Trigeminusneuralgie: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Die Trigeminusneuralgie ist eine der intensivsten Schmerzerkrankungen, die ein Mensch erleben kann. Diese neurologische Störung verursacht plötzliche, blitzartige Schmerzattacken im Gesicht, die das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen können. Jedes Jahr erhalten in den Vereinigten Staaten etwa 140.000 bis 150.000 Menschen die Diagnose Trigeminusneuralgie. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, und die meisten Fälle entwickeln sich nach dem 50. Lebensjahr.

Was ist Trigeminusneuralgie?

Neuralgie, insbesondere die Trigeminusneuralgie, gehört zu den intensivsten Schmerzerkrankungen, die ein Mensch erleben kann. Die Prognose bei Trigeminusneuralgie ist individuell sehr unterschiedlich und hängt von mehreren Faktoren ab. Es ist wichtig zu verstehen, dass eine Diagnose dieser Erkrankung nicht bedeutet, dass Sie sich einem Leben voller Schmerzen ergeben müssen.

Obwohl die Trigeminusneuralgie nicht lebensbedrohlich ist, kann sie das Leben erheblich beeinflussen. Einfache Aktivitäten wie Kauen, Sprechen, Lächeln oder Zähneputzen können kurze, aber intensive Schmerzattacken auslösen, was die Erkrankung sowohl zu einem körperlichen als auch emotionalen Problem macht. Viele Menschen erleben längere schmerzfreie Phasen, gefolgt von Perioden, in denen die Schmerzen wiederkehren.

Ursachen der Trigeminusneuralgie

Bei der Trigeminusneuralgie unterscheidet man einerseits die Ursachen der Erkrankung und andererseits die Triggerreize (Auslöser) der jeweiligen Schmerzattacken.

Die Symptome der klassischen Trigeminusneuralgie entstehen wahrscheinlich durch elektrische Ladungsübersprünge zwischen dem Blutgefäß, welches eng am Nervus trigeminus (fünfte Hirnnerv) anliegt, und dem Nerv selbst.

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Neben der klassischen Trigeminusneuralgie, der häufigsten Form, gibt es noch die sekundäre und die idiopathische. Die Schmerzen einer sekundären Trigeminusneuralgie, von der auch häufiger jüngere Menschen betroffen sind, gehen auf Erkrankungen wie Multiple Sklerose, einen Tumor oder zum Beispiel Fehlbildungen von Gefäßen zurück. Lassen sich trotz typischer Symptome keine konkreten Ursachen finden, sprechen Mediziner von einer so genannten idiopathischen Trigeminusneuralgie, einer Neuralgie ohne erkennbare Ursache.

Ein Blutgefäß, das den Nerv komprimiert, erklärt Prof. Dr. Jens Lehmberg, Neurochirurg der München Klinik Bogenhausen. Das passiert an der besonders sensiblen Stelle, an der der Nerv in den Hirnstamm eintritt. Der Druck des Gefäßes verformt und schädigt damit Strukturen im Nervengewebe, das die reizleitenden Zellen umhüllt. Blutgefäße werden im Laufe des Lebens länger, was den Druck auf besonders sensible Strukturen erhöhen kann. Das erklärt auch, warum die Trigeminusneuralgie vorwiegend im fortgeschrittenen Alter auftritt.

Triggerreize

Nicht immer sind es ausschließlich blitzartig einschießende, sekundenlang anhaltende Schmerzen, die dadurch ausgelöst werden. Während die symptomatische Trigeminusneuralgie meist durch eine Grunderkrankung ausgelöst wird, gibt es bei der klassischen Form sogenannte Triggerreize. Diese beziehen sich nicht auf die Ursache der Erkrankung selbst, sondern auf den Auslöser der jeweiligen Schmerzattacke. Die Trigger können bei der Trigeminusneuralgie sehr unterschiedlich sein. Oft rufen ganz alltägliche Dinge den Schmerz hervor. Dazu gehören:

  • Berühren des Gesichtes
  • Lächeln beziehungsweise Lachen
  • Kauen beziehungsweise Essen kalter oder heißer Speisen
  • Trinken
  • Zähneputzen
  • Waschen des Gesichtes
  • Sprechen
  • Auftragen von Make-up
  • Rasieren
  • Zugluft

Unabhängig von Triggerreizen können die stechenden Schmerzen auch spontan auftreten, das heißt ohne Anlass. Sie strahlen meist in eines, selten in mehrere der drei Territorien der Gesichtshälfte aus, die durch die Äste des Nervus trigeminus versorgt werden. Am häufigsten ist der Gesichtsbereich betroffen, der vom Unterkieferast versorgt wird, seltener der Bereich des Oberkieferastes und in sehr seltenen Fällen der Bereich des Augenastes.

