Die Alzheimer-Krankheit ist eine fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, die durch Gedächtnisverlust, Stimmungsschwankungen, Orientierungs- und Wortfindungsstörungen gekennzeichnet ist. Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) engagiert sich in der Aufklärung und Forschung rund um diese Krankheit. Viele Maßnahmen zur Prävention von Alzheimer sind längst bekannt. Es gibt jedoch auch weniger bekannte Tipps, die in der Alzheimer-Forschung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dieser Artikel beleuchtet die Rolle von Bananen und anderen Ernährungsfaktoren in Bezug auf die Prävention und möglicherweise die Behandlung von Alzheimer.
Einführung in die Alzheimer-Krankheit
Die Alzheimer-Krankheit ist eine der häufigsten Ursachen für Demenz, einer Erkrankung, die das Gedächtnis, das Denkvermögen und das Verhalten beeinträchtigt. Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) bietet Informationsmaterialien zur Alzheimer-Krankheit an, einschließlich des Sachbuchs "Die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzen", in dem Diagnose- und Behandlungsmethoden vorgestellt werden. Weitere Kapitel sind der Betreuung von Demenzkranken und dem Bewältigungsprozess für Pflegende gewidmet.
Prävention von Alzheimer: Bekannte und weniger bekannte Tipps
Viele Maßnahmen zur Prävention von Alzheimer sind bereits bekannt, wie z.B. körperliche und geistige Aktivität, Stressmanagement und die Behandlung von Vorerkrankungen wie hohem Cholesterinspiegel, Bluthochdruck und Übergewicht. Das Gehirn lässt sich - genau wie der Körper - sehr gut trainieren und damit fit halten. Das Gehirn reagiert besonders stark, wenn es immer wieder neue, ungewohnte Reize bekommt und man nicht nur das Gewohnte wiederholt. Lernen Sie eine Sprache. Sie müssen nicht gleich perfekt darin sein. Üben Sie kleine Dialoge mit wenigen Wörtern. Schauen sie sich vor einer Fahrt in unbekanntes Terrain die Strecke auf der Karte an und lassen Sie das Navi ausgeschaltet. Starten Sie mit Line Dance oder anderen Tänzen mit Choreografien. Schreiben Sie Tagebuch (verknüpft Emotion, Sprache und Struktur) - vielleicht einfach einmal mit der linken Hand (wenn Sie Rechtshänder sind).
Nachfolgend werden einige weniger bekannte Tipps vorgestellt, die in der Alzheimer-Forschung zunehmend an Bedeutung gewinnen:
1. Aluminium vermeiden
Aluminium im Trinkwasser kann umso negativer wirken, je niedriger der pH-Wert des Wassers ist und je ärmer es an Mineralien ist. Um sich mit einem solchen Trinkwasser zu versorgen, eignen sich Wasserfilter, die Ihr Leitungswasser nicht nur von Aluminium befreien, sondern auch von Schwermetallen, Giftstoffen, Pestizidrückständen etc. und darüber hinaus den Nitratgehalt reduzieren sowie Chlor entfernen. Letzteres soll Gehirn und Nerven schützen bzw. ein Lithiummangel soll die Entstehung von Alzheimer fördern können. Fertiggerichte in aluminiumhaltigen Verpackungen und Getränke in Dosen sollten Sie besser meiden - nicht nur wegen des Aluminiums, sondern auch, weil die meisten Produkte dieser Art nicht zu einer gesunden Ernährung gehören. Kochgeschirr besteht heute kaum noch aus reinem Aluminium. Wenn Aluminium enthalten ist, so es es meist ein Aluminiumkern, der von Edelstahl ummantelt ist. So kann sich Aluminium auch nicht mehr lösen. Selbst Campinggeschirr, das lange Zeit aufgrund seines leichten Gewichts noch aus Aluminium war, besteht inzwischen aus anderen Materialien (z. B. Wenn es aus Aluminium besteht, wird häufig harteloxiertes bzw. Beim schnellen Aufwärmen von Speisen oder beim Abkochen von Wasser besteht jedoch beim genannten hartanodisierten Aluminium kein nennenswertes Risiko mehr.
