Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems. Sie ist durch Nervenschäden und Narbenbildung gekennzeichnet und kann daher schwer zu diagnostizieren sein, da sie vielen anderen Krankheiten ähnelt. Die Deutsche Gesellschaft für Multiple Sklerose Landesverband Sachsen möchte auf die Symptome aufmerksam machen.
Die Unsichtbarkeit der Symptome
„Keiner sieht’s, einer spürt’s.“ Dieser Satz fasst die Problematik vieler MS-Erkrankter zusammen. Eines der größten Probleme im Alltag von MS-Patienten ist, dass viele Symptome unsichtbar sind. Myelin ist der Beschleuniger für unsere Nervenimpulse. Es liegt wie eine Isolierung um unsere Nervenfasern. Je mehr Myelin, desto schneller können Impulse übertragen werden. Bei der Krankheit Multiple Sklerose wird durch Entzündungen im zentralen Nervensystem diese “Isolierung” angegriffen. Das Myelin wird beschädigt oder gar zerstört. Vor allem die krankheitsbedingte, erdrückende Erschöpfung, Fatigue genannt, sowie die abnehmende körperliche aber auch geistige Leistungsfähigkeit sind für das Umfeld nicht wahrnehmbar, beeinträchtigen die Betroffenen im Alltag jedoch enorm. Während dieses schleichenden Prozesses, müssen sich MS-Erkrankte immer wieder für ihre Krankheit rechtfertigen. Grund dafür sind die vielen unsichtbaren Symptome, die einen Teil der MS-Erkrankung ausmachen.
Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen, wurden Illustrationen entworfen, welche bewusst unbeschwert und durch ihre nur halb gefüllte Erscheinung geisterhaft, eben unsichtbar wirken. Für eine breit angelegte Social Media Kampagne habe ich Illustrationen entworfen, welche bewusst unbeschwert und durch ihre nur halb gefüllte Erscheinung geisterhaft, eben unsichtbar wirken.
Statistische Einblicke in den Verlauf der MS
Laut einer aktuellen Auswertung aus dem MS-Register der DMSG, Bundesverband e.V. haben 74,7 Prozent der befragten MS-Erkrankten in Deutschland zum Zeitpunkt der letzten Meldung für das MS-Register einen schubförmigen Verlauf, 15,6 Prozent einen sekundär progredienten und 6,0 Prozent einen primär progredienten Verlauf. 2,0 Prozent weisen ein klinisch isoliertes Syndrom (KIS) auf und 1,7 Prozent konnten nicht eindeutig klassifiziert werden. Bei Patienten mit einem schubförmigen Verlauf liegt der Schweregrad der Erkrankung (EDSS-Wert) bei durchschnittlich 2,0 (Median), wohingegen Patienten mit einem sekundär progredienten Verlauf (SPMS) einen EDSS-Wert von 6,0 aufweisen.
Frühwarnzeichen der Multiplen Sklerose
Die spezifischen Symptome der Multiplen Sklerose können von Person zu Person unterschiedlich sein. Es gibt auch nicht den einen Marker, den Labortest, der die MS Diagnostik einfach nachweisen kann. Stattdessen muss man sich entlang einer Checkliste unterschiedlicher Faktoren und Diagnostiken an das Thema herantasten. Da Multiple Sklerose eine Krankheit ist, die das Nervensystem betrifft, können Ihre Nerven geschädigt werden. Gleichgewichtsprobleme sind bei verschiedenen Erkrankungen, einschließlich Multipler Sklerose, häufig. Etwa 80 % der an Multipler Sklerose erkrankten Menschen leiden unter Blasenfunktionsstörungen, z. B. Schwere Depressionen, Stimmungs-Schwankungen oder Reizbarkeit sind häufige Symptome bei Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind.
