UKE Neurologie Sprechstunde: Umfassende Versorgung für neurologische Erkrankungen

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) bietet in seiner Neurologischen Klinik ein breites Spektrum an Sprechstunden und Spezialambulanzen an, um Patient:innen mit unterschiedlichsten neurologischen Erkrankungen eine optimale Versorgung zu gewährleisten. Die Neurologische Poliklinik bildet dabei eine wichtige Schnittstelle zwischen niedergelassenen Fachärzt:innen und der stationären Patient:innenbetreuung. Das Behandlungsangebot umfasst das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen.

Allgemeine Informationen zur Neurologischen Poliklinik

Die Poliklinik stellt die Schnittstelle zwischen der Klinik und den Bürgern dar. Für die Vorstellung in der Poliklinik ist eine Überweisung von einem niedergelassenen Neurologen oder Hausarzt erforderlich. Es sollten alle vorhandenen Arztbriefe sowie CT-/ MRT-Bilder mitgebracht oder vorab über das Kontaktformular zugesendet werden. Privatpatienten haben die Möglichkeit, direkt bei einem der Oberärzte einen Termin zu vereinbaren.

Standort: Hauptgebäude O10, 2. OG. Zugang über die Rolltreppen der Eingangshalle, den Gang der Shoppingmeile entlang, bis rechterhand die Glastür zur Neurologie kommt.

Spezialsprechstunden und Schwerpunkte

Die Neurologische Klinik des UKE bietet spezialisierte Sprechstunden für eine Vielzahl von neurologischen Erkrankungen an. Im Folgenden werden einige der wichtigsten Schwerpunkte und Spezialambulanzen näher beleuchtet:

Bewegungsstörungen

Bewegungsstörungen umfassen verschiedene Erkrankungen, die die Körperhaltung und die Ausführung von Bewegungen beeinträchtigen. Ursachen können in den Basalganglien, dem Kleinhirn oder dem Rückenmark liegen. Die Ambulanz für Bewegungsstörungen behandelt unter anderem:

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  • Parkinson-Syndrome: In der Parkinson-Spezialambulanz wird die komplette Diagnostik und Therapie von Parkinson-Syndromen angeboten. Dies umfasst die Frühdiagnose, medikamentöse Ersteinstellung, Anpassung des Therapiekonzeptes im Krankheitsverlauf und gegebenenfalls den Einsatz invasiver therapeutischer Verfahren wie die Pumpentherapie oder die Tiefe Hirnstimulation. Das UKE repräsentiert Hamburg seit 2000 als Regionalzentrum im Deutschen Kompetenznetz Parkinson (KNP).
  • Tremor-Erkrankungen: Patient:innen mit Tremorsyndromen (z. B. essentieller Tremor, orthostatischer Tremor) können sich sowohl zur Diagnosestellung als auch zur medikamentösen Therapie und zur Tiefen Hirnstimulation vorstellen.
  • Fokale Dystonien: Zu den fokalen Dystonien gehören z. B. die zervikale Dystonie, der Blepharospasmus oder der Schreibkrampf, die vorrangig mit Botulinumtoxin behandelt werden.

Priv.-Doz. Dr. Simone Zittel-Dirks behandelt schwerpunktmäßig Patient:innen mit seltenen Bewegungsstörungen wie genetisch-bedingten Dystonien, Ataxien, Chorea und paroxysmalen Bewegungsstörungen.

Ataxien

Bei den Ataxien handelt es sich um Erkrankungen, die bevorzugt das Kleinhirn betreffen. Im Vordergrund steht eine gestörte Koordination von Bewegungen, z.B. des Stehens und Gehens, von Armbewegungen oder dem Sprechen. Es gibt ganz unterschiedliche Erkrankungen, die zu Ataxien führen können. Neben Erberkrankungen [z.B. der Friedreich Ataxie oder den spinozerebellären Ataxien (SCA)] können das seltene Entzündungen oder Stoffwechselerkrankungen sein. In anderen Fällen [z.B. der sporadischen Ataxie des Erwachsenenalters (SAOA)] ist die Ursache noch nicht bekannt. Für die meisten Formen der Ataxien gibt es bisher keine wirksame medikamentöse Therapie. Nähere Informationen zu den verschiedenen Formen der Ataxie finden Sie unter www.ataxie.de, der Webseite der Deutschen Heredo-Ataxie Gesellschaft. Die Sprechstunde wird seit vielen Jahren von Frau Prof. Dr. Dagmar Timmann-Braun geleitet. Frau Timmann-Braun ist seit 1997 Mitglied des Ärztlichen Beirates der Deutschen Heredo-Ataxie Gesellschaft (DHAG).

