Spenglersan Kolloid und Polyneuropathie: Erfahrungen und Behandlungsansätze

Polyneuropathie (PNP), definiert als eine Erkrankung, die mehrere Nerven betrifft, insbesondere außerhalb von Gehirn und Rückenmark, ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Sie äußert sich oft durch Symptome wie Missempfindungen, Kribbeln, Taubheit und Schmerzen, beginnend an Händen oder Füßen und sich in Richtung Körpermitte ausbreitend. Die Ursachen sind vielfältig, und in etwa einem Fünftel der Fälle bleibt die Ursache unklar (idiopathische Neuropathie). Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte der Polyneuropathie, von den Ursachen und Symptomen bis hin zu konventionellen und alternativen Behandlungsansätzen, einschließlich der potenziellen Rolle von Spenglersan Kolloid.

Ursachen und Symptome der Polyneuropathie

Polyneuropathie kann durch eine Vielzahl von Faktoren ausgelöst werden, darunter:

  • Metabolische Ursachen: Diabetes mellitus ist eine häufige Ursache, wobei eine zu rasche Senkung der Blutzuckerwerte sogar zu weiteren Nervenschäden führen kann. Auch Mangelerscheinungen, z.B. Vitaminmangel, können eine Rolle spielen.
  • Toxische Ursachen: (Stoffwechsel-)Gifte, einschließlich Schwermetalle aus der Nahrung, und Medikamentennebenwirkungen können Nerven schädigen. Alkoholmissbrauch ist ein häufiger Auslöser.
  • Traumatische Ursachen: Verletzungen wie Schnitte, Stiche oder Druck von außen, z.B. durch einen Bandscheibenvorfall oder ein Karpaltunnelsyndrom, können Nerven quetschen oder durchtrennen.
  • Infektiöse Ursachen: Polyneuropathie kann auch Folge von Infektionen sein, einschließlich Borreliose.
  • Immunologische Ursachen: In einigen Fällen können Autoimmunerkrankungen zu Polyneuropathie führen.
  • Unklare Ursachen: In etwa 20 % der Fälle bleibt die Ursache der Polyneuropathie ungeklärt (idiopathische Neuropathie).

Die Symptome der Polyneuropathie sind vielfältig und können je nach betroffenem Nerventyp variieren. Häufige Symptome sind:

  • Sensibilitätsstörungen: Missempfindungen, Kribbeln, Taubheit, Brennen oder stechende Schmerzen, oft beginnend in den Zehen oder Fingern. Einige Patienten beschreiben das Gefühl, als ob Insekten auf der Haut krabbeln.
  • Motorische Störungen: Muskelschwäche, schlaffe Lähmungen, Gangunsicherheit. In schweren Fällen kann es zu Muskelschwund (Atrophie) kommen.
  • Autonome Störungen: Störungen der Schweißsekretion, des Blutdrucks oder der Verdauung.
  • Schmerzen: Die Schmerzen können unterschiedlich sein, von leicht bis unerträglich, und werden oft als brennend, stechend oder bohrend beschrieben.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Symptome nicht immer gleichmäßig verteilt sind. In einigen Fällen sind die Beine stärker betroffen als die Arme (strumpfförmige Verteilung).

Diagnose der Polyneuropathie

Die Diagnose der Polyneuropathie umfasst in der Regel:

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  • Anamnese: Ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt über die vorliegenden Beschwerden, die Krankengeschichte und mögliche Risikofaktoren.
  • Körperliche Untersuchung: Eine neurologische Untersuchung zur Überprüfung der Sensibilität, Motorik, Reflexe und Koordination.
  • Elektrophysiologische Untersuchungen: Messung der Nervenleitgeschwindigkeit, um die Funktion der Nerven zu beurteilen.
  • Laboruntersuchungen: Blutuntersuchungen zur Identifizierung möglicher Ursachen wie Diabetes, Vitaminmangel, Schilddrüsenerkrankungen oder Infektionen.
  • Nervenbiopsie: In einigen Fällen kann eine Nerv-Muskel-Biopsie aus dem Schienbein entnommen und feingeweblich untersucht werden, um die Art der Nervenschädigung zu bestimmen.

Konventionelle Behandlung der Polyneuropathie

Die konventionelle Behandlung der Polyneuropathie zielt in erster Linie darauf ab, die Ursache zu behandeln und die Symptome zu lindern.

  • Behandlung der Ursache: Wenn die Ursache bekannt ist, z.B. Diabetes oder Alkoholmissbrauch, steht die Behandlung dieser Grunderkrankung im Vordergrund. Bei Diabetes ist eine gute Blutzuckereinstellung entscheidend, während bei Alkoholmissbrauch Abstinenz erforderlich ist.
  • Schmerztherapie: Schmerzmittel wie nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR), Opioid-Analgetika oder Antidepressiva können zur Linderung der Schmerzen eingesetzt werden.
  • Physiotherapie: Physiotherapie kann helfen, die Muskelkraft und Koordination zu verbessern und Gangunsicherheit zu reduzieren. Gleichgewichtstraining ist besonders wichtig bei Gangunsicherheit.
  • Ergotherapie: Ergotherapie kann helfen, den Alltag besser zu bewältigen und Kompensationsstrategien zu entwickeln.

Alternative und komplementäre Behandlungsansätze

Neben der konventionellen Medizin gibt es eine Reihe von alternativen und komplementären Behandlungsansätzen, die bei Polyneuropathie eingesetzt werden können.

