Hilfsmittel zum Andicken von Speisen bei Dysphagie und Parkinson

Schluckstörungen (Dysphagie) sind ein häufiges Problem, das insbesondere bei neurologischen Erkrankungen wie Morbus Parkinson auftreten kann. Sie können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und zu schwerwiegenden Komplikationen wie Mangelernährung, Dehydration und Lungenentzündung führen. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, ist es wichtig, die Ernährung an die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen anzupassen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Texturmodifikation von Speisen und Getränken, um das Schlucken zu erleichtern und das Risiko des Verschluckens (Aspiration) zu minimieren.

Ursachen und Folgen von Schluckstörungen

Neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Multiple Sklerose und Morbus Parkinson können häufig Schluckstörungen verursachen. Aber auch Entzündungen, Aufenthalte auf der Intensivstation, Krebserkrankungen, Demenz oder Depressionen können zu einer Dysphagie führen.

Eine Dysphagie kann sehr gefährlich sein und zu einer Aspiration führen, bei der Nahrungs- oder Flüssigkeitspartikel in die Atemwege gelangen. Eine Aspirationspneumonie zählt zu den häufigsten Todesursachen bei Dysphagie-Patienten. Darüber hinaus steigt das Risiko für eine Mangelernährung, da Betroffene feste, krümelige oder faserige Nahrung meiden, was die Mangelernährung zusätzlich begünstigen kann. Bei Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder Chorea Huntington besteht zudem ein erhöhter Energiebedarf.

Frühzeitige Erkennung und individuelle Ernährung

Aufgrund der signifikant erhöhten Morbidität und Mortalität, insbesondere in der Akutphase eines Schlaganfalls, empfiehlt die Leitlinie "Klinische Ernährung in der Neurologie" der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) die frühzeitige Erkennung einer Dysphagie mittels standardisierten Screenings und Dysphagieassessments. Anhand der erhobenen Befunde wird der Schweregrad der Dysphagie festgelegt und eine entsprechende Empfehlung hinsichtlich des Ernährungsmanagements ausgesprochen.

Dysphagiescreening und Ernährungsempfehlungen

Die Leitlinie empfiehlt folgende Maßnahmen:

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  • Individuell angepasste Ernährung: Anpassung der Konsistenz von Speisen und Getränken, um das Schlucken zu erleichtern.
  • Naso-Gastral-Sonde: Bei Bedarf kann eine Ernährungssonde eingesetzt werden, um eine ausreichende Nährstoffversorgung sicherzustellen.

Individuelle Ernährung als Basis einer erfolgreichen Dysphagie-Therapie

Eine Dysphagie ist in der Regel behandelbar, wenngleich nicht immer vollständig heilbar. Ein multimodaler Therapieansatz, der von einem Team aus Ärzten, Schlucktherapeuten sowie Pflege- und Ernährungsfachkräften begleitet wird, hat die größte Aussicht auf Erfolg. Ein wichtiger Aspekt ist die individuelle Ernährungstherapie, bei der die Konsistenz von Speisen und Getränken angepasst wird. Eine Reduzierung der Fließgeschwindigkeit verzögert beispielsweise das Auslösen des Schluckreflexes und hilft dem Betroffenen beim kontrollierten Schlucken. Auch eine veränderte Konsistenz der festen Speisen kann den Patienten das Essen deutlich erleichtern. Hierfür können flüssige Speisen oder Getränke mit einem geschmacksneutralen Pulver angedickt werden. Darüber hinaus kann die Nährstoff- und Flüssigkeitsversorgung auch mit Hilfe von Trink- oder Sondennahrung gewährleistet werden.

