Zimmergestaltung für Menschen mit Hemiparese: Förderung der Selbstständigkeit und Lebensqualität

Ein Schlaganfall kann massive Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen haben, oft mit einer Hemiparese (Halbseitenlähmung) als Folge. Die Zimmergestaltung spielt eine zentrale Rolle bei der Rehabilitation und der Förderung der Selbstständigkeit von Menschen mit Hemiparese. Ziel ist es, die betroffene Körperseite zu stimulieren, die Selbstwahrnehmung zu verbessern und eine sichere Umgebung zu schaffen. Dieser Artikel bietet umfassende Informationen und praktische Tipps für die Gestaltung eines Zimmers, das den Bedürfnissen von Menschen mit Hemiparese gerecht wird.

Sensibilisierung der betroffenen Körperhälfte

Da der Betroffene seine Körperhälfte im Moment gar nicht oder nur teilweise wahrnimmt, was von der Ausprägung und Region des Schlaganfalls im Gehirn abhängt, ist es die wichtigste Priorität ihn für diese Körperseite wieder zu sensibilisieren. Seine Wahrnehmung richtet sich aktuell nur auf die funktionierende, nicht betroffene, Körperhälfte. Die betroffenen Extremitäten sind schlaff, hängen teilnahmslos am Körper, müssen unterstützend gelagert oder positioniert werden und sind vor allem oft nicht schmerzspürend! Auch der rehabilitative Ansatz geht nur in die Richtung der erneuten Sensibilisierung der betroffenen Körperteile.

Integration der betroffenen Seite in die tägliche Pflege

Der pflegerische Standard nach Schlaganfall sieht vor, immer zuerst die betroffenen Körperpartien, vor den nicht betroffenen in die Pflege einzubeziehen.

  • Körperpflege: Am praktischen Beispiel der Körperpflege lassen Sie Ihren Angehörigen, unter Anreichen der Pflegeutensilien, zuerst die betroffene Seite des Gesichts waschen, dann den nicht betroffenen Bereich. Anschließend zuerst mit der gesunden, nicht betroffenen Hand, die betroffene Hand und den betroffenen Arm waschen, eventuell können Sie Bereiche die er nicht selbständig erreicht, ergänzend waschen. Fahren Sie fort und lassen Sie ihn das betroffene Bein und den Fuß waschen. Bei der gesunden Seite des Körpers und Teilen des Körpers die er nicht erreichen kann, übernehmen Sie die Waschtätigkeit. Die Hautpflege mit einer Lotion oder Creme, kann in der gleichen Reihenfolge von Ihrem Angehörigen selbst erfolgen.
  • Rasur: Bei männlichen Angehörigen können Sie, ohne Hinweis und Anleitung, am Beispiel des Rasierens im Gesicht sehen, dass meist nur eine Seite des Gesichts rasiert wird, die andere Hälfte liegt außerhalb der Wahrnehmung und wird nicht rasiert. Weisen Sie ihn sachte darauf hin zuerst die betroffene Seite zu rasieren, helfen Sie gegebenenfalls nach und lassen Sie ihn anschliessend die gesunde Seite rasieren.
  • An- und Auskleiden: Reichen Sie Ihrem Angehörigen nach Möglichkeit die Kleidung nur an oder legen Sie diese so in seine Reichweite, dass er unter Ihrer Anleitung und mit nur geringer Hilfe, immer zuerst das betroffene Körperteil bekleidet, bei einem Oberteil zum Beispiel, zuerst den betroffenen Arm, anschließend den Kopf und danach erst den nicht betroffenen Arm. Das Gleiche beim Bekleiden des Unterkörpers. Reißverschlüsse und Knöpfe sind eine große Herausforderung, mit speziellen Einfädelhilfen (Schlaganfallprodukte) ist ein gutes Hilfsmittel erhältlich. Strümpfe oder Socken können mit einer speziell erhältlichen Greifzange (Ergotherapie-Zange / Ergo-Greifzange) übergestreift oder hochgezogen werden. Beim Entkleiden am Abend gehen Sie genau in der umgekehrten Reihenfolge vor - immer zuerst die nicht betroffene Seite, anschliessend die betroffene Seite.
  • Positionierung von Gegenständen: Stellen Sie zu benutzende Gegenstände, wie Trinkglas, Uhr, Zeitschriften, Fernbedienung etc. immer auf die betroffene Seite. Weisen Sie ihren Angehörigen darauf hin, er muss den Kopf bewegen um die Gegenstände zu sehen und erlernt somit durch fortlaufendes Wiederholen die betroffene Körperhälfte wahrzunehmen, da er über diese greifen muss. Positionieren Sie das Bett so, daß er über die durch den Schlaganfall betroffene Seite das restliche Zimmer wahrnimmt. Er muss den Kopf bewegen, über die betroffene Seite hinweg sehen, auch dies dient der zu erlernenden Selbstwahrnehmung.

