Alzheimer: Anzeichen, frühe Symptome und was Sie in der Apotheke erfahren

Die Alzheimer-Krankheit ist eine fortschreitende neurodegenerative Erkrankung des Gehirns, die vor allem ältere Menschen betrifft. Sie ist die häufigste Form der Demenz und führt zu einem stetigen Verlust kognitiver Fähigkeiten. Dieser Artikel beleuchtet die Anzeichen, frühen Symptome und die Rolle der Apotheke bei der Information und Unterstützung im Umgang mit dieser Krankheit.

Was ist die Alzheimer-Krankheit?

Die Alzheimer-Krankheit, benannt nach dem deutschen Neurologen Alois Alzheimer, der sie 1906 erstmals beschrieb, ist eine hirnorganische Krankheit, die zu einem Abbau der Nervenzellen im Gehirn führt. Dies führt zu zunehmenden Einschränkungen der Fähigkeiten der Erkrankten. Kennzeichnend für die Erkrankung ist der langsam fortschreitende Untergang von Nervenzellen und Nervenzellkontakten. Im Gehirn von Alzheimer-Kranken sind typische Eiweißablagerungen (Amyloid-Plaques und Tau-Fibrillen) festzustellen. Diese "Eiweißmüllhaufen" lagern sich um die Nervenzellen herum ab, schädigen sie und führen schließlich zu deren Absterben, was zum charakteristischen Gehirnabbau führt.

Wer ist betroffen?

Der größte Risikofaktor für die Entwicklung einer Alzheimer-Krankheit ist das Alter. Die meisten Betroffenen sind älter als 80 Jahre, nur in seltenen Fällen beginnt die Krankheit vor dem 65. Lebensjahr. Bei Menschen zwischen 65 und 69 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit zu erkranken bei knapp zwei Prozent, bei 75- bis 79-Jährigen bei mehr als sieben Prozent und bei über 90-Jährigen bei etwa 40 %. Entgegen weit verbreiteter Befürchtungen sind erbliche Formen der Alzheimer-Krankheit sehr selten (weniger als drei Prozent aller Fälle). Allerdings kann das Risiko vierfach erhöht sein, wenn nahe Verwandte betroffen sind. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man zwangsläufig erkranken wird. Nikotinkonsum zählt zu den Risikofaktoren einer Alzheimer-Erkrankung.

Frühe Anzeichen und Symptome

Der Prozess des Abbaus von Nervenzellen im Gehirn beginnt viele Jahre vor dem Auftreten der ersten Symptome. An deren Beginn stehen in den meisten Fällen leichtgradige, aber messbare Einschränkungen von kognitiven Fähigkeiten. Die Einschränkungen sind aber noch so gering, dass sie sich nicht auf alltägliche Aufgaben auswirken. Meist ist vor allem das Kurzzeitgedächtnis betroffen. Diesen Zustand bezeichnet man als "Leichte Kognitive Beeinträchtigung" oder auf Englisch "Mild Cognitive Impairment" (MCI).

Im frühen Krankheitsstadium stehen Beeinträchtigungen des Kurzzeitgedächtnisses im Vordergrund. Die Erkrankten können sich den Inhalt von Gesprächen nicht einprägen oder finden abgelegte Gegenstände nicht mehr wieder. Zusätzlich bestehen Störungen des planenden und organisierenden Denkens, Wortfindungs- und Orientierungsstörungen. Menschen mit Demenz erleben in diesem Stadium oft bewusst, dass sie etwas vergessen. Sie sind verwirrt, weil andere Menschen Dinge behaupten, an die sie sich nicht erinnern können. Dies wirkt bedrohlich für sie und es kommt vermehrt zu peinlichen Situationen. Je nach Persönlichkeitsstruktur reagieren die Erkrankten depressiv, aggressiv, abwehrend oder mit Rückzug. Sie versuchen, eine „Fassade“ aufrechtzuerhalten.

