Was essen bei Magenkrämpfen und Übelkeit: Ein umfassender Ratgeber

Viele Menschen leiden nach dem Essen unter Bauchschmerzen und anderen Verdauungsbeschwerden. Dies ist oft kein Zufall, da eine ungeeignete oder ungesunde Ernährung den Verdauungstrakt beeinträchtigen und lästige Symptome verursachen kann, insbesondere bei einem empfindlichen Magen-Darm-System. Für Betroffene ist dies äußerst unangenehm, aber es gibt Hoffnung auf Besserung, da die Ernährung beeinflussbar ist. Dieser Artikel erklärt, worauf Sie achten sollten, um Magen-Darm-Beschwerden vorzubeugen, was Sie bei Bauchschmerzen tun können und wie Sie Ihren Magen und Darm entlasten.

Warum kommt es zu Bauchschmerzen nach dem Essen?

Viele Menschen leiden aufgrund ihrer Ernährung unter Magen-Darm-Beschwerden. Die aufgenommene Nahrung kann aus verschiedenen Gründen Schwierigkeiten in Magen und Darm verursachen.

  • Empfindlichkeit gegenüber Lebensmitteln: Der Verdauungstrakt versucht, Lebensmittel, auf die er empfindlich reagiert, so schnell wie möglich loszuwerden, z.B. durch Erbrechen oder Durchfall. Die Magennerven reagieren.
  • Schwer verdauliche Nahrung: Stark fetthaltige Speisen können nur mit viel Aufwand zerkleinert werden und verbringen daher viel Zeit in Magen und Darm.
  • Motilitätsstörungen: Unter bestimmten inneren und äußeren Einflüssen kann der Weitertransport der Nahrung zu schnell oder zu langsam sein, weil die Muskeln im Magen-Darm-Bereich verkrampfen oder mit zu wenig Muskelspannung arbeiten. Dies tritt häufig nach schwerem oder ungewohntem Essen, auf Reisen, bei Zeitverschiebungen oder nach Magen-Darm-Infekten auf.
  • Stress: Ein empfindlicher Magen-Darm-Trakt ist bei Menschen, die unter längerfristigen Belastungssituationen oder dauerhaftem Stress leiden, häufig eine Ursache für Magen-Darm-Beschwerden. Hier spielt das sensible "Bauchhirn" eine große Rolle.

Auch wenn die Nahrungsaufnahme nicht immer der Auslöser für Beschwerden ist, sollten sensible Personen besonders auf eine individuell angepasste Ernährungsweise achten, um ihr Verdauungssystem nicht zusätzlich zu belasten.

Krankheiten als Ursache von Bauchschmerzen nach dem Essen

Magen-Darm-Probleme können entweder isoliert oder im Zusammenhang mit bestehenden Erkrankungen des Verdauungstrakts auftreten. Bei funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen gibt es keine organischen Ursachen für die Symptome, da eher die Regulation und Funktion des Verdauungsvorgangs gestört ist. Psychische Belastungen können hier ein auslösender Faktor sein. Darüber hinaus gibt es Krankheiten, die Bauchschmerzen und andere Beschwerden nach dem Essen auslösen können und durch die Ernährung beeinflusst werden können:

  • Laktose-, Gluten- oder Fructose-Intoleranz
  • Reizmagen
  • Reizdarm
  • Refluxkrankheit (Mageninhalt gelangt zurück in die Speiseröhre)
  • Magenschleimhautentzündung

Eine individuelle Anpassung der Ernährungsweise kann in vielen Fällen dazu beitragen, die Symptome zu lindern. Wenn anhaltender Stress der Auslöser für die Verdauungsprobleme ist, können Sie ebenfalls einiges tun, um entgegenzuwirken.

