Wiederkehrende Taubheitsgefühle in den Wechseljahren: Ursachen und Linderung

Viele Frauen erleben während der Wechseljahre eine Vielzahl von körperlichen Veränderungen und Beschwerden. Zu diesen können auch wiederkehrende Taubheitsgefühle gehören, die oft mit anderen Missempfindungen wie Kribbeln, Brennen oder stechenden Schmerzen einhergehen. Dieser Artikel beleuchtet die möglichen Ursachen für diese Symptome und bietet Lösungsansätze zur Linderung.

Einführung: Parästhesien in den Wechseljahren

Rund jede vierte Frau in den Wechseljahren entwickelt Parästhesien. Charakteristisch für diese Sensibilitätsstörungen ist zumeist ein unangenehmes Kribbeln, das vor allem an Armen und Händen und seltener an Beinen und Füßen auftritt. Es fühlt sich an, als ob Ameisen über die jeweiligen Hautpartien laufen. Manchmal berichten betroffene Frauen auch von einem brennenden oder schmerzhaften Gefühl auf der Haut der Extremitäten, das mit einem Insektenstich vergleichbar ist. Auch Taubheitsgefühle werden in diesem Zusammenhang beschrieben, die sich auf die gesamte Extremität oder auf eine Stelle konzentrieren, zum Beispiel auf den gesamten Arm, auf die Hand oder einen beziehungsweise mehrere Finger.

Hormonelle Veränderungen als Hauptursache

In den Wechseljahren sind die sinkenden bzw. schwankenden Hormonspiegel der Grund für diese Sensibilitätsstörungen. Die verringerte Konzentration von Östrogen und Progesteron, die beide wichtige Botenstoffe im Gehirn sind, kann zu Irritationen bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen führen. In Folge kann es zu Kribbeln und Brennen kommen und manchmal auch zu Taubheitsgefühlen.

Östrogendominanz und Progesteronmangel

Viele Frauen leiden unter Östrogendominanz und Progesteronmangel ohne es zu wissen. Zyklusstörungen, PMS, ein unerfüllter Kinderwunsch, Myome, Endometriose und nicht zuletzt Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis können dadurch entstehen. Wenn bei Frauen der Östrogenspiegel relativ erhöht ist, sodass die Östrogene ihren Gegenspieler Progesteron dominieren, liegt eine Östrogendominanz vor, auch Gelbkörperschwäche oder Corpus-Luteum-Insuffizienz genannt.

Das Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron sagt nicht unbedingt etwas über die tatsächliche Östrogenmenge aus, vielmehr ist das relative Verhältnis der beiden Geschlechtshormone zueinander entscheidend. Tatsächlich kann eine Östrogendominanz auch dann bestehen, wenn der Östrogenspiegel objektiv selbst erniedrigt ist.

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Auswirkungen auf das Nervensystem

Ein weiteres, vielen vielleicht weniger bekanntes Symptom, das in Zusammenhang mit einer Östrogendominanz und Progesteronmangel bei Frauen in den Wechseljahren auftreten kann, ist das Symptom Kribbeln in Armen und Beinen. Manche Frauen berichten auch von einem Brennen unter der Haut sowie Taubheitsgefühl in den Extremitäten. Dieses vorübergehend auftretende „Ameisenlaufen“ wird als sehr unangenehm empfunden, gilt während der Wechseljahre aber als harmlos. Ursache sind Nervenreaktionen, die durch die schwankende und sinkende Östrogenproduktion hervorgerufen werden. Das Phänomen taucht meist ganz unvermittelt auf und verschwindet genauso schnell wieder. Auch sind bei weitem nicht alle Frauen in den Wechseljahren davon betroffen.

Andere mögliche Ursachen für Taubheitsgefühle

Hinter einem Taubheitsgefühl in den Armen, den Beinen, den Füßen oder im Gesicht können verschiedene Ursachen stecken. Oft ist eine mangelnde Durchblutung oder ein abgeklemmter Nerv für die Beschwerden verantwortlich. Aber auch ernste Erkrankungen wie ein Bandscheibenvorfall oder ein Schlaganfall können mit einem Taubheitsgefühl einhergehen.

