Ein Schädel-Hirn-Trauma (SHT) ist eine Verletzung des Kopfes, die das Gehirn infolge einer Gewalteinwirkung betrifft. Diese Verletzungen sind eine der Hauptursachen für Tod und Behinderung bei Menschen unter 45 Jahren. In Deutschland erleiden schätzungsweise 330 von 100.000 Einwohnern pro Jahr ein SHT, wobei der Großteil leichte Verletzungen sind. Die wirtschaftlichen Kosten und Folgekosten für SHT belaufen sich in Deutschland auf etwa 2,8 Milliarden Euro pro Jahr.
Ursachen und Arten von Schädel-Hirn-Traumata
SHT können durch eine Vielzahl von Ursachen entstehen, darunter Stürze, Verkehrsunfälle, Sportverletzungen und Gewalteinwirkung. Je nach Schweregrad der Verletzung unterscheidet man zwischen leichten, mittelschweren und schweren SHT.
Beim SHT unterscheidet man zwischen primären und sekundären Schäden. Bei den primären Schäden handelt es sich um zum Zeitpunkt der Gewalteinwirkung hervorgerufene Gewebsschädigungen. Hierdurch wird eine Kaskade von Reaktionen im Gehirn ausgelöst, die den primär manifestierten Schaden verstärken können (sekundäre Schädigung).
Diagnose von Schädel-Hirn-Traumata
Die Diagnose eines SHT erfolgt in der Regel durch eine neurologische Untersuchung und bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) oder die Magnetresonanztomographie (MRT). Die Glasgow Coma Scale (GCS) wird verwendet, um den Schweregrad der Bewusstseinsstörung zu beurteilen.
Behandlung von Schädel-Hirn-Traumata
Die Behandlung eines SHT hängt vom Schweregrad der Verletzung ab. Leichte SHT erfordern möglicherweise nur Ruhe und Schmerzmittel, während schwere SHT eine intensivmedizinische Behandlung und möglicherweise eine Operation erfordern.
Lesen Sie auch: Ursachen und Bedeutung des Abstands
Konservative Therapie
Die konservative Therapie bei SHT umfasst die Überwachung des Patienten, die Kontrolle des Hirndrucks und die Behandlung von Begleiterkrankungen. Bei Patienten mit erhöhtem Hirndruck können Medikamente wie Mannitol oder hypertone Kochsalzlösung eingesetzt werden, um den Hirndruck zu senken.
Operative Therapie
Eine operative Therapie kann bei SHT erforderlich sein, um Blutungen zu entfernen, den Hirndruck zu senken oder Schädeldefekte zu beheben. Eine Kraniektomie, bei der ein Teil des Schädels entfernt wird, kann erforderlich sein, um den Hirndruck zu entlasten.
Eine Studie der Universität Cambridge randomisierte in zwanzig Ländern 408 Patienten, bei denen es nach einem Schädel-Hirn-Trauma zu einem Anstieg des intrakraniellen Drucks auf über 25 mm Hg gekommen war, auf eine fortgesetzte medikamentöse Therapie oder auf eine Kraniektomie. Sechs Monate nach der Behandlung waren in der Gruppe mit rein medikamentöser Therapie 48,9 Prozent der Patienten gestorben, nach einer Kraniektomie waren es nur 26,9 Prozent. Die Kraniektomie ist deshalb in der Lage, Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma das Leben zu retten.
Rehabilitation
Nach einem SHT ist eine Rehabilitation wichtig, um die körperlichen, kognitiven und emotionalen Funktionen des Patienten wiederherzustellen. Die Rehabilitation kann Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und neuropsychologische Therapie umfassen.
Folgeerscheinungen nach Schädel-Hirn-Traumata
Folgeerscheinungen nach SHT können zu erheblichen Beeinträchtigungen führen: Schwerwiegende neurologische Defizite können soziale, finanzielle und emotionale Belastungen mit sich bringen und die Lebensqualität gravierend beeinträchtigen. Auch leichte SHT können zu kognitiven Störungen, Konzentrationsstörungen oder chronischen Kopfschmerzen mit bleibender Belastung führen.
