Alzheimer Gesellschaft: Unterstützung und Begleitung im Umgang mit Demenz

Die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzerkrankungen stellen Betroffene, Angehörige und die Gesellschaft vor große Herausforderungen. Umfassende Informationen, individuelle Unterstützung und eine offene Auseinandersetzung mit der Krankheit sind unerlässlich, um Betroffenen ein würdevolles Leben zu ermöglichen und Angehörige zu entlasten. Die Alzheimer Gesellschaften, wie die in Lüneburg und Hagen, spielen dabei eine zentrale Rolle.

Gedächtnisambulanzen: Anlaufstellen für Diagnostik und Therapie

Ein wichtiger Baustein in der Versorgung von Menschen mit Demenz sind Gedächtnisambulanzen. Diese Einrichtungen sind auf die Diagnostik von Gedächtnisproblemen spezialisiert. In Deutschland gibt es rund 160 dieser Einrichtungen, die auch als Memory Kliniken oder Gedächtnissprechstunden bezeichnet werden. Ärztinnen, Ärzte und andere Fachkräfte untersuchen dort, welche Ursachen den Gedächtnisproblemen zugrunde liegen und ob eine Demenzerkrankung wie Alzheimer vorliegt. Die Überweisung erfolgt durch die Hausärztin oder den Hausarzt. Mit den neuen Alzheimer-Medikamenten kommt den Gedächtnisambulanzen eine zusätzliche Rolle zu: Erste Zentren koordinieren bereits die notwendigen Schritte für eine mögliche Behandlung mit Leqembi oder Kisunla und begleiten die erforderlichen Untersuchungen.

Auswahl von Gedächtnisambulanzen in Deutschland

Um eine geeignete Einrichtung in der Nähe zu finden, kann man sich an folgende Gedächtnisambulanzen wenden:

Die Alzheimer Gesellschaft Lüneburg: Ein Leuchtturm der Unterstützung

Die Alzheimer Gesellschaft Lüneburg e.V. wurde 1997 gegründet, um die Gesellschaft mit Demenz zu konfrontieren und die Angst und Verdrängung darüber abzubauen. Was mit wenigen Angestellten begann, hat sich zu einem bedeutenden Verein mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern entwickelt.

Motivation und Ziele

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter werden durch persönliche Erfahrungen, Beobachtungen in anderen Familien oder das Interesse motiviert, Angehörigen und Betroffenen zu helfen, die nicht wissen, wie sie mit der Krankheit umgehen sollen. Ziel ist es, Betroffenen und ihren Familien in dieser schwierigen Situation zur Seite zu stehen und ihnen Wege aufzuzeigen, mit der Krankheit umzugehen.

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Angebote und Leistungen

Die Alzheimer Gesellschaft Lüneburg bietet ein breites Spektrum an Leistungen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen:

  • Beratung und Information: Betroffene und Angehörige erhalten umfassende Informationen über die Krankheit, ihre Verlaufsformen, Behandlungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote.
  • Individuelle Unterstützung: Die Gesellschaft vermittelt ehrenamtliche Betreuer, die stundenweise die Betreuung von Demenz-Patienten übernehmen. Dies entlastet die Angehörigen und ermöglicht den Betroffenen, so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben.
  • Betreuungsgruppen: Drei Mal pro Woche finden Betreuungsgruppen statt, in denen sich Betroffene austauschen, gemeinsam Freizeitaktivitäten unternehmen und professionell betreut werden.
  • Angehörigengruppen: Angehörige lernen in speziellen Gruppen, wie sie mit den Betroffenen umgehen sollen, um es ihnen und sich selbst leichter zu machen, mit der Krankheit zu leben.
  • Schulungen und Fortbildungen: Die Alzheimer Gesellschaft bietet Schulungen und Fortbildungen für ehrenamtliche Betreuer an, um eine qualifizierte und kompetente Betreuung sicherzustellen.

Ehrenamtliche Betreuer: Das Herzstück der Gesellschaft

Die Alzheimer Gesellschaft Lüneburg wird von vielen verschiedenen ausgebildeten, ehrenamtlichen Betreuern unterstützt - vom Demenzbegleiter bis zum Laienhelfer. Wichtig ist dabei die sehr spezielle Ausbildung der Betreuer, um auf die richtige Art und Weise mit den Demenzerkrankten umgehen zu können und ihnen das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu geben.

Wertschätzung und Förderung

Die Alzheimer Gesellschaft legt großen Wert auf die persönliche Wertschätzung der Betroffenen. Ziel ist es, sie bei dem zu fördern, was sie gut können, und ihre Defizite dabei bei Seite zu lassen. Die Gäste werden wirklich ernst genommen und nicht auf ihre Krankheit reduziert. Dabei wird viel Wert auf soziale Kontakte gelegt, die die Betroffenen mit Spaß in den Gruppen knüpfen können, was ihnen hier leichter fällt, als im normalen Alltag.

Spielzeug und Materialien für die Betreuung

Die Alzheimer Gesellschaft hat zehn Taschen mit insgesamt rund 200 Büchern, Puppen und Spielen angeschafft, die die Ehrenamtlichen bei der Betreuung nutzen können. Ziel der eigens für Demenz-Erkrankte entwickelten Spielzeuge ist es, "sich auf Augenhöhe zu beschäftigen“. "Wir wollen nicht kleinkindorientiert arbeiten, sondern auf einer Erwachsenenebene.“

Kooperationen und Auszeichnungen

Die Alzheimer Gesellschaft arbeitet mit so genannten Botschaftern zusammen, die für Aufmerksamkeit für den Verein sorgen und Menschen dafür sensibilisieren. Es handelt sich dabei um bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich für einen stärkeren Bekanntheitsgrad der Arbeit des Vereins einsetzen. Auch bekam der Verein bereits Stipendien durch das Projekt „Start Social“ und wurde für seine Leistung ausgezeichnet.

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Vorstand und Kontaktdaten

Die Alzheimer Gesellschaft Lüneburg e.V. wird vertreten durch den Vorstand:

  • 1. Vorsitzende: Kerstin Löding-Blöhs
  • 2. Vorsitzender: Sven Hagen
  • Schriftführerin: Simona Kronhofmann
  • Kassenwart: Detlef Arend
  • Pflege der Homepage: Geschäftsstelle der Alzheimer Gesellschaft Lüneburg e.V.
  • Vereinsnummer: NZS VR 1378 beim Amtsgericht Lüneburg
  • Steuer-Nr: 33/270/04961

Haftungsausschluss

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Die Bedeutung der Pflegereform

Die Pflegereform, die ab dem 1. Januar 2017 in Kraft trat, zielt darauf ab, eine gerechtere Verteilung der Pflegeleistungen zu gewährleisten. Wurde in der Vergangenheit allein die körperliche Pflegebedürftigkeit berücksichtigt, so sollen künftig alle Faktoren, die die Selbstständigkeit eines Menschen beeinträchtigen, bedacht werden. Dadurch sollen insbesondere auch demenziell beeinträchtigte und psychisch erkrankte Menschen von den staatlichen Leistungen profitieren, die vorwiegend einkommensunabhängig gewährt würden.

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