Die Wahl der richtigen Klinik für neurochirurgische Eingriffe ist eine bedeutende Entscheidung. Patientenbewertungen spielen dabei eine wichtige Rolle, da sie Einblicke in die Erfahrungen anderer Patienten geben. Dieser Artikel analysiert Patientenfeedbacks zu verschiedenen Universitätskliniken für Neurochirurgie, um ein umfassendes Bild der Stärken und Schwächen dieser Einrichtungen zu zeichnen.
Universitätsmedizin Greifswald Klinik für Neurochirurgie: Lob für Personal und Behandlungserfolg, Kritik an Aufklärung und Wartezeiten
Die Universitätsmedizin Greifswald Klinik für Neurochirurgie erfreut sich überwiegend positiver Bewertungen. Viele Patienten loben das freundliche, herzliche und hilfsbereite Pflegepersonal sowie die hervorragende Beratung und Information. Besonders hervorgehoben wird die fachliche Kompetenz der Ärzte, insbesondere von Herrn Dr. Müller als "Spitzenoperateur" und Professor Henry Schröder, der mit seiner beruhigenden Art Angst vor Operationen nehmen konnte. Auch die moderne Technik des Greifswalder minimalinvasiven Zentrums wird positiv erwähnt.
Ein Patient berichtet von einem akuten Bandscheibenvorfall im Urlaub und lobt die schnelle Durchführung von MRT und Operation sowie die "freundliche und sehr gute Atmosphäre" im Krankenhaus. Ein anderer Patient hebt die erfolgreiche Operation und die gute Betreuung durch Ärzte und Pflegekräfte hervor, auch die kurzfristige und verständnisvolle Nachbetreuung und Beratung bei auftauchenden Fragen wird positiv erwähnt.
Es gibt aber auch kritische Stimmen. Ein Kritikpunkt ist die Operationsaufklärung, die von einigen Patienten als nicht umfassend genug empfunden wird. Ein anderer Patient bemängelt eine Wartezeit von 4½ Stunden, obwohl ihm gesagt wurde, dass er schnellstmöglich behandelt werden müsse.
Trotz dieser Kritikpunkte überwiegen die positiven Erfahrungen. Viele Patienten würden sich jederzeit wieder an diese Klinik wenden und bedanken sich herzlich bei dem gesamten Team.
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Universitätsmedizin Rostock: Erfahrungsaustausch zwischen Lob und Tadel
Die Universitätsmedizin Rostock bietet ein gemischtes Bild. Während einige Patienten von einer hervorragenden Behandlung und Betreuung berichten, gibt es auch Kritik an Organisation und Kommunikation.
Positiv hervorgehoben wird die schnelle Reaktion in Notfällen, wie im Fall eines Patienten mit Lähmung im Bein, der nach Verlegung aus einem anderen Krankenhaus umgehend operiert wurde und dessen Schmerzen danach verschwanden. Die Betreuung auf Station F wird von den Schwestern bis zu den Ärzten als super beschrieben. Ein anderer Patient lobt das nette Stationsteam, die besorgten Neurochirurgen und das freundliche und hilfsbereite Personal.
Auf der anderen Seite gibt es Berichte über lange Wartezeiten, abgesagte OP-Termine und mangelhafte Organisation. Ein Patient berichtet von einer Diskussion über den Schein, die rund 2 Stunden dauerte und mit einem falsch ausgestellten Schein endete. Ein anderer Patient musste trotz Termin zum OP-Vorgespräch 6 Stunden warten und am Tag der Einbettung nochmals 4 Stunden.
Ein besonders negativer Bericht schildert den Fall einer Patientin mit einer angeborenen AV Dura Fistel, die zunächst in Rostock abgelehnt wurde und sich dann in anderen Kliniken behandeln ließ. Später wurde ihr in Rostock die Einstellung eines Ventils verweigert und sie wurde aufgefordert, in akutem Zustand nach Frankfurt/Oder zu fahren. Ein anderer Patient fühlte sich nach einer Operation an der Brustwirbelsäule im Stich gelassen und kritisiert, dass er einen inkompletten Querschnitt erlitten habe und sich niemand dazu äußern wollte.
Universitätsmedizin Johannes Gutenberg Universität Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie: Kompetenz und Menschlichkeit, aber auch Kritik an Organisation und Verpflegung
Auch die Universitätsmedizin Johannes Gutenberg Universität Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie erhält sowohl positive als auch negative Bewertungen. Viele Patienten loben die Kompetenz und Menschlichkeit der Ärzte und des Pflegepersonals, während andere Kritik an Organisation, Lautstärke und Verpflegung äußern.
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Ein Patient berichtet von einer erfolgreichen Operation durch Dr. Max Jägersberg, bemängelt aber den anstrengenden und lauten Aufenthalt sowie die mangelnde Rücksichtnahme des Pflegepersonals. Ein anderer Patient lobt Professor Wagner und sein Team für die schnelle Diagnose und Behandlung einer spinalen AV-Fistel bei seiner Tochter. Wiederum ein anderer Patient bedankt sich bei den Ärzten für die Implantation eines Neurostimulators, der seine Lebensqualität deutlich verbessert hat.
Besonders hervorgehoben wird die Fähigkeit der Ärzte, komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären und auf die Sorgen und Ängste der Patienten einzugehen. Ein Patient fühlt sich seit Jahren sehr gut aufgehoben und würde nicht in eine andere Klinik wechseln. Ein anderer Patient ist seinen Chirurgen dankbar, dass sie ihn an einem Meningeom operiert und ihn so wieder in ein normales gesundes Leben zurückgeführt haben.
Kritisiert werden hingegen die Lautstärke auf der Station, die mangelnde Kommunikation zwischen Ärzten und Pflegepersonal sowie die unzureichende Verpflegung für Veganer und Menschen mit Histaminunverträglichkeit. Ein Patient berichtet von Zuständen wie am Bahnhof und einer Aufmerksamkeitsspanne des Pflegepersonals wie einer Fliege. Ein anderer Patient bemängelt, dass ein Patient mit Armband versehen wieder nach Hause geschickt wurde, weil nicht ausreichend OP-Materialien vorhanden seien.
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