Ein Hirntumor ist eine komplexe Erkrankung, die tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen haben kann. Umso wichtiger ist eine frühzeitige und präzise Diagnose, um die bestmögliche Behandlung einzuleiten. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Diagnoseverfahren bei Hirntumoren, von den ersten Anzeichen und Symptomen bis hin zu modernsten bildgebenden Verfahren und der Notwendigkeit einer Biopsie.
Was ist ein Hirntumor?
Ein Hirntumor bezeichnet Zellveränderungen im Gehirn. Diese Tumore können aus dem hirneigenen Gewebe entstehen oder durch die Streuung von Tumoren aus anderen Organen, sogenannten Metastasen, im Gehirn entstehen. Unter dem Begriff Hirntumor werden etwa 130 verschiedene Arten von Tumorerkrankungen zusammengefasst, die sich in ihrer Lokalisation, ihrem Ursprungsgewebe und ihrer Wachstumsgeschwindigkeit unterscheiden. Viele Hirntumore sind gutartig und können durch eine vollständige operative Entfernung geheilt werden. Aber auch bei bösartigen Varianten gibt es mittlerweile eine Vielzahl therapeutischer Möglichkeiten.
Ursachen und Risikofaktoren
Die Ursachen von Hirntumoren sind noch nicht vollständig geklärt. Genetische und hormonelle Faktoren können ebenso eine Rolle spielen wie die direkte Bestrahlung eines Organs aufgrund einer Tumorerkrankung. Auch Tumorerkrankungen anderer Organe können zur Metastasenbildung im Gehirn führen. Einige Risikofaktoren, die das Risiko für einen Hirntumor erhöhen können, sind:
- Genetische Vorbelastung: Verwandte ersten Grades, die an einem Hirntumor erkrankt sind.
- Erbliche Krankheitsbilder: Tumor-Syndrome wie das Lynch- oder Li-Fraumeni-Syndrom sowie Neurofibromatose oder Tuberöse Sklerose.
- Strahlentherapie: Hirntumoren können bei Erwachsenen und insbesondere bei Kindern und Jugendlichen viele Jahre nach einer Bestrahlung im Kopf-Hals-Bereich oder des Schädels auftreten.
- Computertomografie (CT) im Kindesalter: Eine solche diagnostische Untersuchung der Kopf-Hals-Region kann das Risiko für Hirntumoren geringfügig erhöhen.
Symptome von Hirntumoren
Die Symptome eines Hirntumors sind stark abhängig von der genauen Lage des Tumors im Gehirn bzw. Nervensystem. Sie können sehr unterschiedlich sein, da sie von der Lage des Tumors abhängen. Bei langsamem Tumorwachstum kann sich das Gehirn adaptieren, indem die nicht betroffenen Hirnareale die Funktionen der geschädigten Hirnregion übernehmen. Dies erklärt, warum manchmal sehr große Gehirntumoren lange Zeit keine Beschwerden verursachen und daher unentdeckt bleiben. Erst bei schnellen Wachstum und damit schnellen Verdrängen und Ausfallen von Hirnfunktionen kommt es zu Symptomen. Zu den häufigsten Symptomen gehören:
- Kopfschmerzen (besonders stärker werdende und nicht auf Schmerzmittel ansprechende Schmerzen)
- Probleme beim Sehen, Sprechen oder Hören
- Bewusstseins-, Konzentrations- oder Koordinationsstörungen
- Epileptische Krampfanfälle (besonders neu auftretende Anfälle)
- Taubheitsgefühl oder Lähmung
- Schwindel
- Übelkeit oder Erbrechen
- Persönlichkeitsveränderungen (höhere Reizbarkeit, geringere Frustrationsgrenze)
- Hormonelle Störungen
- Einseitige Hörminderung
- Gleichgewichtsstörungen
- Gefühlsstörungen
Es ist wichtig zu beachten, dass Kopfschmerzen nicht immer ein Hinweis auf einen Hirntumor sein müssen. Es gibt auch Tumorerkrankungen im Gehirn, bei denen keine Kopfschmerzen auftreten. Die Symptome sind für die Diagnose oft wichtige Merkmale, um eine erste Vorstellung von der konkreten Lokalisation eines möglichen Tumors zu bekommen.