Lesen Sie auch: Folgen eines vergrößerten Abstands
Ein Teil der Patienten, bei denen das Sprachzentrum auf der linken Seite geschädigt war, lernten erstaunlicherweise nach einiger Zeit wieder Sprechen. Offenbar hatte die rechte Hemisphäre die Aufgabe übernommen. Auch bei Kleinkindern mit nicht abgeschlossener Sprachentwicklung, kann eine Übernahme von Sprachfunktionen auf die nicht beschädigte Hirnhälfte beobachtet werden. Dies deutet darauf hin, dass jede Funktion in beiden Hemisphären angelegt ist, sich die Ausprägung der Fähigkeiten hinsichtlich dieser Funktionen jedoch in den Hirnhälften stark unterscheidet.
Im Allgemeinen verarbeitet die linke Hemisphäre Informationen eher analytisch, die rechte dagegen eher synthetisch ganzheitlich. Wird das Gehirn durch einen Unfall geschädigt, kommt es darauf an, welche Regionen betroffen sind. Je nach Grad und Stelle der Schädigung treten entsprechend der Zuständigkeit dieser Hirnteile Fehlfunktionen auf: Bei Personen mit einer linkshemisphärischen Verletzung werden zum Beispiel sprachliche Beeinträchtigungen festgestellt; bei einer Verletzung der rechten Hemisphäre sind häufiger die Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Orientierungsfähigkeit gestört. Bei einer rechtshirnigen Verletzung kommt es zudem häufig zu einem Neglect, zur Vernachlässigung einer Körper- oder Raumseite.
Im Folgenden ist eine Vielzahl von Symptomen aufgeführt, die nach Schädel-Hirn-Traumen beobachtet werden. Nach einem leichten Schädel-Hirn-Trauma (Commotio cerebri), im Volksmund auch Gehirnerschütterung genannt, kann es unter anderem zu diffusem Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit, rascher Ermüdbarkeit und Reizbarkeit, Apathie sowie zu vermehrtem Schwitzen kommen.
Nach einem schweren Schädel-Hirn-Trauma (Contusio cerebri) tritt nach dem Unfall in aller Regel zunächst ein Zustand ein, bei dem der Patient die Augen wie im Halbschlaf geschlossen hat. aus dem er durch nichts geweckt werden kann. Das sogenannte Koma kann mehrere Stunden, Tage oder gar Wochen anhalten. Solange der Patient komatös ist, liegt immer noch eine akute Erkrankung des Gehirns vor. Der Druck im Inneren des Schädels kann weiterhin erhöht und die Hirnfunktion durch Wassereinlagerungen im Hirngewebe gestört sein. In Teilen des Gehirns können die Stoffwechselvorgänge stark beeinträchtigt sein.
Kehrt der Patient aus dem Koma zurück, zeigt sich das dadurch, dass er häufiger die Augen offen hat. Hat der Patient die Augen zeitweise geöffnet, kann aber nichts fixieren und kehren seine geistigen Funktionen nicht wieder, spricht man von einem Wachkoma (Coma vigile) oder vom apallischen Syndrom. Da dem Betroffenen die bewussten geistigen Funktionen verloren gegangen sind, er sozusagen „ins Leere“ schaut, spricht man auch von „Seelenblindheit“.
Lesen Sie auch: Gehirnaufbau: Eine leicht verständliche Einführung
Obwohl Ärzte davon ausgehen, dass Wachkoma-Patienten bewusstlos sind, reagieren sie zum Teil dennoch auf Außenreize. Studien haben in den letzten Jahren gezeigt, dass bei vielen Wachkoma-Patienten bestimmte Hirnteile nach wie vor aktiv sind. Die Frage, ob und wie viel der Betroffene von der Außenwelt wahrnimmt, kann bislang nicht beantwortet werden. Der apallische Zustand kann bestehen bleiben oder sich im Laufe der Zeit zurückbilden.