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Die Schwierigkeit der Diagnose
Ihr Gehirn und Ihr Rückenmark sind voller Nerven, die schnell elektrische Signale an alle Bereiche Ihres Körpers senden. Das ermöglicht es Ihnen zu Gehen, Sprechen, Sehen, Schlucken und vieles mehr. Bei MS wird das Myelin zerstört, weil das Immunsystem dem Körper verkehrt sagt, er solle es angreifen, was zu einer Vernarbung - oder Sklerose - und einer Unterbrechung der Signale führt. Dabei ist Geschwindigkeit bei der Diagnostik wirklich wichtig. Denn je früher man mit der MS Therapie beginnt, desto kontrollierbarer werden die Symptome. Aber - das muss ich leider vorweg sagen - heilbar ist die Krankheit momentan noch nicht.
Notwendigkeit ganzheitlicher Tests und eines Kompetenzteams
Selbst wenn Sie die obigen Symptome haben oder erfühlen, muss das noch immer nicht bedeuten, dass Sie MS überhaupt haben. Sie müssen die Diagnose bestätigen lassen. Da richtige MS Kompetenz Team zählt. Eine MRT-Untersuchung des Gehirns und der Wirbelsäule ist ein wichtiger Check-Baustein, um mögliche Veränderungen im zentralen Nervensystem aufzuzeigen. Der damit betreute Radiologe darf dabei die Bilder nicht isoliert betrachten. Vielmehr müssen sie in den Kontext des klinischen Bildes des Patienten gestellt werden, den man vor sich hat. Neben einer MRT-Untersuchung sind noch weitere Verfahren erforderlich, wie die Lumbalpunktion zur Untersuchung der Liquorflüssigkeit. In bestimmten Fällen ist eine eingehendere Untersuchung des Sehvermögens ebenfalls erforderlich. Die genannten Frühwarnzeichen sollten Sie natürlich Ernst nehmen. Aber ohne eine saubere Diagnostik finden Sie nicht die richtige Antwort. Dafür brauchen sie ein MS Kompetenzteam wie z.B. wir das sind. Wir können helfen. Melden Sie sich doch bitte bei uns für einen Gesprächs-Termin. Ihre Dr. Dr. Meike Maehle. Ich bin Ihre Ansprechpartnerin bei der Vorbeugung, Diagnose und Therapie von körperlichen und seelischen Belastungen. Auch Ihre Zuhörerin und effektive Therapeutin. Für Ihr Wohlbefinden | Ihre Dr.
Benefizaktionen und Welt-MS-Tag
Sie haben persönlich den Stift geschwungen und Gemälde mit der „2“ angefertigt: Anastacia, Adel Tawil, Revolverheld, Mark Forster, Andreas Bourani, die Scorpions, Sibel Kekilli, Sunrise Avenue, Bosse, Tim Bendzko und viele mehr. Im Rahmen der NDR Benefizaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ versteigert NDR 2 jetzt ihre Kunstwerke. Die erste Auktion beginnt am Montag, 8. Dezember. Bis Freitag, 12. Dezember, können täglich insgesamt vier Gemälde ersteigert werden - und das live auf NDR 2. Unter NDR.de/ndr2 sind die Gemälde und der aktuelle Stand der jeweiligen Versteigerung zu sehen. Mit seiner Benefizaktion will der NDR in diesem Jahr dazu beitragen, Patienten zu helfen, die an Multipler Sklerose (MS) erkrankt sind. Die Erlöse gehen zu 100 Prozent an die norddeutschen Landesverbände der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Sie sind in diesem Jahr Partner von „Hand in Hand für Norddeutschland“ sind. Im NDR Fernsehen zeigt das Magazin „Markt“ am Montag, 8. Dezember, ab 20.15 Uhr das Porträt eines MS-Betroffenen. Als Hilfskraft arbeitet der Patient in einer Beratungsstelle, weil keine Gelder für eine feste Stelle vorhanden sind. Im „Kulturjournal“ um 22.45 Uhr stellt Moderatorin Julia Westlake die Band BurnOut Sounds vor. Zwei Mitglieder des Hamburger Trios sind an MS erkrankt: Sängerin Marie erhielt ihre Diagnose im Alter von 15 Jahren, Gitarrist André mit 21 Jahren. Die Band hat sich mittlerweile einen professionellen Ruf erspielt, unter anderem trat sie als Support für Marlon Roudette auf. Im NDR Fernsehen widmet sich die Sendung „Mein Nachmittag“ täglich ab 16.10 Uhr der NDR Benefizaktion. Mitten im Studio steht dabei ein ganz besonderer Weihnachtsbaum, der von Tag zu Tag prächtiger wird: Zuschauerinnen und Zuschauer schicken selbst gebastelten Weihnachtsschmuck, mit dem der Baum geschmückt wird. Am Ende des Aktionszeitraums übergibt Moderator Yared Dibaba den Weihnachtsbaum dem Linerhaus in Celle - einem Pflegeheim für junge MS-Patienten. Zuschauer, Hörer und Internet-Nutzer können per Online-Überweisung, in allen Banken und Sparkassen sowie über NDR.de/handinhand spenden. Bei der Bank für Sozialwirtschaft ist eigens ein Konto für die Benefizaktion eingerichtet (Konto-Nummer: 637 637 014, Bankleitzahl: 251 205 10, Empfänger DMSG Norddeutschland). Am großen Spendentag - Freitag, 12. Dezember - nehmen Prominente sowie NDR Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter telefonisch zwischen 5.00 Uhr morgens und 1.00 Uhr nachts Spenden entgegen.
