Jeder, der schon einmal einen Text verfassen musste, kennt das Gefühl: Man starrt auf ein leeres Blatt oder einen leeren Bildschirm und nichts will einem einfallen. Die Buchstaben scheinen sich zu weigern, sich zu Wörtern und Sätzen zu formen. Dieses Phänomen wird als Schreibblockade bezeichnet und kann sehr frustrierend sein. Glücklicherweise gibt es verschiedene Strategien und Techniken, um Schreibblockaden zu überwinden und den Schreibfluss wieder in Gang zu bringen.
Ursachen von Schreibblockaden
Schreibblockaden sind vielfältig und können unterschiedliche Ursachen haben. Es ist wichtig, die individuellen Gründe für die Blockade zu erkennen, um gezielt dagegen vorgehen zu können.
Psychische Ursachen:
- Perfektionismus: Die Angst vor Fehlern und der Druck, einen perfekten Text zu schreiben, können lähmend wirken. Perfektionisten sind oft nie mit dem Geschriebenen zufrieden, weil sie die Erwartung haben, sofort einen perfekten Text produzieren zu müssen.
- Selbstzweifel: Negative Gedanken über die eigenen Fähigkeiten und die Qualität der Arbeit können zu einer Blockade führen. Betroffene stehen so sehr unter Druck, ein gutes Ergebnis abzuliefern, dass sie sich noch während des Schreibens zensieren: „Kann ich das so schreiben? Wird das meinen Lesern, meinem Chef oder Professor gefallen?“
- Motivationsmangel: Das Thema oder der Schreibprozess selbst erscheinen uninteressant oder wenig motivierend.
- Überforderung: Die Komplexität des Themas oder die Menge an Informationen können überwältigend sein. Alle Informationen liegen vor, die Recherche ist abgeschlossen - man müsste die Geschichte nur noch aufschreiben. Doch der Berg an Informationen ist so groß, dass Betroffene nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Die Unfähigkeit, Zusammenhänge herzustellen und die Informationen zu ordnen, mündet in der Schreibblockade.
- Angst zu versagen: Hinter dieser Schreibblockade steckt die Angst zu versagen. Teils sind es auch negative Erfahrungen, die hemmen: Die letzten Texte wurden verrissen.
Äußere Ursachen:
- Ungünstige Umgebung: Lärm, Unordnung oder eine ungemütliche Atmosphäre können die Konzentration stören.
- Technische Probleme: Computerprobleme oder fehlende Software können den Schreibprozess behindern.
- Zeitdruck: Enge Deadlines und Zeitmangel können zu Stress und Konzentrationsschwierigkeiten führen. Zeitnot kann dich also direkt in eine Schreibblockade befördern. Andere dagegen fühlen sich mit zu viel Spielraum überfordert und können erst richtig loslegen, wenn der Abgabetermin näher rückt.
- Zeitmangel: Andere Verpflichtungen wie Studium, Beruf oder Familie lassen wenig Zeit für die Schreibaufgabe.
- Konzentrationsschwierigkeiten: Ablenkungen durch äußere Reize oder innere Unruhe können das fokussierte Schreiben erschweren. Die digitalen Medien sind für die Recherche ein Segen, allerdings auch eine der größten Ablenkungsquellen beim Schreiben einer Hausarbeit. Um ungestört schreiben zu können, lohnt es sich also auch einfach mal alle Ablenkungen zu beseitigen.
- Mangelnde Unterstützung: Fehlendes Feedback oder fehlende Unterstützung von Betreuern oder Kommilitonen kann demotivierend wirken.
Auswirkungen von Schreibblockaden
Schreibblockaden können den Schreibprozess erheblich beeinträchtigen und negative Auswirkungen auf die mentale Gesundheit haben:
- Verzögerungen und Zeitdruck: Wenn es zu Zeitverzug kommt und die wissenschaftliche Projektarbeit nicht rechtzeitig fertiggestellt werden kann, gibt es mehrere Schritte, die Sie unternehmen können, um die Situation zu managen.
