Die Bedeutung der Nervenfasern in den Brustwarzen: Sensibilität, Stillfähigkeit und chirurgische Eingriffe

Die Brustwarzen sind ein hochsensibler Bereich des weiblichen Körpers, der eine wichtige Rolle bei der sexuellen Erregung, der Mutter-Kind-Bindung und der Stillfähigkeit spielt. Die Nervenfasern in den Brustwarzen sind für diese Funktionen von entscheidender Bedeutung. Dieser Artikel beleuchtet die Anatomie, Physiologie und klinische Bedeutung der Nervenfasern in den Brustwarzen, insbesondere im Zusammenhang mit Brustverkleinerungen und anderen medizinischen Bedingungen.

Anatomie und Innervation der Brustwarze

Die Brustwarze (Mamille oder Papilla mammaria) ist ein kleiner, erhabener Bereich auf der Brust, der sich in der Mitte des Warzenhofs (Areola) befindet. Die sensorische Innervation der Brustwarze ist besonders ausgeprägt. Sie wird hauptsächlich durch die Interkostalnerven gewährleistet, insbesondere durch den Interkostalnerv, der zwischen den Rippen verläuft und feine Endäste (Rr. mammarii) abgibt. Diese Endäste versorgen die Brusthaut und die darunter liegenden Strukturen, einschließlich der Brustwarze, sensorisch. Dadurch ist die Brustwarze sehr empfindlich auf mechanische Reize wie Berührung, Kälte oder Wärme.

Funktion der Nervenfasern in der Brustwarze

Die Nervenfasern in der Brustwarze spielen eine entscheidende Rolle bei verschiedenen physiologischen Prozessen:

  • Sensibilität: Die dichte Nervenversorgung macht die Brustwarze zu einer erogenen Zone. Stimulation durch Berührung oder Saugen löst eine starke sensorische Reaktion aus, die sexuelle Erregung und Lustempfinden hervorrufen kann.
  • Stillfähigkeit: Die Stimulation der Brustwarze durch das Saugen des Säuglings ist ein wichtiger Reiz für die Milchproduktion. Dieser Reiz wird über die sensorischen Nerven an das Gehirn weitergeleitet, was zur Freisetzung von Oxytocin und Prolaktin führt. Oxytocin bewirkt den Milchspendereflex, während Prolaktin die Milchproduktion anregt.

Brustverkleinerung und Nervenfasern

Eine Brustverkleinerung (Reduktionsmammoplastik) ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem überschüssiges Haut- und Brustgewebe entfernt wird, um die Größe und Form der Brüste zu reduzieren. Dieser Eingriff kann aus medizinischen Gründen (z. B. bei Rücken- und Nackenschmerzen aufgrund übergroßer Brüste) oder aus ästhetischen Gründen in Betracht gezogen werden.

Erhalt der Sensibilität und Stillfähigkeit

Bei einer Brustverkleinerung ist es wichtig, die Nervenfasern in der Brustwarze so weit wie möglich zu schonen, um die Sensibilität und Stillfähigkeit zu erhalten. Moderne Operationstechniken beinhalten in der Regel die Versetzung der Brustwarze zusammen mit Nerven und Blutgefäßen. Dadurch bleibt die Sensibilität der Brustwarze und die Stillfähigkeit häufiger erhalten, als wenn man die Brustwarze ohne Durchblutung versetzen muss („freie Transplantation“).

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Mögliche Beeinträchtigungen

Trotz sorgfältiger Operationstechniken kann es in einigen Fällen zu Beeinträchtigungen der Sensibilität und Stillfähigkeit kommen. Während der Brustverkleinerung werden feine Hautnerven in der Brust durchtrennt, wodurch eine Taubheit in Haut und Brustwarze auftreten kann. Besonders bei großen Reduktionsgewichten ist ein Gefühlsverlust an der Brustwarze nicht ausgeschlossen. Auch eine Beeinträchtigung der Stillfähigkeit ist möglich, obwohl die Brustwarzen während der Operation zusammen mit Nerven und Blutgefäßen versetzt werden.

