Das Taubheitsgefühl im Fuß, insbesondere an der Oberseite, ist ein häufiges Symptom, das viele Menschen beunruhigt. Dieses Thema hat im Jahr 2025 zunehmend an Relevanz gewonnen. Studien zeigen, dass solche Missempfindungen, darunter Kribbeln und Taubheit, nicht nur in den Beinen auftreten können, sondern auch in Armen, Händen, Füßen, Zehen und im Gesicht.Das Gefühl von eingeschlafenen oder tauben Füßen kann die Freude am Sport mindern, die Leistungsfähigkeit einschränken oder sogar zu Verletzungen führen.
Was bedeutet ein Taubheitsgefühl im Fuß?
Ein Taubheitsgefühl im Fuß tritt auf, wenn die Nerven in den betroffenen Bereichen weniger aktiv oder geschädigt sind. Dies kann zu einer verminderten Empfindung in den Fußpartien führen. Viele Betroffene beschreiben ihr Empfinden als pelzig oder kribbelnd - ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Diese Symptome können sowohl vorübergehend als auch dauerhaft auftreten und sind oft ein Hinweis auf eine mögliche Nervenschädigung im Fuß.
Ursachen für Taubheitsgefühle im Fuß
Die Ursachen für ein Taubheitsgefühl im Fuß sind vielfältig und können von neurologischen Erkrankungen bis hin zu durchblutungsbedingten Faktoren reichen. Eine präzise Diagnose ist entscheidend, um die richtige Behandlung einzuleiten.
Neurologische Ursachen
Taubheitsgefühle im Fuß können auf verschiedene neurologische Probleme hindeuten. Diabetes ist ein wesentlicher Risikofaktor für Polyneuropathie, da unausgeglichene Blutzuckerwerte die Nerven schädigen können. Auch ein Mangel an Vitamin B12 kann taubheitsähnliche Symptome hervorrufen. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung trägt zur Vorbeugung bei.
Eine Schädigung des Zentralnervensystems (Gehirn oder Rückenmark), die die motorischen Bahnen zum betroffenen Bein beeinträchtigt, kann eine zentrale Fußheberschwäche verursachen. Auslöser kann zum Beispiel ein Schlaganfall, eine Rückenmarksverletzung oder ein Schädel-Hirn-Trauma sein. Auch Tumore, Blutungen oder Entwicklungsstörungen kommen als Ursache infrage.
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Nervenerkrankungen wie eine Multiple Sklerose können zu einer Fußheberschwäche führen.
Durchblutungsbedingte Faktoren
Durchblutungsstörungen zählen zu den häufigsten Ursachen für Taubheit im Fuß und betreffen vor allem Personen ab 50 Jahren. In Deutschland leiden etwa vier Millionen Menschen an Arteriosklerose, der Hauptursache für solche Störungen. Eine gesunde Lebensweise, einschließlich regelmäßigem Sport und der Vermeidung von zu engen Schuhen, kann das Risiko von Durchblutungsstörungen und damit verbundenen Taubheitsgefühlen erheblich senken.
Mechanische und strukturelle Gründe
Mechanische Ursachen, wie Nervenkompression durch enge Schuhe oder Engpass-Syndrome (z.B. Morton Neurom), können ebenfalls zu Taubheitsgefühlen im Fuß führen. Bandscheibenvorfälle und andere Wirbelsäulenprobleme spielen hier ebenfalls eine Rolle. Bei Verdacht auf solche Ursachen ist eine ärztliche Untersuchung unerlässlich. Die häufigste Ursache ist ein Bandscheibenvorfall, der auf die Nervenwurzel L5 drückt.
Systemische Erkrankungen
Systemische Erkrankungen, darunter Diabetes und Schilddrüsenunterfunktion, können ebenfalls zu Taubheitsgefühlen führen. Dauerhaft hohe Blutzuckerwerte können die Nerven schädigen und sich durch Symptome wie Kribbeln oder Taubheit äußern. Eine gute Kontrolle der Grunderkrankung ist entscheidend für Ihre Fußgesundheit.
