Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die Anwendungsgebiete und möglichen Nebenwirkungen von Bepanthen Salbe und verwandten Produkten. Dabei werden verschiedene Perspektiven berücksichtigt, von der Anwendung in der Wundheilung bis hin zu speziellen Fällen wie Taubheitsgefühlen im Mundraum.
Einleitung
Bepanthen Salbe, bekannt für ihre wundheilungsfördernden Eigenschaften, wird vielseitig eingesetzt. Es ist jedoch wichtig, sich über mögliche Nebenwirkungen und korrekte Anwendungen zu informieren, um die Vorteile optimal nutzen zu können.
Wundheilung und Desinfektion: Ein Überblick über Alternativen
Neben Bepanthen gibt es eine Reihe von Alternativen zur Wundheilung und Desinfektion, die je nach Art und Schwere der Verletzung geeignet sind.
Desinfektionsmittel und ihre Anwendung
- Octenisept-Lösung: Eine farblose Lösung zur schmerzlosen Desinfektion, aufgetragen mit Wattestäbchen, Kompressen oder Spray.
- PVP-Jod-Lösung (z. B. Braunol, Betaisodona): Wirksam zur Desinfektion, jedoch besteht bei großen Wundflächen die Gefahr der Jod-Resorption. Flecken können mit Natriumthiosulfat entfernt werden.
- Wasserstoffperoxid-Lösung 3 %: Zur Spülung verunreinigter Wunden und abgestorbenem Gewebe. Nachspülen mit Kochsalzlösung ist erforderlich.
Förderung der Wundheilung
- Panthenol-Spray (Bepanthen-Schaumspray): Fördert die Wundheilung bei oberflächlichen Wunden.
- Iruxol N Salbe: Für die enzymatische Wundreinigung bei abgestorbenem Gewebe.
- NaCl 0,9 %: Zur Wundspülung, ohne eigene Wirkstoffe.
Blutstillung
- Eisenchlorid: Selbst herstellbare Lösung zur raschen Blutstillung, jedoch im Schnabel- und Augenbereich nur bei Lebensgefahr anwenden.
Kamistad Gel: Anwendung und mögliche Nebenwirkungen
Kamistad Gel wird zur Behandlung von Entzündungen im Mundraum eingesetzt. Es enthält Kamille und Lidocainhydrochlorid, ein sanftes Betäubungsmittel.
Anwendung von Kamistad Gel
Kamistad Gel hilft schnell und einfach dabei, wunde Regionen schneller abheilen zu lassen und dämmt den lästigen Schmerz ein, der mit Entzündungen in der Mundhöhle einhergeht. Die Salbe kann mehrmals täglich, jedoch nicht länger als eine Woche angewendet werden.
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Mögliche Nebenwirkungen
- Taubheitsgefühl: Durch den Wirkstoff Lidocainhydrochlorid kann ein leichtes Taubheitsgefühl entstehen. Bei stärkerem Taubheitsgefühl wurde eventuell zu viel Salbe aufgetragen.
- Seltene Nebenwirkungen: Leichtes Brennen oder allergische Reaktionen sind selten möglich. Bei Allergien gegen Korbblütengewächse, Lidocain oder Kamille ist von der Anwendung abzuraten.
Kytta Wärmecreme mit Capsaicin: Anwendungsgebiete und Vorsichtsmaßnahmen
Kytta Wärmecreme mit Capsaicin ist ein pflanzliches Arzneimittel zur äußerlichen Behandlung von Muskelschmerzen im Bereich der Schulter, Hals- und Lendenwirbelsäule bei Weichteilrheumatismus und Verspannungen.
Anwendungsgebiete
Kytta Wärmecreme mit Capsaicin wird äußerlich angewendet zur Linderung von Muskelschmerzen im Bereich der Schulter, Hals- und Lendenwirbelsäule bei Weichteilrheumatismus und Verspannungen.