- Frustration und Selbstzweifel
- Verlust von Motivation
- Schlechtere Noten
- Psychische Belastung wie Angst oder Depressionen
Strategien zur Überwindung von Schreibblockaden
Es gibt zahlreiche Strategien, um Schreibblockaden zu überwinden und wieder in den Schreibfluss zu kommen. Hier sind einige bewährte Tipps:
Planung und Strukturierung
- Planen, planen, planen: Wer ein konkretes Konzept vor Augen hat, erliegt weniger der Gefahr, sich in Einfällen oder Kleinigkeiten zu verrennen. Zuallererst solltest du überlegen, was genau von dir verlangt wird. Was ist dein Thema? Wie sollst du es angehen? Steck den Themenbereich (zusammen mit deinem Dozenten) genau ab. Sei dir auch über die formalen und inhaltlichen Bedingungen im Klaren: Wie viele Seiten musst du schreiben? Welche Quellen sollst du nutzen?
- Erstellen Sie eine Gliederung: Eine klare Gliederung für Ihr wissenschaftliches Projekt ist das Fundament Ihrer Bachelorarbeit. Sie dient als roter Faden und hilft Ihnen, den Überblick zu behalten. Erstelle eine Gliederung und halte mit Stichpunkten fest, welche Inhalte wo stehen sollen. Schau dir alle gesammelten Informationen an und sortiere sie unter Überpunkten ein. Nummeriere deine Recherchen nach Wichtigkeit, auch Farbmarker oder Post-its können bei der Organisation helfen.
- Setzen Sie sich kleine Ziele: Zerlegen Sie die große Aufgabe in kleine, überschaubare Schritte. Setzen Sie sich für jeden Schritt ein konkretes Ziel und einen Zeitrahmen. So wirken die Aufgaben weniger bedrohlich und Sie können leichter loslegen.
Kreativitätstechniken
- Brainstorming: Schreiben Sie alles auf, was Ihnen zum Thema einfällt, ohne zu bewerten oder zu zensieren.
- Freewriting: Schreiben Sie einfach drauflos, ohne auf Grammatik oder Rechtschreibung zu achten. Das Ziel ist, den Schreibfluss in Gang zu bringen und die Gedanken zu Papier zu bringen. Eine bewährte Übung gegen Schreibblockaden ist das sogenannte Freewriting: Dazu legen Sie eine Uhr auf den Tisch und schreiben 5 Minuten lang ohne Pause auf, was Ihnen durch den Kopf geht. Egal was! Hauptsache, Sie schreiben und die Worte finden den Weg aus dem Kopf. Nicht wenige entdecken in dem Schreibvomitorium hinterher einen brauchbaren ersten Satz.
- Schreiben Sie von Hand: Manchmal kann es hilfreich sein, das wissenschaftliche Projekt und den Computer beiseitezulegen und stattdessen von Hand zu schreiben. Auf diese Weise vermeiden Sie Ablenkungen durch Formatierungen, Rechtschreibprüfung und andere Funktionen und können sich ganz auf Ihre Gedanken konzentrieren.
Schreibumgebung und Arbeitsweise
- Schaffen Sie eine inspirierende Umgebung: Suchen Sie sich einen ruhigen Ort z.B. Bibliothek, an dem Sie ungestört schreiben können. Sorgen Sie für ausreichend Licht und frische Luft. Legen Sie sich alles zurecht, was Sie brauchen, damit Sie nicht ständig aufstehen müssen. Wechseln Sie den Ort! Packen Sie den Laptop ein und setzen Sie sich auf den Balkon, in einen Park oder ins Café.
- Geh offline: Die digitalen Medien sind für die Recherche ein Segen, allerdings auch eine der größten Ablenkungsquellen beim Schreiben einer Hausarbeit. Um ungestört schreiben zu können, lohnt es sich also auch einfach mal alle Ablenkungen zu beseitigen.
- Erst schreiben, dann korrigieren: Oft machen Schreibende den Fehler, immer wieder im Text zurückzugehen, um das Geschriebene zu überarbeiten. Das hemmt den Schreibfluss allerdings gewaltig und bringt dich immer wieder aus dem "Flow". Trennen Sie das Schreiben vom Redigieren! Bedeutet: Konzentrieren Sie sich auf das Aufschreiben. Viele Schreibende machen den Fehler, im Text zurückzuspringen und das Geschriebene zu überarbeiten. Damit stören sie ihren Schreibfluss. Versuchen Sie die Zensur im Kopf auszublenden.
