Aura Migräne Heilpflanzen: Natürliche Wege zur Linderung

Migräne ist mehr als nur ein starker Kopfschmerz. Betroffene leiden unter einem heftigen, pulsierenden Schmerz, oft begleitet von Übelkeit und anderen belastenden Symptomen. Während wirksame Medikamente in der Behandlung eine wichtige Rolle spielen, können bewährte Hausmittel und Heilpflanzen eine wertvolle Ergänzung sein, um die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass kein Kraut allein gegen Migräne gewachsen ist und eine ärztliche Aufsicht bei der Anwendung von Hausmitteln unerlässlich ist.

Was du vor der Anwendung beachten musst

Bevor du dich für die Anwendung von Hausmitteln, insbesondere Kräutern, gegen Migräne entscheidest, solltest du dies unbedingt mit einem Arzt besprechen. Auch pflanzliche und vermeintlich harmlose Mittel können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben und deinen Gesundheitszustand beeinträchtigen.

Tee als wohltuende Unterstützung

Was hilft gegen Migräne und Kopfschmerzen? Viel trinken, also circa zwei Liter pro Tag, gilt nicht nur für Migräne-Patienten, sondern auch insgesamt als positiv, denn dadurch verbessert sich die Durchblutung im Gehirn. Dabei kommt Tee eine besondere Bedeutung zu. Die darin enthaltenden Heilpflanzen entfalten wohltuende Effekte. Geeignet als Tee gegen Kopfschmerzen sind:

  • Gewürznelke: Verfeinere eine Kanne grünen Tee mit zwei Gewürznelken, etwas Zimt und Zitronensaft. Das Öl der Gewürznelke hat einen schmerzstillenden Effekt, während Grüntee das Immunsystem stärkt und entgiftend wirkt. Trinke über den Tag verteilt vier bis fünf Tassen. Achtung: Grüner Tee kann wach machen. Wenn du darauf reagierst, solltest du ihn nicht abends zu dir nehmen.

  • Ingwer: Manche Menschen schwören auf Ingwer und Chrysantheme als Hausmittel zur Soforthilfe bei Migräne. Gib für einen Tee einen Teil kleingeschnittenen Ingwer und einen Teil Chrysantheme (aus der Apotheke) in eine Tasse (250 Milliliter) mit kochendem Wasser und lass den Tee 15 Minuten lang ziehen.

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  • Kamillenblüten: Kamillentee ist ein altbewährtes Migräne-Hausmittel, zudem lindert er Magenbeschwerden, die als Begleitsymptome auftreten können. Nimm zwei Teelöffel getrocknete Kamillenblüten für eine Tasse Tee und lass diese Mischung zehn Minuten ziehen. Anschließend kipp den Sud durch ein Sieb und genieße das Getränk.

  • Mutterkraut (auch Fieberkraut genannt): Schon vielen Menschen konnte Mutterkraut helfen, einer Migräne vorzubeugen. Auch Untersuchungen haben dies bestätigt. Trink für eine Kur über mehrere Monate zwei bis dreimal täglich vor dem Essen einen Tee.

  • Weidenrinde: Ein Tee aus Weidenrinde enthält unter anderem Salicylsäure, die schmerzlindernd wirkt. Damit eignet sie sich als Hausmittel gegen Kopfschmerzen. Versetze einen Teelöffel der feingeschnittenen Rinde (aus der Apotheke) mit 250 Millilitern Wasser. Anschließend koche die Mischung für fünf Minuten auf, und gib sie durch ein Teesieb.

  • Waldmeister: Neben seiner beruhigenden Wirkung zeigt Waldmeister auch einen schmerzlindernden Effekt. Für einen Tee gib einen Teelöffel Waldmeister in eine Tasse mit 250 Millilitern kochendem Wasser. Lass das Getränk fünf Minuten ziehen, dann seih die Waldmeisterblüten ab. Trinke mehrere Tassen Tee täglich. Allerdings sollte man nicht mehr als drei Tassen am Tag trinken. Bei mehr als drei Tassen täglich kehrt sich die Wirkung des Krauts ins Gegenteil um.

