Einführung
Die Plexusparese, auch als Plexuslähmung bekannt, ist eine Schädigung des Plexus brachialis, eines komplexen Nervengeflechts, das die motorische und sensible Versorgung des Arms, der Schulter und der Hand steuert. Diese Verletzung kann zu erheblichen Bewegungseinschränkungen bis hin zu einer kompletten Armlähmung führen. Der Plexus brachialis ermöglicht Bewegungen von der Schulter bis zu den Fingern und überträgt Gefühlswahrnehmungen wie Tastsinn, Temperatur- und Schmerzempfindungen von der Haut des Arms.
Anatomie und Funktion des Plexus brachialis
Der Plexus brachialis ist ein Geflecht aus Nervenfasern, das die gesamte motorische und sensible Versorgung des Arms, der Schulter und der Hand steuert. Er wird aus den Nervenwurzeln C5 bis C8 und Th1 gebildet, die aus dem Rückenmark austreten. Seine Hauptfunktionen umfassen:
- Steuerung der Muskeln im Arm, in der Schulter und in der Hand: Der Plexus brachialis ermöglicht Bewegungen von der Schulter bis zu den Fingern.
- Übermittlung von Gefühlswahrnehmungen: Sensorische Fasern des Plexus brachialis übertragen Tastsinn, Temperatur- und Schmerzempfindungen von der Haut des Arms.
Ursachen einer Plexusparese
Eine Plexusparese entsteht durch eine Schädigung oder Verletzung des Plexus brachialis. Die häufigsten Ursachen sind:
- Geburtstrauma: Bei schwierigen Geburten kann es durch eine starke Überdehnung oder einen zu starken Zug an der Schulter des Neugeborenen zu einer Plexusschädigung kommen. Diese Form wird als „Obstetric Brachial Plexus Palsy“ (OBPP) bezeichnet. Tatjana erhielt die Diagnose Plexusparese, die durch ein Geburtstrauma verursacht wurde. Die Nerven in ihrer linken Schulter wurden während der Geburt so stark verletzt, dass sie diesen Arm nicht vollständig bewegen kann. In ihrem Video spricht Tatjana darüber, wie sie gelernt hat, mit ihrer Armplexusparese umzugehen, sich nicht von ihren Einschränkungen definieren zu lassen und ihren Alltag trotz der Plexuslähmung mit Hilfe einer Handorthese selbstständig zu bewältigen.
- Traumatische Verletzungen: Brachial Plexus Injuries (BPI) umfasst alle traumatischen Verletzungen des Plexus brachialis, zum Beispiel durch Stürze oder andere schwere Traumata. Helmut erlitt nach einem schweren Motorradunfall eine Plexusläsion, die seine Arm- und Schulterfunktion stark einschränkte. Mit dieser Diagnose stand zunächst die Amputation der Hand im Raum, denn die Nervenverletzung verursachte erhebliche Herausforderungen im Alltag. Stattdessen hat Helmut jedoch von den Möglichkeiten einer bionische Handorthese erfahren. Dank der Handorthese hat er nun die Möglichkeit beidhändige Tätigkeiten wieder auszuführen. Sein Video zeigt, wie er sich an seine neue Lebenssituation angepasst hat und zum Beispiel wieder in der Lage ist, handwerkliche Tätigkeiten auszuführen.
- Andere Ursachen: In seltenen Fällen kann eine Plexusparese auch durch Tumore, Entzündungen oder Strahlenschäden verursacht werden.
Symptome einer Plexusparese
Die Symptome einer Plexusparese variieren je nach Schwere und Lokalisation der Nervenverletzung. Die Auswirkungen reichen von leichten Bewegungseinschränkungen bis hin zu einer kompletten Armlähmung. Zu den häufigsten Symptomen gehören:
- Schwäche oder Lähmung des Arms oder der Hand
- Gefühlsverlust oder Taubheit im Arm oder der Hand
- Schmerzen im Arm, der Schulter oder der Hand
- Muskelschwund (Atrophie) im betroffenen Arm
- Eingeschränkte Beweglichkeit des Arms oder der Hand
Diagnose einer Plexusparese
Die Diagnose einer Plexusparese ist ein komplexer Prozess, der eine genaue Analyse der motorischen, sensorischen und reflektorischen Funktionen des betroffenen Arms erfordert. Die diagnostischen Schritte umfassen:
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- Anamnese: Erhebung der Vorgeschichte (zum Beispiel eines Geburtstraumas, Unfallhergang, Symptome).