- Behandle das Hausarbeitenschreiben wie einen Job: Lege Zeiten fest, während derer du ohne Ablenkungen an der Arbeit schreibst. Das hilft dir, deinen Tag strukturiert zu planen und nicht den halben Tag mit Aufschieberitis zu verplempern. Kleiner Trick: Wenn du mit der Freizeitplanung anfängst, weißt du, dass auf anstrengende Schreibphasen auch Phasen der Erholung kommen, auf die du dich freuen kannst.
- Pausen einlegen: Das Gehirn kann nur 90 Minuten am Stück effektiv arbeiten. Danach braucht es eine Pause. Die Schreibblockade kann also ein Signal sein, um aufzustehen und frische Luft zu schnappen.
- Aufwärmen nicht vergessen: Betrachte das Schreiben einfach als Sport. Vor dem Gewichtheben musst du auch erst einmal deine Muskeln warm machen, das Gleiche gilt fürs Schreiben. Haue einfach fünf Minuten lang wild in die Tasten, ohne auf Fehler oder Stil zu achten. So kannst du dich quasi "warmschreiben" und musst keine Angst vor dem weißen Blatt haben, denn nun ist es ja nicht mehr ganz so weiß.
- Sei kein Hund, beiß dich nicht fest: An einer Stelle kommst du einfach überhaupt nicht weiter? Lass eine Lücke im Text und komm einfach später noch einmal darauf zurück, anstatt kostbare Zeit zu verschwenden. Manchmal kann es nützlich sein, die Hausarbeit einfach in der Mitte, bzw. an einem Punkt zu beginnen, bei dem dir am meisten einfällt. Wer mit einem Einleitungssatz kämpft, sollte sich nicht damit quälen, sondern mitten im Text anfangen - zum Beispiel beim zweiten oder dritten Absatz. Unser Gehirn arbeitet nicht linear. Starten Sie einfach mit dem, was Ihnen auf Anhieb einfällt und leichter fällt.
Inspiration und Austausch
- Lassen Sie sich von anderen inspirieren: Lesen Sie Texte zu Ihrem Thema oder hören Sie Vorträge von Experten. Manchmal reicht schon ein kleiner Impuls, um die Kreativität wieder in Schwung zu bringen. Sie können auch unsere Professoren oder Doktoren nach Inhaltsinspiration anfragen.
- Schreibgruppen: Der Austausch mit anderen Kommilitonen kann motivierend und hilfreich sein. Nehmen Sie an einer Schreibgruppe teil, um sich mit anderen über Ihre Fortschritte und Herausforderungen auszutauschen. So erhalten Sie neue Impulse und bekämpfen gleichzeitig das Gefühl der Isolation.
- Sprechen Sie mit Kollegen und Freunden darüber: Bei der Beschäftigung mit deinen eigenen Texten siehst du manchmal scheinbare Fehler oder Defizite, die in Wirklichkeit gar nicht existieren oder längst nicht so gravierend sind, wie sie dir erscheinen. Das wirkt sich aus auf deine Motivation und begünstigt Schreibblockaden.
Umgang mit Perfektionismus und Selbstzweifeln
- Setzen Sie sich nicht unter Druck: Perfektionismus ist der Feind des Fortschritts. Vermeiden Sie, jedes Wort, jeden Satz Ihrer Bachelorarbeit von Anfang an perfekt zu formulieren. Schreiben Sie zunächst einen Entwurf, skizzieren Sie Ihre Ideen und füllen Sie die Lücken später im Detail. Halten Sie sich an einen Zeitplan, aber lassen Sie sich auch genügend Puffer, um ohne Druck arbeiten zu können.
- Akzeptieren Sie die Situation: Versuchen Sie nicht, die Schreibhemmung mit Gewalt zu bekämpfen. Das macht die Situation nur noch schlimmer. Akzeptieren Sie stattdessen, dass es manchmal einfach nicht läuft, und gönnen Sie sich eine kurze Pause.