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2. Calcium- und Magnesium-Versorgung sicherstellen
Die richtige Calcium- und Magnesium-Versorgung schützt u. a. vor den negativen Auswirkungen von Aluminium und daher u. U. Zur optimalen Calciumversorgung eignen sich Chiasamen, Sesam, Mohn, Haselnüsse, Mandeln, Amaranth, Hafer, Trockenfeigen, Trockenaprikosen, Brokkoli, Spinat, Salate, Kohlgemüse, Wildgemüse (z. B. Amaranth (308 mg/100 g), Quinoa (276 mg), Trockenbananen (110 mg), Kaktusfeigen (85 mg), Trockenfeigen (70 mg), Portulak (150 mg), Brennnessel und Mangold (je ca. Will man sich mit den beiden Mineralstoffen über ein ganzheitliches Nahrungsergänzungsmittel versorgen, so bietet sich hier z. B.
3. Siliziumzufuhr erhöhen
Auch Silizium (bzw. Kieselsäure) schützt vor den negativen Auswirkungen von Aluminium. Laut Karl Hecht in * Siliziummineralien und Gesundheit kann Silizium z. B. Gute Siliziumquellen sind Hafer, Braunhirse, und Brennnesseln (z. B. als Brennnessel-Suppe) sowie siliziumreiche Nahrungsergänzungen - siehe unter 1. Weitere Informationen zu Silizium lesen Sie in unserem Artikel Silizium: Wie Sie einen Mangel ausgleichen.
4. Antioxidantien nutzen
Der Organismus verfügt u. U. über zu geringe Mengen körpereigener Antioxidantien (z. B. In mehreren Studien zeigte man inzwischen, dass sich eine Demenz umso besser vorbeugen bzw. Weitere Antioxidantien sind z. B. Auch Methylenblau gilt als starkes Antioxidans und zusätzlich als Mittel, das die Mitochondrienfunktion stärkt und stabilisiert und damit zu einer besseren Energieversorgung beitragen könnte. Häufig wird als Heilmittel bei Demenzen vorgestellt.
5. Kokosöl verwenden
Die besonderen Fettsäuren im Kokosöl können das Gehirn mit Energie versorgen. Dies gelingt sogar dann, wenn das Gehirn bereits von Alzheimer betroffen ist. Kokosöl in guter Qualität ist ein ideales Fett zum Braten, Backen und Frittieren. Aus Kokosöl gibt es jedoch auch schmackhafte Brotaufstriche. Achten Sie jedoch darauf, dass Kokosprodukte natürlich auch reich an Kalorien sind. Ketonkörper wiederum können den Gehirnzellen (die Glucose nicht mehr als Brennstoff nutzen können) als Alternativbrennstoff dienen.
6. Entzündungshemmende Ernährung
Mit der Alzheimer-Krankheit gehen immer auch Entzündungsprozesse im Gehirn einher. Verwenden Sie daher für Rohkostgerichte Omega-3-Fettsäuren-reiche Öle wie z. B. das Hanföl sowie das Leinöl (Bio-Qualität) und integrieren Sie Omega-3-Fettsäurenreiche Lebensmittel in Ihren Alltag, wie z. B.
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7. Mittelmeerdiät
In den Mittelmeerländern ist Alzheimer nicht annähernd so weit verbreitet wie in anderen Regionen der Welt.
8. Spermidin zuführen
Spermidin ist ein Stoff, der in manchen Lebensmitteln enthalten ist, aber auch vom Körper selbst hergestellt werden kann. Spermidin ist für ältere Menschen umso wichtiger, da mit dem Älterwerden der körpereigene Spermidinspiegel sinkt.
9. Brahmi nutzen
Brahmi ist eine Pflanze, die im Ayurveda seit Jahrtausenden zur Stärkung des Gedächtnisses zum Einsatz kommt. Lesen Sie mehr über Brahmi in unserem Artikel Brahmi - Die ayurvedische Gedächtnispflanze.
10. Pelargonidinreiche Lebensmittel
Pelargonidin ist ein orangefarbener Pflanzenstoff aus der Gruppe der Anthocyane, die wiederum zu den Flavonoiden gehören. Offenbar ist es so, dass man umso besser vor Alzheimer geschützt bleibt, umso mehr pelargonidinreiche Lebensmittel man isst.
Die Rolle von Bananen in der Alzheimer-Prävention
Bananen sind nicht nur lecker und gesund, sondern könnten auch eine Rolle bei der Prävention von Alzheimer spielen. Hier sind einige Gründe, warum Bananen gut für das Gehirn sein könnten:
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1. Schutz der Zellen
Bananen enthalten einen Stoff, der Zellen vor Schäden schützt. Der tägliche Verzehr der Frucht kann Krankheiten vorbeugen, bei denen immer mehr Nervenzellen zerstört werden - wie etwa Alzheimer.
