Kopfschmerzen und Migräne sind weit verbreitete Beschwerden, die den Alltag zur Qual machen können. In Deutschland leiden etwa 54 Millionen Menschen unter vorübergehenden oder anhaltenden Kopfschmerzen, was rund 70 Prozent der Bevölkerung entspricht. Es gibt über 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen, wobei der Spannungskopfschmerz mit 53,6 Prozent der Kopfschmerzpatienten am häufigsten vorkommt. Viele Betroffene greifen zu Medikamenten, um die Schmerzen zu betäuben, oder ziehen sich ins Bett zurück. Doch es gibt auch natürliche Alternativen, um die Beschwerden zu lindern. Akupressur ist eine traditionelle chinesische Heilmethode, die seit Jahrtausenden angewendet wird und eine sanfte Möglichkeit bietet, verschiedene Beschwerden zu lindern und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern. Sie kann helfen, den Energiefluss im Körper zu harmonisieren und Blockaden zu lösen.
Was ist Akupressur?
Akupressur ist eine Heilkunst, die ihre Wurzeln in der fernöstlichen Medizin hat. Akupressur ist neben Akupunktur die bekannteste Heiltechnik der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Die Methode arbeitet mit Druck, der auf bestimmte Punkte des Körpers ausgeübt wird, um die Energieflüsse zu harmonisieren und Heilungsprozesse zu fördern. Die Akupressur-Punkte liegen entlang der Meridiane, eine Art Linien, die nach der Lehre Energie durch den Körper leiten.
Laut der traditionellen chinesischen Medizin gibt es 365 Akupressur-Punkte entlang der 12 Meridiane. Bestimmte Meridiane haben einen direkten Bezug zu Organen, wie beispielsweise Lunge, Dickdarm, Herz, Milz, Leber oder Nieren.
Das Drücken bestimmter Akupressur-Punkte soll die eigenen Selbstheilungskräfte aktivieren, Energie-Blockaden lösen und so die natürliche Balance im körperlichen Organismus wieder herstellen. Vorrangig wird Akupressur zur Schmerzlinderung eingesetzt, kann aber auch bei Angstzuständen oder Depressionen als begleitende Therapie Anwendung finden.
Es gibt 20 Leitbahnen, auch Meridiane genannt, in denen das sogenannte Qi fließt. Darunter versteht man nichts anderes als die pure Lebensenergie, die durch eine Vielzahl von Akupressur-Punkten, die vom Scheitel bis zur Sohle über den Körper verteilt sind, durch Fingerdruck, Reiben, Pressen oder Massieren stimuliert werden kann. Die Leitbahnen wiederum beeinflussen verschiedene Organe unseres Körpers. So gibt es etwa einen Nieren-Meridian, einen Lungen-Meridian, einen Gallenblasen-Meridian oder auch einen Herz-Meridian. Nach der Lehre der traditionellen chinesischen Medizin treten Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Schlafstörungen dann auf, wenn der Qi-Fluss in bestimmten Meridianen gestört ist. Um den Fluss wieder in Gang zu bringen und die Energie anzuregen oder zu dämpfen, gibt es bestimmte Drucktechniken und Bewegungen.
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Ursachen von Kopfschmerzen und wie Akupressur helfen kann
Kopfschmerzen und Migräne können durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden, darunter Stress, Muskelverspannungen, hormonelle Veränderungen, schlechte Durchblutung und ungesunde Ernährungsgewohnheiten. Spannungen abbaut: Viele Kopfschmerzen werden durch Verspannungen in den Muskeln, insbesondere im Nacken und den Schultern, ausgelöst. Akupressur schafft hier vor allem Abhilfe, indem Muskelverspannungen reduziert und Spannungen an Nervenenden entgegengewirkt wird. Den Energiefluss reguliert: Nach der Theorie der TCM entstehen Kopfschmerzen oft durch einen blockierten oder unregelmäßigen Energiefluss im Körper. Akupressur kann dabei helfen, die Blutzirkulation zu balancieren, Hormonproduktionen auszugleichen und Stress- und muskuläre Anspannungen zu lösen.