- Positive Selbstgespräche: Versuchen Sie vor einer Prüfung sich nicht auszumalen, was alles schiefgehen könnte. Denn genau dieses Kopfkino löst körperlichen und psychischen Stress aus und versetzt uns in Prüfungsangst. Die Folge: Unser Gehirn klinkt sich aus, die Sache ist ihm zu heiß. Um zu funktionieren, braucht es beruhigende, positive Gedanken. Also, bitte nachsprechen: „Ich bin gut vorbereitet. Der Prüfer weiß, dass ich aufgeregt bin und das ist okay. Selbst wenn ich ein paar Fehler mache, falle ich deswegen noch nicht durch. Wenn es trotzdem schiefgeht, wiederhole ich die Prüfung einfach - kein Drama!“Versuchen Sie, Ihre Angst nicht zu verdrängen oder als Schwäche zu sehen, sondern nutzen Sie sie zu Ihrem Vorteil: Als besten Lernmotivator überhaupt! So hat die Aufschieberitis keine Chance.
- Frühere Erfolge: Führen Sie sich Prüfungssituationen vor Augen, in denen Sie erfolgreich abgeschnitten haben. Sie haben bereits schwierige Klassenarbeiten und mündliche Prüfungen hinter sich gebracht. Diese werden Sie auch bewältigen. Stellen Sie sich vor, wie Sie die Situation mit Bravour meistern.
- Strategien gegen Prüfungsangst: Nehmen Sie der Angst ihre Macht. Angst lähmt. Am besten Sie durchbrechen die Angstspirale, indem Sie sich Ihren Gefühlen stellen. Vom Bestehen einer Prüfung hängt ganz sicher viel, aber nicht alles ab. Es ist kein Weltuntergang, durchzufallen. Es gibt in der Regel die Möglichkeit, die Prüfung zu wiederholen. Dann bestehen Sie eben beim zweiten Mal. Mit Ihrem Lebenserfolg und Ihrem Wert als Person hat das nichts zu tun.
Professionelle Hilfe
Wenn Sie die Schreibblockade nicht selbst überwinden können, scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen wie Ghostwriting. Wenn Sie bei Ihrem wissenschaftlichen Projekt eine Schreibhemmung haben, können Sie gerne einen unserer ausgebildeten Ghostwriter beauftragen. Wir können Ihnen nach Ihren Anforderungen eine maßgeschneiderte Mustervorlage zum Beispiel für Ihre Bachelorarbeit schreiben lassen. Darüber hinaus bieten wir umfangreiche professionelle Unterstützung an, darunter Ghostwriter-Coaching, das Ihnen dabei hilft, Ideen zu entwickeln.
Lesen Sie auch: Symptome und Diagnose
Unsere Ghostwriter unterstützen Sie effektiv dabei, Schreibblockaden zu überwinden und Ihre wissenschaftliche Arbeit rechtzeitig abzuschließen. Hier sind einige Punkte, wie wir Ihnen helfen können:
- Professionelle Unterstützung: Unsere erfahrenen Ghostwriter helfen Ihnen bei der Strukturierung Ihrer Arbeit, der Entwicklung von Ideen und der Formulierung Ihrer Gedanken. Sie unterstützen Sie dabei, eine klare Gliederung zu erstellen und die Argumentation Ihrer Arbeit zu stärken.
- Zeit sparen: Durch unsere Hilfe können Sie wertvolle Zeit sparen. Wir übernehmen das eigentliche Schreiben, während Sie sich auf andere wichtige Aspekte Ihrer Arbeit konzentrieren können.
- Expertise und Fachwissen: Unsere Ghostwriter verfügen über Fachkenntnisse und Erfahrung in verschiedenen Studienbereichen. Dadurch können wir Ihnen nicht nur beim Schreiben helfen, sondern auch wertvolle Einblicke und Analysen bieten, die Ihr Schreibprojekt bereichern.
- Vertraulichkeit und Professionalität: Wir arbeiten vertraulich und professionell. Unsere Ghostwriter stellen sicher, dass Ihre Arbeit den akademischen Standards entspricht und alle Richtlinien eingehalten werden, während Ihre Anonymität gewahrt wird.
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