Botulinumtoxin-Injektion

Durch die Botulinumtoxin-Injektion können die Symptome von Dystonie und Spastik wie Verkrampfungen, Schmerzen und Fehlstellungen gebessert werden. Unter den typischen Krankheitsbildern die behandelt werden finden sich fokale Dystonie wie zum Beispiel Lidkrämpfe (Blepharospasmus), der Schiefhals (Torticollis spasmodicus) oder die Funktionseinschränkungen beim Schreibkrampf (Graphospasmus). Zudem segmentale und sekundäre Dystonien wie bei einem Spasmus hemifacilais.

Multiple Sklerose (MS)

Die Multiple Sklerose ist einer der klinischen Schwerpunkte der Neurologischen Klinik. Es handelt sich um eine autoimmunvermittelte entzündliche Erkrankung, welche die Hülle der Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark betrifft. Dies führt zu einer lokalen Schädigung der Nervenfaser mit entsprechenden neurologischen Funktionsausfällen. Diese können in unterschiedlichen Verlaufsformen auftreten, von denen die schubförmige Symptomausbildung mit vollständigem Rückgang die häufigste ist. Ein Übergang mit stetiger Verstärkung der Symptome ist möglich (Sekundär chronisch progrediente MS). Daneben tritt eine Form auf, bei der sich von Beginn an eine kontinuierliche Verschlechterung einstellt, ohne Auftreten von Schüben (primär chronisch progrediente MS).

Die Klinik bietet moderne Behandlung mit Immuntherapeutika für den milden/moderaten Verlauf und den hoch-aktiven Verlauf (u.a.

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Vaskuläre Neurologie und Schlaganfall

Die Klinik für Neurologie verfügt über besondere Kompetenz bei der Behandlung und Erforschung von Gefäßerkrankungen, insbesondere von Schlaganfällen. Die Schlaganfallstation (Stroke Unit) ist die größte überregionale Stroke Unit in Hamburg. Durch die Kampagne "Hamburg gegen den Schlaganfall" konnte die Versorgung von Schlaganfallpatienten kontinuierlich verbessert werden.

In der Vaskulären Spezialsprechstunde wird eine umfängliche Beratung und Diagnostik bei allen neurovaskulären Erkrankungen angeboten. Die Sprechstunde wird vom stellvertretenden Direktor Prof. Dr. med. Tim Magnus geleitet.

Katheterbehandlung bei Schlaganfällen

Auch bei Patient:innen mit schweren Schlaganfällen zeigt die Behandlung mittels eines Katheters zur Öffnung des Gefäßverschlusses Erfolge. Bei knapp 20 Prozent der behandelten Patient:innen konnte durch ein entsprechendes Verfahren der Tod oder eine Pflegebedürftigkeit verhindert werden.

Neuroonkologie

Im Schwerpunkt Klinische Neuroonkologie werden Patientinnen/Patienten mit gutartigen und bösartigen Tumoren des Gehirns, des Rückenmarks und ihrer Hüllen, mit Hirnmetastasen anderer Krebserkrankungen und mit Tumoren, die durch lokale Ausbreitung in das Schädelinnere eingedrungen sind, behandelt. Der Schwerpunkt ist assoziiert mit dem Westdeutschen Tumorzentrum und Teil eines interdisziplinären Behandlerteams. Es werden die neuesten medikamentösen Therapieentwicklungen und Studien mit vielversprechenden Medikamenten angeboten.

Geriatrische Neurologie

Die Geriatrie bietet eine modernste Struktur zur Vorbeugung, Erkennung, konservative und interventionelle Behandlung körperlicher und seelischer Erkrankungen im biologisch fortgeschrittenen Lebensalter. Es wird apparative Zusatzdiagnostik mit spezifischen geriatrischen Aspekten angeboten.

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Schmerzmedizin

Die Universitäre Schmerzmedizin bündelt und koordiniert die Expertise aller Kliniken, Institute und Fachzentren, die sich der Behandlung akuter und chronischer Schmerzen widmen. Es wird ein ganzheitliches Konzept angeboten: Diagnostik und Therapie erfolgen interdisziplinär mit mehreren Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachrichtungen im Team. In den angegliederten Fachzentren wird gemeinsam mit Ärztinnen, Ärzten, Physio- und Psychotherapeutinnen und -therapeuten eine genau auf Sie abgestimmte Therapiestrategie erarbeitet.

