20 Jahre Parkinson: Ursachen für kalte Ohren und Tremor

Wenn die Hand zittert, kann das viele Ursachen haben. Manchmal sind es harmlose Gründe wie Kälte, Angst oder zu viel Kaffee. Ein deutlicher Tremor kann jedoch auch ein Symptom einer Erkrankung oder die Erkrankung selbst sein. In den Schön Kliniken, spezialisiert auf Erkrankungen der Nerven und des Gehirns, werden solche Symptome eingehend untersucht.

Tremor: Eine Bewegungsstörung

Ein Tremor ist eine Bewegungsstörung, die sich meist an Händen oder Armen äußert, aber auch Rumpf oder Kopf betreffen kann. In Deutschland leidet mindestens jeder Hundertste unter einem essenziellen Tremor, einem Zittern ohne erkennbare neurologische Grunderkrankung. Diese Form tritt oft familiär gehäuft auf.

Verschiedene Arten von Tremor

Es gibt verschiedene Arten von Tremor, die sich in ihren Auslösern und Erscheinungsformen unterscheiden:

  • Ruhetremor: Tritt auf, wenn die Muskulatur vollkommen entspannt ist, z. B. wenn die Hand auf einem Tisch liegt. Er verstärkt sich oft, wenn sich der Betroffene auf eine bevorstehende Aufgabe konzentrieren muss. Das typische Zittern bei Parkinson-Patienten ist ein Ruhetremor. Manchmal kann auch ein Haltetremor dazukommen. Das Zittern betrifft vor allem Füße und Hände, aber nur selten den Kopf.
  • Haltetremor: Tritt auf, wenn der Betroffene Kraft braucht, um Finger, Arm oder Bein in Position zu halten. Typisch dafür ist das Zittern beim Halten eines Wasserglases. Diese Tremor-Form betrifft meist die Hände und tritt vor allem als Haltetremor auf. Das Zittern ist zwar gut sichtbar, wird aber in der Regel nicht als störend wahrgenommen.
  • Bewegungstremor: Zeigt sich bei bestimmten Bewegungen und behindert beispielsweise das Schreiben oder Klavierspielen.
  • Intentionstremor: Verstärkt sich, wenn das Ziel einer bestimmten Bewegung erreicht oder „in greifbarer Nähe“ ist. Typisch für eine erste Diagnose ist deshalb der Finger-Nase-Test. Die Finger zittern bei einem Intentionstremor nur dann, wenn sie dicht an der Nase sind, aber nicht, wenn sie diese berühren oder noch weit entfernt sind.

Ursachen für Tremor

Die Ursachen für Tremor können vielfältig sein:

  • Essentieller Tremor: Die bisherigen Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass ein Nerven-Regelkreis zwischen Kleinhirn, Hirnstamm und Mittelhirn gestört ist. Typisch ist hier eine hohe Frequenz der Zitterbewegungen. Der essenzielle Tremor betrifft vor allem die Hände und Arme. Häufig beginnt er mit einem leichten Zittern in der dominanten Hand, später sind dann beide Hände betroffen. Die Schrift wird zunehmend unleserlich, Essen und Trinken bereiten immer größere Schwierigkeiten. Sind Kopf, Stimme oder Gesichtsmuskulatur betroffen, kommt es oft zu Verständigungsproblemen. Unter Stress können sich die Symptome zudem verschlimmern. Viele Betroffene ziehen sich dann immer mehr aus ihrem sozialen Umfeld zurück. Der Verlauf ist von Person zu Person unterschiedlich. Manche leiden schon früh unter einem schwachen Zittern, das dann lebenslang anhält. Bei anderen fangen die Symptome spät an und nehmen schnell immer mehr zu.
  • Andere Erkrankungen: Ursache können unterschiedlichste Erkrankungen sein, wie eine Überfunktion der Schilddrüse oder Nebenschilddrüsen, Kalziummangel, Unterzucker oder Vitamin-B12-Mangel.
  • Zerebellärer Tremor: Dies ist ein Typ von Tremor, der durch Schäden oder Probleme im Kleinhirn verursacht wird, einem Teil des Gehirns, der die Bewegungskoordination steuert.
  • Dystoner Tremor: Dieser Tremor tritt bei Personen mit Dystonie auf, einer Bewegungsstörung, die dazu führt, dass die Muskeln sich unwillkürlich zusammenziehen und dies so zu wiederholten oder drehenden Bewegungen führt.
  • Orthostatischer Tremor: Dies bezieht sich auf einen Typ von Tremor, der auftritt, wenn eine Person aufsteht.