Wichtige Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Nicht anwenden bei: Allergie gegen Cayennepfefferzubereitungen oder Rosmarinöl, auf geschädigter Haut (Verbrennungen, Verletzungen, Entzündungen, Ekzemen, Wunden).
- Vorsicht: Bei akuten Zuständen mit Rötung, Schwellung oder Überwärmung von Gelenken, andauernden Gelenkbeschwerden oder heftigen Rückenschmerzen sollte ein Arzt aufgesucht werden.
- Vermeiden: Kontakt mit Augen, Schleimhäuten oder offenen Wunden. Keine zusätzliche Wärmeanwendung (Bestrahlung, Heizkissen).
- Hautreizungen: Emulgierender Cetylstearylalkohol (Typ A) und Wollwachs können örtlich begrenzt Hautreizungen hervorrufen.
- Schwangerschaft und Stillzeit: Sollte nicht angewendet werden.
Mögliche Nebenwirkungen
- Häufigkeit nicht abschätzbar: Rötungen, Juckreiz sowie Brennen, Stechen und Schmerzen der Haut im Bereich der Auftragestelle.
- Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (urtikarieller Hautausschlag) in Form von Quaddeln, Bläschen und Juckreiz.
- Bei unsachgemäßer Anwendung: Husten und Niesen durch Reizung der Schleimhäute.
Flurbiprofen Spray: Linderung von Halsschmerzen und mögliche Nebenwirkungen
Flurbiprofen Spray wird zur kurzzeitigen Linderung von Halsschmerzen wie Entzündungen der Rachenschleimhaut, Schmerzen, Schwellungen und Schluckbeschwerden bei Erwachsenen ab 18 Jahren angewendet.
Anwendungshinweise
- Dosierung: Bei Bedarf alle 3 - 6 Stunden eine Dosis von 3 Sprühstößen in den hinteren Rachenraum einsprühen. Höchstens 5 Dosen in einem Zeitraum von 24 Stunden anwenden.
- Anwendungsdauer: Nicht länger als 3 Tage anwenden, es sei denn, Ihr Arzt hat es Ihnen verordnet.
- Nicht anwenden bei: Allergie gegen Flurbiprofen, andere NSAR, Acetylsalicylsäure, Geschwüre oder Blutungen im Magen-/Darmbereich, schwerwiegende Herz-, Nieren- oder Leberschwäche, Schwangerschaft (letzte drei Monate), Alter unter 18 Jahren.
Mögliche Nebenwirkungen
- Häufig: Schwindel, Kopfschmerzen, Reizung im Rachenraum, Geschwüre im Mund, Schmerzen oder Taubheit im Mund, Halsschmerzen, Übelkeit und Durchfall, Kribbeln und Juckreiz der Haut.
- Gelegentlich: Schläfrigkeit, Blasenbildung im Mund oder Rachenraum, Taubheitsgefühl im Rachen, Bauchschmerzen, trockener Mund, veränderter Geschmackssinn, Hautausschläge, Müdigkeit oder Schwierigkeiten beim Einschlafen.
- Nicht bekannt: Blutarmut, Schwellungen, Bluthochdruck, Herzinsuffizienz oder Herzinfarkt, Hepatitis.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bei den ersten Anzeichen von Hautreaktionen oder anderen Anzeichen einer allergischen Reaktion die Anwendung abbrechen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen.
- Informieren Sie Ihren Arzt bei ungewöhnlichen Symptomen im Bauch (vor allem Blutungen).
- Sprechen Sie mit einem Arzt, wenn es Ihnen nicht besser geht, es Ihnen schlechter geht oder neue Symptome auftreten.
Narbenpflege nach Operationen
Die Narbenpflege ist ein wichtiger Teil des Heilungsprozesses nach einer Operation. Ziel ist es, eine unauffällige, weiche, elastische, flache, blasse und symptomfreie Narbe zu erhalten.
Allgemeine Maßnahmen
- Reinigung: Nach Entfernen von Pflastern und Verbänden die Narben täglich mit milder, parfümfreier Seife oder Waschlotion duschen.
