Migräne: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die durch heftige Kopfschmerzen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit sowie Übelkeit gekennzeichnet ist. Die Ursachen von Migräne sind vielfältig und bis heute nicht vollständig erforscht. Stress, hormonelle Schwankungen, bestimmte Lebensmittel und Umweltfaktoren können als Auslöser wirken. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte von Migräne, von den Ursachen und Symptomen bis hin zu den verschiedenen Behandlungsansätzen.

Was ist Migräne?

Migräne wird zu den neurologischen Erkrankungen gezählt. Wer an Migräne leidet, kennt leider nur zu gut Symptome wie heftige Kopfschmerzen, die einseitig, pulsierend oder pochend auftreten, Licht- und Geruchsempfindlichkeit und Übelkeit bis hin zu Erbrechen. Dabei kann Migräne viele Ursachen haben. Häufig gehören dazu psychische Faktoren. Ein nicht zu unterschätzender Migräne-Auslöser kann Stress sein.

Bei einer Migräne treten sehr starke Kopfschmerzen auf, die sich klassischerweise in Form von Migräneattacken äußern. Unabhängig von den Migräne-Ursachen verläuft eine solche neurobiologisch bedingte Funktionsstörung des Gehirns in der Regel in mehreren Phasen.

Früher ging man davon aus, dass Migräne entsteht, wenn sich die Blutgefäße im Gehirn aufgrund einer Fehlsteuerung verengen, sodass es zu einer kurzzeitigen Durchblutungsstörung in betroffenen Hirnarealen kommt. Heute geht man davon aus, dass es sich bei Migräne um ein Ungleichgewicht der Schmerzzentren, die im Hirnstamm liegen, handelt. Untersuchungen haben gezeigt, dass bei Betroffenen das genannte Migräne-Zentrum sehr stark durchblutet und damit aktiv ist. So soll nach neuesten Erkenntnissen eine Überaktivität der Nervenzellen im Hirnstamm ein Migräne-Auslöser sein bzw. an deren Entstehung beteiligt, was zu einer Fehlfunktion schmerzregulierender Systeme führt. Infolgedessen reagieren Betroffene vorübergehend überempfindlich auf bestimmte Reize.

Migräne mit Aura

Neben der „klassischen“ Migräne leiden bis zu 20 % der Betroffenen an der sogenannten Migräne mit Aura. In dem Fall kündigt sich eine Migräneattacke mit Symptomen wie Sehstörungen, darunter Lichtblitze oder Doppelbilder, Taubheit oder ein kribbliges Gefühl im Gesicht, Sprachstörungen, Schwindel oder Schwierigkeiten beim Gehen an, um nur einige zu nennen. Die Gründe für Migräne mit Aura sind ebenso vielfältig wie die Ursachen einer Migräne ohne Aura.

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Allen voran steht der Botenstoff Serotonin in Verdacht, eine tragende Rolle bei Migräne Ursachen zu spielen. Bei Botenstoffen oder auch Neurotransmittern handelt es sich um chemische Substanzen, die an vielen unterschiedlichen Funktionen im menschlichen Körper und dem Gehirn beteiligt sind. Sie leiten unter anderem Nervensignale, steuern aber auch die Blutgefäßverengung und -ausdehnung und können Schmerzsignale aussenden. Da Serotonin fast alle Gehirnfunktionen mittelbar oder unmittelbar beeinflusst, kann eine starke Schwankung des Serotoninspiegels eine Migräneattacke auslösen. Dies wäre zumindest eine mögliche Erklärung, warum Frauen im Zuge ihres weiblichen Zyklus vermehrt an Migräne leiden.

Migräne-Auslöser

Die Entstehung und der Verlauf einer Migräne sind ein komplexer Prozess. Wie bereits erwähnt sind ihre Ursachen bis heute nicht vollständig erforscht. Es gibt viele Vermutungen und Theorien über Migräne-Auslöser. Als einer der häufigsten Migräne-Gründe wird Stress genannt. Hierbei spielt die beschriebene Stoffwechselstörung der Hirnzellen eine Rolle, wodurch die Schmerzareale getriggert und aktiviert werden. Wie genau Migräne und Stress zusammenhängen können, verraten wir Ihnen nachfolgend.

