Dunkle Punkte in den Nervenfasern: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Die Gesundheit unserer Augen ist von entscheidender Bedeutung für unsere Lebensqualität. Sehstörungen, die sich in Form von dunklen Punkten, Flimmern, Lichtblitzen oder Doppelbildern äußern, können vielfältige Ursachen haben. Dieser Artikel beleuchtet mögliche Ursachen für dunkle Punkte in den Nervenfasern und andere Sehstörungen und gibt einen Überblick über die entsprechenden Behandlungsmöglichkeiten.

Gefäßverschlüsse als Ursache für Sehstörungen

Verschlüsse der kleinen Blutgefäße, die das Auge, insbesondere die Netzhaut und den Sehnerven, versorgen, stellen eine akute Bedrohung für das Sehvermögen dar. Da alternative Versorgungskreisläufe meist fehlen, kann ein solcher Verschluss zu einer dauerhaften Sehminderung führen. Die Sinneszellen (Stäbchen und Zapfen der Netzhaut, Nervenfasern des Sehnervs) reagieren sehr empfindlich auf Sauerstoff- und Nährstoffmangel sowie auf Störungen beim Abtransport von Abbauprodukten.

Symptome bei Gefäßverschluss

Eine plötzliche, schmerzlose und drastische Verschlechterung des Sehvermögens, bei der ein Teil des Gesichtsfelds (bogenförmig, ein Viertel, die Hälfte oder fast das gesamte Gesichtsfeld) plötzlich schwarz erscheint, ist typisch für den Verschluss einer Arterie, die die Sinneszellen der Netzhaut versorgt. Schmerzlose, plötzliche schwarze Gesichtsfeldeinschränkungen, die vorwiegend die obere oder untere Hälfte betreffen, sind typisch für Durchblutungsstörungen des Sehnervs. Bei geringgradigen Störungen im Abtransport (venöser Gefäßverschluss) kann lediglich ein plötzlich auftretender Schleier mit mäßiger Sehverschlechterung bemerkt werden.

Risikofaktoren für Gefäßverschlüsse

Betroffen sind meist Menschen im höheren Lebensalter. Neben altersbedingten Gefäßveränderungen (Arteriosklerose) spielen ein schlecht eingestellter erhöhter Blutdruck, eine ungenügende Blutzuckereinstellung bei Diabetikern, erhöhte Cholesterinwerte im Blut und Herzerkrankungen (insbesondere bestehende Herzrhythmusstörungen) eine vordergründige Rolle bei der Entstehung von Gefäßverschlüssen. Seltener sind andere systemische Allgemeinerkrankungen (z. B. entzündliche Gefäßveränderungen) die Ursache.

Verhalten bei Verdacht auf Gefäßverschluss

Bei Symptomen eines Gefäßverschlusses (plötzlicher Sehverlust eines Auges) sollte sofort ein Augenarzt oder Notdienst aufgesucht werden. Die Sinneszellen überstehen eine komplette Unterbrechung der Blutversorgung nur wenige Stunden (6 Stunden). Länger dauernde Durchblutungsstörungen können zu einer bleibenden Schädigung der Sinneszellen und damit zu einem bleibenden Sehverlust führen.

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Behandlung durch den Augenarzt

Ziel ist es, möglichst schnell die Durchblutung des verschlossenen Gefäßes wiederherzustellen bzw. die Nährstoffversorgung der Sinneszellen der Netzhaut und der Nervenfasern des Sehnervs zu optimieren. Dies erfolgt u. a. durch Senkung des Augendruckes, durchblutungsfördernde Infusionen, ggf. Aderlässe, Suche und Einstellung bestehender Risikofaktoren (Blutdruck, Blutzucker, Herzrhythmusstörungen) sowie Ausschluss ggf. Therapie anderer ursächlicher Erkrankungen. In Abhängigkeit vom vorliegenden Befund kann eine stationäre Aufnahme zur Durchführung der Therapie notwendig sein. Engmaschige Nachkontrollen (ggf. Laserbehandlungen) zur Vermeidung nachfolgender Komplikationen (überschießende Gefäßneubildungen, Augendruckerhöhungen) sind besonders bei Verschlüssen venöser Gefäße durch einen niedergelassenen Augenarzt notwendig.

Netzhautablösungen als Ursache für Sehstörungen

Netzhautablösungen sind neben Gefäßverschlüssen eine häufige Ursache für eine plötzliche schmerzlose Sehbeeinträchtigung auf einem Auge.

