Die Homöopathie ist ein Gebiet, das polarisiert. Während manche auf ihre Wirksamkeit schwören, halten andere sie für unwirksam. In der Hoffnung, dass sie wirken, werden Mittelchen verabreicht. Dieser Artikel beleuchtet die homöopathische Behandlung von Ataxie beim Pferd, unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte und Informationen.
Was ist Homöopathie?
Die Homöopathie (altgriechisch ὅμοιος hómoios = ähnlich, gleichartig und πάθος páthos = Leiden) ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode. Begründer der Homöopathie war der deutsche Arzt Dr. Samuel Hahnemann (1755-1843). Die Entdeckung der Wirkung von Chinarinde bei einem Malaria-Patienten gilt bis heute als Geburtsjahr der Homöopathie, obwohl Hahnemann die Homöopathie erst seit etwa 1815 als solche bezeichnete.
Grundlagen der Homöopathie
Hahnemann erkannte Prinzipien, die bis heute die Grundlage der Homöopathie bilden:
- Ähnlichkeitsregel: „Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden.“ Dies bedeutet, dass passend zur Krankheit eine Arznei gewählt wird, die ein ähnliches Leiden erregen kann, als sie heilen soll.
- Arzneimittelprüfung am Gesunden: Sämtliche Ergebnisse der Arzneimittelprüfung, also alle Erscheinungen, die ein Arzneistoff beim Gesunden hervorruft, sind in der reinen Arzneimittellehre Materia Medica aufgeschrieben. So hat jeder Arzneistoff sein Arzneimittelbild. Ergänzt werden diese Erkenntnisse um die Toxikologie, Pharmakologie und Praxis. Bei der Anwendung im Tierbereich werden die am Menschen geprüften Symptome auf das Tier übertragen.
- Potenzierung: Die Homöopathie geht davon aus, dass in jedem Lebewesen eine eigene Kraft oder Dynamik wohnt. Hahnemann entwickelte ein Verfahren, um diese Kraft zu wecken, und nannte es Potenzieren. Damit gemeint ist das schrittweise Verdünnen und Verschütteln eines Arzneiurstoffes. Nach jeder Verdünnung erfolgen mindestens zehn Schüttelschläge. Je höher ein Arzneistoff potenziert ist, desto mehr Energie enthält er und desto stärker ist die Wirkung. Je tiefer er potenziert ist, desto urstofflicher ist er. Die Ausgangsstoffe kommen aus der Pflanzen- und Tierwelt, aus dem Mineralbereich und es sind chemische Substanzen.
Verabreichung homöopathischer Mittel
Homöopathische Mittel gibt es in verschiedenen Formen, als Tropfen, Tabletten und Globuli. Globuli sind einfach zu verabreichen. Es werden tiefe bis maximal mittlere Potenzen verwendet (tiefe Potenzen: D1 bis D8, mittlere Potenzen D9 bis D29), weil man mit dieser Dosierung als Laie am wenigsten falsch machen kann.
Was ist Ataxie beim Pferd?
Ataxie beim Pferd ist eine Störung des Bewegungsablaufs, bei der das Pferd seine Bewegungen nicht mehr in jeder Situation koordinieren kann. Eine Ataxie beim Pferd beschreibt einen Symptomkomplex, bei dem die Bewegungskoordination des Pferdes gestört ist. Typische Symptome einer Ataxie sind ein unsicherer und schwankender Gang, Gleichgewichtsstörungen (im Stand und Gang) und unkontrollierte Bewegungen. In schwacher Form ist eine Ataxie schwierig zu erkennen. „Bei einer nur leichten Ataxie haben Pferde oft ein scheinbar besonders ‚schlaksiges‘, sehr schwungvolles Gangbild“, erklärt Tierärztin Carolin Gerdes. Unter anderem das macht eine abgesicherte Diagnose „Ataxie“ auch so schwierig. Zu dem bereits erwähnten unkoordinierten Gangbild, kann bei Ataktikern häufig noch ein Schwanken und Stolpern als Begleiterscheinung hinzukommen. Ein ataktisches Pferd bekommt von seinen Gliedmaßen ein reduziertes Feedback, wo diese sich befinden. Tierärzte sprechen von Defiziten in der Propriozeption. Im Allgemeinen kann nur die Vorhand, nur die Hinterhand oder alle vier Gliedmaßen von der Ataxie betroffen sein. Die Symptome der Ataxie ähneln denen von Lahmheiten des Pferdes. Wenn ein Pferd zum Beispiel auf beiden Vorderbeinen lahm geht, dann neigt es auch zum Stolpern und abnormalen Bewegungsabläufen.