Vermeidung von Komplikationen durch mangelnde Wahrnehmung

Eine schlaganfallbedingt hängende Schulter ist oft eine Pein für den Betroffenen. Er nimmt den hängenden Arm ohne kontinuierliche Hinweise nicht wahr. Die Schulter und der Arm hängen und verursachen durch das Eigengewicht einen zu großen Zug an der Schulter, was starke Schmerzen auslöst. Der betroffene Arm muss von der gesunden Hand gehalten oder im Sitzen auf dem Schoß mit einem zusätzlichen Kissen hochgelagert werden. Achten Sie unbedingt bei Ihrem Angehörigen, wenn er im Rollstuhl sitzt, auf den betroffenen Arm. Er könnte abrutschen und sich im Rad des Rollstuhls mit der Hand verfangen.

Das Bobath-Konzept in der Zimmergestaltung und Pflege

Sinnvoll sind Lockerungs- und Bewegungsübungen durch regelmäßige Physiotherapie. Das Standard Konzept nach Bobath, gibt die korrekte Positionierung der betroffenen Extremitäten vor. Das Konzept fördert die bewußte Körperwahrnehmung nach Schlaganfall für die primär betroffene Körperpartie. Sie sieht den Einsatz von unterschiedlichen Lagerungskissen vor, die zur Stabilisierung der betroffenen Region hinzugezogen werden. Wichtig hierbei, die betroffene Schulterpartie wird immer frei positioniert, es soll kein Druck entstehen! Je nach Drucktoleranz Ihres Angehörigen verändern Sie die jeweilige Position alle 2 - 3 Stunden. Aufgrund der Sensibilitätsstörungen besteht eine erhöhte Gefahr für einen Dekubitus (Wund-Druckgeschwür, siehe Lexikon im Menü unserer Homepage), da der Patient auch diese Druckentstehung nicht wahrnimmt.

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Grundlagen des Bobath-Konzepts

Das Bobath-Konzept ist ein umfassendes Bewegungskonzept zur Rehabilitation von Patienten mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Auf diese Weise übernehmen intakte Hirnareale die Funktionen der geschädigten Bereiche. Die betroffene Person gewinnt motorische Fähigkeiten zurück und wird wieder selbstständiger in ihrem Alltag. Das Gehirn des Menschen ist ein Leben lang lernfähig. Das geschieht beim Bobath-Konzept durch immer wiederkehrende Bewegungsmuster. Dabei berücksichtigt es stets die individuellen Möglichkeiten und Grenzen jedes einzelnen Patienten, fordert aber auch seine aktive Mitarbeit. Die Anwendungen sind nicht auf die Therapiestunden begrenzt. Diese stetigen Wiederholungen programmieren die Nervenbahnen um. Der Patient studiert Bewegungen neu ein und wird wieder mobiler. Es werden nur Symptome gelindert.