2. Energielieferant
Dank zahlreicher Kohlenhydrate machen Bananen satt und liefern uns schnell Energie - und das auf ganz gesunde Art und Weise.
3. Blutdrucknormalisierung
Neben zahlreichen Vitaminen enthält die Banane auch viel Kalium - sogar mehr als eine Avocado. Der Mineralstoff ist dafür bekannt, den Blutdruck zu senken. Das Kalium-Natrium-Verhältnis von Bananen wirkt sich daher günstig auf den Blutdruck aus und verbessert die Durchblutung.
4. Produktivitätssteigerung
Im Fruchtfleisch - und vor allem in der Schale der gelben Frucht - findet sich das Hormon Dopamin. Das erhöht den Puls und verbessert die Herzleistung. Damit ist die Banane auch ideal für Sportler.
5. Glücksgefühle
Die in der Banane enthaltene Aminosäure Tryptophan braucht der Körper um Serotonin zu bilden. Das Hormon soll die Stimmung aufhellen und damit sogar Depressionen lindern können.
6. Ballaststoffe für den Darm
Ballaststoffe verringern nicht nur den Cholesterinspiegel und tragen zu einem gesunden Darm bei: Wer sich ballaststoffreich ernährt, hat auch ein geringeres Risiko, später an Demenz zu erkranken, berichten japanische Forscher in der Fachzeitschrift „Nutritional Neuroscience“. Ein bis zu 25 Prozent geringeres Risiko für Demenz hatten diejenigen Studienteilnehmer, die am meisten Ballaststoffe zu sich nahmen. Das zeigt eine Auswertung der Ernährungsprotokolle von mehr als 3.700 Personen. Besonders deutlich war der Zusammenhang zwischen Demenz und der Aufnahme von löslichen Ballaststoffen ausgeprägt. Unter den ballaststoffhaltigen Lebensmitteln zeigten Kartoffeln, aber nicht Gemüse oder Obst, einen ähnlichen Effekt. Bananen enthalten viel Pektin, einen Ballaststoff, der eine funktionierende Verdauung unterstützt. Unsere Darmbakterien favorisieren lösliche Ballaststoffe wie Pektin, da diese - anders als unlösliche - vollständig von ihnen vergoren werden können.
7. Hilfe bei Sodbrennen
Gegen Sodbrennen und vergleichbare säurebedingte Magenbeschwerden sind Bananen eine milde und arzneimittelfreie Lösung. Das liegt nicht zuletzt an ihrem Stärkegehalt. Denn die enthaltene Stärke kann überschüssige Säure binden, welche für das Sodbrennen verantwortlich ist. Zudem liefert die Banane Kalium, ein Mineralstoff, der ebenfalls säureregulierend wirkt.
Die Darm-Hirn-Achse und Alzheimer
Die Verbindung zwischen Darm und Gehirn spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Alzheimer. Die Forscher spekulieren, dass der Zusammenhang durch Wechselwirkungen zwischen Darm und Gehirn zustande kommt: „Eine Möglichkeit ist, dass lösliche Ballaststoffe die Zusammensetzung der Darmbakterien regulieren. Diese Zusammensetzung könnte die entzündlichen Prozesse beeinflussen, die bei der Entstehung von Demenz eine Rolle spielen. Es ist auch möglich, dass Ballaststoffe andere Risikofaktoren für Demenz reduzieren, beispielsweise Körpergewicht, Blutdruck, Lipide und Glukosespiegel.“
Ein gesundes Mikrobiom besteht zu nahezu 99 Prozent aus gesundheitsförderlichen anaeroben Bakterien. Das restliche Prozent umfasst fäulnisbildende aerobe Bakterien. Die 2 bakteriellen Haupttypen sind Firmicutes (Kohlenhydrat-Abbau) und Bacteroidetes (Eiweiß-Abbau). Das Mikrobiom entwickelt sich im Laufe des Lebens und spielt eine Schlüsselrolle im Hinblick auf Gesundheit und Krankheit. Es unterstützt u.a. den Stoffwechsel, wirkt auf die Immunmodulation und schützt vor pathogenen Eindringlingen. Das Mikrobiom kann wechselseitig über unterschiedliche Wege mit dem Gehirn kommunizieren - darunter neuronal, immunologisch und endokrin. Dabei wirken Substanzen wie Acetylcholin, Serotonin, Melatonin oder Histamin auf das Gehirn.