Da Patient:innen versuchen, mögliche Ursachen zu vermeiden, hat die Neuralgie nicht nur durch den starken Gesichtsschmerz selbst einen Einfluss auf die Lebensqualität.

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Symptome der Trigeminusneuralgie

Einschießende, starke Schmerzen und Schmerzattacken im Gesicht sind typische Symptome einer Trigeminusneuralgie. Oft lässt sich die Ursache eindeutig bestimmen. Es genügt eine kleine Bewegung, ein Kauen oder Schlucken und eine starke, fast unerträgliche Schmerzattacke fährt ins Gesicht. Ursache kann eine Trigeminusneuralgie sein, eine seltene, chronische Schmerzerkrankung des Trigeminusnervs. Wiederkehrende, stechende, blitzartig einschießende, starke Schmerzattacken in einer Gesichtshälfte sind typische Symptome einer Trigeminusneuralgie. Sie halten Sekundenbruchteile bis maximal ein bis zwei Minuten an. In schweren Fällen können bis zu 100 Attacken pro Tag auftreten. Auch spontane Schmerzen ohne Auslöser sind möglich, ebenso wie Dauerschmerzen bei vereinzelten Patienten.

Der Trigeminusnerv leitet Sinnesempfindungen und Schmerzsignale aus dem Gesicht zum Gehirn, ist aber auch an der motorischen Steuerung der Kaumuskulatur beteiligt. Er besteht aus drei Hauptästen, die am sogenannten Ganglion Gasseri am Hirnstamm wurzeln. Sie versorgen jeweils die Regionen um die Augen, den Oberkiefer und den Unterkiefer.

Die Krankheit tritt am häufigsten zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr auf. Aber auch Jüngere können an einer Trigeminusneuralgie erkranken. Der Verlauf ist oft episodenartig. Das bedeutet, die Schmerzen können für Tage, Wochen und sogar Monate wieder verschwinden. Frauen leiden mit rund 60 Prozent rund ein Fünftel öfter an einer Trigeminusneuralgie als Männer mit rund 40 Prozent.

Gesichtsschmerzen können viele Ursachen haben. Wichtig ist deshalb eine eindeutige Diagnose. Immer wieder werden Patientinnen und Patienten mit einer Trigeminusneuralgie falsch behandelt, oft zahnmedizinisch, obwohl keine Zahnprobleme vorliegen. Das lindert weder die Schmerzen noch beseitigt es die Ursachen einer Trigeminusneuralgie.

Weitere Symptome und Anzeichen

Bei der Trigeminusneuralgie schießen blitzartig Schmerzen in eine Gesichtshälfte ein. Manchmal passiert das ohne äußeren Anlass und kann so schmerzhaft und überraschend sein, dass die Betroffenen für Sekunden wie gelähmt sind. Oft gibt es aber auch auslösende Faktoren („Trigger“). Patienten berichten von folgenden Symptomen, die einzeln oder in Kombination auftreten können:

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  • Schwere blitzartige Schmerzen, die sich wie ein Elektroschock anfühlen
  • Spontane starke Schmerzen, die durch Berührung des Gesichtes oder Kauen und Sprechen ausgelöst werden
  • Serien hintereinander einschießender, starker Schmerzen, die wenige Sekunden bis Minuten anhalten
  • Episoden schwerer Schmerzattacken über Wochen oder Monate, die sich mit Perioden abwechseln, in denen Betroffene keine Schmerzen haben
  • Ein andauerndes, brennendes Gefühl kann bereits vor dem eigentlichen Auftreten des Gesichtsschmerzes vorhanden sein
  • Schmerzen in der Region, die vom Trigeminusnerv versorgt werden, beispielsweise Augen, Wange, Lippen, Kiefer, Zähne, Zahnfleisch

Während bei der klassischen Trigeminusneuralgie zwischen den bis zu 100 Schmerzattacken am Tag in der Regel Beschwerdefreiheit besteht, sind bei Patient:innen mit der symptomatischen Form die Schmerzen meist dauerhaft. Denkbar sind zudem auch Gefühlstörungen oder motorische Ausfälle im Versorgungsbereich des Nervus trigeminus. Nicht zuletzt ist der Augenast bei der symptomatischen Form häufiger betroffen, als bei der klassischen Form.