- Feuchtigkeitspflege: 2 x täglich hauchdünn mit einer neutralen fetthaltigen Creme eincremen.
- Sonnenschutz: Im ersten Jahr nach der Operation die Narben konsequent mit Sunblocker und Sonnencreme (LSF 50+) vor direktem Sonnenlicht schützen.
Spezielle Narbenbehandlungen
- Silikongel-Präparate (z.B. Dermatix-Gel®): 2 x täglich hauchdünn auftragen.
- Silikongelpflaster (z.B. Scarban® oder Hansaplast Narben Reduktion®): Auf die Länge der Narbe zuschneiden und aufkleben.
- Narbenmassagen: Ab 3 Wochen nach dem Eingriff 2-3 x täglich für 5-10 Minuten kleine kreisförmige Massagen mit den Fingerspitzen unter Ausübung von leichtem Druck entlang und um die Narbe herum ausführen.
Komplikationen
- Wundheilungsstörungen: Verstärkte Schmerzen, Schwellung, Rötung, Fieber oder Schüttelfrost sowie vermehrte Entleerung von Sekret aus der Narbe. Umgehend einen Arzt aufsuchen.
- Überschießende Narbengewebsbildung: Verstärktes Jucken, Brennen, zunehmende Rötung der Narben sowie Vermehrung und/oder Verhärtung des Narbengewebes. Besondere Behandlung notwendig.
Missempfindungen und Taubheitsgefühl
Missempfindungen oder Taubheitsgefühl im Bereich der Narben sind in der Regel von vorübergehender Natur und bessern sich im Laufe der Narbenreifung. Selten können diese aber auch dauerhaft bestehen bleiben.
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Pencivir Creme: Anwendung und mögliche Nebenwirkungen bei Lippenherpes
Pencivir Creme wird zur schnellen und effektiven Bekämpfung von Lippenherpes eingesetzt.
Anwendungshinweise
- Anwendungsbeginn: Möglichst unmittelbar nach dem Auftreten der ersten Krankheitserscheinungen (z. B. Brennen, Juckreiz) anwenden.
- Anwendungsdauer: Insgesamt 4 Tage (entsprechend 96 Stunden) fortführen.
- Dosierung: Dünn auf die infizierten Hautstellen auftragen.
- Hinweis: Nach dem Essen anwenden.
Mögliche Nebenwirkungen
- Gelegentlich: Reaktionen an den behandelten Hautabschnitten (z. B. vorübergehendes Brennen, Stechen, Taubheitsgefühl).
- Einzelfälle: Überempfindlichkeitsreaktionen.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Nicht auf Schleimhäuten (z. B. im Mund oder Genitalbereich) anwenden.
- Ohne ärztlichen Rat nicht länger als 4-5 Tage anwenden.
Schnittwunden: Wann zum Arzt?
Kleine, oberflächliche Schnittwunden heilen in der Regel innerhalb weniger Tage ab. Bei größeren und tieferen Schnittwunden sollte ein Arzt aufgesucht werden, insbesondere wenn:
- Die Schnittwunde größer als 1 cm ist oder sich im Gesicht befindet.
- Die Blutung sich nicht stillen lässt.
- Sich der Bereich der Schnittwunde taub anfühlt.
- Sich Fremdkörper tiefer in der Wunde befinden.
- Kein sicherer Tetanus-Impfschutz vorhanden ist.
Anzeichen einer Entzündung
Wenn die Schnittwunde geschwollen ist, pocht oder sich Schmerzen, eine Rötung oder Fieber bemerkbar machen, sind dies Zeichen, dass sich die Schnittwunde entzündet hat. Auch hier ist ein Arztbesuch dringend ratsam.
Diabetische Neuropathie: Nervenschäden bei Diabetes
Mehr als die Hälfte der Diabetiker entwickeln im Laufe der Erkrankung Nervenschäden, die sich meist zuerst an den Füßen zeigen.