Nach schwerer Hirnschädigung werden psychische Veränderungen jeden Grades beobachtet. So kann es infolge einer posttraumatischen Hirnleistungsschwäche zu einer allgemeinen Verlangsamung, leichter Ermüdbarkeit, Lethargie, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwäche, Gedächtnis- und Denkstörung, depressiver Verstimmung, Kopfschmerz und Schwindel kommen. Auch Sprachstörungen (Aphasie) und Störungen beim Umsetzen von Bewegungsabläufen und Handlungsabsichten (Apraxie) sind häufig.
Sehr häufig treten bei Patienten nach einem SHT Konzentrationsschwierigkeiten auf. Es können zumeist nicht mehr zwei Sachen gleichzeitig erledigt werden oder die Aufmerksamkeit erlischt bereits nach kurzer Zeit. Die Geschwindigkeit der Denkabläufe verlangsamt sich. Gleichzeitig kommt es häufig zu Lern- und Gedächtnisstörungen, besonders nach einer Schädigung der linken Gehirnhälfte.
Eine Gedächtnisstörung (Amnesie) kann sich sowohl in der Unfähigkeit äußern, sich an Vergangenes zu erinnern (retrograde Amnesie), als auch neue Gedächtnisinhalte zu speichern (anterograde Amnesie). Bei der retrograden Amnesie kann sich der Patient an eine Zeitdauer vor der Hirnschädigung nicht mehr erinnern. Diese Zeitdauer liegt im Bereich von Sekunden bis zu Monaten. Die anterograde Amnesie ist die häufigste Form der Gedächtnisstörung. Der Patient hat Schwierigkeiten beim Einprägen neuer Informationen, was ihm im Zusammenleben große Probleme bereitet. Oft ist die Fähigkeit, sich neue Namen oder Terminen zu merken, stark beeinträchtigt.
Durch die Störungen des Gedächtnisses und der Aufmerksamkeit kann es zu Orientierungsstörungen kommen. Der Patient ist sich über Zeit, Ort und Situation, in der er sich befindet, nicht oder nur unzureichend im Klaren. Oft kann er keine Angaben zur eigenen Person machen. Die Patienten haben häufig Probleme Ereignisse zeitlich einzuordnen.
Die Stimmung von Menschen mit schweren Hirnverletzungen kann starken Schwankungen unterliegen, die Betroffenen sind häufig leichter reizbar als vor dem Unfall. Neben Auffälligkeiten im Gefühlsbereich zeigen sich auch Störungen im Sozialverhalten. Nach einer schweren Schädel-Hirn-Verletzung kann es zu einer tiefgreifenden und bleibenden Veränderung des psychischen Zustandes des Patienten kommen.
Bei den Persönlichkeitsveränderungen können zwei Formen unterschieden werden: Im ersten Fall verhält sich der Patient aggressiver und distanzloser. Er kann sich nur schlecht beherrschen. Dies ist dann der Fall, wenn im Stirnhirn die Regionen verletzt sind, die über den Augenhöhlen liegen. Manche Patienten können tragischerweise nicht erkennen, dass sie beeinträchtigt sind und es fehlt ihnen daher an der Bereitschaft und Möglichkeit, sich mit den tatsächlich vorhandenen Problemen auseinander zu setzen. Andere Patienten erleben ihre Einschränkungen im täglichen Leben wiederum sehr bewusst und reagieren darauf mutlos oder traurig.
Eine Sprachstörung tritt zumeist nach Schädigung der motorischen (Broca-Zentrum) oder sensorischen (Wernicke-Zentrum) Regionen in der linken Hirnhälfte auf. Hier befinden sich bei den meisten Menschen die Sprachregionen. Nur bei wenigen liegen diese Funktionen in der rechten oder in beiden Hirnseiten. Kommt es zu einer Schädigung der Sprachregionen, treten Sprachstörungen (Aphasien) auf. Typisch dafür ist eine schwerfällige, mühevolle und langsame Sprechweise mit undeutlicher Aussprache. Inhaltlich können Fragen sinnvoll beantwortet werden, der Betroffene kann zumeist aber keine vollständigen oder grammatikalisch fehlerfreien Sätze produzieren. Eine Aphasie kann in sehr unterschiedlichen Schweregraden auftreten. Bei einigen Patienten sind nur leichte Unsicherheiten zum Beispiel beim Finden von Wörtern festzustellen. Von Aphasie Betroffene können unter unkontrollierten Wutausbrüchen leiden, fluchen oder andere beschimpfen, ohne dies zu wollen oder es beeinflussen zu können. Später sind die Betroffenen meist selbst durch ihre Verhaltensweise irritiert und oft auch beschämt. Viele Aphasie-Patienten wirken in ihrem Antrieb gestört oder sind depressiv.