Auswirkungen der Trigeminusneuralgie auf den Alltag

Die Trigeminusneuralgie hat tiefgreifende Auswirkungen auf praktisch jeden Aspekt des täglichen Lebens. Körperlich gesehen können selbst die grundlegendsten Aktivitäten zur Herausforderung werden. Die Nahrungsaufnahme wird oft zu einem Problem. Das Kauen kann starke Schmerzen verursachen, was dazu führt, daß Betroffene ihre Ernährung umstellen müssen. Viele Menschen mit Trigeminusneuralgie wechseln zu weicheren Nahrungsmitteln, um die Belastung des Kiefers zu reduzieren. Dies kann zu Ernährungsproblemen führen, wenn die Auswahl an Lebensmitteln zu stark eingeschränkt wird.

Im Berufsleben können die Auswirkungen erheblich sein. Berufe, die viel Kommunikation erfordern, werden besonders schwierig, da Sprechen eine häufige Schmerzursache ist. Die Unvorhersehbarkeit der Attacken macht es schwer, Arbeitsverpflichtungen zuverlässig zu erfüllen.

Soziale Beziehungen leiden häufig unter der Erkrankung. Familienfeiern, Treffen mit Freunden oder romantische Beziehungen können beeinträchtigt werden, wenn Aktivitäten wie gemeinsames Essen, Lachen oder Küssen Schmerzen auslösen können. Freizeitaktivitäten und Hobbys müssen oft angepasst oder aufgegeben werden.

Komplikationen bei unbehandelter Trigeminusneuralgie

Wenn die Trigeminusneuralgie unbehandelt bleibt, entwickelt sich die Erkrankung typischerweise in einem Muster von Schmerzattacken und schmerzfreien Intervallen. Ohne Intervention können sich die Schmerzattacken im Laufe der Zeit verändern. Einige Betroffene erleben lange Zeiträume, in denen sie keine Schmerzen haben, und dann kehren die Beschwerden zurück. Zwischen den akuten Schmerzattacken können manche Betroffenen auch andere Empfindungen wahrnehmen. Ein besonders herausfordernder Aspekt der unbehandelten Trigeminusneuralgie ist, daß alltägliche Aktivitäten zu Auslösern werden können.

Die Komplikationen bei Trigeminusneuralgie sind vielfältig und betreffen sowohl die körperliche als auch die seelische Gesundheit. Eine der schwerwiegendsten Folgen ist die emotionale Belastung, die durch chronische Schmerzen entsteht. Chronische Schmerzen können emotional sehr erschöpfend sein. Viele Betroffene entwickeln Angstzustände oder Depressionen als Reaktion auf die ständige Unsicherheit, wann die nächste Schmerzattacke eintreten wird. Die Angst vor dem Schmerz selbst kann manchmal genauso belastend sein wie der tatsächliche Schmerz.

Eine weitere Komplikation ist die mögliche Verschlechterung der Symptome im Laufe der Zeit. Ohne angemessene Behandlung können die Schmerzattacken häufiger und intensiver werden. Die schmerzfreien Intervalle zwischen den Attacken können kürzer werden, was zu einem nahezu konstanten Schmerzzustand führen kann.

Soziale Isolation ist eine weitere häufige Komplikation. Da alltägliche soziale Aktivitäten wie Essen in Restaurants, Gespräche mit Freunden oder das Teilnehmen an Veranstaltungen Schmerzattacken auslösen können, ziehen sich viele Betroffene aus dem gesellschaftlichen Leben zurück.

Schlafstörungen können ebenfalls auftreten, insbesondere wenn die Schmerzen nachts auftreten oder wenn die Sorge um kommende Schmerzattacken das Einschlafen erschwert.

Diagnose der Trigeminusneuralgie

Eine Trigeminusneuralgie lässt sich aufgrund der typischen, triggerbaren Schmerzen durch klinische Untersuchungen eindeutig diagnostizieren. Ein zusätzliches MRT dient vor allem dazu, einen Tumor als Ursache auszuschließen. Wichtig ist auch die Abgrenzung von anderen Erkrankungen, wie zum Beispiel einer Trigeminusneuropathie. Bei einer Neuropathie ist der Trigeminusnerv selbst geschädigt.