Konsistenzanpassung

Je nach Schweregrad der Erkrankung müssen die Speisen eine solche Konsistenz haben, dass der Patient diese so unproblematisch wie möglich schlucken kann. Bei schweren Fällen muss das Essen ganz fein zu einer breiförmigen Konsistenz püriert werden, um dem Verschlucken so gut wie möglich vorzubeugen. Auch das Trinken kann Probleme bereiten. Bei schweren Fällen von Schluckproblemen sind Getränke wie Tee, Kaffee, Säfte usw. zu dünnflüssig und diese sollten dann angedickt werden. Mit angedickten Flüssigkeiten kann ein Verschlucken verhindert werden. Manche Nahrungsmittel, wie zum Beispiel krümeliges Brot oder Rohkostsalate, sind ab einem gewissen Stadium nicht mehr für Dysphagiepatienten geeignet.

Andickungspulver: Ein wichtiges Hilfsmittel

Um den genannten Risiken vorzubeugen, bietet der Einsatz von Verdickungsmitteln eine einfache Lösung. Ein solches Andickungspulver ist ein spezielles Bindemittel, um Speisen und Getränke in eine festere, meist breiartige Konsistenz zu bringen. Durch angedickte Speisen und Getränke können Menschen mit Schluckstörungen leichter und vor allem sicherer schlucken. Flüssigkeiten fließen im unbehandelten Zustand oft zu schnell, was eine hohe Aspirationsgefahr bedeutet - angedickte Nahrung hingegen passiert den Rachen deutlich langsamer und kontrollierter. Auf diese Weise wird das Schlucken erleichtert und das Risiko des Verschluckens reduziert. Gleichzeitig können Patienten wieder ihre gewohnten Speisen zu sich nehmen, was gezielt Mangelerscheinungen vorbeugt und die ausreichende Nahrungsaufnahme sicherstellt.

Eigenschaften moderner Andickungsmittel

  • Geschmacksneutralität: Die meisten Pulver sind geschmacksneutral und beeinflussen weder Geruch noch Aussehen der angedickten Speisen und Getränke.
  • Leichte Löslichkeit: Sie lassen sich in kalten wie heißen Flüssigkeiten sowie weichen Speisen leicht auflösen, ohne zu klumpen.
  • Stabile Konsistenz: Anders als bei rein stärkehaltigen Produkten dicken viele dieser Spezialpulver nicht nach - das heißt, die Konsistenz der angedickten Speisen bleibt stabil und wird nicht immer fester.
  • Amylaseresistenz: Gerade amylaseresistente Andickungspulver (z.B. mit Xanthan-Gummi statt Maisstärke oder Kartoffelstärke als Basis) gewährleisten, dass auch längerer Speichelkontakt die Konsistenz nicht verändert.
  • Vielseitigkeit: Je nach Dosierung sind verschiedene Konsistenzstufen von leicht dickflüssig bis puddingartig möglich. Die Pulver eignen sich für kalte und warme Flüssigkeiten, für Suppen, Pürees sowie andere weiche Speisen.

Anwendung von Andickungspulver

Die Verwendung von Andickungspulver ist einfach und erfordert nur wenige Schritte:

  1. Konsistenzstufe festlegen: Die Logopädin oder der Therapeut legt anhand von Schluck-Tests und Untersuchungen die geeignete Andickungsstufe fest - oft orientiert am internationalen IDDSI-Standard (Level 1 = leicht dick, bis Level 4 = extrem dick).
  2. Menge abmessen: Anhand der gewünschten Konsistenz (IDDSI-Stufe) und des Volumens der Flüssigkeit entnehmen Sie die erforderliche Menge Pulver.
  3. Pulver einrühren: Geben Sie das Andickungspulver in die vorbereitete Flüssigkeit oder Speise und rühren Sie sofort gründlich um, bis das Pulver vollständig gelöst ist.
  4. Kurz warten und prüfen: Lassen Sie die angedickte Zubereitung einen Moment stehen, damit sich die finale Konsistenz einstellen kann. Prüfen Sie, ob die gewünschte Dickflüssigkeit erreicht wurde.
  5. Ggf. nachjustieren: Falls die Konsistenz noch zu dünn ist, können Sie etwas Pulver nachstreuen und erneut umrühren. Ist sie zu dick geraten, kann durch Zugabe von Flüssigkeit vorsichtig verdünnt werden.