Bei Verletzungen des Gehirns kann es zu Störungen beim Umsetzen von Handlungsabsichten in Bewegungen und Handlungen kommen (Apraxie). Trotz erhaltener Bewegungsfähigkeit und Wahrnehmung werden Teile von Handlungen wiederholt, weggelassen oder Elemente vorangegangener Handlungen übernommen. Dies betrifft alltägliche Bewegungen wie eine Begrüßung und Handlungen wie das selbständige Zubereiten einer Tasse Kaffee. Patienten wissen oft nicht mehr, wie man mit bestimmten Objekten umgeht, zeigen im Umgang mit Objekten eine gewisse Ratlosigkeit und benutzen sie falsch. Sie versuchen beispielsweise, das Fleisch mit der Gabel zu schneiden. Auch vertauschen die Betroffenen bei mehrteiligen Handlungen die zeitliche Abfolge.
Bei manchen Patienten treten Rechenstörungen (Dyskalkulien) auf. Die Fähigkeit, Zahlen zu schreiben und zu lesen, ist beeinträchtigt.
Sind durch das SHT Blutungen im Hinterhauptlappen aufgetreten, kann es zu halbseitigen Gesichtsfeldausfällen (Hemianopsien) kommen. Es gibt unterschiedliche Arten von Gesichtsfeldeinschränkungen. Es kann das rechte oder das linke Gesichtsfeld, oder nur ein kleiner Ausschnitt betroffen sein. Bei Schädigungen im Bereich der linken Sehrinde ist beispielsweise auf beiden Augen das rechte Gesichtsfeld ausgefallen. So kann der Betroffene, wenn er geradeaus blickt, Sehreize, die von rechts kommen, nicht bemerken. Dies bereitet ihm erhebliche Probleme beim Gehen, da er Dinge übersieht und rechts an Hindernisse stößt.
Als Folge einer Verletzung des Gehirns kann es dazu kommen, dass ein Patient bei unversehrtem Gesichtsfeld eine seiner Körperhälften oder auch eine Raumhälfte vernachlässigt. Ohne dass das Wachbewusstsein oder die Orientiertheit betroffen sind, kommt es dann zu einem Ausblenden von Sinnesreizen auf einer Körperseite. Die halbseitige Vernachlässigung ist nach einer Verletzung der rechten Gehirnhälfte häufiger. Verletzungen der rechten Gehirnhälfte führen zu Vernachlässigungen der linken Körper- oder Raumhälfte. In diesem Fall würde der Betroffene zum Beispiel nur seine rechte Gesichtshälfte rasieren, nur seine rechte Körperhälfte waschen und nur die rechte Hälfte seines Tellers leer essen. Auch würde der Patient - im Gegensatz zu einem Patienten mit einem Gesichtsfelddefekt - Personen, die von links kommen keine Beachtung schenken. Beim Lesen weisen Patienten mit linksseitigem Gesichtsfelddefekt und Patienten mit Neglect ähnliche Störungen auf. Nur ist die Störung bei einem Neglect meist viel ausgeprägter; die Patienten beginnen erst in der Zeilenmitte zu lesen.
