Alzheimer Vorbeugen: Geistige Gesundheit bis ins hohe Alter

Alzheimer ist eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit. Da eine kausale Therapie bislang fehlt, gewinnt die Vorbeugung immer mehr an Bedeutung. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte der Alzheimer-Prävention und zeigt, wie ein bewusster Lebensstil das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, deutlich senken kann.

Die Bedeutung der Prävention

"Vorbeugung ist die beste Kur", so lautet ein bekanntes Sprichwort, das auch im Hinblick auf die Alzheimer-Krankheit seine Gültigkeit hat. Da die Ursachen der Demenz noch nicht vollständig geklärt sind und eine Heilung derzeit nicht möglich ist, kommt der Prävention eine Schlüsselrolle zu. Es ist einfacher, gesunde Gehirnzellen zu schützen, als geschädigte zu reparieren.

Lebensstil als Schlüsselfaktor

Neuere Forschungen zeigen, dass Alzheimer nicht zwangsläufig eine unvermeidliche Alterserscheinung ist, sondern vielmehr eine Mangelerkrankung, die durch unseren Lebensstil begünstigt wird. Faktoren wie Schlafmangel, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und fehlende soziale Kontakte spielen eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Alzheimer.

Ernährung für das Gehirn

Eine "gehirngesunde Ernährung" ist ein wichtiger Baustein der Alzheimer-Prävention. Besonders empfehlenswert sind indische Gewürze wie Curry und Ingwer, die entzündungshemmende Eigenschaften besitzen und somit das Gehirn schützen können.

Bewegung hält fit - auch im Kopf

Regelmäßige körperliche Bewegung wirkt sich positiv auf die Gedächtnisleistung aus. Selbst wenn man erst nach dem 60. Lebensjahr mit einem aktiven Lebensstil beginnt, kann das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, noch um über 40% gesenkt werden. Konkrete Übungen aus dem Kraftsport können helfen, die körperliche Fitness zu verbessern.

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Gehirntraining für mehr geistige Fitness

Neben körperlicher Aktivität ist auch geistige Aktivität von großer Bedeutung. Gehirntraining kann Gedächtnis und Konzentration spürbar verbessern und Alterungserscheinungen vorbeugen. Hierfür können beispielsweise Computerspiele oder andere kognitive Übungen genutzt werden.

Stressabbau als wichtiger Faktor

Stress kann sich negativ auf die Gedächtnisleistung auswirken und die Entstehung von Alzheimer begünstigen. Daher ist es wichtig, Stress abzubauen und Entspannungstechniken wie Meditation in den Alltag zu integrieren.

Frühzeitige Erkennung und Selbsttests

Das Buch von Dr. Gary Small und Gigi Vorgan fordert Menschen, die um ihre Gedächtnisleistung besorgt sind, auf, sich einem Selbsttest zu unterziehen und eine Bestandsaufnahme ihrer Lebensgewohnheiten vorzunehmen. Frühzeitige Erkennung und gezielte Maßnahmen können den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen.

Die Rolle der Ärzte

Nicht nur Psychiater und Geriater, sondern auch Neurologen, Hausärzte und Internisten tragen die Verantwortung für die Diagnose, Beratung und Behandlung von Demenzerkrankungen. Gerade in der Primärversorgung liegt die Verantwortung zur Einleitung und Überprüfung angemessener Behandlungspläne.

Medikamentöse Therapie und ihre Grenzen

Obwohl die Forschung intensiv an neuen Medikamenten zur Behandlung von Alzheimer arbeitet, gibt es derzeit noch kein Wundermittel. Daher ist es umso wichtiger, auf präventive Maßnahmen zu setzen und den Lebensstil entsprechend anzupassen.

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Alternativen zu eingefahrenen Umgangsweisen

Es ist wichtig, Alternativen zu den eingefahrenen Umgangsweisen mit Demenz zu finden und Orte zu schaffen, an denen Menschen im Leben bleiben können - statt nur am Leben. Engagierte Menschen aus Politik, Kultur und Kirche sind auf kreative Weise unterwegs zu Demenzfreundlichen Kommunen.

Die Stimme der Betroffenen

Mediale Darstellungen und öffentliche Debatten setzen Demenz meist mit Verlust der Persönlichkeit gleich. Dieser Band zeigt das Gegenteil: Menschen mit Demenz sind selbstverantwortlich handelnde Persönlichkeiten, und sie haben eine Stimme, die gehört werden sollte.

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