Die Frage, ob Frauen mehr Gehirnzellen als Pferde haben, mag zunächst kurios erscheinen. Um diese Frage zu beantworten, ist es notwendig, verschiedene Aspekte der menschlichen und tierischen Evolution, der Gehirnstruktur und der Verhaltenspsychologie zu betrachten. Der Artikel beleuchtet die komplexen Zusammenhänge zwischen Gehirngröße, neuronaler Dichte, evolutionären Anpassungen und den daraus resultierenden Verhaltensweisen. Dabei werden populärwissenschaftliche Erklärungen kritisch hinterfragt und die Grenzen der Evolutionspsychologie aufgezeigt.
Evolutionäre Grundlagen des menschlichen Verhaltens
Die Evolution hat unser Erbmaterial maßgeblich geprägt. Der Psychiater Martin Brüne verdeutlicht dies mit dem Vergleich einer Menschenkette, die 400 Leute zurück in die Steinzeit führt. Diese Epoche dauerte länger als zwei Millionen Jahre und umfasste unterschiedliche Lebensbedingungen, von den Frühmenschen bis zu den Anfängen der Landwirtschaft.
Charles Darwin äußerte sich bereits in "Die Abstammung des Menschen" dazu, dass die Evolution nicht nur unseren Körper, sondern auch unsere Psyche und unser Verhalten beeinflusst. Die Psychologen Leda Cosmides und John Tooby entwickelten in den 1980er Jahren die Theorie, dass der menschliche Geist in Modulen organisiert ist. Diese Module sind psychologische Anpassungen, die unseren Vorfahren in der Steinzeit halfen, Herausforderungen zu meistern. So wird beispielsweise die Angst vor Schlangen als Anpassung an Gefahren der Steinzeit interpretiert.
Robin Dunbar stimmt zu, dass einige geistige Eigenschaften an vergangene Umgebungen angepasst sein könnten, hält die Idee aber nicht für allgemeingültig. Unterschiedliche Lebensumstände können zu verschiedenen Verhaltensweisen führen. Genetisch vorgegeben ist laut Dunbar nicht die Maximierung der Anzahl der Enkelkinder, sondern die Motivation, Kinder zu lieben und sich zu vermehren.
Auch psychische Störungen wie Depressionen sind Teil unseres biologischen Erbes. Evolution hat nicht primär das Ziel, uns glücklich zu machen. In jeder Gruppe gibt es Ängstliche und Mutige, Nachdenkliche und Schlagfertige. Erst die Gemeinschaft verschiedener Persönlichkeiten macht die Gruppe stark.
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Gehirngröße, neuronale Dichte und Gähnen
Die Entdeckung von Zellen im Gehirn, die unsere Bewegung im Raum widerspiegeln, wurde 2014 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Diese Zellen ermöglichen es uns, uns zu orientieren und zu navigieren.
Eine interessante neuroanatomische Kuriosität ist, dass die Dauer des Gähnens mit der Gehirnleistung korreliert. Je länger ein Säugetier gähnt, desto leistungsfähiger ist sein Gehirn. Dies wurde durch Quervergleiche zwischen verschiedenen Säugetierarten wie Kamelen, Eseln und Menschen belegt.
Das Gähnen scheint müden Gehirnen einen Kick zu geben, indem es die Blutzirkulation anregt und die Hirnnerven kühlt. Die typische Dauer eines Gähnens korreliert mit der Menge von Hirnneuronen, der Komplexität ihrer Verschaltung und dem durchschnittlichen Gewicht des Gehirns.
Kritische Betrachtung der Evolutionspsychologie
Die Evolutionspsychologie liefert oft einfache Erklärungen für komplizierte Probleme. Allerdings stehen diese Theorien mitunter auf wackeligen Füßen. Es ist schwer zu rekonstruieren, wie unsere Vorfahren in der Steinzeit genau lebten. Evolutionspsychologen greifen mitunter auf heutige Jäger-Sammler-Gemeinschaften zurück, was aber problematisch ist.
Andreas Heinz kritisiert, dass die Evolutionspsychologie Natur und Kultur verschleift und unpassende eurozentrische Begriffe verwendet. Die Genetik beeinflusst nicht das Verhalten direkt, sondern das Gehirn, als Träger des Verhaltens. Es ist schwierig, sozial relevante Funktionen des Gehirns zu definieren und nachzuweisen, dass diese evolutionär stabil sind.
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Die moderne Evolutionspsychologie erhebt nicht den Anspruch, einzelne Verhaltensweisen unmittelbar biologisch abzuleiten. Unstrittig ist, dass die Evolution unsere Psyche und unser Verhalten beeinflusst, aber wie genau, ist schwer zu ermitteln und entsprechend umstritten.
Geschlechterunterschiede und Stereotypen
Im Kontext der Evolutionspsychologie wird oft das angeblich bessere räumliche Orientierungsvermögen von Männern mit den Herausforderungen der Steinzeit begründet. Männer, die beim Jagen weitere Strecken zurücklegten, brauchten demnach eine bessere Orientierung. Solche Erklärungen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen und berücksichtigen nicht die komplexen sozialen und kulturellen Faktoren, die das Verhalten von Männern und Frauen prägen.