Das Bobath-Konzept kann nicht die Ursachen der neurologischen Erkrankungen beheben. Es setzt ausschließlich darauf, neue Bewegungsmuster zu erlernen, damit der Patient seine Mobilität und damit Selbstständigkeit zurückgewinnt. Übergeordnetes Ziel des Bobath-Konzepts ist, dass die betroffenen Personen die Beweglichkeit der beeinträchtigten Körperregionen verbessern und damit ihre Unabhängigkeit wieder erlangen. Das Bobath-Konzept sieht keine strikten Therapievorgaben und starren Übungsabläufe vor. Alle Übungen werden in den Tagesablauf integriert. So lernen die Patienten, die versehrten Körperteile wieder in alltäglichen Situationen wie Körperpflege, Essen sowie das An- und Ausziehen mit einzubeziehen.

Lagerung nach Bobath

Ist die pflegebedürftige Person halbseitig gelähmt, empfiehlt sich die sogenannte Lagerung nach Bobath. Das Bobath-Konzept sieht verschiedene Lagerungen vor. Bei der Lagerung auf der betroffenen Seite stimuliert der Auflagedruck die beeinträchtigten Körperpartien. Die nicht betroffene Seite kann aktiv benutzt werden. Bei der Lagerung auf der nicht betroffenen Seite kann sich der Muskeltonus entspannen. Die betroffenen Personen fühlen sich meist wohler, weil sie ihre Lage aktiv mitgestalten können. Das stabile Sitzen im Bett hilft Menschen mit geringer Rumpfstabilität, wieder ein Gefühl für den eigenen Körper zu bekommen und den Kreislauf zu trainieren. Das Sitzen im Stuhl am Tisch stabilisiert Muskeltonus und Kreislauf. Außerdem ist es ein wichtiger Schritt zurück in ein soziales Leben. Bei jeder Lagerung sollte die Unterlage relativ hart sein, weil dann der Auflagedruck stärker stimuliert. Für Ihre Angehörigen ist es außerdem wichtig, dass sie möglichst stabil liegen oder sitzen.

Mobilisation und Waschen nach Bobath

Mobilisation nach Bobath wird auch Transfer nach Bobath genannt. Danach sollen Sie Ihre Angehörigen aktiv in sämtliche Positionswechsel mit einbeziehen. Es beginnt mit einfachen unterstützenden Bewegungsabläufen, zum Beispiel dem Aufsetzen im Bett. Eine gute Möglichkeit, die Körperwahrnehmung von Patienten mit starken körperlichen Einschränkungen zu fördern, ist das Waschen nach Bobath. Beim Waschen nach Bobath arbeiten Sie stets von der gesunden zur kranken Seite hin. Beim Bobath-Konzept kommt es auf die richtigen Handgriffe an - egal ob Sie Ihren Angehörigen sicher aus dem Bett in den Rollstuhl bewegen oder seinen Körper waschen wollen. Ziel eines jeden Bobath-Trainings ist, dass die Patienten trotz ihrer Erkrankung so viel Selbstständigkeit wie möglich zurückerlangen. Geeignet für die Gestaltung des ADL-Trainings sind neben der Körperpflege, das An- und Ausziehen, die Nahrungsaufnahme, aber je nach Mobilität auch der eigenständige Toilettengang.

Vojta-Therapie als Ergänzung

In der Altenpflege kann die Krankengymnastik nach Vojta eine gute Ergänzung zum Bobath-Konzept sein. Hierbei aktivieren Physiotherapeuten die natürlichen menschlichen Bewegungsmuster über verschiedene Druckpunkte. Dadurch lassen sich Symptome wie beispielsweise Spastizität lindern und Bewegungsniveaus verbessern. Der Unterschied zu Bobath: Vojta soll angeborene Bewegungsmuster aktivieren, Bobath schafft neue Verknüpfungen im Gehirn. Damit das Bobath-Konzept funktioniert, müssen alle an der Pflege beteiligten Personen an einem Strang ziehen. Zusammen müssen Sie Ihren pflegebedürftigen Angehörigen während des gesamten Tagesablaufs an die Übungen heranführen. Beraten Sie sich am besten mit einem Physiotherapeuten, der auf Bobath spezialisiert ist.