Funktion der Netzhaut und Entstehung einer Netzhautablösung

In der Netzhaut befinden sich die für die Bildentstehung verantwortlichen Sinneszellen (Stäbchen und Zapfen). Die Netzhaut gehört zu den hinteren Augenabschnitten und ist tief im Augeninneren lokalisiert. Die Sinneszellen haben einen extrem hohen Nährstoffbedarf, der einerseits durch Gefäße innerhalb der Netzhaut und andererseits durch die darunterliegende Aderhaut gedeckt wird. Bei einer Netzhautablösung kommt es zu einer breitflächigen Trennung/Abhebung der Netzhaut von der darunterliegenden Aderhaut, indem Flüssigkeit zwischen Netzhaut und Aderhaut tritt.

Ursachen einer Netzhautablösung

Die häufigste Ursache für die Entstehung einer Netzhautablösung ist ein (meist kleiner) Defekt (ein kleines Loch oder ein kleiner Riss) innerhalb der Netzhaut (=regmatogene Netzhautablösung). Andere Ursachen sind ein kräftiger Zug an der Netzhaut (=traktive Netzhautablösung) oder aber eine massive Flüssigkeitsansammlung zwischen Netzhaut und Aderhaut (=exsudative Netzhautablösung).

Entstehung von Netzhautlöchern

Netzhautlöcher entstehen zumeist in den peripheren Randbereichen der Netzhaut. Dort befinden sich z.T. Areale (gittrige Netzhautdegenerationen) einer anlagebedingten Verdünnung der Netzhaut, wobei hier Personen mit einer höheren Kurzsichtigkeit etwas stärker gefährdet sind. Auch vorausgegangene Augenverletzungen oder Augenoperationen können zu einer lokalen Schädigung der Netzhaut mit Entstehung von Netzhautlöchern und letztlich zu einer Netzhautablösung führen. Ein weiterer wichtiger Faktor für die Entstehung einer Netzhautablösung bildet der Glaskörper und ein diesen Glaskörper umgebendes feines Häutchen (Glaskörper-Grenzmembran). Im fortgeschrittenem Lebensalter „verflüssigt sich der Glaskörper und das feine Häutchen löst sich von der Netzhautoberfläche ab. In Bereichen verdünnter oder vorgeschädigter Netzhaut können im Rahmen dieses Ablösungsprozesses kleine Löcher in die Netzhaut „gerissen“ werden. Fließen dann verflüssigte Anteile des Glaskörpers über das entstandene Loch unter die Netzhaut, entsteht eine regmatogene Netzhautablösung.

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Symptome einer Netzhautablösung

Ausdruck des Zuges an der Netzhaut (im Rahmen der Ablösung der Glaskörper-Grenzmembran) können im Dunkeln plötzlich auftretende Lichtblitze sein. Treten zu den Lichtblitzen (oder unabhängig von ihnen) plötzlich viele kleine schwarze Punkte auf („wie eine Art Russregen“) bzw. entsteht ein größerer sich bewegender schwarzer Punkt, kann dies Ausdruck eines entstandenen Netzhautloches (Foramen) sein. Ausdruck einer sich entwickelnden Netzhautablösung ist eine mehr oder weniger schnell voranschreitende schwarze Wand (ähnlich einem dunklen Vorhang, der sowohl von oben, unten rechts oder links kommen kann). Erreicht die Netzhautablösung das Sehzentrum (Makula) kommt es zu einer plötzlichen sehr ausgeprägten Sehminderung.

Verhalten bei Verdacht auf Netzhautablösung

Bereits beim Auftreten von Lichtblitzen, in jedem Fall beim Erscheinen von Russregen, Russschwaden, sollte der Augenhintergrund (mit weitgestellter Pupille) bis in die äußersten Randbereiche durch einen Augenarzt kontrolliert werden. Daher ist es ratsam, insbesondere bei Symptomen wie bestehende Lichtblitze, bewusst jedes Auge einzeln (Abdecken des anderen Auges) auf eine Einschränkung im Gesichtsfeld (schwarze Wand) zu prüfen. Wird eine beginnende schwarze Wand bemerkt, ist eine umgehende Vorstellung beim Augenarzt erforderlich. Bestätigt sich der Verdacht der Netzhautablösung erfolgt eine stationäre Einweisung zur operativen Behandlung mit dem Ziel der Wiederanlage der Netzhaut.

