Menschen lieben Süßes. Für unsere Vorfahren gab es Früchte und Honig - wir schwelgen heute in Schokoriegeln, Kuchen, Keksen, gesüßten Joghurts, Puddings und vielem mehr. Um das Gewicht im Griff zu behalten und Kohlenhydrat-Kalorien aus Zucker zu sparen, greifen viele zu Zuckeraustauschstoffen und Süßstoffen. Zucker liefert schnelle Energie. Wer zu Jäger-Sammler-Zeiten Zuckerquellen fand, hatte einen evolutionären Überlebensvorteil in Situationen, bei denen schnell Energie zur Verfügung stehen musste - zum Beispiel bei Kampf oder Flucht. Hinzu kommt, dass wir schon als Fötus das süßliche Fruchtwasser schlucken und später mit der Muttermilch Laktose (Milchzucker) als Energiequelle erhalten. Sowohl als evolutionäres Erbe als auch durch individuelle Erfahrung ist Süßes mit dem Signal für schnelle Energie und körperlichem wie emotionalem Wohlbefinden gekoppelt.
Mit der industriellen Gewinnung von Zucker aus Zuckerrohr und Zuckerrübe änderte sich der Zugang zu Süßem hin zu dauerhafter und günstiger Verfügbarkeit und immer mehr gesüßten Speisen und Getränken. Die sichtbaren negativen Folgen einer hohen und dauernden Zuckeraufnahme sind Gewichtszunahme und Karies. Um dem Verlangen nach Süßem gerecht zu werden, wurden daher Zucker-Austauschstoffe und Süßstoffe entwickelt, die angeblich kalorienarm bzw.
Die indigene Bevölkerung Südamerikas nutzt Stevia traditionell für Getränke und in der Heilkunde. Stevia ist ein Süßstoff, der aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana gewonnen wird und der eine bis zu 300fache Süßkraft des gewöhnlichen Haushaltszuckers aufweist. Die getrockneten und pulverisierten Blätter haben einen lakritzähnlichen Beigeschmack. Stevia ist ein Stoffgemisch, welches aus der Pflanze Stevia rebaudiana gewonnen wird. Es besteht hauptsächlich aus Stevioglycosiden, wie Steviosid und Rebaudiosid A. Steviosid ist in reiner Form weiß, geruchlos und äußerst süßstark. Der Anteil von Reubaudiosid A wird von Stevia-Herstellern gern erhöht, da dieser dem typischen Geschmack von Zucker sehr nahekommt. Damit das Süßkraut tatsächlich Zucker ersetzen kann, muss das Volumen korrigiert werden.
Steviosid wird in Südamerika und Asien in der Lebensmittelindustrie schon seit langem als Süßstoff eingesetzt und fand bereits in der Schweiz vor allem als Zusatzstoff in Limonaden Verwendung. Innerhalb der EU ist die Süße als Steviolglycoside mit der Bezeichnung E 960 seit Ende 2011 zugelassen. Stevioside sind natürliche Bestandteile der Stevia-Pflanze. Die Blätter enthalten mindestens 10 unterschiedliche Glycoside. Steviosid ist jedoch der Hauptbestandteil. Der Zuckeraustauschstoff wird aus einer Pflanze gewonnen. Stevia rebaudiana oder auch Eupatorium rebaudianum ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Stevien (Stevia). Sie gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die mehrjährige, krautige Pflanze stammt aus den Subtropen. Da sie nicht frostbeständig ist, wird sie meist als einjährige Pflanze kultiviert. Sie erreicht eine Größe von 70 bis 100 Zentimetern. Ihre Laubblätter werden 2 bis 3 Zentimeter lang und wachsen gegenständig. Die weißen Blütenkörbchen sind zu Trugdolden zusammengefasst.