- Klinische Untersuchung: Beurteilung der Muskelkraft, der Sensibilität und der Reflexe im Arm und der Hand.
- Elektrophysiologische Untersuchungen: Diese dienen dazu, die Funktion der Nerven zu bewerten. Dabei wird die elektrische Aktivität der Muskeln mithilfe eines Elektromyogramms (EMG) gemessen und die Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) überprüft.
- Bildgebende Verfahren: In einigen Fällen können bildgebende Verfahren wie Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt werden, um die Nervenstrukturen des Plexus brachialis darzustellen und andere Ursachen für die Symptome auszuschließen.
Behandlungsmöglichkeiten einer Plexusparese
Die Wahl der Therapie bei einer Plexusparese hängt von der Ursache, dem Schweregrad und der betroffenen Nervenregion ab. Die Behandlungsoptionen umfassen:
- Physiotherapie: Ziel ist, Muskelabbau zu verhindern und die Gelenkbeweglichkeit zu erhalten.
- Ergotherapie: Unterstützung bei der Durchführung alltäglicher Aktivitäten und Anpassung der Umgebung, um die Selbstständigkeit zu fördern.
- Schmerzmanagement: Anhaltende Schmerzen können mit Medikamenten, physikalischen Maßnahmen behandelt werden.
- Nervenrekonstruktion: In schweren Fällen kann eine Operation erforderlich sein, um die geschädigten Nerven zu reparieren. Gesunde Nerven aus anderen Körperregionen werden mit den geschädigten Plexusnerven verbunden.
- Moderne Handorthesen: Moderne Handorthesen können bei Funktionseinschränkungen durch eine Plexusparese eine wichtige Rolle spielen. Handorthesen sind speziell entwickelte Hilfsmittel, die Menschen mit eingeschränkter Hand- und Fingerfunktion dabei unterstützen, alltägliche Bewegungen wieder auszuführen. Sie können Greif-, Halte- und Bewegungsfunktionen übernehmen und erleichtern, die aufgrund einer Plexusparese oder anderer neurologischer Erkrankungen beeinträchtigt sind. Ein führendes Unternehmen in diesem Bereich ist HKK Bionics, das uns bei diesem Artikel unterstützt hat und innovative bionische Handorthesen entwickelt.
HKK Bionics und bionische Handorthesen
HKK Bionics ist ein innovatives Medizintechnikunternehmen, das sich auf die Entwicklung hochmoderner bionischer Handorthesen spezialisiert hat. Diese Orthesen nutzen fortschrittliche Technologien, um die Handfunktion von Menschen mit Plexusparese und anderen neurologischen Erkrankungen zu verbessern. Sie ermöglichen es den Betroffenen, alltägliche Aufgaben selbstständiger zu bewältigen und ihre Lebensqualität deutlich zu steigern.
Spinalkanalstenose: Eine mögliche Differentialdiagnose
Es ist wichtig, die Plexusparese von anderen Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen zu unterscheiden. Eine mögliche Differentialdiagnose ist die Spinalkanalstenose, eine Verengung des Wirbelkanals, in dem sich das Rückenmark mit den Nervenfasern befindet.
Ursachen und Symptome der Spinalkanalstenose
Mögliche Ursachen für eine Einengung des Spinalkanals sind durch Verschleiß entstehende Knochenzacken und Knochenanbauten an den Wirbeln, verdickte Bänder entlang der Wirbelsäule, Bandscheibenwölbungen und Wirbelgleiten. Die Symptome einer Verengung des Wirbelkanals können sehr unterschiedlich sein. Das häufigste Symptom besteht aber in Schmerzen beim Laufen. Nach einer gewissen Gehstrecke beginnen die Beine zu kribbeln und werden manchmal taub. Nach einer kurzen Pause lassen die Schmerzen nach und man kann weiterlaufen.
Prävention und Behandlung der Spinalkanalstenose
Durch Krankengymnastik und spezielle Mieder kann die Wirbelsäule etwas aufgerichtet werden, so dass die Nervenwurzeln wieder mehr Platz haben. Begleitend sollte immer versucht werden, die Rücken- und Bauchmuslulatur zu kräftigen. Ist der Rückenmarkskanal schon wesentlich verengt, wird in der Regel zu einer Operation geraten.