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Diagnoseverfahren bei Hirntumorverdacht
Besteht ein Verdacht auf einen Hirntumor, sind verschiedene Untersuchungen nötig. Zunächst wird im Gespräch die Symptomatik und Krankheitsgeschichte geklärt (Anamnese). Danach folgt eine klinisch-neurologische Untersuchung, bei der Störungen in der Sinneswahrnehmung oder Probleme mit der Aufmerksamkeit oder dem Gedächtnis festgestellt werden können. Darauf folgen dann die sogenannten bildgebenden Untersuchungen.
Bildgebende Verfahren
Bildgebende Verfahren spielen eine entscheidende Rolle bei der Diagnose von Hirntumoren. Sie ermöglichen es, die Lage, Größe und Form des Tumors zu bestimmen und seine Beziehung zu umliegenden Strukturen zu beurteilen. Zu den wichtigsten bildgebenden Verfahren gehören:
- Magnetresonanztomographie (MRT): Die MRT ist das wichtigste bildgebende Verfahren zur Diagnose von Hirntumoren. Sie liefert detaillierte Bilder des Gehirns und kann Tumoren auch in frühen Stadien erkennen. Mittels Traktographie können die Hirnbahnen sichtbar gemacht werden. Bei funktionellem MRT können unterschiedliche Funktionsbereiche im Gehirn sichtbar gemacht werden, sodass die Lokalisierung des Tumors auch in Hinblick auf wichtige Funktionszentren im Gehirn erfolgen kann. Die MRT hat jedoch auch Einschränkungen. Ein Patient mit den meisten gebräuchlichen Herzschrittmachern darf in der Regel nicht im MRT untersucht werden. Auch andere elektronische Geräte oder Metallfremdkörper im Körper des zu Untersuchenden können ein erhebliches Hindernis sein, so dass eine MRT nicht durchgeführt werden kann. Bei unruhigen Patienten sind sinnvolle Bilder wegen der Störung durch Bewegung oft nicht zu erzeugen. Schwer kranke Patienten sind nur schwer im Gerät in ihren Lebensfunktionen zu überwachen. Bei Frauen in der Frühschwangerschaft wird aus Sicherheitsgründen von einer MRT abgeraten. In der Erkennung von Verkalkungen hat die MRT gegenüber der CT einen erheblichen Nachteil. Diese können, auch wenn sie groß sind, manchmal nicht gesehen werden.
- Computertomographie (CT): Die CT ist eine Röntgenschnittmethode, die schnellere Ergebnisse als die MRT liefert und insbesondere bei der Erkennung von Verkalkungen im Gehirn von Vorteil sein kann. Sie kann als ergänzende Untersuchung zur MRT eingesetzt werden.
- Positronen-Emissions-Tomographie (PET): Die PET ist ein nuklearmedizinisches Verfahren, das die Stoffwechselaktivität von Tumoren darstellen kann. Sie kann helfen, zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren zu unterscheiden und das Ansprechen auf eine Therapie zu beurteilen. In der letzten Dekade hat sich die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) mit Aminosäuren (Fluorethylthyrosin, Methionin) als Verfahren etabliert, dass zusätzliche Aussagen über die Stoffwechselaktivität des Tumors zulässt. Dieses Verfahren bietet ergänzend zur Magnetresonanztomographie die Möglichkeit zu klären, ob überhaupt ein Tumor vorliegt. Bei manchen hirneigenen Tumoren kann die PET die Kernspintomographie ergänzen, um rasch wachsende Stellen in langsam wachsenden Tumoren zu identifizieren. Der Nachweis solcher Areale („hot spots“) ist wichtig um bei einer Probeentnahme an der richtigen Stelle die Probe zu gewinnen.
