Spanischsprachige Neurologen in Deutschland: Ein Überblick

Die medizinische Versorgung von Patienten, die eine andere Muttersprache als Deutsch haben, stellt eine besondere Herausforderung dar. Umso wichtiger ist es, Ärzte zu finden, die die Sprache des Patienten beherrschen, um eine optimale Kommunikation und Behandlung zu gewährleisten. Dieser Artikel gibt einen Überblick über spanischsprachige Neurologen in Deutschland und beleuchtet deren Qualifikationen und Schwerpunkte.

Qualifikationen und Schwerpunkte

Viele spanischsprachige Neurologen in Deutschland haben ihre Ausbildung sowohl in Deutschland als auch im Ausland absolviert und verfügen über umfassende Kenntnisse in verschiedenen Bereichen der Neurologie.

  • Dr. med. [Nachname des Arztes]: Studium der Humanmedizin an der Charité Universitätsmedizin Berlin mit Auslandsaufenthalten in Boston, New York und Chile. Ausbildung in der Charité Universitätsmedizin in der Abteilung für Neurologie von 2007 - 2011. Psychiatrische Ausbildung von 2012 - 2014 im St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee.

  • Dr. med. [Nachname des Arztes]: Studium der Humanmedizin an der Reichsuniversität Gent in Belgien und der Freien Universität Berlin, Approbation 1985 in Berlin, Ausbildung zum Facharzt für Neurologie am Rudolf-Virchow Klinikum Berlin in den Abteilungen für Neurochirurgie und Neurologie von 1986 - 1993. Psychotherapeutische Ausbildung am Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse (BIPP). Promotion 1991 über EEG Veränderungen bei der senilen Demenz. Ständige Weiterbildung in verschiedenen Qualitätszirkeln der KV-Berlin. Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie (EEG u. EMG Zertifikat) und der Arbeitsgemeinschaft Botulinum-Toxin der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Landessprecher für Berlin des Bundes Deutscher Neurologen. Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Berliner Nervenärzte. Mitglied der Ärztekammer Berlin. Zulassung der KV Berlin als Vertragsarzt.

  • Dr. med. [Nachname des Arztes]: Nach dem Studium der Humanmedizin an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel absolvierte Frau Dr. Laumeier Ihre Facharztausbildung in der Neurologischen Klinik der Charité Universitätsmedizin Berlin. Von 2010 bis 2011 psychiatrische Ausbildung im St. Hedwig-Krankenhaus Berlin. Seit der Facharztanerkennung im Jahre 2013 ist sie weiter in der Neurologischen Klinik der Charité tätig gewesen, zuletzt als Oberärztin. Wissenschaftlich liegt ihr Schwerpunkt im Bereich der Schlaganfallnachsorge.

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  • Dr. med. [Nachname des Arztes]: Studium der Humanmedizin in Marburg und an der FU Berlin, Approbation 1992. Facharztweiterbildung Neurologie am Universitätsklinikum Steglitz, Rudolf Virchow und Charité Mitte, Facharztprüfung Neurologie 2000. Seit 1992 Schwerpunkt Bewegungsstörung, u.a. Mitarbeit in der Arbeitsgruppe von Prof. Poewe, Promotion über den Einfluss von lokalen Injektionen mit Botulinum Toxin auf die Herzfrequenzratenvariabilität bei Patienten mit einer cervicaler Dystonie. Facharztweiterbildung Psychiatrie in den Kliniken Theodor Wenzel Werk, Facharztprüfung Psychiatrie 2002. 2003 bis 2011 Fach- und Oberärztin Parkinsonklinik Beelitz Heilstätten, unterbrochen durch einen familiär bedingten zweijährigen Aufenthalt in Damascus/Syrien. In der Zeit konsiliarische Beratungen für die Deutsche Botschaft Damascus und Zusammenarbeit mit der Syrien Society of Neuroscience (SSN). Seit 04/2011 Ärztliche Referentin im Grundsatz- und Querschnittsbereich der Deutschen Rentenversicherung Bund, Zusatzbezeichnung Sozialmedizin 2015. Ständige Weiterbildung in neurologischen und psychiatrischen Fortbildungsveranstaltungen. Zertifikat der Arbeitsgemeinschaft Botulinum-Toxin der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.