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Was und wie Sie bei Bauchschmerzen essen können

Übelkeit oder Magenschmerzen nach dem Essen können auf Dauer sehr belastend sein. Um solche Magen-Darm-Beschwerden nach dem Essen seltener werden zu lassen, ist es wichtig, die eigenen Ernährungsgewohnheiten zu überprüfen. Beobachten Sie genau, nach welchen Lebensmitteln oder Gerichten die Symptome besonders stark auftreten. Achten Sie dabei auch auf Ihre Verfassung und wie Sie essen. Generell sollten Sie darauf achten, leicht verdauliche und magenfreundliche Lebensmittel zu bevorzugen.

Für eine bekömmliche Ernährung bei Magen- und Darmproblemen spielt auch die Zubereitungsweise eine Rolle: Schonende Methoden wie Garen, Dünsten und Dämpfen stellen nicht nur sicher, dass möglichst viele Nährstoffe erhalten bleiben, sie entlasten gleichzeitig auch Magen und Darm. Und ganz wichtig - essen Sie achtsam und in Ruhe. Zu hastig geschluckte Bissen sind oft zu groß und erfordern Schwerstarbeit für den Magen- und Darm, um sie in ihre Bestandteile zu zerlegen. Geben Sie sich und Ihrem Magen und Darm Zeit.

Was macht eine darmfreundliche Ernährung aus?

Achten Sie auf eine möglichst darmfreundliche Ernährung, mit der Sie Ihre Darmflora unterstützen. Eine intakte Darmflora ist essentiell für ein starkes Immunsystem und für Ihr Wohlbefinden.

Regelmäßige Mahlzeiten ohne Zeitdruck und mit ausreichender Flüssigkeitsaufnahme helfen oft, die Kontrolle über einige Verdauungsprobleme zu erlangen und das Wohlbefinden des Verdauungssystems zu erhöhen. Nehmen Sie sich Zeit zum Essen und kauen Sie langsam und gründlich - genießen Sie, was Sie essen. Um den Magen nicht zu überfordern, empfiehlt es sich auch, mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen. Ungesunde Ernährungsgewohnheiten kombiniert mit körperlicher Inaktivität können ebenfalls die typischen Beschwerden wie Bauchschmerzen, -krämpfe oder Durchfall auslösen. Achten Sie darauf, sich regelmäßig ausreichend zu bewegen, da dies förderlich für eine gesunde Verdauungstätigkeit ist, denn Magen und Darm bewegen sich indirekt mit.

Wenn die Ernährungsweise allein nicht hilft

Um häufig wiederkehrenden Magen-Darm-Beschwerden entgegenzuwirken, ist es sinnvoll, zusätzlich auf die Hilfe von pflanzlichen Arzneimitteln zu setzen. Bei einem empfindlichen Magen und Darm kann es häufig zu funktionellen Magen-Darm-Beschwerden wie Magenschmerzen, Völlegefühl, Bauchkrämpfen, Blähungen, Sodbrennen und Übelkeit (sowie Reizmagen und Reizdarm) kommen.

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Angepasste Vollkost bei Magen- und Darmbeschwerden

Bei Magen- und Darmbeschwerden ist es naheliegend, die Ernährungsgewohnheiten zu verändern, um den Verdauungstrakt zu schonen. Eine angepasste Ernährung kann sich positiv auf Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit oder Blähungen auswirken. Schonkost ist ebenfalls empfehlenswert bei einem Reizmagen, einem Reizdarm oder bei chronischen Darmerkrankungen.

Früher entsprach Schonkost eher strengen Diäten, doch diese Annahmen sind heute überholt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung spricht von leichter Vollkost, bei der die Ernährung auf ausgewogene und vollwertige Kost umgestellt wird, wobei alles, was unverträglich ist, weggelassen wird. Unverträglichkeiten sind individuell. Um die optimale Ernährungsform für sich zu finden, hilft letztlich nur Ausprobieren und Austesten. Beschwerden können durch die Anwendung von Schonkost durchaus gelindert werden, Krankheiten sind dadurch jedoch nicht heilbar.

