Starkes Hächeln nach Krampfanfall bei Katzen: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Epileptische Anfälle bei Katzen können beängstigend sein. Ein Symptom, das nach einem solchen Anfall auftreten kann, ist starkes Hächeln. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen für starkes Hächeln nach einem Krampfanfall bei Katzen und bietet einen umfassenden Überblick über Epilepsie bei Katzen, ihre Diagnose und verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.

Was ist Epilepsie bei Katzen?

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederholte Anfälle gekennzeichnet ist. Ein Anfall entsteht durch eine vorübergehende Störung der elektrischen Aktivität im Gehirn. Zwischen Gehirnzellen und Zellen des übrigen Nervensystems werden elektrische Signale ausgetauscht. Wenn sich eine solche Störung im elektrischen Leitsystem über das gesamte Gehirn ausbreitet, nennt man das einen klassischen Anfall. Diese Störung kann sich auf unterschiedliche Weise äußern, wobei die Stärke, Dauer und Form der Anfälle variieren können.

Arten von Anfällen

Es gibt verschiedene Arten von epileptischen Anfällen:

  • Generalisierte Anfälle: Diese Anfälle betreffen das gesamte Gehirn. Dabei treten Krämpfe auf, die Beine (Pfoten) können steif werden, dem Tier fließt Schaum aus dem Mund und es läßt häufig auch Urin und Stuhl laufen. Oft verliert es in dieser Situation das Bewusstsein.
  • Partielle Anfälle: Diese Anfälle betreffen nur einen begrenzten Teil des Gehirns. Äußere Kennzeichen dieser sog. Partiellen Epilepsie können sein: Klappern mit dem Unterkiefer, Zucken mit einer oder mehreren Pfoten, Schlagen mit dem Schwanz.

Phasen eines Anfalls

Ein Anfall lässt sich in drei Phasen einteilen:

  1. Beginnperiode (Aura): Manchmal ist dem Tier eine kurze Beginnperiode anzumerken. Es verhält sich anders als normal: es ist unruhig, anhänglich, sabbert, keucht oder hat einen anderen Blick in den Augen.
  2. Anfallsphase (Iktus): Der Anfall selber besteht fast immer aus einem Zeitraum von Bewusstlosigkeit. Oft fällt das Tier um (stürzt), und durch die Verkrampfung aller Muskeln versteift der ganze Körper. Dann können Krämpfe auftreten, wobei das Tier eine Art Tretbewegung macht. Es kann Urin und Stuhl laufen lassen, heftig sabbern und Schaum vor dem Mund entwickeln.
  3. Postiktale Phase: Die meisten Tiere sind nach einem Anfall eine Zeitlang völlig durcheinander. Manchmal haben sie dann Durst oder Hunger. Weil sie sehr müde sind nach einem Anfall, legen sich manche Tiere schlafen.

Ursachen von Epilepsie

Das Auftreten der zu starken elektrischen Signale kann verschiedene Ursachen haben. Diese können im Gehirn selber liegen, aber auch außerhalb.

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  • Primäre Epilepsie (idiopathische Epilepsie): Bei einigen der Tiere mit Epilepsie ist keine nachweisbare Ursache für das Entstehen der Anfälle zu finden; wir nennen das dann Primäre Epilepsie. Die Anfälle treten meistens bei Ruhe auf, der erste Anfall oft am frühen Morgen. Das Alter eines Hundes mit Primärer Epilepsie liegt zwischen 6 Monaten und 5 Jahren.
  • Sekundäre Epilepsie (symptomatische Epilepsie): Die Ursache kann dabei im Gehirn selber liegen, jedoch auch an anderer Körperstelle (z.B. Nekrose des Ammonshorn (Gehirnwindung im Großhirn, welche für die Verhaltenssteuerung zuständig ist), Hirnhautentzündung/Gehirnentzündung durch Infektionen oder Autoimmunerkrankungen (z. B. FIP, FIV), stoffwechselbedingte Gehirnerkrankungen (Nierenversagen, Lebererkrankungen, Hyperthyreose), toxische Gehirnerkrankungen (Pflanzengifte, Medikamente, Insektizide), Gehirntumore (Meningiom, Lymphosarkom des zentralen Nervensystems), Schlaganfall, Verletzung des Gehirns, Missbildungen des Gehirns, altersbedingte Gehirnveränderungen, Mineralstoffmangel). Die sekundäre Epilepsie kann durch eine Vielzahl von Ursachen ausgelöst werden und muss durch eine Behandlung der auslösenden Ursache therapiert werden. Mögliche Ursachen der sekundären Epi: Hirnquetschungen, Thrombosen, Infektionsehrkrankungen, Entzündungen, Vergiftung, metabolische Störungen, Vergiftungen, Thyaminmangel, verpfuschte Narkose, Unfall / Verletzung im Schädelbereich, verpatze Impfung, Diabetes, Magnesiummangel und Zinkmangel (beim Menschen), Futterallergie. Epi kann auch angeboren sein, d.h. sie wurde von den Eltern vererbt.