Weitere Ursachen
Weitere Gründe können zum Beispiel Verletzungen, das Tragen von Kompressionsstrümpfen oder lange Bettlägerigkeit, aber auch Verengungen oder Erkrankungen sein, die Druck auf den Wadenbeinnerv ausüben. Auch Nervenerkrankungen wie eine Multiple Sklerose können zu einer Fußheberschwäche führen.
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Taubheitsgefühl beim Sport
Das Einschlafen der Füße beim Joggen ist ein verbreitetes Phänomen, das bei Laufenden zu Unsicherheiten und Unwohlsein führen kann. Das Gefühl von eingeschlafenen oder tauben Füßen beim Joggen betrifft viele Laufbegeisterte - vom Freizeitläufer bis zum ambitionierten Marathonie. Das temporäre Kribbeln bis hin zu Taubheit kann die Freude am Sport mindern, die Leistungsfähigkeit einschränken oder sogar zu Verletzungen führen.
Ursachen für taube Füße beim Joggen
- Falsches Schuhwerk: Falsch sitzende, zu enge oder alte Laufschuhe sind eine der häufigsten Ursachen für eingeschlafene Füße beim Joggen. Während des Laufens dehnen sich die Füße leicht aus - wer mit zu knappen Modellen startet, hat am Ende des Trainings schnell das Nachsehen. Deshalb lohnt es sich, Laufschuhe mindestens eine halbe Nummer größer zu wählen und bei der Schnürung bewusst auf Lockerheit zu achten. Nicht nur der Schuh selbst, auch die Wahl der Socken spielt eine Rolle. Zu dicke oder schlecht sitzende Modelle können ebenso einschränken wie zu enge Kompressionsstrümpfe. Am besten eignen sich dünne, nahtarme Socken, die nicht verrutschen und trotzdem genug Bewegungsfreiheit lassen.
- Inkorrekte Lauftechnik: Eine nicht-optimale Lauftechnik, wie ein dominanter Fersenaufsatz oder übermäßiger Druck auf den Vorderfuß, kann die Durchblutung stören oder Nerven irritieren. Die Art, wie wir laufen, beeinflusst die Druckverteilung im Fuß. Ein übermäßiger Fersenaufsatz oder zu lange Schritte verlagern die Belastung und können den Nervendruck erhöhen. Wer seine Schrittfrequenz leicht steigert und den Aufsatz mehr unter den Körperschwerpunkt verlegt, entlastet die Strukturen im Fuß. Eine Untersuchung bezüglich des Overstriding-Phänomens, bei dem die Ferse zuerst den Boden berührt, hat gezeigt, dass die Kontaktzeit des Fußes mit dem Boden verlängert wird. Das kann noch verstärkt werden, wenn man nur auf dem gleichen Untergrund läuft, zum Beispiel auf Asphalt, sagt Vivek Babaria, D.O., Arzt für interventionelle Wirbelsäulen- und Sportmedizin.
- Überlastung: Unter ständiger Belastung, besonders bei langen Distanzen oder ungünstigen Trainingsbedingungen, kann es zu Irritationen peripherer Nerven kommen.
- Verspannungen im Oberkörper: Verspannungen im Schulter- und Brustbereich oder zu weit von der Seite wegschwingende Arme können die Haltung so verändern, dass die Durchblutung des Unterkörpers behindert wird. "Es ist wichtig, den Oberkörper beim Laufen zu entspannen und die Arme nah an den Seiten zu halten, denn wenn der Körper steif ist oder die Hände verkrampft sind, geht die Energie in die Schultern und Hände", sagt er.
- Flüssigkeitsmangel: Bei Hitze, hoher Belastung oder falscher Flüssigkeitszufuhr können die Füße anschwellen. Das verändert den Sitz im Schuh und verstärkt den Druck auf Nerven und Blutgefäße.