Vorbereitung und Nachsorge

Um das Risiko von Komplikationen zu minimieren und die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen, ist eine sorgfältige Vorbereitung und Nachsorge wichtig. Vor der Operation sollte eine ausführliche Beratung mit dem Plastischen Chirurgen erfolgen, um die Erwartungen und Risiken zu besprechen. Nach der Operation ist es wichtig, die Anweisungen des Arztes genau zu befolgen, um die Wundheilung zu fördern und Komplikationen zu vermeiden.

Weitere Ursachen für Brustschmerzen

Viele Menschen leiden unter Schmerzen in der Brust. Treten Thoraxschmerzen auf, kommt es häufig zu einer großen Verunsicherung. Nicht immer liegt eine schwerwiegende Ursache wie ein Myokardinfarkt (Herzinfarkt) oder eine Angina pectoris (Verengung der Herzkrankgefäße) zugrunde, die als Notfälle sofort behandelt werden sollten. Zu den typischen Brustschmerzen-Ursachen zählt zum Beispiel auch die Interkostale Neuralgie, bei der es sich um eine Nervenreizung zwischen den Rippen handelt. Sie kann Symptom einer Krankheit wie der Borreliose oder von Diabetes sein. Allgemein gilt bei Brustschmerzen, dass sie immer ernstgenommen und abgeklärt werden sollten.

Die Auslöser für stechende und schmerzende Beschwerden im Brustbereich sind vielfältig, da in diesem Teil des Körpers viele Organe, Gewebe und Strukturen liegen und der ganze Körper über Faszien mit diesem Bereich verbunden ist. Häufig ist das Problem muskulär bedingt, zum Beispiel sind Verspannungen denkbar. Auch das Skelett kann involviert sein, etwa als Rippenbruch oder Bandscheibenvorfall. Darüber hinaus können Organe im Brustraum erkrankt oder verletzt sein. Vor allem das Herz, die Lunge sowie die Speiseröhre sollten dann genauer untersucht werden. Mitunter kommt es auch vor, dass Erkrankungen im Bauchraum in die Brust ausstrahlen. ÄrztInnen können den Auslöser oft ermitteln.

Myokardinfarkt

Bei einem Myokardinfarkt ist ein Blutgefäß im Herzen akut verstopft. Voraus geht dem Infarkt meist eine Brustenge, die als Angina pectoris bezeichnet wird. Bei einem vollständigen Gefäßverschluss werden Teile des Organs nicht mehr richtig durchblutet. Das Gewebe des Herzmuskels kann dadurch beschädigt werden und sogar absterben. Die Erkrankung kann im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen. Ein Herzinfarkt ist daher immer ein Notfall, es muss sofort die 112 angerufen werden.

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Interkostale Neuralgie

Lassen sich die Beschwerden zwischen zwei benachbarten Rippen lokalisieren und sind sie vor allem beim Bewegen des Brustkorbs zu spüren, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um eine Interkostale Neuralgie handelt. Die Ursache ist eine Reizung eines an dieser Stelle verlaufenden Nervs oder einer Nervenwurzel. Die Interkostalneuralgie ist keine Krankheit, sondern ein Krankheitssymptom. Verantwortlich können viele Erkrankungen sein, zum Beispiel eine Infektion mit Herpes Zoster, ein Bandscheibenvorfall oder ein Rippenbruch. Da gleich mehrere behandlungsbedürftige Krankheiten mit einer Interkostalen Neuralgie einhergehen können, ist ein Arztbesuch für weitere Untersuchungen anzuraten.

Brustschmerzen speziell bei Frauen

Frauen haben es häufiger mit schmerzenden Beschwerden in der Brust zu tun, zumindest, wenn es konkret das weibliche Brustgewebe betrifft. In der zweiten Zyklushälfte, also in den Tagen vor dem Einsetzen der Periode, bilden sich im Gewebe leicht Wassereinlagerungen, die ein schmerzhaftes Anschwellen der Brüste bedingen und sie berührungsempfindlich machen können (Mastopathie). Mit Beginn der Menstruation baut der Organismus das eingelagerte Wasser wieder ab, sodass die Schmerzen ohne weitere Behandlung wieder abklingen. Dieses Phänomen ist meist eine ungefährliche Begleiterscheinung des Zyklus.

Schmerzende Brüste bei Frauen oder Männern sind für gewöhnlich kein Symptom von Brustkrebs. Ein Mammakarzinom äußert sich eher durch Knoten im Brustgewebe (ohne Schmerzen), Einziehungen der Brustwarze oder Veränderungen der Brustgröße.

