Psychische Erkrankungen sind weit verbreitet und stellen für Betroffene und Angehörige eine erhebliche Belastung dar. Fast jeder dritte Mensch leidet im Laufe seines Lebens an einer behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung. Zu den häufigsten Krankheitsbildern zählen Depressionen, Angststörungen, Suchterkrankungen und Demenzerkrankungen. Dieser Artikel bietet einen Überblick über neurologische Versorgungsangebote in Kaiserslautern und Umgebung, wobei auch angrenzende Fachgebiete wie Psychiatrie und Psychotherapie berücksichtigt werden.
Kliniken und Schwerpunkte
Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie bietet ihren Patientinnen und Patienten die bestmögliche Diagnostik und Therapie basierend auf einer umfassenden klinischen Erfahrung und nach dem neusten Stand der internationalen Wissenschaft und anerkannter Leitlinien.
Zu den Schwerpunkten gehören:
- Früherkennung und Frühbehandlung von Demenzerkrankungen: Dies ist ein wichtiger Aspekt, da eine frühzeitige Diagnose und Intervention den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen können.
- Früherkennung und Frühbehandlung von Psychosen: Ähnlich wie bei Demenzen ist auch hier eine frühe Behandlung entscheidend für den Therapieerfolg.
- Behandlung von Suchterkrankungen und komorbiden psychiatrischen Störungen: Suchterkrankungen treten oft in Kombination mit anderen psychischen Problemen auf, was eine umfassende Behandlung erfordert.
- Behandlung von depressiven Erkrankungen: Hier wird insbesondere die Behandlung der chronischen Depression durch Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP) hervorgehoben.
- Behandlung von Angststörungen
- Behandlung von Persönlichkeitsstörungen: Schwerpunktmäßig wird die Behandlung der Borderline-Störung durch die Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT) angeboten.
- Behandlung von Patienten mit posttraumatischen Belastungsstörungen
- Psychoonkologische, psychotherapeutische und psychosoziale Behandlung und Betreuung von Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen und begrenzter Lebenserwartung
- Behandlung amerikanischer Patienten in ihrer Muttersprache
- Behandlung von Post-Covid-Patienten
- Elektrokonvulsionstherapie (EKT)
Die Klinik bietet auf ihren vier Schwerpunktstationen, in der Tagesklinik sowie in der Psychiatrischen Institutsambulanz und in ihren Spezialambulanzen eine auf die jeweilige Erkrankung, Person und Lebenssituation abgestimmte, spezialisierte und ganzheitliche Diagnostik und Therapie. Ziel ist eine optimale und effiziente Behandlung, um Störungen zu beseitigen oder weitestgehend zu lindern, damit die Patienten zu einem aktiven und sachgerechten Selbstmanagement ihrer Erkrankung motiviert und befähigt werden. Dabei wird großer Wert auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit im langjährig erfahrenen multiprofessionellen Team unter Einbezug des sozialen Umfelds, sowie sektorenübergreifend in enger Kooperation mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen und den gemeindepsychiatrischen Netzwerken gelegt.
Anfahrt und Erreichbarkeit
Mit dem eigenen PKW
- Aus Richtung Mannheim bzw. Saarbrücken kommend: Autobahn A6 Ausfahrt Homburg, Richtung Homburg abbiegen, der Beschilderung Kliniken/Universitätskliniken folgen.
- Aus Richtung Trier bzw. Koblenz kommend: Autobahn A8 bis Autobahnkreuz Neunkirchen, dort wechseln auf die Autobahn A6 in Richtung Mannheim bis zur nächsten Ausfahrt Homburg, dann der Beschilderung Kliniken/Universitätskliniken folgen.
- Aus Richtung Karlsruhe/Pirmasens kommend: Bundesstraße 10, anschließend ab Pirmasens Autobahn A 8 bis zur Ausfahrt Einöd, über die Bundesstraße 423 nach Homburg und dann der Beschilderung Kliniken/Universitätskliniken folgen.
Hinweis für die Routenplanung mit Navigationsgeräten: Das Klinikum hat die eigene Postleitzahl 66421. Sollte Ihr Navigationsgerät diese eigene PLZ nicht erkennen, können Sie als Adressangabe alternativ "Kirrberger Straße 100, 66424 Homburg" verwenden.
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Mit öffentlichen Verkehrsmitteln (ÖPNV)
- Anreise mit der Bahn: InterCityExpress ab Frankfurt, Mannheim, Saarbrücken oder Paris sowie Regionalbahn Kaiserslautern - Trier und Regionalexpress Mannheim - Koblenz bis Homburg Hauptbahnhof.
- Vom Hauptbahnhof zum Klinikum: Mit dem Taxi (Fahrzeit ca. 10 Minuten) oder den Stadtbuslinien 511 und 512 (Bussteig G) und der Buslinie 505 (Bexbach - Höchen - Uniklinik, Bussteig C).