Durchblutungsstörungen

Durchblutungsstörungen als Ursache: Bei niedrigen Temperaturen im Winter kann es passieren, dass unsere Hände und Füße zu kalt werden und wir kein Gefühl mehr in ihnen haben. Durch die Kälte ziehen sich die Gefäße zusammen und die Extremitäten werden schlechter durchblutet. Erst bei wärmeren Temperaturen verschwindet das Taubheitsgefühl und die Empfindung kehrt zurück - dieser Prozess wird häufig von einem unangenehmen Kribbeln in den Fingern und Zehen begleitet.

Auch das Einklemmen von Blutgefäßen (beispielsweise durch Sitzen mit übereinandergeschlagenen Beinen oder das Liegen auf einer Hand) kann dazu führen, dass Beine, Hände oder Arme "einschlafen" und im Zuge dessen Gefühlsstörungen auftreten.

Während kältebedingte, kurzfristige Durchblutungsstörungen in der Regel harmlos sind, sollten Sie bei einer Durchblutungsstörung ohne erkenntliche Ursache zeitnah ärztlichen Rat suchen. Dann können Erkrankungen wie Arteriosklerose oder die Raynaud-Krankheit, bei der in erster Linie die Arterien in den Fingern und Zehen betroffen sind, hinter dem Taubheitsgefühl stecken. Auch Durchblutungsstörungen im Gehirn sowie in den Beinen können ein taubes Gefühl auslösen.

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Das Raynaud-Syndrom

Beim Raynaud-Syndrom färben sich die Finger weiß, blau und manchmal feuerrot. Die betroffenen Finger kribbeln, schmerzen oder werden taub. Ausgelöst wird das anfallsartige Blasswerden der Finger durch eine spezielle Durchblutungsstörung: Die kleinen Gefäße in den Fingern ziehen sich plötzlich krampfartig zusammen. In die Finger fließt dann nicht mehr genug Blut und sie werden weiß. Durch die Unterversorgung kann ein Sauerstoffmangel auftreten und die Finger nehmen eine bläuliche Farbe an (Zyanose). Nach einiger Zeit löst sich der Gefäßkrampf und die Finger werden wieder durchblutet. Durch verstärkte Blutzufuhr können sich die Finger deutlich röten.

Ausgelöst wird ein Raynaud-Anfall überwiegend durch einen Kältereiz. Bereits Temperaturen unter 10 Grad Celsius können ausreichen. Als weiterer Auslöser kommt Stress infrage. Aus welchem Grund die Blutgefäße bei Raynaud-Patienten so empfindlich auf Kälte und Stress reagieren, weiß man noch nicht. Möglicherweise liegen neuronale Fehlregulationen zugrunde.

Das sekundäre Raynaud-Syndrom tritt meist nach dem 40. Lebensjahr auf und ist Folge einer Grunderkrankung. Häufigste Ursache ist eine Bindegewebserkrankung (Kollagenose), insbesondere Sklerodermie oder Lupus erythematodes, manchmal auch eine rheumatoide Arthritis. Auch Medikamente können das Raynaud-Phänomen auslösen, insbesondere Betablocker, Ergotamine, Bromocriptin und Cabergolin. Bei bestimmten Berufen, die mit Vibrationen der Hände verbunden sind - durch Presslufthammer, Kettensägen etc. -, besteht ebenfalls ein erhöhtes Risiko. Auch treten Migräne und Raynaud-Syndrom häufig zusammen auf.

Eingeklemmte Nerven

Taubheitsgefühle in Armen, Beinen, Händen und Füßen, die durch einen eingeklemmten Nerv verursacht werden, hat wahrscheinlich jeder Mensch schon einmal erlebt: Ähnlich wie beim Einklemmen von Blutgefäßen wird dann durch eine falsche Körperhaltung - beispielsweise beim Sitzen oder Liegen - ein Nerv abgeklemmt und die Reizweiterleitung dadurch gestört. Auch bei einem dadurch ausgelösten Gefühlsverlust spricht man von eingeschlafenen Gliedmaßen.

In der Folge fühlt sich die Hand oder der Arm taub an und kann meist nicht mehr willentlich bewegt werden. Häufig geht ein eingeschlafener Arm oder ein eingeschlafenes Bein mit einem unangenehmen Kribbeln auf der Haut einher. Sobald wir das eingeschlafene Körperteil ein wenig bewegen, verschwindet das taube Gefühl aber in der Regel von selbst wieder. Ist dies nicht der Fall oder tritt die Beschwerde häufiger auf, steckt vermutlich eine andere Ursache dahinter, die ärztlich abgeklärt werden sollte.