Tipps zur Anwendung

  • Kohlensäurehaltige Getränke sollten möglichst vermieden oder vor dem Andicken entgast werden.
  • Nutzen Sie für Betroffene gerne aromatische Getränke wie Fruchtsäfte, Kakao oder kräftige Brühen.

Für wen sind Andickungspulver geeignet?

Andickungspulver kommen überall dort zum Einsatz, wo Menschen Schwierigkeiten beim Schlucken haben. In der Pflege und Medizin sind sie fester Bestandteil der Versorgung: Insbesondere ältere Personen in Pflegeheimen, Schlaganfall-Patienten in Reha-Kliniken sowie Menschen mit neurologischen Erkrankungen (Parkinson, ALS u.a.) profitieren täglich von angedickter Kost. Pflegekräfte und Angehörige tragen die Verantwortung, die Mahlzeiten so sicher wie möglich zuzubereiten - hier leisten Andickungspulver wertvolle Unterstützung. In Deutschland gehören Andickungspulver in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen längst zum Standard; sie werden dort routinemäßig eingesetzt, um Schluckstörung-Patienten sicher zu versorgen. Viele medizinische Fachkräfte wie Logopäden, Ergotherapeuten oder Ernährungsberater empfehlen das Andicken von Kost im Rahmen der Schlucktherapie. Somit spielen die Bindemittel auch eine wichtige Rolle dabei, die Lebensqualität der Patienten zu erhalten.

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Bekannte Marken und Produkte

In Deutschland gibt es zahlreiche Verdickungsmittel in verschiedenen Varianten. Bekannte Marken sind zum Beispiel Thick & Easy (von Fresenius Kabi), Resource ThickenUp Clear (von Nestle Health Science), Nutilis (von Nutricia) oder JONOVA Andickungspulver. Viele Anbieter haben mittlerweile „klare“ Andickungspulver im Sortiment, die - anders als klassische auf Stärke basierende Pulver - in Wasser oder anderen klaren Flüssigkeiten transparent bleiben und keinerlei Aroma verändern.

Rezeptpflicht und Kostenübernahme

Andickungspulver kann in vielen Fällen vom Arzt auf Rezept verordnet werden, da es sich um ein anerkanntes diätetisches Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke handelt. Ob die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden, hängt jedoch vom Einzelfall ab.

Weitere Hilfsmittel und Ernährungsstrategien

Neben Andickungspulver gibt es weitere Hilfsmittel und Ernährungsstrategien, die bei Schluckstörungen hilfreich sein können:

  • Dysphagiebecher und -tassen: Diese sind mit Spezialvorrichtungen ausgestattet, die das Trinken erleichtern. Beispiele sind der Provale-Trinkbecher mit Flüssigkeitsregulierung oder der Thermo-Trinkbecher von Ornamin.
  • Teller mit Thermofunktion: Diese halten die Speisen warm.
  • Trinknahrung: Trinknahrung kann entsprechend nach ärztlicher Empfehlung eingesetzt werden, um Mangelernährung auszugleichen oder zu verhindern. Mittlerweile gibt es auch Trinknahrung zum Löffeln.
  • Tiefgefrorene Püree-Menüs: Diese bieten eine schmackhafte und abwechslungsreiche Ernährung für Menschen, die sich nur von Pürierkost ernähren können.
  • Tablettenmörser und -zerteiler: Diese erleichtern das Schlucken von Medikamenten.
  • Shaker für Andickungspulver: Diese helfen, das Pulver klumpenfrei mit der Flüssigkeit zu vermischen.
  • Flexy-Löffel: Dieser ist sehr weich und kann beim Essen im Mund bleiben.
  • Hilfsmittel zur Zubereitung von Pürierkost: Ein guter Mixer oder Pürierstab ist wichtig, um alles sämig klein zu pürieren.

Ernährung bei Parkinson: Besondere Aspekte

Die Ernährung bei Parkinson-Patienten ist eine facettenreiche Problematik, die unter verschiedenen Gesichtspunkten analysiert werden muss.