- Angiographie: Die Angiographie ist ein Verfahren zur Darstellung der Blutgefäße im Gehirn. Sie kann helfen, die Durchblutung des Tumors zu beurteilen und seine Beziehung zu wichtigen Blutgefäßen zu erkennen. Die Gefäßdarstellung (Angiographie) wird nur in ausgewählten Einzelfällen zur Abklärung von Hirntumoren oder zur Operationsvorbereitung durchgeführt.
Biopsie
Die Biopsie ist ein entscheidender Schritt bei der Diagnose von Hirntumoren. Sie dient der Sicherung der Diagnose und der Bestimmung des Tumortyps. Bei der Biopsie wird eine Gewebeprobe aus dem verdächtigen Areal im Gehirn entnommen und analysiert. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Die stereotaktische Biopsie, bei der gezielt Gewebeproben entnommen werden, oder die Tumoroperation, bei der schon möglichst viel vom Tumor entfernt wird. Welche Biopsie die Chirurgin oder der Chirurg durchführt, hängt unter anderem von der Lage des Tumors und deinen Beschwerden ab. Durch die Biopsie wird die Diagnose abgesichert und anhand des entnommenen Gewebes können die Eigenschaften des Tumors bestimmt werden. Für die allermeisten Hirntumor-Entitäten konnte allerdings in zahlreichen Studien gezeigt werden, dass eine weitestgehende oder vollständige Entfernung des Tumors entweder zur Heilung oder zumindest zu einer Verlängerung der Lebenserwartung führt. Daneben führt eine Entfernung oder Verkleinerung des Hirntumors zur Verbesserung neurologischer Ausfallserscheinungen und Reduktion von epileptischen Anfällen.
Anhand der entnommenen Gewebeprobe (Biopsat) wird festgestellt, ob der Tumor gut- oder bösartig und in welchem Stadium er ist (Klassifikation). Die Klassifikation richtet sich dabei nach den international anerkannten Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
WHO-Klassifikation von Hirntumoren:
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- Grad I: gutartig, langsames Wachstum, sehr gute Prognose
- Grad II: Übergang in bösartigen Tumor möglich, erhöhtes Risiko für Rezidive
- Grad III: bösartig, Operation gefolgt von Strahlen- und/oder Chemotherapie notwendig
- Grad IV: sehr bösartig, schnelles Wachstum, schlechte Prognose, Operation gefolgt von Strahlen- und/oder Chemotherapie notwendig
Auch der Tumortyp kann so bestimmt werden. Neben den bereits erwähnten Gliomen (eine große Gruppe an Tumoren, da es viele verschiedene Gliazellen gibt, aus denen Tumore entstehen können), gibt es noch weitere Typen, die sich in ihren Ursprungszellen unterscheiden. Beispiele für weitere eher gutartige (benigne) Hirntumore sind:
- Meningeome aus den Hirnhautzellen
- Neurinome/Schwannome aus den Hirnnerven-umhüllenden Zellen
Beispiele für weitere eher bösartige (maligne) Hirntumore sind:
- Medulloblastome aus unreifen Kleinhirnzellen
- Glioblastome aus Gliazellen
Es ist wichtig, all diese Eigenschaften des Tumors zu kennen. So können die Prognose und die erfolgversprechendste Therapie abgeschätzt werden.
Weitere diagnostische Verfahren
Ergänzend zu den oben genannten Verfahren können weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um die Diagnose zu präzisieren und die Behandlung zu planen:
- Elektroenzephalographie (EEG): Eine Elektroenzephalographie (EEG) zur ungefähren Lokalisation des Tumors Die Elektroenzephalographie (EEG) ist eine Methode zur Messung der elektrischen Aktivität des Gehirns. Sie kann helfen, epileptische Anfälle zu erkennen und die Lokalisation des Tumors zu bestimmen.
- Liquoruntersuchung: Eine Liquoruntersuchung, mit der Entzündungen ausgeschlossen werden können. Bei der Liquoruntersuchung wird Nervenwasser entnommen und auf Entzündungen oder Tumorzellen untersucht.