Wann sind Brustschmerzen ernst?

Beschwerden wie Schmerzen und Stechen in der Brust können völlig harmlos sein, aber auch auf eine lebensbedrohliche Krankheit hindeuten. Als Laie ist es oft nicht einfach, die Schwere der Symptome einzuschätzen. Gewisse Eigenschaften von Brustbeschwerden deuten jedoch mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auf einen Notfall hin. Hatte die betroffene Person in der Vergangenheit bereits Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System, vielleicht sogar schon einen Herzinfarkt oder eine Operation am Herzen, sollte nicht gezögert werden: Man sollte schnell medizinische Hilfe organisieren.

Eine ernste Situation liegt bei Schmerzen und Stechen in der Brust außerdem immer dann vor, wenn die Brustschmerzen außergewöhnlich stark sind und sie die betroffene Person sehr belasten, sie es vielleicht sogar als schwer oder unmöglich auszuhalten beschreibt. Auch bei einer starken Atemnot, einer Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit sollte sofort ein Notarzt verständigt werden. Bei Frauen sind ein Herzinfarkt und eine Angina pectoris schwerer zu erkennen als bei Männern. Die oben genannten Symptome sollte man sich also gut einprägen und im Zweifel lieber einmal zu oft als zu wenig den Notruf wählen. Gerade bei einem Infarkt oder einem verschlossenen Blutgefäß kommt es auf jede Sekunde an.

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Ernste Symptome müssen nicht unmittelbar das Leben des Patienten oder der Patientin bedrohen. Erkrankungen wie Brustkrebs oder Diabetes mellitus erfordern zwar eine zeitnahe Behandlung, doch muss diese nicht zwingend noch am gleichen Tag erfolgen. Betroffene sollten bei Symptomen wie einer veränderten Brust oder Schmerzen zwischen den Rippen bei der nächsten Gelegenheit einen Termin in einer Arztpraxis vereinbaren, um sich untersuchen zu lassen. Der Notruf muss also nicht gewählt werden, dennoch ist eine baldige Untersuchung sinnvoll.

Nichts tun müssen Betroffene von Brustschmerzen, wenn es sich um angeschwollenes Drüsengewebe in der Brust bei Frauen im gebärfähigen Alter handelt. Dieses Phänomen beruht auf hormonbedingten Wassereinlagerungen und ist nicht schädlich oder problematisch für den Körper. Mit Lotionen und gewissen Arzneien können die Beschwerden zum Teil gelindert werden. Hier sollte man auch mit einem Frauenarzt des Vertrauens sprechen, um die optimale Lösung zu finden.

Diagnose und Abklärung von Brustschmerz

Art und Umfang der Untersuchungen beim Auftreten von Schmerzen oder Stechen in der Brust, bzw. sonstigen Beschwerden hängen vor allem von den vorliegenden Symptomen ab. In der Regel wird der behandelnde Arzt zunächst eine Anamnese vornehmen und daran anschließend eine körperliche Untersuchung durchführen. Auf diesem Weg erfährt der Mediziner bereits mehr über die Krankengeschichte und eventuell vorliegende, relevante Vorerkranken oder Risikofaktoren. Bei der allgemeinen körperlichen Untersuchung erhält er einen Überblick über den derzeitigen Allgemeinzustand. Das hilft dabei, Entscheidungen über die weiteren Untersuchungen zu treffen.

Weitere typische Untersuchungen bei Beschwerden in der Brust sind Blutanalysen und das EKG (Elektrokardiogramm). Eine Analyse des Blutes liefert Aufschluss über versteckte Erkrankungen und Entzündungen. Darüber hinaus gibt es einige Marker im Blutbild, die auf eine Schädigung des Herzmuskels hindeuten können. Ein EKG gibt Aufschluss darüber, ob der Herzrhythmus gesund ist. Außerdem kann mit der elektrischen Aufzeichnung der Herzaktivität mehr über den Zustand des Herzens herausgefunden werden.

