Das autonome Nervensystem (ANS), auch vegetatives Nervensystem genannt, steuert lebenswichtige Körperfunktionen, die nicht willentlich beeinflussbar sind, wie Herzfrequenz, Blutdruck, Atmung, Verdauung, Stoffwechsel, Körpertemperatur und sexuelle Reaktion. Störungen dieses Systems können sich in vielfältigen Symptomen äußern, die oft unspezifisch sind und die Diagnose erschweren. Dieser Artikel beleuchtet die Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlung von autonomen Nervensystem Störungen.
Einführung in das Autonome Nervensystem
Das autonome Nervensystem (ANS) ist ein komplexes Netzwerk, das lebenswichtige Funktionen des Körpers reguliert. Es besteht aus dem Sympathikus, der den Körper auf Aktivität und Stress vorbereitet, und dem Parasympathikus, der für Ruhe und Entspannung zuständig ist. Das enterische Nervensystem steuert die Magen- und Darmtätigkeit. Ein Ungleichgewicht in diesem System kann zu einer Vielzahl von Symptomen führen.
Symptome einer Autonomen Nervensystem Störung
Erkrankungen des autonomen Nervensystems zeigen sich durch neurovegetative Überfunktion oder Unterfunktion. Die Beschwerden können das sympathische, parasympathische oder enterische Nervensystem isoliert oder in Kombination betreffen. Die Vielfalt an unspezifischen Symptomen macht es oft schwierig, ein überreiztes Nervensystem unmittelbar zu erkennen. Daher ergibt sich das Krankheitsbild einer vegetativen Dystonie in der Regel über das Ausschlussverfahren anderer Erkrankungen.
Die Symptome einer autonomen Nervensystem Störung können vielfältig sein und verschiedene Bereiche des Körpers betreffen. Gezielt sollte nach Störungen des Kreislaufs, der Verdauung, des Stoffwechsels inklusive Gewichtsveränderungen, sekretomotorischen Störungen inklusive Schwitzen, aber auch Störungen der Blasenfunktion, Darmentleerung und der Sexualfunktionen gefragt werden. Hier sind einige der häufigsten Symptome:
Kreislaufstörungen: Orthostatische Hypotonie (OH) ist definiert als anhaltender systolischer Blutdruckabfall von mindestens 20 mm Hg systolisch und/oder 10 mm Hg diastolisch innerhalb von 3 min nach dem Aufrichten. Typische Beschwerden sind Schwindel, Verschwommensehen, in die Schultern ausstrahlende Nackenschmerzen (Kleiderbügelschmerz). Diese in Orthostase auftretenden Beschwerden sind v. a. morgens, nach Mahlzeiten oder bei Hitze präsent. Posturales Tachykardiesyndrom (POTS) ist definiert durch einen Herzfrequenzanstieg innerhalb von 10 min nach dem Aufrichten um 30/min gegenüber dem Liegen bzw. durch einen Herzfrequenzanstieg auf 120/min. Betroffene klagen über vielfältige Beschwerden wie ein Leeregefühl im Kopf, Herzrasen, Erschöpfung und Schwäche. Bei der vasovagalen Kreislaufdysregulation kommt es zu einem plötzlichen Versagen des Baroreflexes. Im Ergebnis kann es zu einer vasodepressorischen (Blutdruckabfall um mehr als 50 mmHg systolisch) und/oder kardioinhibitorischen Reaktion (Bradykardie bzw. auch Asystolie) kommen. Es handelt sich um die häufigste Ursache für Synkopen.
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Verdauungsstörungen: Die Störung der Ösophaguspassage geht typischerweise mit einem Völlegefühl und einer Dysphagie einher. Eine verzögerte Magenentleerung beispielsweise bei diabetischer Neuropathie ruft ein vorzeitiges Sättigungsgefühl, Anorexie, ein postprandiales Völlegefühl sowie Bauchschmerzen hervor. Symptome einer Dysmotilität des unteren Darmtraktes sind Obstipation und gelegentlich (nächtliche) Diarrhö.
