Chronische Kopfschmerzen und Migräne sind weit verbreitete Leiden, die die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen können. Die ständige Einnahme von Schmerzmitteln zur Bekämpfung dieser Beschwerden ist jedoch keine langfristige Lösung. In Erding und anderswo suchen viele Menschen nach alternativen Therapieansätzen, um die Ursachen ihrer Kopfschmerzen zu behandeln und die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken zu reduzieren. Die Akupunktur, eine traditionelle chinesische Heilmethode (TCM), hat sich dabei als vielversprechende Option erwiesen. Dieser Artikel beleuchtet die Anwendung der Akupunktur bei Migräne, die zugrunde liegenden Prinzipien, die wissenschaftliche Evidenz und weitere alternative Behandlungsmethoden, die in Erding verfügbar sind.
Ursachen und Zusammenhänge von Kopfschmerzen und Migräne
Migräne und chronische Kopfschmerzen haben oft einen ähnlichen Ursprung, wobei die Grenzen zwischen den beiden Zuständen fließend sein können. Verspannungen und Blockaden im Bereich der Hals- und Nackenpartie, insbesondere im Bereich des ersten und zweiten Halswirbels, können häufige Auslöser für Kopfschmerzen sein. Auch ein Beckenschiefstand kann eine Ursache für chronische Kopfschmerzen sein, die zu Folgebeschwerden entlang der gesamten Skelettstruktur führen können.
Fehlstellungen der Halswirbelsäule, sogenannte Subluxationen, können ebenfalls Kopfschmerzen verursachen. Von besonderer Bedeutung sind dabei die beiden oberen Halswirbel, an denen die Arteria vertebralis (Wirbelarterie) links und rechts entlangführt. Diese Arterie ist für die Blutversorgung des Gehirns zuständig. Halswirbelsäulenfehlstellungen können zu einer Mangeldurchblutung durch Lumenverkleinerung der Arteria vertebralis führen, was wiederum Organinsuffizienzen (Auge, Ohr) verursachen kann.
Akupunktur: Eine traditionelle Heilkunst
Die Akupunktur ist eine über 2000 Jahre alte Heilmethode aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Sie basiert auf dem Konzept der Energiebahnen, den Meridianen, durch die die Lebensenergie „Qi“ fließt. Durch das gezielte Setzen von feinen Nadeln an spezifischen Punkten entlang dieser Meridiane soll das energetische Gleichgewicht im Körper wiederhergestellt und harmonisiert werden.
Wirkungsweise der Akupunktur
Die Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. beschreibt die Wirkung der Akupunktur wie folgt: „Die heilende Wirkung kommt u.a. dadurch zustande, dass der stimulierende Reiz der Nadeln im Gehirn eine vermehrte Ausschüttung schmerzlindernder und stimmungsaufhellender Substanzen auslöst, die oft auch als „Glückshormone“ bezeichnet werden.“
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Ein geschulter Akupunkteur identifiziert die spezifischen Akupunkturpunkte auf dem Körper, die mit bestimmten Organen oder Körperfunktionen verbunden sind. Diese Punkte liegen entlang der Meridiane, den Energiebahnen des Körpers. Feine, sterile Nadeln werden in die ausgewählten Akupunkturpunkte eingeführt und können leicht gedreht oder bewegt werden, um eine Stimulation zu erzeugen. Die Tiefe und der Winkel, in dem die Nadeln eingeführt werden, können variieren, abhängig von der spezifischen Behandlung und den Bedürfnissen des Patienten.
Akupunktur kann die Freisetzung von körpereigenen Substanzen wie Endorphinen, Serotonin und anderen Neurotransmittern stimulieren. Diese Substanzen können schmerzlindernd, stimmungsaufhellend und entspannend wirken.
Akupunkturbehandlung und Richtlinien
Die Planung und Durchführung von Akupunkturbehandlungen richtet sich nach individuellen Erfordernissen und dem Gesundheitszustand des jeweiligen Patienten. Um die bestmöglichen Ergebnisse zu gewährleisten, wird ein spezifischer Behandlungsplan entwickelt, der sich über mehrere Wochen erstreckt.
Zu Beginn der Behandlung ist es üblich, dass Patienten innerhalb der ersten Wochen mehrfach behandelt werden, mit Sitzungen, die wenige Tage bis eine Woche auseinanderliegen. Dies dient dazu, den Fortschritt genau zu verfolgen und die Therapie bei Bedarf feinzujustieren. Nach den initialen Terminen kann der Zeitraum zwischen den Sitzungen je nach Reaktion des Patienten auf die Therapie und der Art der behandelten Beschwerden angepasst werden.
Anwendung der Akupunktur bei Migräne
Akupunktur wird bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt, darunter auch bei Migräne. Studien haben gezeigt, dass Akupunktur die Häufigkeit, Dauer und Intensität von Migräneattacken reduzieren kann. Die Akupunktur kann auch dazu beitragen, Begleitsymptome wie Übelkeit und Erbrechen zu lindern.
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Die Akupunkturbehandlung bei Migräne zielt darauf ab, das energetische Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen, Verspannungen zu lösen und die Freisetzung von schmerzlindernden Substanzen zu fördern. Die spezifischen Akupunkturpunkte, die bei der Behandlung von Migräne verwendet werden, können je nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten variieren.
