Weleda bei Migräne: Ursachen, Behandlung und alternative Therapieansätze

Migräne kann den Alltag durch stechende, drückende oder pulsierende Kopfschmerzen erheblich beeinträchtigen. Es ist daher wichtig, die Ursachen zu erkennen und die Schmerzen richtig zu behandeln. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über Migräne, ihre Unterscheidung von anderen Kopfschmerzarten, mögliche Ursachen und verschiedene Behandlungsansätze, einschließlich der Anwendung von Weleda-Produkten und alternativen Therapien.

Kopfschmerzarten: Migräne und ihre Unterscheidung

Wenn der Kopf schmerzt, handelt es sich meist um Migräne oder Spannungskopfschmerzen. Sie gehören zu den "primären Kopfschmerzen", da sie nicht durch andere Krankheiten verursacht werden.

Spannungskopfschmerzen: Diese machen sich meist im gesamten Kopfbereich (beidseitig) bemerkbar und verursachen dumpfe, drückende Schmerzen. Ihre Ursache liegt oft in einer Überlastung von Psyche und Körper (Stress). Spannungskopfschmerzen treten demnach vermehrt während einer stressigen Phase auf und steigern sich im Verlauf langsam.

Migräne: Anders als Spannungskopfschmerzen tritt die Migräne meist anfallartig auf. Die Reizempfindlichkeit der Sinnesorgane und der Nerven ist bei Migränepatienten erhöht: Der Körper reagiert auf innere und äußere Reize besonders empfindlich. Treten zusätzlich Störungen der Sinneswahrnehmung auf (etwa eine Sehstörung oder Sprachstörung) spricht man von einer Migräne mit Aura.

Cluster-Kopfschmerzen: Auch Cluster-Kopfschmerzen zählen zu den primären Kopfschmerzen. Auch Schmerzen die nach einer Gehirnerschütterung bzw. Wenn Kopfschmerzen zum ersten Mal und/oder besonders stark auftreten, sollte in jedem Fall eine ärztliche Praxis aufgesucht werden.

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Ursachen von Migräne

Die genauen Ursachen von Migräne sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren eine Rolle spielt. Zu den häufigsten Auslösern (sogenannte Trigger) gehören:

  • Stress: Sowohl akuter als auch chronischer Stress kann Migräneattacken auslösen.
  • Hormonelle Veränderungen: Bei Frauen können hormonelle Schwankungen im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus, der Schwangerschaft oder den Wechseljahren Migräneattacken begünstigen.
  • Ernährung: Bestimmte Nahrungsmittel und Getränke wie Alkohol, Käse, Schokolade oder Zitrusfrüchte können bei manchen Menschen Migräne auslösen.
  • Wetterumschwünge: Veränderungen des Luftdrucks oder der Temperatur können ebenfalls Migräneattacken provozieren.
  • Schlafstörungen: Ein unregelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus oder Schlafmangel kann Migräne begünstigen.
  • Sinnesreize: Helles Licht, laute Geräusche oder starke Gerüche können bei empfindlichen Personen Migräneattacken auslösen.

Diagnose von Migräne

Die Diagnose von Migräne basiert in der Regel auf der Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte) und einer körperlichen Untersuchung. Ein Kopfschmerz-Tagebuch kann bei der Diagnose und Behandlung der Schmerzen helfen. Halte darin fest, von welcher Art der Schmerz ist: steigert er sich langsam oder kommt er anfallartig? Beidseitige oder einseitige Kopfschmerzen? Starke oder leichte Kopfschmerzen? Stechende oder pulsierende Kopfschmerzen? Tritt zusätzlich Übelkeit oder Erbrechen auf? Schreibe auch auf, wie oft und nach welchen Ereignissen der Schmerz einsetzt: während oder nach einer stressigen Phase? Bei Wetterumschwung?

Behandlung von Migräne

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Migräne zu behandeln. Die Wahl der geeigneten Therapie hängt von der Häufigkeit, Schwere und Begleitsymptomen der Migräneattacken ab.

