Akupressurpunkte zur Linderung von Migräne und Kopfschmerzen

Kopfschmerzen und Migräne sind weit verbreitete Beschwerden, die das Leben vieler Menschen stark beeinträchtigen können. In Deutschland leiden etwa 54 Millionen Menschen unter vorübergehenden oder anhaltenden Kopfschmerzen, was rund 70 Prozent der Bevölkerung entspricht. Es gibt über 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Während Schmerzmittel oft schnelle Linderung versprechen, suchen viele Betroffene nach natürlichen Alternativen, um die Beschwerden ohne Nebenwirkungen zu lindern. Eine bewährte Methode ist die Akupressur. Diese traditionelle Technik der chinesischen Medizin kann gezielt eingesetzt werden, um Kopfschmerzen und Migräne auf natürliche Weise zu behandeln.

Was ist Akupressur?

Akupressur ist eine Therapieform der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), die ähnlich wie Akupunktur funktioniert, jedoch ohne Nadeln auskommt. Stattdessen werden bestimmte Punkte auf den Meridianen des Körpers, den sogenannten Energiebahnen, mit Druck stimuliert. Diese Stimulation soll den Energiefluss (Qi) im Körper ausbalancieren und so verschiedene Beschwerden lindern. Die Akupressur-Punkte liegen entlang der Meridiane, einer Art Linien, die nach der Lehre Energie durch den Körper leiten.

Laut der traditionellen chinesischen Medizin gibt es 365 Akupressur-Punkte entlang der 12 Meridiane. Bestimmte Meridiane haben einen direkten Bezug zu Organen, wie beispielsweise Lunge, Dickdarm, Herz, Milz, Leber oder Nieren. Das Drücken bestimmter Akupressur-Punkte soll die eigenen Selbstheilungskräfte aktivieren, Energie-Blockaden lösen und so die natürliche Balance im körperlichen Organismus wieder herstellen. Vorrangig wird Akupressur zur Schmerzlinderung eingesetzt, kann aber auch bei Angstzuständen oder Depressionen als begleitende Therapie Anwendung finden.

Ursachen von Kopfschmerzen und Migräne aus Sicht der TCM

Kopfschmerzen und Migräne können durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden, darunter Stress, Muskelverspannungen, hormonelle Veränderungen, schlechte Durchblutung und ungesunde Ernährungsgewohnheiten. Aus Sicht der Chinesischen Medizin können Kopfschmerzen durch folgende Ursachen hervorgerufen werden:

  • Pathogene Faktoren: Wind und Hitze, Wind-Kälte oder Wind-Nässe können Kopf und Nacken blockieren und Kopfschmerzen hervorrufen.
  • Übermäßige Emotionen: Aufgestauter Ärger und Stress können zum Aufsteigen von Leber-Yang führen, was häufig die Gallenblasenleitbahn blockiert und Kopfschmerzen an der Schläfe oder den seitlichen Regionen des Kopfes verursacht.
  • Falsche Ernährung: Zuviel Süßigkeiten, zuckerhaltige Fertigprodukte, ein Übermaß an Kuhmilchprodukten oder regelmäßiger Genuss von Alkohol kann das Magen- und Milz-Qi schwächen, was zu Schleimbildung führen kann. Dieser Schleim blockiert die Leitbahn, was sich in Kopfschmerzen manifestieren kann. Eine einseitige Ernährung kann zu Blut-Mangel führen, der leere, dumpfe Kopfschmerzen auslösen kann.

Wie Akupressur bei Kopfschmerzen und Migräne hilft

Akupressur kann bei vielen Arten von Kopfschmerzen hilfreich sein, insbesondere bei Spannungskopfschmerzen und Migräne. Sie kann:

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  • Spannungen abbauen: Viele Kopfschmerzen werden durch Verspannungen in den Muskeln, insbesondere im Nacken und den Schultern, ausgelöst. Akupressur kann helfen, diese Muskeln zu entspannen.
  • Den Energiefluss regulieren: Nach der Theorie der TCM entstehen Kopfschmerzen oft durch einen blockierten oder unregelmäßigen Energiefluss im Körper. Akupressur kann helfen, diesen Fluss wiederherzustellen.
  • Die Durchblutung verbessern: Akupressur kann die Durchblutung fördern und so helfen, Kopfschmerzen zu lindern, die durch eine schlechte Durchblutung verursacht werden.