- Anatomische Ursachen: In manchen Fällen stecken anatomische oder neurologische Ursachen dahinter. Ein Morton-Neurom, also eine Verdickung eines Nervs zwischen den Zehen, führt typischerweise zu Taubheitsgefühlen im Vorfuß. Das Tarsal-Tunnel-Syndrom, bei dem ein Nerv am Innenknöchel eingeengt wird, kann ebenfalls belastungsabhängig auftreten. Auch Probleme im Rücken, wie eine Nervenwurzelreizung, sind möglich.
Was tun bei tauben Füßen beim Joggen?
- Schuhwerk überprüfen: Achte auf gutsitzende Schuhe, eine korrekte Cleat-Position und eine optimale Sattel- und Lenker-Einstellung. Wer neue Schuhe kauft, sollte sie nachmittags anprobieren - dann sind die Füße leicht angeschwollen und der Sitz entspricht eher der Belastung im Training.
- Lauftechnik anpassen: Auch kleine Technikänderungen, wie kürzere Schritte oder ein gleichmäßigerer Aufsatz, können schon viel bewirken. Mehr Abwechslung beim Laufen in Bezug auf das Terrain ist in vielerlei Hinsicht von Vorteil, auch für die Gesundheit der Füße. So müssen sich zum Beispiel Gelenke und Bänder anpassen, wenn du auf einem Untergrund wie Kies, einem Trail oder Gras läufst. "Das ist gut, denn es werden dann verschiedene Muskeln beansprucht, die für Stabilität und Halt sorgen.
- Flüssigkeitshaushalt beachten: Bei längeren Läufen lohnt es sich, regelmäßig auf den Flüssigkeitshaushalt zu achten und übermäßige Schwellung zu vermeiden.
- Sportmedizinische Abklärung: Bleiben die Beschwerden bestehen oder verschlimmern sie sich, ist eine sportmedizinische Abklärung sinnvoll.
Taubheitsgefühl beim Radfahren
Einer der häufigsten Gründe für taube Zehen beim Radfahren ist das Tragen falscher Schuhe. Zu enge oder schlechtsitzende Schuhe können Druck auf die Zehen, Zehengelenke, den Vorfußbereich und die diesen Bereich versorgenden Nerven ausüben, was im schlimmsten Fall zu Taubheitsgefühlen führt.
Weitere Ursachen beim Radfahren
- Falsche Position der Cleats: Cleats, die zu weit vorn positioniert sind, können, neben erhöhter Belastung der Wadenmuskulatur, zusätzlichen Druck auf den Fußballen und die Nerven ausüben, was letztlich zu Taubheitsgefühlen in den Zehen führt. Sind Cleats indessen zu weit hinten angebracht, drückt eventuell zu viel Kraft auf weiches Gewebe und Muskelansätze im Fußgewölbe, was ebenso Schmerzen auslöst. Eine falsche Positionierung der Cleats kann überdies die Beinachse manipulieren und dadurch den entsprechenden Nerv schon im Knie oder Hüftgelenk, durch die Kompression des Nervenkanals, unnötig reizen.
- Falsche Pedale: Ähnliche Beschwerden wie bei der falschen Positionierung von Cleats können auch bei normalen Pedalen, sogenannten flat pedals, auftreten, die im Allgemeinen von Tourenfahrerinnen oder auch Radlerinnen mit Citybikes gefahren werden. Ist deren Fläche zu klein, bietet sie zu wenig Grip oder ist sie sogar zu stark nach innen oder außen abfallend, sind Schmerzen programmiert.
- Falsche Sattelhöhe: Manchmal liegt die Ursache für Taubheitsgefühle in den Zehen auch an einem falsch eingestellten Fahrradsattel, beziehungsweise Sattelhöhe. Ein zu hoher oder zu niedriger Sattel kann dazu führen, dass durch die daraus entstehende Beckenkippung zu viel Druck auf den Nervenbahnen ausgeübt wird.