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Arten von Ataxie
In der Literatur wird bei den Ausprägungen von Ataxie mitunter zwischen „echter“ (neurologische Erkrankung) und „unechter“ Ataxie (osteopathische oder stoffwechselbedingte Erkrankung) unterschieden. Es gibt drei verschiedene Arten von Ataxie beim Pferd:
- Spinale Ataxie: Laut Gerdes ist die spinale Ataxie die häufigste Form. Die Spinale Ataxie beim Pferd wird durch eine Schädigung sensibler Nervenbahnen im Rückenmark hervorgerufen. Besteht diese Einengung des Wirbelkanals schon seit Geburt an, wird vom „Wobbler-Syndrom“ beim Pferd gesprochen. In der Folge kommt es oft zu entzündlichen und degenerativen Veränderungen im Rückenmark.
- Zerebrale Ataxie: Die zerebrale Ataxie betrifft das Groß-, Mittel- oder Zwischenhirn des Pferdes. Diese Form von Ataxie kann durch Hirntumore, Schädelfrakturen (Traumata) oder Infektionen, wie Herpes oder Borreliose (borrelia burgdorferi) hervorgerufen werden.
- Zerebelläre Ataxie: Dabei liegt eine Schädigung des Kleinhirns (Cerebellum) vor. In Folge dessen kommt es zu einer Koordinationsstörung von Bewegungen, Gleichgewicht und der Eigenwahrnehmung der Gliedmaßen des Pferdes.
Ursachen von Ataxie
Der Grund für die Störung der Bewegungskoordination des Pferdes liegen Veränderungen im zentralnervösen System (ZNS) zugrunde. Das ZNS besteht aus dem Gehirn und dem Rückenmark. Beide Komponenten arbeiten zusammen und leiten Reize innerhalb des Körpers weiter. Diese Veränderungen bzw. Infektion durch Viren, Bakterien oder Parasiten (z.B. traumatische Erkrankung wie z. B. degenerative Erkrankung (z. neoplastische Umfangsvermehrung bzw. starker, langanhaltender Nährstoffmangel (z.B. Stoffwechselerkrankung (z. B. erbliche Erkrankung (z. B. Fehlt einer Weide eine gravierende Menge an Nährstoffen wie z.B. Vitamin E und Selen, kann das auf Dauer in eine Ataxie münden. Kommt es beim Klären der Rangordnung zum Sturz, kann ein eventuell entstehendes Trauma langfristig zu Ataxie führen.
Diagnose von Ataxie
Auf jeden Fall bedarf es einer ausführlichen klinischen Untersuchung des Pferdes, denen neurologische Tests folgen sollten. Neurologische Tests sind beispielsweise, das Pferd auf einem ganz engen Zirkel drehen zu lassen oder es rückwärts treten zu lassen. Dabei beobachtet der Tierarzt das Gangbild und die Koordination des Pferdes. „Ataktiker neigen dazu, auf ganz engem Zirkel mit der Hinterhand auszuschwenken“, so Gerdes. „Gut zu beobachten ist ein gestörter Bewegungsablauf beim Pferd auch, wenn man sie plötzlich aus dem Trab oder Schritt anhalten lässt. Pferde mit Ataxie nehmen meist eine abnormale Haltung im Stand ein, bei der sie offen und häufig mit den Hinterbeinen weit auseinander stehen“, erläutert die Tierärztin. Ein gesundes Pferd würde in dem Fall seine Haltung von alleine korrigieren. Ataktiker haben auch beim bergauf oder bergab gehen häufig Probleme sowie wenn sie auf wechselnden Untergründen laufen müssen. „Häufig kann man nicht abschließend klären, wo das Problem genau sitzt, welches die Ataxie beim Patienten verursacht“, berichtet Gerdes. Zum einen ist bei bestimmten Maßnahmen eine Vollnarkose nötig, die bei stark ataktischen Pferden gefährlich sein kann. „In die Halswirbelsäule kann man beispielsweise ein Kontrastmittel geben und dadurch genauer die Probleme des Pferdes ermitteln. Pferd zeigt neurologische Defizite, verdeutlicht durch spezifisch neurologische Tests (z.B.