In der Nachbarschaft der Sprachzentren befinden sich motorische und sensible Regionen, die für die Bewegungssteuerung und die Körperwahrnehmung der jeweils gegenüberliegenden Körperseite zuständig sind. Lähmungen sind wie Sprachstörungen ein häufiges Symptom nach Schädel-Hirn-Verletzungen. Beide Störungen treten oftmals zusammen auf. Bei Halbseitenlähmung (Hemiplegie) tritt durch Verletzung einer Gehirnhälfte eine Lähmung der gegenüberliegenden Körperhälfte auf. Häufig können die betroffene Seite des eigenen Körpers sowie der ihn umgebende Raum nicht mehr wahrgenommen werden (Neglect). Das Gefühlsempfinden in den gelähmten Bereichen kann gestört. Spastische Lähmungen gehen mit einer erhöhten Muskelspannung einher. Davon können alle vier Gliedmaßen oder nur eine Körperhälfte betroffen sein. Willkürliche Bewegungen sind erschwert und der Patient leidet häufig an Schmerzen. Da Schmerzen die Spastik fast immer verstärken, müssen Schmerzen vermieden werden.
Bei Sprechstörungen (Dysarthrien) ist im Gegensatz zur Sprachstörung nur die Sprechmotorik gestört ist. Patienten mit einer Sprechstörung können ohne Probleme verstehen, lesen und schreiben, jedoch infolge ihrer Hirnverletzung Laute, Wörter und Sätze nicht mehr deutlich und verständlich aussprechen. Wenn auch die Atmung und die Stimmbildung beeinträchtigt sind, spricht man von Dysarthrophonie.
Zu Schluckstörungen (Dysphagien) kommt es nach Hirnverletzungen häufiger als früher angenommen. Vor allem in der ersten Phase nach dem Unfall können Schwierigkeiten beim Essen, Trinken und Abhusten auftreten. Schluckstörungen können den Kau- und Schluckvorgang beim Essen und Trinken sowie das Zusammenspiel von Mund- und Gesichtsmuskulatur allgemein betreffen. Klingt die Stimme eines Patienten feucht oder rasselnd oder gibt er an, die Nahrung bleibe ihm „im Halse stecken“, können dies Hinweise auf eine Schluckstörung sein, die ernst genommen werden sollten. Schluckstörungen sind eine ernste Bedrohung für den Organismus, denn das Schlucken gehört zu den lebenserhaltenden Funktionen. Ohne zu schlucken kann weder feste noch flüssige Nahrung aufgenommen werden. Es besteht zudem die Gefahr, dass Nahrung und Flüssigkeit statt in die Speiseröhre in die Luftröhre gelangen.
Sowohl die Raumwahrnehmung als auch die Selbstwahrnehmung oder das Hör- oder Sehvermögen können gestört sein. Die Patienten verlieren ihre Fähigkeit, einen Raum im Ganzen wahrnehmen zu können. Beim Betroffenen entsteht das Gefühl, sich „im Raum zu verlieren“. Sind Seh- beziehungsweise Hörzentrum oder deren Nervenbahnen im Gehirn verletzt, kommt es zu Störungen des Hör- oder Sehvermögens.
Das Gehirn hat sehr viele Funktionen bei der Aufrechterhaltung des inneren Milieus (Homöostase) im menschlichen Organismus und seiner Interaktion mit der Umwelt. Es überwacht komplexe Regelkreise, die innerhalb des Organismus die Regulation von Nahrungsaufnahme, Körpertemperatur, Blutkreislauf, Säure-Basen-Haushalt, Wasser- und Elektrolythaushalt sowie die Atmung gewährleisten.
Nach einem Schädel-Hirn-Trauma können sich verletzungsbedingt am Gehirn Narben bilden, die epileptische Anfälle verursachen können. Die Gefahr einer Narbenbildung ist nach offenen Hirnverletzungen höher als nach geschlossenen. Epileptischen Anfällen kann mit antiepileptischen Medikamenten entgegengewirkt werden.
Prävention von Schädel-Hirn-Traumata
SHT können durch eine Vielzahl von Maßnahmen verhindert werden, darunter das Tragen von Helmen beim Fahrradfahren oder Motorradfahren, das Anschnallen im Auto und die Vermeidung von Stürzen.