Das Universitätsklinikum ist werktags tagsüber fünf Mal stündlich an den Homburger Hauptbahnhof und das Stadtzentrum angeschlossen. Es ist auch mit der Linie 315 (Uniklinikum - Beeden - Limbach - Zentralfriedhof/Furpach - Neunkirchen) zu erreichen. Alle Linien verkehren auch regelmäßig an Wochenenden und Feiertagen. Infos zum Fahrplan unter www.saarfahrplan.de. Fahrpläne auch im Stadtbusbüro Homburg oder im Infozentrum des Klinikums (Gebäude 10, direkt am Haupteingang).
Parken auf dem Campus
Das Klinikum verfügt über eine Reihe von kostenpflichtigen Parkplätzen auf dem Campus. Es wird jedoch das Parkhaus an der Hauptzufahrt zum Klinikum empfohlen. Von hier startet auch der kostenlose Klinikumsbus (Mo-Fr von 7:00 bis 16:00 Uhr) im 15 Minuten-Takt, mit dem alle Kliniken auf dem Campus bequem erreicht werden können.
Für Patienten, die stationär aufgenommen oder abgeholt werden, stehen auf dem Campus in unmittelbarer Nähe der Kliniken gebührenpflichtige Kurzzeitparkplätze zur Verfügung. Diese finden Sie in folgenden Bereichen: Inneren Medizin (IMED, G41), Augenklinik (G24), Frauen-/Kinderklinik (G9), Kombiklinik HNO/Urologie/Dermatologie (G6), Nervenklinik (G90), Neurochirurgie (G90), Nuklearmedizin (G50), Chirurgie (G57), Orthopädie (G37) und Rechtsmedizin (G49.1). Diese Parkplätze sind in der Zeit von 7:00 Uhr bis 18:00 gebührenpflichtig (Höchstparkdauer - 1 Tag; Parkgebühren - je 60 Min. 1,50 €; Höchstgebühren - 10,00 €).
Kostenloser Klinikbus
Innerhalb des Klinikums kann der kostenlose Klinikbus benutzt werden. Der Bus fährt von 7:00 bis 16:00 Uhr im 15-Minuten-Takt einen Rundkurs durch das gesamte Gelände und hält dabei an 12 Haltestellen (siehe Lageplan).
Infozentrum
Im Info-Zentrum erhalten Sie Auskunft und Informationsmaterial rund ums Klinikum. Die Mitarbeiter stehen Ihnen für Fragen zur Verfügung und halten Übersichtspläne vom Gelände und Abfahrtzeiten der im Gelände verkehrenden Busse bereit. Hier befindet sich auch das Fundbüro des UKS, werden Mitarbeiterausweise erstellt und ausgegeben. Das Infozentrum hält auch Infomaterial zu kulturellen Veranstaltungen der Stadt Homburg, der Stadt Zweibrücken und der Region bereit.
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Weitere Anlaufstellen und Fachärzte in der Region
Neben der genannten Klinik gibt es auch weitere Fachärzte und medizinische Einrichtungen in der Region, die neurologische und psychiatrische Versorgung anbieten.
- Karst Matthias (Arzt für Nervenheilkunde in Ramstein-Miesenbach): Matthias Karst ist in der Branche Arzt für Nervenheilkunde tätig. Die Adresse kann für Postsendungen verwendet werden.
- MVZ Pfälzer Land (Ärztehaus Pfaff Quartier): Hier werden interdisziplinäre, medizinische Leistungen in den Bereichen Allgemeine und Innere Medizin, Diabetologie und Endokrinologie, Kardiologie und Pneumologie angeboten.
- Weitere Praxen und Kliniken: Die Liste umfasst eine Vielzahl von Praxen und Kliniken in der Region, die verschiedene Schwerpunkte in der Neurologie und Psychiatrie haben. Dazu gehören unter anderem CONSILIO Haus- und Fachärzte-Team, Praxis ZNS Südpfalz, BDH-Klinik Braunfels GmbH Fachklinik für Neurologie und neurol.
Hämatologische Neoplasien
Bei diesen unter dem fachlichen Begriff "hämatologische Neoplasien" zusammengefassten Erkrankungen handelt es sich um sehr verschiedenartige, oft seltene Tumorerkrankungen, darunter Leukämien, bösartige (maligne) Lymphome, Plasmazellerkrankungen (z. B. das Multiple Myelom (Plasmozytom)) sowie myeloproliferative Erkrankungen und myelodysplastische Syndrome. Die Art und der Verlauf von hämatologischen Neoplasien erfordern eine Behandlung, die zielgerichtet auf jede Erkrankung und jeden einzelnen Patienten zugeschnitten ist. Im November 2020 wurde das Leukämie- und Lymphom-Centrum auf Empfehlung der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) erstmalig als Zentrum für Hämatologische Neoplasien ausgezeichnet.
Zusätzliche Informationen und Notfallversorgung
Für Notfälle außerhalb der Sprechstunde steht die Notrufnummer +49 6841 16-24100 zur Verfügung (15:50 Uhr - 08:00 Uhr).
Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit
Die optimale Versorgung von Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen erfordert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen. Dies umfasst nicht nur die Zusammenarbeit zwischen Neurologen, Psychiatern und Psychotherapeuten, sondern auch die Einbeziehung von Hausärzten, Selbsthilfegruppen und anderen relevanten Akteuren im Gesundheitswesen. Durch eine koordinierte und sektorenübergreifende Versorgung kann die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessert werden.
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