Wrist-Ankle-Akupunktur (WAA)
Eine spezielle Form der Akupunktur, die in Erding angewendet wird, ist die Wrist-Ankle-Akupunktur (WAA). Diese Methode wurde 1965 von Prof. Zhang eingeführt und ist weitestgehend schmerzlos, was sie auch für Patienten mit Angst vor Nadeln geeignet macht. Bei der WAA werden Akupunkturpunkte an Handgelenk und Knöchel stimuliert, um eine Wirkung auf den gesamten Körper zu erzielen. Die Methode ist sicher, da keine Organe, große Gefäße oder Nerven verletzt werden können, und sie bringt oft unmittelbare Ergebnisse.
Weitere alternative Behandlungsmethoden in Erding
Neben der Akupunktur gibt es in Erding eine Reihe weiterer alternativer Behandlungsmethoden, die bei Kopfschmerzen und Migräne eingesetzt werden können:
- Chiropraktik und Osteopathie: Diese Therapieansätze konzentrieren sich auf die Behandlung von Fehlstellungen und Blockaden im Bereich der Wirbelsäule und des Beckens. Durch manuelle Techniken werden Verspannungen gelöst und die Beweglichkeit der Gelenke wiederhergestellt.
- Integrative Wirbelsäulentherapie: Diese sanfte Methode mobilisiert Wirbel, Gelenke, Knochen und Muskeln und bringt sie behutsam in ihre ursprüngliche Position zurück. Sie ist eine risikoarme Form der manuellen Therapie, besonders im Bereich der Halswirbelsäule.
- Neuraltherapie: Mit Hilfe der Neuraltherapie werden Störungen bzw. Irritationen des vegetativen Nervensystems beseitigt. Sie eignet sich für Patienten mit Schmerzzuständen ohne erkennbare Ursache oder bei chronischen Beschwerden wie Migräne.
- Blutegeltherapie: Blutegel gehören zu den ausleitenden Naturverfahren. Durch ihren Speichel werden verschiedene Bestandteile in den Körper injiziert, die blutgerinnungshemmend, antithrombotisch, lymphstrombeschleunigend und entzündungshemmend wirken. Die Blutegeltherapie kann bei Kopfschmerzen, Bluthochdruck und Schwindel eingesetzt werden.
- Schröpfen: Beim Schröpfen werden Schröpfgläser auf dem Rücken aufgesetzt, wodurch ein Vakuum entsteht. Dies regt die Durchblutung und den Lymphabfluss an, wodurch Schlacken besser abgetragen und der Stoffwechsel angeregt werden können.
- Ohrakupunktur: Die Ohrakupunktur wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von dem französischen Arzt Paul Nogier entwickelt. Durch die Reizung von Reflexzonen am Ohr können Schmerzen behandelt und das Nervensystem, die Hormone und die Psyche beeinflusst werden.
- Psychokinesiologie: Diese Methode verbindet Körperarbeit und Psychotherapie, um im Unterbewusstsein gespeicherte seelische Konflikte bewusst zu machen und aufzulösen. Sie kann bei Schmerzen, allergischen Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und psychischen Problemen helfen.
- Orthomolekulare Medizin: Die Orthomolekulare Medizin konzentriert sich auf die Prävention von Erkrankungen durch die Zufuhr von ausreichend Nährstoffen. Besonders Schwangere, stillende Mütter, Kinder, ältere Menschen und abwehrgeschwächte Menschen profitieren von dieser Methode.
- Hypnose: Der Einsatz von Hypnose ist wissenschaftlich und klinisch anerkannt. Bereits wenige Sitzungen können eine deutliche Veränderung bewirken.
Weitere Angebote für Gesundheit und Wohlbefinden in Erding
Neben den spezifischen Therapieangeboten gibt es in Erding eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten, die Gesundheit und das Wohlbefinden zu fördern:
- Kurse zur Geburtsvorbereitung: Diese Kurse helfen Schwangeren, sich optimal auf die Geburt vorzubereiten und mit Ängsten und Unsicherheiten umzugehen. Sie lernen verschiedene Positionen und Bewegungen kennen, um mit dem Geburtsschmerz umzugehen und ihrem Körper zu vertrauen.
- Beckenboden-Training nach der Geburt: Diese Kurse beschäftigen sich mit sanftem Beckenboden-Training, um die Muskelpartien, die sich während der Schwangerschaft und Geburt verändert haben, wieder zu kräftigen.
- Stillberatung: Stillberatungen unterstützen werdende Mütter bei einer wunderbaren Stillbeziehung und helfen bei Herausforderungen und Unsicherheiten.
- Workshops zum Thema Stoffwindeln: In diesen Workshops erfahren Eltern alles Wichtige rund ums Thema Stoffwindeln mit viel Informations- und Anschauungsmaterial.
- Naturheilpraxen: In Naturheilpraxen werden Patienten mit naturheilkundlichen Verfahren und moderner, funktioneller Diagnostik begleitet. Die Schwerpunkte liegen oft auf Darm & Verdauung, Allergie & Haut, Histamin & HPU sowie Hormone & Frauenheilkunde.
- Neurozentren: In Neurozentren werden Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen behandelt. Dabei stehen Einfühlungsvermögen, eine moderne Behandlungsweise und eine enge Patientenbindung im Mittelpunkt.
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