- Navigierte transkranielle Magnetstimulation (nTMS): Zur exakten Vorbereitung auf eine Operation kann eine navigierte transkranielle Magnetstimulation (nTMS) durchgeführt werden. Dabei werden Nervenzellen, die zur Aktivierung der motorischen Bahnen notwendig sind, über einen magnetischen Impuls angeregt. Der magnetische Impuls verursacht eine Muskelreaktion, die mit dem nTMS-Gerät gemessen werden kann. Auf dieser Weise können die Bewegungszentren im Gehirn genau lokalisiert werden und bei einer nachfolgenden Operation noch besser geschont werden. Dies ermöglicht eine hochpräzise Operationsplanung, die ganz gezielt alle individuellen anatomischen Besonderheiten eines/r Patienten/in berücksichtigt, sodass ein operativer Eingriff noch genauer und schonender umgesetzt werden kann.
- Spezialverfahren: Spezialverfahren wie die Magnetresonanzspektroskopie (MRS), die diffusionsgewichtete MRT und die Durchblutungsmessungen des Gehirns mit CT und MRT erlauben eine nähere Einordnung der Art einer Raumforderung oder der Beurteilung eines Hirntumors im Verlauf der Behandlung. Da auch entzündliche Veränderungen wie ein Abszess oder durch die Bestrahlung oder Chemotherapie bedingte Veränderungen in CT oder MRT wie ein Hirntumor aussehen können, werden diese Methoden zur zuverlässigeren Einordnung genutzt.
Behandlungsmethoden bei Hirntumoren
Die Behandlung von Hirntumoren ist stark abhängig von der konkreten Art des Tumors, von der Lokalisation des Tumors und auch dessen Wachstumsgeschwindigkeit. Auch die Größe des Tumors ist entscheidend dafür, ob und in welcher Form operiert werden kann. Die Therapie richtet sich unter anderem nach der Größe und Lage des Tumors, aber auch nach seinen Eigenschaften. Zu den wichtigsten Behandlungsoptionen gehören:
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- Operation: Ziel einer Operation ist, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass keine umliegenden Hirnregionen beschädigt werden, damit es nicht zu neurologischen Beeinträchtigungen kommt. Deswegen werden Hirnoperationen nicht immer unter Vollnarkose durchgeführt. Eine Hirntumoroperation läuft ausschließlich mikrochirurgisch ab, um die feinen Strukturen im Hirn entsprechend sichtbar zu machen und diese zu schützen. Mit modernen computergesteuerten Operationsmikroskopen erhalten erfahrene Operateure die notwendige Detailsicht in die hochempfindlichen Hirnstrukturen. Weitere technische Verfahren, wie die Neuronavigation („GPS für das Gehirn), ein 4K Neuroendoskop, hochauflösende navigationsgestützte Ultraschall Technologie, intraoperative Bildgebung sowie eine präoperative Funktionsdiagnostik unterstützen eine präzise und schonende Entfernung von Tumoren in den sensiblen Hirnregionen. Die Eingriffe werden ausschließlich minimalinvasiv durchgeführt. Die Zugänge werden hier nicht nur so klein wie möglich durchgeführt, sondern nicht größer als für die operative Therapie notwendig, was das operative Trauma minimiert, schonender für die Betroffenen ist und sowohl kürzere Aufenthaltsdauer im Krankenhaus als auch eine schnellere Rückkehr in das tägliche Leben ermöglicht.
- Strahlentherapie: Da bei einem Hirntumor nicht wie bei anderen Krebserkrankung großzügig umliegendes Gewebe entfernt werden kann, müssen diese Tumorzellen anderweitig bekämpft werden. Manchmal kann auch nicht alles sichtbare Tumorgewebe aufgrund der Lokalisation im Gehirn entfernt werden. Beides könnte sonst zu neurologischen Beeinträchtigungen führen. Eine Option ist dann die Strahlentherapie. Die Strahlentherapie ist nach der Operation die zweitwichtigste Therapiemöglichkeit bei Tumoren des ZNS. Die Strahlentherapie ist eine lokale Therapie. Das bedeutet, dass sie zielgenau auf die vom Tumor betroffenen Regionen wirken kann und so weniger Schaden bei gesunden Zellen und somit weniger Nebenwirkungen verursacht. Dabei werden hochenergetische Röntgenstrahlen verwendet, die auch in tiefere Regionen vordringen können. Die Strahlen schädigen das Erbgut der Tumorzellen und verhindern so das weitere Wachstum. Bei der Strahlentherapie unterscheiden Expertinnen und Experten die Lokalbehandlung (die erweiterte Tumorregion wird bestrahlt), die Ganzhirnbestrahlung und die Bestrahlung des gesamten Liquorraums. Denn Tumorzellen können sich auch über das Nervenwasser (Liquor) verteilen und können dann nicht durch eine Operation entfernt werden.