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Lokalanästhetika in der Schmerztherapie
Lokalanästhetika spielen eine wichtige Rolle in der Schmerztherapie, insbesondere bei der Behandlung von Nervenschmerzen.
Wirkungsweise von Lokalanästhetika
Lokalanästhetika blockieren die Natriumkanäle in den Nervenzellen und verhindern so die Weiterleitung von Schmerzsignalen. Die Ausbreitung des Aktionspotenzials entlang der Nervenfaser folgt einem „Alles-oder-nichts-Gesetz“. Wird an einer nichtmyelinisierten Nervenfaser ein Aktionspotenzial ausgelöst, so breitet es sich wellenförmig über alle Natriumkanäle entlang der Membranoberfläche mit einer konstanten Geschwindigkeit aus. Das erste klinisch genutzte, lokalanästhetische Pharmakon war Kokain (Goerig et al. 2012), das trotz toxischer Nebenwirkungen und eines hohen Missbrauchspotenzials noch heute zur topischen Schleimhautanästhesie verwendet wird. Die Grundstruktur der modernen Lokalanästhetika besteht aus drei Komponenten: einer hydrophilen Aminogruppe, einer Alkylzwischenkette und einem lipophilen aromatischen Rest (p-Aminobenzoesäure, Anilid- oder Thiophenringe). Das Gesamtmolekül ist dabei schwach basisch. Mit Procain wurde 1904 von Einhorn die Gruppe der Aminoester (R-CO-OR) in die Klinik eingeführt. Die Esterbindungen können durch Pseudocholinesterasen im Blut gespalten werden. In ihrer tertiären Aminform sind die meisten Lokalanästhetika schlecht wasserlöslich und werden daher als Hydrochloridsalze hergestellt.
Pharmakokinetik von Lokalanästhetika
Die systemische Absorption von Lokalanästhetika ist im Wesentlichen von der Beschaffenheit des Gewebes abhängig. Durch den Zusatz von Vasokonstriktoren (z. B. Adrenalin) kann die systemische Absorptionsrate durch eine lokale Reduktion der Zirkulation vermindert werden. Auch eine Verminderung des Herzminutenvolumens führt zu einer reduzierten systemischen Aufnahme. Nach Aufnahme in die Blutzirkulation passieren Lokalanästhetika in der Regel zunächst die Lungenstrombahn. Dabei wird ein erheblicher Teil im Sinne eines pulmonalen First-pass-Effekts metabolisiert. Der verbliebene Anteil wird entsprechend den Perfusionsverhältnissen und dem Blut-Gewebe-Verteilungskoeffizienten verteilt. Initial erfolgt eine hohe Aufnahme in gut durchbluteten Organen wie Gehirn, Herz und Nieren und eine sekundäre Umverteilung in weniger gut durchblutetes Muskel- und Fettgewebe. Dieser wiederum hängt von der Proteinbindung ab. Die Aminoamide werden in erster Linie an Glykoprotein und weniger an Albumin gebunden. Mit steigender Plasmakonzentration des Lokalanästhetikums nimmt die Sättigung der Proteinbindungsstellen und damit der ungebundene Anteil zu.
Glossar wichtiger Begriffe in der Schmerztherapie
Um das Verständnis der komplexen Thematik der Schmerztherapie zu erleichtern, folgt ein Glossar wichtiger Begriffe:
- Analgetikum: Ein Arzneimittel mit schmerzlindernder oder schmerzstillender Wirkung.
- Anästhesie: Empfindungslosigkeit gegenüber schmerzhaften und nicht schmerzhaften Reizen.
- Antidepressivum: Ein Arzneimittel gegen die Symptome bei Depression. Antidepressiva werden auch bei Ängsten oder zur Behandlung chronischer Schmerzen eingesetzt - auch ohne Vorliegen einer Depression.
- Antikonvulsivum: Medikamente, die zur Unterdrückung epileptischer Anfälle entwickelt wurden, von denen einige auch gegen Nervenschmerzen wirksam sind.
- Arthritis: Entzündung eines oder mehrerer Gelenke.
- Arthrose: Verschleißerkrankung der großen oder kleinen Gelenke. Dabei werden die Gelenkflächen zerstört, das umgebende Gewebe verhärtet und der Knochen verändert sich.