Störungen der Blasenfunktion: Die Überaktivierung ruft vermehrten Harndrang hervor, der mit häufigen Miktionen, einer Nykturie, aber auch mit einer Inkontinenz einhergehen kann. Bei Detrusorhypokontraktilität kommt es zu einer unvollständigen Blasenentleerung, einer verzögerten Harnentleerung und schließlich einer Überlaufinkontinenz.
Störungen der Schweißsekretion: Generalisierte Hyperhidrose kann bei Hyperthyreose, Hyperkortisolismus und chronischen Infektionen (z. B. Tuberkulose) bzw. auch Tumorerkrankungen (z. B. Lymphomen) auftreten, aber auch als Nebenwirkung einer medikamentösen Behandlung (z. B. Neuroleptika, Trizyklika). Die lokalisierte Hyperhidrose kann kompensatorisch im Rahmen einer generalisierten Anhidrose auftreten. Eine generalisierte Anhidrose kann im Rahmen von Polyneuropathien, autoimmunen ganglionären Neuropathien, Small-Fiber-Neuropathien, myasthenen Syndromen, aber auch neurodegenerativen Erkrankungen wie Multisystematrophie, Morbus Parkinson, Lewy-Body-Erkrankung auftreten. Die Anhidrose kann auch Folge medikamentöser Behandlung z. B. mit Anticholinergika sein.
Sexuelle Dysfunktion: Die neurogene Blasenfunktionsstörung geht oft mit einer erektilen Dysfunktion bei Männern bzw. einer verminderten vaginalen Lubrikation bei Frauen einher.
Zusätzlich zu diesen spezifischen Symptomen können auch allgemeine Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Tagesmüdigkeit, verminderter Antrieb, Schmerzen, Sensibilitätsstörungen, Taubheitsgefühle der Extremitäten, Muskelschwäche und Gangstörungen auftreten.
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Ursachen einer Autonomen Nervensystem Störung
Für eine vegetative Dystonie gibt es oft keine konkrete Ursache. Es können sowohl körperliche, als auch psychische Faktoren eine Rolle spielen. Nicht selten ist es eine Kombination aus beiden. Es gibt eine Vielzahl von Ursachen für autonome Funktionsstörungen. Sofern autoimmune, metabolische, infektiöse oder auch degenerative Ursachen nachweisbar sind, besteht die Möglichkeit, durch Behandlung der Grunderkrankung eine Verbesserung der autonomen Nervenfunktionen zu erzielen. Hier sind einige der häufigsten Ursachen:
Neurologische Erkrankungen: Erkrankungen wie Parkinson, Multiple Sklerose, Multisystematrophie und andere neurodegenerative Erkrankungen können das autonome Nervensystem beeinträchtigen. Störungen des zentralen Nervensystems können auch die Anteile betreffen, die für die Koordination der inneren Organe notwendig sind (z.B. im Bereich der Inselrinde, des Hirnstammes oder Rückenmarks). Sie kommen z.B. nach einem Schlaganfall, einer Verletzung oder bei einer Entzündung wie der Multiplen Sklerose vor. Auch epileptische Anfälle können das autonome Nervensystem kurzfristig durcheinander bringen.
Diabetes mellitus: Diabetes kann zu einer diabetischen Neuropathie führen, die das autonome Nervensystem schädigen kann.
Autoimmunerkrankungen: Erkrankungen wie das Sjögren-Syndrom, Lupus erythematodes und autoimmune ganglionäre Neuropathien können autonome Funktionsstörungen verursachen.
Infektionen: Bestimmte Infektionen können das autonome Nervensystem beeinflussen.
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Medikamente: Sympatholytika, Vasodilatantien, Antidepressiva (bes. trizyklische und tetrazyklische Antidepressiva) und Anti-Parkinson Medikamente (Dopamin Agonisten, L-Dopa, Selegilin) können autonome Funktionsstörungen verursachen. Viele Medikamente beeinflussen das autonome Nervensystem als gewünschte oder unerwünschte Arzneimittelwirkung (z.B. den Blutdruck, Herzschlag, das Schwitzen und die Verdauung).
Vitaminmangel: Ein Mangel an Vitamin B12 kann die Funktion des Nervensystems beeinträchtigen. Autonome Neuropathien im Rahmen von Hypovitaminosen wie beispielsweise dem Vitamin-B12-Mangel sind in der Regel nach Behandlung reversibel.
