Unglaubliche Entfernung eines 15-Kilo-Gehirntumors: Ein Fallbericht und Überblick über Hirntumoren

Der folgende Artikel beleuchtet den schwierigen Weg eines Patienten mit einem Hirntumor, die Herausforderungen bei der Diagnose und Behandlung sowie die Fortschritte in der Neurochirurgie. Darüber hinaus werden allgemeine Informationen über Hirntumoren, ihre Klassifizierung, Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Prognosen bereitgestellt.

Persönliche Erfahrungen mit der Diagnose und Behandlung eines Hirntumors

Die Geschichte beginnt mit den persönlichen Erfahrungen einer Person, deren Vater mit einem Hirntumor kämpfte. Nachdem es dem Vater zunächst gut ging, traten im August erneut Symptome auf. Zuerst wurden diese als Nebenwirkungen der Chemotherapie abgetan, da er die Behandlung bis dahin gut vertragen hatte. Es traten jedoch wieder linksseitige Lähmungserscheinungen auf, was die Familie beunruhigte.

Der Vater zögerte zunächst, ins Krankenhaus zu gehen, stimmte aber zu, den Onkologen zu konsultieren. Die Untersuchung ergab leider, dass der Tumor zurückgekehrt war und sich ein Ödem über die gesamte rechte Hirnhälfte gebildet hatte. Die Temodal-Therapie hatte keine Wirkung gezeigt, und die Behandlung wurde mit Avastin fortgesetzt.

Kurz nach der ersten Avastin-Behandlung klagte der Vater über Schmerzen beim Schlucken. Die Ärzte waren zunächst ratlos und vermuteten verschiedene Ursachen wie Pilzbefall durch Cortison, Sodbrennen oder sogar einen Magenverschluss. Nach einem Monat erfolgloser Untersuchungen wurde vermutet, dass der Tumor im Kopf eine Stelle beschädigt hatte, die die Schmerzen verursachte.

Eine Woche später konnte der Vater trotz Abführmittel keinen Stuhlgang mehr haben, woraufhin der Hausarzt ihn zur Einlaufgabe ins Krankenhaus schickte. Dort wurde am Mittwochabend ein zweiter Tumor im Bauchraum diagnostiziert. Die Familie stand vor der schwierigen Entscheidung, wie es weitergehen sollte, und entschied sich letztendlich, dem Vater weiteres Leiden zu ersparen.

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Am nächsten Morgen verschlechterte sich der Zustand des Vaters rapide. Mittags wurde er an eine Schmerzpumpe mit Morphium angeschlossen und in ein Einzelzimmer verlegt. Die Familie war dankbar für die mitfühlende Betreuung durch die Ärzte und Schwestern, die ihnen in dieser schweren Zeit zur Seite standen. Es wurde vermutet, dass der zweite Tumor im Bauchraum möglicherweise durch die Avastin-Behandlung entstanden war. Der Arzt meinte dann, dass der zweite Tumor im Bauch (sie glauben von einem Lymphknoten der sich durch die Bauchspeicheldrüse, durch die Magenrückwand bis rauf in die Speiseröhre gewachsen hat) eventuell durch die Avastin-Behandlung entstanden ist.

Die Familie erkannte, dass die Zeit des Vaters gekommen war und schätzte die verbleibende Zeit, die ihnen geschenkt wurde, um sich zu verabschieden und wertvolle Momente miteinander zu erleben.

Neurochirurgie am Uniklinikum Erlangen: Eine Übersicht

Das Uniklinikum Erlangen bietet umfassende neurochirurgische Leistungen für verschiedene Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks und der Wirbelsäule an. Prof. Dr. Oliver Schnell, Direktor der Neurochirurgischen Klinik, betont die Bedeutung einer umfassenden Betreuung der Patienten von der ersten Vorstellung bis zur Nachsorge.

Das Uniklinikum Erlangen ist spezialisiert auf die Behandlung von Epilepsie und Erkrankungen der Hirnanhangdrüse (Hypophyse). Auch Patienten mit Hirntumoren finden hier eine zentrale Anlaufstelle. Durch die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche wie Neuroradiologie, Neurologie, Neuropathologie, Strahlentherapie und Onkologie wird eine optimale Behandlung gewährleistet.

Moderne Bildgebungstechniken ermöglichen es den Ärzten, Tumoren präzise zu lokalisieren und den besten Weg für ihre Entfernung zu bestimmen. Um wichtige Hirnfunktionen wie Sprache, Motorik und Gedächtnis zu schützen, werden in Erlangen bald Wachoperationen durchgeführt, bei denen der Patient während des Eingriffs bei Bewusstsein bleibt und verschiedene Tests ausführt.