Aus Sicht der Chinesischen Medizin können Kopfschmerzen durch folgende Ursachen hervorgerufen werden: Die pathogenen Faktoren wie Wind und Hitze, Wind-Kälte oder Wind-Nässe, blockieren Kopf und Nacken und rufen Kopfschmerzen hervor. Übermäßige Emotionen, aufgestauter Ärger und Stress fallen unter die Emotionen, die zum Aufsteigen von Leber-Yang führen können. Das blockiert häufig die Gallenblasenleitbahn, die Kopfschmerzen liegen an der Schläfe oder den seitlichen Regionen des Kopfes. Falsche Ernährung, wie Zuviel an Süßigkeiten, zuckerhaltigen Fertigprodukten, ein Übermaß an Kuhmilchprodukten oder regelmäßiger Genuss von Alkohol, kann das Magen-und Milz-Qi schwächen, was zu Schleimbildung führen kann. Dieser Schleim blockiert die Leitbahn, was sich in den Kopfschmerzen manifestieren kann. Eine einseitige Ernährung kann zu Blut-Mangel führen, der leere dumpfe Kopfschmerzen auslösen kann.
Akupressurpunkte zur Linderung von Kopfschmerzen und Migräne
Es gibt verschiedene Akupressurpunkte, die bei Kopfschmerzen und Migräne helfen können:
LI4 (He Gu): Dieser Punkt befindet sich in der Vertiefung unserer Hand, genau dort, wo sich Zeigefinger und Daumen treffen oder auf dem Handrücken zwischen Daumen und Zeigefinger. Du findest den Punkt, indem du den Daumen und den Zeigefinger zusammen drückst, sodass sich ein Muskelwulst bildet. Er ist bekannt für seine schmerzlindernde Wirkung und kann dir dabei helfen, überschüssige Wärme loszuwerden, mit der wir es manchmal bei grippalen Infekten zu tun haben. Außerdem kann er ebenfalls bei Migräne helfen.
- Anwendung: Drücke mit dem Daumen der anderen Hand fest auf diesen Punkt und massiere ihn in kreisenden Bewegungen für 1-2 Minuten oder für etwa 30 Sekunden. Wiederhole dies auf der anderen Hand.
- Wichtig: Schwangere sollten diesen Punkt auf gar keinen Fall benutzen!
GB20 (Feng Chi): Dieser Punkt liegt am unteren Hinterkopf, wo der Schädel aufhört, in den Vertiefungen beidseits der Wirbelsäule. Wenn du von der Mitte des Nackens mit deinen Fingern Richtung Ohr entlang fährt, liegt der Punkt in der Vertiefung. Quasi die erste Mulde, die du findest, wenn du vom Ohr Richtung Nacken fährst.
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- Anwendung: Übe Druck mit den Daumen aus und massiere sanft in kreisenden Bewegungen für etwa eine Minute oder drücke mit beiden Daumen auf die Punkte an der Schädelbasis und übe einen festen, aber angenehmen Druck aus.
- Er ist einer der wichtigsten Punkte des Gallenblasenmeridians und kann deine Geheimwaffe bei Kopfschmerzen und Migräne werden. Auch bei Augen-, Nasen- oder Ohrenschmerzen kannst du diesen Punkt drücken, um Schmerzen zu entspannen.
EX-HN5 (Taiyang): Dieser Punkt befindet sich in den Vertiefungen der Schläfen. Taiyang ist ein besonders hilfreicher Akupressurpunkt bei Kopfschmerzen, die durch Stress, Augenbelastung oder Migräne verursacht werden.
- Anwendung: Massiere sanft mit den Fingerspitzen in kleinen, kreisenden Bewegungen oder übe sanften Druck auf diesen Akupressurpunkt bei Kopfschmerzen aus und massiere ihn in kreisenden Bewegungen für 1-2 Minuten.
ST36 (Zusanli): Dieser Punkt liegt etwa vier Fingerbreit unterhalb der Kniescheibe, an der Außenseite des Schienbeins. Zu San Li ist ein kraftvoller Akupressurpunkt bei Kopfschmerzen, der den Energiefluss im ganzen Körper unterstützt und das Immunsystem stärkt.
- Anwendung: Drücke und massiere diesen Punkt für etwa eine Minute oder drücke mit dem Daumen oder Zeigefinger fest auf diesen Punkt und massiere ihn für 2-3 Minuten.
LV3 (Tai Chong): Dieser Punkt befindet sich auf dem Fuß, etwa zwei Fingerbreit oberhalb der Stelle, an der der große Zeh und der zweite Zeh zusammenkommen. Dieser Akupressurpunkt ist bekannt für seine beruhigende Wirkung und kann bei Kopfschmerzen und Migräne helfen, die durch Stress und Nervosität ausgelöst werden.