Welt-MS-Tag
Maria-Louisen-Str. Am 30. Mai 2021 findet zum 13. Mal der Welt-MS-Tag statt. Das diesjährige Motto lautet: „Stay Connected. Wir bleiben in Verbindung!“. Der Bundesverband der Multiple Sklerose Gesellschaft hat dieses Motto für den Welt-MS-Tag 2021 in Deutschland im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs ermittelt. Es ist angelehnt an das für 2020 bis 2022 festgelegte internationale Rahmenthema „Connections“ (dt. „Verbindungen“) der Multiple Sclerosis International Federation (MSIF). Auch wenn der gemeinsame Austausch vor Ort in Zeiten der Corona-Pandemie gerade nicht möglich ist, bieten sich online dafür umso mehr Möglichkeiten. Zum zweiten Mal startet daher die globale Awareness-Kampagne, die sich aus einer Vielzahl an Online-Angeboten zusammensetzt. Ziel des Welt-MS-Tages ist es, auf die weltweit 2,8 Millionen MS-Erkrankten aufmerksam zu machen und über die Erkrankung aufzuklären. Multiple Sklerose (MS) ist eine dauerhafte, entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), bei der sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet (Autoimmunerkrankung). Durchschnittlich alle fünf Minuten erhält weltweit ein Mensch die Diagnose MS. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen ist es zunächst einmal ein Schock und ein Umbruch im Leben mit vielen offenen Fragen. Der Verlauf und die Anzeichen der Erkrankung sind von Patient zu Patient unterschiedlich. Deswegen wird MS auch als „Krankheit mit tausend Gesichtern“ bezeichnet. So vielfältig wie diese Krankheit sind auch die Lebenswege der Betroffenen. Hinter jeder MS steckt ein Gesicht, ein Mensch mit einer ganz eigenen Geschichte. Jeder Betroffene hat eigene Erfahrungen in Bezug auf das Leben mit MS gemacht, diese können anderen Betroffenen Inspiration und Mut geben. Für den diesjährigen Welt-MS-Tag haben wir zwei Künstlerinnen gebeten, die Idee vom Welt-MS & ich-Tag mit Pinsel und Farbe auf Leinwand und Papier zu bringen. Völlig frei, jede in ihrem ganz persönlichen Stil. Diese Seite wird bereitgestellt von.