- Aura bei Migräne: Individuell unterschiedliche Ausfallerscheinungen zumeist im Bereich des Sehens, Fühlens oder Bewegens, die einem Migränekopfschmerz unmittelbar vorausgehen können.
- Autogenes Training: Aufeinander aufbauende gedankliche Übungen, die zu einer körperlichen und seelischen Entspannung führen können.
- Bandscheibenvorfall: Das Heraustreten des inneren Kerns der Bandscheibe aus seiner Faserhülle in den Wirbelkanal.
- Belastungsschmerzen: Schmerzen, die bei über das normale Maß hinausgehender körperlicher Anstrengung oder mechanischer Belastung einer Körperregion auftreten.
- Bewegungsschmerzen: Schmerzen, die bei normaler körperlicher Anstrengung oder mechanischer Belastung einer Körperregion auftreten.
- Bio-psycho-soziales Schmerzmodell: Eine ganzheitliche Sichtweise, in der neben den körperlichen Aspekten auch seelische und soziale Faktoren und deren gegenseitige Beeinflussung als bedeutsam für chronische Schmerzen betrachtet werden.
- Biofeedback: Ein technisches Verfahren, bei dem Körperfunktionen wie die Muskelaktivität oder der Herzschlag gemessen und unmittelbar zurückgemeldet werden.
- Chronische Schmerzen: Schmerzen, die über ein individuell nachvollziehbares zeitliches Maß hinaus anhalten oder immer wiederkehren.
- Clusterkopfschmerz: Kopfschmerzerkrankung mit wiederkehrenden, sehr heftigen und einseitigen Attacken im Bereich von Schläfe und Auge.
- Computertomographie, CT: Schnittbildgebung mithilfe von Röntgenstrahlen.
- CRPS: komplexes regionales Schmerzsyndrom (früher: Morbus Sudeck).
- Dysästhesie/Parästhesie: Missempfindung, die nicht notwendigerweise mit Schmerzen verbunden ist.
- Evozierter Schmerz: Durch äußere Reize unmittelbar ausgelöster Schmerz.
- Facettengelenke: Wirbelbogengelenke: paarige Gelenkverbindung benachbarter Wirbelkörper.
- Faszie: Faszien sind Umhüllungen der Organe, Muskeln und Muskelgruppen.
- Faszien-Therapie: Behandlung unbeweglicher und unelastischer Faszien.
- Fibromyalgie-Syndrom: Eine länger anhaltende Erkrankung mit Schmerzen in mehreren Körperbereichen und erhöhter Schmerzempfindlichkeit.
- Gelenkblockade: Einschränkung der Beweglichkeit eines Gelenks.
- Hypästhesie/Hypoästhesie: Vermindertes Empfinden von nicht schmerzhaften Reizen.
- Hyperalgesie: Gesteigertes Schmerzempfinden eines schmerzhaften Reizes.
- Hyperästhesie: Gesteigertes, aber schmerzloses Empfinden eines nicht schmerzhaften Reizes.
- Hypnose: Ein veränderter Bewusstseinszustand, der sich von Schlaf und Wachsein unterscheidet.
- Hypnotherapie: Eine Form der Psychotherapie, in der hypnotische Trance genutzt wird, um Gedanken und Erinnerungen neu zu verknüpfen, neue Lösungsmöglichkeiten für Probleme zu finden und körperliche Veränderungen für Heilungsprozesse zu fördern.
- Hypoalgesie: Vermindertes Schmerzempfinden eines schmerzhaften Reizes.
- Iatrogen: Durch Ärzte oder andere Therapeuten verursacht.
- Idiopathische Schmerzen: Schmerzen ohne erkennbare Ursache.
- Iliosakralgelenksblockade (ISG-Blockade): Bewegungseinschränkung des ohnehin straffen Gelenkes zwischen Kreuzbein und Darmbein durch Fehlbelastung, Bandlockerung oder Abweichen der Stellung der Gelenkflächen zueinander von der Norm.
- Injektion: Einbringung von Medikamenten mithilfe einer Spritze.
- Invasive Schmerzbehandlung: Behandlungsmethoden, bei denen Medikamente meist durch Injektionen mit Spritzen oder Katheter in den Körper eingebracht werden.