Starkes Hächeln nach einem Anfall: Mögliche Ursachen

Starkes Hächeln nach einem Krampfanfall kann verschiedene Ursachen haben:

  • Erhöhte Körpertemperatur: Während eines Anfalls kann die Körpertemperatur der Katze ansteigen. Hächeln ist ein Mechanismus, um die Körpertemperatur zu regulieren.
  • Stress und Angst: Ein Anfall ist ein traumatisches Erlebnis für die Katze. Die Aufregung und Angst können zu vermehrtem Hecheln führen.
  • Erschöpfung: Nach einem Anfall sind die meisten Katzen erschöpft. Der Körper benötigt Sauerstoff, um sich zu erholen, was zu schnellerer Atmung und Hecheln führen kann.
  • Nebenwirkungen von Medikamenten: Einige Medikamente, die zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt werden, können als Nebenwirkung Hecheln verursachen.
  • Herz- oder Lungenerkrankungen: In seltenen Fällen kann Hecheln auf eine zugrunde liegende Herz- oder Lungenerkrankung hinweisen, die durch den Anfall verschlimmert wurde. Gerade bei älteren Katzen können andere Krankheiten zusätzlich bestehen, die typische Anzeichen überlagern können.

Diagnose von Epilepsie

Die Diagnose von Epilepsie basiert auf der Anamnese, der klinischen Untersuchung und dem Ausschluss anderer möglicher Ursachen.

Anamnese und klinische Untersuchung

Der Tierarzt wird Sie nach der Häufigkeit, Dauer und Art der Anfälle befragen. Eine gründliche neurologische Untersuchung hilft, die betroffene Region einzugrenzen.

Ausschluss anderer Ursachen

Um andere Ursachen für die Anfälle auszuschließen, können folgende Untersuchungen durchgeführt werden:

  • Blutuntersuchung: Allem voran sollte man ein großes Blutbild machen lassen, den Urin und den Kot untersuchen lassen. Damit alle anderen Ursachen, die epi-ähnliche Anfälle (wie z.B. Stoffwechselerkrankungen, Vergiftungen oder Infektionen) verursachen, ausgeschlossen werden können. Bei fast allen Katzen mit einer Hyperthyreose lässt sich eine zu hohe Konzentration des Schilddrüsenhormons T4 (Thyroxin) im Blutserum nachweisen. Bei hohen T4-Werten über 5 Mikrogramm/dl ist eine Schilddrüsenüberfunktion sehr wahrscheinlich. Manchmal liegt der T4-Wert allerdings in einer Grauzone, ist also nur leicht erhöht oder sogar normal. Deuten trotzdem alle anderen Symptome auf eine Hyperthyreose hin, kann entweder die T4-Bestimmung nach einiger Zeit wiederholt werden oder es kann freies T4 (fT4) im Blutserum bestimmt werden, was allerdings deutlich teurer ist.
  • Neurologischer Scan: Weiterhin kann man bei der Katze eine neurologische Untersuchung machen lassen. Sie ist völlig ungefährlich! Dabei werden die verschiedensten Reflexe der EpiKatze getestet.
  • Punktion der Gehirnflüssigkeit: Hierbei wird der Katze unter einer Kurzzeitnarkose (ca. 15 min.) unterhalb des Nackens aus dem Rückenmarkskanal Gehirnwasser abgezogen. Man untersucht das Wasser auf etwaige Entzündungsherde oder tumorale Veränderungen im Gehirn.
  • MRT (Magnetresonanztomographie): Eine sichere Unterscheidung zwischen FCE und ANNPE ist ohne MRT nicht möglich. Daher sind folgende Schritte wichtig: Neurologische Untersuchung zur Lokalisation der Läsion MRT-Bildgebung zum Ausschluss anderer Ursachen (z. B. Bandscheibenvorfall, Tumor, Entzündung) Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeitsuntersuchung
  • Schilddrüsenszintigraphie: Eine Szintigraphie kann sinnvoll sein, wenn die Labortests nicht eindeutig ausfallen oder um zusätzliches Schilddrüsengewebe im Brustraum sowie Metastasen eines bösartigen Schilddrüsentumors zu finden. Genau wie Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion wird auch Katzen bei der Szintigrafie ein schwach radioaktiv strahlender Stoff gespritzt (Radionuklid), der sich in Schilddrüsengewebe anreichert (Technetium 99m). Diese Untersuchung ist nur an spezialisierten Tierkliniken möglich und bedeutet für die Katze eine Narkose und einen zweitägigen Klinikaufenthalt bis die radioaktive Strahlung wieder aus dem Körper verschwunden ist.

