Elternsein ist wundervoll, aber es gibt auch Momente, in denen man am liebsten den Job kündigen möchte. Hier ist eine Liste von Alltagssituationen, die Eltern zur Weißglut treiben können.
Einführung
Das Mutterdasein ist grundsätzlich etwas Schönes. Es gibt viele Aspekte am Familienleben, die man lieben kann, wie zum Beispiel die weiche Haut der Kinder, das Zuschauen beim Spielen und das Leben in der Bude. Aber es gibt auch diese gewissen Alltagssituationen mit Kindern, für die Hass kein übertriebenes Wort ist.
1. Im Stau stehen mit Kindern
Im Stau stehen ist mit Kindern eine ganz neue Herausforderung. Seit man Mama ist, hat man es ständig eilig: schnell noch was einkaufen, zum Arzt- oder Therapietermin hetzen. Eigentlich ist man der Typ Mensch, der immer fünf Minuten früher da ist und Pünktlichkeit schätzt. Deshalb macht es einen richtig nervös, mit den Kindern im Stau zu stehen.
Schon eine rote Ampel reicht, um dem Kind 100 Fragen zu stellen, die es (und einen selbst!) nervös machen: "Mama, warum bleiben wir stehen? Warum dauert das so lange? Wann geht es endlich weiter? Kommen wir jetzt zu spät?" Auf der Autobahn ist es besonders schlimm. Wenn dann noch das Baby im Maxicosi schreit oder das Kleinkind ganz plötzlich dringend "Kacka" muss… spätestens dann schreit und hämmert in meinem Kopf permanent eine panische Stimme: Wo ist hier bitte die nächste Ausfahrt???
2. Magen-Darm-Infekte mit Kindern
Magen-Darm ist der Endgegner aller Eltern. Genauso verhasst sind die Wintermonate mit den gefühlt 300 Infekten, die die Kinder aus Kita und Schule anschleppen. Grippaler Infekt, Halsweh, Blasenentzündung… das ist alles richtig doof und anstrengend. Absoluter Ultrahorror ist allerdings der Magen-Darm-Infekt.
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Während man sich noch liebevoll und aufopfernd um die kotzenden Kinder kümmert (nein, man hatte keine Zeit, sich Gummihandschuhe anzuziehen), wähnt man sich bereits in der leisen Vorahnung, dass es einen demnächst erwischt. Und spätestens, wenn man dann selbst über der Schüssel hängt, wird einem wieder einmal klar: Magen-Darm ist echt der Endgegner unter den Infekten. Kann man bitte jetzt sofort auf einen keimfreien Planeten auswandern?
3. Bei Hundekot seh ich Rot!
Wo wir gerade bei den ekligen Themen sind: Auch bei Hundekot sehe ich Rot! Man wohnt direkt am Feldrand, was nicht immer nur schöne Aussicht bedeutet, sondern vor allem alle drei Meter einen Hundehaufen auf dem Boden. Man kennt sie in allen Formen und Farben und alle paar Tage ist man diejenige aus der Familie, die die Hundesch… dann von den Kinderschuhen kratzen darf. Kinderschuhe haben leider ein sehr feines Profil und tausende Rillen unter der Sohle. Das ist noch so ein Eltern-Job, auf den man absolut verzichten könnte.
4. Im Wartezimmer der Kinderärztin sitzen
Ständig Kranksein bedeutet zur Ärztin gehen. Und im Wartezimmer warten… das war prä Kids eigentlich ganz ok: einfach Kopfhörer mit Musik drauf, ein Buch lesen, voll entspannt. Im Wartezimmer der Kinderärztin allerdings wird das Warten zur krassen Geduldszerreißprobe. Da kann niemand was dafür, die Arztpraxen sind voll, viele Kinder ständig krank. So wie meine: Wir sind also nicht nur Dauergäste im Wartezimmer, wo die Kinder vor Langeweile durchdrehen, dauerquengeln, aber bloß nicht das Spielzeug anfassen dürfen. Sondern wir fangen uns dort wahrscheinlich auch trotz aller Vorsicht und Hygienemaßnahmen schon wieder den nächsten Keim ein - es ist ein ewiger Teufelskreis, aus dem es kein Entkommen gibt.
5. Schlaflose Nächte mit Kindern
Dass viele Kinder vor allem schlaflose Nächte bedeuten, ist kein Geheimnis. Darauf werden wir Eltern ja schon während der SSW von Freunden mit Kindern vorbereitet. Aber wie sehr eine (fast) schlaflose Nacht einen schlaucht, davon wurde man dann doch überrascht. Die Kinder sind jetzt 5 und 7 und trotzdem sind schlaflose Nächte noch längst nicht passé! Das Schlimmste daran ist, dass man am nächsten Tag wieder ganz normal funktionieren muss - nichts wird aus Chillen oder Ausschlafen am Wochenende.
Zumindest die Kinder stehen jeden Tag um sechs Uhr morgens auf der Matte und dann geht der Tag halt los. Echt ätzend, wieviel Schlaf wir durch die Kinder tatsächlich verlieren (hättet ihr es gewusst?). Und das hat direkte Auswirkungen auf unsere Nerven, Belastbarkeit und das psychische Wohlbefinden. Man ist ehrlich, und an manch müdem Tag so unfassbar neidisch auf die kinderlosen Freund*innen…
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Weitere nervige Dinge im Alltag
Der Alltag ist voller Ärgernisse. Da heißt es cool bleiben. Hier sind noch ein paar weitere Dinge, die nerven können:
- Kinoquatscher: Da will man in Ruhe einen Film kucken und versteht nur die Hälfte, da neben einem ständig gebabbelt wird.
- Schlangestehen: Egal ob im Supermarkt, am Geldautomat oder im Stadion. Es besteht stets die Gefahr einer menschlichen Schlange. Das kostet viel Zeit und Nerven.