- Schlechte Durchblutung: Schlechte Durchblutung der Füße führt mitunter ebenso zu tauben Zehen. Daher solltest du immer darauf achten, dass alle Köperteile gut durchblutet sind. Enganliegende Schuhe oder Socken, die die Durchblutung einschränken, sind häufige Ursachen für Einschränkungen. Kälte kann ebenfalls die Blutzufuhr zu den Zehen verringern und Taubheitsgefühle hervorrufen.
Tipps zur Vorbeugung beim Radfahren
- Richtige Radschuhe: Allein die richtigen Radschuhe können schon die Lösung für das Problem sein. Achte darum darauf, dass deine Radschuhe gut passen und weder zu eng noch zu locker sind. Schuhe mit ausreichend Platz im Zehenbereich und guter Belüftung sind ideal. Spezielle Einlegesohlen können ebenfalls helfen, den Druck effizienter zu verteilen und die Durchblutung zu verbessern.
- Cleats richtig positionieren: Die richtige Positionierung der Cleats ist entscheidend, um Druckstellen und Fehlstellungen des Fußes und somit oft auch Schmerzen im Knie zu vermeiden. Lass die Cleats am besten von einem Fachmann einstellen oder nutze spezielle Tools zur Positionierung.
- Sattel überprüfen: Überprüfe die Höhe und Neigung Deines Sattels. Ein gut eingestellter Sattel kann den Druck auf die Füße reduzieren und somit Taubheitsgefühle und Fußschmerzen verhindern. Ein ergonomisch angepasster Sattel - die Breite sollte an den Abstand der Sitzknochen angepasst sein und sowohl die Form des Sattels als auch seine Oberfläche sollten ergonomischen Anforderungen entsprechen - kann ebenfalls dazu beitragen, Beschwerden zu minimieren.
- Regelmäßige Pausen: Lege beim Fahren regelmäßig Pausen ein, um die Füße zu entlasten und somit die Durchblutung - durch Vermeidung von Engstellen am Verlauf von Blutbahnen - zu fördern.
- Moderate Einfahrphase: Profi-Tipp: Immer eine moderarte Einfahrphase einlegen.
Fußheberschwäche
Betroffene einer Fußheberschwäche können die Fußspitze nicht mehr anheben. Dadurch geraten sie aus dem Tritt und kommen öfter ins Stolpern. Auslöser können bestimmte Krankheiten sein. Beim Laufen sendet das Gehirn Signale an das Rückenmark, und von dort gehen die Impulse zur Bewegung an die Beinnerven. Dazu gehört auch der Wadenbeinnerv (Nervus peroneus), der das Anheben der Fußspitze steuert. Ist der Signalweg zum Wadenbeinnerv unterbrochen, führt das zu Problemen beim Laufen. Je nach Ausprägung kann eine Fußheberschwäche zu Einschränkungen im Alltag führen, da die betroffenen Personen weniger mobil sind.
Symptome einer Fußheberschwäche
Die Fußheberschwäche äußert sich durch verschiedene Symptome. Durch die Lähmung des Wadenbeinnervs können die Betroffenen den Fuß nicht mehr richtig anheben. Dies führt zu verschiedenen Problemen beim Gehen, von Experten auch Gangstörungen genannt. Typisch ist zum Beispiel, dass Menschen mit einer Fußheberschwäche den Fuß beim Gehen seitlich nachziehen, ihn mit einem seitlichen Hüftschwung nach vorne setzen oder auch das Bein übertrieben hochheben, um nicht über den herabhängenden Fuß zu stolpern. Letzteres bezeichnen Mediziner als Storchen- oder Steppergang. Darüber hinaus fällt es Betroffenen schwer, den Fuß beim Gehen abzurollen. Deshalb setzen sie oft entweder die ganze Fußsohle, nur die äußere Kante oder den vorderen Bereich des Fußes auf den Boden auf. Häufig verkrallen und verkrampfen sich dabei die Zehen.