  • Schlucken und Parkinson: Das Schlucken ist ein komplexer Vorgang, an dem etwa 50 Muskeln und zahlreiche Nerven beteiligt sind. Bei Parkinson ist das Zusammenspiel dieser Muskeln und Nerven beeinträchtigt. Ähnlich wie bei den Extremitäten leidet auch die Schluck- beziehungsweise Halsmuskulatur unter Rigor, Akinese oder Tremor. Dies kann dazu führen, dass durch das asynchrone Zusammenspiel der Muskeln Schluckstörungen mit Eindringen von Speiseresten in die Luftröhre auftreten.
  • Darmflora und Parkinson: Neuere Studien deuten darauf hin, dass auch die Darmflora einen Zusammenhang mit der Entwicklung von Morbus Parkinson hat.
  • Diagnostik: Das wichtigste Diagnostikum ist zunächst die Anamnese. Hier muss explizit bei dem Patienten nach Schluckstörungen während des Schluckens und insbesondere auch nach dem Schluckvorgang gefragt werden. An apparativer Diagnostik muss an eine Laryngoskopie (Spiegelung des Rachens) beziehungsweise an eine Schluckvideountersuchung (Röntgenuntersuchung) gedacht werden.
  • Therapie: Die Therapie der Schluckstörung durch den Logopäden besteht aus restsituierenden, kompensatorischen und adaptiven Verfahren (oder kurz Restitution, Adaption, Kompensation).

Konsistenz bei Parkinson

Für Patienten mit funktionellen Schluckstörungen ist die Konsistenz der Speisen von essentieller Bedeutung. Am schwierigsten werden gemischte Konsistenzen bzw. langfaserige Konsistenzen abgeschluckt bzw. bergen das Risiko der Aspiration. Klassischerweise sind dies Suppe mit Einlage, wässriges Obst oder Müsli mit Nüssen bzw. Speisen mit langfaseriger Konsistenz, wie Fleisch oder Salat. Nicht nur die Nahrung, sondern auch Flüssigkeiten sind bei der Ernährung mit Parkinson von Bedeutung, besonders die Art der homogenen Konsistenz. Dabei ist Flüssigkeit aufgrund der höheren Schluckgeschwindigkeit deutlich schwieriger zu schlucken, als z. B. homogener Brei. Auch der Inhalt der Flüssigkeit hat hinsichtlich des Risikos einer Lungenentzündung Konsequenzen. So führen säurehaltige scharfe Flüssigkeiten (Wein, Schnaps, Kaffee, hochkonzentrische Säfte) sowie kohlensäurehaltige Getränke deutlich häufiger zu einer Schädigung der Epithelwand im Bereich der Trachea und der Bronchien.

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Medikamentöse Unterstützung

Es macht Sinn, die Patienten und Angehörigen darauf hinzuweisen, dass die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme bei Schwerbetroffenen nach Möglichkeit in einer Phase der optimalen Bewegung stattfindet. Dies kann auch medikamentös zusätzlich hergestellt werden, wenn man z. B. eine halbe Stunde vor Nahrungsaufnahme schnellwirksames L-Dopa dem Patienten verabreicht, um nach Eintritt der Wirksamkeit die Nahrungsaufnahme zu beginnen.

Hyperkinetische Patienten

Einen speziellen Fall stellen permanent überdosiert-hyperkinetische Patienten dar. Diese haben prinzipiell bei der Ernährung mit Parkinson keine Probleme, aber durch die Hyperkinetik jedoch einen extremen Kalorien- und Flüssigkeitsverlust, sodass massive Gewichtsabnahmen bzw. Exsikkose drohen.

