Sirdalud (Tizanidin) Dosierung bei Muskelkrämpfen: Ein umfassender Leitfaden

Tizanidin, bekannt unter dem Markennamen Sirdalud, ist ein zentral wirksames Muskelrelaxans. Es wird hauptsächlich zur Behandlung von Muskelverspannungen und Muskelkrämpfen eingesetzt, die durch verschiedene neurologische Erkrankungen oder Wirbelsäulenprobleme verursacht werden. Dieser Artikel bietet einen detaillierten Überblick über die Anwendung, Dosierung, Wirkungsweise, Nebenwirkungen und wichtige Hinweise zur Einnahme von Tizanidin.

Was ist Tizanidin und wofür wird es angewendet?

Tizanidin wird eingesetzt, um Muskelverspannungen oder Muskelkrämpfe zu lösen. Der Wirkstoff ist bei solchen Krämpfen wirksam, die durch fehlerhafte Signalverarbeitung im Gehirn oder Rückenmark entstehen. Als Ursache für diese Art von Krämpfen kommen beispielsweise multiple Sklerose, Rückenmarksverletzungen oder Hirnschädigungen in Frage. Es dient folgenden Zwecken:

  • Muskelverspannungen lösen
  • Muskelkrämpfe lösen

Tizanidin wird auch in niedriger Dosierung zur Behandlung schmerzhafter Muskelverspannungen bei Wirbelsäulenerkrankungen oder nach Wirbelsäulenoperationen eingesetzt.

Wie wirkt Tizanidin?

Tizanidin zählt zu den zentralen Muskelrelaxanzien und entfaltet seine Wirkung im Gehirn und Rückenmark. Es wirkt hauptsächlich auf das Rückenmark, wo es präsynaptische a2-Rezeptoren stimuliert. Tizanidin greift hauptsächlich im Rückenmark an und stimuliert dort präsynaptische Alpha-2-Rezeptoren, wodurch die Freisetzung exzitatorischer Aminosäuren gehemmt wird, die die N-methyl-D-aspartat-(NMDA)Rezeptoren stimulieren würden. Der Muskeltonus wird somit reduziert durch eine Unterbindung der polysynaptischen Signalübertragung am spinalen Neuronenübergang, die für den überschießenden Muskeltonus verantwortlich ist.

Im Normalfall führt die Aktivierung eines Nerven zur Auslösung einer Signalweitergabe. Das entsprechende Signal gelangt über zuführende Nervenfasern innerhalb des Rückenmarks in die Bereiche im Gehirn, die die motorischen Aktivitäten verarbeiten. Aus diesem so genannten "motorischen Cortex" werden die Signale dann über ableitende Nervenbahnen zu den einzelnen Muskeln gesendet. So sind an einer Muskelaktivität eine Reihe von Nerven beteiligt. Letztendlich kommt das Signal an einer Muskelzelle an. Der Muskel wird angesprochen, sodass er sich zusammenzieht. Ist die Aktion ausgeführt, sorgen "ausschaltende" Signale aus dem Gehirn für ein Ende der Muskelaktivität.

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Bei Schädigungen in Gehirn oder Rückenmark kann dieser Anschalt-Abschalt-Effekt gestört sein. Es kann beispielsweise durch multiple Sklerose zu einem dauerhaften Anschalt-Signal kommen, ohne dass die Muskelaktivierung wieder abgeschaltet wird. Dadurch entstehen Verspannungen und Krämpfe. Tizanidin bindet im Gehirn und Rückenmark an die Bindungsstellen, an denen auch das Anschalt-Signal von Nerv zu Nerv weitergegeben wird. Dockt Tizanidin an diesen Stellen an, blockiert es das Anschalt-Signal.

Dosierung von Sirdalud (Tizanidin)

Die Dosierung von Sirdalud wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt. Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.