Neben diesen Standard-Untersuchungen bei Beschwerden wie Schmerzen oder Stechen in der Brust können sich weitere Untersuchungen anschließen. Hier sind besonders bildgebende Verfahren zu nennen, also zum Beispiel ein MRT oder CT. Manche PatientInnen müssen auch an Stress- oder Belastungstests teilnehmen, um die Herzfunktion im Rahmen einer kontrollierten Belastungssituation zu testen. Bei solchen Tests sind stets Ärzte in der Nähe, um im Fall der Fälle medizinisch eingreifen zu können. So haben auch ängstliche PatientInnen die Möglichkeit, sich gründlich untersuchen zu lassen.

Behandlung und Therapie bei Schmerzen in der Brust

Brustschmerzen erfordern manchmal, aber nicht immer eine Behandlung. Besonders schnell muss bei einem Herzinfarkt eingegriffen werden, der die wohl bedrohlichste Ursache für Beschwerden wie das Stechen in der Brust ist. Die Therapie bei einem Infarkt ist von Patient zu Patient unterschiedlich.

Akute Brustschmerzen durch einen Herzinfarkt werden mit Sauerstoff- und Medikamentengaben gelindert. Die Medikamente wirken in der Regel gegen Blutgerinnsel, außerdem werden Schmerzmittel gegen die teils starken Schmerzen verabreicht. Es kommt darüber hinaus bei Gefäßverengungen vor, dass im Rahmen einer Operation ein Stent eingesetzt werden muss. Er dient dazu, das Blutgefäß zu öffnen und dauerhaft offen zu halten. Manche Menschen leben mit mehreren Stents und genießen eine hohe Lebensqualität. Es gibt auch andere nützliche OP-Verfahren.

Die Behandlung der Interkostalen Neuralgie hängt von der zugrunde liegenden Erkrankung ab. Bei einem Diabetes mellitus können Medikamente wie Insulin verschrieben werden, manchmal ist eine Umstellung der Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten aber ebenfalls hilfreich. Die Beschwerden, die die Interkostale Neuralgie auslöst, kann in manchen Fällen mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) behandelt werden.

Psychische Auswirkungen von Brustschmerzen

Eine Folge von einem als bedrohlich erlebten Brustschmerz, der häufig nicht genug Beachtung geschenkt wird, sind die psychischen und emotionalen Auswirkungen auf die Betroffenen. Sie können zeitgleich mit den Brustschmerzen auftreten und dauerhaft bestehen bleiben. Nach einem Infarkt entwickelt sich bei manchen PatientInnen beispielsweise eine Panikstörung. Die Angst, jetzt an einem Herzinfarkt zu sterben oder mit lebenslangen Einschränkungen leben zu müssen, ist für viele Menschen eine enorme Belastung, die sich einprägt.

Unabhängig davon, ob die Ursache der Schmerzen eher harmlos oder bedrohlich ist, kann die Person lange unter der Erfahrung leiden und an Störungen der Psyche und des Wohlbefindens erkranken. Psychische Krankheiten und unverarbeitete Emotionen sollten zeitnah behandelt werden, damit sie nicht chronisch werden. Ansonsten besteht das Risiko, dass sich eventuelle Herzbeschwerden durch die angeschlagene Psyche noch weiter verschlechtern.

Leiden PatientInnen nach einem potenziell lebensbedrohlichen Ereignis wie einer akuten Angina pectoris unter einem erhöhten Stressempfinden durch eine Angststörung, kann sich dies zum Beispiel in einem steigenden Blutdruck äußern. Dieser schädigt wiederum das Herz und die Blutgefäße und das Risiko für einen Infarkt nimmt erneut zu. Das Zusammenspiel aus Brustbeschwerden und psychischen Beschwerden kann einen Teufelskreis auslösen.

Weitere Erkrankungen und Veränderungen der Brustwarze

Klinisch kann die Brustwarze ein Hinweis auf verschiedene Erkrankungen sein. Die Galaktorrhö bezeichnet den unnatürliche Ausfluss von Milch oder milchähnlicher Flüssigkeit aus der Brustwarze. Sie kann einseitig oder beidseitig auftreten und kommt geschlechtsunabhängig vor. Eine genaue Abklärung der Ursache ist notwendig, um eine gezielte Behandlung einzuleiten. Mastitis ist eine Entzündung des Brustdrüsengewebes, die häufig bei stillenden Frauen auftritt (Mastitis puerperalis), aber auch bei Nicht-Stillenden vorkommen kann (Mastitis non-puerperalis). Sie wird oft durch Bakterien verursacht, meist Staphylococcus aureus, die über kleine Risse oder Verletzungen an der Brustwarze in die Brust eindringen. Diese Verletzungen entstehen häufig durch das Stillen oder andere mechanische Reize. Symptome umfassen Rötung, Schwellung, Schmerzen und manchmal Fieber. Eine unbehandelte Mastitis kann zu einem Abszess führen. Brustkrebs, medizinisch als Mammakarzinom bezeichnet, ist eine der häufigsten Krebserkrankungen. Im Zusammenhang mit der Brustwarze können verschiedene Symptome auftreten, die auf das Vorliegen einer Erkrankung hinweisen. Ein Mammakarziom kann auch aus dem Gewebe der Brustwarze entstehen.