Operative Behandlungsmöglichkeiten bei Netzhautablösung

Sind durch die Abhebung der Glaskörper-Grenzmembran kleine Löcher in der Netzhaut entstanden, die Netzhaut selbst ist jedoch noch anliegend, muss durch den behandelnden Augenarzt bzw. die Augenklinik entschieden werden, wie groß die Gefahr für eine Netzhautablösung ist und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um durch eine ausreichend Stabilisierung der Netzhaut die Gefahr einer Netzhautablösung zu minimieren. Hier kommt neben einer engmaschigen Kontrolle eine Umstellung des Netzhautloches mit Laserherden in Frage. Ist die Netzhaut abgelöst, ist in jedem Fall eine operative stationäre Behandlung notwendig. Die Wahl der möglichen verschiedenen Operationsmethoden richtet sich nach dem Ausmaß, der Lokalisation des Netzhautloches, Voroperationen, zusätzliche Augenerkrankungen bzw. dem Zeitintervall seit wann die Netzhautablösung bereits besteht. Nach erfolgreicher operativer Wiederanlage der Netzhaut ist es von äußerster Bedeutung für mindestens 6-8 Wochen größere körperliche Anstrengung zu meiden.

Prognose einer Netzhautablösung

Ist das Sehzentrum (Makula) bereits abgelöst, kann auch nach operativer Wiederanlage der Netzhaut die Sehleistung des Auges nicht wieder voll hergestellt werden. Bei beginnenden Netzhautablösungen (bei denen zunächst nur periphere Randbereiche betroffen sind) die frühzeitig erkannt und operativ versorgt werden, ist die Prognose deutlich besser. Allgemein ist die Prognose, hinsichtlich des Erfolges einer operativen Wiederanlage der Netzhaut, bei schon länger bestehender Netzhautablösung deutlich schlechter, als bei „frischen“ Netzhautablösungen. Daher ist es sehr wichtig die beschriebenen Symptome ernst zu nehmen und sich frühzeitig beim Augenarzt vorzustellen.

Sehnervenerkrankungen als Ursache für Sehstörungen

Auch Erkrankungen des Sehnerven und der nachgeschalteten Areale des an der Verarbeitung der Sehinformation beteiligten Gehirnes können zu einem plötzlichen Funktionsverlust auf einem Auge führen. Neben einer Reihe entzündlicher Erkrankungen spielen auch schädigende (toxische) Substanzen sowie systemische Erkrankungen eine Rolle.

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Glaukom (Grüner Star)

Das Glaukom, im Volksmund als „Grüner Star“ bezeichnet, ist eine der häufigsten Erkrankungen des Sehnervs und eine der häufigsten Ursachen für Erblindungen weltweit. Charakteristisch ist ein kontinuierlicher Nervenfaserverlust, was sich am Sehnervenkopf als eine zunehmende Aushöhlung bemerkbar macht. Als Folge entstehen Gesichtsfeldausfälle, die für den Patienten zunächst unbemerkt bleiben. Lange galt ein erhöhter Augeninnendruck als Hauptparameter für die Diagnosestellung, das Entstehen und das Fortschreiten eines Glaukoms.

Risikofaktoren für ein Glaukom

Das Risiko für die Entstehung eines Glaukoms steigt mit erhöhten Augeninnendruckwerten an. Es gibt jedoch auch Patienten, die trotz einigermaßen normaler Augeninnendruckwerte glaukomatöse Schäden aufweisen (Normaldruckglaukom). Das Risiko, an einem Glaukom zu erkranken, steigt neben dem Augeninnendruck mit dem Lebensalter deutlich an. Wenn ein Elternteil am Glaukom erkrankt ist, ist das Glaukomrisiko doppelt so hoch wie bei der Normalbevölkerung, und bei einer Erkrankung von Geschwistern erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung um den Faktor 4. Risikofaktoren für das Normaldruckglaukom sind Migräne, niedriger Blutdruck und Durchblutungsstörungen.

Symptome und Diagnose eines Glaukoms

Die Erkrankung verläuft chronisch und ist normalerweise schmerzlos. Nur bei sehr hohem Augeninnendruck können Stirnkopfschmerz und bunte Ringe (Halos) um Lichtquellen ein Hinweis auf ein Glaukom sein. Der Patient bemerkt leider erst im späten Stadium den fortgeschrittenen Gesichtsfeldausfall (Orientierungsprobleme im Raum, Tunnelblick). Deshalb ist eine Voruntersuchung etwa ab dem 40. Lebensjahr sinnvoll. Bei bekanntem Glaukom in der Familie ist eine frühere Untersuchung empfehlenswert. Bei anatomisch kurzen Augen (stärkere Weitsichtigkeit) kann es auch plötzlich zu einem hohen Augeninnendruckanstieg kommen (Glaukomanfall).