Psychische Faktoren: Psychologische und soziale Faktoren wie Stress, Sorgen oder Überforderung können sich auf das vegetative Nervensystem auswirken. Oftmals lösen die Beschwerden weitere Ängste bei den Betroffenen aus, da sie befürchten, es könne eine schwerwiegende Erkrankung zugrunde liegen.
Toxische Einflüsse: Alkohol und Chemotherapie können das autonome Nervensystem schädigen.
Diagnose einer Autonomen Nervensystem Störung
Die sorgfältige Anamnese der neurovegetativen Funktionen ist für die Diagnose von Erkrankungen des autonomen Nervensystems entscheidend. Bereits die Anamnese und klinische Untersuchung können helfen, zwischen verschiedenen Ursachen autonomer Funktionsstörungen zu unterscheiden. Das Spektrum klinischer Manifestationen und Funktionsstörungen im Rahmen von Erkrankungen des autonomen Nervensystems erfordert sowohl in der klinischen als auch in der Labordiagnostik ein systematisches Vorgehen. Dringlich ist dies, wenn autonome Funktionsstörungen zu lebensbedrohlichen Zuständen, wie der intestinalen Pseudoobstruktion, einem Harnverhalt, kardialen Arrhythmien, starken Schmerzen oder Synkopen führen. Durch eine sorgfältige Anamnese, gezielte laborchemische Untersuchungen und Zusatzdiagnostik inklusive autonomer Funktionstests sollte v. a. nach behandelbaren Ursachen gesucht werden.
Die Diagnostik umfasst in der Regel folgende Schritte:
Anamnese: Erhebung der Krankengeschichte, einschließlich Medikamenteneinnahme, Vorerkrankungen, Beginn der Beschwerden und Verlauf (akut oder chronisch), durchgemachte Impfungen oder Infektionen sowie Familienanamnese. Zusätzlich zur ausführlichen neurovegetativen Anamnese und sorgfältigen neurologischen Untersuchung sollte die klinische Beurteilung autonomer Funktionen auch die Untersuchung der Pupillengröße und -symmetrie sowohl bei Licht, Dunkelheit als auch bei abwechselnder Pupillenbeleuchtung im Swinging-flashlight-Test erfolgen und ebenfalls die Akkomodationsreaktion einschließen.
Klinische Untersuchung: Orientierend wird das Blutdruck- und Pulsverhalten beim Wechsel vom Liegen ins Stehen untersucht (Schellong-Test). Es sollte nach 2 min Liegen und zu den Zeitpunkten 1 und 2 min nach dem Aufstehen gemessen werden. Die Haut sollte auf Trockenheit bzw.
Laboruntersuchungen: Die Routinelaboruntersuchung zur Abklärung der autonomen Funktionsstörungen umfasst die Messung von Blutzucker, HbA1c, thyreoideastimulierendem Hormon (TSH) und Vitamin B12, Serum- und Urinelektrophorese, Immunfixation (AL-Amyloidose?). Für die Diagnostik der Sjögren-Erkrankung sollten die SSA- und SSB-Antikörper bestimmt werden. Bei allen Patienten mit subakuter Entwicklung autonomer Funktionsstörungen empfiehlt sich die Bestimmung der Antikörper gegen ganglionäre Acetylcholinrezeptoren, gegen spannungsabhängige P/Q- und N-Typ-Kalziumkanäle, gegen spannungsabhängige Kaliumkanäle sowie der Anti-Hu-Antikörper. Im Rahmen der Diagnostik einer Kreislaufdysregulation in Orthostase kann der Vergleich der Katecholaminplasmaspiegel im venösen Blut des Unterarms zwischen Liegen und Stehen hilfreich sein. Es sollten Noradrenalin, Dopamin und Adrenalin im Liegen und 5-10 min nach dem Aufstehen bestimmt werden. Dabei ist zu beachten, dass die Ergebnisse durch die Einnahme von Medikamenten beeinflusst sein können. Andererseits kann ein präsynaptischer Noradrenalin-Mangel bspw. im Rahmen des Pure Autonomic Failure. Sofern bei Patienten mit OH die Dopaminspiegel erhöht und Noradrenalin- bzw.