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Hirntumoren: Klassifizierung, Symptome und Behandlung

Hirntumoren sind vielfältig und können gut- oder bösartig sein. Die Neuroonkologie befasst sich mit der Diagnostik und Behandlung von Tumoren des Gehirns und des Rückenmarks.

Klassifizierung von Hirntumoren

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt Meningeome in drei Grade ein:

  • WHO-Grad I: Langsam wachsende, gutartige Meningeome (85 % der Fälle)
  • WHO-Grad II: Atypische Meningeome mit erhöhtem Wachstumspotenzial und häufigeren Rezidiven (8-10 % der Fälle)
  • WHO-Grad III: Anaplastische Meningeome (bösartig) (2-5 % der Fälle)

Glioblastome sind die häufigsten bösartigen Hirntumoren im Erwachsenenalter. Sie sind äußerst aggressiv und lassen bis jetzt keine realen Chancen auf Heilung zu.

Symptome von Hirntumoren

Die Symptome eines Hirntumors können vielfältig sein und hängen von der Größe, Lage und Wachstumsgeschwindigkeit des Tumors ab. Häufige Symptome sind:

  • Kopfschmerzen
  • Neurologische Ausfälle (z. B. Lähmungen, Sprachstörungen, Sehstörungen)
  • Epileptische Anfälle
  • Wesensveränderungen

Diagnose von Hirntumoren

Zur Diagnose von Hirntumoren werden in der Regel bildgebende Verfahren wie Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt. Eine Untersuchung mit Kontrastmittel kann helfen, den Tumor besser sichtbar zu machen.

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Behandlung von Hirntumoren

Die Behandlung von Hirntumoren hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z. B. der Art des Tumors, seiner Größe, Lage und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten. Zu den gängigen Behandlungsmethoden gehören:

  • Operation: Ziel ist es, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen, ohne dabei wichtige Hirnfunktionen zu beeinträchtigen.
  • Strahlentherapie: Sie wird eingesetzt, um verbleibende Tumorzellen nach einer Operation zu zerstören oder das Wachstum des Tumors zu verlangsamen.
  • Chemotherapie: Sie kann in Kombination mit anderen Behandlungen eingesetzt werden, um Krebszellen im ganzen Körper zu bekämpfen.

Fallbeispiele von außergewöhnlichen Tumor-Entfernungen

In der Medizin gibt es immer wieder bemerkenswerte Fälle von außergewöhnlichen Tumor-Entfernungen, die das Können der Chirurgen und die Fortschritte in der Medizintechnik verdeutlichen. Einige Beispiele sind:

  • Entfernung eines 1,87 kg schweren Hirntumors in Indien: Ärzte in Indien entfernten einem 31-jährigen Mann einen fast zwei Kilogramm schweren Tumor am Hinterkopf.
  • Entfernung einer 90 kg schweren Zyste in Polen: In Polen wurde einer 24-jährigen Frau eine fast hundert Kilogramm schwere Zyste entfernt, die sich an einem Eierstock gebildet hatte.
  • Heilung eines 13-jährigen Jungen von einem unheilbaren Hirntumor: Ein 13-jähriger Junge aus Belgien gilt als einziger Mensch der Welt, der einen besonders aggressiven Hirntumor (DIPG) besiegt hat.

Meningeome: Gutartige Hirnhauttumoren

Meningeome sind meist gutartige, langsam wachsende Tumoren, die von den Hirnhäuten ausgehen. Sie zählen zu den häufigsten Tumoren der Schädelbasis.

Symptome von Meningeomen

Ein Meningeom kann verschiedene Beschwerden verursachen, die abhängig davon sind, auf welches Hirngewebe der Tumor drückt.

Therapie von Meningeomen

Die Therapie richtet sich nach Tumoreigenschaften wie der Größe und Lage und dem Zustand der betroffenen Person. Kleine Meningeome, die keine Beschwerden bereiten und langsam wachsen, müssen oft nicht behandelt werden. Bei Meningeomen vom WHO-Grad I-II und bestehenden Symptomen ist in der Regel eine Operation erforderlich.

Prognose von Meningeomen

Die Prognose ist bei einem gutartigen, vollständig operativ entfernten Meningeom in der Regel gut. Die Lebenserwartung ist dann nicht eingeschränkt.

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