Multiple Sklerose (MS) und ihre Auswirkungen auf das Sehvermögen

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der ein fehlgesteuertes Immunsystem Entzündungen im zentralen Nervensystem auslöst. Eines der zentralen Merkmale der Multiplen Sklerose ist die Schädigung der Nervenscheiden (auch Myelinscheiden genannt), welche die Nervenfasern des zentralen Nervensystems umschließen und isolieren. Durch den zunehmenden Verlust der Myelinscheiden (Demyelinisierung) können die betroffenen Nerven ihre Signale schlechter übertragen, was zu neurologische Störungen führt. Zu den häufigsten Symptomen bei einem Schub zählen Gefühlsstörungen (z. B. Taubheit oder Kribbeln), Bewegungsstörungen (z. B. Lähmung oder Steifheit) oder Störungen des Sehvermögens (z. B. Doppelbilder oder Sehschärfeverlust).

Diagnose von MS

Zunächst erfolgt für gewöhnlich eine neurologische Untersuchung. Die Magnetresonanztomographie (MRT) des Gehirns und des Rückenmarks mit Kontrastmitteln ermöglicht es bereits im Frühstadium der Erkrankung, die typischen Entzündungsherde (auch Läsionen genannt) zu erkennen. Für die Diagnose MS müssen diese Läsionen zeitlich und räumlich getrennt sein. Die Diagnosekriterien für MS wurden zuletzt 2017 überarbeitet und heißen nach einem ihrer Verfasser „McDonald-Kriterien“.

Therapiemöglichkeiten bei MS

Bisher kann die Multiple Sklerose noch nicht durch medikamentöse Therapien geheilt werden. Generell wird zwischen der Therapie zur Rückbildung eines Schubs (Schubtherapie) und der symptombezogenen Therapie unterschieden. Durch große Fortschritte in der klinischen Forschung und Entwicklung können heutzutage sehr wirksame Medikamente zur Immuntherapie eines MS-Schubs eingesetzt werden. Durch diese Medikamente, die das Immunsystem entweder verändern (Immunmodulatoren) oder dämpfen (Immunsuppressiva) können, lässt sich der Langzeitverlauf der MS und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern.

Lumbale Spinalkanalstenose und ihre Auswirkungen

Eine lumbale Spinalkanalstenose ist eine Verengung des Wirbelkanals im unteren Rückenbereich (Lendenwirbelsäule), die zu einer Kompression der Nerven führt, die durch den unteren Rücken in die Beine wandern. Diese Verengung kann sowohl angeboren als auch erworben sein und betrifft häufig die lumbale (untere) Wirbelsäule. Es handelt sich um eine häufige Ursache für Rückenschmerzen, insbesondere bei älteren Menschen, und kann zu einer Ischialgie (Schmerzen im Verlauf des Ischiasnerves) führen.

Ursachen einer lumbalen Spinalkanalstenose

Die häufigsten Ursachen für eine lumbale Spinalkanalstenose sind degenerative Veränderungen, die mit dem natürlichen Alterungsprozess zusammenhängen. Es kommt zu Verschleißerscheinungen an Bandscheiben, Bändern und Gelenken der Wirbelsäule. Arthrose kann ebenfalls zu einer Verengung des Spinalkanals führen.

Symptome und Verlauf einer lumbalen Spinalkanalstenose

Das Hauptsymptom sind Beinschmerzen beim Gehen. Die zentrale Spinalkanalstenose verursacht häufig einen tiefsitzenden Rückenschmerz, bedingt durch die Verschleißprozesse, die mit der Erkrankung einhergehen (Bandscheibendegeneration, Arthrose der kleinen Wirbelgelenke, etc.). Eine Ausstrahlung über das Gesäß ein- oder beidseitig in die Ober- und Unterschenkel ist typisch. Die Beinbeschwerden zwingen die Patienten, nach kurzen Gehstrecken Pausen zu machen. Je nach Ausprägung einer Stenose können auch Ruheschmerzen vorliegen. Rücken- und Beinschmerzen sowie ein Schweregefühl in den Beinen finden sich in bis zu 90 Prozent der Fälle.