Wichtige Akupressurpunkte bei Kopfschmerzen und Migräne

Es gibt eine Reihe von Akupressurpunkten, die bei der Behandlung von Kopfschmerzen und Migräne besonders wirksam sind. Hier sind einige der wichtigsten:

LI4 (He Gu)

  • Position: Dieser Punkt liegt auf dem Handrücken zwischen Daumen und Zeigefinger. Um ihn zu finden, lege den Zeigefinger der linken Hand ganz dicht an den Daumen. Die höchste Stelle auf diesem Muskel ist der Punkt Hegu.
  • Wirkung: He Gu ist einer der am häufigsten genutzten Akupressurpunkte und besonders wirksam bei der Linderung von Spannungskopfschmerzen und Migräne. Er kann auch bei Verdauungsproblemen helfen. Wichtig: Schwangere sollten diesen Punkt auf gar keinen Fall benutzen!
  • Anwendung: Drücke mit dem Daumen der anderen Hand fest auf diesen Punkt, bis ein deutlich schmerzendes Gefühl verspürt wird. Die übrigen Finger der rechten Hand unterstützen den Daumendruck von unten. Massiere ihn in kreisenden Bewegungen für 1-2 Minuten. Wiederhole dies auf der anderen Hand.

EX-HN5 (Taiyang)

  • Position: Dieser Punkt befindet sich in den Vertiefungen der Schläfen. Um den richtigen Drück-Punkt zu ermitteln, führe den Zeige- oder Mittelfinger deiner linken Hand an die rechte Schläfe und halte mit der rechten Hand den Drücker bereit. Setze die Rundspitze in diese Kuhle.
  • Wirkung: Taiyang ist ein besonders hilfreicher Akupressurpunkt bei Kopfschmerzen, die durch Stress, Augenbelastung oder Migräne verursacht werden.
  • Anwendung: Übe sanften Druck auf diesen Punkt aus und massiere ihn in kreisenden Bewegungen für 1-2 Minuten. Es ist wichtig, dass du für zwei bis zweieinhalb Minuten im Bereich deines Wohlfühlschmerzes drückst. Hast du an der rechten Schläfe den Drück-Winkel und die -Intensität einige Male leicht verändert und die Empfindlichkeit überall heruntergeschaltet, kommt die linke Seite wie beschrieben an die Reihe.

PC6 (Neiguan)

  • Position: Dieser Punkt liegt auf der Innenseite des Unterarms, drei Querfinger vom Handgelenk Richtung Ellenbogen, zwischen den Beugesehnen.
  • Wirkung: Dieser Akupressurpunkt ist bekannt für seine beruhigende Wirkung und kann bei Kopfschmerzen und Migräne helfen, die durch Stress und Nervosität ausgelöst werden. Er wird auch zur Linderung der Übelkeit eingesetzt.
  • Anwendung: Drücke mit dem Daumen oder Zeigefinger fest auf diesen Punkt und massiere ihn für 2-3 Minuten.

ST36 (Zusanli)

  • Position: Dieser Punkt liegt etwa vier Fingerbreit unterhalb der Kniescheibe, an der Außenseite des Schienbeins. Er liegt eine Hand breit unterhalb der Kniescheibe und eine Daumenbreite nach außen neben der Schienbeinkante.
  • Wirkung: Zu San Li ist ein kraftvoller Akupressurpunkt bei Kopfschmerzen, der den Energiefluss im ganzen Körper unterstützt und das Immunsystem stärkt.
  • Anwendung: Drücke mit dem Daumen oder Zeigefinger fest auf diesen Punkt und massiere ihn für 2-3 Minuten.

GB20 (Feng Chi)

  • Position: Dieser Punkt liegt am unteren Hinterkopf, wo der Schädelknochen endet, in den Vertiefungen beidseits der Wirbelsäule. Wenn du von der Mitte des Nackens mit deinen Fingern Richtung Ohr entlang fährst, liegt der Punkt in der Vertiefung. Quasi die erste Mulde, die du findest, wenn du vom Ohr Richtung Nacken fährst.
  • Wirkung: GB20 ist besonders effektiv bei der Behandlung von Kopfschmerzen, die durch Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich verursacht werden.
  • Anwendung: Drücke mit beiden Daumen auf die Punkte an der Schädelbasis und übe einen festen, aber angenehmen Druck aus. Massiere sanft in kreisenden Bewegungen für etwa eine Minute.

