Interkostalneuralgie, auch Intercostalneuralgie genannt, bezeichnet Nervenschmerzen entlang der Nerven zwischen den Rippen. Der Begriff ist keine exakte Diagnose, sondern beschreibt unterschiedliche Beschwerden in diesem Bereich. Geprüft von: Dr. med. In diesem Artikel erfährst du, welche Symptome typisch sind und was mögliche Ursachen sind.
Was ist Interkostalneuralgie?
Bei einer Interkostalneuralgie treten Nervenschmerzen (Neuralgien) im Bereich entlang der Rippen auf. Diese Schmerzen entstehen durch Schädigungen oder Reizungen der Nerven, die durch verschiedene Erkrankungen ausgelöst werden können und zu den charakteristischen Beschwerden führen. Es handelt sich also eher um ein Symptom als um eine eigenständige Erkrankung. Zwischen den zwölf Rippenpaaren im Brustkorb jedes Menschen befinden sich die Zwischenrippennerven, fachsprachlich auch Interkostalnerven genannt. Auf der vorderen und hinteren Körperseite liegen jeweils elf dieser Nerven, die von der Brustwirbelsäule aus zwischen den Rippen verlaufen.
Symptome der Interkostalneuralgie
Wenn Sie einen brennenden, stechenden oder ziehenden Schmerz zwischen den Rippen verspüren, der sich gürtelförmig um Ihren Oberkörper legt, Missempfindungen wie Kribbeln haben und bestimmte Bewegungen und die Atmung wehtun, könnte eine Interkostalneuralgie die Ursache sein.
Die Symptome einer Intercostalneuralgie sind stechende Schmerzen entlang der Rippen, die sich vor allem beim Atmen, bei Bewegung, Husten oder Druck auf den Brustkorb verstärken können. Die Schmerzen sind unterschiedlich stark und können die täglichen Aktivitäten erheblich beeinträchtigen. Zusätzlich können ein brennendes Gefühl, eine erhöhte Empfindlichkeit zwischen den Rippen sowie gelegentlich Muskelschwäche, Taubheitsgefühl oder Juckreiz im Rippenbereich auftreten, die ebenfalls auf eine Interkostalneuralgie hinweisen können. Viele Menschen mit Intercostalneuralgie berichten davon, dass ihre Schmerzen beim tiefen Einatmen oder beim Husten schlimmer werden.
Die Schmerzen können scharf, brennend oder stechend sein. Der Schmerz ist mitunter anhaltend zu spüren, kann aber auch zwischendurch nachlassen und wiederkehren (intermittierend). Neben den Schmerzen treten in manchen Fällen unwillkürliche Zuckungen einzelner Muskelgruppen auf. Taubheitsgefühle und Kribbeln sind ebenfalls mögliche Symptome. Durch körperliche Aktivität oder bestimmte Bewegungen wie eine Drehung des Oberkörpers oder Springen, Lachen, Husten und Niesen kann sich der Schmerz verstärken. Da die Rippenmuskeln an der Atmung beteiligt sind, kann es auch zu einer ausgeprägten Schmerzverstärkung bei tiefem Ein- und Ausatmen und sogar zu einem Gefühl der Atemnot kommen.
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Ursachen der Interkostalneuralgie
Es kommt eine Vielzahl von Auslösern für eine Intercostalneuralgie infrage. Die Nervenschmerzen können unter anderem durch eine mechanische Schädigung der Zwischenrippennerven hervorgerufen werden. Diese kann beispielsweise bei einem Rippenbruch entstehen, oder aber bei Verletzungen der Nerven im Rahmen einer Operation am Brustkorb. Außerdem ist eine Reizung der Intercostalnerven durch neurologische Krankheiten möglich. Auch lang anhaltender Stress kann die Intercostalnerven beeinträchtigen. Ebenso bedingen möglicherweise Verhärtungen und Verspannungen im Zwerchfell sowie der Brust- oder Rückenmuskulatur eine Neuralgie, indem sie Druck auf die Nerven ausüben. Sehr selten sind auch Tumore im Bereich des Brustkorbs sowie Erkrankungen der Leber oder des Herzens Auslöser für die Schmerzen. In vielen Fällen lässt sich eine Intercostalneuralgie aber nicht auf eine klar identifizierbare Ursache zurückführen.