Trigger beschreiben innere und äußere Faktoren, die zu einer Migräne führen können. Es sind also potentielle Migräne-Ursachen, die das Entstehen einer Attacke begünstigen können. Trigger unterscheiden sich von Patient zu Patient und lassen sich nur mit einer guten Selbstbeobachtung identifizieren. Die Identifikation der individuellen Migräne-Ursachen ist für eine professionelle Behandlung unabdingbar und hat großen Einfluss auf den Behandlungserfolg. Nur so lassen sich Maßnahmen gezielt auf die Migräne-Auslöser abstimmen und prophylaktische Lösungen finden. Eine psychotherapeutische Behandlung kann beispielsweise bei Migräne hilfreich sein, da sie Ihnen im Rahmen einer Verhaltenstherapie hilft, innere und exogene Stressoren zu erkennen und Ihnen die nötigen Hilfswerkzeuge zur Seite stellt, um mit diesen Stressoren besser umzugehen.

So unterschiedlich die Migräne-Ursachen auch sein mögen - es gibt einige Migräne-Symptome, die bei den meisten Betroffenen auftreten und sich klar einer Migräne-Erkrankung zuordnen lassen.

Stress als Migräne-Auslöser

Die Wissenschaft geht davon aus, dass eine der Ursachen Stress sein kann. Warum aber kann Migräne bei Stress ausgelöst werden? Hier ist es wichtig zu wissen, dass Migräne nicht innerhalb einer akuten Stress-Situation auftritt, sondern vielmehr in der Entspannungsphase danach. Studien zeigen zudem, dass es dabei nicht auf den Grad des Stresses ankommt, sondern vielmehr auf die plötzlichen Veränderungen von einer „normalen“ zu einer „stressigen“ Situation und andersherum, also von der „stressigen“ zur „normalen“ Situation. Auch eine Ende 2014 veröffentlichte Studie im Journal Neurology zeigt, dass Stress durch Migräne erst in den Tagen nach einer Stressphase auftritt. So gehen die Wissenschaftler davon aus, dass die Entspannung nach dem Stress mit größter Wahrscheinlichkeit die eigentliche Migräne-Ursache ist und nicht der Stress per se.

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Davon ausgehend, dass eine Migräne durch Stress ausgelöst bzw. begünstigt wird, zielt eine Behandlung darauf ab, langfristig den Niveauunterschied zwischen Normalzustand und Stress zu reduzieren. Vor jeder Behandlung einer Migräne steht eine genaue Diagnostik der Migräne-Ursachen im Vordergrund. Darauf aufbauend kann ein individuelles Therapiekonzept erstellt werden. Eine akute Migräne lässt sich meist mit Medikamenten reduzieren. Neben Migräne gelten auch Depressionen, Burnout und zahlreiche andere psychosomatische Beschwerden als stressassoziiert. In unserer Fachklinik stellen wir gemeinsam mit jedem Patienten einen maßgeschneiderten Therapieplan auf, sodass gezielt die Ursachen von stressassoziierten Beschwerden behandelt und nicht nur die Symptome gelindert werden können.

Gerüche als Migräneauslöser

Ein Drittel der Menschen mit schwerer und langjähriger Migräne besitzt offenbar eine permanente Geruchsüberempfindlichkeit - auch zwischen ihren Migräneattacken. Am häufigsten als störend empfinden sie süßes Parfüm (36 Prozent), Essensgerüche (22 Prozent) und Zigarettenrauch (12 Prozent). Je länger und je stärker sie unter ihrer Erkrankung leiden, desto häufiger ist diese Überempfindlichkeit gegen Gerüche, genannt Osmophobie, festzustellen. Etwa 30 Prozent der Patienten nennen Gerüche auch als Auslöser für Migräneattacken.

Bekannt war bisher, dass Gerüche Migräneattacken auslösen können. Neu ist, dass Patienten mit längerer Erkrankungsdauer der Migräne und höherer migränebedingter Alltagseinschränkung häufiger eine Geruchsüberempfindlichkeit zeigen als weniger betroffene. Bei Migräneformen mit Aura tritt die Geruchsempfindlichkeit doppelt so häufig auf wie bei Formen ohne Aura.

Neben süßem Parfüm, Essensgerüchen und Zigarettenrauch wurden von den Studienteilnehmern besonders häufig auch Abgase, abgestandene Raumluft, Blumenduft, Lack- und Gasgeruch erwähnt.