Weitere Punkte

  • LV3 (Tai Chong): Dieser Punkt befindet sich auf dem Fuß, etwa zwei Fingerbreit oberhalb der Stelle, an der der große Zeh und der zweite Zeh zusammenkommen. Drücke und massiere diesen Punkt für etwa eine Minute.
  • Punkt am Hinterkopf: Finde den richtigen Punkt: Um den richtigen Drück-Punkt zu ermitteln, fährst du mit deinen Fingern deinen hinteren Schädel mittig ab, bis du einen Knubbel spürst. Er befindet sich etwa auf halber Höhe deines Ohres. Ein kleines Stück links und etwas unterhalb dieses Knubbels setzt du den Drücker nun an. Achte bitte darauf, nicht zu tief zu drücken, sondern wirklich auf dem Knochen zu bleiben. Ansonsten kommst du in den Bereich deiner Nackenstrecker hinein. Wichtig: Bleibe beim Drücken immer im Bereich deines Wohlfühlschmerzes. Wenn der Schmerz schon innerhalb der zwei Minuten nachlässt, kannst du den Druck entweder erhöhen oder den Drück-Winkel minimal verändern.

Tipps für die Durchführung der Akupressur

  • Ruhe und Entspannung: Führe die Akupressur in einer ruhigen Umgebung durch, in der du dich entspannen kannst. Nimm dir Zeit und schaffen Sie sich eine angenehme Atmosphäre.
  • Sanfter Druck: Beginne mit leichtem Druck und erhöhe ihn schrittweise, bis du ein angenehmes Gefühl verspürst. Die Selbstbehandlung sollte schmerzfrei und angenehm sein.
  • Regelmäßigkeit: Für beste Ergebnisse wende die Akupressur regelmäßig an. Führen Sie die Stimulation der Punkte mehrmals am Tag durch, insbesondere, wenn die Symptome verstärkt auftreten. Bei akuten Beschwerden behandeln Sie die Punkte bei Bedarf. Bei länger andauernden, chronischen Beschwerden behandeln Sie die Punkte 1-3 Mal täglich.
  • Atmung: Atme während der Akupressur langsam und tief.
  • Kreisende Bewegungen: Machen Sie mit dem Daumen, Zeigefinger oder Mittelfinger kleine kreisende Bewegungen und stimulieren Sie die Punkte.
  • Empfindlichkeit: Wenn ein Punkt sehr empfindlich ist, drücken oder massieren Sie ihn nur leicht für ca. 30 Sekunden. Wenn ein Punkt weniger empfindlich ist, drücken oder massieren Sie ihn intensiver für 20-30 Sekunden.
  • Dauer: Zunächst wird in kreisenden Bewegungen mit leichtem Druck der Akupressur-Punkt massiert. Anschließend wird der Punkt für 30 Sekunden bis 3 Minuten gehalten. Falls eine spürbare Abnahme der Empfindlichkeit eintritt oder der Punkt verstärkt schmerzt, sollte der nächste Punkt behandelt werden.
  • Achtsamkeit: Führen Sie die Akupressur und Massage immer achtsam und vorsichtig aus.

Akupressurmatten und andere Hilfsmittel

Neben den manuellen Techniken können auch Akupressurmatten hilfreich sein. Akupressurmatten fördern die Entspannung und reduzieren Stress. Sie verbessern die Durchblutung im gesamten Körper und lindern Muskelverspannungen, die Kopfschmerzen verursachen können. Lege dich täglich für 10-20 Minuten auf die Akupressurmatte.

Akupressurmatten bieten eine einfache und bequeme Möglichkeit, die Vorteile der Akupressur zu nutzen, ohne dass du spezielle Techniken erlernen musst. Die Matten können helfen, die Durchblutung zu verbessern, Verspannungen zu lösen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen, solltest du die Akupressurmatte regelmäßig verwenden. Lege dich für 10-20 Minuten auf die Matte, idealerweise in einer ruhigen Umgebung, in der du dich entspannen kannst. Du kannst die Matte auch auf einen Stuhl legen und dich darauf setzen oder sie um deinen Nacken wickeln, um gezielt Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich zu lösen.

Es gibt verschiedene Hilfsmittel, die die Akupressur-Anwendung erleichtern und effektiver gestalten. Auch der Einsatz von speziellen Akupressur-Massagegeräten kann eine gute Alternative sein.