Innerhalb der EU waren die getrockneten Blätter lange Zeit nicht als Lebensmittel zugelassen. Man konnte sie als Dentalkosmetika oder Badezusatz erwerben. Die Ureinwohner Paraguays nutzen die Blätter der Stevia-Pflanze seit Jahrhunderten zum Süßen Ihrer Speisen. Das Honigkraut enthält rund 5 % süßende Stoffe. Daneben verwenden Sie die Pflanze als Heilmittel gegen Magenbeschwerden. Neben den getrockneten Blättern ist der Zuckeraustauschstoff als Pulver, Flüssigkeit oder Süßstofftablette erhältlich. Tafelsüße aus Ihrer Apotheke - unsere Produkttipps: allcura Stevia Tabs | Stevi aktiv Fluid | Dr. E 960 ist für viele Diätprodukte, also zuckerfreie Produkte, zugelassen. In Bio-Lebensmitteln ist Stevia nicht zugelassen, auch nicht, wenn die Pflanze aus ökologischem Anbau stammt. Denn Bio-Lebensmittelrichtlinien bevorzugen weniger verarbeitete Inhaltsstoffe. Obwohl Stevia aus einer Pflanze gewonnen wird, durchläuft der Extraktionsprozess, um das süße Steviosid zu isolieren, mehrere Verarbeitungsschritte. Diese Verarbeitung ist so intensiv, dass das Endprodukt nicht mehr den Kriterien für Bio-Lebensmittel entspricht. Schließlich legen Bio-Labels oft Wert auf natürliche Inhaltsstoffe mit minimaler Bearbeitung. Darüber hinaus ist der Süßstoff aufgrund seiner nicht kariogenen Wirkung in Zahnpflegeprodukten enthalten.
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Stevia sei laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) weder krebserregend noch genotoxisch. Sie empfiehlt eine Tageshöchstdosis von 4 mg Stevioläquivalenten pro Kilogramm Körpergewicht. Zwar kann der Süßstoff Kalorien sparen, aber ein Großteil der Kalorien, die beispielsweise in Schokolade enthalten sind, stammen nicht vom Zucker, sondern vom Fett. Ist Stevia beispielsweise im Gebäck enthalten, gibt es noch ein weiteres Problem: 250 g Zucker können nicht einfach durch 250 g Stevia ersetzt werden. Man benötigt aufgrund der höheren Süßkraft viel weniger des alternativen Süßstoffs. Es geht quasi Volumen verloren. Das wird wiederum durch mehr Mehl oder Butter ersetzt. Der Zuckeraustauschstoff enthält fast keine Kalorien. Es beeinflusst den Blutzuckerspiegel nur sehr gering. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass die Süße gegebenenfalls die Nahrungsaufnahme steigert. Der Schriftzug „mit Stevia“ auf der Verpackung heißt nicht, dass zum Süßen ausschließlich der Zuckeraustauschstoff verwendet wurde. Schauen Sie sich die Zutatenliste genau an und gehen Sie sicher, dass das Produkt auch zuckerfrei ist bzw.
Der Süßstoff, der in Tabs erhältlich ist, hat nicht mehr viel mit der Stevia-Pflanze zu tun. In mehreren Schritten extrahieren die Hersteller die Substanz aus dem Gewächs. Dabei gehen etwa 90 % der Inhaltsstoffe verloren. Viele Hersteller produzieren den Süßstoff nicht umweltfreundlich. Die Chemikalien zur Herauslösung des Süßstoffes sind häufig Aluminiumsalze. Eine Entsorgung erfolgt oft unter fragwürdigen Bedingungen.
Stevia als Alternative zu Zucker und künstlichen Süßstoffen
Better Stevia ist ein zertifiziertes Bio-Süßungsmittel, das einen gesunden Ersatz zu Zucker und künstlichen Süßstoffen bietet. Es ist in Pulverform mit Dosierungslöffel erhältlich.
Empfohlene Einnahme von Better Stevia:
- Geben Sie einen gestrichenen Esslöffel Pulver in ein normales Glas.
- Gießen Sie dann kochendes Wasser dazu.
- Rühren Sie, bis das Pulver vollständig aufgelöst ist und die Flüssigkeit klar ist.
- Füllen Sie das Glas anschließend mit lauwarmem oder kaltem Wasser auf und decken Sie es ab.
- Das Gemisch ist im Kühlschrank zwei Tage haltbar.