Behandlung von Ataxie
Ein Tierarzt ist unabdingbar bei der Behandlung von Ataxie. Einige Formen der Ataxie können therapiert werden. Zunächst sollte stets etwas gegen die Ursache der Ataxie unternommen werden. Eine Borreliose im Anfangsstadium sollte man beispielsweise mit einer Antibiose bekämpft oder bei Arthrose mithilfe einer gezielten Cortison-Therapie Linderung verschafft werden. Bei einer entwicklungsbedingten Erkrankung wie dem Wobbler-Syndrom können durch eine Operation die Halswirbel zur Stabilisierung versteift (basket surgery) werden. Weniger kompliziert sind die therapeutischen Maßnahmen, um einen Nährstoffmangel zu beheben. Hier gilt es, durch gezieltes Zufüttern den Mangel zu beheben. Mitunter kann auch versucht werden, ein Pferd mit Ataxie mit Homöopathie zu behandeln. Läsionen im Rückenmark, Groß- oder Kleinhirn sind hingegen oftmals irreversibel. In jedem Fall sollte der Besitzer eine genaue Diagnosestellung anstreben, um einen möglichst gezielten Therapieansatz zu formulieren.
Homöopathische Behandlung von Ataxie
Mitunter kann auch versucht werden, ein Pferd mit Ataxie mit Homöopathie zu behandeln.
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Auswahl homöopathischer Mittel
Die Auswahl des richtigen homöopathischen Mittels erfordert eine genaue Beobachtung des Pferdes und seiner Symptome. Es ist ratsam, einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker mit Erfahrung in der Homöopathie hinzuzuziehen.
Ergänzende Maßnahmen
Bei den meisten Formen der Ataxie sind Schmerzen oder zumindest Unwohlsein zu erwarten. Kommt es beispielsweise zur spinalen Ataxie durch eine Arthrose der Halswirbelsäulengelenke, dann haben diese Pferde häufig eine schmerzbedingte Einschränkung der Beweglichkeit. Es gibt für Pferde mit gering ausgeprägter Ataxie Trainingsmöglichkeiten, die ihnen das Leben erleichtern. „Wenn es möglich ist, sollten Pferde ihre Muskulatur trainieren, denn mit genügend Muskeln können sie einiges ausgleichen“, erklärt Tierärztin Carolin Gerdes. „Generell bin ich vorsichtig damit, Besitzern mein Go für die Nutzung des Tieres als Reitpferd zu geben. Pferde mit anhaltenden und austherapierten ataktischen Beschwerden sollten nicht geritten werden“, mahnt die Tierärztin. Das Problem bei Pferden mit Ataxie ist, dass sich die Beschwerden jederzeit verschlimmern können. „Am besten sollte das betroffene Pferd nur von bestimmten Personen geführt, geputzt und bewegt werden, die damit umzugehen wissen“, so Carolin Gerdes.