Aufgrund der genannten Beschwerden kommt es nicht nur zu Einschränkungen der Mobilität, auch die Gefahr für einen Sturz ist erhöht. Denn die Betroffenen können die Bewegung des Fußes schlecht kontrollieren. Als Folge des gestörten Bewegungsablaufes kommt es zudem häufig zu Fehlhaltungen. Diese können Muskulatur und Gelenke beeinträchtigen. Unbehandelt kann eine Fußheberschwäche mit der Zeit zu Schmerzen in Rücken, Knie, Hüfte oder Becken führen.
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Behandlung einer Fußheberschwäche
Die Behandlung einer Fußheberschwäche richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Ziel ist es, die Funktionsfähigkeit des betroffenen Nervs ganz oder teilweise wiederherzustellen. Ist dies zum Beispiel aufgrund einer starken Schädigung nicht möglich, können verschiedene Maßnahmen die Gangsicherheit verbessern und Komplikationen wie Fehlstellungen oder Muskelabbau verhindern.
- Bandagen und Schienen: Bandagen erleichtern das Heben des Fußes, helfen die noch vorhandene Fußmuskulatur zu stärken und unterstützen den Bewegungsablauf beim Gehen. Sie stabilisieren das Sprunggelenk und verhindern, dass die betroffene Person umknickt und stürzt. Es gibt auch spezielle Schienen (Orthesen), die das Heben des Fußes unterstützen können. Sie können individuell an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden, je nachdem, wie viel Flexibilität und Stabilität nötig ist. Die sogenannten Orthesen können das Heben des Fußes unterstützen.
- Elektrostimulation: Eine Manschette, die am Unterschenkel sitzt, sendet elektrische Signale über den Peroneusnerv an die bei der Hebung des Fußes beteiligten Muskeln. Sie ist quasi eine Art Schrittmacher für den Fuß. Die Elektrostimulation ist allerdings nur für einige Fälle der zentralen Fußheberschwäche geeignet. Zudem ist es wichtig, dass der Peroneunsnerv intakt ist.
- Physiotherapie: Ein zentraler Bestandteil der Behandlung einer Fußheberschwäche ist die Physiotherapie. Das gezielte Training der Fußhebermuskulatur verhindert den Abbau von Muskelmasse und sorgt gleichzeitig dafür, dass die Funktion des Peroneusnervs durch die regelmäßige Stimulation verbessert wird. Zudem stärkt die Physiotherapie die umliegenden Muskeln, die mitunter die Funktion beeinträchtigter Muskelgruppen übernehmen können.
Übungen zur Linderung einer Fußheberschwäche
Gezieltes Muskeltraining kann helfen, die Beschwerden einer Fußheberschwäche zu lindern. Ideal ist es, barfuß zu trainieren, das stärkt nicht nur die Muskulatur des Fußhebers, sondern auch der Zehen und des gesamten Fußes. Folgende vier Übungen können Sie ganz einfach zu Hause durchführen:
- Trommeln mit den Füßen: Auf einen weichen Untergrund stellen, den rechten Fuß heben und die Fußspitze mehrmals nach oben heben und wieder absenken, mal schneller, mal langsamer. Das Ganze mit dem linken Fuß wiederholen und dann immer wieder abwechseln für mindestens 30 Sekunden. Wer unsicher steht, kann sich mit der Hand zum Beispiel an einem Stuhl festhalten oder die Übung im Sitzen machen.
- Fußrücken anspannen: Aufrecht mit gestreckten Beinen auf den Boden setzen, Hände neben der Hüfte abstützen, langer Rücken. Dann die Zehen nach oben Richtung Körper ziehen, ein paar Sekunden halten, langsam wieder loslassen. So lange wiederholen, bis die Muskeln spürbar werden.
- Stehen auf einem Bein: Auf den Boden stellen, Füße etwa hüftbreit auseinander. Langsam ein Bein vom Boden abheben, mindestens zehn Sekunden halten, Gleichgewicht halten und wieder absetzen. Wer unsicher steht, kann sich mit der Hand festhalten. Beidseitig üben.