Diagnose einer lumbalen Spinalkanalstenose

Die Beschreibung der typischen Schmerzen und subjektiven Beschwerden in Kombination mit dem passenden Alter legt bereits den Grundstein der Verdachtsdiagnose. Erhärtet wird die Diagnose durch eine MRT-Untersuchung.

Therapie und Nachsorge einer lumbalen Spinalkanalstenose

Zunächst sollte jeder Patient konservativ behandelt werden (außer im Falle von frischen, echten, alltagsrelevanten Lähmungen). Die konservative Therapie beinhaltet die Aufklärung und Information des Patienten, die Anleitung zu einem aktiven Lebensstil, Physiotherapie, begleitende physikalische Therapiemaßnahmen und eine medikamentöse Therapie sowie im Einzelfall röntgengesteuerte Injektionen im Bereich der Wirbelsäule. Führen konservative Maßnahmen nicht zu einer Besserung, die für den Patienten zufriedenstellend ist, sollten operative Therapien diskutiert werden. Ziel der Operation ist primär, den Spinalkanal im Bereich der Einengung zu erweitern und somit den Nerven genug Platz zu verschaffen.

Bandscheibenvorfall L5/S1

Die häufigste Lokalisation eines Bandscheibenvorfalls ist die Höhe zwischen dem 5. Lendenwirbelkörper (LWK 5 oder kurz L 5) und dem Kreuzbein (SWK 1 oder kurz S 1). Dabei kommt es zu einem Einriss des Faserrings (um die Bandscheibe herum =Anulus fibrosus) der Bandscheibe L5/S1. Dieses Ereignis kann deutliche Rückenschmerzen hervorrufen und wird dann als der klassische „Hexenschuß“ bezeichnet. Das Gewebe (Bandscheibenvorfall; Bandscheibenprolaps) drückt nun auf die dem Segment L5/S1 entspringende Nervenwurzel S1. Der Rückenschmerz wird dann meist deutlich besser und tritt in den Hintergrund. Der Schmerz verlagert sich ins Bein und strahlt entlang der gedrückten Nervenwurzel S1 aus.

Symptome eines Bandscheibenvorfalls L5/S1

Im Vordergrund der geklagten Beschwerden steht immer der ausstrahlende Schmerz ins Bein, entweder rechtsseitig oder linksseitig, je nachdem auf welcher Seite der Bandscheibenvorfall in den Spinalkanal gerutscht ist und auf die Nervenwurzel drückt. Dieser ausstrahlende Schmerz wird als radikulärer Schmerz bezeichnet, weil er dem Verlauf und dem Versorgungsgebiet der gedrückten Nervenwurzel entspricht. Auch Rückenschmerzen (Lumbago) können bestehen, meist aber deutlich weniger als der ausstrahlende Schmerz.

Diagnose und Therapie eines Bandscheibenvorfalls L5/S1

Die Standard Bildgebung sollte heutzutage die Magnetresonanztomographie (MRT) sein. Falls neurologische Ausfallserscheinungen auftreten, damit sind in erster Linie motorische Derfizite (Schwäche) gemeint, sollte eine Operation angeboten werden. Natürlich ist auch der schwere Schmerz im Bein die Indikation den Patienten eine Operation anzubieten, auch bei fehlenden neurologischen Störungen. Dies obliegt einzig und allein dem Patienten und seiner Entscheidung sich operieren zu lassen.

Weitere Ursachen für Sehstörungen

Neben den bereits genannten Ursachen gibt es eine Vielzahl weiterer Erkrankungen und Faktoren, die Sehstörungen verursachen können. Dazu gehören:

  • Augenerkrankungen: Ektropium, Entropium, Keratokonus, Hornhauterosion, Hornhautentzündung (Keratitis), Hornhautdystrophien, Netzhautablösung, Venenverschluss, altersbezogene Makuladegeneration (AMD), Neuritis nervi optici (Optikneuritis), Grauer Star (Katarakt), Linsenluxation, Kurz- und Weitsichtigkeit (Myopie bzw. Hyperopie).
  • Neurologische Erkrankungen: Neben Multipler Sklerose können auch andere neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall oder Tumore Sehstörungen verursachen.
  • Stoffwechselerkrankungen: Diabetes mellitus kann zu diabetischer Retinopathie führen, einer Schädigung der Netzhautgefäße, die Sehstörungen verursachen kann.
  • Andere Faktoren: Medikamente, Vergiftungen, Vitaminmangel oder Stress können ebenfalls Sehstörungen auslösen.

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