Süßes im Ayurveda
Süßes Essen hat im Ayurveda einen besonderen Platz, da es zu den sechs grundlegenden Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb gehört. Süßes wird als angenehm, aufbauend und beruhigend empfunden und entsteht durch das Vorhandensein der Elemente Erde und Wasser. Süß bedeutet im Sanskrit madhura, was mit angenehm, schön und süß übersetzt werden kann. Aufgrund der eher schweren Eigenschaften von Süßem beruhigt es Vata und Pitta, wohingegen Kapha durch Süß vermehrt wird. Dies liegt an den ähnlichen Qualitäten von Süß und Kapha, denn im Ayurveda gilt: Gleiches vermehrt Gleiches. Somit werden Ungleichgewichte mit gegenüberliegenden Eigenschaften ausgeglichen; meist intuitiv gesteuert durch unsere Körperintelligenz.
Beispielsweise steigt am Nachmittag das Vata-Dosha, häufig entsteht dann ganz natürlich ein Heißhunger auf Süßes, der dann oft ohne großes Nachdenken mit einer kleinen Leckerei gestillt wird. Süßes hilft dabei, die Gewebe (Dhatus) aufzubauen und den Körper zu stärken sowie den Aufbau von Vitalkraft, im Sanskrit Ojas genannt, zu fördern. Menschen, die entkräftet und in entleerten Zuständen sind oder einfach in Phasen mit viel Stress, gelüstet es oft nach süßen, warmen Speisen. Auch mit zunehmendem Alter, die Lebenszeit, in der bei allen Menschen das Vata-Dosha deutlich zunimmt, wird das Verlangen nach Süßem tendenziell größer. Mit der Geschmacksrichtung Süß assoziieren wir oft erstmal klassischen Zucker. Bei manchen Nahrungsmitteln liegt der süße Geschmack auf der Hand, wie bei Früchten, Trockenfrüchten und Honig. Wer sich die Zeit nimmt, ausreichend zu kauen, wird bemerken, dass zum Beispiel Reis, Nudeln oder Karotten dadurch zunehmend süßer schmecken. Letztendlich sind in fast allen Lebensmitteln Kohlenhydrate enthalten, die im Körper zu Einfachzucker aufgespalten werden.
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Zucker wird seit der Antike verwendet und war früher nur für sehr reiche Haushalte zugänglich. Seit dem 20. Jahrhundert ist Zucker für alle zugänglich. Zuckerhaltige Lebensmittel stimulieren das Belohnungszentrum im Gehirn, das dann den Neurotransmitter Dopamin freisetzt, der Gefühle von Freude und Glück erzeugt. Jeder Zuckerkonsum sorgt für eine Ausschüttung von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse, das dafür sorgt, dass der Zucker aus dem Blut in die Zellen gelangt. Zunächst führt der Verzehr zuckerhaltiger Lebensmittel jedoch zu einem schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels, gefolgt von einem schnellen Abfall durch das Insulin, wodurch ein Kreislauf von Heißhungerattacken gepaart mit Erschöpfung und Müdigkeit entstehen kann. Ein hoher Zuckerkonsum über lange Zeit fördert Entzündungen durch Übersäuerung im Körper, Gewichtszunahme, Diabetes, einen gestörten Fettstoffwechsel, Lebererkrankungen, Karies und Milieustörungen im Darm, wie beispielsweise Pilzbesiedelungen.
Zucker ist in vielen Produkten versteckt, in denen wir das im ersten Moment gar nicht erwarten würden, wie beispielsweise Ketchup, Dressings, Saucen, Joghurt und Fertiggerichte. Erst der Blick auf das Etikett gibt Auskunft über den Zuckergehalt, der oft erschreckend hoch ist. Und das ist kein Wunder, da Zucker positive Gefühle in uns auslöst und dafür sorgt, dass wir mehr von den Produkten konsumieren wollen. Besonders Aspartam, oder auch NutraSweet oder Canderel genannt, ist ein in den 60ern zufällig entdeckter Süßstoff, der bis Mitte der 70er als biochemischer Kampfstoff gelistet wurde. Nach Zulassung von Aspartam als Lebensmittelzusatzstoff durch die FDA (Food and Drug Administration) in den USA wird es inzwischen weltweit in Nahrungsmitteln, Getränken und Kaugummis verwendet. Untersuchungen zeigten, dass der Verzehr künstlicher Süßstoffe nicht nur zu einer Veränderung des Mikrobioms, sondern auch zu einer Verschlechterung des Glukosestoffwechsels im menschlichen Körper führt. Bei regelmäßiger Einnahme von Süßstoffen, wie Aspartam, Saccharin oder Sucralose steigt der Blutzuckerspiegel höher, der Zucker gelangt schneller ins Blut und die Glucosetoleranz sinkt. Bei Aspartam konnte darüber hinaus nachgewiesen werden, dass die in Aspartam enthaltene Aminosäure Phenylalanin das Enzym intestinale alkalische Phosphatase (IAP) blockiert, welches maßgeblich an einer gesunden Darmbarriere und an Immunmodulation beteiligt ist.