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Alzheimer-Experten nennen zehn frühe Anzeichen einer Demenz:

  1. Gedächtnislücken, die das tägliche Leben stören. Betroffene vergessen beispielsweise wichtige Termine oder denken nicht daran, den Herd auszuschalten. Ihren Alltag können sie nur noch mit Notizzetteln organisieren.
  2. Schwierigkeiten beim Planen oder Lösen von Problemen. Betroffenen Personen fällt es schwer, etwas vorausschauend zu planen. Sie können sich nicht mehr längere Zeit konzentrieren. Für vieles benötigen sie mehr Zeit als zuvor und machen Fehler.
  3. Schwierigkeiten beim Erledigen vertrauter Aufgaben. Alltägliche Handlungen stellen plötzlich eine große Herausforderung dar. Beispielsweise das Kochen oder Backen nach altbekannten Rezepten klappt auf einmal nicht mehr. Oder an die Regeln eines vertrauten Spiels kann sich nicht mehr erinnert werden.
  4. Verwirrung in Bezug auf Zeit oder Ort. Die Betroffenen können Orte und Zeitabstände nicht mehr einordnen. Sie vergessen zum Beispiel das Jahr und die Jahreszeit. Die Uhr können sie nicht mehr lesen. Sie stehen in einer Straße und wissen nicht mehr, wo sie sind und wie sie nach Hause kommen.
  5. Verständnisprobleme bei Bildern und räumlichem Denken. Viele Betroffene haben Mühe, Bilder zu erkennen und räumliche Dimensionen zu erfassen. Kontraste und Farben nehmen sie schlechter wahr. Schwächen zeigen sich auch beim Wiedererkennen vertrauter Gesichter.
  6. Probleme beim Sprechen oder Schreiben. Oft fällt es den betroffenen Personen schwer, einer Unterhaltung zu folgen oder gar aktiv an einem Gespräch teilzunehmen. Sie verlieren den Faden, benutzen unpassende Füllwörter oder haben Wortfindungsschwierigkeiten. Typisch sind auch häufige Wiederholungen.
  7. Verlegen von Dingen und die Unfähigkeit, sich an die Schritte davor zu erinnern. Alzheimer-Erkrankte lassen häufig Gegenstände liegen oder verlegen sie an ungewöhnliche Stellen. Sie vergessen nicht nur, wo diese Dinge sind, sondern auch, wozu sie genutzt werden. So landet beispielsweise die Brille im Kühlschrank oder die Butterdose im Wohnzimmer.
  8. Vermindertes Urteilsvermögen. Bei Menschen mit Alzheimer verändert sich häufig die Urteils- und Entscheidungsfähigkeit, beispielsweise bei der Kleiderwahl (Winterstiefel im Sommer) oder beim Umgang mit Geld.
  9. Rückzug von der Arbeit oder von sozialen Aktivitäten. Betroffene geben oft ihre Hobbys auf. Sie gehen immer weniger sozialen oder sportlichen Aktivitäten nach. Sie bemerken die Veränderungen an sich, die sie verunsichern und ziehen sich deshalb zurück.
  10. Veränderungen in der Stimmung oder der Persönlichkeit. Starke Stimmungsschwankungen ohne erkennbaren Grund können Folge einer Alzheimer-Erkrankung sein. Auch ausgeprägte Persönlichkeitsveränderungen treten auf. Typisch sind plötzliches Misstrauen, aggressives Verhalten oder Gefühle von Traurigkeit und Ratlosigkeit.

Es ist weniger von Bedeutung, dass man seinen Schlüssel verlegt hat. Wichtiger dagegen ist, ob man die richtigen Maßnahmen ergreifen kann, um ihn wiederzufinden oder ob man komplexere Aufgabe wie das Ausfüllen von Formularen schafft - auch wenn man dabei unterbrochen wird. Vorausschauend zu denken, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen, Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen liefern einen besseren Hinweis auf eine Verschlechterung der geistigen Leistungsfähigkeit als ab und zu etwas zu vergessen.

Verlauf der Alzheimer-Erkrankung

Die Alzheimer-Krankheit entwickelt sich schleichend und durchläuft verschiedene Stadien:

  • Frühstadium: Beeinträchtigungen des Kurzzeitgedächtnisses, Wortfindungsstörungen und Orientierungslosigkeit stehen im Vordergrund.
  • Mittleres Stadium: Die Einschränkungen von Gedächtnis, Denkvermögen und Orientierung nehmen zu. Betroffene brauchen zunehmend Hilfe bei alltäglichen Aufgaben. Auch die Wahrnehmung der eigenen Krankheit geht weitgehend verloren. Weiterhin können ausgeprägte Veränderungen des Verhaltens hinzukommen.
  • Spätstadium: Es besteht ein hochgradiger geistiger Abbau. Die Sprache beschränkt sich auf wenige Worte oder versiegt ganz. Die Erkrankten sind bei allen Verrichtungen des täglichen Lebens auf Hilfe angewiesen.