Allgemeine Dosierungsempfehlungen

  • Schmerzhafte Muskelverspannung:
    • Erwachsene:
      • Einzeldosis: 1-2 Tabletten
      • Gesamtdosis: 3-mal täglich
      • Zeitpunkt: morgens, mittags und abends, unabhängig von der Mahlzeit
    • Bei schweren Formen können zusätzlich 1-2 Tabletten, vorzugsweise abends, eingenommen werden.
  • Muskelspastiken:
    • Erwachsene:
      • Einzeldosis: 1 Tablette
      • Gesamtdosis: 3-mal täglich
      • Zeitpunkt: morgens, mittags und abends, unabhängig von der Mahlzeit
    • Folgebehandlung: Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
    • Höchstdosis: Unter ärztlicher Aufsicht kann die tägliche Dosis auf 18 Tabletten pro Tag erhöht werden.

Besondere Patientengruppen

  • Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
  • Ältere Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
  • Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion:
    • Anfangsdosis: 1-mal täglich 1/2 Tablette
    • Ihr Arzt wird die Dosis in kleinen Schritten, je nach Verträglichkeit und Wirkung steigern. Dies erfolgt zuerst durch Steigerung der einmal täglichen Dosis, bevor die Anzahl der täglichen Verabreichungen erhöht wird.
  • Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion:
    • Das Arzneimittel darf nicht bei stark eingeschränkter Leberfunktion eingenommen werden.
    • Bei moderat eingeschränkter Leberfunktion sollte das Arzneimittel mit Vorsicht angewendet werden. Ihr Arzt wird mit der niedrigsten Dosis beginnen und diese in kleinen Schritten, je nach Verträglichkeit steigern. Die Leberfunktion soll in den ersten 4 Therapiemonaten monatlich überprüft werden bei:
      • allen Patienten mit einer Tagesdosis ab 3 Tabletten oder
      • Anzeichen verringerter Leberfunktion, wie ungeklärte Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Müdigkeit
  • Ältere Patienten:
    • Die Erfahrung mit dem Präparat bei älteren Patienten ist begrenzt. Es wird daher empfohlen, die Behandlung mit der niedrigsten Dosis zu beginnen; Dosissteigerungen sollten in kleinen Schritten je nach Verträglichkeit und Wirksamkeit erfolgen.

Anwendungshinweise

  • Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
  • Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
  • Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
  • Nehmen Sie das Präparat immer zur gleichen Tageszeit mit einem Glas Wasser ein.

Gegenanzeigen

Tizanidin darf nicht angewendet werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Deutlich eingeschränkter Leberfunktion.
  • Gleichzeitiger Gabe von Fluvoxamin oder Ciprofloxacin (CYP1A2-Inhibitoren).

Tizanidin sollte nur unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt werden bei:

  • Epilepsie
  • Muskelschwäche (Myasthenia gravis)
  • Herzmuskelschwäche
  • Leberfunktionsstörungen
  • Nierenfunktionsstörungen

Schwangerschaft und Stillzeit

Tizanidin sollte in der Schwangerschaft oder in der Stillzeit nicht eingenommen werden. Tierexperimentelle Studien ließen keine teratogenen Wirkungen beim Tier erkennen.

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Kinder

Tizanidin sollte bei Säuglingen und Kindern nicht angewendet werden.

Nebenwirkungen

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Tizanidin. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente.

Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Schläfrigkeit
  • Schwindel
  • Magen-Darm-Störungen wie Appetitlosigkeit, Erbrechen
  • Mundtrockenheit
  • Muskelschwäche
  • Müdigkeit

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Schlaflosigkeit, Schlafstörungen
  • Verlangsamter Herzschlag
  • Niedriger Blutdruck
  • Übelkeit
  • Vorübergehende Erhöhung bestimmter Leberenzyme (Serumtransaminasen)

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen):

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  • Sinnestäuschungen (Halluzinationen)

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen):