Die Frage, ob Frauen mehr Gehirnzellen als Pferde haben, lässt sich nicht pauschal beantworten. Es ist wichtig, die Komplexität des Gehirns und die vielfältigen Faktoren zu berücksichtigen, die seine Entwicklung und Funktion beeinflussen. Stereotypen über Geschlechterunterschiede sollten kritisch hinterfragt werden.
Steinzeitliches Verhalten in der modernen Welt?
Die Frage, ob die Corona-Pandemie den Steinzeitmenschen in uns freilegt, ist umstritten. Beim Hamstern ist Andreas Heinz wenig überzeugt von einer evolutionären Erklärung. Jäger und Sammler konnten fast gar nicht horten, sie mussten mit wenig leben. Was uns in der Pandemie schützt, ist der Überlebenswille der Menschheit, und der hat eine evolutionäre Grundlage.
Die Vielfalt von Reaktionen in einer Krise wie COVID-19 zeigt, dass es keine einfachen evolutionären Erklärungen für unser Verhalten gibt.
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Humorvolle Einblicke in vermeintliche Geschlechterunterschiede
Neben den wissenschaftlichen Betrachtungen gibt es auch humorvolle Anekdoten, die vermeintliche Geschlechterunterschiede aufs Korn nehmen.
- Was muss eine Frau tun, wenn ihr Mann Zickzack im Garten läuft? Ihn einfach weiter mähen lassen.
- Warum brauchen Männer keine Angst vor BSE zu haben? Hatten sie noch nie!
- Wie nennt man einen intelligenten, sensiblen und gut aussehenden Mann? Eine Erfindung.
- Was war der erste Mann auf dem Mond? Ein Astronaut.
- **Ein Pärchen liegt zusammen im Bett. Sie sieht ihn die Koffer packen und fragt: "Was soll das?" Er: "In der Südsee gibt es eine Insel, auf der Männer für jedes mal Sex mit einer Frau 25.- DM bekommen!" Sie :"Oh, da komme ich mit.
- Was zu bauen dauert länger, einen Schneemann oder eine Schneefrau? Eine Schneefrau, weil sie immer eine Küche will.
- Wie nennt man einen Mann mit einem IQ von 50? Bräutigam.
- Die drei größten Krisen im Leben eines Mannes: Frau weg, Job weg und - Kratzer im Lack.
- Was ist der Unterschied zwischen einer Katze und einem Mann? Die Katze hat neun Leben und der Mann nur eins, das er seiner Frau zu Füßen legt.
- Warum bricht eine Mauer zusammen, wenn sich ein Mann daran lehnt? Weil sie das Gewicht eines Mannes nicht aushält.
- Was ist der Unterschied zwischen einem Mann und einem Autoreifen? Der Autoreifen quietscht wenigstens, wenn er angeknallt wird.
- Was haben Wolken und Männer gemeinsam? Wenn sie sich verziehen, wird es ein schöner Tag.
- Was muss eine Frau zuerst ausziehen, um ihren Mann ins Bett zu bekommen? Das Telefon.
- Warum klopfen Hebammen Neugeborenen auf den Po? Um zu sehen, ob ein Mann dabei ist.
- Es ist jetzt auch wissenschaftlich anerkannt, was schon lange vermutet wurde: Die Frau ist nicht aus der Rippe Adams geschaffen worden, sondern aus dem Gehirn.
- Warum haben Männer keine Midlife-Crisis? Weil sie schon immer eine Krise haben.
- Was ist der Unterschied zwischen einer Single-Bar und dem Zirkus? Im Zirkus sind die Clowns bezahlt.
- Was ist der Unterschied zwischen einem Yeti und einem intelligenten Mann? Den Yeti hat schon mal jemand gesehen.
- "Die Polizei sucht einen großen blonden Mann um die dreißig, der Frauen belästigt", liest Frau Mueller ihrem Mann vor. Der Mann guckt erschrocken auf. Seine Frau sagt: "Du brauchst dich nicht zu fürchten."
- Was ist ein Mann im Knast? Ein Schwerverbrecher.
- Was hat sechs Beine, einen IQ von 100 und stinkt nach Bier? Drei Bauarbeiter.
- Zwei Polizisten finden eine Leiche vor dem Gymnasium. "Das ist doch der Direktor", sagt der eine Polizist. "Wunderlich, der war doch so ein anständiger Mann." Sagt der andere: "Eben. Sehen Sie, was dabei herauskommt."
- Warum muss ein Mann ein Chromosom weniger besitzen als ein Schwein? Sonst wäre er ja ein Mannschwein.
- Was haben Männer und Waschmaschinen gemeinsam? Sie werden mit jedem Waschgang weicher.
- Was sagt ein Mann, der bis über die Gürtellinie im Wasser steht? "Mist, jetzt ist er nass!"
- Nach einem Streit spricht das Ehepaar tagelang nicht mehr miteinander. Erst einmal das Überleben für die nächsten Tage sichern - ein unwillkürlicher Rückfall in archaische Verhaltensmuster?
Diese humorvollen Einblicke sind natürlich nicht als wissenschaftliche Aussagen zu verstehen, sondern als spielerische Auseinandersetzung mit Geschlechterstereotypen.