Prinzipien der angepassten Vollkost

  1. Lebensmittel schonend garen: Dünsten und dämpfen Sie Ihre Lebensmittel am besten. Essen Sie vorzugsweise weiche Lebensmittel und versuchen Sie, auf rohes Gemüse zu verzichten.
  2. Fettarme Kost: Essen Sie vorwiegend fettarm. Versuchen Sie, hochwertiges Öl zu nutzen. Frittiertes sollten Sie generell vermeiden.
  3. Mehrere, kleine Mahlzeiten: Über den Tag verteilt sollten Sie lieber fünf kleine Portionen statt drei große zu sich nehmen. Achten Sie darauf, die Gerichte nicht zu heiß oder zu kalt zu verzehren.
  4. Würzen mit frischen Kräutern: Zum Würzen sollten Sie wenig Pfeffer oder Salz verwenden. Vermeiden Sie außerdem scharfe Gewürze. Versuchen Sie, Ihren Speisen mit frischen Kräutern Geschmack zu verleihen.
  5. Kombination von Eiweißquellen: Mehr als die Hälfte der Eiweißquellen in Ihrer täglichen Ernährung sollten aus pflanzlichen Quellen bestehen. Versuchen Sie, eine gute Balance zwischen Ihren Eiweißquellen zu schaffen.
  6. Ausreichend Flüssigkeitszufuhr: Nehmen Sie unbedingt 1,5 bis 2 Liter am Tag zu sich. Am besten eignen sich stilles Wasser und ungesüßte Tees. Kaffee sollten Sie nur bei guter Verträglichkeit trinken.

Angepasste Vollkost bedeutet keineswegs, zu hungern oder sich einseitig zu ernähren, denn es sind alle Nahrungsmittelgruppen erlaubt. Grundsätzlich gilt: Gegessen werden darf, was man verträgt und was guttut. Mithilfe eines Ernährungstagebuchs, in dem Sie die gegessenen Lebensmittel und auftretenden Beschwerden notieren, ist es möglich, Unverträglichkeiten herauszufinden. Aus Erfahrungswerten gelten bestimmte Lebensmittelgruppen als gut verträglich:

  • Gemüsesorten: Möhren, Kürbis, Zucchini, Kohlrabi, Blumenkohl, Brokkoli, Fenchel und Pastinaken
  • Obstsorten: Äpfel, Bananen, Birnen oder Melonen
  • Getreideprodukte: Haferflocken, Couscous, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Zwieback sowie Brot vom Vortag und Brot ohne Körner
  • Milchprodukte: Fettarme Milch, Quark und Joghurt und Käse mit maximal 45 Prozent Fettanteil
  • Fleisch und Fisch: Mageres Fleisch und Wurstsorten sowie Seelachs oder Kabeljau

Lebensmittel, die Sie meiden sollten

Es gibt bestimmte Lebensmittel, die Sie meiden sollten, da sie schwer zu verdauen sind und verschiedene Beschwerden hervorrufen können:

  • Gemüsesorten: Kohl, Zwiebeln und Hülsenfrüchte
  • Obstsorten: Avocados und Zitrusfrüchte
  • Getreideprodukte: Frittierte Pommes, Kuchen, Kekse, grobkörniges Brot und Croissants
  • Milchprodukte: Vollfette Milch und Milchprodukte sowie Camembert oder Sahnepudding
  • Fleisch und Fisch: Fettiges Fleisch in allen Variationen und nicht geräucherter Fisch
  • Eier: Weich gekochte Eier und Rührei. Spiegelei ohne Zugabe von Fett sind in Maßen im Rahmen der Schonkost geeignet. Auf hart gekochte oder rohe Eier sollte generell verzichtet werden.

