Veronica Ferres, eine bekannte deutsche Schauspielerin, engagiert sich seit Jahren in vielfältiger Weise für soziale Belange. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf ihrem Einsatz für Menschen mit Alzheimer und deren Angehörige. Ihr Engagement reicht von der Unterstützung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft bis hin zur Mitwirkung in Filmen, die das Thema Demenz aufgreifen.
Einleitung
Veronica Ferres ist nicht nur eine erfolgreiche Schauspielerin, sondern auch eine engagierte Persönlichkeit, die sich für wichtige gesellschaftliche Themen einsetzt. Ihr Engagement für die Alzheimer-Stiftung ist ein Beispiel dafür, wie sie ihre Bekanntheit nutzt, um auf Missstände aufmerksam zu machen und Unterstützung zu leisten. Ihr Ehemann Carsten Maschmeyer, bekannt aus „Die Höhle der Löwen“, würdigt sie als Powerfrau und Vorbild.
Veronica Ferres: Eine Powerfrau mit sozialer Haltung
Carsten Maschmeyer beschreibt seine Frau als eine Powerfrau und ein Vorbild. Er betont, dass sie sich ohne Vitamin B oder privilegierten Status ausschließlich mit Talent und Disziplin nach oben gekämpft hat. Maschmeyer bewundert, wie seine Frau ihre Stimme für gesellschaftliche Themen nutzt und für Gleichberechtigung, Sichtbarkeit und echte Veränderung kämpft. Ihr Engagement gehe weit über ihre Schauspielkarriere hinaus.
Authentizität und Bodenständigkeit
Veronica Ferres bleibt trotz ihres Ruhms authentisch und bodenständig. Laut Maschmeyer ist sie weder größenwahnsinnig noch egoistisch, sondern echt, klar und verlässlich. Diese Eigenschaften machen sie zu einem seltenen Beispiel einer bodenständigen und zugleich erfolgreichen Persönlichkeit.
Einsatz für wichtige Themen
In einer männerdominierten Branche hat Veronica Ferres Maßstäbe gesetzt. Ihr Lebenswerk sei geprägt von mutigen Entscheidungen und klarem Einsatz für wichtige Themen. Maschmeyer ist überzeugt, dass Ferres' Mut und Energie ihr weiterhin helfen werden, Großes zu bewegen.
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Das Engagement für die Alzheimer-Stiftung
Veronica Ferres setzt sich seit Jahren für die Belange von Menschen mit Alzheimer und deren Angehörigen ein. Sie unterstützt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) und wirkt in Projekten mit, die das Ziel haben, die Lebensqualität von Betroffenen zu verbessern.
Unterstützung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) setzt ihre Ziele und Aufgaben mit ganz unterschiedlichen Projekten um. Finanziert werden sie unter anderem aus Spenden sowie durch die Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft führt regelmäßig verschiedene Projekte durch.
Projekte der Deutschen Alzheimer Gesellschaft
Die DAlzG führt regelmäßig verschiedene Projekte durch, um die Situation von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen zu verbessern. Dazu gehören unter anderem:
- Demenz Partner: Eine Initiative, die das Thema Demenz in die Mitte der Gesellschaft tragen, Wissen zum Thema Demenz in der Bevölkerung verbreiten, Hemmschwellen gegenüber Menschen mit Demenz abbauen und Menschen mit Demenz ermöglichen soll, möglichst lange zu Hause zu leben.
- Im Fokus: Menschen mit beginnender Demenz und Menschen mit seltenen Demenzerkrankungen sowie deren Angehörige: Ein Projekt, das neue Begleit- und Informationsangebote entwickeln und erproben möchte.
- Pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz - vielfältigen Lebenssituationen mit bedarfsgerechten Angeboten begegnen: Ein Projekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, sich mit den vielfältigen Lebenssituationen pflegender Angehöriger auseinanderzusetzen und entsprechende Angebote zu entwickeln.
Ehrenamtliche Erstbegleitung
Im Rahmen der Nationalen Demenzstrategie wurde die Idee einer „Ehrenamtlichen Erstbegleitung“ aufgegriffen. Geschulte ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter unterstützen Menschen mit beginnender Demenz von Anfang an. Sie sind da, um eine Tagesstruktur zu installieren, haben ein offenes Ohr, um Gedanken und Gefühle besser sortieren zu können und einen Umgang mit der Erkrankung zu finden. Sie helfen mit bei der Suche nach Informationen und bei der Organisation von weiteren Unterstützungs- und Teilhabemöglichkeiten.
Intimität und Nähe
Eine Demenz verändert die Dynamik und die Rollen in der Partnerschaft. Das über viele Jahre bewährte Miteinander gerät ins Wanken. Intimität und Sexualität in der Paarbeziehung verändern sich. Die DAlzG erstellt Informationsmaterial sowie ein Konzept für einen Erklärfilm, um Wissenslücken zu schließen und dabei zu helfen, Vorurteile abzubauen.
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Seltene Demenzerkrankungen
Seltene Demenzerkrankungen sind in den vergangenen Jahren dank verbesserter Diagnostik stärker in den Fokus gerückt. Um den Mangel an entsprechenden Informations- und Austauschangeboten entgegenzuwirken, führt die DAlzG die seit vielen Jahren bestehende digitale FTD-Angehörigengruppe sowie den bundesweiten Erfahrungsaustausch für Angehörige von Menschen mit FTD fort. Zudem unterstützt die DAlzG haupt- und ehrenamtlich Aktive, die Gesprächsgruppen oder weitere Unterstützungsangebote für Menschen mit FTD und deren Angehörige aufbauen möchten. Für die ebenfalls seltene Lewy-Körperchen-Demenz soll zudem neues Informationsmaterial entstehen.