- Unpünktlichkeit.
- Endlose Warteschleifen.
- Novemberwetter: Dunkel, grau, kalt und regnerisch. Draußen geht wenig zusammen und drinnen fällt einem die Decke auf den Kopf.
- Krank sein: Die Nase läuft, der Hals tut weh, der Kopf schmerzt. Einfach nur nervig!
- Zugverspätungen: Wer kennt sie nicht? Oft klappt eine Fahrt mit der Bahn nicht reibungslos.
- Rolltreppenbremser: "Links gehen, rechts stehen" lautet die Faustregel auf deutschen Rolltreppen.
- Soziale Netzwerke: Menschen, die mit ihrem angeblich so tollen Leben protzen, total überflüssige "Farmville"-Anfragen. Das soziale Netzwerk kann einem ganz schön auf den Geist gehen.
- Herunterfallende Zahnpasta: Zahncreme erweist sich häufig als ziemlich instabil, fällt immer wieder von der Bürste oder verkleckert das frisch angezogene Outfit. Ärgerlich!
Was Kassierer am meisten nervt
Auch Kassierer haben so ihre Ärgernisse:
- Keine Warentrennung: Kunden vergessen, einen Warentrenner auf das Band zu legen.
- Hin- und herrollende Flaschen: Falsch liegende Flaschen auf dem Kassenband, die hin- und herrollen.
- Unsortiertes Obst: Kunden wiegen fünfmal dasselbe Obst oder Gemüse, da sie einzelne Äpfel, Möhren und Co. an unterschiedlichen Stellen des Kassenbands platzieren.
- Unnötig komplizierte Bezahlvorgänge: Kunden haben Probleme mit der Kartenzahlung oder keine gültige Bankkarte.
- Unhöflichkeit gegenüber dem Personal: Unhöfliche Kunden, die sich sogar schon für Begrüßungsfloskeln zu fein sind.
Nervige Dinge zu Hause
Auch zu Hause gibt es Dinge, die nerven können:
- Der Wäschekorb quillt über.
- Die Fenster sind schmutzig.
- Es ist zu kalt oder zu warm.
- Streit mit den Nachbarn.
- Das Rausbringen des Mülls.
- Sich von Dingen trennen.
- Der Stuhl im Schlafzimmer, auf dem sich die Kleidung sammelt.
- Hohe Luftfeuchtigkeit im Badezimmer.
- Silberfische.
- Kalkflecken.
- Unordnung im Putzmittelschrank.
- Rauchwarnmelderüberprüfung.
- Das Bedürfnis nach mehr Kreativität in der Wohnung.
- Der vernachlässigte Eingangsflur.
- Allgemeine Unzufriedenheit mit der Wohnung.
Was andere Menschen nervt
Hier sind ein paar Dinge, die andere Menschen nerven:
- "Dass mein Bett nicht mitkommen kann."
- "Leute, die sich ohne Kinder auf den Mutter-Kind-Parkplatz stellen."
- "Menschen, die andere Menschen nicht aus Bus und Bahn steigen lassen, sondern entweder direkt vor der Tür stehen oder sich reinquetschen wollen."
- "Der lange Weg!"
- "Mit dem Handy keinen Empfang zu haben, weil das in Deutschland ja normal zu sein scheint."
- "Verkehrsstau und mit Leuten vollgestopfte Straßenbahnen."
- "Radfahrer, die über rote Ampeln fahren, mir die Vorfahrt nehmen oder ohne zu schauen, einfach auf die Straße donnern."
- "Autofahrer, die plötzlich mitten auf der Straße stehenbleiben, um ein Schwätzchen mit irgendjemanden durch das Fenster zu halten."
- "Mit dem Kinderwagen unterwegs sein."
- "Leute, die dich anstarren …"
- "Leute, die zuerst mitten im Weg stehen und zum Beispiel telefonieren und an der Kasse dann drängeln und meckern."
- "Wenn Leute in Bus und Bahn telefonieren."
- "Leute, die mir auf die Pelle rücken. Hasse ich wie die Pest. Noch schlimmer sind die Nackenatmer, die wirklich so dicht ran kommen, dass sie einen anatmen."
- "Radfahrer:innen, die trotz ausgewiesenem Fahrradweg auf der Straße fahren."
- "Wenn Leute aus dem Kreisverkehr rausfahren ohne zu blinken."
- "Wohnmobile, die mir die Vorfahrt nehmen und dann extrem langsam fahren."
- "Menschen."
Homeoffice-Ärgernisse
Auch das Homeoffice hat seine Tücken:
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- Kein professioneller Bürostuhl oder ergonomischer Arbeitsplatz.
- Kleiner Arbeitsplatz oder "Kitchen Office".
- Rücken- und Nackenschmerzen.
- Wohin mit dem ganzen Zeug?
- Langsames Internet.
- Käsebrote statt Kantine.
- Schwierigkeiten, klare Grenzen zwischen Beruf und Privatleben zu ziehen.
- Das Gefühl, immer blitzschnell antworten zu müssen.
- Unterschiedliche Technikaffinität der Kollegen.
- Technische Probleme bei Videokonferenzen.
Was tun gegen den Alltagsfrust?
Leider müssen wir Eltern alle durch diese alltäglichen Horrorszenarien durch. Um dabei nicht die Nerven zu verlieren, übt man sich täglich in Gelassenheit. Kleine mentale Übungen können helfen, um das Positive im stressigen Alltag nicht aus den Augen zu verlieren. Und was noch ungemein hilft, ist der Austausch mit anderen. Wenn man weiß, man ist nicht die einzige, deren Kinder gefühlt dauerkrank sind, gibt das Trost und ein paar gute Ratschläge noch obendrauf.