Konzentriertes Arbeiten erfordert viel Energie, da unser Gehirn der energieintensivste Teil unseres Körpers ist und etwa 20 % unserer täglichen Energie verbraucht. Um eine optimale Funktion der grauen Zellen zu gewährleisten, benötigen wir Fette und Zucker. Anstatt jedoch zu Schokoriegeln zu greifen, können wir auch Obst essen. Die richtige Wahl kann uns in bestimmten Situationen helfen.
Die Bedeutung von Obst für die Gehirnfunktion
In Stresssituationen greifen wir oft zu Süßigkeiten und Snacks. Diese liefern zwar schnell Energie, aber die Wirkung ist nicht von Dauer. Der Blutzuckerspiegel steigt zwar an, sinkt aber schnell wieder ab. Das Energieniveau kann nicht lange gehalten werden. Daher kann es vorkommen, dass wir uns danach müder fühlen als zuvor. Wer Wert auf seine Gesundheit und langfristige Leistungsfähigkeit legt, sollte lieber frisches Obst essen.
Apfel: Der Alleskönner für Konzentration
Der Apfel ist ein Alleskönner, der viele wichtige Vitamine enthält, darunter Provitamin A, die Vitamine B, C und E sowie Lycopin, das die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit verbessern soll.
Dunkle Beeren: Fördern das Denkvermögen
Dunkle Beeren wie Himbeeren sind gut für das Denkvermögen, da sie den Farbstoff Anthocyane enthalten, der zu den Antioxidantien gehört.
Bananen: Starke Nerven in Stresssituationen
Bananen sind in Stresssituationen im Beruf oder bei Prüfungen das Obst der Wahl. Sie sind ein schneller Energielieferant, enthalten viel Magnesium und stärken die Nerven.
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Johannisbeeren: Stärkung des Immunsystems
Rote und schwarze Johannisbeeren sind Vitaminbomben, da sie sehr viel Vitamin C enthalten. Bereits 50 Gramm decken den Tagesbedarf und stärken die Abwehrkräfte.
Nüsse: Mehr Energie und Leistung
Studentenfutter trägt seinen Namen nicht umsonst: Nüsse enthalten besonders viel Vitamin B1, das die Energiegewinnung unseres Gehirns steigert.
Erdbeeren und Heidelbeeren: Kognitive Vorteile im Alter
Regelmäßiger Verzehr von Erdbeeren und Heidelbeeren kann mit besseren kognitiven Leistungen im Alter verbunden sein. Dies wird auf den Gehalt an Anthocyanen und Flavonoiden zurückgeführt. Flavonoide sind Farbstoffe, die Pflanzen vor UV-Licht und Oxidation schützen. Anthocyane verleihen vielen Beeren ihre dunkelblaue bis schwarze Farbe.
Eine Studie der Harvard Universität ergab, dass Frauen, die häufiger Erdbeeren und Heidelbeeren konsumierten, im Alter geistig aktiver waren. Das Ausmaß wurde mit einer Verzögerung des normalen Alterungsprozesses um 1,5 bis 2,5 Jahre verglichen.
Obst und Intelligenz: Eine verblüffende Verbindung
Eine Studie mit 140 Primatenarten ergab, dass Affen, die sich von Früchten ernährten, größere Gehirne hatten als diejenigen, die nur Blätter aßen. Dies deutet darauf hin, dass die Ernährung die Gehirngröße beeinflussen kann.
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Weitere Lebensmittel für ein leistungsfähiges Gehirn
Neben Obst gibt es auch andere Lebensmittel, die die Gehirnfunktion unterstützen können:
- Kokosöl: Eine gute Energiequelle für das Gehirn, die die Durchblutung fördert und die Konzentration steigern kann.
- Lachs: Reich an Omega-3-Fettsäuren, die Entzündungen reduzieren und die Gehirnfunktion verbessern können.
- Kakao: Kann Gehirn und Denkvermögen steigern.
- Grünes Blattgemüse: Enthält Folsäure, die im Alter das Gedächtnis verbessern kann.