- Gegenstände mit den Zehen greifen: Auf den Boden stellen, Füße etwa hüftbreit aufstellen. Vor sich auf den Boden ein Handtuch, ein T-Shirt, eine Zeitung oder Ähnliches legen und versuchen, diese Gegenstände mit den Zehen vom Boden aufzuheben, woanders abzulegen oder zum Beispiel zu falten.
Wichtig ist, nicht zu viel, dafür aber regelmäßig zu trainieren, also zum Beispiel jeden Tag eine andere Übung zu machen.
Diagnostik
Die Feststellung einer Fußheberschwäche erfordert eine gründliche körperliche Untersuchung und gegebenenfalls weitere diagnostische Tests, die meist von einem Neurologen durchgeführt werden.
Zunächst erfolgt in der Regel eine ausführliche Anamnese. Dabei werden Informationen über deine Krankengeschichte, deine Symptome, frühere Verletzungen oder Erkrankungen und den Verlauf der Beschwerden gesammelt.
Anschließend wird der Arzt typischerweise eine Untersuchung durchführen, um deine Muskelfunktionen, die Reflexe, die Empfindung und die Beweglichkeit des Fußes und Unterschenkels zu überprüfen. Häufig nimmt der Arzt zusätzlich eine Ganganalyse vor. Dadurch lässt sich dein Gangbild beurteilen und feststellen, welche Auffälligkeiten beim Gehen vorliegen.
Darüber hinaus kann der Arzt auch verschiedene neurologische Untersuchungen durchführen, um die Funktion deiner Nerven und Muskeln im Bereich des Fußhebers zu überprüfen. Dazu gehören Reflextests, Muskelkrafttests, Empfindungstests und Koordinationstests.
Bei Bedarf kann der Neurologe eine Elektroneurographie (ein diagnostisches Verfahren, das verwendet wird, um die elektrische Aktivität der Muskeln und die Funktionsweise der Nerven zu bewerten) durchführen. Dies kann dabei helfen, festzustellen, ob bei dir eine Nervenschädigung vorliegt und wie schwerwiegend sie ist.
In bestimmten Fällen wird der Arzt auch Röntgenaufnahmen, eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder eine Computertomographie (CT) durchführen lassen.
Nervenreizung
Die Symptome einer Nervenreizung können im Vergleich mit Beschwerden infolge anderer Ursachen manchmal verblüffend ähnlich sein. Ob Nerven ursächlich eine Rolle spielen, kann aber in einer genauen neurologischen Untersuchung in der Regel geklärt werden.
Hinter einer Nervenreizung oder Nervenverletzung können ganz verschiedene Ursachen stecken. Eine „one size fits all“ Therapie gibt es nicht.
Symptome einer Nervenreizung
- Überempfindlichkeit: Bei Nervenschmerzen findet sich in der betroffenen Hautregion auch oft eine Überempfindlichkeit (med.
- Schmerzart: Nervenschmerzen werden auch oft als „brennend”, „wie Feuer”, auch als „Wundschmerz”, oder „wie nach Sonnenbrand” etc.
- Mißempfindungen: Häufig treten auch Mißempfindungen auf. Das Fachwort ist Parästhesien.
- Taubheitsgefühl: Berührung wird nicht oder nur abgeschwächt empfunden.
- Schwäche: Sollte eine Schwäche einzelner Muskeln auftreten, kann dies ebenfalls Auswirkung einer Nervenläsion sein.
- Muskelkrämpfe: Auch Muskelkrämpfe können Folge einer Nervenreizung sein (viel seltener als allgemein angenommen liegt ein Magnesiummangel zugrunde).
Ursachen für Nervenreizungen
Prinzipiell kann eine Überregbarkeit des Nerven durch Probleme an verschiedenen Stellen hervorgerufen werden: im Verlauf der gesamten Nervenbahnen vom Kopf durch das Rückenmark, an der Bandscheibe vorbei aus der Wirbelsäule austretendend, sowie im weiteren Verlauf von Armen und Beinen bis zu den entsprechenden Muskeln.