  • Akute Leberentzündung
  • Leberversagen

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

  • Bauchschmerzen
  • Erbrechen
  • Hautentzündung mit Hautausschlag, Hautrötung, Juckreiz und juckendem Hautausschlag
  • Verwaschene Sprache
  • Allergische Reaktionen
  • Verwirrtheitszustände
  • Angstzustände
  • Kopfschmerzen
  • Verschwommenes Sehen
  • Sehstörungen (Akkommodationsstörungen)
  • Kurzandauernde Bewusstlosigkeit (Synkope)
  • Störungen in der Koordination von Bewegungen (Ataxie)
  • Kreislaufschwäche
  • Schwäche
  • Absetzerscheinungen

Wichtige Hinweise bei Nebenwirkungen

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Suchen Sie bitte sofort Ihren Arzt auf, wenn eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt:

  • Niedriger Blutdruck, Schläfrigkeit oder Schwindel, besonders wenn Sie gleichzeitig andere Arzneimittel einnehmen.
  • Übelkeit unklarer Ursache, Appetitlosigkeit oder Müdigkeit, besonders wenn Sie täglich mehr als 6 Tabletten einnehmen. Ihr Arzt wird Ihre Leber untersuchen und über die weitere Behandlung entscheiden.
  • Absetzerscheinungen
  • Leberentzündung
  • Leberversagen
  • Verwirrtheitszustände
  • Schwerwiegende allergische Reaktionen einschließlich Atembeschwerden, Benommenheit, Schwellungen hauptsächlich von Gesicht und Rachen.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Tizanidin darf nicht mit folgenden Mitteln kombiniert werden:

  • Fluvoxamin, ein Mittel gegen Depressionen.
  • Ciprofloxacin, ein Antibiotikum.

Die gleichzeitige Einnahme von Tizanidin mit folgenden Mitteln wird nicht empfohlen:

  • Mittel gegen unregelmäßigen Herzschlag wie Amiodaron, Mexiletin, Propafenon.
  • Mittel, die bestimmte Herzrhythmusstörungen auslösen können.
  • Cimetidin, ein Mittel zur Verringerung der Magensäure.
  • Antibiotika, wie Enoxacin, Perfloxacin, Norfloxacin.
  • Rofecoxib, ein Mittel gegen Schmerzen und Entzündungen.
  • Antibabypille.
  • Ticlopidin, ein Mittel zur Hemmung der Blutgerinnung.
  • Rifampicin, ein Antibiotikum.

Andere wichtige Wechselwirkungen:

  • Mittel gegen Bluthochdruck und Entwässerungsmittel können in Kombination mit Tizanidin zu einem starken Blutdruckabfall führen.
  • Alkohol und Medikamente, die im Bereich des Gehirns oder Zentralnervensystems wirken, wie Schlafmittel, bestimmte Schmerzmittel, Narkosemittel und Psychopharmaka, können die Wirkungen von Tizanidin deutlich verändern.
  • Die Kombination mit anderen muskelentspannenden Wirkstoffen (Muskelrelaxanzien) kann die Wirkung gegenseitig verstärken.
  • Orale Kontrazeptiva: Clearance von Tizanidin kann um ca. 50% reduziert sein.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Der Wirkstoff darf keinesfalls mit Alkohol kombiniert werden.
  • Bei Leberschäden, Nierenschäden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind engmaschige ärztliche Kontrollen erforderlich.
  • Das Reaktionsvermögen kann durch diesen Wirkstoff beeinträchtigt werden.
  • Die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen können eingeschränkt sein.
  • Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Vor Beginn der Behandlung sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.
  • Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
  • Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
  • Alkoholgenuss soll während einer Dauerbehandlung möglichst vermieden werden. Gelegentlicher Alkoholkonsum in kleinen Mengen ist erlaubt, aber nicht zusammen mit dem Medikament.
  • Das Rauchen von mehr als 10 Zigaretten pro Tag zeigte bei Männern eine Abnahme der Wirkung von dem Präparat. Versuchen Sie deshalb, auf das Rauchen zu verzichten.

Was tun bei Überdosierung?

Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, Blutdruckabfall, Schwindel, Schläfrigkeit und Koma kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Was tun, wenn eine Einnahme vergessen wurde?

Setzen Sie die Einnahme in der verordneten Dosierung zum nächsten Einnahmezeitpunkt fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Was ist beim Absetzen von Tizanidin zu beachten?

Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt. Ihr Arzt wird die Dosis stufenweise reduzieren, da abruptes Absetzen eine Verschlechterung Ihres Zustandes und nachfolgend genannte Zeichen zur Folge haben kann:

  • Erhöhter Blutdruck
  • Beschleunigter Herzschlag
  • Die Hirngefäße betreffende Zwischenfälle

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie die Therapie beenden und eine dieser Absetzerscheinungen feststellen.

Alternative Behandlungsmethoden bei Spastik

Für die Behandlung von Spastik gibt es neben der medikamentösen Therapie mit Tizanidin auch verschiedene nicht-medikamentöse Ansätze:

  • Physiotherapie: Systematisches Arm-Basis-Training, häufige Wiederholungen und die Kombination mit muskulärer Elektrostimulation. Besonders wichtig ist die passive Muskelstreckung zusätzlich zur ausgewählten Standardtherapie.
  • Robotik: Für die Therapie von Standsicherheit, Gang, Treppensteigen oder der Arm-Hand-Funktion sieht man vielversprechende Verbesserungen bei einer Spastik durch den Einsatz von Robotern.
  • Hilfsmittel: Eine Lähmung ausgleichen und günstige Effekte auf die Muskelspannung und Muskellänge haben Schienen, Splints, Verbände (Casts) und Orthesen. Für die Beine ist das Aufrichten der Betroffenen die beste Mobilisationsform.
  • Elektrostimulation: Aktiviert über angeklebte Elektroden auf der Haut Nerven und Muskelfasern mit kleinen Strömen (transkutane elektrische Nervenstimulation, TENS). Auch die funktionelle Elektrostimulation (FES) für Bewegungen, die vom Patienten ganz oder teilweise selbst ausgeführt werden (z.B. Greifen und Hantieren, Gehen), kann neben der Verbesserung motorischer Funktionen einen Spastik-mindernden Effekt aufweisen.
  • Magnetstimulation: Eine spastische Tonuserhöhung lässt sich mit gezielten Magnetfeldreizen zur Stimulation ausgewählter Nerven, Nervenwurzeln oder Hirnarealen behandeln (periphere repetitive Magnetstimulation, prMS; repetitive transkranielle Magnetstimulation, rTMS).
  • Stoßwellentherapie: Kann über Wochen anhaltend einen spastisch erhöhten Muskeltonus mindern mit einer begleitenden Erweiterung des Bewegungsumfangs (extrakorporale Stoßwellentherapie, ESTW).
  • Botulinumtoxin (BoNT): Bei fokaler Spastik (ein oder zwei eng benachbarte Bewegungssegmente sind betroffen, z. B. BoNT wird bei einer Überaktivität von Muskeln angewendet, also auch zur Behandlung einer Spastik. Es lässt Muskeln für eine bestimmte Zeit erschlaffen, indem es die Übertragung vom Nerv auf den Muskel für einige Wochen bis Monate blockiert.
  • Intrathekale Baclofen-Therapie (ITB): Zur Behandlung einer schweren Spastik kann man das Medikament Baclofen auch über ein spezielles Infusionssystem mit einer Pumpe einsetzen. Das Mittel wird dabei direkt in den Nervenwasserraum des Rückenmarks injiziert (intrathekal).
  • Chirurgische Verfahren: Bei schwerster Spastik, die anders nicht zu behandeln sind, gibt es chirurgische Verfahren (dorsale Rhizotomie oder Eingriffe in der Eintrittszone der Hinterwurzel ins Rückenmark). Durch sie können ausgeprägte Fehlhaltungen vermieden werden und damit verbundene Pflegehemmnisse, hygienische Probleme und Komplikationen wie Kontrakturen oder Hautläsionen.

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