Einige Ärzte sind in Gemeinschaftspraxen oder Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) tätig, was eine umfassende und interdisziplinäre Versorgung ermöglicht. Beispiele hierfür sind:

  • Gemeinschaftspraxis mit Dr. med. Grünewald, später mit Dr. med. Nürnberger im Neurologisch Psychiatrischen MVZ Frankfurt Sachsenhausen.
  • Gemeinschaftspraxis(Dr. med. Peter Crell und S. Ab April 2004 - 2014 Niederlassung als Facharzt für Psychiatrie in Praxisgemeinschaft mit S. C.
  • Neurologische Gemeinschaftspraxis Dres. Mrass und Grünewald und des später daraus entstehenden Neurologisch Psychiatrischen MVZ Frankfurt Sachsenhausen.

Sprachliche und kulturelle Kompetenz

Ein wesentlicher Vorteil spanischsprachiger Neurologen ist ihre Fähigkeit, Patienten in ihrer Muttersprache zu behandeln. Dies erleichtert die Kommunikation und trägt dazu bei, Missverständnisse zu vermeiden. Viele Praxen legen Wert auf eine persönliche Betreuung und bieten mehrsprachige Unterstützung an, wie beispielsweise im Poliklinischen Zentrum Berlin, wo Türkisch, Englisch, Spanisch und Arabisch gesprochen werden.

Leistungsspektrum

Das Leistungsspektrum spanischsprachiger Neurologen umfasst in der Regel die Diagnostik und Behandlung eines breiten Spektrums neurologischer Erkrankungen, darunter:

  • Schlaganfall (Dr. Schwerpunkte im Bereich der Schlaganfallnachsorge)
  • Bewegungsstörungen (Dr. Schwerpunkt Bewegungsstörung)
  • Demenz (Dr. Promotion 1991 über EEG Veränderungen bei der senilen Demenz)
  • Epilepsie
  • Multiple Sklerose
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Neuropathien
  • Muskelerkrankungen

Zusätzlich bieten einige Neurologen spezielle Leistungen an, wie beispielsweise:

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  • EEG und EMG (Dr. EEG u. EMG Zertifikat)
  • Botulinumtoxin-Behandlungen (Dr. Zertifikat der Arbeitsgemeinschaft Botulinum-Toxin der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, Promotion über den Einfluss von lokalen Injektionen mit Botulinum Toxin)
  • Psychotherapie (Dr. Psychotherapeutische Ausbildung am Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse (BIPP))

Wichtige Informationen für Patienten

Datenschutz

Der Schutz der personenbezogenen Daten der Patienten hat höchste Priorität. Die Praxen sind verpflichtet, die Bestimmungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) einzuhalten. Patienten werden über den Zweck der Datenerhebung, -speicherung und -weiterleitung informiert und haben das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung und Datenübertragbarkeit.

Kontaktaufnahme und Terminvereinbarung

Um einen Termin bei einem spanischsprachigen Neurologen zu vereinbaren, empfiehlt es sich, direkt mit der jeweiligen Praxis Kontakt aufzunehmen. Viele Praxen bieten auch Online-Terminvereinbarungen an.

Ergänzende Therapieangebote

In einigen Therapiezentren werden neben der neurologischen Behandlung auch ergänzende Therapieangebote wie Ergotherapie und Logopädie angeboten. Ergotherapie unterstützt Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind, während Logopädie Störungen des Sprachverständnisses, der gesprochenen und geschriebenen Sprache, des Sprechens, der Atmung, der Stimme, der Mundfunktion, des Hörvermögens, des Schluckens oder der Wahrnehmung behandelt.

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