  • Traditionelle Chinesische Medizin (TCM): Die TCM betrachtet den Menschen als Ganzes und versucht, das Gleichgewicht zwischen Körper, Geist und Seele wiederherzustellen. Akupunktur kann eine wirksame Methode sein, um Nervenschmerzen und Beinschmerzen zu lindern, indem sie die Durchblutung verbessert, Entzündungen reduziert und das Nervensystem reguliert.
  • Homöopathie: Homöopathische Mittel werden oft auf individueller Basis ausgewählt und können je nach den spezifischen Symptomen des Patienten variieren. Arnica, Staphisagria und andere Mittel können zur Unterstützung der Wundheilung nach Operationen eingesetzt werden.
  • Pflanzliche Mittel: Verschiedene pflanzliche Mittel können zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen eingesetzt werden. Dazu gehören Teufelskralle, Weidenrinde, Arnika, Johanniskraut und Kamille.
  • Nahrungsergänzungsmittel: Eine gute Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen ist wichtig für die Gesundheit der Nerven. Besonders wichtig sind die B-Vitamine, Magnesium, Zink und Selen.
  • Ernährung: Eine gesunde Ernährung, reich an frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln, kann das Nervensystem stärken, Entzündungen reduzieren und die Zellgesundheit fördern. Zucker, Weißmehlprodukte, verarbeitete Lebensmittel, Alkohol und übermäßiger Koffeinkonsum sollten vermieden oder reduziert werden.
  • Säure-Basen-Haushalt: Eine Verschiebung des pH-Werts in den sauren Bereich kann bei chronischen Schmerzen und Nervenerkrankungen eine Rolle spielen. Eine basische Ernährung und gezielte Basenmittel können unterstützend wirken.
  • Zahnstörfelder: Tote oder wurzelbehandelte Zähne, nicht ausgeheilte Zahnextraktionsstellen (NICO) und chronische Kieferentzündungen können das Nervensystem belasten und chronische Nervenschmerzen verursachen. Eine Sanierung der Störfelder kann zu einer spürbaren Besserung der Beschwerden führen.

Spenglersan Kolloid: Ein möglicher Therapieansatz?

Spenglersan Kolloide sind registrierte homöopathische Arzneimittel, die Antigene und Antitoxine verschiedener Bakterienstämme enthalten. Sie werden traditionell zur Unterstützung des Immunsystems und zur Behandlung von chronischen Erkrankungen eingesetzt.

Spenglersan Kolloid K enthält Antigene und Antitoxine aus Staphylococcus aureus und Streptococcus pneumoniae. Es wird äußerlich angewendet und soll das Immunsystem modulieren und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren.

Spenglersan Kolloid G enthält Antigene und Antitoxine aus Influenza A Virus, Haemophilus influenzae und Klebsiella pneumoniae. Es wird ebenfalls äußerlich angewendet und soll das Immunsystem bei viralen und bakteriellen Infektionen unterstützen.

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Obwohl es keine spezifischen Studien zur Anwendung von Spenglersan Kolloiden bei Polyneuropathie gibt, könnten sie möglicherweise eine unterstützende Rolle spielen, indem sie das Immunsystem stärken und Entzündungen reduzieren. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die Wirksamkeit von Spenglersan Kolloiden bei Polyneuropathie nicht wissenschaftlich belegt ist und sie nicht als Ersatz für konventionelle medizinische Behandlungen angesehen werden sollten.

Wichtiger Hinweis: Die Anwendung von Spenglersan Kolloiden sollte immer in Absprache mit einem Arzt oder Therapeuten erfolgen. Insbesondere in der Schwangerschaft und Stillzeit ist Vorsicht geboten.

Weitere Therapieansätze und Erfahrungen

  • Neuraltherapie: Diese Therapieform zielt darauf ab, Störfelder im Körper zu identifizieren und zu behandeln, die Nervenschmerzen verursachen können.
  • APM (Akupunktmassage nach Penzel): Diese Therapieform basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt. Sie soll Energien wieder zum Fließen bringen und Blockaden lösen.
  • Enzympräparate: Einige Therapeuten empfehlen die Einnahme von Enzympräparaten zur Unterstützung der Wundheilung und zur Reduktion von Entzündungen.
  • Narbenbehandlung: Narben können Störfelder bilden und Nervenschmerzen verursachen. Spezielle Narbensalben und Massageöle können helfen, das Narbengewebe zu lockern und die Durchblutung zu verbessern. Die Bachblüte Walnut wird angewendet, um zu vermeiden, dass Narben Störfelder bilden.

Brustkrebsoperation und Wundheilung

Nach einer Brustkrebsoperation ist eine gute Wundheilung besonders wichtig. Zur Unterstützung der Wundheilung können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden:

  • Homöopathische Mittel: Arnica C30 kann am Tag vor und nach der Operation eingenommen werden, um die Wundheilung zu fördern. Alternativ kann das Komplexmittel Traumeel verwendet werden. Staphisagria C 200 kann einmalig eine Woche nach der OP zur stabilen Gesundung in Frage kommen.
  • Nahrungsergänzungsmittel: Eine gute Versorgung mit Vitamin C, Zink und Selen trägt dazu bei, dass die Wunde besser heilt.
  • Narbenpflege: Nach der Wundheilung können hochwertige Hautöle (z.B. Jojobaöl, Arganöl) sanft in die betroffenen Hautareale einmassiert werden. Spezielle Narbensalben (z.B. Veilchensalbe, Wala Narbengel) können ebenfalls hilfreich sein.
  • Nervenschmerzen: Bei Nervenschmerzen in der Narbe oder im Operationsbereich können Öle aus Lavendel oder Kampfer (z.B. Aconit Schmerzöl) helfen.

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