Wie oben beschrieben hat die Geschmacksrichtung Süß aus ayurvedischer Perspektive viele gute Qualitäten. Doch auch der Ayurveda warnt bei übermäßigem Genuss vor zahlreichen Erkrankungen. Im Ayurveda wird empfohlen, die natürliche Süße in Lebensmitteln wie reifen Früchten, Honig, Datteln oder Ahornsirup zu nutzen, anstatt raffinierten Zucker oder künstliche Süßstoffe zu verwenden. Natürliche Süßungsmittel werden als gesünder angesehen, da sie zusätzliche Nährstoffe und Mineralien enthalten und der Zucker in dieser Kombination oft leichter vom Körper verarbeitet werden kann. Ebenso ist es sinnvoll, Süßes in Kombination mit anderen Geschmacksrichtungen zu konsumieren, um eine ausgewogene Mahlzeit zu erhalten. Im Ayurveda wird empfohlen, alle 6 Geschmacksrichtungen in jeder Mahlzeit zu integrieren, um die Doshas auszugleichen, eine gute Verdauung zu fördern und der Entstehung von Ama vorzubeugen. Denn Süßes in Maßen gilt im Ayurveda als Nektar, im Übermaß jedoch als Gift. Als Faustregel gilt: Nie mehr als maximal 3 Teelöffel Süße täglich.
Die Rolle von Mineralstoffen und Vitaminen für das Nervensystem
Calcium ist der am häufigsten vorkommende Mineralstoff im menschlichen Körper, und ein ausreichender Gehalt ist unerlässlich. Es arbeitet in Synergie mit Phosphor für gesunde Knochen und Zähne und ist zusammen mit Magnesium wichtig für die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems. Der Großteil des Calciums im Körper (zwei bis drei Pfund) ist in Knochen und Zähnen gespeichert, und etwa 20 % des Knochencalciums werden jährlich erneuert. Es ist wichtig, dass Calcium im Verhältnis von 2:1 zu Phosphor vorhanden ist, und für die Aufnahme muss ausreichend Vitamin D vorhanden sein. Calcium trägt zur Stärkung von Knochen und Zähnen bei, reguliert den Herzschlag, unterstützt den Schlaf und ist am Eisenstoffwechsel beteiligt. Es spielt auch eine wichtige Rolle im Nervensystem, insbesondere bei der Übertragung von Impulsen. Natürliche Calciumquellen sind Milchprodukte, Käse, Sojabohnen, Sardinen, Lachs, Erdnüsse, Walnüsse, Sonnenblumenkerne und grünes Gemüse. Calciumgluconat und Calciumlaktat sind gute pflanzliche Quellen, wobei Gluconat besser aufgenommen wird. Bei der Einnahme als Tabletten sind chelatgebundene Präparate am besten, und bei Kombination mit Magnesium sollte der Calciumanteil mindestens doppelt so hoch sein. Einige Nahrungsmittel, wie fettreiche Lebensmittel, Oxalsäure (in Schokolade und Rhabarber) und Phytinsäure (in Getreide), können die Calciumaufnahme beeinträchtigen. Bei Rückenschmerzen, Menstruationskrämpfen oder Wachstumsschmerzen bei Teenagern kann eine erhöhte Calciumaufnahme hilfreich sein.