Apparative Diagnostik:
- 24-Stunden-Blutdruck- und EKG-Monitoring
- Echokardiographie
- Schellong-Test
- Kipptischuntersuchung: Während der Kipptischuntersuchung wird aus der liegenden Position nach wenigen Minuten der Proband in die um 70° aufgerichtete Position gebracht. Die Untersuchungsdauer richtet sich nach dem Auftreten von orthostatischen Beschwerden bzw. einer signifikanten Veränderung von Blutdruck oder Puls im Stehen.
- Autonome Funktionsdiagnostik: Die autonome Funktionsdiagnostik ist zur Einordnung von Typ, Ausprägung und zeitlichem Verlauf der neurovegetativen Funktionsstörungen indiziert und sowohl für die Diagnostik von Parkinson-Erkrankungen und Ataxien als auch bei dem Verdacht auf eine Small-Fiber-Neuropathie oder Ganglionopathie zu empfehlen. Erforderlich ist die Untersuchung der sudomotorischen, kardiovagalen und der vasomotorischen Funktionen. Die vagale Kontrolle des Sinusknotens wird über die Herzratenvariabilität erfasst. Standardtests sind die Stimulation mittels 10-Sekunden-Atmung sowie das Valsalva-Manöver. Dieser rasch bettseitig ausführbare Test beginnt mit der Messung von Blutdruck und Puls im Liegen im zweiminütigen Intervall für etwa 5-10 min. Nachdem sich die Patienten selbstständig aufgerichtet haben, wird die Messung im Stehen über max. Um eine hohe Sensitivität des Tests zu erreichen, sollte die Untersuchung am Morgen durchgeführt werden. Die Patienten sollten noch keine Mahlzeit zu sich genommen haben. Kaffee, Tee, koffeinhaltige Getränke, Alkohol und Zigaretten sollten vor Untersuchung ebenfalls vermieden werden. Antihypertensiva und andere Medikamente mit Einfluss auf den Blutdruck werden möglichst erst nach der Kipptischuntersuchung eingenommen.
- Hautbiopsien: Die Bestimmung der intraepidermalen Dichte markloser Fasern anhand von Hautbiopsien kann zur Diagnostik einer Small-Fiber-Neuropathie beitragen.
Weitere Untersuchungen: Bei anhaltenden Beschwerden bzw. unklarer Ursache können ophthalmologische, urologische, gastroenterologische und endokrinologische Untersuchungen erforderlich sein.
Behandlung einer Autonomen Nervensystem Störung
Die Behandlung erfordert eine individuelle Herangehensweise, die sich an der eigentlichen Ursache und der Lebenssituation der Patienten orientiert. Neben der Behandlung der Symptome erfolgen immunmodulatorische Therapien, das Management von Diabetes oder die Behandlung der Amyloidose. Autonome Neuropathien im Rahmen von Hypovitaminosen wie beispielsweise dem Vitamin-B12-Mangel sind in der Regel nach Behandlung reversibel. Die Basis einer erfolgreichen Behandlung bildet die Aufklärung der Patienten über die Ursache neurovegetativer Symptome und die Auswirkung der autonomen Funktionsstörung.
Die Behandlung fokussiert auf die Linderung von Symptomen orthostatischer Intoleranz und die Vermeidung von Stürzen. Ein leitliniengerechtes standardisiertes Vorgehen kann die Zahl der Krankenhaustage reduzieren, die Anzahl der apparativen und Laboruntersuchungen verringern und hilft, Kosten in der Gesundheitsversorgung von Patienten mit Synkopen einzusparen.
Hier sind einige der wichtigsten Behandlungsansätze:
Behandlung der Grunderkrankung: Wenn eine spezifische Ursache für die autonome Funktionsstörung identifiziert wurde (z. B. Diabetes, Autoimmunerkrankung), sollte diese behandelt werden.
Symptomatische Therapie: Tab. 1 gibt eine Übersicht zu symptomatischen Therapiemöglichkeiten autonomer Funktionsstörungen.