  • Akupressur-Matte: Diese Matte ist mit etwa 4.000 bis 6.000 leichten Kunststoffspitzen bedeckt, die bei Kontakt mit der Haut viele Akupressur-Punkte gleichzeitig stimulieren. Sie kann zur Entspannung, Schmerzlinderung und Stressreduktion verwendet werden. Folgende Personengruppen sollten die Akupressur-Matte nicht anwenden: Personen mit Hauterkrankungen, offenen Wunden oder Entzündungen, Schwangere nur nach ärztlicher Rücksprache, Epileptiker, Menschen mit Blutgerinnungsstörungen.
  • Igelball: Der Igelball ist ein kleiner, stacheliger Ball, der ideal für die Selbstmassage und Stimulation von Akupressur-Punkten an Händen, Füßen und anderen Körperbereichen geeignet ist. Der kleine Helfer regt die Durchblutung und den Kreislauf an, aktiviert das Lymphsystem und hilft bei Stress und Anspannung.
  • Nadel-Roller: Der Nadel-Roller ist geeignet für die Massage der Beine oder zur gezielten Narbenbehandlung. Er verbessert die Durchblutung, Sauerstoff- und Nährstoffversorgung, lindert Schmerzen und regt die Kollagenproduktion an.
  • Fingerringe und Akupressur-Band: Fingerringe kommen zur Linderung von Arthrose-Schmerzen in den Fingern, aber auch zur Narbenbehandlung nach Operationen an der Hand oder Kapselverletzungen zum Einsatz. Das Akupressur-Band soll bei Schwangerschafts- oder Reiseübelkeit Abhilfe schaffen. Das Hilfsmittel ersetzt die Druckmassage und kann zu jeder Zeit getragen werden.
  • Massageknauf: Die kleinen Gebilde aus Hartplastik, Holz, Edelstahl oder Glas sind mit Knubbeln oder abgerundeten Spitzen versehen und ermöglichen so eine gezielte Druckausübung. Das Hilfsmittel reduziert Stress, lindert Schmerzen und verbessert die Durchblutung.
  • Akupressur-Stifte: Diese Stifte haben abgerundete Spitzen und können präzise auf einzelne Akupressur-Punkte angewendet werden. Die gezielte Stimulation spezifischer Akupressur-Punkte hilft Schmerzen zu lindern und trägt zur Stressreduktion bei.

Die OrthoMatte

Die OrthoMatte ist ein innovatives Hilfsmittel, das Akupressur und Vibration kombiniert, um die Wirkung zu maximieren. Vibration kann helfen, Muskelverspannungen zu lösen, die häufig Ursache für Kopfschmerzen sind. Durch die Vibration werden die Muskeln leicht stimuliert, was die Durchblutung verbessert und die Spannung in den Muskeln reduziert.

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Die OrthoMatte bietet eine Vielzahl von Vorteilen für Menschen, die unter Kopfschmerzen leiden. Durch die Kombination von Akupressur und Vibration kann sie helfen, die Durchblutung zu verbessern, Verspannungen zu lösen und den Energiefluss im Körper zu harmonisieren. Um die OrthoMatte optimal zu nutzen, lege dich für 10-20 Minuten darauf und schalte die Vibrationsfunktion ein. Du kannst die Intensität der Vibration an deine Bedürfnisse anpassen. Konzentriere dich auf Bereiche, die besonders verspannt sind, wie den Nacken und die Schultern.

Weitere Tipps zur Vorbeugung und Linderung von Kopfschmerzen

Neben Akupressur gibt es noch weitere Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um Kopfschmerzen vorzubeugen und zu lindern:

  • Stressmanagement: Stress ist ein häufiger Auslöser für Kopfschmerzen und Migräne mit Aura. Daher ist es wichtig, Entspannungstechniken wie Meditation, Yoga oder Atemübungen in den Alltag einzubauen. Viele ShaktiNutzer sind sich vor allem in einem einig: Der ShaktiMoment ist ein Moment, in dem man loslässt und einfach nur ist. Um sich nicht dem Gepiekse hinzugeben, muss man sich auf seine Atmung konzentrieren, was wiederum einen meditativen Aspekt hat. Viele unserer Kunden legen sich vor allem abends auf die Matte und verbinden dieses Ritual mit dem “Zur-Ruhe-Kommen” oder leiten damit das Schlafengehen ein.
  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung kann Einfluss auf das Auftreten von Migräne mit Aura haben. Es kann hilfreich sein, Trigger-Lebensmittel wie Schokolade, Käse oder bestimmte Konservierungsstoffe zu meiden. Vermeide übermäßigen Konsum von Koffein und Alkohol.
  • Hydration: Trinke ausreichend Wasser, um dehydrierungsbedingte Kopfschmerzen zu vermeiden. Auch in der kälteren Jahreszeit braucht Ihr Körper ausreichend Flüssigkeitszufuhr um leistungsfähig und gesund zu bleiben. Die richtige Trinkmenge verringert nachweislich das Risiko für Kopfschmerzen.
  • Schlaf: Zu viel oder zu wenig Schlaf kann sowohl Migräneattacken als auch Aura-Symptome auslösen.
  • Bewegung: Integriere regelmäßige Bewegung und Dehnübungen in deinen Alltag. Übung: Stellen sie sich aufrecht hin, die Füße stehen schulterbreit auseinander. Stützen Sie die Arme im Hüftbereich ab. Drehen Sie den Kopf langsam zur linken Seite, die Augen fixieren einen Punkt in der Ferne. Schieben Sie das Kinn und den Hals langsam in die Richtung des fixierten Punkts und atmen Sie dabei tief ein. Dann nehmen Sie den Kopf wieder in die Ausgangsposition zurück und atmen Sie dabei bewusst aus. Drehen Sie den Kopf zur rechten Seite. Wiederholen Sie diese Übung zu beiden Seiten 10-15 Mal pro Seite. Sehr häufig ist der Schulter-Nackenbereich bei chronischen Kopfschmerzen sehr verspannt. Stress und emotionale Einflüsse können diese Verspannungen noch verstärken. Heben Sie die Schultern in Richtung Ohren, und halten Sie die Position. Nach 5 Sekunden entspannen Sie und senken die Schultern zurück in die Ausgangsposition.
  • Vermeidung von Auslösern: Identifiziere und vermeide mögliche Auslöser für deine Kopfschmerzen. Dazu können bestimmte Nahrungsmittel, Umwelteinflüsse wie grelles Licht oder laute Geräusche, und Stresssituationen gehören. Starke Sonneneinstrahlung, blendendes Licht oder sogar bestimmte Lichtmuster können bei manchen Menschen eine Aura und letztendlich Migräne auslösen. Auch starke Gerüche oder Lärm, Chemikalien oder Parfums können empfindliche Personen belasten und Migräne verursachen.
  • Gute Haltung: Achte auf eine gute Haltung, besonders beim Arbeiten am Computer. Eine schlechte Haltung kann zu muskulären Verspannungen und dadurch zu Kopfschmerzen führen.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

In den meisten Fällen sind Kopfschmerzen harmlos und können mit einfachen Maßnahmen wie Akupressur oder Schmerzmitteln behandelt werden. Es gibt jedoch Situationen, in denen ein Arzt aufgesucht werden sollte:

  • Bei sehr starken oder plötzlich auftretenden Kopfschmerzen
  • Bei Kopfschmerzen, die von anderen Symptomen wie Fieber, Nackensteifigkeit, Sehstörungen oder neurologischen Ausfällen begleitet werden
  • Bei chronischen Kopfschmerzen, die sich trotz Behandlung nicht bessern
  • Wenn sich die Art oder Häufigkeit der Kopfschmerzen verändert

Fazit

Akupressur bietet eine natürliche und nebenwirkungsfreie Methode zur Linderung von Kopfschmerzen und Migräne. Durch die gezielte Stimulation bestimmter Punkte auf den Meridianen des Körpers kannst du Schmerzen effektiv bekämpfen und deine Lebensqualität verbessern. Diese Technik ist leicht erlernbar und kann jederzeit angewendet werden, sei es vorbeugend oder bei akuten Beschwerden. Akupressurmatten und die innovative OrthoMatte sind zusätzliche Hilfsmittel, die dir zur Entspannung verhelfen und die Wirkung der Akupressur verstärken können. Durch die regelmäßige Anwendung von Akupressur und die Nutzung von Akupressurmatten kannst du eine signifikante Linderung deiner Kopfschmerzen erreichen. Erste Erleichterung kann oft schon nach wenigen Minuten spürbar sein.