Magnesium ist ebenfalls entscheidend für den Stoffwechsel von Calcium, Vitamin C, Phosphor, Natrium und Kalium und ist für das ordnungsgemäße Funktionieren von Nerven und Muskeln notwendig. Es spielt eine Rolle bei der Umwandlung von Blutzucker in Energie und wirkt stressreduzierend. Magnesium unterstützt die psychische Gesundheit, fördert ein gesundes Herz-Kreislauf-System und hilft, Zahnprobleme sowie Kalkablagerungen in Nieren und Gallenblase zu verhindern. Es kann Verdauungsstörungen lindern und zusammen mit Calcium als natürliches Beruhigungsmittel wirken. Zu den besten natürlichen Quellen gehören Feigen, Zitrusfrüchte, Mandeln, Nüsse, Getreidekeime und dunkelgrünes Gemüse. Allerdings sollte man hohe Magnesiummengen über längere Zeit vermeiden, insbesondere bei hoher Phosphoraufnahme. Bei hohem Alkoholkonsum und der Einnahme von Östrogenpräparaten ist eine erhöhte Magnesiumzufuhr ratsam. Wer sich ausgewogen ernährt, hat in der Regel genügend Magnesium.
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Vitamin C, auch bekannt als Ascorbinsäure, ist ein essentielles wasserlösliches Vitamin, das eine wichtige Rolle als Antioxidans spielt. Vitamin C ist entscheidend für die Bildung von Kollagen, einem wichtigen Protein für Haut, Knorpel und Blutgefäße.
Natürliche Alternativen zu Zucker
Es gibt unglaublich leckere Süßungs-Alternativen zum herkömmlichen Industriezucker oder auch zu synthetischen Süßstoffen, die nicht nur unbedenklich, sondern darüber hinaus noch gesund sind. Trockenfrüchte wie Datteln, Mango, Feigen oder Ananas sind tolle Möglichkeiten, um Kuchen, Rohkost- und andere Süßspeisen die gerechte süße Note zu verleihen. Der Fruchtzucker dieser Trockenfrüchte ist nicht - wie oft angenommen - schädlich wie der weiße Zucker, denn Fruchtzucker in Kombination mit den wertvollen Inhaltsstoffen der Trockenfrüchte wird auf viel mildere Weise von unserem Körper aufgenommen.
- Lovechock Rocks Maulbeere/Hanfsaat Bio.
- Ombar Strawberries & Cream Bio. Eine weitere leckere Rohkostschokolade ist die Pana Schokolade - Minze Bio. Die mit Pfefferminzöl verfeinerte Schokolade hat einen 60 prozentigen Kakaogehalt.
Neben den gefäßerweiternden und blutdrucksenkenden Eigenschaften kann Stevia die Zähne auch vor Plaquebildung schützen und hat eine 300-mal höhere Süßkraft als der gewöhnliche Haushaltszucker. Die vielfältigen Wirkstoffe der Stevia-Pflanze sollen eine vielversprechende Wirkung bei der Borreliose-Erkrankung gezeigt haben, was erste Studien belegen. Stevia Tabs sind die praktischen natürlichen Süßstoffe, die keine Aluminiumsalze enthalten. Als Extraktionsverfahren wurden ausschließlich Wasser und Ethanol verwendet. Stevia Extrakt ist eine absolut reine Tinktur aus den Blättern der Stevia-Pflanze. Stevia flüssig: Das flüssige Stevia-Konzentrat wurde auf Basis von pflanzlichen Glycerin, gereinigtem Wasser und Steviolglycosiden.
Eine Carob-Schote von dem Johannisbrotbaum, die im Sommer vielfach im südeuropäischen Raum zu finden ist. Man kann die Schote mit Haut essen, was den typisch süßlich leckeren und intensiven Carob-Geschmack hat. Im Portugiesischen wird der Johannisbrotbaum als „Alfarrobeira“ bezeichnet. Vielen wird das Johnannisbrotkernmehl als Verdickungs-, Binde oder Geliermittel bekannt sein, das durch die Vermahlung der Carubin-Kerne hergestellt wird. Carob ist das Fruchtfleisch des auch sogenannten Affenbrotbaumes. Geschmacklich erinnert es an Kakao, wird aber aufgrund seiner gesundheitlichen Vorzüge hochgeschätzt. Carob bringt von Natur aus eine Süße mit, die ein wenig an Datteln oder Lakritz erinnert. Zumindest lassen sich damit wunderbar und angenehm auch Süßspeisen verfeinern. Besonders reich an Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen ist das gesunde Süßungsmittel Zuckerrohrmelasse, das beim Auspressen von Zuckerrohr gewonnen wird. Melasse ist schon seit Jahrhunderten ein altbewährtes Haus- und Arzneimittel, das bei zahlreichen Krankheiten eingesetzt wird.