- Orthostatische Hypotonie: Bei der orthostatischen Hypotonie sollten Patienten auch atypische Beschwerden wie Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen in Orthostase kennen, damit ungünstige Faktoren wie Volumenmangel oder Immobilisation vermieden werden. Nichtmedikamentöse KreislaufmaßnahmenPatientenaufklärung inkl. Ernährung: wenig Fett, ballaststoffarm
- Gastrointestinale Störungen: DomperidonUAW: QT-Zeit-Verlängerung MetoclopramidBei Parkinson kontraindiziert Pyridostigmin, ErythromycinUAW: s.
- Vasovagale Synkopen: In der ISSUE-III-Studie wurde nachgewiesen, dass Patienten im Alter >40 Jahre mit Asystolien von >3 s Dauer im Rahmen wiederkehrender vasovagaler Synkopen von Zweikammerschrittmachern profitieren. Hiermit ließ sich das Risiko erneuter Synkopen um 57 % reduzieren.
Medikamentöse Therapie: Je nach Symptomatik können verschiedene Medikamente eingesetzt werden, z. B. zur Behandlung von orthostatischer Hypotonie, Blasenfunktionsstörungen oder gastrointestinalen Beschwerden.
Physiotherapie: Physiotherapeutische Maßnahmen können helfen, die Körperhaltung zu verbessern und die Muskelkraft zu stärken, was insbesondere bei orthostatischer Hypotonie von Bedeutung ist.
Psychotherapie: Wenn psychische Faktoren eine Rolle spielen, kann eine Psychotherapie hilfreich sein, um Stress zu reduzieren und den Umgang mit den Beschwerden zu erlernen. Wenn kein Hinweis auf eine organische Ursache zugrunde liegt, zählen sowohl psycho- und physiotherapeutische Maßnahmen, als auch der Einsatz bestimmter Medikamente zu den möglichen Behandlungsmethoden.
Pflanzliche und homöopathische Mittel: Pflanzliche oder homöopathische Mittel können hierbei eine unterstützende Therapieoption sein, da sie eine gute Verträglichkeit bei geringem Gewöhnungspotenzial aufweisen, dies trifft jedoch nicht auf alle pflanzlichen Arzneimittel zu. Gelber Jasmin und Schlangenwurzel können bei Schwindel, nervlich bedingtem Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Beschwerden Linderung verschaffen.
Lebensstiländerungen:
- Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten kann die Gesundheit des autonomen Nervensystems unterstützen.
- Schlaf: Ausreichend schlafen: Ein gesunder Schlaf ist unerlässlich für die Stressbewältigung und Regeneration des Nervensystems. Dazu sollte die Schlafumgebung eine Temperatur von etwa 18 Grad haben und sich gut abdunkeln lassen. Fernseher oder mobile Geräte wie Smartphones sollten abends ausgeschaltet werden, um Ablenkung und laute Geräusche zu vermeiden. Deftiges Essen, Alkohol und Stress am Abend können die Schlafqualität erheblich beeinträchtigen. Besser sind daher leicht verdauliche Speisen und warme Getränke wie Tee am Abend.
- Entspannungstechniken: Entspannungsmethoden erlernen und anwenden: Entspannungsmethoden wie Yoga, Meditation oder andere Achtsamkeitsübungen können dabei helfen, das Stresslevel zu senken und das Nervensystem wieder zu beruhigen.
Vorsorge und Stärkung des Vegetativen Nervensystems
Bei einer vegetativen Störung ist es wichtig, die Balance zwischen Körper und Psyche wiederherzustellen.
- Stressmanagement: Stress reduzieren und Entspannungstechniken erlernen.
- Ausgewogene Ernährung: Vitaminmangel, insbesondere ein Mangel an Vitamin B12, kann die Funktion des Nervensystems beeinträchtigen.
- Schlafhygiene: regelmäßiger Wach-/Schlafrhythmus, angenehme und schlaffördernde Schlafumgebung (Temperatur, Licht, Geräusche) schaffen, Mittagsruhe (Nickerchen, „Siesta“) ideal 20 Minuten, max.
- Hydrotherapie: Wechsel von Wärmereiz und Kältereiz regen Regulation an, z.B.
- Sport und Bewegung: Sport/ Bewegung, Ausdauertraining (z.B.
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