Die Verbindung zwischen Geruch und Schmerz

Die Studie legt nahe, dass die unangenehmen Düfte nicht nur den Riechnerv (N. olfactorius) aktivieren, sondern auch den Trigeminusnerv, der für die Schmerzwahrnehmung am Kopf verantwortlich ist. Das olfaktorische und das trigeminale System sind auf neuronaler Ebene miteinander verbunden. So kann man etwa im Versuch nachweisen, dass eine Reizung des Trigeminusnervs Aktivitäten der olfaktorischen, also für Geruchswahrnehmung zuständigen Hirnareale auslöst. Auch die Riechschleimhaut ist von sensorischen Fasern des Trigeminus durchzogen. Diese enge Vernetzung von Duft- und trigeminalen Schmerzsystem bietet einen Erklärungsansatz, warum Düfte Kopfschmerzen auslösen können. Bei Corona-Infizierten konnte beobachtet werden, dass sie längere und schwerere Migräneschübe aufwiesen. Man nimmt an, dass die Verstärkung der Migräne über die Infektion der Riechschleimhäute und die Entzündung der Trigeminus-Nervenfasern durch SARS Cov-2 verursacht wird.

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Desensibilisierungstherapie als Therapieansatz

Das Vermeiden der Geruchstrigger könnte ein Ansatz für neue Therapieformen sein. Vielversprechender und nachhaltiger sei aber der aktuell beforschte Ansatz der Desensibilisierung für unangenehme Düfte, so die Leiterin der Kopfschmerzambulanz am Universitätsklinikum Dresden. Dort finden auch therapeutische Studien statt. So trainierten Versuchspersonen ihren Geruchssinn regelmäßig mit z.B. Rosen- und Zitronendüften. Daraufhin nahm die Kopfschmerzstärke zwar nicht ab, aber die Schmerzwahrnehmungsschwelle stieg. Das heißt: Nach dem Riechtraining waren die Betroffenen weniger empfindlich für Schmerzreize. Diese Daten aus einer Studie mit Kindern mit Migräne wurden aktuell in einer Therapiestudie mit Erwachsenen mit Migräne bestätigt. Derzeit ist die Untersuchung der zugrundeliegenden Gehirnmechanismen mittels MRT Gegenstand der wissenschaftlichen Untersuchungen.

Weitere Auslöser und Trigger

Immer wieder berichten Patienten davon, dass bestimmte Lebensmittel als Auslöser ihrer Migräne infrage kommen. Vor allem Lebensmittel, die Alkohol, Koffein, Histamin und Tyramin enthalten, stehen im Verdacht, zu Migräne zu führen. Wissenschaftliche Studien sehen hingegen kaum einen Zusammenhang zwischen der Kopfschmerzerkrankung und bestimmten Nahrungsmitteln. Studien, die anzweifeln, dass bestimmte Lebensmittel Migräne auslösen können, stehen den Erfahrungen vieler Patienten gegenüber. Circa 20 Prozent der Migränekranken sind sich sicher, dass gewisse Speisen zu ihren persönlichen Triggern, also Auslösern, zählen.

Dabei gilt es jedoch immer zu bedenken, dass der Körper dynamisch ist. So kann es sein, dass du an manchen Tagen das Glas Sekt gut verträgst und an anderen danach mit Kopfschmerzen zu kämpfen hast. Es gibt eine Reihe Lebensmittel, die bei Migräne immer wieder genannt werden, wie zum Beispiel Schokolade oder Alkohol. Daraus entwickelt sich bei vielen Betroffenen schnell die Annahme, dass dieser Zusammenhang auch bei ihnen bestünde. Besser ist es, ein Migränetagebuch auszufüllen, in dem du über einige Wochen deine Ernährung und Migräneattacken festhälst. Achte dabei auch auf Getränke. Eventuell kannst du dann herausfinden, welche Lebensmittel du bei Migräne meiden solltest.

Alkohol

Alkohol wird am häufigsten genannt, wenn es um Migräne-Trigger geht. Einige Migränepatienten berichten, dass alle alkoholischen Getränke problematisch sind, während andere nur bestimmte wie Sekt oder Rotwein nennen. Generell greift Alkohol in einer Vielzahl biochemischer Prozesse ein, manche spüren schon nach wenigen Schlucken die Auswirkungen. Daher ist es nicht unwahrscheinlich, dass Alkohol Migräne auslöst. Einige Experten vermuten, dass die harntreibende Wirkung des Alkohols zu einer Dehydrierung und damit zu Migräne führt.

Koffein

Viele Menschen trinken täglich Kaffee; manche zwei Tassen, andere bis zu fünf. Der Körper gewöhnt sich dadurch an die tägliche Dosis Koffein und gerät in eine Abhängigkeit. Aus diesem Grund ist es eher problematisch, wenn Kaffeetrinker plötzlich ihren Konsum reduzieren oder gar einstellen - etwa am Wochenende. Wer allerdings kaum Kaffee trinkt, kann von dem ungewohnten Koffein Kopfschmerzen bekommen. Interessant: Koffein ist auch in Tee, Cola und Energy-Drinks enthalten.