Intercostalneuralgie kann durch eine Vielzahl von Faktoren ausgelöst werden, darunter Schädigungen der Zwischenrippennerven, wie sie bei Rippenbrüchen oder chirurgischen Eingriffen am Brustkorb auftreten. Zudem können Erkrankungen wie Osteochondrose, Spondylitis, Pleuritis, Lungenkrankheiten, sowie neurologische Zustände wie Gürtelrose, Muskelverspannungen, oder selten Tumore und andere Erkrankungen im Brustbereich die Ursache sein.
Die Ursachen der Intercostalneuralgie sind vielfältig und oft komplex, wobei jede auf unterschiedliche Weise die Nerven zwischen den Rippen beeinflusst. Oft ist etwa eine mechanische Schädigung der Nerven ursächlich. Mögliche Auslöser sind zum Beispiel:
- Wirbelsäulenerkrankungen: Entzündungen der Wirbel (Spondylitis ankylosans), Osteochondrose (abnutzungsbedingte Veränderungen der Wirbelsäule), Wirbelsäulentumoren (Wachstum im Bereich der Wirbelsäule, das auf die Nervenwurzeln drücken kann)
- Infektionen: Gürtelrose (Herpes Zoster): Eine Viruserkrankung, die eine Entzündung der Nerven verursacht. Häufig sind die Intercostalnerven betroffen.
Verschleißbedingte Prozesse und bestimmte Erkrankungen an der Wirbelsäule können die Zwischenrippennerven reizen. Nervenschmerzen an den Rippen können bei einer Herpes-Zoster-Infektion auftreten und nach deren Ausheilung weiter bestehen. Nach einer OP im Brustkorb kann es zu Beschwerden kommen, die in der Neurologie dem typischen Krankheitsbild einer Intercostalneuralgie entsprechen. Eine Ursache, die Menschen mit Milchdrüsengewebe betrifft, stellt die sogenannte Mastodynie dar. Dabei handelt es sich um Schmerzen und Spannungsgefühle im Brustbereich, die abhängig vom Menstruations-Zyklus sind. Besonders im letzten Drittel einer Zyklusphase lagert sich aufgrund hormoneller Veränderungen Wasser im Brustgewebe ein. Hohe muskuläre Spannungen im Brustbereich und an der Brustwirbelsäule sowie ein falsch trainiertes Zwerchfell, das vor allem mit einer fehlerhaften Atmung zusammenhängt, können ebenfalls beteiligt sein.
Es gibt verschiedene Ursachen, die zu einer direkten oder indirekten Verletzung der Interkostalnerven führen können - in einigen Fällen ist der Auslöser aber auch nicht festzustellen. Diese zwei Ursachen sind am häufigsten:
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- Operationen: Eine sehr häufige Ursache für eine Interkostalneuralgie sind Operationen, bei denen die Brustwand geöffnet wird (Thoraktomie). Schätzungsweise jede/r zweite Patientin oder Patient entwickelt nach einer Operation im Brustraum eine Interkostalneuralgie. Die Schmerzen können akut, also unmittelbar nach der Operation, oder auch chronisch auftreten - Letzteres ist der Fall, wenn eine dauerhafte Nervenschädigung vorliegt. Medizinisch nennt man dies auch Postthorakotomie-Syndrom.
- Gürtelrose: Zweithäufigste Ursache einer Interkostalneuralgie ist eine Gürtelrose, ein Infekt mit dem Herpes Zoster-Virus. Auch hier kann der Schmerz sowohl in der Akutphase der Erkrankung auftreten als auch chronisch werden.
Weitere mögliche Ursachen für eine Interkostalneuralgie sind Muskelhartspann, eine Einengung im Bereich der Brustwirbelsäule zum Beispiel durch Tumore, Verletzungen, zum Beispiel ein Rippenbruch, sonstige operative Eingriffe, beispielsweise eine Brustoperation sowie eine Schwangerschaft und damit einhergehende Dehnung der Nerven.
Diagnose der Interkostalneuralgie
Der erste Ansprechpartner bei zunächst undefinierbaren Schmerzen ist meist der Hausarzt. Vermutet er eine Intercostalneuralgie, kann er an einen Neurologen verweisen.