Zentrum für Gehirngesundheit und Prävention (ZGP-E)

Im Zentrum für Gehirngesundheit und Prävention (ZGP-E) können Menschen, die ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Demenz haben, präventiv untersucht werden um dann Betroffenen frühzeitig neue Therapien anbieten zu können. Demenz ist ein Überbegriff für Erkrankungen, die zu einem allmählichen Verlust geistiger Fähigkeiten (sogenannter kognitiver Funktionen) wie beispielsweise Erinnerungsvermögen, Erlernen neuer Inhalte, Orientierung und/oder Persönlichkeitsveränderungen führen, die die Alltagsaktivitäten zunehmend erschweren. Abhängig von der Ursache können auch andere Symptome (wie z.B. Störungen der Sprache oder Beweglichkeit) auftreten. Die Ursachen einer Demenz können vielfältig sein. Die häufigste Form der Demenz stellt die Alzheimer-Erkrankung dar. Weitere Ursachen sind die sogenannte vaskuläre (d.h.

In der Sprechstunde (Leitung Fr. Dr. Iris Trender-Gerhard) erhalten Patienten und Risikopersonen eine umfassende Diagnostik zur Abklärung bzw. Gemeinsam mit den Patienten und ihren Angehörigen ein Konzept zur (medikamentösen) Therapie entsprechend dem neuesten wissenschaftlichen Stand und adäquaten Unterstützung im Alltag zu erarbeiten.

Neuromuskuläre Erkrankungen

Diese reichen von Erkrankungen des Rückenmarks, über die peripheren Nerven, den Übergang zwischen Nerven und Muskeln, sowie letztlich den Muskeln selbst. Die Ursachen können Gendefekte, Entzündungen, Stoffwechselstörungen oder degenerative Prozesse sein. Die Vielzahl der einzelnen Erkrankungen die zum Teil sehr selten auftreten machen eine ausführliche Diagnostik unter Zuhilfenahme technischer Verfahren, wie z.B. der Elektrophysiologie erforderlich. Viele dieser Erkrankungen sind als Multisystemerkrankung zu verstehen, sodass ebenso eine enge Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Disziplinen erforderlich ist. Das Zentrum für Neuromuskuläre Erkrankungen bietet das hierfür volle Spektrum der Diagnostik und erforderlichen Therapien an.

Funktionelle Neurologische Störungen

Als funktionell bezeichnet man neurologische Symptome, denen keine Schädigung des Nervensystems zugrunde liegt, sondern eine Fehlschaltung zwischen Bewegungskontrolle und Gedankenwelt. Zu den Krankheitsformen gehören funktionelle Bewegungsstörungen, dissoziative Anfälle, der phobische Schwankschwindel, Sensibilitätsstörungen und diverse weitere Symptome. Ausgelöst werden funktionelle neurologische Störungen häufig durch akute Krankheitszustände oder chronische Belastungen, es können jedoch eine Vielzahl von körperlichen und psychische Einflussfaktoren mitwirken. Für die ambulante Vorstellung brauchen Sie einen Überweisungsschein von einem niedergelassenen Neurologen.

Epilepsie

Epilepsie ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Etwa jeder zehnte hat das Risiko einen epileptischen Anfall zu erleiden. In der Regel müssen mehrere Anfälle auftreten um von einer Epilepsie zu sprechen. Während eines epileptischen Anfalles kommt es zu rhythmischen, synchronen Entladungen von Nervenzellverbänden im Gehirn, welche sich als generalisierter oder fokaler Anfall präsentieren. Bei fokalen Anfällen ist die Symptomatik meist begrenzt auf eine Körperregion oder eine bestimmte Funktion.

Die Diagnostik besteht aus einer ausführlichen Anamnese, Bestimmung differenzierter Laborwerte, der Aufzeichnung eines EEG und Bewertung sowie Empfehlung zur Bildgebung. Therapeutisch werden Antiepileptika in Einzel- und Kombinationsmedikation angewendet. In der Sprechstunde wird die Neueinstellung und Beratung zu bestehenden Medikationen angeboten. Die Epilepsie-Ambulanz befindet sich im 1.

Rückenschmerzen

Patienten mit Rückenschmerzen haben nicht selten eine Vielzahl von verschiedenen Arztbesuchen und sogar Operationen hinter sich, ohne dass sich die Beschwerden wesentlich bessern. Das Team des Rückenschmerzzentrums bietet in enger Kooperation mit den Kliniken für Neurochirurgie, Orthopädie, Anästhesiologie, Psychosomatik sowie Psychiatrie eine interdisziplinäre Behandlung an, in der alle für die Diagnose und Therapie von Rückenschmerzen relevanten Fachrichtungen einer universitären Einrichtung eng zusammenarbeiten. Für die Vorstellung in unserem Zentrum benötigen Sie einen Überweisungsschein von einem niedergelassenen Neurologen oder Hausarzt.

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