Brainfood: Was das Gehirn wirklich braucht
Brainfood ist Nahrung, die das Gehirn mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Dazu gehören:
- Wasser: Fast 75 % unseres Gehirns bestehen aus Wasser.
- Fette Fische: Eine ideale Quelle für Omega-3-Fettsäuren.
- Eisen: Wichtig für die Sauerstoffversorgung des Gehirns.
- Avocados: Können die Durchblutung des Gehirns verbessern.
- Eier: Reich an Vitamin B und Lecithin.
- Milchprodukte: Reich an Kalzium, das die Funktion der Nerven unterstützt.
- Gemüse: Karotten, Pilze, Brokkoli, Zwiebeln, Spargel, Sprossen und Kopfsalat bringen das Gehirn in Schwung.
- Nüsse: Reich an Vitamin E und B6, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sowie Antioxidantien.
- Hülsenfrüchte und Bohnen: Ideal für die Versorgung des Gehirns mit Glukose.
- Grüner Tee: Wirkt der Verkalkung der Gefäße entgegen.
Die Rolle der Ernährung für die Gehirngesundheit
Studien haben gezeigt, dass eine mediterrane Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Olivenöl und fettem Seefisch die kognitiven Fähigkeiten verbessern kann. Auch der tägliche Verzehr von grünem Blattgemüse kann den Alterungsprozess des Gehirns verlangsamen.
Unser Gehirn benötigt ausreichend Energie aus Kohlenhydraten und Flüssigkeit, um optimal zu funktionieren. Daniela Krehl warnt: "Für die geistige Fitness ist es ganz wichtig, dass man genügend trinkt. Schon allein zwei Prozent Flüssigkeitsverlust kann dazu führen, dass wir uns nicht mehr richtig konzentrieren können, dass wir Kopfschmerzen bekommen."
Flavonoide: Schutz für die Gehirnfunktion
Flavonoide sind in vielen Obst- und Gemüsesorten enthalten und schützen die Gehirnfunktion. Eine Studie der Columbia University zeigte, dass ältere Menschen, die sich länger flavonolarm ernährt hatten, von der täglichen Einnahme eines kakaohaltigen Flavonolextraktes profitierten. Nach einem Jahr normalisierte sich die Gedächtnisleistung.
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Die Bedeutung von Glukose, Haferflocken, Nüssen und Aminosäuren
Unser Gehirn benötigt 120 bis 140 Gramm Glukose pro Tag, um ausreichend mit Energie versorgt zu werden. Haferflocken sind gute Energielieferanten, da sie den Blutzuckerspiegel langsam steigen lassen. Nüsse sind reich an ungesättigten Fettsäuren und B-Vitaminen. Für den internen Informationsaustausch benötigt unser Gehirn auch reichlich Aminosäuren, die es aus Eiweiß bezieht.
Die Rolle des Darm-Mikrobioms
Die Wirkung von Nahrungsmitteln auf die Gehirngesundheit wird maßgeblich über das Darm-Mikrobiom vermittelt. Die Darmbakterien verarbeiten Nahrungsreste und produzieren Stoffwechselprodukte, die das Gehirn beeinflussen.
Ernährung und psychisches Wohlbefinden
Forschungen zufolge beeinflusst die Ernährungsweise die Psyche. Studien haben einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Obst und Gemüse und dem seelischen Befinden festgestellt. Mutmaßlich können pflanzliche Inhaltsstoffe wie Vitamine oder Antioxidantien auf das Gehirn einwirken und die Stimmung verbessern.
Neurotransmitter und ihre Bedeutung
Neurotransmitter sind Botenstoffe für das Gehirn. Dazu gehören Dopamin (das "Glückshormon") und Serotonin. Ein Mangel an diesen Stoffen kann zu Depressionen, Gereiztheit und Schlafstörungen führen. Hier können bestimmte Lebensmittel wie Kartoffeln, Fenchel, Feigen, Spinat und Tomaten helfen.
Gesunde Fette für ein gesundes Gehirn
Gesunde, mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind die Grundbasis für einen gesunden Zellwachstum sowie Zellstoffwechsel. Omega-3-Fettsäuren sind zum Beispiel in Leinöl enthalten.