  • Mädesüß: Mädesüß kann als Hausmittel gegen Migräne unterstützend zum Einsatz kommen. Der Tee sollte etwa zehn Minuten ziehen und mehrmals am Tag getrunken werden. Das duftende Mädesüß enthält ebenfalls Salicylverbindungen, allerdings in milderer, magenfreundlicher Form als die Weidenrinde. Es wirkt schmerzstillend, entzündungshemmend und leicht entwässernd - perfekt, wenn Kopfschmerzen durch Wetterfühligkeit oder hormonelle Schwankungen begünstigt werden. Greiner empfiehlt die Einnahme als Tee: 2 TL getrocknete Blüten, 150-200 ml Wasser, Aufguss, 8-10 Minuten ziehen lassen, 1-3mal täglich eine Tasse in kleinen Schlucken trinken. Wichtig: Verwenden Sie dieses Hausmittel nicht bei Überempfindlichkeit gegenüber Salicylaten.

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  • Ginkgo: Die Blätter des Ginkgo-Baums enthalten gefäßerweiternde und durchblutungsfördernde Inhaltsstoffe und sind daher geeignet für einen Tee gegen Kopfschmerzen. Allerdings reagieren manche Personen auch auf Ginkgo mit Kopfschmerzen. Daher solltest du den Tee zunächst in einer Phase ohne Migräne testen.

Weitere Tees, die gegen Migräne helfen sollen, sind Oregano, Zitronenmelisse, Lindenblüten und Rosmarin. Frage in deiner Apotheke nach deiner Wunschsorte. Melisse ist vor allem zu empfehlen, wenn die Probleme bei Wetteränderungen auftreten.

Weitere pflanzliche Helfer

Neben Tees gibt es noch weitere pflanzliche Mittel, die bei Migräne unterstützend wirken können:

  • Kaffee mit Zitrone: Koffein hat einen erweiternden Effekt auf die Blutgefäße. Löse einen halben Teelöffel Cayennepfeffer in einem Glas Wasser auf. Zusätzlich kannst du etwas Zitrone oder Honig beigeben. Durch den Migräneanfall werden die Blutgefäße erweitert; durch das Koffein wieder verengt. Der Schuss Zitronensaft liefert Dir gleichzeitig Vitamin C und unterstützt den Körper bei der Schmerzregulation.
  • Basilikum: Basilikum enthält wertvolle ätherische Öle, die sich am besten beim Kauen der frischen Blätter entfalten.
  • Johanniskraut: Die Arzneipflanze ist vor allem für ihre antidepressive Wirkung bekannt, kann aber auch gegen Migräne genutzt werden. Bereite dir dafür einen Tee zu.
  • Vanille: Löse einen Teelöffel echte, geriebene Vanille in einem Glas Wasser auf.
  • Ingwer: Zur Vorbeugung von Migräne eignet sich die tägliche Einnahme von frisch geriebenem Ingwer in warmem Wasser. Eine schmackhafte Möglichkeit ist auch ein Ingwer-Aufguss. Pur oder aufgebrüht als Tee kann Ingwer gegen Übelkeit helfen und Entzündungen reduzieren.
  • Mutterkraut: Mutterkraut ist das wohl bekannteste Migräne-Kraut. Der Wirkstoff Parthenolid hemmt entzündliche Prozesse und reguliert Serotonin, das bei Migräne überaktiv ist. Studien zeigen: Wer regelmäßig Mutterkraut einnimmt, kann die Häufigkeit und Intensität von Attacken reduzieren. Aber: Mutterkraut hilft nicht akut, sondern vorbeugend - über Wochen oder Monate. Mutterkraut ist ganz leicht im Garten wie auch am Balkon anzubauen - einfach aussäen.
  • Pestwurz: Ein altes, aber wirkungsvolles Mittel gegen Migräne. Ihre Inhaltsstoffe Petasin und Isopetasin wirken gefäßberuhigend und krampflösend. Experten empfehlen zur Migräneprophylaxe Extrakte der Pestwurz, die in der Apotheke erhältlich sind. Pestwurz nimmt nun Einfluss auf die Skelett-Muskulatur und die Muskeln der Blutgefäße, entspannt diese und sorgt somit dafür, dass die Beschwerden wieder vergehen.

