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Einführung
Streptococcus vestibularis ist ein Bakterium, das zur Gruppe der Viridans-Streptokokken gehört. Diese Bakterien sind grampositiv und besiedeln üblicherweise den oberen Verdauungstrakt von Primaten, einschließlich des Menschen. Obwohl sie oft als kommensale Organismen betrachtet werden, können sie unter bestimmten Umständen auch Krankheiten verursachen.
Eigenschaften von Streptococcus vestibularis
Streptococcus vestibularis ist ein grampositives Bakterium, das zur Gruppe der Viridans-Streptokokken gehört. Viridans-Streptokokken sind eine heterogene Gruppe von Streptokokkenarten, die sich durch ihre Fähigkeit auszeichnen, auf Blutagar eine grünliche Verfärbung (Alpha-Hämolyse) zu verursachen. Sie sind fakultativ anaerob, was bedeutet, dass sie sowohl in Gegenwart als auch in Abwesenheit von Sauerstoff wachsen können.
Vorkommen und Bedeutung
Streptococcus vestibularis kommt natürlicherweise im oberen Verdauungstrakt von Primaten vor, einschließlich des Menschen. Es wird angenommen, dass es Teil der normalen Mikroflora ist und eine Rolle bei der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts des Mikrobioms spielt. In den meisten Fällen verursacht es keine Probleme, aber unter bestimmten Umständen kann es zu opportunistischen Infektionen kommen.
Streptococcus vestibularis als Krankheitserreger
Obwohl Streptococcus vestibularis normalerweise als harmloser Besiedler des Verdauungstrakts gilt, kann es unter bestimmten Bedingungen auch Krankheiten verursachen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das Immunsystem geschwächt ist oder wenn das Bakterium in normalerweise sterile Bereiche des Körpers gelangt.
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Mögliche Infektionen
Ein Fallbericht beschreibt den Nachweis von Streptococcus vestibularis im Herzen und der Niere eines Schimpansen, der an einer eitrig-nekrotisierenden Endo- und Myokarditis verstarb. Als mögliche Eintrittspforten für eine hämatogene Streuung des Keims wurden lytische Zahnfächer und eine ulzerative Kolitis in Betracht gezogen.
Es ist wichtig zu beachten, dass dies ein Einzelfall ist und dass weitere Forschung erforderlich ist, um die Rolle von Streptococcus vestibularis bei der Entstehung von Herzerkrankungen vollständig zu verstehen.
Risikofaktoren
Zu den Risikofaktoren für eine Infektion mit Streptococcus vestibularis gehören:
- Geschwächtes Immunsystem: Personen mit einem geschwächten Immunsystem, beispielsweise aufgrund von HIV/AIDS, Chemotherapie oder Immunsuppressiva, sind anfälliger für opportunistische Infektionen.
- Eingriffe im Mundbereich: Zahnärztliche Eingriffe oder andere Eingriffe im Mundbereich können es dem Bakterium ermöglichen, in die Blutbahn zu gelangen.
- Vorerkrankungen: Bestimmte Vorerkrankungen, wie z. B. ulzerative Kolitis, können das Risiko einer Infektion erhöhen.
Diagnose und Behandlung
Der Nachweis von Streptococcus vestibularis erfolgt in der Regel durch mikrobiologische Untersuchung von Gewebeproben oder Körperflüssigkeiten. Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Antibiotika. Die Wahl des Antibiotikums hängt von der Art und Schwere der Infektion sowie von der Empfindlichkeit des Bakteriums ab.
Fallstudie: Streptococcus vestibularis bei einem Schimpansen
Ein Bericht beschreibt den Fall eines 41-jährigen weiblichen Schimpansen, der nach einer Computertomografie in der Narkoseaufwachphase verstarb. Pathohistologische Untersuchungen ergaben eine mittelgradige, myokardiale Fibrose in beiden Ventrikeln sowie eine mittelgradige, eitrig-nekrotisierende Endo- und Myokarditis im rechten Herzohr. In der Lunge wurden zahlreiche Herzfehlerzellen gefunden. Weiterhin wies das Tier eine geringgradige, multifokale, eitrige Entzündung in Lunge und Niere auf.
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Mittels einer mikrobiologischen Untersuchung wurde in Herz und Niere Streptococcus (S.) vestibularis nachgewiesen. Als Eintrittspforte für eine hämatogene Streuung des Keims kommen in diesem Fall insbesondere die aufgefundenen lytischen Zahnfächer und eine ulzerative Kolitis infrage.
Das Herzversagen ist wahrscheinlich auf das parallele Auftreten von myokardialen Fibrosen, einer akuten eitrigen Endo- und Myokarditis mit Sepsis und die Wirkung von Anästhetika zurückzuführen.
Dieser Fall unterstreicht, dass Streptococcus vestibularis unter bestimmten Umständen auch bei Tieren zu schweren Erkrankungen führen kann.
Prävention
Da Streptococcus vestibularis Teil der normalen Mikroflora des Verdauungstrakts ist, ist es schwierig, eine Infektion vollständig zu verhindern. Es gibt jedoch Maßnahmen, die ergriffen werden können, um das Risiko einer Infektion zu verringern:
- Gute Mundhygiene: Regelmäßiges Zähneputzen und die Verwendung von Zahnseide können dazu beitragen, die Anzahl der Bakterien im Mund zu reduzieren.
- Vermeidung von unnötigen Eingriffen im Mundbereich: Zahnärztliche Eingriffe sollten nur dann durchgeführt werden, wenn sie medizinisch notwendig sind.
- Stärkung des Immunsystems: Eine gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung können dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken.
- Behandlung von Vorerkrankungen: Vorerkrankungen, wie z. B. ulzerative Kolitis, sollten behandelt werden, um das Risiko einer Infektion zu verringern.
Herzprobleme bei Primaten: Ein Überblick
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind bei erwachsenen Primaten ein häufiges Problem. Degenerative Prozesse wie Myokardfibrose und Arteriosklerose sowie Herzrhythmusstörungen scheinen multifaktoriell bedingt zu sein und können bei Schimpansen zu Narkosezwischenfällen führen. Im Fall des Schimpansen spielten wahrscheinlich das parallele Auftreten von Myokardfibrose, eine akute eitrige Endo- und Myokarditis mit Sepsis und die Wirkung von Anästhetika eine Rolle beim Herzversagen. Dies unterstreicht die Bedeutung der Berücksichtigung verschiedener Faktoren bei der Diagnose und Behandlung von Herzerkrankungen bei Primaten. Es gibt nur wenige Beschreibungen von infektiösen Herzerkrankungen bei Schimpansen, und die Ursache bleibt meist unklar.
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