- Anwendung: Drücke und massiere diesen Punkt für etwa eine Minute.
GB14: Diesen Punkt findest du ca. eine Daumenbreite über der Mitte deiner Augenbrauen. Du wirst merken, wie deine Muskeln rund um die Augen und auch die Haut der Stirn entspannen, wenn du diesen Akupressurpunkt anwendest. Er hilft bei frontalen Kopfschmerzen, Migräne und kann deine Augenenergie ausbalancieren, das hilft vor allem bei müden Augen im Büro.
Handgelenk: Hierfür legst du den linken Daumen auf die Innenseite des rechten Handgelenks - und zwar auf die Stelle, an der du den Puls spürst. Drücke zwei- bis dreimal nicht zu fest auf diesen Punkt. Das regt Herz und Kreislauf an.
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Kleiner Finger: Um hier den richtigen Punkt zu finden, greifst du mit dem Daumen der rechten Hand seitlich an den kleinen Finger der linken Hand. Die richtige Stelle liegt an der Innenseite des äußersten Knöchels an der linken Hand. Diesen Punkt drückst du 30 Sekunden lang mit dem Daumennagel. Danach wechselst du die Seite.
Unterschenkel: Der Punkt liegt eine Hand breit unterhalb der Kniescheibe und eine Daumenbreite nach außen neben der Schienbeinkante.
Anwendungstipps für die Akupressur
Um die Akupressur effektiv anzuwenden, beachte folgende Tipps:
- Ruhe und Entspannung: Führe die Akupressur bei Kopfschmerzen in einer ruhigen Umgebung durch, in der du dich entspannen kannst. Nimm dir Zeit und schaffen Sie sich eine angenehme Atmosphäre.
- Sanfter Druck: Beginne mit leichtem Druck und erhöhe ihn schrittweise, bis du ein angenehmes Gefühl verspürst. Die Selbstbehandlung sollte schmerzfrei und angenehm sein.
- Regelmäßigkeit: Für beste Ergebnisse wende die Akupressur regelmäßig an. Es ist sinnvoll, die Stimulation der Punkte mehrmals am Tag durchzuführen, insbesondere, wenn die Symptome verstärkt auftreten. Bei akuten Beschwerden behandeln Sie die Punkte bei Bedarf. Bei länger andauernden, chronischen Beschwerden behandeln Sie die Punkte 1-3 Mal täglich.
- Atmung: Atme während der Akupressur langsam und tief.
- Wenn sich der Schmerz genau lokalisieren lässt, akupressieren Sie mit dem Daumen oder Zeigefinger den angegebenen Punkt für 30 Sekunden.
- Machen Sie mit dem Daumen, Zeigefinger oder Mittelfinger kleine kreisende Bewegungen und stimulieren Sie die Punkte auf folgende Weise: Wenn ein Punkt sehr empfindlich ist, drücken oder massieren Sie ihn nur leicht für ca. 30 Sekunden. Wenn ein Punkt weniger empfindlich ist, drücken oder massieren Sie ihn intensiver für 20-30 Sekunden. Die Akupressur-Punkte sind meist paarig angelegt.
- Verletzte Hautstellen, Areale mit Hautpilz, frisches Narbengewebe, Bereiche mit Krampfadern massieren Sie bitte nicht. In der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.
Hilfsmittel für die Akupressur
Es gibt verschiedene Hilfsmittel, die die Akupressur-Anwendung erleichtern und effektiver gestalten können:
Akupressur-Matte: Diese Matte ist mit etwa 4.000 bis 6.000 leichten Kunststoffspitzen bedeckt, die bei Kontakt mit der Haut viele Akupressur-Punkte gleichzeitig stimulieren. Sie kann zur Entspannung, Schmerzlinderung und Stressreduktion verwendet werden. Viele Menschen beklagen sich über Kopfschmerzen, die aus dem Nacken ausstrahlen. Hier kannst du deine Shakti Mat mit den Spitzen nach außen einrollen (eventuell nutzt du ein Handtuch, um nachzuhelfen). Falls du eines unserer Akupressurkissen besitzt, dann kannst du dich darauf legen. Das funktioniert im Liegen - zum Beispiel im Bett oder auf dem Teppich - genauso gut wie im Sitzen, z.B. auf der Couch. Dabei kannst du dann entweder entspannen, ein Buch lesen oder fernsehen. Falls du dir das ganze Programm geben willst, dann kannst du die Shakti Mat für den Rücken und das Kissen für den Nacken gleichzeitig anwenden. Einige unserer Shakti Mat-Kollegen aus dem Team schwören drauf und freuen sich, auf diese Art einzuschlafen. Keine Sorge, falls du wegnickst und länger als gewollt auf Matte und Kissen liegen bleibst, gibt es gar keine Nebenwirkungen.