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Zusammenfassung des Bobath-Konzepts

Das Bobath-Konzept ist ein umfassendes Bewegungskonzept zur Therapie von Patienten mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Durch immer wiederkehrende Übungen können betroffene Personen neue Verknüpfungen im Gehirn schaffen und damit ihre motorischen Fähigkeiten und Selbstständigkeit im Alltag zurückgewinnen. Die Grundannahme des Bobath-Konzepts ist, dass das Gehirn des Menschen lebenslang lernfähig ist. Das A und O aller Bewegungen nach Bobath sind die vielen Wiederholungen, die im Tagesablauf eingebaut werden. Bobath sieht keine starren Übungsabläufe vor. Die Therapie wird immer individuell auf jeden Patienten zugeschnitten, je nach dem Ausmaß seiner Bewegungseinschränkung und der betroffenen Körperteile.

Zielgruppe und Kostenübernahme

Das Bobath-Konzept richtet sich an Menschen mit neurologischen Erkrankungen des zentralen Nervensystems, also mit Schädigungen am Gehirn und Rückenmark. Übergeordnetes Ziel des Bobath-Konzepts ist, dass die betroffenen Personen ihre Selbstständigkeit und damit Lebensqualität zurückgewinnen. Bobath-Therapie kann von Haus- oder Fachärzten verordnet werden. Die Kosten trägt in der Regel die Krankenkasse.

Barrierefreiheit und Sicherheit im Zimmer

Eine gute Planung gemeinsam mit dem Schlaganfall-Betroffenen und gewisse Merk- und Orientierungshilfen sind wichtig, um zu Hause wieder Fuß zu fassen. Bei Patientinnen und Patienten mit schweren Hirnleistungsstörungen (Denkvermögen und Gedächtnis eingeschränkt) sollten möglichst viele Einrichtungsgegenstände an ihrem "alten" Platz stehen. So sind sie leichter zu finden. Gefahrenquellen müssen erst einmal erkannt und dann, wenn möglich, ausgeschaltet werden.

Beseitigung von Stolperfallen

Zu den größten Gefahrenquellen gehören hohe Türschwellen, über die Rampen gelegt werden können. Bei rutschigen und glatten Bodenbelägen sowie losen Teppichen und Bettvorlagen sind Stürze vorprogrammiert, deshalb am besten gleich austauschen. Oft fangen die Schwierigkeiten schon an der Haustür an, genauer gesagt: an der Treppe. Viele Schlaganfall-Betroffene haben Angst, zu fallen. Ein Handlauf auf beiden Seiten gibt mehr Sicherheit. Ist die Lähmung stärker, hilft ein Treppenlift.

Anpassung der Möbel und Einrichtung

Das heißt zum Beispiel für das Pflegezimmer, dass wichtige Dinge in unmittelbarer Nähe der Patienten stehen müssen. Ist die erkrankte Person auf einen Rollstuhl angewiesen, muss um das Bett ausreichend Platz zum Manövrieren sein. Bei Halbseitengelähmten gilt: die betroffene Seite soll stimuliert werden. Auch wenn es schwerfällt: den Nachttisch oder den Fernseher auf die betroffene Seite stellen. Dadurch Patientinnen und Patienten motiviert, in irgendeiner Form mit der bisher vernachlässigten Seite aktiv zu werden.

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Ein Pflegebett ist in manchen Fällen ein Muss, zum Beispiel, wenn die erkrankte Person sehr unbeweglich ist und viel Zeit im Bett verbringt. Ein Pflegebett ist höhenverstellbar und kann sehr erleichternd und unterstützend während der Pflege sein (beim Waschen oder zum Umsetzen in den Rollstuhl zum Beispiel). Seitenteile verhindern einen Sturz. Auf einen Haltegriff kann man dagegen verzichten, denn sonst benutzen die Betroffenen möglicherweise nur den gesunden Arm. Das allerdings ist nicht gut, denn eine ausschließliche Belastung führt zu Muskelverspannungen. Wird bei der Pflege ein normales Bett benutzt, kann das mit Klötzchen unter den Beinen erhöht werden, damit die betroffene Person bequem auf der Bettkante sitzt und das Waschen einfacher von der Hand geht.