Die Geschichte einer Betroffenen und ihre Erfahrung mit Mutterkraut

Christiane F.* berichtet von ihrem jahrelangen Martyrium mit Migräne und wie sie durch Zufall Hilfe gefunden hat. Ab ihrem 18. Lebensjahr litt sie unter Augen- und Auraflimmern, Sprachstörungen und Kopfschmerzen, die sich zur Migräne mit allen Begleiterscheinungen ausweiteten. Verschiedene Diäten und Behandlungen brachten keine Linderung. Schmerzmittel halfen nur noch bedingt und hatten starke Nebenwirkungen.

Durch ein Pflanzenbuch stieß sie auf die Geschichte einer englischen Adligen, die im 18. Jahrhundert mit Mutterkraut von ihren Kopfschmerzen geheilt wurde. Christiane F.* fand Mutterkraut in einem Schrebergarten und machte eine Kur: vier Wochen täglich ein frisches, daumennagelgroßes Blattstück kauen. Seitdem ist sie beschwerdefrei.

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Mutterkraut - die pflanzliche Prophylaxe

Mit Mutterkraut steht nun erstmals ein pflanzliches Arzneimittel zur wirksamen Vorbeugung von migräneartigen Kopfschmerzen zur Verfügung. Dessen Hauptwirkstoff Parthenolid hemmt die Freisetzung des proinflammatorischen Neuropeptids „Calcitonin Gene-Related Peptide“ (CGRP) im Gehirn und wirkt damit vasokonstriktorisch. Zudem desensibilisiert es Membrankanäle, wodurch die Reizschwelle von Migränetriggern erhöht wird. Dies führt zu einer effektiven Reduktion der Anfallshäufigkeit.

Eine placebokontrollierte klinische Studie zeigte, dass die regelmäßige Anwendung von Mutterkraut über einen Zeitraum von 6 Monaten die Häufigkeit der Migräneattacken um 67% reduzierte.

Bei häufig auftretenden Migräneattacken kann es zu einem Übergebrauch an Schmerzmitteln und Triptanen kommen. Um das Risiko medikamenteninduzierter Kopfschmerzen zu senken, ist eine prophylaktische Maßnahme unerlässlich. Mutterkraut kann den Teufelskreis durchbrechen, indem es die Anfallshäufigkeit nachweislich verringert und den Bedarf an Akutmedikationen reduziert. Für eine erfolgreiche Wirkung ist eine langfristige Einnahme von Mutterkraut über mindestens drei Monate entscheidend.

Aromatherapie zur Entspannung

Auch mit der Aromatherapie werden gute Erfolge erzielt. Zur sanften Behandlung von Migräne-Kopfschmerzen eignet sich beispielsweise zehnprozentiges Pfefferminzöl. Das ätherische Öl wird auf Stirn, Schläfen und Nacken aufgetragen und wirkt schmerzlindernd.6 Daneben gibt es weitere Essenzen, die du gegen Migräne nutzen kannst:

  • Grüner Apfel
  • Lavendel
  • Eukalyptus
  • Rosmarin
  • Kamille
  • Majoran

Die ätherischen Öle tragen zu deinem Wohlbefinden bei und können Körper und Geist entspannen. Als Badezusatz lindert entspannendes Lavendel-Öl (links) die Beschwerden.

