Ignatia Schließmuskelspasmus: Ursachen, Symptome und Behandlungsansätze

Der Ignatia Schließmuskelspasmus ist ein komplexes Thema, das verschiedene Aspekte des menschlichen Körpers betrifft. Dieser Artikel zielt darauf ab, ein umfassendes Verständnis dieser Erkrankung zu vermitteln, von den zugrunde liegenden Ursachen bis hin zu den verschiedenen Behandlungsansätzen, die zur Verfügung stehen.

Einführung in Schließmuskelspasmen

Schließmuskelspasmen sind unwillkürliche Kontraktionen der Schließmuskeln, die verschiedene Körperöffnungen kontrollieren. Diese Spasmen können schmerzhaft sein und die normale Funktion beeinträchtigen. Im Falle des Ignatia Schließmuskelspasmus spielt das homöopathische Mittel Ignatia eine Rolle bei der Behandlung.

Ursachen und Auslöser von Schließmuskelspasmen

Die Ursachen für Schließmuskelspasmen können vielfältig sein und reichen von neurologischen Störungen bis hin zu psychischen Belastungen. Einige der häufigsten Ursachen und Auslöser sind:

  • Bewegungsstörungen der Speiseröhre: Erkrankungen wie der Ösophagusspasmus und die Achalasie können zu übermäßigen Muskelkontraktionen führen. Der Ösophagusspasmus entsteht durch eine übermäßige Muskelkontraktion, meist im mittleren und unteren Speiseröhrenabschnitt. Die Achalasie ist durch Kontraktionen im unteren Bereich der Speiseröhre gekennzeichnet.
  • Psychische Belastungen: Kummer, enttäuschte Liebe oder verletzte Gefühle können eine Rolle spielen.
  • Neurologische Faktoren: Probleme mit der Nervenversorgung der Region am Rücken oder am Hals (N. Phrenicus) können ebenfalls eine Rolle spielen.
  • Haltungsbedingte Ursachen: Besonders bei Katzen können Haltungsbedingen eine Inkontinenz auftreten.

Symptome von Schließmuskelspasmen

Die Symptome von Schließmuskelspasmen können je nach betroffenem Bereich variieren. Einige der häufigsten Symptome sind:

  • Schmerzen: Plötzliche krampfartige Schmerzen, die auch in Kiefer, Schulter und Arm ausstrahlen können.
  • Schluckstörungen (Dysphagie): Die aufgenommene Nahrung kann die Speiseröhre nicht vollständig passieren.
  • Rückfluss der unverdauten Nahrung in die Mundhöhle
  • Gewichtsverlust
  • Fremdkörpergefühl (Globusgefühl) im Hals
  • Schluchzen
  • Schluckstörungen
  • Krampfartige Beschwerden

Diagnose von Schließmuskelspasmen

Eine sichere Diagnose kann durch bildgebende Verfahren gestellt werden. Es ist wichtig, organische Veränderungen als Ursache der Beschwerden auszuschließen.

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Konventionelle Behandlungsmethoden

In der Therapie des Ösophagusspasmus steht die Grunderkrankung im Vordergrund. Symptomatisch wird der Krampf v.a. mit Nitro-Präparaten und Kalziumantagonisten beseitigt.

Alternative und komplementäre Behandlungsansätze

Neben den konventionellen Behandlungsmethoden gibt es auch alternative und komplementäre Ansätze, die zur Linderung von Schließmuskelspasmen eingesetzt werden können:

  • Homöopathie: Homöopathische Einzelmittel werden genauso eingesetzt wie Komplexmittel, die als Hauptmittel z.B. Ignatia, Cicuta virosa, Zincum metallicum oder Curare enthalten.
  • Naturheilkunde: Vegetativ beruhigende und krampflösende Maßnahmen können die Beschwerden vermindern. Pflanzliche Medikamente, die eine ausgleichende Wirkung auf das Nervensystem haben, lindern die Beschwerden. Ein Melissen-Tee beruhigt das Nervensystem und lindert so die Symptome einer Speiseröhrenbewegunsstörung.
  • Manuelle Therapieverfahren: Osteopathie behandelt entweder reflektorisch die Nervenversorgung der Region am Rücken oder am Hals (N. Phrenicus) oder direkt am Zwerchfell.
  • Akupunktur: Einige Frauen haben gute Erfahrungen mit Ohrakupunktur bei Reizblase und Blasenschwäche gemacht.

Die Rolle von Ignatia in der Homöopathie

Ignatia amara (Strychnos ignatii), gewonnen aus der Ignatiusbohne, wirkt auf das Nervensystem, die Gesamtheit aller Sinne aber auch auf die Atemwege des Menschen. Angewendet wird Ignatia beispielsweise bei Depressionen, Asthma, Analprolaps und Epilepsie, Essstörungen, Kopfschmerzen sowie Hysterie, psychosomatischen Beschwerden und Tics.

Leitsymptome von Ignatia

Die Leitsymptome von Ignatia sind Beschwerden, die durch stillen Kummer, enttäuschte Liebe oder verletzte Gefühle verursacht werden, ebenso Hysterie und wechselhafte Stimmung aber auch wechselhafte und widersprüchliche Symptome. Auch unwillkürliches Seufzen oder Schluchzen, Fremdkörpergefühl (Globusgefühl) im Hals und Schluckstörungen sowie krampfartige Beschwerden gehören zu den Leitsymptomen von Ignatia.