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Daneben kann ein Taubheitsgefühl in den Fingern und Händen aber auch entstehen, wenn andere Nerven, beispielsweise der Ellennerv, eingeklemmt werden (Ulnartunnel-Syndrom). Dieses Syndrom wird auch als Radfahrerlähmung bezeichnet, da es meist durch das feste Umgreifen des Lenkers verursacht wird.

Zu Verengungen der Nervenkanäle kann es jedoch nicht nur an den Armen, sondern auch an den Beinen kommen. Besonders oft tritt ein eingeklemmter Nerv und das damit verbundene Taubheitsgefühl am Oberschenkel auf. Dies wird als Inguinaltunnel-Syndrom (Leistentunnelsyndrom) beziehungsweise als Jeanskrankheit bezeichnet. Dabei wird durch Übergewicht, aber auch durch zu enge Kleidung, der Oberschenkelhautnerv geschädigt.

Karpaltunnelsyndrom

Kommt es in den Fingern zu einem ständig wiederkehrenden Taubheitsgefühl und einem unangenehmen Kribbeln, steckt oft ein Karpaltunnelsyndrom hinter den Beschwerden. Dabei wird der Mittelhandnerv beim Durchtritt durch den Handwurzelkanal eingeengt. Die Ursachen eines Karpaltunnelsyndroms können vielfältig sein, beispielsweise zählen knöcherne Fehlstellungen nach Frakturen oder Sehnenscheidenentzündungen dazu. Oft lässt sich aber auch keine direkte Ursache ermitteln.

Polyneuropathie

Unter einer Polyneuropathie ist eine Erkrankung des peripheren Nervensystems zu verstehen, die mit Missempfindungen und Taubheitsgefühlen - häufig in den Händen und Füßen - einhergeht. Diese werden durch gereizte, entzündete oder geschädigte Nervenbahnen ausgelöst. Je nach Ursache der Erkrankung kann es zu weiteren Symptomen kommen, häufig tritt beispielsweise auch eine Muskelschwäche auf.

Eine Sonderform ist die diabetische Polyneuropathie, die unterschiedliche Nervenbereiche betreffen kann. Neben Diabetes kann eine Polyneuropathie unter anderem auch durch chronischen Alkoholmissbrauch, Vergiftungen oder Infektionen entstehen.

Eine weitere Sonderform ist das sogenannte Guillain-Barré-Syndrom. Dabei kommt es in kurzer Zeit zu Symptomen wie Schmerzen und Lähmungserscheinungen. So kann es passieren, dass Betroffene plötzlich kein Gefühl mehr in den Beinen haben.

Bandscheibenvorfall

Bei einem Bandscheibenvorfall können durch Druck auf die Nervenwurzel starke Schmerzen im jeweiligen Versorgungsgebiet des Nervs entstehen. Häufig werden diese von Kribbeln oder einem Taubheitsgefühl im Lendenbereich oder den Beinen begleitet. Es kann darüber hinaus zu Lähmungen in den Beinen, Füßen oder im Extremfall von Blase und Darm kommen.

Neben einem Bandscheibenvorfall können auch andere Probleme im Bereich der Wirbelsäule, besonders im Bereich der Halswirbelsäule, für ein Taubheitsgefühl sorgen. Meist tritt die Beschwerde dann gemeinsam mit einem unangenehmen Kribbeln in den betroffenen Gliedmaßen auf.

Schlaganfall

Bei einem Schlaganfall wird das Gehirn nicht mehr mit ausreichend Blut und somit auch nicht mehr mit genügend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Da der betroffene Bereich seiner Funktion nicht mehr nachkommen kann, treten verschiedene Störungen auf. Zu diesen können auch nervale Ausfälle gehören.

Durch solche Ausfälle kann es passieren, dass sich Arme oder Beine taub anfühlen und nicht mehr bewegt werden können. Typischerweise treten die Taubheitsgefühle einseitig auf, betreffen also nur eine Hälfte des Gesichts oder den rechten oder linken Arm.