Weiche Polstermöbel sind zum Sitzen nicht besonders geeignet. Besser sind stabile Stühle mit Rückenlehne oder stabile, feste Sessel. Wichtig: Beide Füße müssen voll und ganz den Boden berühren.

Sicheres Badezimmer

Im Bad sollten alle Türen nach außen zu öffnen sein. Zudem sollten alle Einrichtungsgegenstände stabil sein. Haltegriffe in der Dusche, der Badewanne oder an der Toilette sorgen für ein festeres Stehvermögen. Einhebelmischbatterien machen das An- und Abstellen des Wasserhahns einfacher. Mit einer Einsteigestufe und/ oder einem Sicherheitsgriff ist es leichter, in die Badewanne zu kommen. Ebenfalls hilfreich: ein Badebrett beziehungsweise ein Badewannensitz oder ein Badewannenlift, der mit Saugnäpfen am Wannenboden befestigt wird. Praktisch für die Dusche ist ein so genannter Duschstuhl oder Duschhocker. Unverzichtbar sind rutschfeste Matten auf dem Boden. Für die Toilette sind - ganz besonders bei zusätzlichen Hüftarthrosen - eine Sitzerhöhung und Sicherheitsgriffe notwendig, die es in Sanitätshäusern gibt. Das Toilettenpapier muss mit der gesunden Hand zu erreichen sein.

Gefahren in der Küche minimieren

Auch in der Küche heißt es: vorsichtig hantieren. Ganz allgemein gilt, die gelähmte Körperseite von heißen, spitzen oder anderen gefährlichen Gegenständen fern zu halten.

Hilfsmittel und Anpassungen für den Alltag

Für Schlaganfall-Patienten gibt es viele spezielle Hilfen, die das Alltagsleben erleichtern. Bei Störungen der Feinmotorik können röhrenförmige Griffverdickungen hilfreich sein. Sie können über schlecht zu greifende Gegenstände wie Stifte oder Schlüssel gestülpt werden. Ist ein Rollstuhl notwendig, muss dieser individuell eingestellt werden (Höhe, Tiefe, Form der Fußstützen, Rücken, Armlehnen). Die Einstellungen kann der Fachverkäufer in dem Sanitätshaus vornehmen, von dem sie den Rollstuhl beziehen. Gut für Arbeiten am Tisch ist eine Anti-Rutsch-Unterlage, auf der der kranke Arm liegen kann. Oft fällt es Schlaganfall-Patienten schwer, ein normales Telefon zu bedienen.

Rollstühle für den Innenbereich

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Unterschiede zwischen Trippel- und Schieberollstühlen

Trippelrollstühle sind dafür entwickelt, dass sich Nutzerinnen und Nutzer selbstständig mit den Füßen am Boden fortbewegen können. Dank ihrer niedrigen Sitzhöhe und der leichtgängigen, wendigen Räder ermöglichen sie eine aktive Mobilität auch bei ein­ge­schränk­ter Gehfähigkeit. Schieberollstühle hingegen sind darauf ausgelegt, dass eine Pflegeperson die Fort­be­we­gung übernimmt. Mit höherer Sitzposition, robuster Bauweise und ergo­no­mischen Schie­be­griffen dienen sie in erster Linie dem sicheren Transport, z. B. Insbesondere für sehr schmale Türen und Flure, sowie kleinen und engen Wohn­raum sind Bräunig Zimmer­roll­stühle konzipiert und konstruiert. Durch­schnitt­lich sind die Zimmer­roll­stühle von Bräunig mindesten 10-15 cm schmaler als vergleich­bare Produkte und dadurch häufig alternativlos im häuslichen Umfeld.