Konventionelle Behandlung

  • Akuttherapie: Bei akuten Migräneattacken werden in der Regel Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol eingesetzt. Bei stärkeren Schmerzen können Triptane helfen, die die Blutgefäße im Gehirn verengen und die Entzündung reduzieren.
  • Prophylaxe: Wenn Migräneattacken häufig auftreten, kann eine vorbeugende Behandlung sinnvoll sein. Hierfür stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, wie z.B. Betablocker, Antidepressiva oder Antiepileptika.

Alternative und komplementäre Behandlungsmethoden

Zusätzlich zu den konventionellen Behandlungsmethoden gibt es eine Reihe von alternativen und komplementären Therapieansätzen, die bei Migräne hilfreich sein können.

  • Pflanzliche Mittel: Einige Pflanzen haben sich bei der Behandlung von Migräne bewährt. Dazu gehören:
    • Ingwer-Extrakt (Zintona®): Wirkt gegen Schwindelanfälle, Erbrechen und Migräneschmerzen.
    • Mutterkraut: Ist in Form von Kapseln, Tabletten oder Extrakt erhältlich.
    • Weitere Pflanzen: Eisenkraut, Heil-Batunge, Cayennepfeffer, Rosmarin und Lavendel.

Die Kräuter können generell als Tee/ Aufguss oder Kräuterbad angewendet werden. Bei einem Aufguss nimmt man 25g getrocknete Kräuter auf 600 ml kochendes Wasser. Für ein Kräuterbad kann man ein gefülltes Durchseihtuch unter das einlaufende warme Wasser hängen oder man gibt einen starken Kräuteraufguss zum Badewasser.

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  • Aromatherapie: Zahlreiche ätherische Öle haben sich bei der Migränebehandlung besonders bewährt:
    • Pfefferminze: Wenige Tropfen auf Stirn und Schläfen einreiben.
    • Lavendel: Wenige Tropfen direkt an den schmerzenden Stellen einreiben.
    • Weitere Öle: Rose, Majoran, Rosmarin, Wintergrün und Kamille. Als spezielle Ölzusammenstellung kann der Kopfwohl Roll-on® der Fa. Taoasis angeboten werden.
  • Homöopathie: Die Homöopathie kann mit einigen Einzelmitteln ganz gezielt gegen bestimmte Migräneschmerzen vorgehen. Dies ist sehr individuell.
  • Weitere Maßnahmen:
    • Regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus: Ein geregelter Schlaf-Wach-Rhythmus sowie regelmäßige Entspannung durch zum Beispiel progressive Muskelentspannung sind wichtig.
    • Reizabschirmung: Sorge für Reizabschirmung. Suche während des Anfalls einen abgedunkelten Raum auf und gönne dir Ruhe. Körperliche Aktivitäten und andere Reize könnten die Symptome der Migräne verschlimmern.
    • Vermeidung von Auslösern: Wenn es möglich ist, sollten eine große Lärmbelastung und starke Klimaschwankungen vermieden werden.
    • Kopfschmerztagebuch: Um die individuellen Auslöser Ihrer Migräne ausfindig zu machen, empfiehlt es sich, ein Kopfschmerztagebuch anzulegen. Dieses gibt es in der Apotheke. Bitte fragen Sie uns danach.

Weleda-Produkte bei Migräne

Weleda bietet verschiedene Produkte an, die bei der Behandlung von Migräne unterstützend wirken können.

  • Kephalodoron 5% Tabletten: Kephalodoron 5% hat eine einzigartige Komposition, die zur Behandlung von Migräne und gefäßbedingten Kopfschmerzen geeignet ist. Bei entzündlichen Reaktionen, wie sie auch bei einer Migräne an den Blutgefäßen im Gehirn auftreten können, bewirkt Quarz eine Abgrenzung gegenüber der Umgebung. Soweit nicht anders verordnet, erhalten Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren 1- bis 3-mal täglich 1-2 Tabletten, Kinder ab 5 Jahren 1- bis 3-mal täglich 1 Tablette.Zusammensetzung: 1 Tablette enthält: Wirkstoff: Ferrum-Quarz Ursubstanz 10 mg. Indikation: Das Arzneimittel wird angewendet gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis.

Wichtiger Hinweis

Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bei Tierarzneimitteln Ihren Tierarzt oder Apotheker.

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