Durch bestimmte Bewegungen können Nerven auch überdehnt werden; dies passiert typischerweise an Stellen, an denen ein Nerv nach einem kurzen „freien“ Verlauf einen Befestigungspunkt erreicht; dies kann bei einem Sturz auf die Schulter passieren (Truncus superior des Plexus brachialis, Wurzeln C5, C6), bei Umknicken im Sprunggelenk (N. peroneus), bei Überkopf-Wurfbewegungen (N.
Ein Beispiel für eine Nervenschädigung durch Reibung ist die Verlagerung des sog. N. Schnittverletzungen, starke Überdehnung, Knochenbrüche u.a.
Diagnostik bei Nervenreizungen
Nach einer zunächst weiter gefaßten Abklärung (Durchblutungsstörungen, Laboruntersuchungen mit Frage nach Schilddrüsenfuntkionsstörung, Elektrolytmangel o.a.) kommen spezielle neurologische Untersuchungen zum Einsatz. Es geht im nächsten Schritt um eine gezielte Untersuchung der Nervenfunktion, insbesondere der die Muskeln ansteuernden Nervenfasern.
Weiterhin kann man die Nerven im Nervenultraschall anschauen; hier ist unmittelbar sichtbar, ob eine Kontinuitätsunterbrechung, eine Einklemmung, eine Schwellung o.a. auch ein unphysiologischer Druck von außen kann vorkommen, z.B. durch Sportgeräte, oder z.B.
Muskelkrämpfe
Muskelkrämpfe können vielfältige Ursachen haben. Beispielsweise steckt hinter Muskelkrämpfen bei sportlicher Betätigung oft ein Elektrolytmangel. Auch in fortgeschrittenem Alter kommt es immer wieder zu Muskelkrämpfen, typischerweise kommt es in der Nacht zu einer schmerzhaften Verkrampfung von Waden- und Fußmuskeln. Oft wird ein Mineralienmangel vermutet. Nicht immer hilft aber die Einnahme von Elektrolytgetränken beim Sport oder auch die regelmäßige Einnahme von Magnesium. Wenn Muskelkrämpfe häufig auftreten (Faustregel: > 3x pro Woche), bzw.
Die Ursachen von Muskelkrämpfen wie gesagt vielfältig. Krämpfe gehen meist gar nicht vom Muskel selbst aus, sondern vielmehr von den Nerven, die den Muskel ansteuern. Es sind dies die gleichen Nerven, die auch die normalen Muskelbewegungen steuern. Auch dann werden Muskeln angespannt, der Impuls kommt von dem verantwortlichen Nerven. Wenn ein Nerv nun unkontrollierte ständige Signale an den Muskel sendet, sich zu kontrahieren, resultiert das in einem Muskelkrampf. Ein Muskelkrampf wird also hervorgerufen durch eine Überaktivität der verantwortlichen Nerven - dies wiederum ist Folge einer Nervenüberreizung (Hyperexzitabilität).
Fazit
Taubheitsgefühle im Fuß sind ein komplexes Thema mit vielfältigen Ursachen. Es ist wichtig, die Symptome ernst zu nehmen und eine frühzeitige Diagnose und Behandlung durch einen Arzt oder Spezialisten in Anspruch zu nehmen. Durch gezielte Maßnahmen wie die Anpassung des Schuhwerks, die Optimierung der Lauftechnik, regelmäßige Übungen und gegebenenfalls medizinische Interventionen können die Beschwerden gelindert und die Lebensqualität verbessert werden.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die häufigsten Ursachen für Taubheitsgefühle an der Fußoberseite?
Die häufigsten Ursachen sind neurologische Störungen wie Polyneuropathien, Durchblutungsstörungen, mechanische Faktoren und systemische Erkrankungen wie Diabetes.
Wann sollte ich bei Taubheitsgefühlen im Fuß einen Arzt aufsuchen?
Suchen Sie einen Arzt auf, wenn die Symptome länger anhalten, sich verschlimmern oder mit Schmerzen oder Schwellungen einhergehen.
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