Zunächst wird der Arzt oder die Ärztin Sie ausführlich befragen (Anamnese). Er oder sie erkundigt sich zum Beispiel nach zurückliegenden Operationen des Brustkorbs, Verletzungen oder einer Gürtelrose-Erkrankung. Im Anschluss untersucht er oder sie den Brustkorb. Insbesondere gewisse Triggerpunkte reagieren überempfindlich auf Berührungen und erzeugen Schmerzreize, wenn eine Interkostalneuralgie vorliegt. Treten beim Abtasten des empfindlichen Bereichs oder beim Beugen des Oberkörpers zur betroffenen Seite verstärkt Schmerzen auf, ist dies ein Hinweis für den Arzt oder die Ärztin, dass es sich um eine Interkostalneuralgie handelt (Schepelmann-Zeichen). Möglich ist aber auch, dass die Empfindsamkeit verringert ist. Sind Farbveränderungen der Haut vorhanden, bieten sie einen weiteren Hinweis. In den meisten Fällen lässt sich mit Anamnese und körperlicher Untersuchung bereits eine Diagnose stellen. Mitunter entscheidet sich der Arzt oder die Ärztin, die Diagnose abzusichern. Dafür wird der Interkostalnerv über ein lokales Betäubungsmittel kurzzeitig blockiert. Die Schmerzen sollten dann augenblicklich abklingen.
Die Diagnose der Intercostalneuralgie beginnt in der Regel mit einer gründlichen körperlichen Untersuchung. Dabei werden die Art, Lokalisation und Intensität der Schmerzen sowie mögliche auslösende Faktoren erörtert. Besonders wichtig ist hierbei die Unterscheidung von anderen Schmerzursachen. Eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit im Bereich der Intercostalnerven kann auf eine Intercostalneuralgie hinweisen. Zusätzlich können spezielle bildgebende Verfahren wie Röntgen, eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) angeordnet werden. Dabei können strukturelle Probleme identifiziert und andere mögliche Ursachen für die Schmerzen ausgeschlossen werden. In einigen Fällen kann eine Myelographie sinnvoll sein, um die zugrunde liegende Ursache der Schmerzen genauer zu bestimmten.
Der Neurologe wird sich nach den Beschwerden durch den Patienten (Anamnese) erkundigen und gezielt auf die Intercostalnerven Druck ausüben. Treten dadurch Schmerzen aus, deutet das auf eine Reizung einer oder mehrerer Nerven hin. Im nächsten Schritt gilt es, die Ursache für das Symptom zu ermitteln. Dafür gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Untersuchungsmethoden. Unter Umständen verweist der Neurologe an einen anderen Facharzt, wie einen Orthopäden (Spezialist für Erkrankungen des Bewegungsapparates) oder Internisten (Experte für innere Medizin). Auch bildgebende Verfahren können zum Einsatz kommen. Bei einem Röntgenbild werden beispielsweise Brüche oder knöcherne Fehlstellungen im Brustraum sichtbar. Ein MRT (Magnetresonanztomografie) oder CT (Computertomografie) mit mehrschichtigen Aufnahmen ist angebracht, um beispielsweise Organerkrankungen als Grund für die Beschwerden auszuschließen. Häufig lässt sich die Ursache der Rippenschmerzen nicht klar feststellen - trotzdem sollten Sie starke oder anhaltende Schmerzen in der Brust immer ernst nehmen und baldmöglichst von einem Arzt abklären lassen.
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Behandlung der Interkostalneuralgie
Generell wird die Therapie der Intercostalneuralgie an der jeweiligen Ursache ausgerichtet. Bei einer gebrochenen Rippe beispielsweise, muss der Knochenbruch behandelt werden (durch Ruhigstellung oder eine Operation). Ergänzend ist eine Physiotherapie zur Behandlung der Intercostalneuralgie sinnvoll. Der Therapeut zeigt dem Patienten dabei Übungen zur Lösung von muskulären Verspannungen im Rücken- und Brustbereich, was zu einer Reduktion der Schmerzen beiträgt. Da es in vielen Fällen nicht möglich ist, die Ursache einer Intercostalneuralgie trotz gründlicher Diagnose eindeutig festzustellen, kommt häufig eine rein symptomatische Therapie mit schmerzlindernden Mitteln zum Einsatz. Es gibt auch Maßnahmen, die der Betroffene selbst ergreifen kann.
Je nach der zugrunde liegenden Ursache kommen zur Behandlung einer Interkostalneuralgie verschiedene Maßnahmen zum Einsatz:
- Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR): Die Behandlung der Intercostalneuralgie beginnt oft mit der Verwendung von Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Diclofenac. Sie können Schmerzen lindern und gleichzeitig Entzündungen bekämpfen.
- Muskelrelaxantien: In einigen Fällen sind sogenannte Muskelrelaxantien notwendig, welche die Muskeln entspannen und so Muskelverhärtungen lösen. Bei extremen Schmerzen kann dieder ÄrzinArzt auch stärkere Schmerzmittel, wie zum Beispiel Opioide, verschreiben, die direkt auf das zentrale Nervensystem wirken.