Dauer der angepassten Vollkost

Wie lange man sich an Schonkost halten sollte, ist individuell verschieden. Generell gilt: so lange wie nötig und bis die Beschwerden nicht mehr auftreten. Bei chronischen Magen- oder Darmerkrankungen ist in der Regel eine dauerhafte Ernährungsumstellung erforderlich. Lindert die angepasste Ernährungsweise die auftretenden Beschwerden nicht, ist eine weiterführende Abklärung bei einem Arzt unumgänglich.

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Schonkost-Rezept mit Sellerie: Leichte Kartoffelsuppe mit Knollensellerie

Knollensellerie enthält ätherische Öle und Bitterstoffe, die einen gereizten Magen beruhigen und die Verdauung anregen können. Die Magensäure wird durch den Verzehr neutralisiert und kann dadurch leichte Magenschmerzen lindern. Außerdem enthält Sellerie viel Vitamin A, was für das Zellwachstum und die Augen wichtig ist und Haut und Schleimhäute stärkt. Die entzündungshemmende Wirkung von Knollensellerie ist auf die enthaltenen Antioxidantien zurückzuführen. Da Knollensellerie harntreibend ist, hilft es unter anderem auch beim Entwässern des Körpers.

Zutaten:

  • 400 g Kartoffeln
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • Eine mittelgroße Möhre
  • Ein mittelgroßes Stück Sellerie
  • Eine halbe Stange Lauch
  • Etwas frischen Majoran
  • Eine Handvoll frische Petersilie
  • Zwei Kerbelblätter

Zubereitung:

  1. Kartoffeln, Möhre und Sellerie schälen und in kleine Stücke schneiden.
  2. Die Kartoffeln kurz ohne Fett in beschichtetem Topf anbraten und mit Brühe ablöschen. Dann die Möhre, den Sellerie und Majoran sowie den Kerbel hinzufügen.
  3. Die Suppe ca. 20 Minuten kochen lassen und danach grob pürieren.
  4. Lauch und Petersilie sehr fein schneiden und in die Suppe geben.
  5. Mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Lauwarm servieren und genießen.

Gastritis: Was jetzt bei der Ernährung wichtig ist

Wenn die Magenschleimhaut entzündet ist, sollten Betroffene alles meiden, was sie zusätzlich reizt. Normalerweise schützt die Magenschleimhaut die Magenwand vor Krankheitserregern oder Säure, mit der im Magen der Speisebrei zerlegt wird. Wird sie geschädigt oder gereizt, besteht die Gefahr, dass sie sich entzündet. Falls bei einer Gastritis die Entzündung zu lange anhält, können an der Magenwand Verletzungen oder Geschwüre entstehen.

Verursacht wird eine Gastritis in der Regel durch bestimmte Medikamente oder durch Bakterien. Doch auch der Lebensstil spielt eine Rolle: Durch bestimmte Speisen und Getränke kann die Säureproduktion im Magen ansteigen und die Schleimhaut gereizt werden. Bei einer akuten Gastritis ist es daher zunächst einmal wichtig, dass Betroffene ihren Magen schonen. Das gelingt, indem sie zwei bis drei Tage gar nichts essen oder nur Schonkost zu sich nehmen, zum Beispiel Schleimsuppen, Zwieback oder Knäckebrot mit reichlich ungesüßten Tees dazu. Kamille- und Fencheltee eignen sich dabei. Personen, die immer wieder eine Entzündung der Magenschleimhaut bekommen, können ebenfalls davon profitieren, ihre Ernährung ganz grundsätzlich auf eine magenfreundliche, angepasste Vollkost umzustellen.

Was ist magenschonende Ernährung?

Wer zur Gastritis neigt, sollte Rücksicht auf seinen Magen nehmen. Ernährungsexperten empfehlen eine angepasste Vollkost, bei der sich die Betroffenen ausgewogen ernähren und Lebensmittel, die ihnen persönlich Probleme bereiten, weglassen.