Behandlung von Epilepsie

Die Behandlung von Epilepsie zielt darauf ab, die Häufigkeit und Schwere der Anfälle zu reduzieren. Nach einem ersten epileptischen Anfall wird in den meisten Fällen nicht direkt mit einer Behandlung begonnen. Wenn sich die Anfälle jedoch häufen, wird man zu einer Behandlung übergehen.

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Medikamentöse Therapie

Tiermedizinisch bewährte Antiepileptika sind: Phenobarbital, Imepitoin, Kaliumbromid, Diazepam (v. a. als Notfallmedikation). In Einzelfällen kommen auch Medikamente aus der Humanmedizin zum Einsatz. Gerade zu Beginn der Therapie kann es zu Müdigkeit, Koordinationsproblemen, gesteigertem Appetit oder Unruhekommen. Diese Symptome verschwinden häufig nach einigen Wochen. Die richtige Einstellung der Dosis bei Anti-Epilepsie-Medikamenten kann eine Zeitlang in Anspruch nehmen. Oft treten in der Anfangsperiode Nebenwirkungen auf (z.B. Müdigkeit).

Was tun beim epileptischen Anfall?

Ein epileptischer Anfall bei Ihrem Hund oder Ihrer Katze ist ein beängstigender Moment - aber Sie sind nicht allein.

  1. Manche Tiere zeigen Minuten bis Stunden vor dem Anfall ein verändertes Verhalten: Unruhe, Anhänglichkeit oder Verwirrung, Zittern, Hecheln, Verstecken, Rastloses Umherlaufen oder Jaulen. Wenn Sie solche Anzeichen bemerken: Beruhigen Sie Ihr Tier sanft, sprechen Sie leise, streicheln Sie es, wenn es das zulässt. Sichern Sie die Umgebung: Entfernen Sie Ihr Tier aus gefährlichen Situationen - z. B. von Treppen, vom Balkon oder aus dem Spiel mit anderen Tieren.
  2. Ein epileptischer Anfall kann einige Sekunden bis mehrere Minuten dauern. Auch wenn es schwerfällt: Bitte bleiben Sie ruhig. Fassen Sie Ihr Tier nicht an. Viele Hunde beißen in der Anfallsphase unkontrolliert - ohne es zu wollen. Räumen Sie spitze oder harte Gegenstände aus dem Weg, um Verletzungen zu vermeiden. Bleiben Sie bei Ihrem Tier, sprechen Sie ruhig mit ihm - Ihr Beistand ist wichtig. Stoppen Sie die Zeit. Ein Anfall, der länger als 5 Minuten dauert, ist ein Notfall (Status epilepticus)! Bitte sofort eine Tierklinik aufsuchen - jede Minute zählt.
  3. Viele Tiere sind nach einem Anfall orientierungslos, erschöpft oder ängstlich. Manche zeigen auch kurzzeitig auffälliges Verhalten wie Blindheit, Unruhe oder sogar leichte Aggression. Was Sie tun können: Beruhigen Sie Ihr Tier, bieten Sie einen ruhigen, dunklen Rückzugsort an. Dokumentieren Sie den Anfall: Datum und Uhrzeit Dauer und Stärke Auffälligkeiten vorher oder nachher (z. B. Stress, Durchfall, Medikamentenwechsel) Führen Sie ein Anfallstagebuch ("Krampfkalender") - das hilft uns bei der Beurteilung und Therapieanpassung. Falls möglich, filmen Sie den Anfall mit dem Handy. Das Video hilft Ihrem Tierarzt bei der genauen Einschätzung. Legen Sie sich eine kleine „Notfallbox“ zurecht (Handy, Stoppuhr, Anfallstagebuch, evtl. Notfallmedikament). Haben Sie unsere Kontaktdaten griffbereit - wir sind für Sie da, wenn Sie uns brauchen.