- Lokalanästhesie: Eine Lokalanästhesie kann in Erwägung gezogen werden, um eine vorübergehende Schmerzlinderung zu erreichen. Dabei handelt es sich um eine örtliche Betäubung, bei der ein Betäubungsmittel in den schmerzenden Bereich mit einer Spritze injiziert wird, um Schmerzfreiheit zu erreichen.
- Virostatika: Wenn die Intercostalneuralgie durch eine Grunderkrankung wie zum Beispiel Gürtelrose verursacht wird, können antivirale Medikamente verschrieben werden.
- Physiotherapie: Mitunter kann auch Physiotherapie Linderung erzielen, indem Übungen erlernt werden, die den schmerzenden Bereich entlasten.
Obwohl es verschiedene Ursachen für eine Interkostalneuralgie gibt, sind die Wege der Schmerzübertragung dieselben. Daher sind die Behandlungsansätze oft ähnlich. Wenn sich ein Auslöser für die Schmerzen ermitteln lässt, sollte versucht werden, diesen zu mildern oder zu beheben. Bei einer muskulären Ursache kann beispielsweise Physiotherapie helfen.
Um die Schmerzen einer (chronischen) Interkostalneuralgie zu reduzieren, gibt es mehrere Medikamente, die individuell eingesetzt werden: nichtsteroidale entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAIDs), Antidepressiva, die eine Weiterleitung der Schmerzsignale unterdrücken, Arzneimittel zur Behandlung epileptischer Anfälle in Kombination mit speziellen Hautcremes sowie Opioide bei sehr starken Schmerzen.
Neben Medikamenten können lokale Behandlungen mit Wärme, Kälte oder einem elastischen Rippengürtel gegen die Beschwerden helfen. Zudem gibt es verschiedene Interkostalneuralgie-Übungen, die Betroffene bei der Physiotherapie erlernen. Sie helfen dabei, muskuläre Verspannungen im Rücken- und Brustbereich zu lösen, was zu einer Reduktion der Schmerzen beiträgt.
In einigen Fällen kann ein chirurgischer Eingriff sinnvoll sein, um die Nerven zu entlasten und die Schmerzen in den Griff zu bekommen. Ergänzend zu den medikamentösen und chirurgischen Therapien ist möglicherweise eine Akupunktur hilfreich. Entspannungstechniken wie autogenes Training und progressive Muskelentspannung helfen beim Umgang mit dem Schmerz.
Eine Intercostalneuralgie (und Nervenschmerzen generell) behandelt ein Arzt oder eine Ärztin häufig mit nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR). Neben klassischen Schmerzmitteln verschreiben Ärzte und Ärztinnen auch Muskelrelaxantien, um Verspannungen der Muskulatur zu lockern. Auch Mittel gegen Depressionen oder Epilepsien sollen helfen. Sind die Schmerzen (wie nach Rippenfrakturen) sehr stark, können zudem Schmerzmittel verabreicht werden, die auf das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) wirken. Bei einer medikamentösen Behandlung im Hintergrund haben solltest du mögliche Nebenwirkungen und, dass diese Medikamente deinen Organismus belasten.
Neben der medikamentösen Therapie existieren zur Behandlung der Intercostalneuralgie zwei Verfahren, die direkt im Nerv ansetzen. Zum anderen kann im Anschluss an die Betäubung des Nervs eine sogenannte Hochfrequenzablation (auch Radiofrequenzablation, RFA) durchgeführt werden. Deren Ziel besteht darin, Gewebe lokal zu zerstören. Erreicht wird diese Zerstörung, indem unter deiner Haut Hochfrequenzstrom erzeugt wird.
Physiotherapeutische Maßnahmen, manuelle Therapien, Massagen oder auch Akupunktur haben gerade bei Muskelverspannungen, Impingements und Blockaden in den Wirbel-Rippen-Gelenken zum Ziel, diese zu lösen und so die Beweglichkeit zu verbessern.
Was kann man selbst tun?