Geeignete Lebensmittel können einen erheblichen Beitrag leisten, die Magenschleimhaut zu schützen. Eine spezielle Magendiät gibt es aber nicht. Das liegt auch daran, dass jede Gastritis anders ist und jeder Mensch verschiedene Lebensmittel unterschiedlich gut verträgt. Dennoch weiß man heute, dass bestimmte Nahrungsmittel eher zu Magenproblemen führen als andere.

Ernährungsregeln bei Gastritis

  • Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl: Beobachten Sie, welche Lebensmittel Ihnen gut bekommen und welche nicht. Lassen Sie alles weg, was Magenprobleme verursacht. Ein Ernährungstagebuch kann helfen, den Überblick zu behalten.
  • Setzen Sie bevorzugt leicht verdauliche, nährstoffreiche Lebensmittel auf den Speiseplan, wie zum Beispiel feinkrumiges Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Naturreis, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte - je nach Verträglichkeit. Wenn Sie Brot für mindestens zwei Tage in den Kühlschrank legen, bevor Sie es verzehren, ist es meist besser bekömmlich.
  • Zu fettreiche Nahrung ist nicht förderlich bei Gastritis, ein Schuss Sahne in der Soße darf aber durchaus sein: In Maßen kann Fett die Säureproduktion des Magens bremsen.
  • Gehen Sie sparsam mit Salz und Zucker um.
  • Nehmen Sie sich Zeit zum Essen und Trinken. Kauen Sie die Nahrung in Ruhe durch. Es bekommt dem Magen besser, wenn Sie fünf bis sechs kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich nehmen als drei große.
  • Würzen Sie mit Bedacht: Verfeinern Sie Gerichte lieber mit Küchenkräutern anstatt mit scharfen Gewürzen.
  • Bereiten Sie Ihre Lebensmittel magenfreundlich zu. Gedünstet oder dampfgegart sind Speisen besser verdaulich als scharf angebraten, gegrillt oder gar frittiert.
  • Werfen Sie verdorbene oder abgelaufene Lebensmittel konsequent weg. Bei Menschen mit Gastritis hat der Magen in der Regel eine sehr geringe Toleranz.

Ernährung bei Gastritis: Was sollte man meiden?

Gut zum eigenen Magen zu sein, bedeutet für Menschen mit Gastritis, alles zu meiden, was die Magenschleimhaut zusätzlich reizen könnte. Dazu gehören zum Beispiel Nahrungsmittel, die die Säureproduktion im Magen fördern:

  • Kohlensäurehaltige Getränke
  • Kaffee
  • Alkoholische Getränke wie Bier, Wein oder Sekt
  • Zitrusfrüchte
  • Süßigkeiten

Diese Nahrungsmittel sollten - wenn überhaupt - nur in geringen Mengen konsumiert werden.

Frittierte, scharfe, stark fettreiche Gerichte können die Magenschleimhaut ebenso wie extrem kalte oder extrem heiße Getränke reizen.

Wer zu Gastritis neigt, sollte außerdem bei Lebensmitteln vorsichtig sein, die häufig Beschwerden bereiten: Frisches Brot, gekochte Eier, geräucherte Fisch- und Fleischwaren, aber auch manche Gemüsesorten wie Paprika, Lauch, Kohl, Pilze und Zwiebeln sowie Steinobst und säurereiche Fruchtsäfte bringen bei vielen Menschen den Magen in Aufruhr. Das Gleiche gilt für scharfe Gewürze wie zum Beispiel Senf, Meerrettich, Knoblauch oder Curry.

Nikotin regt ebenfalls die Produktion von Magensäure an. In einem Ernährungstagebuch können Sie Ihre Mahlzeiten und Beobachtungen festhalten.