Xylit oder Xylitol besitzt die gleiche Süßkraft wie Zucker, bei nur halbem Kaloriengehalt. Der Zuckeraustauschstoff wird aus dem Birkenholz gewonnen und schädigt nicht die Zähne, ganz im Gegenteil: Es kann hochwirksam gegen Karies wirken. Es regt die Speichelproduktion an und kann zur Reminaleralisierung des Zahnschmelzes beitragen. Ideal ist Xylit Birkenzucker aus Finnland als natürliches Süßungsmittel ebenso in der süßen Rohkost oder zum Backen geeignet.
Die Auswirkungen von Zucker und Süßstoffen auf das Gehirn
Zucker und Fette verändern unser Gehirn, sodass wir immer mehr davon essen. Das zeigt eine Studie des Max-Planck-Instituts. Das Verlangen nach ungesundem Essen begünstigt Diabetes und Adipositas. Das Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung in Köln konnte zeigen, dass sich das Gehirn durch den regelmäßigen Konsum von stark fett- und zuckerhaltigen Lebensmitteln verändert. Die Folge: Es befiehlt uns quasi, die ungesunden Lebensmittel zu bevorzugen. Wir wollen mehr davon. Zwischen Gehirn und Darm gibt es eine direkte Verbindung: Erreicht Nahrung den Dünndarm, registrieren unterschiedliche Sensoren, ob Zucker und Fett in der Nahrung enthalten sind. Diese Information wird über verschiedene Nervenverbindungen ans Gehirn weitergeleitet. Die Signale kommen im Belohnungszentrum des Gehirns an, sorgen für ein gutes Gefühl und lösen ein Verlangen nach mehr aus.
Für die Studie haben zwei Gruppen normalgewichtiger Probandinnen und Probanden acht Wochen lang zusätzlich zu ihrer normalen Nahrung täglich einen kleinen Pudding gegessen. In beiden Gruppen hatte der Pudding gleich viele Kilokalorien. Aber in der einen Gruppe enthielt der Pudding viel Fett und viel Zucker, in der anderen stattdessen viel Eiweiß. Vor und nach den acht Wochen bekamen die Probanden Milchshakes zu trinken, die unterschiedlich viel Fett und Zucker enthielten. Dabei wurden sie im MRT untersucht, um zu sehen welchen Effekt diese fett- und zuckerhaltigen Speisen auf ihr Gehirn hatte. Diese Empfindung spiegelte sich auch in den Aufnahmen der Gehirne der Studienteilnehmenden wider: Das Belohnungssystem war bei den auf Fett und Zucker trainierten Teilnehmenden besonders stark aktiviert. Dort hatten sich durch den regelmäßigen Konsum der Puddings offenbar neue Nervenverbindungen entwickelt. Die Probandinnen und Probanden hatten dadurch ein offensichtlich stärkeres Verlangen nach fetthaltigen und süßen Speisen erlernt. Diese Veränderungen der Hirnnetzwerke sind anhaltend. Das bedeutet, sie könnten dafür sorgen, dass Menschen zukünftig unbewusst immer die Lebensmittel bevorzugen, die viel Fett und Zucker enthalten. Das könnte eine Gewichtszunahme begünstigen.
Die Lust nach Süßem und Fettigem wird von unserer westlichen Ernährung bedient. Vor allem Fast Food und Fertiggerichte haben beides gleichzeitig: viel Fett und viel Zucker. In der Natur gibt es eigentlich keine Nahrungsmittel, die sowohl stark fett- als auch zuckerhaltig sind. Hat sich das Gehirn an stark fett- und zuckerhaltige Speisen gewöhnt, will es nicht nur immer mehr davon, sondern lehnt auch Speisen mit weniger Fett oder Zucker eher ab. Jeder Mensch kommt zwar mit einer angeborenen Vorliebe für Süßes zur Welt, aber wenn diese Vorliebe durch Gewöhnung immer weiter verstärkt wird, schmecken gesunde Lebensmittel irgendwann nicht mehr. Hat sich das Gehirn erst einmal an viel Fett und Zucker gewöhnt, lässt sich dies nicht so schnell wieder auflösen. Denn Ernährungsmuster, die sich über viele Jahre eingeschliffen haben, sind schwer zu eliminieren. Aber Körper und Gehirn können auch wieder "umprogrammiert" werden, sich wieder an weniger fett- und zuckerhaltige Lebensmittel gewöhnen.