Infektionen

Verschiedenste Infektionen mit Bakterien oder Viren können ein taubes Gefühl im Körper auslösen. Zu solchen Infektionen gehören beispielsweise Gürtelrose oder Borreliose.

Mangelerscheinungen

Schließlich kann auch ein Vitamin-B12-Mangel ein Taubheitsgefühl, das häufig auf der Zunge auftritt, auslösen. Daneben kann es in diesem Fall auch an den Händen und Füßen zu Empfindungsstörungen kommen. Denn Vitamin B12 ist für unser Nervensystem von entscheidender Bedeutung und ein Mangel kann zu Störungen im zentralen Nervensystem führen. Neben dem Taubheitsgefühl können sich bei einem solchen Mangel auch Symptome wie Blässe, Müdigkeit und Konzentrationsprobleme bemerkbar machen.

Auch Magnesium trägt zu einer gesunden Funktion des Nervensystems bei. Ein ausgeprägter Magnesiummangel kann sich deshalb ebenfalls in Form eines Taubheitsgefühls oder eines Kribbelns in Armen und Beinen bemerkbar machen.

Medikamente

In seltenen Fällen können auch bestimmte Medikamente Missempfindungen wie ein taubes Gesicht oder taube Hände sowie ein Kribbeln auslösen. Dazu gehören unter anderem Statine, ACE-Hemmer oder Calcium-Antagonisten.

Neurologische Erkrankungen

Neurologische Beschwerden wie Kribbeln in den Fingern oder Füßen, Taubheitsgefühle, stechende Schmerzen oder auch unspezifische Muskel- oder Nervenschmerzen betreffen viele Menschen. Neuropathie: Nervenschädigung. Um richtig funktionieren zu können, ist das Nervensystem auf eine stets ausreichende Versorgung mit Nährstoffen angewiesen. Fehlen diese, kann es zu funktionellen Störungen kommen. Auch Bakterien und Viren können die Nerven schädigen.

Dauerhafte Anspannung, eine schlechte Schlafqualität oder emotionale Überforderung - all das bringt die Regenerationsfähigkeit der Nerven durcheinander. Bei autoimmunen Geschehen greift der Körper versehentlich eigene Nervenzellen an.

Diagnose und Therapie

Bei der Diagnose ist zunächst entscheidend, wo, seit wann und in welchen Situationen das Taubheitsgefühl auftritt, ob es einseitig oder beidseitig vorkommt und ob es seit dem ersten Auftreten anhält oder von selbst wieder verschwindet. Um mögliche Nervenschädigungen festzustellen, prüft derdie ArztÄrztin die Reflexe sowie verschieden Sinnesleistungen - beispielsweise das Gehör und das Sehen. Besteht ein erster Verdacht, können weitere Untersuchungen nötig werden.

Generell ist die Therapie von Taubheitsgefühlen sehr stark von der Ursache abhängig. Wie bereits erwähnt, kann bei einem Karpaltunnelsyndrom das Tragen einer Schiene helfen, bei einem Bandscheibenvorfall eine physiotherapeutische Behandlung. Es ist also sehr wichtig, den Auslöser der Beschwerden zu identifizieren.

Bei durch die Wechseljahre bedingten Parästhesien wird sie Ihre Ärztin oder Ihr Arzt zunächst eingehend diagnostizieren, gegebenenfalls mit orthopädischen Untersuchungen und neurologischen Tests, um die genaue Ursache abzuklären.

Selbsthilfemaßnahmen und Linderung

Die Parästhesien in den Wechseljahren sind unangenehm, jedoch zumeist harmlos und verschwinden meist genauso schnell, wie sie gekommen sind.