Alternative Therapien

  • Ernährung: Die richtige Fütterung kann epileptischen Hunden nachweislich helfen. Besonders hilfreich ist eine Ernährung mit sogenannten mittelkettigen Fettsäuren (MCTs) - wie sie z. B. in speziellen Diäten oder MCT-Ölen enthalten sind. Studien zeigen: 71 % der Hunde mit Epilepsie haben unter MCT-Ernährung weniger Anfälle. Bei 14 % verschwinden die Anfälle ganz. Auch ängstliches oder unruhiges Verhalten kann sich verbessern. Kommerzielle Futtermittel mit MCTs (z. B. Royal Canin Veterinary Diet Canine Epilepsy Management) sind im Fachhandel erhältlich.
  • Bachblüten: hier eignen sich die Notfalltropfen (Rescuetropfen) am besten. Man gibt in ein 10 ml Pipettenfläschen 4 Tropfen der Notfalltropfen. Von der verdünnten Lösung kann man der Katze unbedenklich was ins Futter geben oder direkt ins Schnäuzchen (bitte nicht während eines Anfalls mit der Glaspipette in Schnäuzchen! Die Katze könnte sonst draufbeißen), ohne Angst vor einer Überdosierung zu haben.
  • Homöopathie: Sucht in eurer Umgebung einen erfahrenen Tierheilpraktiker. Die Homöopathie kann - was die Behandlung von Epi angeht - so einige Erfolge aufweisen.
  • Akupunktur: Diese Behandlung kann/soll Epi positiv beeinflussen.
  • Reiki: nach einem Anfall kann Reiki durch einen Chakrenausgleich die Katze wieder ins energetische Gleichgewicht bringen. Sie beruhigt und erholt sich schneller von einem Anfall. Reiki NIE während eines Anfalls geben!!
  • TTouch: hier sollte man sich von einem erfahrenen Practioner zeigen lassen, wie bestimmte Griffe angewandt werden. Man muss hier auch unterscheiden, welche Griffe während eines Anfalls gut tun und welche nicht.

Was tun bei einem Status Epilepticus?

Es kann sein, dass eine Katze aus dem Status Epilepticus (siehe Status Epeilepticus) von allein nicht mehr rauskommt oder von einer Serie von Anfällen (nur mit sehr kurzer oder gar keinen Erholungspausen) geplagt wird. Bei so einem Fall muss man von außen das Gehirn “lahm legen”, damit sich die Nervenzellen beruhigen und die Katze sich erholen kann. Laut der Epi-Expertin muss ein Status Epilepticus sofort beim TA behandeln lassen, der dann Valium i.v. verabreichen kann. Wenn man diesen Ratschlag folgt, muss sofot den Ta oder die Klinik anrufen und Bescheid gegen, dass man mit einem Status Epielpticus sofort vorbeikommen wird.

Schilddrüsenüberfunktion und Epilepsie

Es ist wichtig zu beachten, dass eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) bei Katzen ebenfalls Anfälle auslösen kann. Die Schilddrüse ist quasi das Gaspedal des Organismus. Die von ihr produzierten jodhaltigen Schilddrüsenhormone T3 und T4 erhöhen die Stoffwechselrate und dadurch den Energiebedarf (sozusagen den Benzinverbrauch). Sie erhöhen Herzfrequenz und Blutdruck ebenso wie die Körpertemperatur, die Schweißproduktion, die Darmmotorik und die Erregbarkeit von Nervenzellen.