Fallbeispiel: Chronische Niereninsuffizienz
Ende Dezember kam plötzlich starkes Kotwasser, da unsere Pferde auch Früher schon darunter litten. Danach schien es ihm langsam wieder besser zu gehen, doch etwas stimmte nicht, da er unser Kräutermüsli nicht mehr gerne, dann gar nicht mehr wollte. Er war auch zunehmend müde und lustlos. Gras frass er immer gerne, Heu jedoch auch immer weniger. Er urinierte sehr viel und hell. Heute würde ich schneller reagieren. Als die Blutentnahme kam, war die Tierärztin etwas ratlos. Am Tag darauf dann Klarheit: massiv schlechte Nierenwerte (Kreatinin 588 (Norm - 165), Harnstoff 12,8 (Norm - 7)). Ab ins Tierspital mit der Diagnose akute Niereninsuffizienz! Dort wurde er mit Infusionen durchgeschwemmt um die Nieren wieder anzuregen Es hiess, wenn die Werte in etwa 2 Tagen wieder sinken hätte er gute Chancen, dass sich die Nieren wieder erholen. Leider war dies nicht so. Da Baldur die Infusion 3 x rausschubberte musste er angebunden in der Box stehen. Er machte es so gut! Die hellen Flecken an den Flanken sind von der Rasur, damit sie einen Nierenultraschall machen konnten. Den Nieren sah man nichts an. Auch sonst konnte man keine Ursache herausfinden. Eventuell zu viel eiweissreiches Futter im Sommer, als wir noch in einem anderen Stall waren? Oder war schon das eine Schmerzmittel, das er wegen der Kolik bekam, er schon ausgetrocknet war, zu viel? Ausser 2 x eine Tetanusimpfung und Entwurmung hatte er nie Medikamente bekommen, welche die Nieren hätten schädigen können. Nach 6 Tagen meinte die Ärztin, nachdem das Kreatinin wieder etwas angestiegen war, wir müssten nun mit einer chronischen Niereninsuffizienz rechnen! Im Januar lag Kreatinin bei 339, Harnstoff war wieder normal. Nun hiess es: Die Infusion wird langsam beendet, wenn alles gut geht, dürfen wir ihn am 10. wieder nach Hause holen. Aber der Kreatininwert stieg weiter an. Die Ärztin meinte, das werde nun wohl auf diesem Level bleiben, mal etwas höher, mal etwas tiefer. Die Ärztin wollte ihn nochmal zur Beobachtung 1 Nacht behalten. War er nicht einfach dankbar mal wälzen zu können? Wenn er nervös ist, reagiert er immer mit Durchfall. In der Nacht frass er kaum was, ich blieb lange bei ihm in der separaten Box mit Auslauf und fuhr mit einem etwas mulmigem Gefühl nach Hause. Die Nacht verlief jedoch ruhig. Als ich ihn am Morgen via Freilaufstall holen wollte ging er von sich aus zum Fressstand und mampfte Heu! So schön! Gut, hatten wir ihn geholt! Schulmedizinisch bekam er noch bis Ende Januar Cytotec Tbl. Von diesen hörte ich vom Tierheilkundezentrum. Durch meine schulmedizinische Ausbildung, ich bin selber Pflegefachfrau, wusste ich um die Notsituation! Ich bekam bald die Analyse und eine Therapieempfehlung, die wir dann umgehend einsetzen. Erst war es sehr frustrierend! Ich hatte mir solche Mühe gegeben und alles organisiert, dass wir noch im Spital beginnen konnten, doch der Gute wollte nichts fressen. So halfen wir dann bald mit den Easy Produkten nach, die wir ihm mit der Spritze ins Maul geben konnten. Und mit der Zeit, mit geraffelten Karotten und Äpfeln gemischt, begann er dann auch die getrockneten Nehls Kräuter zu nehmen. Wegen Akzeptanzproblemen kamen wir aber nie auf die volle Dosierung der «Trocken-Kräuter», die man uns empfohlen hatte. Wieder Zuhause erholte er sich zusehends und legte auch rasch wieder an Gewicht zu. Wir liessen monatlich zur Standortbestimmung die Blutwerte bestimmen und, oh Wunder, die Kreatininwerte sanken stetig. Im März bekam er dann aber Probleme mit der Blutbildung, was mit der Niere zusammenhängen kann und im Mai dann auch schlechtere Leberwerte und die Nierenwerte stiegen wieder. Die Weidesaison hatte spät begonnen und durch das trockene Wetter hatte es kein ideales Gras (zu Eiweisshaltig?). Zudem hatten wir die Mittel von Nehls langsam reduziert, obwohl man uns gesagt hatte: machen sie ½ Jahr so weiter! Ich nahm meinen Mut zusammen und schrieb wieder ans Tierheilkundezentrum. Und bekam eine sehr klare Ansage, die hart für mich war, aber gut für Baldur. Ich höre sie noch sagen: Jetzt darf Geld keine Rolle spielen! Doch nun bekam ich wieder etwas Angst um meinen Liebling und wir begannen von neuem mit ähnlicher Therapie wie zu Beginn. Auf die Weide liessen wir ihn trotzdem (2h / Tag), für sein Gemüt sicher besser! Anfang Juli dann Blutkontrolle: Die Werte bessern sich wieder, schön! Kreatinin sogar zum ersten mal in der Norm! Zu sagen ist auch noch, dass Baldur während der ersten Zeit nach dem Spital, und auch im Juni nochmal, energetische Hilfe bekam. Nach dem Spital gingen wir einfach spazieren, es brauchte eine gewisse Zeit, bis wir wieder zu einer «Normalität» fanden. Nach unserer Beobachtung ging es Baldur im August und September zunehmend besser. Seit einiger Zeit wirkt er nun stabil. Er säuft relativ viel, uriniert tendenziell mehr als Früher, aber wieder deutlich gelber! Appetit hatte er immer, seit er wieder Zuhause ist. Mitte September liessen wir nun erneut eine Blutentnahme zur Standortbestimmung machen: Einzig das LDH ist leicht erhöht, ansonsten alles im grünen Bereich!!! So schön!!!!