Ein Teelöffel Pfefferminze und Lavendel mit 250 ml heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen. Ein Tuch eintauchen, ausdrücken und warm auf Nacken oder Stirn legen. BAYERN 1 Pflanzenexpertin Karin Greiner warnt davor die Öle nie pur anzuwenden. Verwenden Sie stattdessen eine 10%ige Pfefferminzöl-Lösung: 10 ml Wodka, 15 Tropfen Pfefferminzöl mischen, großflächig auf Stirn und Schläfen, auch auf den Schulter- und Nackenbereich auftragen, bei Bedarf nach 15-30 Minuten wiederholen. Gegen den akuten Migräneschmerz kann 10-prozentiges Pfefferminzöl an den Schläfen aufgetragen werden. Bereits in einer Studie aus dem Jahr 1996 hat sich dieses in einer Dosierung von 5 Tropfen als ebenso wirksam erwiesen wie Paracetamol (1000 mg).

Kälte und Wärme als natürliche Hilfe

Neben dem Einsatz von Tees und Aromen sowie einer angepassten Ernährung gibt es weitere Mittel, mit denen du die Beschwerden von Migräne im Alltag lindern kannst. Gute Hausmittel als Soforthilfe gegen Migräne sind beispielsweise Salz-Eis-Packungen.7 Fülle bei einer akuten Migräne-Attacke einen Stoffbeutel mit einem Teil Salz und vier Teilen Eiswürfeln. Drücke diesen auf die pochenden, schmerzenden Schläfen oder leg ihn auf die Stirn. Das Salz stabilisiert das Eis und die Kälte betäubt den Schmerz. Viele Menschen empfinden durch Kühlung eine wohltuende Schmerzreduktion. Die Kälterezeptoren sprechen nicht nur auf Kälte an, sondern auch auf verschiedene ätherische Öle: neben Pfefferminzöl eignen sich auch Eukalyptus- oder Lavendelöl.

Bemerkst du Anzeichen einer Migräne-Attacke, kann es sich überdies lohnen, ein ansteigendes Fußbad auszuprobieren.8 Und so wird es gemacht:

  • Stelle deine Füße in eine kleine Wanne und bitte jemanden, diese mit etwa 32 Grad warmem Wasser aufzufüllen. Nimm hierzu ein Thermometer zur Hilfe.
  • Im Laufe der nächsten 20 Minuten sollte die Wanne schubweise mit heißem Wasser aufgefüllt werden, bis die Temperatur auf 42 Grad ansteigt.

Das warme Wasser wirkt beruhigend und erweitert die Blutgefäße, sodass es gut als Hausmittel gegen Migräne eingesetzt werden kann.

Mit diesen weiteren Anwendungen kannst du etwas gegen deine Migräne tun:

  • Armgüsse: Lasse kühles Wasser über deine Unterarme laufen. Das kurbelt den Kreislauf an.
  • Wechselduschen: Der Wechsel zwischen warm und kalt wirkt ebenfalls belebend und kann Kopfschmerzen vertreiben

Weitere unterstützende Maßnahmen

Auch progressive Muskelentspannung, Homöopathie oder Akupunktur können eingesetzt werden, um die Beschwerden von Migräne sanft zu lindern. Wenn die Kopfschmerzen allerdings schon zu heftig sind, tut dir Ruhe und Dunkelheit gut. Eine entspannte Nackenmuskulatur und Halswirbelsäule beugen einer Migräne-Attacke vor.

  • Akupressur bei Kopfweh: Es gibt drei Akupressur-Hauptpunkte am Kopf: die Mitte des Nasenrückens, die man mit Daumen und Zeigefinger zusammenpresst. Außerdem kann man mit den Zeigefingern in die Vertiefungen hinter den Ohren pressen und dann die Schmerzpunkte über den Augenbrauen massieren. Dabei jeweils 15 bis 30 Sekunden drücken bzw. massieren. Sehr wirksam ist es zudem, jeweils in die Kuhle zwischen Daumen und Zeigefinger mit dem Daumen der anderen Hand hineinzudrücken, bis es leicht unangenehm ist, und diesen Druck etwa zwei Minuten zu halten. Bei Verspannungen im Nacken, die Kopfweh auslösen: mit Daumen oder Fingerspitzen in die beiden Kuhlen hinten am Kopfansatz drücken.
  • Regelmäßigkeit: Bei Migräne hilft Regelmäßigkeit: Mutterkraut oder Pestwurz müssen über Wochen eingenommen werden, um eine Wirkung zu entfalten.

