Morbus Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung, die das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen tiefgreifend verändert. Die Dokumentationen der ZDF Mediathek bieten Einblicke in das Leben mit Parkinson, zeigen den Umgang mit der Krankheit und stellen neue Therapieansätze vor. Nach Alzheimer ist Parkinson die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Allein in Deutschland sind aktuell rund 400.000 Menschen betroffen.
Die Diagnose als Wendepunkt
Die Diagnose Morbus Parkinson ist oft ein Schock. Betroffene sehen sich mit einer unheilbaren, fortschreitenden Erkrankung des Nervensystems konfrontiert. Die Kontrolle über den eigenen Körper entgleitet allmählich, und die Lebenszeit kann verkürzt sein. Doch wie geht man mit dieser Nachricht um?
Pamela Spitz erhielt die Diagnose mit 41 Jahren. Statt zu verzweifeln, begriff sie die Diagnose als Chance, ihr Leben neu zu ordnen. Die Fotojournalistin packte ihren Rucksack und reiste um die Welt. Immer dabei: „Mister P.“, wie sie ihre Krankheit liebevoll nennt. Dieser Begleiter zwang sie, sich auf das Wesentliche im Leben zu konzentrieren. Heute, mit 48 Jahren, befindet sie sich an einem Scheideweg, da Parkinson sie immer fester im Griff hat. Ihre Beweglichkeit lässt nach, und die Medikamente verursachen Nebenwirkungen wie Schlaflosigkeit und Übelkeit. Pamela kämpft einen Wettlauf gegen die Zeit, um ihre Unabhängigkeit so lange wie möglich zu bewahren.
Auch Dominik Key erhielt mit 41 Jahren die Diagnose Parkinson. Er hat Schwierigkeiten, seine Beine zu kontrollieren, und leidet unter Krämpfen. Seine Hände sind taub, und er kann kaum noch greifen. Medikamente verträgt er nicht. Die Ärzte machen ihm Hoffnung auf einen Tiefenhirnstimulator, doch die Operation birgt Risiken. Der Film begleitet Dominik Key auf seinem Weg und zeigt die Arbeit des Ärzteteams der Paracelsus-Elena-Klinik in Kassel und der Uniklinik Göttingen.
Junge Menschen und Parkinson
Parkinson ist nicht nur eine Krankheit älterer Menschen. Auch junge Menschen können betroffen sein, wie der Fall von Marion zeigt. Sie war 15 Jahre alt, als sie Schmerzen in der Hand und Verkrampfungen in der rechten Körperhälfte bekam. Nach einem langwierigen Ärztemarathon erhielt sie mit 21 Jahren die Diagnose Parkinson. Trotz dieser schweren Diagnose kämpft sich Marion zurück ins Leben. Sie arbeitet intensiv in der Physiotherapie und setzt sich große Ziele, wie die Besteigung des Grünten, eines 1738 Meter hohen Berges in den Allgäuer Alpen.
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Leben mit Parkinson: Aktiv bleiben und Lebensqualität erhalten
Trotz der Einschränkungen durch Parkinson ist es wichtig, aktiv zu bleiben und die Lebensqualität zu erhalten. Pamela Spitz reiste um die Welt und entdeckte neue Hobbys wie Surfen. Marion arbeitet intensiv in der Physiotherapie und setzt sich sportliche Ziele.
Die Dokumentation „Re: Aktiv leben mit Parkinson“ zeigt, wie Betroffene mit den Veränderungen in ihrem Alltag umgehen und wie sie versuchen, die Kontrolle über ihren Körper zurückzugewinnen.
Forschung bringt Hoffnung: Neue Therapieansätze
Die Forschung im Bereich Parkinson macht Fortschritte und bringt neue Hoffnung für Betroffene. Die Dokumentation „Parkinson - Forschung bringt Hoffnung“ stellt überraschende neue Therapie- und Diagnoseansätze vor.
Eine vielversprechende Therapieoption sind Stammzelltherapien, die in der Dokumentation „Neue Therapien gegen Parkinson“ vorgestellt werden. Diese Therapien zielen darauf ab, die geschädigten Nervenzellen im Gehirn zu ersetzen und die Symptome der Krankheit zu lindern.
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