Gastritis-Ernährungsplan für den Tag (Beispiel)

Dieser beispielhafte Ernährungsplan hilft, den Magen wieder ins Gleichgewicht zu bringen:

  • Frühstück: Porridge aus Hafer mit Banane, Birnen und Walnüssen. Dazu können Sie den Haferbrei noch mit geriebenen Mandeln ergänzen - die Säurekonzentration im Magen verringert sich dadurch häufig.
  • Zwischenmahlzeit: Zwieback mit Frischkäse, Apfelspalten
  • Mittagessen: Vollkornreis, gedünstetes Gemüse in Brühe mit einem Schuss Sahne
  • Zwischenmahlzeit: Salat aus geraspelter Karotte und geriebenem Apfel, Vollkorn-Cracker
  • Abendessen: Vollkornbrot mit einem Möhren-Apfelaufstrich, Gurkensticks
  • Getränke: Stilles Wasser auf Zimmertemperatur, bei akuter Gastritis können auch ungesüßte Kräutertees aus Kamille oder Schafgabe Linderung verschaffen.

Hausmittel gegen Übelkeit und Magenverstimmung

Leicht bekömmliche Lebensmittel, die den Magen wieder beruhigen, sind hilfreich bei Übelkeit. Bereiten Sie schonende Kost zu, die den angeschlagenen Magen entgiftet und entsäuert.

  • Leichte Brühe: Eine gesunde Hühner- oder Gemüsebrühe liefert Flüssigkeit und Elektrolyte und hilft dabei, den Magenhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Kochen Sie selbst mit frischen, fettarmen und natürlichen Zutaten.
  • Haferschleim: Der Brei beruhigt die Mag Schleimhaut und fördert Verdauungsprozesse. Der Magen-Darm-Bereich wird angeregt und die Beschwerden im Bauch nehmen ab. Nutzen Sie die feinen, besser verdaulichen Flocken.
  • Möhrensuppe oder -brei: Möhren enthalten viele Ballaststoffe, die Giftstoffe binden. Verabreichen Sie die Möhren stattdessen als warmen Brei oder als Suppe. Das ist leicht bekömmlich und stresst den Bauch nicht zusätzlich. Achten Sie außerdem darauf, das Möhrengericht nicht zu stark zu würzen - im Optimalfall gar nicht. Haben Sie keine Karotten parat, hilft auch purer Kartoffelbrei.
  • Geriebener Apfel: Entfernen Sie den Kern und reiben Sie das Obst mit einer Käsereibe klein. Sobald die Apfelmasse leicht braun geworden ist, darf langsam losgelöffelt werden.
  • Zwieback oder Weißbrot: Leichtes Brot hilft indirekt gegen Übelkeit, indem es den Magen beruhigt. Zwieback oder Weißbrot sind gut verträglich und entspannen den Bauch. Da die Brote sehr trocken sind, sollte zusätzlich genügend Flüssigkeit getrunken werden.
  • Kräutertee: Fenchel, Kümmel oder Anis enthalten viele verdauungsfördernde ätherische Öle, die dem Bauch guttun. Lassen Sie das Teegetränk unbedingt kurz abkühlen und trinken Sie es lauwarm.

No-Gos bei Übelkeit

Vermeiden Sie alle Gemüsesorten, die zu Blähungen führen, wie Kohl, Bohnen und Erbsen. Außerdem sollten Sie auf Milchprodukte und kohlensäurehaltige Getränke verzichten.

Was sollte man bei Durchfall (Diarrhoe) essen und trinken?

Über den flüssigen Stuhl beim Durchfall verliert der Körper Wasser und Mineralstoffe. Dieser Verlust muss mit reichlichem Trinken ausgeglichen werden. Auch die richtige Ernährung kann Durchfallbeschwerden lindern.

Worauf ist bei Durchfall (Diarrhoe) besonders zu achten?