Die durchschnittliche Alzheimer-Lebenserwartung beträgt etwa acht Jahre nach Diagnose, kann aber zwischen zwei und über 20 Jahren variieren, abhängig vom Alter bei Erkrankungsbeginn und individuellen Faktoren.

Diagnose

Sofern Warnsignale vorliegen, zum Beispiel Vergesslichkeit für wiederkehrende Ereignisse und alltägliche Begebenheiten, Wortfindungsstörungen oder Orientierungseinbußen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Gerade bei leichten, beginnenden Einbußen ist es empfehlenswert, - nach Absprache mit dem Hausarzt - einen Facharzt (Neurologe bzw. Psychiater) oder eine Gedächtnissprechstunde aufzusuchen.

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Eine frühzeitige Alzheimer-Diagnose ist entscheidend, da Behandlungen am wirksamsten sind, wenn sie rechtzeitig beginnen. Die Diagnostik umfasst heute neben der klinischen Untersuchung und neuropsychologischen Tests auch moderne Biomarker-Verfahren. Standardisierte Tests helfen dabei, die geistigen Leistungen und Fähigkeiten eines Menschen einzuschätzen. Dabei ist es wichtig, zu prüfen, wie gut Betroffene noch ihren Alltag bewältigen können. Besonders bekannt sind dabei Kurztests wie der Mini-Mental-Status-Test (MMST), der Montreal Cognitive Assessment Test (MoCA) oder der DemTect, der speziell zur Demenz-Erkennung entwickelt wurde.

  • Mini-Mental-Status-Test (MMST): Ein Test, der aus einer Kombination aus einfachen Fragen und Handlungsaufforderungen besteht. So findet der Arzt leicht heraus, wie es um die Fähigkeit bestellt ist, sich Dinge zu merken, sich zeitlich und örtlich zu orientieren, wie lange der Betroffene aufmerksam bleibt und sich an kürzlich Gesagtes erinnern und dieses wiedergeben kann.
  • Uhrentest: Hier bittet der Arzt oder die Ärztin den Patienten oder die Patientin, eine Uhr mit zwölf Zahlen, zwei Zeigern und die vom Arzt genannte Uhrzeit zu zeichnen.
  • DemTect: Dabei handelt es sich um einen Test zur Früherkennung von Demenzen und leichten kognitiven Störungen. Dem Patienten werden 10 Begriffe (Hund, Katze, Tisch, Stuhl usw.) vorgelesen und er muss diese in egal welcher Reihenfolge wiederholen. Des Weiteren soll er Dinge angeben, die er im Supermarkt kaufen kann. Für jede Aufgabe werden Punkte vergeben.
  • Shulmann-Uhrentest: Beim Uhren-Zeichen-Test nach Shulmann handelt es sich um einen Schnell-Test, um dementielle Erkrankungen festzustellen. Es gibt ein Punktesystem von eins bis sechs, welche nach verschiedene Kriterien wie korrektes Eintragen eines Ziffernblatts und korrekte Zeigereinstellung vergeben werden. Wie im Schulnotensystem bedeutet ein Punkt hier alles wurde korrekt gezeichnet, bei vier Punkten finden sich schon deutliche Einschränkungen wie fehlende Ziffern im Ziffernblatt, falsche Zahlen (>12) oder deutlich verschobene Abstände zwischen den Stundenzahlen.

Besonders wichtig sind Untersuchungen des Nervenwassers (Liquor), in dem sich charakteristische Eiweißveränderungen nachweisen lassen. Blutuntersuchungen helfen, andere Ursachen der Symptome wie zum Beispiel Infektionen, Vitaminmangel oder eine Schilddrüsenunterfunktion auszuschließen. Bluttests zur Alzheimer-Diagnostik sind noch nicht als alleinige Diagnosemethode geeignet. Bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT) können typische Schrumpfungen bestimmter Gehirnbereiche sichtbar machen, während spezielle PET-Scans Amyloid-Ablagerungen bereits früh erkennen können.

Behandlung

Da sich die geschädigten Nervenzellen nicht durch Medikamente reparieren lassen, ist die Demenz nicht heilbar. Das grundsätzliche Ziel der Demenzbehandlung liegt daher darin, den Patienten oder die Patientin so lange wie möglich geistig fit zu halten. Der Behandlungsansatz liegt darin, Medikamente mit nicht-medikamentösen Therapien zu kombinieren.