Diagnose von Tremor

Um die Ursachen eines Zitterns zu erkennen, wird zunächst beobachtet, ob es sich um einen Ruhe-, Halte- oder Bewegungstremor handelt. Dabei werden Betroffene angewiesen, bestimmte Tätigkeiten auszuführen, wie eine Tasse an den Mund zu führen und dort zu halten. Tritt dabei ein unkontrolliertes Zittern der Hände auf, handelt es sich um einen essenziellen Tremor. Aber auch eine Schreibprobe gibt Aufschlüsse, um welche Tremor-Form es sich handelt. Wurde ein verstärkter physiologischer Tremor diagnostiziert, werden mithilfe von Laboruntersuchungen die zugrunde liegenden Stoffwechselstörungen festgestellt.

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Behandlung von Tremor

Die Therapie eines Tremors richtet sich nach der Ursache. Medikamente wie Propanolol und Primidon können beim essenziellen Tremor eingesetzt werden, wenn die Lebensqualität durch das Zittern erheblich beeinträchtigt ist. In schweren Fällen kann auch ein Hirnschrittmacher zum Einsatz kommen. Botox-Injektionen können bei Tremor-Formen helfen, welche Kopf und/oder Stimme betreffen. Zudem gibt es ganz unterschiedliche Behandlungsziele. Nicht nur bei Parkinson, sondern auch bei seltenen Tremor-Syndromen lässt sich das Muskelzittern oft nicht vollständig therapieren. Dann zielen Behandlungen wie Physio- und Ergotherapie vor allem darauf ab, die Beweglichkeit im Alltag zu verbessern, um die Lebensqualität und Selbstständigkeit der Betroffenen möglichst lange zu erhalten. Außerdem kann ein Tremor, auch wenn das Muskelzittern selbst oft nicht gefährlich für die Gesundheit ist, zu erheblichen psychischen Problemen führen. Zum Beispiel, weil Betroffenen ihr Ruhe-Tremor unangenehm ist, oder weil die Motorik so weit beeinträchtigt ist, dass viele Dinge im Alltag nicht mehr, oder nur noch sehr langsam möglich sind, sodass sie den Anschluss an Freunde und Familie verlieren. Zudem können Stress und Depressionen die Symptomatik verschlechtern. In diesen Fällen ist eine Psychotherapie eine wichtige, ergänzende Behandlung. Auch Bewegung und Ernährung können dabei helfen, Stress zu reduzieren, um so den Tremor zu lindern.

Kalte Ohren: Ursachen und Zusammenhänge

Kalte Ohren können ein Symptom verschiedener Zustände und Erkrankungen sein. Oft sind sie harmlos, in manchen Fällen können sie jedoch auch auf ein zugrunde liegendes Problem hinweisen.

Raynaud-Syndrom

Beim Raynaud-Syndrom kommt es zu plötzlich auftretenden Durchblutungsstörungen der Finger, seltener der Zehen, sehr selten anderer Körperenden wie Ohren, Nase oder Zunge. Auslöser der Anfälle sind in der Regel Kälte, Feuchtigkeit oder emotionaler Stress. Die Haut der betroffenen Areale verfärbt sich zunächst weiß oder bläulich, und mit dem Wiedereinsetzen der Durchblutung rot. Ein Raynaud-Anfall dauert durchschnittlich etwa 20 Minuten und ist typischerweise von Taubheitsgefühlen, Kribbeln oder anderen Missempfindungen, Schmerzen und / oder Bewegungseinschränkungen der Finger begleitet.

Ursachen und Behandlung von Raynaud-Syndrom

Beim Raynaud-Syndrom verkrampft sich anfallsweise und örtlich begrenzt die Muskulatur der Blutgefäßwände. Dadurch verschließen sich die betroffenen Blutgefäße, es gelangt kein Blut mehr in die von ihnen versorgten Körperregionen, und es kommt zu einem lokalen Sauerstoffmangel. Warum das passiert, ist nicht genau bekannt, aber es scheint sich um eine Störung der normalen Reaktion der Blutgefäße auf Kältereize zu handeln. Mediziner:innen unterscheiden das primäre und das sekundäre Raynaud-Syndrom. Beim primären Raynaud-Syndrom ist die zugrundeliegende Ursache unbekannt.