Süßstoffe und kognitiver Abbau
Wer auf Zucker verzichten will, greift gern zu Süßstoffen. Jetzt zeigt eine Studie: Das könnte die Hirnalterung beschleunigen. Allerdings gilt das nicht für alle Menschen. Beim Thema Süßstoff beschäftigte sich die Forschung bislang mit zwei zentralen Fragen: Macht er dick oder verursacht er Krebs? Beides ist noch immer nicht abschließend geklärt. Doch schon taucht die nächste Frage auf: Schaden Zuckerersatzstoffe womöglich dem Gehirn? Laut einer neuen Studie der Universität São Paulo, bauen sich Gedächtnis und Denkfähigkeit bei Menschen, die besonders viele Süßstoffe oder sogenannte Zuckeraustauschstoffe konsumieren, schneller ab. Die brasilianische Untersuchung begleitete fast 13.000 Erwachsene über einen Zeitraum von acht Jahren. Die Teilnehmenden machten Angaben zu ihrer Ernährung, darunter auch zu sieben gängigen Zuckeraustauschstoffen.
Süßstoffe: Dazu gehörten Aspartam, Saccharin und Acesulfam-K. Diese Süßungsmittel haben praktisch keine Kalorien, süßen aber zugleich um ein Vielfaches stärker als Zucker. Zuckeraustauschstoffe: Zum anderen wurde der Konsum von Zuckeraustauschstoffen, in diesem Fall Erythrit, Xylit, Sorbit und Tagatose untersucht. Im Vergleich zu Zucker sind die Stoffe in dieser Gruppe der Süßungsmittel lediglich kalorienreduziert. Gleichzeitig ist ihre Süßkraft geringer. Süßungsmittel beider Gruppen sollen Kalorien in Lebensmitteln wie Diät-Limonaden, Energydrinks oder Milchprodukten einsparen - oder sie werden von Konsumentinnen und Konsumenten selbst zum Süßen von Getränken und Speisen verwendet.
Die Forschenden teilten die Teilnehmenden abhängig von ihrem Zuckerersatzstoff-Konsum in drei Gruppen ein. Außerdem absolvierten die Männer und Frauen zu Beginn, in der Mitte und am Ende der Studie kognitive Tests, die ihre Gedächtnis-, Sprach- und Denkfähigkeiten dokumentierten. Das Ergebnis: In der Gruppe der Teilnehmenden, mit dem höchsten Konsum von Zuckerersatzstoffen, gingen die kognitiven Leistungen um 62 Prozent schneller zurück als in der Gruppe mit dem geringsten Konsum. Dies entspricht einer vorzeitigen Alterung des Gehirns um 1,6 Jahre. In der Gruppe mit mittlerem Konsum waren es 35 Prozent, was einer um 1,3 Jahre beschleunigten Alterung entsprach. Besonders betroffen vom geistigen Abbau war neben dem Gedächtnis die sprachliche Ausdrucksfähigkeit. So beobachteten die Forschenden den geistigen Abbau nur bei Personen unter 60 Jahren, aber nicht bei den älteren Teilnehmenden.
„Zuckerersatzstoffe werden häufig als die gesündere Wahl eingeschätzt. Unsere Ergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass sie langfristig negative Folgen für die Gehirngesundheit haben könnten“, erklärt Studienleiterin Claudia Kimie Suemoto. Allerdings lösten nicht alle untersuchten Zuckerersatzstoffe diesen ungünstigen Effekt aus: Tagatose, ein Süßungsmittel natürlichen Ursprungs, hatte zum Beispiel keinen Einfluss auf die kognitiven Leistungen. Es ist denkbar, dass auch andere Stoffe in dieser Hinsicht unbedenklich sind, beispielsweise das natürliche Süßungsmittel Stevia oder auch Mannit oder Sucralose. Dass diese nicht Teil der Untersuchung waren, ist eine Schwäche der Studie. Die Forschenden betonen zudem, dass die Studie lediglich einen statistischen Zusammenhang aufzeigt. Sie kann nicht beweisen, dass die Zuckerersatzstoffe direkt Ursache für den beschleunigten kognitiven Abbau sind.
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