Symptome
Oft kribbeln die Füße, brennen oder schmerzen. Manchmal geht sogar das Gefühl ganz verloren und die Füße oder auch Hände fühlen sich taub an.
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Vorbeugung und Behandlung
- Gute Blutzuckereinstellung: Die beste Möglichkeit, Nervenschäden vorzubeugen und ein Fortschreiten zu verhindern, sind gut eingestellte Blutzuckerwerte.
- Verzicht auf Nervengifte: Auch auf Nervengifte wie Alkohol und Nikotin sollte möglichst verzichtet werden.
- Medikamentöse Therapie: In vielen Fällen besteht die Möglichkeit, mit Medikamenten gegenzusteuern.
- Weitere Behandlungsansätze: Reizstromverfahren TENS, Einnahme von B-Vitaminen und Folsäure, ausreichend Bewegung, Fußbäder und Fußpflege.
- Füße kontrollieren: Kontrollieren Sie als Diabetiker täglich Ihre Füße auf kleinere Verletzungen.
Chlorhexidin: Anwendung und Wirkung bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum
Chlorhexidin wird zur vorübergehenden Keimzahlverminderung und Unterstützung der Heilungsprozesse bei Entzündungen des Mund- und Rachenraumes eingesetzt.
Anwendungsgebiete
Die Anwendungsgebiete reichen von Halsschmerzen und Mundgeruch über Schleimhaut- und Zahnfleischentzündungen bis zur Nachsorge nach zahn- oder kiefermedizinischen Eingriffen.
Wirkungsweise
Chlorhexidin gehört zu den oberflächenaktiven Ammoniumverbindungen mit bakterizider Wirkung. Es hat eine breite antimikrobielle Wirkung gegen grampositive und gramnegative Bakterien sowie Hautpilze und Hefen.
Anwendungshinweise
- Gel: Ein- bis zweimal täglich mit Wattestäbchen oder Applikator auf die entzündete(n) Stelle(n) im Mundraum auftragen.
- Zahnpasta: Ein- bis zweimal täglich wie eine Zahnpasta mit einer angefeuchteten Zahnbürste anwenden.
- Lösung: Eine Minute lang im Mund spülen, anschließend ausspucken, nicht schlucken und nicht mit Wasser nachspülen.
- Spray: Zweimal täglich 12 Sprühstöße gleichmäßig auf die betroffenen Stellen sprühen.
Wechselwirkungen
Chlorhexidinlösungen werden durch anionische Substanzen, die in der Regel ein Bestandteil üblicher Zahnpasten sind, in der Wirkung beeinträchtigt.
Pantothensäure (Vitamin B5): Bedeutung für Haut, Haare und Wundheilung
Die Pantothensäure heißt auch Vitamin B5 und kommt praktisch in jeder Körperzelle vor. Sie ist für unterschiedliche Prozesse im gesamten Organismus bedeutsam: für die Energiegewinnung, den Eiweiß- und Fettstoffwechsel, das Wachstum und auch für das Nervensystem.
Wirkung
- Fördert die Neubildung von Granulationsgewebe und somit die Wundheilung (Epithelisierung).
- Bindet Feuchtigkeit in der Haut.
- Wirkt schwach antiphlogistisch und stillt Juckreiz.
Anwendungsgebiete
- Lokale Anwendung: Salbe, Creme, Wundbalsam, Spray, Nasentropfen und -sprays zur Hautpflege, bei Haarproblemen, beim Wundliegen, bei Wunden, Fissuren, Rhagaden, bei Verbrennung und Verbrühungen 1. Grades.
- Orale Anwendung: Bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, Mundtrockenheit, Reflux-Ösophagitis, Gastritis, Colitis ulcerosa.
Burning-Feet-Syndrom
Pantothensäure kann bei Patienten, die am Burning-Feet-Syndrom leiden, in Tagesdosen von 200 mg bis 500 mg oral supplementiert werden.
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