Wenn sich die Betroffenen durch die Raynaud-Anfälle nicht oder nicht wesentlich belastet fühlen, genügt es in der Regel, mögliche Auslöser eines Anfalls zu vermeiden. Zusätzlich kann Ginkgo-Extrakt, ein Nahrungsergänzungsmittel mit durchblutungsfördernder Wirkung, eingesetzt werden. Ein bewährtes Hausmittel bei einem akuten Raynaud-Anfall ist das Erwärmen der Finger, zum Beispiel unter warmem Wasser. Sind die Raynaud-Anfälle so häufig, lang und unangenehm, dass sie die Betroffenen deutlich beeinträchtigen, können gefäßerweiternde Medikamente verordnet werden.

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Vorbeugung von Raynaud-Syndrom

Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und Verzicht auf Nikotin sind allgemeine Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Blutgefäße. Wichtig ist vor allem, Nässe, Kälte und Wind zu vermeiden und Finger und Zehen warmzuhalten. Sinnvoll ist auch, eine Zeitlang ein Raynaud-Tagebuch zu führen, in dem du den Zeitpunkt von Anfällen und ihre vermutete Ursache notierst.

Kälte und Kreislauf

Sinken die Außentemperaturen, ist die Gesichtshaut kalter Luft ausgesetzt. Infolge eines Reflexes des Vagusnervs verengen sich die Atemwege. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden bei Kälte an steigenden Blutdruckwerten, da sich die Blutgefäße der Körperschale zusammenziehen und sich das Blut im Körperinneren staut. Die Vasokonstriktion der Außengefäße verursacht eine vermehrte Urinausscheidung. Damit verbunden ist eine um 20 Prozent erhöhte Blutviskosität und ein vermehrtes Risiko für Thromboembolien, Schlaganfälle oder Herzinfarkte.

Kälteschäden

Kälteschäden der Körperschale betreffen die Akren (Finger, Zehen, Nase, Ohren) sowie Kinn oder Wangen. Die starke Gefäßverengung durch die Kälte führt zur Mangelversorgung des Gewebes und induziert Entzündungsreaktionen. Dabei können sich Frostbeulen bilden. Im Unterschied zu Frostbeulen bilden sich bei Erfrierungen (Congelatio) Eiskristalle in den Zellen, die zu Gewebsschäden, Ödemen und Eindickung des Bluts führen können. Mögliche Folgen sind Thrombozytenaggregation, Gefäßverschluss oder Zelltod.

Sensibilitätsstörungen

Ob Kribbeln, Brennen oder ein taubes, pelziges Gefühl - Sensibilitätsstörungen können sich auf unterschiedliche Weise äußern und werden oft als sehr störend empfunden. Manchmal treten auch Wärme- oder Kältemissempfindungen auf. Dabei haben Betroffene das Gefühl, dass eine bestimmte Körperstelle ungewöhnlich warm oder kalt ist. Bei Berührung fühlt sich diese Körperstelle jedoch normal an. In manchen Fällen äußern sich Sensibilitätsstörungen als Taubheitsgefühle. Der betroffene Hautbereich fühlt sich dann an, als ob er - ähnlich wie bei einem ärztlichen Eingriff - örtlich betäubt ist. Die Schmerzempfindung ist hierbei eingeschränkt oder ausgeschaltet.

Ursachen für Sensibilitätsstörungen

Sensibilitätsstörungen (Missempfindungen, Empfindungsstörungen) können zahlreiche Ursachen haben. Manche sind harmlos und führen nur zu vorübergehenden Missempfindungen. Zahlreiche Nervenendigungen in der Haut und im ganzen Körper nehmen Reize wahr und leiten sie über die Nerven ans Gehirn weiter. Erst das Gehirn verarbeitet die Signale zu Eindrücken und Empfindungen. Im Falle einer Sensibilitätsstörung funktioniert die Verarbeitung der Sinnesreize jedoch nicht richtig.