Medikamentöse Therapie

Lange Zeit konnten nur die Symptome der Alzheimer-Krankheit behandelt werden. In der Behandlung von Patienten mit Demenzerkrankungen spielen Medikamente eine wichtige Rolle. Sie werden zur Stabilisierung der geistigen Leistungsfähigkeit und der Alltagsbewältigung, zur Milderung von Verhaltensstörungen und in manchen Fällen auch zur Verhinderung weiterer Schädigungen des Gehirns eingesetzt.

Aktuell sind Medikamente in der Entwicklung, die in einem sehr frühen Stadium der Alzheimer-Krankheit den Krankheitsverlauf verzögern sollen. Zwei dieser Medikamente - Lecanemab (Handelsname "Leqembi") und Donanemab (Handelsname "Kisunla") - sind 2025 in der Europäischen Union zugelassen worden und stehen seit September bzw. November 2025 auch für die Behandlung zur Verfügung. Da beide Wirkstoffe mit starken Nebenwirkungen verbunden sein können, sind für die Behandlung damit strenge Richtlinien erlassen worden. Lecanemab ist ein Antikörper, der die schädlichen Plaques im Gehirn erkennt und zur Beseitigung markiert. In Studien konnte der kognitive Abbau binnen 18 Monaten um 27 % verlangsamt werden. Zwar ist dies noch kein Heilmittel, aber ein wichtiger Durchbruch in der Alzheimer-Therapie. Lecanemab eignet sich nur für eine ganz bestimmte Gruppe von Menschen mit Alzheimer. Nur Menschen im Frühstadium der Alzheimer-Krankheit kommen dafür infrage. Wer das Medikament bekommt, muss medizinisch sehr aufmerksam begleitet werden, weil auch starke Nebenwirkungen möglich sind. Die Behandlung ist aufwendig: Alle 14 Tage ist eine einstündige Infusion nötig. Weitere ähnliche Medikamente sind aber bereits in der Entwicklung.

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Acetylcholinesterase-Hemmer wirken einem Acetylcholinmangel entgegen. Acetylcholin ist für die Informationsübertragung zwischen den Nerven wichtig. Acetylcholinesterase-Hemmer verhindern, dass das Enzym Acetylcholinesterase Acetylcholin abbaut. Bei fortgeschrittener Alzheimer-Demenz verschreiben sie eher den Wirkstoff Memantin, der auf den Botenstoff Glutamat einwirkt.

Nicht-medikamentöse Therapie

Neben der medikamentösen Alzheimer-Behandlung spielen nicht-medikamentöse Therapien eine wichtige Rolle. Zur Behandlung gehören auch die geistige und körperliche Aktivierung der Betroffenen, die richtige Weise des Umgangs, die bedarfsgerechte Gestaltung der Wohnung und die Beratung der Angehörigen.

Die nicht-medikamentöse Therapie von Alzheimer-Demenz gilt mittlerweile als wichtiger Bestandteil der Behandlung. Das Ziel dieser Therapieform ist es, Betroffene so lang wie möglich aktiv in den Alltag und in das soziale Leben zu integrieren. Durch die Biographiearbeit werden bei den Betroffenen gezielt Erinnerungen und Erlebnisse aktiviert, etwa durch den Einsatz von Fotos, Erzählungen, Musik oder Düften. Das Wissen über die Biografie der erkrankten Person unterstützt auch Angehörige dabei, im Alltag angemessener auf deren Verhalten zu reagieren. Ziel dieser Methode ist es, die geistige Aktivität zu fördern und die Stimmung der erkrankten Person zu verbessern.

Weitere nicht-medikamentöse Therapieansätze:

  • Ergotherapie: Alltagskompetenzen werden durch funktionelle, spielerische, handwerkliche oder gestalterische Aktivitäten gestärkt.
  • Kognitive Stimulation: Verbessert bei Alzheimer-Patienten im frühen bis mittleren Stadium die Wahrnehmung, das Lernen und das Gedächtnis. Dazu zählen einfache Wort-, Zahlen- oder Ratespiele sowie die Aktivierung des Langzeitgedächtnisses durch Gespräche über frühere Erlebnisse oder persönliche Gegenstände.
  • Musiktherapie: Kann in allen Phasen der Erkrankung positive Effekte erzielen. Sowohl das aktive Musizieren als auch das Hören von Musik rufen oft angenehme Erinnerungen und Emotionen hervor, insbesondere in einer Gruppe. Auch die Tanztherapie kann in allen Stadien einer Alzheimer-Demenz förderlich sein.
  • Kreativtherapien: Wie Malen und Kunst können ebenfalls das Wohlbefinden steigern.
  • Snoezelen: Eine Methode zur Sinnesstimulation, bei der gezielt die Sinne der Betroffenen aktiviert werden. Vertraute Klänge, Düfte und Geschmäcker können stimulierend wirken und das Wohlbefinden steigern.
  • Lichttherapie: Erste Studien deuten darauf hin, dass Lichttherapie die Schlafqualität verbessern kann.
  • Tiergestützte Therapie: Mehrere Studien belegen, dass Tiere beruhigend auf Menschen mit Demenz wirken können. Besonders die nonverbale Kommunikation ist hilfreich, wenn verbale Fähigkeiten nachlassen.
  • Realitätsorientierungstraining (ROT): Diese Art der Therapie bietet den Betroffenen aktiv Informationen zu Zeit und Ort, etwa durch große Uhren, Kalender oder Raumbeschilderungen.
  • Bewegungstherapie: Kann dabei helfen, körperlichen Beschwerden entgegenzuwirken. Zudem werden das Verhalten und die Körperwahrnehmung positiv beeinflusst.
  • Verhaltenstherapie: Ist eine psychotherapeutische Methode für Demenzpatienten im Frühstadium, die bei Depressionen hilft.

Tipps für den Umgang mit Demenzkranken

  • Seien Sie im Umgang mit Ihrem Angehörigen geduldig und unterstützen Sie ihn darin, Ihnen gut folgen und Sie verstehen zu können. Dafür ist es wichtig, langsam und deutlich zu sprechen und wichtige Dinge zu wiederholen.
  • Demenzkranke verhalten sich oft anders, als Sie es von ihnen gewohnt sind. Zeigen Sie Verständnis, wenn der oder die Betroffene unter Ängsten leidet oder niedergeschlagen ist.
  • Sorgen Sie für eine ruhige und stressfreie Umgebung.
  • Medikamente, die eingenommen werden, sollten kontrolliert werden und ggf. angepasst werden.

Vorbeugung

Obwohl Alzheimer bisher nicht bei allen Menschen verhindert werden kann, deuten Studien darauf hin, dass bestimmte Faktoren das Erkrankungsrisiko senken können. Zu den wichtigsten präventiven Maßnahmen gehören regelmäßige körperliche Bewegung, gesunde Ernährung (insbesondere mediterrane Kost), geistige Aktivität und die Pflege sozialer Kontakte. Keller hält es für wichtig, zunächst körperliche Ursachen wie Bluthochdruck, Diabetes, Depressionen, Hörverlust und Schlafstörungen auszuschließen oder zu behandeln sowie soziale Isolation und übermäßigen Alkoholkonsum abzubauen. Zeichnet sich eine Demenz ab, so ist es von Vorteil, rechtzeitig über Dinge wie eine Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht nachzudenken. Eine Demenz ist nicht heilbar, deshalb ist es besonders wichtig, schon im mittleren Alter vorzubeugen, indem man nicht raucht, körperlich aktiv ist, Normalgewicht hält, sich gesund ernährt und Blutdruck, Cholesterinspiegel und Blutzuckerspiegel kontrolliert.

Nach aktuellem Stand der Forschung kann das Vermeiden von begünstigenden Faktoren das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, minimieren.

Die Rolle der Apotheke

Die Apotheke spielt eine wichtige Rolle bei der Information und Beratung von Betroffenen und Angehörigen. Apotheker können Auskunft über Medikamente, nicht-medikamentöse Therapien und unterstützende Maßnahmen geben. Sie können auch auf Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen verweisen. Apotheken sollten auf Auffälligkeiten im Gespräch achten: Wiederholt sich der Patient häufig? Hat er Schwierigkeiten, die richtigen Worte zu finden? Hat er Schwierigkeiten beim Zahlvorgang? Auch wenn die Gedächtnisstörungen von Mal zu Mal deutlicher werden und Symptome mangelnder Urteilsfähigkeit wie das Tragen wetterunpassender Kleidung seien Hinweise.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Medizinern geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung in Ihrer Apotheke ersetzen. Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

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