Ernährung und Lebensstil

Migräne-Patienten sollten auf eine ausgewogene Ernährung achten, da eine gute Versorgung mit Nährstoffen sowohl der allgemeinen Gesundheit als auch der Migräne zuträglich ist. Migräne ist eine Erkrankung, die sich durch starke, pulsierende, meist einseitige Kopfschmerzen äußert und in Schüben immer wieder auftritt. Sie kann in jedem Alter beginnen, doch tritt meist erstmals in der Pubertät oder dem frühen Erwachsenenalter auf. Migräne kann auch chronisch werden, wenn sie sich an 15 oder mehr Tagen im Monat ausprägt. Zusätzlich zu den Kopfschmerzen können Betroffene Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und eine höhere Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen erfahren.

Auslöser erkennen und vermeiden

Der Konsum von bestimmten Lebensmitteln kann ein Trigger für Migräne sein. Diese sind für jeden Menschen etwas unterschiedlich, allerdings kannst Du mit einem Migränetagebuch die Auslöser herausfinden. Mögliche ursächliche Lebensmittel können beispielsweise Käse, Schokolade, Zitrusfrüchte, Rotwein oder stark verarbeitete Lebensmittel sein. Versuche, den Konsum Deiner persönlichen Trigger zu reduzieren und ausreichend Wasser am Tag zu trinken. Die empfohlene tägliche Menge beträgt mindestens 2 Liter Wasser. Zusätzlich solltest Du versuchen, Deine Bildschirmzeit zu reduzieren oder zumindest alle 30 Minuten mal Pause zu machen. Ob Du nun in der Arbeit oder zu Hause bist, nutze diese Zeit beispielsweise, um aufzustehen oder Dich zu Strecken. In der Arbeit kannst du auch darauf achten, dass an Deinem Arbeitsplatz Deine Monitore auf Augenhöhe sind. Außerdem können eine ergonomische Maus und Tastatur ebenfalls helfen, den Komfort zu erhöhen.

Weitere Tipps für den Alltag

  • Achte auf einen geregelten Tagesablauf, da das Migränehirn Routine liebt, Unregelmäßigkeiten dagegen hasst! Achten Sie daher auch am Wochenende auf dieselben Schlaf- und Aufstehzeiten wie im Berufsalltag.
  • Essen Sie regelmäßig gesunde Mahlzeiten. Achten Sie darauf, dass Sie mindestens alle fünf Stunden essen, um längere Fastenperioden zu vermeiden.
  • Meiden Sie Alkohol!
  • Meiden Sie Lebensmittel, die Histamin oder andere biogenen Amine enthalten.
  • Ernähren sie sich basenüberschüssig und planen Sie - z. B. nach Ihrer Darmsanierung - eine Entsäuerung.
  • Lassen Sie alle Fertigprodukte/Fertiggetränke links liegen, die Glutamat und/oder Aspartam enthalten.
  • Integrieren Sie hochwertige Öle in Ihre Ernährung, die Sie mit ausreichend Gamma- und Alpha-Linolensäuren versorgen.
  • Optimieren Sie Ihre Magnesiumversorgung!
  • Trinken Sie über den Tag verteilt 1,5 Liter oder mehr Wasser.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Koffeinkonsum maßvoll bleibt.
  • Vermeiden Sie Stress, indem Sie sich beispielsweise ab sofort nur noch realistische und keine zu hohen Ziele stecken.
  • Statten Sie Ihre Hausapotheke mit den nötigen pflanzlichen Präparaten aus, die Ihnen helfen können, Ihre Migräne langfristig ad acta zu legen.
  • Halten Sie sich zehnprozentiges Pfefferminzöl bereit.
  • Wenn Sie an sonnigen Tagen eine längere Autofahrt vor sich haben oder z. B. eine Bootsfahrt unternehmen, denken Sie unbedingt an eine Sonnenbrille, um die Überreizung durch zu viel Licht bzw.