Dein Arzt oder deine Ärztin hat organische Ursachen für deine „Nervenschmerzen“ in der Brust ausgeschlossen? Dann kann es entscheidend darauf ankommen, endlich wieder Bewegung in den Brustbereich zu bringen. Du möchtest dich gezielt um die verkürzten Muskeln in deiner Brust und die zu hohen Spannungen rund um deine Brustwirbelsäule kümmern? Um den optimalen Winkel zu finden, orientiere dich am besten an der Ecke deiner Übungsmatte. Stütze dich mit deinem rechten Arm auf Kopfhöhe ab. Du spürst nun eine Dehnung in deinem linken Schulter-Brust-Bereich. In dieser Position drückst du dich jetzt 2 Minuten lang immer weiter nach links. Dir schmerzt in dieser Position der Rücken? Dann geh bitte mit deinen Armen weiter nach vorne.
Herzstück deiner Selbsthilfe sind Dehnübungen. Verspannte und verfilzte Muskeln und Faszien im Brustraum sollen wieder entspannt und flexibilisiert werden. Mit speziellen Übungen bei Interkostalneuralgie bringst du außerdem qualitativ hochwertige Bewegungen in deinen Atemmuskel, indem du ihn effektiv aufdehnst. Deine täglichen Übungen kannst du mit Faszien-Rollmassagen clever ergänzen. Faszienrollen und -kugeln helfen dir, die notwendigen Reparaturen an deinen Faszien aktiv anzuregen. So unterstützt du dein muskulär-fasziales Netzwerk dabei, die Trainingsreize der Übungen optimal verarbeiten zu können.
Dauer und Prognose der Interkostalneuralgie
Die Dauer einer Intercostalneuralgie kann variieren und ist von der zugrunde liegenden Ursache abhängig. Bei einigen Personen treten die Schmerzen nur kurzfristig auf, während sie bei anderen über Wochen oder Monate anhalten. Eine angemessene Behandlung der Ursache und symptomatische Therapien können die Heilungsdauer positiv beeinflussen. Für eine genauere Einschätzung ist eine medizinische Beratung empfehlenswert.
Die Prognose der Intercostalneuralgie ist sehr individuell und hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Die Dauer der Symptome kann variieren, daher ist eine frühzeitige Behandlung entscheidend, um eine Chronifizierung der Schmerzen zu verhindern. Diese Schmerzen sind meistens ein Symptom einer anderen Erkrankung. Wenn diese Grundkrankheit erfolgreich behandelt wird, verbessern sich in der Regel auch die Schmerzen.
Vorbeugung der Interkostalneuralgie
Um das Risiko einer Intercostalneuralgie zu minimieren, gibt es verschiedene vorbeugende Maßnahmen, die beachtet werden können. Diese reichen von spezifischen medizinischen Strategien bis hin zu allgemeinen Gesundheitsmaßnahmen:
- Impfung: Einer Gürtelrose, die eine mögliche Ursache für Intercostalneuralgie ist, kann durch eine Impfung vorgebeugt werden. Vor allem über 60-Jährige und Personen mit Vorerkrankungen sollten sich in der hausärztlichen Praxis über eine Impfung informieren.
- Effektive Schmerzkontrolle und Prävention: Bei Patient*innen, die sich Eingriffen am Brustkorb (thoraxchirurgisch) unterziehen, ist eine wirksame Schmerzkontrolle wichtig, um das Risiko einer postoperativen Intercostalneuralgie zu verringern. Dies kann durch eine Kombination von Schmerzmanagement-Strategien erreicht werden. Auch spezielle Nervenblockaden, bei der Medikamente direkt in die Nähe von Nerven injiziert wird, sind eine vorbeugende Möglichkeit. Sie werden oft bei chirurgischen Eingriffen verwendet, um Schmerzen in einem bestimmten Bereich des Körpers zu lindern.
- Grunderkrankungen behandeln: Bekannte Grunderkrankungen, die nachweislich mit einer potenziellen Nervenschädigung einhergehen, wie zum Beispiel Diabetes mellitus, sollten aktiv überwacht und behandelt werden.
- Bewegung und körperliches Training: Regelmäßige Bewegung und gezieltes Training der Muskulatur am Rücken können helfen, diese zu stärken und die Wirbelsäule zu stabilisieren. Das kann das Risiko von Nervenkompressionen verringern.
- Ergonomie im Alltag: Eine ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes kann helfen, die Belastung der Wirbelsäule zu minimieren.
Nichtsdestotrotz hilft es, auf eine gesunde und aktive Lebensweise zu achten, um Wirbelsäulenerkrankungen und Muskelverspannungen vorzubeugen. Außerdem stärken Sport und gesunde Ernährung die Abwehrkräfte, sodass sich das Infektionsrisiko minimieren lässt.
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