Ignatia-Patienten: Persönlichkeit und Verhalten

Ignatia hat hohe Ideale und Erwartungen, ist pflichtbewusst, genau in Kleinigkeiten und kritisch, verträgt keinen Widerspruch und erwartet Perfektion. Es besteht ein Widerspruch zwischen Wunsch und Realität, Ignatia leidet an der Unvollkommenheit der Welt. Romantische Liebe, alle Emotionen werden auf einen Partner gesetzt und auch heimliche Liebesbeziehungen gehören zu den wahlanzeigenden Symptomen.

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Anwendung von Ignatia bei verschiedenen Beschwerden

Ignatia ist angezeigt bei Beschwerden durch Kummer, Liebeskummer und Zurückweisung sowie Enttäuschung, Eifersucht, Heimweh, aber auch bei Unfall oder Tod eines nahen Menschen sowie Kummer durch lange zurückliegende Beleidigungen. Essstörungen, wie z.B. Fettsucht, Bulimie oder Anorexie durch Kummer oder Ärger, stiller Kummer, über Probleme wird nicht gesprochen, es wird nicht geklagt, es kann nicht geweint werden, auch wenn eine Traurigkeit besteht, über Problemen wird gebrütet, Tränen werden „tapfer“ zurückgehalten, anschließend verzweifelt geweint und geschluchzt - dies sind ebenfalls Ignatia anzeigende Symptome.

Weitere Homöopathische Mittel

Neben Ignatia gibt es noch weitere homöopathische Mittel, die bei Schließmuskelspasmen und ähnlichen Beschwerden eingesetzt werden können:

  • Nux vomica: Bei Verdauungsbeschwerden, Magen-Darm-Beschwerden, Blähungen, Verstopfung, Sodbrennen und Gallenproblemen.
  • Spigelia: Bei Nervenschmerzen im Bereich des Gesichts (Trigeminusneuralgien) und Schmerzen des linken Auges.
  • Aconitum: Bei einem bleibenden Gefühl der Angst und der Ängstlichkeit, die körperliche und seelische Unruhe auslösen.
  • Cactus: Wirkt auf alle kreis- oder rohrförmig angeordneten Muskeln, so zum Beispiel auf den Darm, das Herz, die Arterien oder die Schließmuskel und den Uterus.
  • Cina: Wirkt unter anderem bei Wurmbefall und den begleitenden Symptome.
  • Cinnabaris: Bei Schmerzen in und um das Auge.
  • Natrium muriaticum: Bei stillem Kummer, der sich auch durch Trost verschlechtert.
  • Sepia officinalis: Bei dem Gefühl eines Abwärtsdrängens der Organe.
  • Arsenicum album: Bei verweifelter Angst und einer starken Abhängigkeit von anderen sowie einer großen Unruhe.
  • Aurum metallicium: Bei einer depressiven und melancholischen Stimmung, einem ausgeprägten Pflichtgefühl (Workaholic) und ist sehr verschlossen.
  • Acidum phosphoricum: Bei Apathie, Schwäche und Beschwerden durch Kummer.
  • Pulsatilla: Bei einem starken Verlassenheitsgefühl und wechselhaften Stimmungen und Beschwerden.

Allgemeine Maßnahmen und Verhaltensweisen

Neben den spezifischen Behandlungen gibt es auch allgemeine Maßnahmen und Verhaltensweisen, die zur Linderung von Schließmuskelspasmen beitragen können:

  • Förderliches Essverhalten: Essen ohne Zeitdruck, sitzend und in ruhiger Umgebung, wobei kleinere Bissen gründlich gekaut werden sollten. Die letzte Mahlzeit sollte so früh wie möglich eingenommen werden.
  • Alkoholkarenz
  • Stressmanagement: Stress reduzieren.
  • Beckenbodenübungen: Straffen die Muskulatur und regen die Durchblutung des Beckenbodens an.
  • Vermeidung von Kälte
  • Grenzen setzen: Achten Sie darauf, dass Sie in Ihrem Leben Grenzen setzen!

Ernährungstipps

  • Bitterstoffe: Ein größerer Anteil an Bitterstoffen in Ihrer Nahrung kann helfen.
  • Kümmel: Beim Kochen von Kohl und Kohlgemüse Kümmel hinzufügen, um Blähungen zu verhindern.
  • Milchsauer-vergorenes Gemüse, Sauerkraut, Kefir usw.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Bei gesundheitlichen Beschwerden sollte stets professioneller Rat eingeholt werden. Die auf Globuli.de zur Verfügung gestellten Informationen sowie Kommentare und Diskussionsbeiträge können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer eigenständigen Auswahl und Anwendung oder Absetzung von Arzneimitteln, sonstigen Gesundheitsprodukten oder Behandlungsmethoden verwendet werden. Viele Symptome und Beschwerden können bei verschiedenen Erkrankungen auftreten. Für eine sichere Diagnose und Behandlung muss immer ein Arzt aufgesucht werden. Die auf Globuli.de zur Verfügung gestellten Inhalte sind sorgfältig erarbeitet und werden in regelmäßigen Abständen auf ihre Richtigkeit überprüft und aktualisiert. Jedoch unterliegen die Erkenntnisse in der Medizin einem ständigen Wandel.

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