Behandlungsmöglichkeiten der Trigeminusneuralgie

Mit Hilfe eines erfahrenen Facharztes für Gesichtsschmerzen können Sie einen Behandlungsplan entwickeln, der auf Ihre individuelle Situation zugeschnitten ist. Medizin oder andere Behandlungen können oft dazu führen, daß die Schmerzen verschwinden.

Eine Trigeminusneuralgie wird konservativ mit dem Medikament Carbamazepin behandelt, das eigentlich aus der Therapie gegen Epilepsie kommt. Es verhindert, dass die Nervenzellen schnelle Stromimpulse abfeuern. Allerdings sind Müdigkeit, Schwindel und Übelkeit häufige Nebenwirkungen. Weitere Medikamente können ergänzend oder bei akuten Schmerzattacken zusätzlich eingesetzt werden.

Das einzige Verfahren, das die eigentliche Ursache der klassischen Trigeminusneuralgie beseitigt, ist die minimalinvasive Jannetta-Operation oder mikrovaskuläre Dekompression, kurz MVD. Bei diesem Eingriff wird das Gefäß, das auf den Trigeminusnerven drückt, durch eine Schlinge oder künstliches Material so gelagert und fixiert, dass der Nerv dauerhaft entlastet wird. Anschließend wird die kleine Eröffnung des Schädels, durch die der Eingriff vorgenommen wird, wieder verschlossen. Nur wenige Tage Klinikaufenthalt sind notwendig. Rund 98 Prozent der Patienten sind anschließend schmerzfrei oder verspüren eine deutliche Schmerzlinderung. Bei etwas weniger als zehn Prozent der Patientinnen und Patienten kommt es im Laufe der Zeit zu einem Rückfall mit neuerlichen Schmerzen. Das wiederum hängt oft mit dem Zeitpunkt des Eingriffs zusammen.

Ist die minimalinvasive Jannetta-Operation zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, gibt es eine Reihe weiterer Therapieoptionen. Sie alle zielen auf unterschiedliche Weise darauf ab, bestimmte Bereiche der Nervenwurzel zu veröden und damit Schmerzen zu verhindern. Die strahlentherapeutische Radiochirurgie ist ein nichtinvasives Verfahren. Mit einer hochpräzisen Strahlenquelle, zum Beispiel dem so genannten Gamma- oder auch dem Cyber-Knife, wird die Wurzel des Trigeminusnervs einmalig bestrahlt. Außerdem gibt es noch weitere, solche als Ablation bezeichnete Therapieverfahren. Sie alle werden minimalinvasiv mit einer Punktion durchgeführt, ohne dass dabei aber die Schädeldecke eröffnet werden muss. Die Thermokoagulation zum Beispiel nutzt zur Verödung die Hitze einer Radiofrequenz-Sonde, die Glyzerinhizolyse eine chemische Behandlung und die Ballonkompression mechanischen Druck.

Entscheidend für Patientinnen und Patienten ist, sich in spezialisierten Zentren beraten und behandeln zu lassen, die eine große Palette an Verfahren anbieten. Auch für Akupunktur zur Behandlung einer Trigeminusneuralgie gibt es eine Reihe Studien, die auf positive Effekte hinweisen. Grundsätzliche Belege fehlen bisher aber noch.

Bewältigungsstrategien

Es gibt verschiedene Bewältigungsstrategien, die helfen können, mit den Einschränkungen umzugehen. Das Führen eines Schmerztagebuchs kann dabei helfen, Auslöser zu identifizieren und zu vermeiden. Notieren Sie, wann Sie Schmerzen haben und was Sie gerade getan haben, als diese begannen. Beispiele für Auslöser können kalter Wind, Gähnen oder Rasieren sein. Vermeiden oder begrenzen Sie diese Auslöser, wenn möglich.

Emotionale Bewältigungsstrategien sind ebenfalls wichtig. Stressmanagement kann helfen, da Stress die Nervensensibilität erhöhen und Schmerzattacken auslösen kann. Die Verbesserung der Schlafqualität ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Schlechter Schlaf kann Schmerzen intensiver wirken lassen. Die Verbindung zu einem Berater, einer Selbsthilfegruppe oder vertrauenswürdigen Freunden kann Stress reduzieren und das emotionale Wohlbefinden verbessern. Ermutigen Sie Ihren Angehörigen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn die emotionale Belastung zu groß wird. Denken Sie darüber nach, einer Selbsthilfegruppe mit anderen Menschen beizutreten, die dieses Problem haben.