Ursachen der Schilddrüsenüberfunktion

In den meisten Fällen sind gutartige Wucherungen von Schilddrüsengewebe die Ursache einer felinen Hyperthyreose. Sie führen zu einer überschießenden Hormonproduktion. Häufig handelt es sich dabei um eine sogenannte "multinoduläre adenomtöse Hyperplasie", bei der viele winzige Knötchen in beiden Schilddrüsenlappen entstehen, sodass die Schilddrüse insgesamt vergrößert ist. Etwas seltener entsteht die Wucherung in Form eines oder mehrerer größerer gutartiger Tumore (Schilddrüsenadenome). Nur bei weniger als jeder 20. Katze mit Schilddrüsenüberfunktion steckt ein bösartiger Tumor (Schilddrüsenkarzinom) hinter den Symptomen.

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Symptome der Schilddrüsenüberfunktion

Die Symptome der Hyperthyreose entstehen durch den Überschuss an Schilddrüsenhormonen, die den Stoffwechsel auf Hochtouren bringen. Hyperthyreote Katzen stehen ständig "unter Strom". Das wirkt sich nicht nur auf den Körper aus, sondern auch auf das Verhalten und das Wohlbefinden. Typische Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen sind: Ruhelosigkeit, Hyperaktivität, Heißhunger (Polyphagie), Gewichtsverlust bis hin zur extremen Abmagerung (Kachexie), großer Durst (Polydipsie), häufiger Urinabsatz (Polyurie), Fellveränderungen wie Haarausfall, kahle Stellen, mattes Fell, Erbrechen (Vomitus), Durchfall (Diarrhoe), erhöhte Kotmenge, Aggressivität, übermäßiges oder vermindertes Fellpflegeverhalten, Schwäche (Lethargie), Appetitlosigkeit (Anorexie). Katzen mit Fortgeschrittener Schilddrüsenüberfunktion können sogar hecheln, wenn sie gestresst sind. Dieses Verhalten ist für gesunde Katzen sehr untypisch und sollte immer Anlass für eine grundlegende Diagnostik sein.

Diagnose der Schilddrüsenüberfunktion

Eine Schilddrüsenüberfunktion ähnelt in vielen Punkten anderen häufigen Katzenkrankheiten wie zum Beispiel einer chronischen Niereninsuffizienz oder einem Diabetes mellitus. Eine eindeutige Diagnose ist aber in der Regel anhand einer Blutuntersuchung möglich (siehe unten). Katzen mit einer Schilddrüsenüberfunktion sind aufgrund ihrer Unruhe und eventueller Aggressivität häufig schwierig zu untersuchen. Die Schilddrüse besteht aus zwei Lappen, die unterhalb des Kehlkopfs rechts und links der Luftröhre anliegen. Sie ist normalerweise nicht tastbar. Eine fühlbare Verdickung in diesem Bereich ist deshalb ein wichtiger Hinweis auf eine Schilddrüsenüberfunktion. Meistens sind beide Schilddrüsenlappen vergrößert, in der Regel einer mehr als der andere. Bei 90% aller Katzen mit Schilddrüsenüberfunktion ist die vergrößerte Schilddrüse zu ertasten, allerdings kann eine Umfangsvermehrung am Hals auch andere Ursachen haben als eine Hyperthyreose. Eine Ultraschalluntersuchung kann zeigen, ob die gefühlte Umfangsvermehrung tatsächlich die Schilddrüse ist.

Behandlung der Schilddrüsenüberfunktion

Bei der Behandlung der Schilddrüsenüberfunktion gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Man kann sieheilen, indem die Schilddrüse chirurgisch entfernt wird oder überschüssiges Schilddrüsengewebe durch radioaktives Jod zerstört wirdunterdrücken, indem man Medikamente gibt (Thyreostatika) oder jodreduziertes Katzenfutter (Hills y/d). Anfangs sollte die Schilddrüsenüberfunktion nur unterdrückt werden. So lässt sich feststellen, ob durch die Behandlung ein Nierenproblem entsteht und falls nötig gegensteuern. Bei manchen Katzen muss das Schilddrüsenmedikament so dosiert werden, dass eine leichte Überfunktion bleibt, damit die Nieren gut durchblutet werden und sich die Nierenfunktion nicht verschlechtert.

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