Visualisierung der Krankheitsentwicklung
Dieses Grafikkonzept zeigt die pathologische Entwicklung der Autoimmunkrankheit Multiple Sklerose anhand eines 3D-Modells und soll es Ihnen ermöglichen, die einzelnen Entwicklungsstadien je Zeitpunkt des Krankheitsverlaufs zu explorieren. Eine Visualisierung von Hannah Bethge. Sie sehen hier neben den finalen Visualisierungen auch Zwischenergebnisse des Projekts, die basierend auf Feedback aus der Leserschaft weiterentwickelt wurden. Geben Sie uns gerne Feedback über das Kontakt-Feld am Ende des Artikels. Anhand eines 3D-Modells soll die Entwicklung des Gehirns bei Multipler Sklerose erklärt werden. Durch einen Schieberegler können Sie den Zeitpunkt des Krankheitsverlaufes einstellen. Bei der äußeren Ansicht des Gehirns wird sichtbar, wie bei fortschreitender Multipler Sklerose verschiedene Entzündungsherde entstehen. Ein Zoom auf Zellebene zeigt die Überquerung der Blut-Hirn-Schranke durch die B- und T-Zellen und die daraus resultierende Zerstörung der Myelinscheiden der Nervenzellen. Die Bilder zeigen ein Storyboard der Idee, das letzte Bild soll einen Ausblick auf das Design des Endprodukts geben. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Senden Sie uns gerne Ihr Feedback!
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Frühe Anzeichen und Forschungsergebnisse
Die bislang unheilbare Autoimmunkrankheit Multiple Sklerose greift das zentrale Nervensystem an. Die Diagnosestellung - wenn auch in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert - gestaltet sich nach wie vor schwierig. Forscher haben in den vergangenen Jahren neue, unerwartete Symptome identifiziert, die Jahre vor dem Ausbruch von MS auftreten und Indikatoren für eine bevorstehende Erkrankung darstellen können. Man nennt Multiple Sklerose auch „die Krankheit mit den 1000 Gesichtern“, da sie mit einer großen Anzahl verschiedener möglicher Anzeichen und Beschwerden einhergehen kann. Auch wie häufig, in welcher Form und in welcher Schwere Betroffene Krankheitsschübe erleiden, kann von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein. Das macht die Behandlung, besonders aber auch die Diagnose, herausfordernd. Ein Indikator dafür, dass ein erhöhtes MS-Risiko besteht, ist die familiäre Vorgeschichte. Sind z. B. bereits die Eltern betroffen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass auch das Kind erkranken kann - aber nicht muss. Offenbar gibt es einige - zuvor nicht mit der Nervenkrankheit in Verbindung gebrachte - Frühwarnzeichen, die darauf hindeuten, dass ein erster Ausbruch von MS bevorsteht.
Studien zur Identifizierung von Frühwarnzeichen
Wissenschaftler der Sorbonne-Universität in Paris werteten Gesundheitsdaten von rund 120.000 Personen aus Großbritannien und Frankreich aus, die im „The Health Improvement Network“ gesammelt worden waren. Dabei interessierte sie, welche frühen Symptome mit späteren Krankheitsdiagnosen in Verbindung stehen könnten. Die Gesundheitsdaten der Personen mit den genannten Autoimmunerkrankungen glichen die Studienverantwortlichen mit einer medizinischen Checkliste ab. Diese enthielt 113 Krankheiten und Symptome. Die Forscher interessierte, ob die erkrankten Personen in einem Zeitraum von bis zu fünf Jahren vor ihrer Diagnose an dort vermerkten Beschwerden gelitten hatten. Auch die Daten der Kontrollgruppe - also Personen ohne Autoimmunerkrankung - prüften die Wissenschaftler. Hatten sie womöglich ähnliche Symptome und Beschwerden gehabt? Durch ihre Analyse konnten die Wissenschaftler fünf gesundheitliche Beschwerden bzw.
Ergebnisse der Studien
Die rund 20.000 in der Studie berücksichtigten MS-Patienten litten in den fünf Jahren vor ihrer Diagnose mit einer 50 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit an Verstopfung. Mit einer 47 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit erlebten sie sexuelle Störungen, während Harnwegsinfektionen mit einer 38-prozentigen Wahrscheinlichkeit aufgetreten waren. 14 Prozent der MS-Patienten hatten fünf Jahre, bevor sie die Diagnose Multiple Sklerose erhielten, bereits Antidepressiva verschrieben bekommen. Bei den untersuchten Menschen ohne MS waren es in demselben Zeitraum zehn Prozent. Fünf Jahre nach der MS-Diagnose nahmen 37 Prozent der Betroffenen Antidepressiva. Mit den Erkenntnissen aus der Datenanalyse erhofften die französischen Forscher, das Verständnis rund um die Entstehung von Multipler Sklerose bzw. Allerdings schränkten sie auch ein, dass das Auftreten der genannten Symptome nicht immer als Frühwarnzeichen von MS gewertet werden kann. „Natürlich wird nicht jeder, der diese Symptome hat, später an MS erkranken“, betonte Studienautorin Celine Louapre in der Universitätsmitteilung. Dafür seien sie zu unspezifisch, könnten durch diverse Lifestyle-Faktoren bedingt sein oder mit anderen Erkrankungen in Zusammenhang stehen.