Warme Kompressen können angespannte Gesichtsmuskeln entspannen und während Schmerzattacken lindernde Erleichterung bieten. Bei Bedarf können auch kalte Packungen, in ein Tuch gewickelt, scharfe Schmerzen betäuben und Entzündungen reduzieren.

Ernährungsanpassungen können ebenfalls hilfreich sein. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, da selbst leichte Dehydration Nerven und Muskeln reizen kann. Achtsamkeitstechniken können dabei helfen, mit Schmerzen umzugehen.

Unterstützung für Familienmitglieder

Für Familienmitglieder und nahestehende Personen ist es wichtig zu verstehen, wie sie einem geliebten Menschen mit Trigeminusneuralgie helfen können. Die Erkrankung betrifft nicht nur die betroffene Person selbst, sondern hat Auswirkungen auf die gesamte Familie. Zunächst ist es wichtig, daß Familienmitglieder sich über die Trigeminusneuralgie informieren. Je mehr Sie über die Erkrankung, ihre Symptome und Auslöser wissen, desto besser können Sie die Situation Ihres Angehörigen verstehen und empathisch reagieren. Diese Erkrankung ist für Außenstehende oft unsichtbar, was es schwierig machen kann, das Ausmaß der Schmerzen zu begreifen.

Emotionale Unterstützung ist von entscheidender Bedeutung. Chronische Schmerzen können emotional sehr belastend sein. Ermutigen Sie Ihren Angehörigen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn die emotionale Belastung zu groß wird. Denken Sie darüber nach, einer Selbsthilfegruppe mit anderen Menschen beizutreten, die dieses Problem haben.

Im Hinblick auf klinische Studien sollten Familienmitglieder wissen, daß die Forschung zur Trigeminusneuralgie fortlaufend ist. Klinische Studien können neue Behandlungsmöglichkeiten bieten und zur Weiterentwicklung des medizinischen Wissens beitragen. Bei der Suche nach klinischen Studien ist es hilfreich, sich an spezialisierte medizinische Zentren oder Gesichtsschmerz-Spezialisten zu wenden. Diese Fachleute haben oft Zugang zu aktuellen Forschungsprojekten und können beurteilen, ob eine Studienteilnahme für Ihren Angehörigen in Frage kommt. Angehörige können bei der Vorbereitung auf eine mögliche Studienteilnahme helfen, indem sie bei der Organisation von Unterlagen unterstützen. Dazu gehört das Zusammenstellen einer vollständigen Krankengeschichte, die Dokumentation bisheriger Behandlungen und das Sammeln aller relevanten medizinischen Befunde.

Praktische Unterstützung im Alltag ist ebenfalls wertvoll. Dies kann bedeuten, bei Arztbesuchen zu begleiten, bei der Einhaltung von Medikamentenplänen zu helfen oder bei der Identifikation und Vermeidung von Schmerzauslösern zu assistieren.

Es ist wichtig, daß Familienmitglieder auch auf ihre eigene Gesundheit achten. Die Pflege eines Menschen mit chronischen Schmerzen kann belastend sein. Suchen Sie sich selbst Unterstützung, wenn Sie diese benötigen, sei es durch Gespräche mit Freunden, professionelle Beratung oder durch den Austausch mit anderen Angehörigen in ähnlichen Situationen.

Kommunikation ist der Schlüssel. Sprechen Sie offen mit Ihrem Angehörigen darüber, wie Sie am besten helfen können. Jeder Mensch mit Trigeminusneuralgie hat unterschiedliche Bedürfnisse und Vorlieben. Manche möchten bei bestimmten Aktivitäten Hilfe, während andere Wert auf ihre Unabhängigkeit legen. Denken Sie daran, daß Sie nicht allein sind. Es gibt Organisationen, die Unterstützung und Austauschmöglichkeiten für Menschen bieten, die mit Trigeminusneuralgie leben.

Wann zum Arzt?

Wenn Sie Symptome einer Trigeminusneuralgie verspüren, sollten Sie Ihre hausärztliche Praxis aufsuchen.

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