Hilfsmittelnummer und Anpassung

Die Zimmerrollstühle von Bräunig verfügen über keine konkrete Hilfs­mittel­nummer, da sie als individuelle Sonderanfertigungen gefertigt werden - exakt abgestimmt auf die körperlichen Anforderungen und medizinischen Indi­ka­tionen der Nutzerinnen und Nutzer. Die Rollstuhlgesamtbreite richtet sich häufig nach der Sitzbreite in Kom­bi­na­tion mit den Hinterrädern. Die schmalsten Zimmer­roll­stühle haben eine Gesamtbreite von gerade einmal 50 cm! Die Zimmerrollstühle können mit allem ausgestattet werden, was der Nutzer benötigt oder das Wohnumfeld erfordert.

Soziale Aspekte und Lebensqualität

Ein Schlaganfall hat für die Menschen, die ihn erleiden, massive Auswirkungen auf ihr persönliches Leben, ihre Angehörigen, aber auch auf den Freundeskreis und den Arbeitsplatz. Er kommt scheinbar plötzlich und unerwartet und niemand ist darauf vorbereitet. Für die Zeit nach dem Schlaganfall ist es wichtig, sich nicht zurückzuziehen, sondern Kontakte zu anderen Menschen suchen. Nach einem Schlaganfall sollte man sich nicht zurückziehen, sondern persönliche Kontakte pflegen. Die Befriedigung aller sozialen Bedürfnisse von nur einem Menschen - nämlich dem Partner - zu verlangen, ist eine große Belastung für die Beziehung und kann zur Zerreißprobe werden. Liebe und Partnerschaft können nur in Freiheit, nicht aber in Abhängigkeit wachsen.

Selbsthilfegruppen und Sport

In Deutschland gibt es rund 430 aktive Schlaganfall-Selbsthilfegruppen. Selbsthilfegruppen sind bunt und vielfältig. In einer Selbsthilfegruppe erhalten Patienten und Angehörige nicht nur praktische Tipps. Sie erfahren auch Verständnis und Ermunterung. Das ist manchmal dringend nötig, denn es zählt zu den Eigenarten des Lebens mit dem Schlaganfall, dass die Betroffenen besonders stark auf Stress und Erschöpfung reagieren. Das Gefühl mit den eigenen Fragen nicht alleine zu sein, schärft das Bewusstsein für den gesellschaftlichen Stellenwert der persönlichen Problematik. Diese Erkenntnis wiederum gibt den Betroffenen, ihren Angehörigen und Partnern Kraft und Selbstbewusstsein. Eine Liste der bundesweit aktiven Selbsthilfegruppen erhalten Sie bei der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe (www.schlaganfall-hilfe.de).

In Zusammenarbeit mit Rehabilitationsgruppen oder Behinderten-sportvereinen bieten viele Selbsthilfegruppen maßgeschneiderte Bewegung für Menschen mit Handicap an. Sport macht Spaß, ist gesund, und man lernt nette Menschen kennen. Gleichzeitig gewinnen Sie Beweglichkeit, Kondition, Selbstbewusstsein und Lebensfreude. Sport kann auch das Risiko für einen erneuten Schlaganfall senken, da er positiv auf Blutfett- und Blutdruckwerte wirkt. Bevor Sie jedoch mit Sport beginnen, sollten Sie unbedingt mit ihrem Arzt Rücksprache halten. Gleichzeitig sollten Sie beachten, sich nicht zu übernehmen. Der Pulsschlag sollte den Wert von 160 nicht überschreiten. Geeignete Sportarten können z.B. Besonders empfehlenswert sind Sportkurse speziell für Schlaganfall-Patienten, wie sie z.B.