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Einige mögliche Ursachen sind:

  • Erkrankungen des Bewegungsapparats mit Nervenschäden (z. B. Bandscheibenvorfall)
  • Polyneuropathie (z. B. als Folge eines Diabetes mellitus, bei Alkoholismus oder durch einen Mangel an B-Vitaminen)
  • Durchblutungsstörungen (z. B. Arteriosklerose, periphere arterielle Verschlusskrankheit, Gefäßentzündung)
  • Schlaganfall (Apoplex)
  • Vitaminmangel (z. B. Vitamin-B-Mangel)
  • Eisen- oder Magnesiummangel
  • Schädigung einzelner Nerven durch Infektionen (z. B. bei Borreliose, Meningitis oder Gürtelrose)
  • Schädigung einzelner Nerven durch mechanische Reize wie Einengung (z. B. bei Karpaltunnelsyndrom, Mausarm, Tennisarm)
  • Verbrennungen und Verbrühungen der Haut mit Schädigung der umliegenden Nerven
  • Migräne mit Aura
  • Allergien
  • Restless-Legs-Syndrom
  • Hyperventilation
  • Psychische Erkrankungen, z. B. bei Angst- und Panikstörungen
  • Neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose (MS) oder Parkinson
  • Direkte Nervenreizung nach Untersuchungen (z. B. Liquorpunktion)
  • Nebenwirkung von Medikamenten (z. B. bei Chemotherapie)
  • Blutarmut (Anämie)
  • Hirntumoren und Rückenmarkstumoren
  • Schädigungen des Rückenmarks

Diagnose von Sensibilitätsstörungen

Um die Ursache für Sensibilitätsstörungen (Missempfindungen, Empfindungsstörungen) herauszufinden, benötigt der Arzt zunächst einige Informationen. Es folgen eine körperliche und eine neurologische Untersuchung. Eine häufige Untersuchung zur Diagnose einer Sensibilitätsstörung ist der Monofilament-Test.

Kreislaufprobleme und niedriger Blutdruck

Schwindel, Schweißausbruch, Ohrensausen - Kreislaufbeschwerden können sich ganz unterschiedlich äußern. Grund dafür kann ein niedriger Blutdruck sein. Mediziner sprechen auch von Hypotonie. Sie sorgt dafür, dass dein Gehirn und anderen Organe nicht mit genügend Sauerstoff versorgt werden.

Ursachen für Kreislaufprobleme

Eine relativ häufige Ursache von Kreislaufproblemen ist ein zu niedriger Blutdruck. Kommt es zu einem plötzlichen Blutdruckabfall, dann ist die Autoregulation der Hirngefäße kurzfristig nicht mehr in der Lage, den Blutdruck auf einem bestimmten Niveau zu halten. Das Gehirn ist dann für einen kurzen Moment nicht mehr ausreichend durchblutet und es kommt zu Ausfallerscheinungen mit Schwindelgefühl und Schwarzwerden vor den Augen.

Im Wesentlichen kann man bei einer Hypotonie zwischen drei Formen unterscheiden:

  1. Primäre Hypotonie: Sie wird auch als idiopathische oder konstitutionelle Hypotonie bezeichnet. Hierbei ist der Blutdruck dauerhaft erniedrigt, ohne dass es hierfür einen erkennbaren Grund gibt. Betroffen sind häufig junge, schlanke Menschen, meist Frauen.
  2. Sekundäre Hypotonie: Sie wird in der Regel durch bestimmte Erkrankungen oder die Einnahme von Medikamenten verursacht. Hierzu zählen unter anderem Hormonstörungen, etwa durch eine Schilddrüsenunterfunktion, oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie eine Herzschwäche oder Rhythmusstörungen. Auch längere Bettlägerigkeit, zum Beispiel nach einer Infektionskrankheit, oder ein Flüssigkeitsmangel können zu einem niedrigen Blutdruck führen. Bei den Medikamenten können Entwässerungsmittel (Diuretika), Herz-Kreislauf-Medikamente wie Betablocker oder bestimmte Psychopharmaka den Blutdruck senken.
  3. Orthostatische Hypotonie: Hierbei handelt es sich um einen plötzlichen Blutdruckabfall von mindestens 20 mmHg systolisch und/oder 10 mmHg diastolisch im Stehen im Vergleich zu den Ruhewerten in liegender Position. Ursache ist ein Versacken des Blutes in den Gefäßen der Beine und im Bauchraum.

Was tun bei Kreislaufproblemen?