Begleitend zu der Behandlung der Kopfschmerz-Migräne-Symptomatik durch eine:n TCM-Therapeut:in können Patienten und Patientinnen mit Tuina, der chinesischen Heilmassage, über leicht erlernbare Techniken den eigenen Gesundheitszustand positiv beeinflussen. Durch Massage bestimmter Regionen und durch Akupressur ausgewählter Punkte kann der Qi-Fluss wiederhergestellt werden. Die Selbstheilungskräfte werden aktiviert, die Symptome der unterschiedlichen Kopfschmerzen können gelindert werden. Nicht nur bei einer akuten Schmerzsymptomatik, auch in der beschwerdefreien Zeit können Sie dazu beitragen, den Energiefluss zu regulieren, das Gleichgewicht des Körpers wiederherzustellen.

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Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Akupressur kein Ersatz für eine medizinische Behandlung ist. Bei schweren oder chronischen Kopfschmerzen sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

Informationen zu Migräne mit Aura

Migräne mit Aura ist eine Form von Migräne, die von bestimmten neurologischen Symptomen begleitet wird. Diese Aura tritt in der Regel vor dem eigentlichen Kopfschmerz auf und kann verschiedene Formen annehmen.

Symptome der Migräne mit Aura

  • Visuelle Aura: Diese äußert sich durch das Auftreten von flimmernden Lichtern, Blindflecken oder auch durch Zick-Zack-Linien im Sichtfeld.
  • Sensorische Aura: Dies äußert sich durch Kribbeln oder Taubheitsgefühle in bestimmten Körperregionen, meist in den Händen, Armen oder im Gesicht.
  • Sprachstörungen: Betroffene können Schwierigkeiten haben, Worte zu finden oder ihre Sprache flüssig zu formulieren.
  • Veränderung des Geruchssinns
  • Schwindelgefühle und Gleichgewichtsstörungen
  • Weitere neurologische Symptome: Sehstörungen, Hörstörungen oder motorische Einschränkungen

Die genannten Symptome treten nicht zwangsläufig bei jedem Migränepatienten auf, auch können Dauer und Intensität variieren.

Auslöser von Migräne mit Aura

  • Stress: Stress ist ein häufiger Auslöser für Migräne mit Aura.
  • Ernährung: Lebensmittel wie Käse, Schokolade, Rotwein und koffeinhaltige Getränke können bei manchen Menschen Migräne mit Aura auslösen.
  • Schlaf: Zu viel oder zu wenig Schlaf kann sowohl Migräneattacken als auch Aura-Symptome auslösen.
  • Hormonelle Veränderungen: Viele Frauen erleben Migräneattacken in Verbindung mit ihrem Menstruationszyklus.
  • Umwelteinflüsse: Starke Sonneneinstrahlung, blendendes Licht oder sogar bestimmte Lichtmuster können bei manchen Menschen eine Aura und letztendlich Migräne auslösen. Starke Gerüche oder Lärm, Chemikalien oder Parfums können empfindliche Personen belasten und Migräne verursachen.

Auslöser von Migräne mit Aura können individuell variieren. Was bei einer Person zu einer Attacke führt, muss nicht zwangsläufig bei einer anderen Person ebenfalls Migräne auslösen.

Tipps zur Behandlung von Migräne mit Aura

  • Stressmanagement: Entspannungstechniken wie Meditation, Yoga oder Atemübungen in den Alltag einbauen.
  • Ernährung: Trigger-Lebensmittel wie Schokolade, Käse oder bestimmte Konservierungsstoffe meiden.
  • Akupressur: Spezielle Akupressurpunkte, die bei Migräne mit Aura helfen können, nutzen.
  • Medikamentöse Therapien: In einigen Fällen kann es notwendig sein, auf verschreibungspflichtige Medikamente zurückzugreifen.
  • Vorbeugende Maßnahmen: Ergreifen, um das Auftreten von Migräneattacken zu reduzieren.

Weitere Informationen und Ressourcen

  • Dr. Zoltan Medgyessy
  • Dr. Alexander Mauskop: Ein Gespräch mit Dr. Mauskop kann auf seiner Homepage abgerufen werden.
  • AG TCM (Arbeitsgemeinschaft Traditionelle Chinesische Medizin): Die AGTCM setzt sich für höchste Qualitätsstandards in der Ausbildung und Praxis der TCM ein. Nutzen Sie die Therapeut:innen-Suche, um erfahrene Fachleute mit höchsten Ausbildungsstandards in Ihrer Nähe zu finden.
  • TCM-Podcast der AGTCM: Expert:innen der AGTCM geben praxisnahe Einblicke in Therapien, Anwendungsgebiete und aktuelle Themen rund um Gesundheit und Prävention.

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