Reisen und Autofahren

Reisen bildet, erweitert den Horizont und verbindet! Eine gut organisierte Reise ist auch für Menschen mit Handicap möglich und wohltuend. Bevor Sie die Reise genauer planen, sollten Sie allerdings erst mit ihrem Arzt Rücksprache halten, was ihnen gut tut und wie weit Sie sich belasten können. Wer sich auf Reisen sowie im Urlaubsort entspannt und sicher fühlen möchte, der bereitet sich gut vor. Eine Reisevorbereitung ist besonders wichtig für Menschen, die bereits einen Schlaganfall erlitten haben. - Haben Sie ausreichend Medikamente? Ist das Hotel behindertengerecht ausgestattet? Ist der Sprachführer mit auf der Gepäckliste? Dies sind Fragen, die Sie sich im Vorfeld der Reise stellen sollten.

Bei guter Heilung nach einem Schlaganfall ist Autofahren möglich. Die Fahrerlaubnisverordnung in der Beschlussfassung vom 19.6.1998 regelt, welche Bedeutung Krankheiten und Medikamente auf die Fahrtauglichkeit haben. Wer an den Folgen eines Schlaganfalls leidet, wie z.B. Auf jeden Fall ist eine gründliche Untersuchung nötig, da sonst rechtliche Schritte gegen Sie eingeleitet werden können, und bei einem Unfall die Versicherung ihre Haftung in Frage stellen kann. Am besten, Sie wenden sich an ihr zuständiges Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten. Es entscheidet dann, in welcher Form die Untersuchung stattfindet.

Sexualität und Partnerschaft

Schöne Menschen in erotischen Situationen - die Medien sind voll davon. Trotz dieser Freizügigkeit ist die Sexualität behinderter Menschen nach wie vor mit Tabus belastet. Grundsätzlich gilt: Durch einen Schlaganfall findet nicht zwangsläufig eine Beeinträchtigung der sexuellen Bedürfnisse und der sexuellen Leistungsfähigkeit statt. Neben klinischen Faktoren, können auch psychosoziale und partnerschaftliche Faktoren Probleme beim Sex verursachen. Häufig ändern sich nach einem Schlaganfall auch die gewohnten Lebensumstände. Dadurch kann es zu Verunsicherungen und Missverständnissen zwischen dem Betroffenem und deren Partner kommen. Praktische Probleme treten in den Vordergrund, die Umstrukturierung des Alltags kann einen zeitweiligen Rückgang der sexuellen Aktivität mit sich bringen. Beraten zu dem Thema Sexualität und Beziehung nach Schlaganfall können z.B. Ärzte und Therapeuten.

Checkliste für die Zimmergestaltung

Um die wichtigsten Aspekte der Zimmergestaltung für Menschen mit Hemiparese zusammenzufassen, dient folgende Checkliste:

  • Barrierefreiheit:
    • Türschwellen beseitigen oder Rampen anbringen.
    • Rutschfeste Bodenbeläge verwenden.
    • Ausreichend Platz für Rollstuhlmanöver schaffen.
  • Möbel:
    • Höhenverstellbares Pflegebett in Betracht ziehen.
    • Stabile Stühle und Sessel mit Rückenlehne wählen.
    • Nachttisch und Fernseher auf der betroffenen Seite platzieren.
  • Badezimmer:
    • Haltegriffe in Dusche, Badewanne und Toilette installieren.
    • Einhebelmischbatterien verwenden.
    • Rutschfeste Matten auslegen.
    • Toilettensitzerhöhung bei Bedarf anbringen.
  • Hilfsmittel:
    • Griffverdickungen für Stifte und Schlüssel bereitstellen.
    • Individuell angepassten Rollstuhl verwenden.
    • Anti-Rutsch-Unterlagen für den Tisch nutzen.
  • Bobath-Konzept:
    • Lagerungskissen zur Stabilisierung verwenden.
    • Betroffene Seite in die tägliche Pflege einbeziehen.
    • Regelmäßige Physiotherapie nach Bobath durchführen.
  • Soziale Aspekte:
    • Kontakte zu Selbsthilfegruppen pflegen.
    • Sportliche Aktivitäten fördern.
    • Reisen und Ausflüge planen.

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