Treten akute Beschwerden auf, ist es sinnvoll, sich hinzusetzen oder hinzulegen und die Beine hochzulagern, damit das Blut wieder zurück zum Herzen fließen kann. Auch frische Luft oder kaltes Wasser über die Unterarme laufen zu lassen, kann helfen, den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einer Kreislaufschwäche mit nicht-medikamentösen Maßnahmen entgegenzuwirken. Eine wichtige Rolle spielt der persönliche Lebensstil: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie eine ausreichende Salzzufuhr - salzreiche Ernährung lässt den Blutdruck steigen. Wichtig ist außerdem eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Etwa 1,5 Liter am Tag sollten es sein - am besten in Form von Mineralwasser, ungesüßten Früchte- oder Kräutertees. Verzichten Sie auf Alkohol, da dieser die Gefäße zusätzlich weitet und den Kreislauf belastet. Treiben Sie regelmäßig Sport - am besten zwei- bis dreimal pro Woche für 30 bis 60 Minuten. Wechselduschen, Saunabäder und Bürstenmassagen zum Herzen hin trainieren ebenfalls die Gefäße und die Durchblutung.

Parkinson-Krankheit und ihre Symptome

Beim Morbus Parkinson handelt es sich um eine sogenannte neurodegenerative Erkrankung. In bestimmten Gehirnbereichen, die für die unbewusste Steuerung von Bewegungen wichtig sind, sterben aus unbekannter Ursache die Nervenzellen ab. Die Folge sind erhebliche Störungen im Bewegungsablauf. Das Vollbild der Erkrankung ist durch die drei Symptome Rigor (Starre), Akinese (Bewegungslosigkeit) und Tremor (Zittern) charakterisiert.

Tremor bei Parkinson

Der Tremor ist wohl das bekannteste Parkinson-Symptom und deshalb auch Teil der Parkinson-Trias. Fast jeder verbindet mit der Erkrankung das Zittern von Muskeln im Ruhezustand, zum Beispiel zitternde Hände oder Beine. Das typische Zittern bei Parkinson-Patienten ist ein Ruhetremor. Manchmal kann auch ein Haltetremor dazukommen. Das Zittern betrifft vor allem Füße und Hände, aber nur selten den Kopf. Der Tremor bei Parkinson tritt meist in Ruhe und mit einer Frequenz von 4-7 Hz auf. Er kann sich bei Anspannung verstärken. Medikamente wie Levodopa und Dopaminagonisten können helfen, den Parkinson-Tremor zu reduzieren.

Weitere Symptome von Parkinson

Einige Parkinson-Symptome sind sichtbar, andere wiederum nicht, was einer korrekten Diagnose der Krankheit im Weg stehen kann.

  • Schlafprobleme: Verschiedene Schlafprobleme können der Parkinson-Krankheit zugeordnet werden.
  • Stimmvolumen: Parkinson kann bewirken, dass das Stimmvolumen geringer und die Sprache undeutlicher wird.
  • Verlust des Geruchssinns: Die Mehrheit der Parkinson-Patienten leiden am Verlust des Geruchssinnes.
  • Kognitive Probleme: Einige Parkinson-Patienten leiden unter Gedächtnisverlust, Schwierigkeiten mit Multitasking oder Konzentrationsproblemen.
  • Orthostatische Hypotension: Parkinson-Patienten leiden oft an orthostatischer Hypotension, einem plötzlichen Blutdruckabfall beim Stehen.
  • Dystonie: Dystonie ist eine Bewegungsstörung. Die Koordination unserer Bewegungen im Gehirn ist bei Dystonie-Patienten gestört, wodurch unfreiwillige, unkontrollierbare Muskelkontraktionen und Verkrampfungen auftreten.
  • Parkinson-Maskengesicht: Das Sprechen und Schlucken kann schwieriger werden, der Patient kann leiser und monotoner sprechen. Die Gesichts- und Halsmuskulatur wird schwächer und verliert an Beweglichkeit.
  • Teilnahmslosigkeit: Viele Parkinson-Patienten leiden an Apathie (Teilnahmslosigkeit).

Diagnose von Parkinson

Die Diagnose eines Morbus Parkinson wird durch den Arzt klinisch, d. h. aufgrund der erwähnten Symptome und einer eingehenden neurologischen Untersuchung gestellt. Oft kann die Diagnose erst nach längerer Verlaufsbeobachtung bestätigt werden. Ein weiteres Indiz für einen Morbus Parkinson ist, wenn eine Therapie mit Parkinson-Medikamenten zu einer Besserung der Symptome führt.

Behandlung von Parkinson

Eine Heilung der Parkinson’schen Krankheit ist bis heute nicht möglich. Man kann jedoch die Beschwerden der Betroffenen durch Medikamente erheblich lindern. Krankengymnastik und Sprachtherapie sind neben der medikamentösen Therapie von großer Bedeutung.

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