Histamin und Tyramin

Histamin ist ein natürlicher Stoff, der unter anderem als Signalüberträger (Neurotransmitter) im Gehirn und an Entzündungsreaktionen beteiligt ist. Tyramin ist ein Neurotransmitter, der als Trigger für Migräne im Fokus steht.

Schokolade

Auch hier beobachten viele einen Zusammenhang zwischen Genuss und Migräne. Wissenschaftler vermuten jedoch, dass nicht die Schokolade Kopfschmerzen auslöst.

Hausmittel und Tipps zur Linderung von Migräne

Pochende Kopfschmerzen, Sehstörungen und Übelkeit: Wer unter Migräne leidet, kennt diese Beschwerden nur zu gut. Und so mancher fragt sich, ob es nicht vielleicht auch Möglichkeiten gibt, die Schmerzen ohne Medikamente zu lindern. Wenn Sie spüren, dass ein Migräne-Anfall bevorsteht, ist es am besten, sich in einen dunklen, ruhigen Raum zurückzuziehen. Sie können versuchen, die Schmerzen erst einmal ohne Medikamente zu lindern. Das gilt zum Beispiel in der Schwangerschaft - während dieser Zeit müssen Sie mit Arzneimitteln generell vorsichtig sein. Wichtig: Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie nach drei Tagen keine Besserung Ihrer Beschwerden spüren. Wenn Sie Arzneimittel gegen eine andere Krankheit einnehmen müssen, sollten Sie auf mögliche Wechselwirkungen mit Hausmitteln gegen Migräne achten.

Koffein und Zitrone

Bei Migräne erweitern sich die Blutgefäße im Gehirn. Koffein sorgt dafür, dass sie sich wieder verengen. Die Zitrone wiederum fördert die Schmerzhemmung des Körpers und liefert Vitamin C. Ist die Migräne-Attacke nicht so stark, kann eine Tasse starker Kaffee mit dem Saft einer halben Zitrone Linderung verschaffen. Durch das Koffein werden die bei Migräne erweiterten Blutgefäße im Gehirn verengt. Das Vitamin C aus der Zitrone kann die Bildung eines körpereigenen Botenstoffes erhöhen, der den Kopfschmerz dämpft.

Ingwer

Die scharfe Knolle ist als wirksames Mittel gegen Übelkeit bekannt, aber sie kann auch Migräne-Schmerzen lindern oder sogar beseitigen. Hinzu kommt, dass die Schärfe des Ingwers den Magensaft-Fluss und die Darmbewegungen anregt. Sie können ihn also auch als Migräne-Übelkeit-Hausmittel ausprobieren. Geben Sie einen Teelöffel grob zerkleinerten Ingwer in eine Tasse heißes Wasser. Lassen Sie den Tee 5-10 Minuten zugedeckt ziehen und trinken Sie ihn vor den Mahlzeiten, um Übelkeit zu lindern.

Pfefferminzöl

Es ist eines der bekanntesten Hausmittel bei Migräne. Eine Studie gibt an, dass das enthaltene Menthol die Migräne-Attacke verhindern kann. Das Öl kühlt und hat eine durchblutungsfördernde sowie entkrampfende Wirkung, außerdem blockiert es das Weiterleiten von Schmerz-Impulsen. Sie können ein paar Tropfen Pfefferminzöl auf Stirn, Schläfen und Nacken auftragen und sanft einmassieren (achten Sie darauf, dass es nicht in die Augen kommt). Pfefferminze kann auch als Tee bei Migräne hilfreich sein. Die ätherischen Öle beruhigen zudem gleichzeitig den Magen.

Lavendelöl

Wenn Sie einen Tropfen Lavendelöl auf die Oberlippe auftragen, kann dies helfen, Kopfschmerzen in ihrer Anfangsphase zu bekämpfen. Auf alle Fälle wirkt Lavendel aber entspannend. Wenn Sie bei Muskelverspannungen ein warmes Bad nehmen, können Sie einige Tropfen Lavendelöl oder Lavendelblüten hinzufügen, um für noch mehr Entspannung zu sorgen.