Neuere Studien zum "MS-Prodrom"
Untermauert werden die Studienerkenntnisse von 2023 von einer neueren Studie aus diesem Jahr. Auch in ihr hatten sich Forscher - in diesem Fall aus England - mit dem „MS-Prodrom“ befasst. Als „MS-Prodrom“ wird oftmals die Phase vor der MS-Diagnose (Vorläuferstadium) bezeichnet, in der Patienten rückblickend verschiedene, zum Teil, diffuse Beschwerden identifizieren und die immer noch zu wenig verstanden wird. Bei der Studie handelt es sich um eine retrospektive Analyse von Gesundheitsdaten aus dem Clinical Practice Research Datalink (CPRD). Aus den Daten identifizierte man 15.029 MS-Patienten, die zwischen 1990 und 2022 eine MS-Diagnose erhalten hatten. Jedem Krankheitsfall wurden im Mittel fünf altersgematchte Kontrollpersonen ohne MS zugeordnet. Das ergab insgesamt 81.027 Kontrollen. Im nächsten Schritt analysierten die Forscher dokumentierte Symptome in den Zeiträumen null bis zwei, zwei bis fünf und fünf bis zehn Jahre vor der MS-Diagnose. Die Symptome wurden in fünf Kategorien eingeteilt: neurologisch, autonom (z. B.
Häufige Symptome vor der Diagnose
Bestimmte Symptome traten Jahre vor der MS-Diagnose bei Betroffenen wesentlich häufiger auf als bei Kontrollen - am stärksten neurologische Beschwerden wie Taubheit oder Gleichgewichtsstörungen.
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- Neurologische Symptome: Bei rund 44 Prozent der späteren MS-Erkrankten traten bereits Jahre vor der Diagnose neurologische Beschwerden wie Taubheit oder Gleichgewichtsstörungen auf. In der Vergleichsgruppe ohne MS waren es nur etwa 8 Prozent.
- Schmerzsymptome: Etwa 43 Prozent der späteren MS-Betroffenen berichteten über Schmerzen, während das bei rund 21 Prozent der Vergleichspersonen der Fall war.
- Psychiatrische Symptome: Rund 34 Prozent der späteren MS-Patienten zeigten psychische Auffälligkeiten wie Depressionen oder Angstzustände, im Vergleich zu 18 Prozent in der Kontrollgruppe.
- Kognitive Symptome: Gedächtnis- oder Konzentrationsprobleme wurden bei rund 1 Prozent der späteren MS-Erkrankten beobachtet, gegenüber 0,3 Prozent in der Kontrollgruppe.
Rund 44 Prozent der untersuchten MS-Patienten hatten also vor ihrer Diagnose bereits neurologische Symptome. Das Risiko für diese Beschwerden war bei ihnen im Vergleich zu den untersuchten Personen ohne MS-Diagnose durchschnittlich um das knapp Achtfache erhöht.
Schlussfolgerung der Studien
Beide Studien liefern wertvolle Erkenntnisse zu den Jahren vor dem offiziellen Ausbrechen von Multiple Sklerose. Die für ihre Schübe bekannte Erkrankung taucht nicht plötzlich auf, sondern scheint sich schon rund fünf Jahre vorher mit mehr oder weniger deutlichen Beschwerden zu melden. Schwierig ist, dass diese sehr unterschiedlich ausfallen können: von Verstopfung über allgemeine Schmerzen sowie Depression bis hin zu Blasenbeschwerden. Deutlich wird aber, dass noch weitere Forschung zu der MS-Vorläuferphase notwendig ist und man bei diversen Symptomen (z. B.
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