Durch den flüssigen und vermehrten Stuhlgang verliert der Körper viel Flüssigkeit. Außerdem gehen wichtige Mineralstoffe verloren: die sogenannten Elektrolyte wie zum Beispiel Natrium, Kalium, Magnesium oder Calcium. Das Wichtigste bei Durchfall ist es, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Für das Verhalten und die Ernährung bei Diarrhoe gelten diese Grundregeln:

  • Viel trinken - mindestens zwei bis drei Liter am Tag. Der Richtwert ist: 45 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht. Die notwendige Flüssigkeitsmenge kann mit Wasser, gezuckertem Tee und gesalzenen Brühen oder Suppen gedeckt werden.
  • Körperliche Schonung
  • Langsamer Kostaufbau: Wenn Menschen, die unter Durchfall leiden, anfänglich keine Lust auf Essen verspüren, ist das kurzfristig in Ordnung - ein paar Tage ohne feste Nahrung sind vertretbar. Die Größe der Mahlzeiten kann dann nach und nach gesteigert werden. Eine besondere Diät ist meist nicht nötig. Vorsichtshalber können Sie zu Beginn auf leicht verträgliche Speisen setzen wie Hafer- oder Reisbrei.
  • Mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt: Überfordern Sie Ihr geschwächtes Verdauungssystem nicht mit großen Portionen. Verteilen Sie stattdessen mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag.

Die richtige Ernährung bei Durchfall (Diarrhoe)

Während des akuten Durchfalls ist magenfreundliches Essen am besten, das im Idealfall stuhlfestigend ist, wie Reis, Bananen oder Zwieback. Leicht verdauliche Gemüsesorten als Brei oder Suppe gekocht (zum Beispiel: Karotten oder Kartoffeln) werden auch sehr gut vertragen. Vor allem fettige und gebratene Speisen sind hingegen nicht ratsam bei Diarrhoe.

Generell verträgliche Getränke sind:

  • Leitungswasser, stilles Mineralwasser
  • Mit Zucker gesüßter Kamillen-, Fenchel-, Kümmel-, Schwarz- oder grüner Tee

Verzichten sollte man auf Kaffee, Fruchtsäfte, alkohol- und kohlensäurehaltige Getränke. Kleine Kinder sind sind besonders gefährdet zu dehydrieren und mit der ausgeschiedenen Flüssigkeit zu viele Elektrolyte zu verlieren. Dieser Verlust kann mit Apfelsaftschorle ausgeglichen werden - am besten nur schluckweise, dafür aber häufig!

Elektrolytlösungen bei Diarrhoe

Bei Kindern, alten Menschen oder starkem Durchfall empfehlen Fachleute manchmal, den Elektrolytverlust mit einer speziellen Trinklösung auszugleichen. Diese erhält man unter Namen wie Elektrolyt-, Glucose- oder Rehydratationslösung in der Apotheke oder in Drogerien. Elektrolytlösungen werden als wasserlösliche Pulver angeboten, die Salze, Mineralstoffe und Traubenzucker enthalten. Die empfohlene Menge bei solchen Lösungen ist pro Tag ungefähr 40 Milliliter Lösung je Kilogramm Körpergewicht. An Salzstangen ist nichts auszusetzen. Salzgebäck ist gut verdaulich und kann gewiss nicht schaden. Allerdings reichen Salzstangen nicht aus, um den Mineralverlust des Körpers auszugleichen, weil wichtige Salze fehlen. Cola ist sogar kontraproduktiv. Sie enthält viel zu viel Zucker und kann den Durchfall damit noch verstärken.

Was essen bei einem Magen-Darm-Infekt?

Neben den Symptomen Übelkeit, Durchfall und Erbrechen gehören auch Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, Fieber und Abgeschlagenheit zu den häufigsten Beschwerden bei Magen-Darm-Infekten. Wer diese Symptome schon einmal gebündelt verspürt hat, weiß: Essen steht jetzt nicht ganz oben auf der Wunschliste, sondern möglichst viel Ruhe.