Schlucktraining und -strategien

Es gibt verschiedene, zielgerichtete Behandlungsmethoden und Übungen, um bestehende Schluckstörungen zu überwinden. Diese lassen sich in drei Gruppen unterteilen:

  • Restituierende Verfahren (RV): Dienen zum Aufbau erhaltener Restfunktionen und streben eine maximale Beweglichkeit an (Mobilisation).
  • Kompensatorische Verfahren (KV): Zum Erlernen von Schlucktechniken und Haltungsänderungen, um den Schluckakt zu unterstützen.
  • Adaptierende Verfahren (AV): Beinhalten eine Kostanpassung bzw. einen Einsatz spezieller Ess- und Trinkhilfen (z. B. Andickungsmittel).

Beispiele für Übungen

  • Zungenbeweglichkeit: Zunge so weit wie möglich rausstrecken, Zunge bei geöffnetem Mund im Wechsel in Richtung Nase heben, mit der Zungenspitze abwechselnd den linken und rechten Mundwinkel berühren.
  • Trinkhalmübung: Verengen Sie einen Trinkhalm während des Saugens durch festes Zusammendrücken des Halmes. Saugen Sie damit sehr kräftig in einem Wasserglas, so dass Sie erheblichen Widerstand haben.
  • Kinn zur Brust: Neigen Sie während des Schluckens das Kinn in Richtung Brust, so als wollten Sie nicken. Dies ist die effektivste Methode ein Verschlucken zu verhindern.
  • Kopf drehen: Drehen Sie unmittelbar bevor Sie schlucken Ihren Kopf möglichst um 90 Grad zur Seite und lassen ihn während des Schluckens gedreht.
  • Supraglottisches Schlucken: Senken Sie das Kinn gegen die Brust. Atmen Sie tief durch die Nase ein. Halten Sie die Luft fest an. Schlucken Sie, halten Sie die Luft weiter an. Husten Sie sofort nach dem Schlucken. Schlucken Sie leer nach.

Anzeichen einer Schluckstörung

Eine Dysphagie ist nicht immer eindeutig erkennbar, aber es gibt Erfahrungswerte und Anzeichen, die deutliche Hinweise auf beginnende Schluckprobleme liefern können.

Indirekte Anzeichen

  • Gewichts- und Flüssigkeitsverlust
  • Sodbrennen und Aufstoßen
  • Erhöhte Körpertemperatur, plötzliches Fieber
  • Verschlechterung des Allgemeinzustandes mit unklarer Ursache
  • Auffälliges Blutbild
  • Bronchitis und Lungenentzündung

Direkte Anzeichen

  • Häufiges Verschlucken an Speichel, bestimmten Speisen oder Getränken
  • Häufiges Räuspern oder Husten (ggf. auch verspätet), bis hin zu Hustenanfällen
  • Erschwerte Atmung nach dem Schlucken (Atemnot, -geräusche, -stopp)
  • Kloßgefühl im Hals
  • Vermehrter Speichel, ungewollter Speichel- bzw. Nahrungsaustritt aus dem Mund
  • Gurgelnde Stimme
  • Brodelnde, rasselnde Atemgeräusche
  • Niesen beim Essen

Logopädische Diagnostik und Therapie

Durch die klinische Schluckuntersuchung (KSU) soll das Vorhandensein sowie die Schwere von Schluckstörungen festgestellt werden - gegebenenfalls werden weitere Untersuchungsverfahren eingeleitet. Eine klinische Diagnostik durch einen Logopäden umfasst:

  • Ein Gespräch zum Krankheitsverlauf und zu Beschwerden in Bezug auf das Schlucken inklusive Angaben von Angehörigen (Anamnesegespräch)
  • Eine Untersuchung der am Schlucken beteiligten Organe (Lippen, Kiefer, Wangen, Zunge, Gaumensegel, Kehlkopf)
  • Testen der Funktionsfähigkeit des Schluckablaufs anhand unterschiedlicher Konsistenzen
  • Beobachtung des Schluckens in unterschiedlichen Wirkphasen der Medikation
  • Testen der Schutzreflexe Räuspern und Husten
  • Beobachtungen zur Häufigkeit des Schluckens und Auslösung des Schluckreflexes
  • Beurteilung des Stimmklanges (feuchte oder gurgelnde Stimme/"wet voice")

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