Studien zeigen, dass ein Ungleichgewicht des Mikrobioms (Dysbiose) mit der Entstehung neurologischer Störungen verbunden ist. Zum Beispiel können sich Veränderungen der Signalwege und Störungen der mikrobiellen Metaboliten auf Stimmung und Verhalten auswirken.
Wissenschaftler*innen erforschen aktuell mögliche Interventionen bezüglich des Darm-Mikrobioms zur Behandlung neurologischer Erkrankungen wie Alzheimer, Autismus, Parkinson, Schizophrenie, MS, ADHS oder Epilepsie. Bisherige Ergebnisse zeigen u.a.:
- Es wurde z.B. eine Verringerung der Anzahl von Bifidobakterien bei Alzheimer-Betroffenen beobachtet.
- Entzündungshemmende Bakterien wie Coprococcus oder Roseburia treten bei Parkinson-Patienten seltener auf als bei Gesunden.
- Bei einer Autismus-Spektrum-Störung scheint die relative Anzahl der Bakterien sowie die Gesamtvielfalt deutlich reduziert vorzuliegen.
- Das Mikrobiom weist bei Patient*innen mit Depression eine andere Zusammensetzung auf als bei Gesunden. Hier fehlen wahrscheinlich ausreichend gesundheitsförderliche anaerobe Bakterien, um wichtige Enzyme sowie den Serotonin-Spiegel in Balance zu halten.
Eine Dysbiose im Mikrobiom scheint generell zu entzündlichen Prozessen zu führen, die das Gehirn im Hinblick auf Entwicklung, Stimmung und Verhalten beeinflussen. Neben dem psychischen Einfluss, können auch Stoffwechsel- und Verdauungsstörungen auftreten.
Körperlicher und emotionaler Stress kann laut Studien die Zusammensetzung des Mikrobioms beeinflussen. Durch die bidirektionalen Wechselwirkungen zwischen Mikrobiom und Umweltfaktoren wie Stress oder Ernährung liegt es nahe, dass eine Veränderung des Mikrobioms Auswirkungen auf die Prävention und Behandlung von psychischen Störungen haben könnte.
Tipps für ein gesundes Darm-Mikrobiom:
- reichliche Aufnahme von Ballaststoffen, z.B. Zwiebeln, Knoblauch, Vollkorn, Bananen
- fermentierte Lebensmittel, z.B. Sauerkraut, Kimchi
- tägliche körperliche Aktivität
- gute Schlafhygiene
- Alkohol, Nikotin, rotes Fleisch, hoch verabeitete Lebensmittel meiden
Weitere Ernährungsfaktoren und Alzheimer-Forschung
Neben Bananen und den genannten Tipps gibt es weitere Ernährungsfaktoren, die in der Alzheimer-Forschung untersucht werden. Eine Studie aus Nature Microbiology beschreibt, dass regelmäßige Kaffeetrinker im Schnitt höhere Mengen bestimmter „günstiger“ Darmbakterien aufweisen als Menschen ohne Kaffeekonsum. Sorghum wird als glutenfreies Getreide mit Ballaststoffen, Protein, Vitaminen und antioxidativen Inhaltsstoffen beschrieben. Anthocyane in farbintensivem Obst und Gemüse - etwa Beeren oder Karotten - gelten als Antioxidantien und stehen im Verdacht, oxidativen Stress und Entzündungsreaktionen zu dämpfen. Der tägliche Verzehr von 57 Gramm Pekannüssen war mit verbesserten Cholesterinwerten verbunden. Eine Studie in Frontiers in Public Health wurde berichtet, dass regelmäßiger Konsum von grünem Tee mit besserer Stimmung und kognitivem Wohlbefinden zusammenhängen könnte, besonders bei Männern mittleren und höheren Alters.
Die Rolle der Ernährungspsychiatrie
Überhaupt kommt der Ernährung in der Psychiatrie immer mehr Bedeutung zu - ergänzend zu Psychotherapie und Medikamenten. Seit einigen Jahren gibt es eine eigene Fachrichtung, die Ernährungspsychiatrie (oder Nutritional Psychiatrie). Sie ermittelt für das Gemüt besonders geeignete Lebensmittel und entwickelt daraus Kostformen zur Behandlung von Depressionen, Burn-out und Angstzuständen. Die SMILES-Studie zeigte, dass Menschen mit Depression davon profitieren.