- Ischialgie: Sammelbezeichnung für Schmerzzustände im Versorgungsbereich des Ischiasnervs, der vom unteren Rücken über das Bein bis zum Fuß verläuft.
- Konservative Schmerztherapie: Behandlung von Schmerzen mithilfe medikamentöser Therapie, Psychotherapie, Physiotherapie und/oder physikalischen Maßnahmen.
- Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch: Kopfschmerzen an mehr als 15 Tagen pro Monat, die infolge einer zu häufigen Einnahme von Schmerzmitteln auftreten.
- Krankheitsgewinn: Vom Patienten erlebte Vorteile, die aus einer Krankheit hervorgehen können.
- Leitlinien: Medizinische Leitlinien sind systematisch entwickelte Expertenaussagen mit Behandlungsempfehlungen.
- Lokalanästhetikum: Medikament, das eingespritzt werden kann und eine örtliche Betäubung verursacht.
- Magnetresonanztomografie, MRT: Für den Körper unbelastende Technik zur Schnittbildgebung mithilfe von Magnetfeldern, auch als Kernspintomografie bezeichnet.
- Medikamentenabhängigkeit: Zwingendes Verlangen nach einem bestimmten Medikament.
- Medikamentenfehlgebrauch: Für den Patienten ungünstige Anwendung eines Medikamentes außerhalb der vorgesehenen Zulassung.
- Medikamenteninteraktion: Beeinflussung einer Medikamentenwirkung durch ein anderes Medikament.
- Medikamentenmissbrauch: Körperlicher oder für die Psyche schädlicher Gebrauch von Medikamenten.
- Missempfindungen: Ungewöhnliche durch Gefühlsnerven vermittelte Sinneswahrnehmungen.
- Multimodale Schmerztherapie: Ein eng unter den beteiligten Berufsgruppen abgestimmtes, individuelles Behandlungskonzept aus medikamentöser, psychologischer und Physiotherapie.
- Multiprofessionelle Schmerztherapie: Eine Therapie, in der verschiedene Berufsgruppen fachübergreifend zusammenarbeiten.
- Myofaszialer Schmerz: Schmerzen, die von Muskulatur, dem Sehnen- oder Bindegewebe ausgehen und durch Verklebung des Gewebes bedingt sind.
- Nervenblockade: Unterbrechung der Nervenleitung, häufig im Sinn einer Unterdrückung der Schmerzweiterleitung.
- Nervenschmerzen: Siehe ->neuropathischer Schmerz
- Nervenwurzel: Unmittelbar an das Rückenmark angrenzendes Bündel von Nervenfasern, das Gefühlsnervenbahnen und auch motorische Nervenbahnen zu den Muskeln enthält.
- Neuralgie: Attackenförmiger Nervenschmerz.
- Neuritis: Entzündung eines Nervs.
- Neuromodulation: Beeinflussung der Erregbarkeit von Nervenzellen.
- Neuronal: Nerven betreffend.
- Neuronale Plastizität: Der Ausdruck beschreibt die Anpassungsvorgänge im schmerzverarbeitenden System von Rückenmark und Gehirn, die zu einer Aufrechterhaltung von Schmerzen beitragen können.
- Neuropathie: Schädigung eines Nerven, die schmerzhaft oder schmerzlos sein kann.
- Neuropathischer Schmerz: Schmerz als direkte Folge einer Schädigung der Gefühlsbahnen im Nervensystem.
- Neurostimulation: Erregung von Nerven, meist durch Stromimpulse.
- Neurostimulator: Elektronisches System, das aus einem Impulsgeber und Kabeln mit Elektroden besteht und schwache elektrische Impulse aussendet.
- Nozizeptiver Schmerz: Normales Schmerzerleben - ausgelöst durch Reize, die auf gesunde Schmerzfasern einwirken.
- Nozizeptor: Für die Wahrnehmung von Schmerzen verantwortlicher Nerv.
- NSAR (Nicht-steroidale Anti-Rheumatika): Gruppe von entzündungshemmenden Schmerzmitteln, die kein Kortison enthalten.
- Opioide /Opiate: Gruppe von stark wirksamen Schmerzmitteln.
- Osteoporose: Knochenerkrankung, die mit einer verminderten Knochenmasse und einer Verschlechterung des Knochengewebes einhergeht.
- Palliativmedizin: Medizinischer Bereich, in dem Menschen mit fortgeschrittenen und nicht mehr heilbaren Erkrankungen versorgt werden.