Hildegard von Bingen und ihre Erkenntnisse

Hildegard von Bingen lebte im 12. Jahrhundert als Äbtissin und Expertin für Naturheilkunde. Teil ihrer Lehre sind auch Heilpflanzen, mit denen man Migräne und Kopfschmerz ganzheitlich behandeln kann. Dabei stand die Linderung von Beschwerden durch natürliche Heilkunde im Vordergrund. Wer unter chronischen Kopfschmerzen leidet, weiß, wie sehr diese die Lebensqualität einschränken. Die Heilige Hildegard erkannte damals, dass Menschen ihren Schmerzen oft hilflos ausgeliefert sind. Besonders groß ist der Leidensdruck, wenn nicht einfach nur der Kopf schmerzt, sondern Symptome wie eine Aura hinzukommen oder die Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Die Suche nach natürlichen Heilmitteln war ihr sehr wichtig. Auch sie selbst litt unter migräneartigen Kopfschmerzen, die sie typischerweise nach jeder Vision heimsuchten. Ihre Erkenntnisse fasste sie in der Causae et curae zusammen.

Erstmals entstand damals die Annahme, dass die Darmflora für chronische Kopfschmerzen verantwortlich sei. Nicht nur bei Migräne geht es darum, die Ursachen zu erkennen und zu behandeln, statt nur die Symptome. Dabei spielen die Entgiftung über die Leber und die Entsäuerung des Körpers eine wichtige Rolle. Die bekannte Birnhonig-Kur mit Bärwurz nach Hildegard von Bingen dient vorrangig dazu, den Darm zu reinigen und die Abwehrkräfte zu stärken.

Die Birnhonig-Kur nach Hildegard von Bingen

Zunächst halbiere die Birnen, befreie sie vom Kernhaus und koche sie auf. Zerstampfe sie hinterher zu Mus und gib den Honig dazu. Dann kannst du die Würzmischung einrühren oder selbst Zutaten mischen. Verwende für deine Kur am besten Galgantwurzel, Süßholz, Pfefferkraut und natürlich Bärwurz. Gib alles in ein verschließbares Gefäß. Es ist sinnvoll, diese Entgiftungskur alle ein, zwei Jahre zu wiederholen. Bei bekanntem Migräneleiden darfst du die Einnahme-Prozedur auch ohne Pause zweimal hintereinander durchführen. Um den Effekt zu verstärken, kannst du zusätzliche Detox-Maßnahmen in deinen Alltag integrieren.

Hildegard von Bingen nennt die Darmsanierung mit ihrer Kur „wertvoller als Gold“. Doch was meint die moderne Wissenschaft dazu? Das Universalmittel zur Entgiftung enthält wertvolle Bitterstoffe. Wissenschaftlichen Studien zufolge tragen diese zur Bekämpfung von Übersäuerung bei. So stärkt die Kur die Darmflora, und kann dadurch chronische Kopfschmerzen und Migräne reduzieren, denn es gibt Belege dafür, dass eine geschwächte Darmflora schwere Kopfschmerzen begünstigen kann. Darauf weist auch Migräneliga e.V. hin. Im Umkehrschluss trägt die Reinigung von Galle und Darm zu einer Besserung der Symptomatik sowie zur Vorbeugung bei.

Wenn jemand unter Kopfschmerzen oder unter Migräne leidet, kann er dieses Naturheilmittel 3 Wochen lang 3x täglich anwenden. Es stärkt die Darmflora und bietet beste Voraussetzungen für langfristige Abhilfe. Außerdem ist es ratsam, die Ernährung dauerhaft umzustellen oder Fastenkuren einzubauen, um den Darm zu stärken.

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