „Pflegemanager“ (Betriebswirt mit der Fachrichtung Sozialwesen) ab. Von 1987 bis 2004 war er Pflegedirektor im Sankt Antonius Hospital Eschweiler. Von 1992 bis 2003 war er als Dozent an den Fortbildungsakademien in Frankfurt, Bonn und Köln im Bereich „Pflegemanagement“ tätig.

Alfred Wilbertz

Alfred Wilbertz arbeitete 35 Jahre im Bereich neuropsychologischer Rehabilitation. Seit seiner Berentung 2023 bietet Herr W. vermehrt Beratung und Info-Abende mit Austausch über Befinden, Bedürfnisse und Ressourcen der Erkrankten und ihrer sorgenden Angehörigen. Dabei geht es um Verstehen, Begleiten und Selbständigkeit von Betroffenen sowie um wertschätzende Kommunikation. Seit 2024 informiert Herr W. auch über die Vermeidung von Risikofaktoren für dementielle Erkrankungen; dazu bietet er ein Gedächtnistraining in der Gruppe, das auf Ältere ohne und mit kognitiven Störungen zugeschnitten ist. Sein Zitat: "Meine größte Belohnung ist die Freude der Teilnehmenden, wenn sie im Austausch ihre Stärken, Chancen und Lebensfreude entdecken und zu einem versöhnlichen Umgang mit Schwächen finden".

Dr. Ulrich Albert

Dr. Ulrich Albert war 25 Jahre als niedergelassener Internist in Simmerath hausärztlich tätig und zuvor 13 Jahre im Krankenhaus als Assistenz- und dann Oberarzt. Der Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen hat schon immer sein besonderes Interesse gefunden. Nach Beendigung seiner Praxistätigkeit hat er in Simmerath die "Aktion Demenz Simmerath" ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Erkrankung durch Vorträge und Informationsveranstaltungen "öffentlicher" zu machen . Über Herrn Wüller fand er den Weg zur Alzheimer Gesellschaft, deren Mitglied er seit 2 Jahren ist.

Heinz Bekeschus

Heinz Bekeschus hat Wirtschaftswissenschaften (Dipl.-Kaufmann) studiert und danach auch die Ausbildung als Fluglotse abgeschlossen.

Prof. Dr. Roland Fuchs

Prof. Dr. med. Roland Fuchs wurde 1943 in Taucha (Sachsen-Anhalt) geboren. Er studierte Medizin in Bukarest und Leipzig, erhielt 1966 seine Approbation und Promotion und wurde 1971 Facharzt für Innere Medizin. Nach seiner Habilitation an der Medizinischen Akademie Magdeburg im Jahr 1977 flüchtete er 1981 aus der DDR. Nach Lehr- und Wanderjahren im Westen war er 20 Jahre Chefarzt der Klinik für Hämatologie/Onkologie, St.-Antonius-Hospital in Eschweiler. Nachfolgend bis gegenwärtig Senior consultant am Universitätsklinikum Aachen im Bereich Lehre und Forschung. Er ist Autor mehrerer Fachbücher.

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Jörg Limbrock

Jörg Limbrock ist Mitbegründer der Freien Alten- und Nachbarschaftshilfe Aachen (fauna) e.V. und dort von 1988 bis zu seiner Verrentung 2023 als Geschäftsführer tätig gewesen. Er ist Mitbegründer der Alzheimergesellschaft Aachen, wo er die ersten Jahre auch als 1. Vorsitzender tätig war.

Demenz im jüngeren Alter

Ein besonderes Augenmerk gilt der Unterstützung von Partner_innen von früh an Demenz erkrankten Menschen (bis 65 Jahre). Das DemenzNetz bietet eine Gesprächsgruppe für Angehörige zur Information und zum gegenseitigen Austausch an, um neue Lösungswege zu finden und eigene Kräfte zu erhalten.

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