Homöopathische Notfallapotheke
Es gibt eine kleine Auswahl an homöopathischen Mitteln, die eigentlich immer vorrätig sind und die sowohl Mensch als auch Pferd helfen können.
- Arnica: Arnica wird bei Stoß- oder Schlagverletzungen, Quetschwunden durch Pferdebisse und ähnliches und nach Operationen und zur Heilung nach der Geburt genommen werden. Bei blauen Flecken und Blutergüssen kann Arnica auch als Salbe verwendet werden.
- Apis mellifica (Gift der Honigbiene): Apis kann bei entzündlichen Reaktionen, die mit Schwellungen, Röte, Ödemen, Hitze, Schmerzen und großer Berührungsempfindlichkeit einhergehen (ähnlich wie beim Bienenstich), bei Insektenstichen, Gesäugeentzündungen und Gelenkentzündungen (heiß, geschwollen) eingesetzt werden.
- Calendula officinalis (Ringelblume): Calendula hilft toll bei zerfetzten Wunden, Schürf- und Risswunden, die verdreckt sind, bei Quetschungen mit Gewebezerstörung sowie bei starkem Wundschmerz und Wundheilungsstörungen. Calendula verbessert die Regeneration und die Narbenheilung.
- Euphrasia officinalis (Augentrost): Euphrasia hilft beispielsweise bei Bindehautentzündungen, die sich bei windigem Wetter verschlimmern, bei Augenentzündungen mit eitrigem Sekret, bei tränenden Augen, bei Augenverletzungen und Hornhautwunden und bei juckenden Augen.
- Hypericum perforatum (Johanniskraut): Hypericum hilft bei Nervenirritationen und Verletzungen von nervenreichem Geweben, beispielsweise im Bereich der Wirbelsäule, wie bei einem Sturz aufs Steißbein. Doch auch bei eingeklemmten Fingerspitzen oder bei Zahnschmerzen nach Zahnbehandlung und -operationen kann Hypericum helfen.
- Ledum palustre (Sumpfporst): Ledum hilft toll bei bei Stich- und Bissverletzungen, Instektenstichen, Verletzungen durch rostige Nägel und auch bei Zeckenbissen. Ein Hinweis, dass Ledum das richtige Mittel ist, ist beispielsweise, dass sich die Beschwerden bei Kälte verbessern und sich die betroffenen Körperstellen kalt anfühlen.
Weitere Behandlungsmethoden
Schlagen keine der genannten Maßnahmen an, können Behandlungsmethoden eingesetzt werden, die von einem Tierarzt durchgeführt bzw. begleitet werden müssen. Ein möglicher Ansatz ist Akupunktur. Hierbei werden bestimmte Punkte mit Nadeln angesprochen und der Trigeminusnerv stimuliert. Die perkutane elektrische Nervenstimulation (PENS) wird gerne genutzt, um bei Headshaking Behandlungserfolge zu erzielen, da kaum Nebenwirkungen bekannt sind. Bei dieser Therapie wird der Nerv 25 Minuten lang mit wechselnder Frequenz und Spannung angeregt und stimuliert, damit er weniger sensibel wird. Bei der Coil-Embolisation wird eine Metallspirale im Bereich des Trigeminusnervs eingesetzt, welcher durch den konstanten Druck geschädigt werden soll. Teilweise bringt auch eine Injektion von Glycerol in den Nerv positive Ergebnisse. Spezielle Medikamente für Headshaking-Pferde gibt es keine, bei manchen Pferden helfen aber Wirkstoffe, die bei Menschen mit einem Trigeminus-Problem eingesetzt werden. Cyproheptadin ist ein Antihistaminikum und wird auch zur Behandlung von Allergien verwendet.
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