- Chemotherapie: Auch bei einer Chemotherapie schädigen die Medikamente das Erbgut der Tumorzellen oder stören ihren Stoffwechsel. Da Zytostatika jedoch im ganzen Körper (systemisch) wirken, beeinträchtigen sie auch sich schnell teilende gesunde Zellen. Deswegen kommt es zu mehr Nebenwirkungen als bei einer Strahlentherapie. Da Zytostatika meist per Infusion in die Vene verabreicht werden, verteilen sie sich über das Blut im Körper. Hier kommt es zu einer Herausforderung bei Hirntumoren: Das Gehirn ist durch die Blut-Hirn-Schranke vor schädlichen Substanzen geschützt. Nur wenige Medikamente, darunter auch einige Zytostatika, können diese Barriere überwinden. Vereinfachend kommt hinzu, dass die Blut-Hirn-Schranke bei bösartigen Tumoren häufig nicht mehr intakt ist.
- Zielgerichtete Therapien: Zielgerichtete Therapien kommen in der Regel zum Einsatz, wenn der Tumor nicht auf vorherige Behandlungen anspricht oder wiedergekehrt ist. Es müssen allerdings bestimmte Eigenschaften beim Tumor vorliegen, gegen die sich eine zielgerichtete Therapie richten kann. So können beispielweise BRAF/MEK-Hemmer bei einer BRAF V600-Mutation angewendet werden. Die ersten Ergebnisse einer klinischen Studie mit Kindern mit einem Gliom sind vielversprechend und zeigen ein dauerhaftes Ansprechen sowie gute Überlebensaussichten.
- Klinische Studien: Zeigt keine bisherige Therapie den gewünschten Erfolg oder ist eine Mutation vorhanden, für die es bisher noch keine zugelassene Therapie gibt, ist die Teilnahme an einer klinischen Studie eine Option.
Die Behandlung wird für jeden/r Patienten/in individuell auf die konkrete Erkrankung und den körperlichen Zustand abgestimmt.
Nachsorge
Um die Rückkehr eines Hirntumors zu verhindern oder zumindest frühzeitig erkennen zu können, ist eine regelmäßige Nachsorge ein wichtiger Teil eines langfristigen Gesundungsprozesses. Nach der Therapie kommen Kontrolluntersuchungen auf dich zu. In welchen Abständen diese stattfinden, ist individuell und hängt von deinem persönlichen Rückfallrisiko ab. Bei diesen Verlaufskontrollen wirst du zu möglichen Beschwerden befragt und körperlich untersucht. Auch regelmäßige MRT-Untersuchungen gehören zur Nachsorge. So können ein wiederkehrender Tumor oder wieder wachsende Tumorreste schnell erkannt werden. Solltest du zwischen zwei Terminen Beschwerden haben, dann wende dich sofort an deine Ärztin oder deinen Arzt und warte nicht den nächsten Termin ab. In diesen Terminen kannst du auch soziale oder seelische Belange ansprechen. Deine Ärztin oder dein Arzt kann dir psychoonkologische Hilfe vermitteln. Dabei unterstützen dich Menschen, die auf den Umgang mit Krebsbetroffenen spezialisiert sind. Du kannst nach der Therapie auch an einer medizinischen Rehabilitationsmaßnahme teilnehmen. Sie kann z. B. logopädische, ergotherapeutische, physiotherapeutische und neurokognitive Training-Programme umfassen - je nachdem, was du benötigst. So kann sie dir die Rückkehr in den Alltag erleichtern.
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