Allgemeine Maßnahmen

  • Bewegung: Eine wichtige Maßnahme ist, Ihren Körper in Bewegung zu halten oder zu bringen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie spazieren gehen, wandern, joggen, walken, tanzen, schwimmen oder sich für Yoga oder Pilates entscheiden. Nordic Walking durch die Bewegung der Arme mit den Stöcken.
  • Entspannung: Um die Nerven zu beruhigen, haben sich Entspannungstechniken bewährt.
  • Ernährung: Auch eine gesunde Ernährung kann helfen, Parästhesien in den Wechseljahren zu lindern. Das gilt insbesondere für die Nervennahrung, an deren Spitze die B-Vitamine stehen. Es sind vor allem die Vitamine B1, B2, B6 und B12 sowie Vitamin C, Niacin und Biotin, die die Funktion des Nervensystems unterstützen. Das Knochenmineral Calcium sorgt ebenso für eine Reizübertragung zwischen den einzelnen Nervenzellen, während Magnesium den Erhalt der psychischen Funktion fördert. Hochwertiges Eiweiß ist für starke Nerven wichtig, um Serotonin, das auch Glückshormon genannt wird, zu bilden. Serotonin beeinflusst verschiedene Prozesse im Körper, unter anderem die Weiterleitung von Informationen von einer Nervenzelle zur nächsten. Serotonin wird aus der Aminosäure Tryptophan produziert, die in eiweißreichen Nahrungsmitteln vorkommt. Regelmäßige Zufuhr von Magnesium.
  • Kneippanwendungen: Kneippanwendungen an Armen und Beinen im eigenen Badezimmer können helfen, Parästhesien in den Wechseljahren zu lindern. Dabei findet ein Wechsel zwischen kalten und warmen Güssen statt. Wechselduschen des Armes; d.h. 5x im Wechsel heiß und kalt abbrausen.
  • Bei Raynaud-Syndrom: Betroffene sollten aber bei Kälte immer Handschuhe - am besten Fäustlinge - tragen, und zwar bereits bei 10 Grad Außentemperatur. Hilfreich können beheizbare Handschuhe oder Taschenwärmer sein. Um die Durchblutung nicht zusätzlich zu verschlechtern, sollte Rauchen tabu sein. Ist Stress der Auslöser, empfehlen sich regelmäßige Entspannungsübungen.

Maßnahmen bei Taubheitsgefühlen allgemein

Wie beschrieben entsteht das Taubheitsgefühl in den häufigsten Fällen aufgrund von kurzzeitigen Durchblutungsstörungen oder eines eingeklemmten Nervs - sofern kein anderes medizinisches Problem zugrunde liegt.

Folgende Tipps können im Akutfall angewendet werden und dienen der Vorbeugung:

  • Ausschütteln der Arme: Um die Durchblutung wieder anzukurbeln, sollten die Arme ausgeschüttelt werden.
  • Sitz- oder Liegeposition anpassen
  • Greifbewegungen: Sie können dabei helfen, Blut in die Fingerspitzen zu pumpen, indem man die Finger spreizt und sie dann zur Faust ballt.
  • Kühlen: Kaltes Wasser regt die Durchblutung an.
  • Bewegung im Alltag: Vorbeugend kann regelmäßige Bewegung dabei helfen, Fehlhaltungen und dadurch entstandene Durchblutungsstörungen zu behandeln.
  • Lösen der Verspannungen
  • Wärme entspannt die Muskeln
  • Massier Dir die Schulter-Nackenpartie schon mal in der Dusche mit dem warmen Wasserstrahl. Das wirkt ware Wunder. Massagen im Nacken zu minimalen Verschiebungen der Wirbel führen können?? Ein Chiropraktiker kann helfen.

Ernährungsumstellung bei Östrogendominanz

Eine Möglichkeit, die negativen Folgeerscheinungen einer Dysbalance des Hormonhaushalts infolge eines (relativen) Überschusses an Östrogen und eines Progesteronmangels auf natürliche Weise zu mildern, ist eine bewusste Ernährungsweise. Das Grundnahrungsmittel einer solchen Ernährung ist Gemüse. Denn Gemüse versorgt den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen, essentiellen Aminosäuren, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen, die wichtig sind, um eine Störung im Hormonsystem entgegenzuwirken.

Zu den Aufgaben der Leber gehört es unter anderem, Sexualhormone abzubauen - und dank dieser Eigenschaft hilft das zentrale Entgiftungs- und Stoffwechselorgan dem Organismus dabei, auch einen Östrogenüberschuss zu senken. Umso wichtiger ist es, dass die Leber bei einer Östrogendominanz ungestört arbeiten kann. Hier kann eine lebergesunde Ernährung wertvolle Dienste leisten. Pflanzliche Kost, die viele Bitterstoffe enthält. Denn die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählenden Bitterstoffe haben eine Schutzwirkung für die Leber und kurbeln viele ihrer Funktionen an. Wichtige bitterstoffhaltige Pflanzen sind zum Beispiel Artischocken, Salate wie Chicorée und Endiviensalat, grüne Gemüsesorten wie Mangold und Spinat oder Kohlsorten wie Rosenkohl und Grünkohl. Fettbewusste Ernährung, bei der nicht nur auf die angemessene Menge an Fett, sondern auch auf die richtige Qualität der einzelnen Fette geachtet wird. Wichtig ist, dass der Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren und mehrfach ungesättigten Fettsäuren deutlich höher ist als der Anteil an gesättigten Fettsäuren.