So belastend die Symptome Durchfall und Erbrechen sind, so haben sie bei einem Magen-Darm-Infekt doch eine essenzielle Funktion: die Ausscheidung der krankheitsverursachenden Erreger. Daher ist es auch nicht sinnvoll, eine ein- bis zweitägige Durchfallphase durch stopfende Nahrungsmittel oder mit speziellen Medikamenten unterbinden zu wollen. Wenn Durchfall und Erbrechen nachlassen oder bereits aufgehört haben, ist das ein positives Zeichen. Das heißt aber leider noch nicht, dass der geplagte Magen-Darm-Trakt bereits wieder voll belastbar ist. In dieser Phase der Magen-Darm-Grippe ist es sinnvoll, den Körper mit Schonkost behutsam wieder an das Essen heranzuführen - natürlich auch, um nicht zu viel Gewicht zu verlieren und um den Körper gut mit Nährstoffen zu versorgen.

Geeignete Schonkost bei Magen-Darm-Infekten

Zusammengefasst handelt es sich um gut verträgliche Nahrungsmittel, die den Verdauungsapparat zusätzlich belasten.

  • Salzstangen und Laugenbrezeln
  • Zwieback und Knäckebrot
  • Reiswaffeln
  • Gekochte Haferflocken
  • Zerdrückte Bananen
  • Gekochtes Gemüse, beispielsweise Möhrenbrei
  • Gekochtes Geflügelfleisch

NICHT geeignet für eine Schonkost bei Magen-Darm-Infekten

  • Gegrilltes und fettes Fleisch, Wurstwaren
  • Frittierte Zubereitungen wie Pommes frites
  • Frisches, warmes Brot und generell Vollkornbrot
  • Zuckerwaren wie Kuchen, Kekse, Eis etc.
  • Kakao
  • Milch, Milchprodukte, Käse, Ei
  • Unverdünnte Fruchtsäfte
  • Softdrinks wie Limonade und Cola
  • Alkohol und Kaffee

Was trinken bei einem Magen-Darm-Infekt?

Bei einer Magen-Darm-Grippe bieten sich vor allem die folgenden Getränke an:

  • Kohlensäureloses oder zumindest kohlensäurearmes Mineralwasser
  • Mit etwas Traubenzucker versehene Früchte- und Kräutertees (welcher Tee bei Magen-Darm-Infekten am besten vertragen wird, ist individuell unterschiedlich und nicht zuletzt auch Geschmackssache)
  • Etwas leichter Schwarztee, verdünnt mit Mineralwasser und Orangensaft (sogenannte Drittelsmischung)
  • Stark mit Wasser verdünnter Fruchtsaft
  • Gemüse- oder Hühnerbrühe
  • Gegebenenfalls ärztlich verordnete Elektrolytlösungen

Wichtig zu wissen: Bei Brechreiz sollten die Getränke nicht warm, sondern eher gekühlt und nur schluck- oder löffelweise zugeführt werden.

Wann sollten Sie zum Arzt gehen?

Die genannten Tipps sind nur dann anzuwenden, wenn es sich bei Ihren Bauchschmerzen oder -beschwerden um kein Symptom einer ernsthaften Erkrankung handelt. Akute Beschwerden, gerade nach dem Essen, können normal sein und sind gut mit den genannten Ratschlägen zu lindern. Sie sollten immer einen Arzt konsultieren, wenn starker Durchfall länger als drei Tage anhält oder sich sogar verschlimmert, wenn er von hohem Fieber begleitet wird, Betroffene lethargisch sind oder der Stuhl blutig ist. Ein Magen-Darm-Infekt kann insbesondere bei Babys und Kleinkindern zu einem medizinischen Notfall werden, wenn sie aufgrund des Durchfalls in kurzer Zeit viel Flüssigkeit verlieren. Ältere Menschen und Personen mit geschwächter Immunabwehr gelten ebenfalls als Risikogruppe für einen schweren Verlauf einer Magen-Darm-Infektion. Bei allen Risikogruppen ist eine frühzeitige ärztliche Beurteilung der Symptomatik ratsam.

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