- Wichtig: Folgende Personengruppen sollten die Akupressur-Matte nicht anwenden: Personen mit Hauterkrankungen, offenen Wunden oder Entzündungen, Schwangere nur nach ärztlicher Rücksprache, Epileptiker, Menschen mit Blutgerinnungsstörungen.
Igelball: Der Igelball ist ein kleiner, stacheliger Ball, der ideal für die Selbstmassage und Stimulation von Akupressur-Punkten an Händen, Füßen und anderen Körperbereichen geeignet ist. Der kleine Helfer regt die Durchblutung und den Kreislauf an, aktiviert das Lymphsystem und hilft bei Stress und Anspannung.
Nadel-Roller: Der Nadel-Roller ist geeignet für die Massage der Beine oder zur gezielten Narbenbehandlung. Er verbessert die Durchblutung, Sauerstoff- und Nährstoffversorgung, lindert Schmerzen und regt die Kollagenproduktion an.
Fingerringe und Akupressur-Band: Fingerringe kommen zur Linderung von Arthrose-Schmerzen in den Fingern, aber auch zur Narbenbehandlung nach Operationen an der Hand oder Kapselverletzungen zum Einsatz. Das Akupressur-Band soll bei Schwangerschafts- oder Reiseübelkeit Abhilfe schaffen. Das Hilfsmittel ersetzt die Druckmassage und kann zu jeder Zeit getragen werden.
Massageknauf: Die kleinen Gebilde aus Hartplastik, Holz, Edelstahl oder Glas sind mit Knubbeln oder abgerundeten Spitzen versehen und ermöglichen so eine gezielte Druckausübung. Das Hilfsmittel reduziert Stress, lindert Schmerzen und verbessert die Durchblutung.
Akupressur-Stifte: Diese Stifte haben abgerundete Spitzen und können präzise auf einzelne Akupressur-Punkte angewendet werden. Die gezielte Stimulation spezifischer Akupressur-Punkte hilft Schmerzen zu lindern und trägt zur Stressreduktion bei.
Nackenretter: Mühelos drücken und dehnen gegen Kopfschmerzen mit dem Nackenretter! Eine Bewegung mit dem Kopf nach links oder nach rechts und du gelangst auch zu den Punkten hinter deinen Ohren.
Weitere Tipps zur Vorbeugung und Linderung von Kopfschmerzen
Neben der Akupressur gibt es noch weitere Maßnahmen, die du zur Vorbeugung und Linderung von Kopfschmerzen ergreifen kannst:
- Lebensstiländerungen: Achte auf eine gute Haltung, besonders beim Arbeiten am Computer, und integriere regelmäßige Bewegung und Dehnübungen in deinen Alltag. Sehr häufig ist der Schulter-Nackenbereich bei chronischen Kopfschmerzen sehr verspannt. Stress und emotionale Einflüsse können diese Verspannungen noch verstärken. Heben Sie die Schultern in Richtung Ohren, und halten Sie die Position. Nach 5 Sekunden entspannen Sie und senken die Schultern zurück in die Ausgangsposition. Übung Stellen sie sich aufrecht hin, die Füße stehen schulterbreit auseinander. Stützen Sie die Arme im Hüftbereich ab. Drehen Sie den Kopf langsam zur linken Seite, die Augen fixieren einen Punkt in der Ferne. Schieben Sie das Kinn und den Hals langsam in die Richtung des fixierten Punkts und atmen Sie dabei tief ein. Dann nehmen Sie den Kopf wieder in die Ausgangsposition zurück und atmen Sie dabei bewusst aus. Drehen Sie den Kopf zur rechten Seite. Wiederholen Sie diese Übung zu beiden Seiten 10-15 Mal pro Seite.