Weitere Hausmittel

  • Mutterkraut: Es ist seit Urzeiten als Mittel gegen Kopfschmerzen und Fieber bekannt.
  • Pestwurzextrakt: Für Pestwurzextrakt gibt es Studien, die die Wirksamkeit gegen Migräne belegen.
  • Weidenrinde: Seit der Antike wird Weidenrinde als Mittel gegen Schmerzen genutzt. Das liegt vor allem an der Salicylsäure, die daraus gebildet wird - in Form von Acetylsalicylsäure kennt heute jeder diesen Wirkstoff. Ein Kräutertee aus Weidenrinde kann als Hausmittel Migräne zumindest lindern.
  • Magnesium: Experten vermuten, dass das Mengenelement, das zum Beispiel bei der Kontraktion der Muskeln im Körper eine Rolle spielt, auch bei Migräne wirksam sein kann. Bei Schwangeren und Kindern werden Magnesiumsalze als Vorbeugung gegen Migräne empfohlen. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Magnesium die menstruationsbedingte Migräne verhindern bzw. lindern kann.

Verhaltenstipps

  • Ruhe und Dunkelheit: Eines der besten Hausmittel gegen Migräne mit Aura (aber auch ohne) ist es, sich gleich zu Beginn der ersten Anzeichen einer Attacke in einen dunklen, ruhigen Raum zurückzuziehen. Legen Sie sich einen mit kaltem Wasser getränkten Waschlappen auf die Stirn und gönnen Sie sich Ruhe.
  • Entspannungstechniken: Hausmittel, aber auch die Behandlung mit Medikamenten, lassen sich gut durch Entspannungstechniken ergänzen. Die DMKG empfiehlt zudem eine Kognitive Verhaltenstherapie. Sie kann helfen, zu hohe Ansprüche an sich selbst, aber auch ungünstige Erwartungen wie die Furcht vor dem nächsten Migräneanfall zu lindern.
  • Regelmäßiger Tagesablauf: Achten Sie auf einen geregelten Tagesablauf mit festen Zeiten für Mahlzeiten und Bettruhe.

Naturheilkundliche Ansätze

Migräne quält viele Menschen, und so suchen Betroffene oft nach alternativen Methoden zur schulmedizinischen Therapie und den gängigen Hausmitteln. Hier kommen die naturheilkundlichen Ansätze ins Spiel, angeboten von Ärzten mit einer Ausbildung in Naturheilkunde und Heilpraktikern. Es ist jedoch zu beachten, dass viele dieser Methoden nicht immer durch die Wissenschaft bestätigt sind.

Akupunktur und Akupressur

Die Akupunktur, ein zentrales Element der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), kann Ihnen helfen, gelegentlichen Migräneattacken vorzubeugen. Einige Studien zeigen sogar, dass Akupunktur genauso effektiv sein kann wie Medikamente, die speziell zur Vorbeugung von Migräne eingesetzt werden. Ähnlich wie Akupunktur arbeitet die Akupressur durch die Stimulierung bestimmter Punkte am Körper. Anstatt Nadeln verwendet man jedoch Fingerdruck.

Homöopathie

Die Hoffnung, Migräne mit Homöopathie behandeln zu können, treibt viele Betroffene zu homöopathischen Praktikern. Je nach Symptomen gibt es verschiedene empfohlene Mittel, wie zum Beispiel Iris versicolor, Belladonna oder Bryonia. Doch trotz einiger positiver Erfahrungsberichte fehlt aus wissenschaftlicher Perspektive bisher der Nachweis, dass Homöopathie Migräneattacken tatsächlich vorbeugen kann.

Entspannungsverfahren

Verschiedene Entspannungsverfahren können helfen, Stress abzubauen, der oft als Migräneauslöser bekannt ist. Studien haben gezeigt, dass Techniken wie die progressive Muskelentspannung zu einer Reduzierung der Migränehäufigkeit führen können.

Atemtherapie

Ein kontrolliertes Atemmuster kann dabei helfen, den Körper zu beruhigen und Anspannungen zu lösen. Für Migränepatienten kann die Atemtherapie eine natürliche Methode sein, um Anfällen entgegenzuwirken. Durch gezielte Atemübungen kann die Sauerstoffversorgung des Gehirns verbessert und der Stresspegel reduziert werden.

Yoga und Meditation

Regelmäßige Yoga-Praxis kann nicht nur die körperliche Flexibilität erhöhen, sondern auch dazu beitragen, Stress abzubauen. Meditation kann helfen, den Geist zu beruhigen und eine bewusste Wahrnehmung des Augenblicks zu fördern. Dies kann wiederum dazu beitragen, mögliche Auslöser von Migräne frühzeitig zu erkennen und anzugehen.

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