Aufklärungsinitiative Demenz Partner
Seit September 2016 gibt es die bundesweite Aufklärungsinitiative Demenz Partner. Ihr Ziel ist es, die Aufmerksamkeit und Sensibilität für Menschen mit Demenz und deren Angehörige zu erhöhen. Dazu werden in ganz Deutschland kostenfreie Veranstaltungen angeboten, die über das Krankheitsbild aufklären und dazu beitragen, Vorurteile abzubauen.
DADO - Demenz im deutschen Sprachraum
2019 haben sich die deutschsprachigen Alzheimer- und Demenz-Organisationen im europäischen Raum zu einer Kooperation unter dem Namen DADO zusammengeschlossen. Ziel ist es, den Austausch untereinander zu fördern und Synergien zu nutzen, um die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen in den beteiligten Ländern zu verbessern.
Vielfältige Lebenssituationen pflegender Angehöriger
Die DAlzG hat sich zum Ziel gesetzt, sich mit den vielfältigen Lebenssituationen pflegender Angehöriger auseinanderzusetzen und entsprechende Angebote zu entwickeln. Vielfältige Lebenssituationen sind insbesondere seltene Demenzerkrankungen, die Beratung in verschiedenen Lebenssituationen ermöglichen und Information und Beratung für Menschen mit Migrationshintergrund.
Beratung in verschiedenen Lebenssituationen ermöglichen
Die Angebote des Alzheimer-Telefons sollen auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Zielgruppen angepasst werden, ebenso sollen neue Angebote entstehen.
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Veronica Ferres und Bobby Brederlow: Ein besonderes Verhältnis
Veronica Ferres verband eine besondere Beziehung zu Bobby Brederlow, einem Schauspieler mit Down-Syndrom, der durch seine Rolle im ARD-Vierteiler „Liebe und weitere Katastrophen“ bekannt wurde. Ferres spielte in der Verfilmung seines Lebens die Hauptrolle und würdigte sein Engagement für Inklusion und Akzeptanz in der Gesellschaft.
Bobby Brederlow: Ein Vorbild für Inklusion
Vor 25 Jahren eroberte Rolf Brederlow, ein Mann mit Down-Syndrom, die Herzen eines Millionen-Publikums. An der Seite von Fernsehstars wie Senta Berger, Friedrich von Thun und Suzanne von Borsody glänzte er in der Rolle des „Bobby“ im ARD-Vierteiler „Liebe und weitere Katastrophen“. Diese Rolle prägte ihn so sehr, dass er fortan nur noch Bobby genannt werden wollte. Sein beeindruckender Auftritt inspirierte die Bundesvereinigung Lebenshilfe dazu, einen eigenen Medienpreis zu schaffen. Bobby Brederlow war 1999 nicht nur der erste Preisträger, sondern gab dem Preis auch seinen Namen. Am 22. November verstarb der Münchner Schauspieler im Alter von 63 Jahren.
Ehrungen und Engagement
Bobby Brederlow erhielt neben dem BOBBY weitere Ehrungen wie den Goldenen Gong, den Bambi, die Goldene Kamera und das Bundesverdienstkreuz. Seine Berühmtheit und Beliebtheit setzte er auch für wohltätige Zwecke ein. Vor einigen Jahren musste Bobby Brederlow seine TV-Karriere wegen einer Demenz-Erkrankung beenden.
Präventive Maßnahmen gegen Demenz
In den letzten Jahren haben erste Studien gezeigt, dass der Anstieg der Demenzerkrankungen bezogen auf die einzelnen Altersgruppen rückläufig ist. Als Ursachen für eine sinkende Prävalenz werden eine gesündere Ernährung, die Zunahme von körperlichen, geistigen und sozialen Aktivitäten sowie die bessere und konsequentere Behandlung von Risikofaktoren im Vergleich zu früheren Jahrzehnten genannt. Dies verdeutlicht die Wirksamkeit von präventiven Maßnahmen, wie sie unter anderem von der WHO in ihrer Leitlinie für öffentliche Demenzprävention 2019 aufgezeigt wurden.
Projekt zur Demenzprävention
Das Wissen über die Möglichkeiten der Demenzprävention ist nach den Erfahrungen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und ihren Mitgliedsgesellschaften in der Bevölkerung allerdings bisher wenig verbreitet. Im Rahmen des Projekts wurden Vortragsfolien und ein Manual für eine 90-minütige Informationsveranstaltung zur Demenz-Prävention entwickelt.
Train-the-Trainer-Programm
Ab Herbst 2025 werden die Projektergebnisse ergänzt um ein Train-the-Trainer-Programm, in dem Multiplikatorinnen und Multiplikatoren dazu befähigt werden, mit Hilfe des Vortragsangebots „Geistig fit bleiben - mit 10 Maßnahmen Demenz vorbeugen“ eigenständig entsprechende Veranstaltungen zu organisieren und durchzuführen und so die Potenziale der Demenz-Prävention deutschlandweit möglichst breitflächig in der Bevölkerung bekannt zu machen.