- Periduralanästhesie: Regionale Narkoseform, bei der ein örtlich wirkendes Schmerzmittel in die Nähe des Rückenmarks gespritzt wird.
- Periphere Nervenstimulation (PNS): Elektrische Reizung von Nerven durch unter die Haut eingebrachte Elektroden, meist an Armen oder Beinen.
- Periphere Sensibilisierung: Gesteigerte Empfindlichkeit von Schmerzfasern infolge andauernder Reizung.
- Periradikuläre Therapie (PRT): Einspritzung von schmerzstillenden Medikamenten direkt an eine Nervenwurzel im Bereich der Wirbelsäule.
- Perzeption: Vorgang und Inhalte der Körperwahrnehmung.
- Phantomschmerzen: Schmerzen, die außerhalb des eigenen Körpers erlebt werden.
- Plexus: Nervengeflecht.
- Polymyalgie: Schmerzhafte entzündliche Erkrankung mehrerer Muskeln.
- Polyneuropathie: Gleichzeitige Schädigung mehrerer Nerven, die schmerzlos oder schmerzhaft sein kann.
- Postoperativ: Die Tage oder Wochen nach einem chirurgischen Eingriff, abhängig von Ausmaß und Folgen der Operation.
- Progressive Relaxation: Ein Entspannungsverfahren, bei dem durch abwechselnde bewusste Anspannung und Entspannung der Muskeln die Körperwahrnehmung trainiert und Schmerzen günstig beeinflusst werden können.
- Propriozeptoren: Nervenendigungen, die Informationen aus Muskeln, Sehnen und Gelenkkapseln aufnehmen und zur Wahrnehmung der Stellung und Bewegung des Körpers im Raum beitragen.
- Psychopharmakon: Medikamente mit Einfluss auf die Psyche.
- Psychosomatik, Psychosomatische Medizin: Ein Fachgebiet der Medizin. Es beschäftigt sich mit Störungen, bedingt durch Zusammenhänge und Wechselwirkungen von Körper, Seele und Umwelt.
- Psychotherapie: Ein Überbegriff für verschiedene Therapieverfahren, die zur Behandlung seelischer Störungen eingesetzt werden.
- Radikulär/pseudoradikulär: Die Nervenwurzeln betreffend (radikulär) oder nur anscheinend (pseudo-) betreffend mit einer vergleichbaren Schmerzausstrahlung.
- Rezidivierend: Nach einer Heilung wiederkehrend.
- Ruheschmerzen: Anhaltende Schmerzen, die durch äußere Reize verstärkt werden können, meist aber ohne diese fortbestehen.
- Schmerzgedächtnis: Oberflächlicher Begriff. Dieser Ausdruck beschreibt die Anpassungsvorgänge im schmerzverarbeitenden System von Rückenmark und Gehirn, die zu einer Aufrechterhaltung von Schmerz beitragen können.
- Schmerzpumpe: Pumpe, die schmerzlindernde Medikamente enthält und diese über einen dünnen Schlauch entweder in das Blut oder an Nerven transportiert.
- Schmerzschwelle: Die geringste Reizstärke, die als schmerzhaft e… Eine funktionierende Kreuzworträtsel-Antwort zur Frage "Nervenfaser" ist AXON (bisher 3 Kreuzworträtsel-Antworten vorhanden). In der Kategorie gibt es kürzere, aber auch wesentlich längere Lösungen als Axon (mit 4 Zeichen). Die Frage "Nervenfaser" zählt zwar noch nicht zu den am häufigsten aufgerufenen Fragen, wurde aber schon 241 Mal aufgerufen. Eine mögliche Antwort auf die Frage Axon beginnt mit einem A, hat 4 Zeichen und endet mit einem N. Die größte Rätselhilfe Deutschlands: Bei uns findest Du mehr als 440.000 Kreuzwort-Fragen mit mehr als einer Million Lösungen! Tipp: Gewinne 1.000 € in bar mit dem Rätsel der Woche! Du hast einen Fehler in der Antwort entdeckt? Wir würden uns wirklich sehr freuen, wenn Du ihn uns meldest. Die entsprechende Funktion steht hier auf der Fragenseite für Dich zur Verfügung. Vielen Dank für die Benutzung von wort-suchen.de!
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