Einige Nahrungsmittel enthalten “natürliches Progesteron”. Dazu zählt vor allem die Yamswurzel mit ihrem hohen Gehalt an Diosgenin, eine Substanz (Steroidsapogenin), die dem körpereigenen Progesteron stark ähnelt. Es gibt also definitiv kein „natürliches“ oder „pflanzliches“ Progesteron, sondern nur ein naturidentisches, d.h. Wichtig: Für die Hormone Östrogen, Progesteron, DHEA und Testosteron existieren keine natürlichen Quellen aus denen diese Hormone gewonnen werden könnten. Sehr wohl existieren aber schwächer wirkende Vorstufen dieser Hormone im Pflanzenreich, wie sie z.B. Es spricht jedoch nichts dagegen, gekochte oder gebratene Yamswurzel (erhältlich zum Beispiel in Asia-Läden) bevorzugt auf den Speiseplan zu setzen. Denn die Pflanze ist reich an zahlreichen unverzichtbaren Nährstoffen wie Vitamin C und B-Vitamine, Magnesium und Eisen.

Nahrungsergänzungsmittel

Diese ausgewogene Nährstoffkombination aus Reinsubstanzen enthält alle Vitamine und Spurenelemente, die für den Östrogen-Abbau nötig sind und bei Östrogendominanz oft im Mangel sind: Vitamin D, Vitamin B6, Vitamin B12, Vitamin C, Vitamin E, Selen, Magnesium u.a. Vitex Agnus Castus D2, Fa. Ceres Bei unerfülltem Kinderwunsch hat sich zudem Mönchspfeffer hilfreich erwiesen bei Frauen, deren Zyklus zu kurz oder zu lang ist, die keinen oder nur unregelmäßigen Eisprung haben und vielleicht auch an einem prämenstruellen Syndrom leiden. Nachtkerzenöl 500, Reich an Gamma-Linolensäure, einer direkte Vorstufe von Prostaglandin E1, welches in den Eierstöcken die Progesteronproduktion anregt. Studien belegen, dass durch Substitution mit Nachtkerzenöl der Prozess der Progesteronbildung verbessert und typische Symptome einer verminderten Progesteronwirkung, wie PMS, reduziert werden können. Nutrifem PMS Formula, Durchdachte Kombination an Vitalstoffen und Mikronährstoffen zur Unterstützung der hormonellen Balance der Frau. Mit Pflanzenextrakten aus Ginkgo biloba, Pinienrinde und Mönchspfeffer für Wohlbefinden und Ausgeglichenheit vor und während der Menstruation. Sinnvoll ergänzt u.a. Pycnogenol 100 Gold, Eine Östrogendominanz macht schmerzempfindlicher und fördert die Entzündungsneigung. OPCs (Oligomere Proanthocyanidine) aus Pinienrindenextrakt können über verschiedene Mechanismen in die Schmerzwahrnehmung eingreifen und Entzündungsprozesse im Körper positiv beeinflussen. +Vitamin B6 aktiviert P5P, Enthält hoch dosiertes Pyridoxal-5-Phosphat (P5P), die Aktivform von Vitamin B6, und bietet somit eine hochwertige Quelle zur zusätzlichen Zufuhr dieses wichtigen Mikronährstoffes. Wird bei schmerzhaften Regelblutungen und bei depressiven Verstimmungen in der prämenstruellen Phase erfolgreich eingesetzt. Yams Balance, Enthält 96 mg hochwertiges Diosgenin, einen Pflanzenstoff, der Ähnlichkeit mit dem körpereigenen Hormon Progesteron hat. Diosgenin kann an Rezeptoren gebundenes Östradiol verdrängen und dadurch eine östrogenmodulierende Wirkung ausüben.

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