- Ernährung und Hydration: Trinke ausreichend Wasser, um dehydrierungsbedingte Kopfschmerzen zu vermeiden, und vermeide übermäßigen Konsum von Koffein und Alkohol. Auch in der kälteren Jahreszeit braucht Ihr Körper ausreichend Flüssigkeitszufuhr um leistungsfähig und gesund zu bleiben. Die richtige Trinkmenge verringert nachweislich das Risiko für Kopfschmerzen.
- Entspannungstechniken: Praktiziere regelmäßig Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Atemübungen. Viele ShaktiNutzer sind sich nämlich vor allem in einem einig: Der ShaktiMoment ist ein Moment, in dem man loslässt und einfach nur ist. Um sich nicht dem Gepiekse hinzugeben, muss man sich auf seine Atmung konzentrieren, was wiederum einen meditativen Aspekt hat. Viele unserer Kunden legen sich vor allem abends auf die Matte und verbinden dieses Ritual mit dem “Zur-Ruhe-Kommen” oder leiten damit das Schlafengehen ein. Wir haben für euch sogar eine Playlist zusammengestellt, die mit meditativen Klängen das Einschlafen vereinfachen und euch so richtig tief ins Land der Träume befördern wird.
- Vermeidung von Auslösern: Identifiziere und vermeide mögliche Auslöser für deine Kopfschmerzen. Dazu können bestimmte Nahrungsmittel, Umwelteinflüsse wie grelles Licht oder laute Geräusche, und Stresssituationen gehören.
- Tuina: Begleitend zu der Behandlung der Kopfschmerz-Migräne-Symptomatik durch eine:n TCM-Therapeut:in können Patienten und Patientinnen mit Tuina, der chinesischen Heilmassage, über leicht erlernbare Techniken den eigenen Gesundheitszustand positiv beeinflussen. Durch Massage bestimmter Regionen und durch Akupressur ausgewählter Punkte kann der Qi-Fluss wiederhergestellt werden. Die Selbstheilungskräfte werden aktiviert, die Symptome der unterschiedlichen Kopfschmerzen können gelindert werden. Nicht nur bei einer akuten Schmerzsymptomatik, auch in der beschwerdefreien Zeit können Sie dazu beitragen, den Energiefluss zu regulieren, das Gleichgewicht des Körpers wiederherzustellen.
Akupressur bei Übelkeit
- Handgelenk: Suche den Punkt auf der Innenseite deines linken Handgelenks, zwei Finger breit oberhalb der Stelle, wo du den Puls findest, und klopfe dann mit deinem rechten Mittelfinger leicht auf diese Stelle. Nach einer Minute wechselst du die Seite.
- Unterschenkel: Der Punkt liegt eine Hand breit unterhalb der Kniescheibe und eine Daumenbreite nach außen neben der Schienbeinkante.
Was ist, wenn Haarklammern helfen?
Im Netz schwören viele User auf Haarklammern bei heftigen Kopfschmerzen. Die Idee: Man setzt zwei Haarklammern links und rechts an den Augenbrauen an. Der Druckpunkt soll angeblich Nerven stimulieren, die mit der Schmerzwahrnehmung zusammenhängen. Neurologen sehen den Trick kritisch. Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise, dass Haarklammern an den Augenbrauen tatsächlich Migräne lindern. Auf den ersten Blick sieht das sehr martialisch aus. […] Auf den zweiten Blick muss ich als Neurologe sagen, das ist gar nicht so abwegig. Patientinnen und Patienten, die starke Schmerzen aushalten müssen, seien oft bereit, viel auszuprobieren. Mit den Haarklammern erzeugten Betroffene einen Gegenschmerz. Agosti fügte hinzu, dass sich in den Augenbrauen viele Nervenpunkte befänden, die auch bei einer Akupunktur oder Akupressur stimmuliert würden. Du solltest dir aber keine künstlichen Schmerzen mit Haarklammern zufügen, sagt Agosti. Nerven in den Augenbrauen könnten dadurch verletzt werden und dadurch ein Dauerschmerz entstehen. Stattdessen gebe es unter anderem elektrische Stimmulatoren, die auf die Stirn geklebt werden. Eine neurologische Beratung sei dabei sinnvoll. Bevor du also Haarklammern ist Gesicht steckst, sprich besser mit einer Ärztin oder einem Arzt darüber, was für dich infrage kommt.