Wie sieht eine gesunde Brustwarze aus?

Eine gesunde Brustwarze hat eine gleichmäßige Form und Farbe, die von hell- bis dunkelbraun variieren kann, abhängig von der Hautfarbe der Person. Sie sollte keine Risse, Schwellungen oder sichtbaren Entzündungen aufweisen und sich in der Regel leicht aufrichten, wenn sie stimuliert wird. Außerdem ist ein klarer, geruchloser Ausfluss aus der Brustwarze in der Regel unbedenklich, während ungewöhnliche Veränderungen oder Blutungen ärztlich abgeklärt werden sollten.

Was sind die Punkte auf der Brustwarze?

Die Punkte auf der Brustwarze sind die Öffnungen der Milchgänge, durch die Muttermilch während des Stillens austritt. Zusätzlich befinden sich dort die Montgomery-Drüsen, die Talg produzieren, um die Haut der Brustwarze geschmeidig zu halten und vor Austrocknung zu schützen. Diese Punkte sind völlig normal und können in Anzahl und Größe variieren, abhängig von der individuellen Anatomie.

Woher kommt eine dritte Brustwarze?

Eine dritte Brustwarze, auch als Supernumerary Nipple oder Zwi­schennippel bezeichnet, entsteht durch eine abnormale Entwicklung der Brustdrüsen während der Embryonalentwicklung. In der Regel sind Brustwarzen im Wesentlichen Überbleibsel der Entwicklung, bei der sich bei der Bildung des Milchleistenbereichs im frühen Stadium der Schwangerschaft zusätzliche Brustdrüsen oder -warzen bilden können. Diese zusätzlichen Brustwarzen können an verschiedenen Stellen des Körpers auftreten, häufig entlang der sogenannten Milchlinie, die sich von der Achselhöhle bis zur Leiste erstreckt. Während sie in der Regel harmlos sind, können sie manchmal eine Vielzahl von Formen und Größen annehmen und müssen nur dann behandelt werden, wenn sie Beschwerden verursachen oder kosmetische Bedenken hervorrufen.

Was bedeutet Sekret aus der Brustwarze?

Sekret aus der Brustwarze kann auf verschiedene Ursachen hinweisen, abhängig von der Art und dem Zeitpunkt des Ausflusses. Bei stillenden Müttern handelt es sich häufig um Muttermilch, während ein klarer, geruchloser Ausfluss in anderen Phasen in der Regel unbedenklich ist.

Brustrekonstruktion mit Nerventransplantation

Trotz signifikanter Fortschritte der brusterhaltenden Chirurgie muss bei ca. 30% der Frauen bei einer Krebserkrankung das Brustdrüsengewebe komplett entfernt werden. Moderne Methoden zur Brustrekonstruktion mit körpereigenem Gewebe erlauben zwar eine Wiederherstellung der Form und Größe. Sicher ist hier ein Vorteil einer Brustrekonstruktion mit Eigengewebe zu sehen. Denn sie bietet den betroffenen Frauen die Möglichkeit, die Sensibilität ihrer Brust wieder zu erlangen. Dank einer mikrochirurgischen Operationstechnik kann die erotische Sensibilität nach einer Brustrekonstruktion mit Körpergewebe erheblich verbessert werden. Bei diesem Operationsverfahren, das weltweit nur wenige Zentren durchführen, wird das zur Brustrekonstruktion verwendete, körpereigene Gewebe mit den sensiblen Nerven freipräpariert und transplantiert. Diese Nerven werden im Brustbereich mit Empfänger-Nerven unter dem Mikroskop angeschlossen.

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